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  1. Regular Client

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    AW: holperige Schulanfänge

    Das passiert in der ersten Klasse immer mal wieder und in aller Regel schafft man es auch, dass man dem Kind hilft, sind auf der Toilette unbemerkt umzuziehen.
    Die anderen Kinder sind oft so mit sich selbst beschäftigt, dass sie es nicht mal dann merken, wenn ein Kind plötzlich in Sportsachen da sitzt

  2. Urgestein

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    AW: holperige Schulanfänge

    gestern schien er einen guten tag gehabt zu haben; jedenfalls war er nachmittags recht fröhlich und es scheint besonders mit einigen anderen kindern jetzt geklickt zu haben.

    allerdings hat er auch erzählt, er habe gestern "nur einmal geweint". auf meine frage wann oder wieso, kam nur "weiß ich nicht mehr". das finde ich super schwer, weil ich ohne Kontext ja noch weniger das Gefühl habe, ihm helfen zu können...
    abends war er dann wieder ganz "krank" und wollte eine Schüssel, weil ihm so schlecht war. und dann hat er noch gesagt, er habe angst, seine freunde anzustecken.
    ich finde es ziemlich gruselig, wie gerissen er da vorgeht, und eigentlich möchte ich auch nicht so über mein kind reden und ihm gefakte Krankheiten unterstellen, aber es ist einfach objektiv ganz eindeutig so bzw vermute ich, dass er solche angst hat, dass ihm ganz mulmig ist, also er sich wirklich nicht gut im Bauch fühlt.... jetzt muss ich ihn wecken und kann mir schon denken, was kommt


    update: ich hab ihm heute in der Tür bei Verabschieden zuhause, nachdem es vorher wieder ganz schwierig war, noch erzählt, dass ich ihn sehr gut verstehe und dass es mir früher genau so ging und dass ich nur weiß, dass das einzige, was hilft ist, die angst nicht gewinnen zu lassen, sondern den Mut und dass ich sehr stolz auf ihn bin, dass er bisher an jedem tag in dieser Woche den Mut hat gewinnen lassen. Nachdem er mich vorher gemein fand, weil ich ihn zwinge zu gehen, hat er mir da ganz aufmerksam zugehört und ich hatte das gefühl, dass es ihm in dem Moment geholfen hat.
    es kam heute früh auch raus, dass er besonders Schwierigkeiten hat, weil er nicht weiß, was genau an jedem tag auf ihn zu kommt. gestern zum Beispiel wurde eine Geschichte, die ihm gefallen hat und über mehrere tage vorgelesen wurde, zu Ende gelesen und nun weiß er nicht, was heute stattdessen passiert. sowas ist ja was, was mit der zeit wahrscheinlich besser wird, aber auch wo man - und die Lehrerin, wenn sie möchte - ansetzen könnte, oder? indem man ihm am Vortag schon eine ungefähre Idee davon gibt, was am nächsten tag geplant ist.

    ich weiß zb, dass heute der Schulhund in der klasse vorbeikommen soll. das wird sicher toll.


    bei uns gibt es übrigens auch Paten, wir haben eine Jahrgangsmischung 1-3 und 4-6.


    bei uns wurde explizit nach Wechselwäsche gefragt, mit der Begründung, dass sie auch immer viel draußen sind und mal die Hose oder die Socken nass werden. Interessant, jetzt wird mir klar, dass damit natürlich auch Toilettenunfälle abgedeckt werden sollen :') ich glaube auch, dass das in dem alter bei der Aufregung sicher noch einigen mal passiert...
    Geändert von Sternenratte.1 (14.08.2020 um 07:50 Uhr)
    πάντα ῥεῖ


    und jedem anfang wohnt ein zauber inne
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


    winter is coming

  3. Urgestein

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    AW: holperige Schulanfänge

    Da hast du wirklich tolle Worte gefunden, Sternenratte. Jetzt ist ja auch erstmal
    Wochenende, manchmal sackt es dann ja etwas und vielleicht kann er sich dann auch dir gegenüber nochmal mehr öffnen.
    „Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

  4. Regular Client

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    AW: holperige Schulanfänge

    Dass er sich Sorgen macht, wenn er nicht weiß, was auf ihn zukommt, ist doch ein total guter Hinweis! Fast alle Kinder brauchen viel Struktur und Sicherheit. Als Lehrkraft plant man ja in der Regel mindestens eine Woche, da ist es sicher kein Problem, einen kurzen Überblick darüber zu geben, was so ansteht. Und bestimmt hilft es auch, wenn er die Lehrerin schon besser kennt und weiß, wie sie so drauf ist.
    Schön, dass du ihm schon helfen konntest!

  5. Member

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    AW: holperige Schulanfänge

    Sternenratte, ich finde auch, dass du tolle Worte gefunden hast. Und ja, Orientierung hilft auf jeden Fall im "Kampf" mit der Angst. Hat die Klasse denn einen Stundenplan? Dann könntet ihr ja zusammen am Vortag über die Stunden am nächsten Tag sprechen, auch ohne zu wissen, was da inhaltlich laufen wird. Ihr könntet außerdem über bereits vergangene Stunden sprechen und was da gemacht wurde, um Vergleiche heranzuziehen.
    Neben der äußeren Sicherheit könntet ihr auch Strategien für die innere Sicherheit besprechen, also "Was kannst du tun, wenn...". Vielleicht könnt ihr eine ähnlich schwierige Situation finden, die er schon mal gut gemeistert hat, und überlegen, was er da gemacht hat und was gut geholfen hat. Und dann zusammen überlegen, ob das auch in dieser Situation so oder etwas abgewandelt möglich wäre. Wenn ihm nichts einfällt, dann kann man gut Beispiele bringen wie: "Ich kannte mal ein Kind, das hat dann immer xy gemacht. Was meinst du? Könnte das auch dir helfen? Wie könntest du das machen?"

    Wenn er wieder Bauchschmerzen oder Übelkeit hat, dann könntest du das ja auch ein bisschen für ihn "deuten", also den Bezug zu dem Gefühl, das da vermutlich darunter liegt ansprechen. Und dann ganz allgemein auch über Gefühle reden. Hilfreich könnte sein zu schauen, wo im Körper er ein gutes Gefühl spürt und zu versuchen die Aufmerksamkeit dorthin zu lenken.

    Kleine Begleiter können auch helfen. Manche Kinder mit denen ich arbeite bekommen von mir als "Erinnerungshilfe" oder "Begleiter" solche Klebetattoos (Lieblingstier als Patronus oder ein Mut-Mach-Monster etc.) auf die Hand (geht natürlich auch an einer anderen Stelle).
    "Ich heb mein Glas und salutier dir, Universum [...]." Fremde, Max Herre feat. Sophie Hunger

  6. Addict

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    AW: holperige Schulanfänge

    Ich habe hier nicht wirklich was beizutragen, aber ich wollte dir, Sternenratte, mal sagen, wie toll und liebe- und verständnisvoll sich dein Umgang mit deinem Sohn liest! (Nur mal aus der Sicht von einer, der es als Kind auch ähnlich ging und deren Mutter das, glaube ich, auch gut verstehen, dieses Verständnis aber leider nicht so artikulieren konnte wie du.)

  7. Addict

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    AW: holperige Schulanfänge

    Ganz tolle Tipps, Zora, das speicher ich mir mal ab, falls es bei meinem Kind auch zu einem holprigen Start kommt.

    Und ich finde es auch gut, wie du es angesprochen hast, Sternenratte.
    let the good times roll.

  8. Ureinwohnerin

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    AW: holperige Schulanfänge

    Sternenratte, ich hatte gerade fast ein bisschen Tränen in den Augen, weil sich das so rührend gelesen hat ich glaube, ihr macht das super!

    Trotzdem würde ich auch den Kontakt zu der Lehrerin suchen.

  9. Urgestein

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    AW: holperige Schulanfänge

    Danke, das ist total lieb von euch!

    ich selbst bin mir immer unsicher, weil ich eben morgens dann auch dafür sorgen muss, dass er losgeht und das ist auch nicht immer nett und ich schimpfe dann schon auch. wüsste aber leider auch nicht, wie ich ihn anders fertigbekommen soll im Moment. ich hoffe, dass die Botschaft durchkommt, dass ich ihm helfe, wenn ich kann und nicht die, dass ich über ihn hinweggehe.

    gestern war er bei einem Kindergeburtstag und hatte viel spaß, aber abends hat er wieder geweint, weil er schon vor Montag angst hatte :'( heute tagsüber geht es wieder, morgen sicher alles von vorne. naja, mir ist ja auch klar, dass es zeit braucht und man das nicht von einem tag auf den anderen abstellen kann.


    danke auch an die tollen tipps von euch, das hat mir schon mal sehr geholfen!

    mein mann hat am Freitag früh kurz mit der Lehrerin gesprochen, die ganz nett war und meinte, er darf auch noch etwas länger zur klasse begleitet werden, wenn es nötig ist und dass er das schon mit der zeit schaffen wird. also wir sind schon im Kontakt, wobei ich nicht weiß, wie genau sie jetzt über das ausmaß hier informiert ist.
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  10. Member

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    AW: holperige Schulanfänge

    Ich glaube den Stress morgens kennen wir alle und auch, dass man dann nicht immer so reagiert, wie man es gerne möchte.

    Was genau macht es momentan morgens so schwierig?
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  11. Urgestein

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    AW: holperige Schulanfänge

    also er isst einfach nicjt/zieht sich nicht an, sondern er sitzt auf meinem Schoß und weint und sagt er hat Angst oder versucht auf verschiedene Art (indem er mit mir diskutiert, mir erzählt, dass er eigentlich krank ist, böse wird) doch irgendwie zuhause zu bleiben.

    das Problem ist, mit der Kita zog sich das so ähnlich ewig, also keine Spur von in zwei Wochen wird es ihm schon viel leichter fallen
    vielleicht brauch ich eher fachliche Hilfe, dabei, wie er mit der Angst an sich besser zurecht kommen kann. das ist eh schon immer ein Thema, das sich so durchzieht. nur war es im letzten Jahr eigentlich nicht mehr der rede wert gewesen...
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  12. Addict

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    AW: holperige Schulanfänge

    Ich würd auf jeden Fall mit der Lehrerin sprechen, das klingt ja schon nach mehr als normalen Startschwierigkeiten, wenn es für ihn so angstbesetzt und schrecklich ist mit der Schule. Einfach, damit sie das weiß und vielleicht manches was in der Schule passiert (Weinen etc.) besser einschätzen kann. Oder auch gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, es ihm leichter zu machen, z.B. mit anderen Kindern verstärkt vernetzen oder so.

    Fachliche Hilfe klingt aber auch sinnvoll, wenn diese starken Ängste ihn schon so lange begleiten in neuen Situationen (bzw. eben nicht nur, solange die Situation neu ist in den ersten Tagen oder wenigen Wochen, sondern in der Kita auch deutlich länger). Das ist für ihn ja eine riesige Belastung, bestimmt kann ihm da gut geholfen werden, und auch Dir, wie Du damit umgehen kannst.

    Ich bin total gespannt, wie es bei uns wird, bisher freut sich das Kind total auf die Schule und fragt immer, wie lange es noch bis zur Einschulung ist. Probiert dauernd den Schulranzen an, guckt die Materialien an und so.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: holperige Schulanfänge

    Ich habe auch den Eindruck, dass bei euch beiden der Leidensdruck deutlich zu hoch ist, um das einfach auszusitzen. Ich würde unbedingt bald mit der Lehrerin sprechen (auch wenn ich deine Scheu da sehr nachvollziehbar finde - vielleicht könnte das Gespräch auch der Vater machen?).

  14. Get a life!

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    AW: holperige Schulanfänge

    Zitat Zitat von Efeu Beitrag anzeigen
    Also aus Elternsicht: Ich bin auch immer für offene Gespräche. Und da macht ja wie sonst auch der Ton die Musik.

    Also statt zu „meckern“ würde ich eher sowas sagen wie „Mir ist aufgefallen/ich habe den Eindruck, dass mein Sohn da grad noch Schwierigkeiten hat, sich in die neue Situation einzufinden. Wie ist denn ihr Eindruck?“ und erstmal zuhören, vielleicht nochmal fragen, wie sie genau damit umgeht/weiter umgehen wird und dann ggf. nochmal schildern, wie es zuhause ist. Dann könnest du anschließen „Haben Sie vielleicht eine Empfehlung, wie wir ihn von zuhause noch besser unterstützen können?“ Also eher nach Rat und Kompetenz fragen als infrage zu stellen und Vorwürfe zu machen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du so als Helikoptermuddi rüberkommst, und es geht ja um Kooperation in beide Richtungen, und auch ihr müsst euch kennenlernen und eure „Maßnahmen“ miteinander abstimmen.
    Das war auch mein Gedanke. Dass wenig konstruktives Gemecker von ersten Tag weg für LehrerInnen nervig sein muss, mag sein... aber wenn es Kind regelrecht Angst hat, in die Schule zu gehen, dann ist das eine Information, die man der Lehrerin ja eigentlich gar nicht verschweigen DARF. Vielleicht ist ihr selbst auch schon aufgefallen, dass er sich schwer tut, aber sie kann die Ausmaße gar nicht erfassen, wenn sie es nicht von Elternseite erfährt und dementsprechend auch nicht unterstützen oder einen Rat geben.

  15. Get a life!

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    AW: holperige Schulanfänge

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Sternenratte, ich hatte gerade fast ein bisschen Tränen in den Augen, weil sich das so rührend gelesen hat ich glaube, ihr macht das super!

    Trotzdem würde ich auch den Kontakt zu der Lehrerin suchen.
    Ja!

  16. Urgestein

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    AW: holperige Schulanfänge

    heute sagt er, hat er dreimal geweint. ohmann, das find ich schon echt nicht so einfach hinzunehmen. der Elternabend ist für Mitte nächster Woche angesetzt, eigentlich würde ich das gerne abwarten, um sie persönlich anzusprechen. ist das zu lange?
    πάντα ῥεῖ


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  17. V.I.P.

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    AW: holperige Schulanfänge

    Mir wäre das zu lange... das sind ja 1,5 Wochen mit 3x weinen am Tag. Kannst du nicht einfach eine Mail schreiben mit Wunsch nach einem Gespräch. Zum Elternabend ist das doch eh unpassend, weil sie kaum mit jedem Elternteil einzeln Probleme klären kann?

  18. Get a life!

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    AW: holperige Schulanfänge

    Soll das ein Elternabend für alle gemeinsam sein? Oder die Eltern von jeweils einem Kind alleine mit der Lehrerin?
    Falls ersteres, dann wäre das wahrscheinlich nicht so die richtige Gelegenheit, und die Lehrerin dann noch alleine abzupassen, auch schwierig.

    Was hält dich denn davon ab, das zeitnah bzw. so schnell wie möglich anzusprechen? Deine Posts klingen so, als hättest du selbst irgendwie Angst davor, kann das sein?

  19. V.I.P.

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    AW: holperige Schulanfänge

    Ich habe mich vor solchen Gesprächen auch immer gern gedrückt, meinem Kind zuliebe erledige ich sowas aber sachlich und zeitnah, gern mit E-Mail Ankündigung und Kurzangabe des "Problems". Kam je nach Lehrer gut/weniger gut an. Aber was solls, man muss es schon machen und wenn ein Kind 3x täglich weint, dann muss man Lösungen finden.

  20. Addict

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    AW: holperige Schulanfänge

    ich würde der lehrerin jetzt gleich mailen. was soll denn passieren? wenn ein kind solche vermeidungsstrategien fährt und auch in der schule dann mehrmals am tag weint, finde ich es sehr ansprechenswert!

    und: in einer zwar anders gelagerten aber doch vergleichbaren situation habe ich meinem kind mal einen kleinen runden stein bemalt (als marien-/glückskäfer), den er dann immer, wenn etwas unangenehm/furchteinflößend/unsicher etc. war, in die hand nehmen sollte und fest drücken sollte. ich hab ihm gesagt, dass der käfer das dann merkt und ihm gute gedanken schickt. den könnte man ins mäppchen oder in die hosentasche tun. vielleicht hilfts oder lenkt zumindest etwas ab?

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