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  1. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ich denke, align meint vielleicht eher, dass die Freundin sich den Nutzen der verschiedenen hier genannten Vorschläge (Kita, Leihoma, Gruppen...) nicht konkret vorstellen kann und daher abblockt, weil sie so wenig Vergleichswerte hat und zB all diese "hätte ich mir nie vorstellen können, dass das klappt, aber dann..."-Geschichten nicht kennt.

  2. Get a life!

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ich kann mich so ein bisschen in die Freundin hineinversetzen. Der Schlafmangel und die Fremdbestimmtheit machen einen wahnsinnig. Und dann noch ein Partner, der einem zusätzlich das Leben schwer macht.
    Selbst Veränderung benötigt Energie. Und die scheint sie nicht mehr zu haben. Von außen klingt das ganz einfach. Aber ich war auch an dem Punkt, wo ich nicht mehr konnte und mich selbst die Suche nach Babysitter ewig überfordert hat. Man muss ja erst mal schauen wo man einen sucht. Dann mit mehreren schreiben. Die dann mal kennenlernen. Dann gucken wie man Kind und Babysitter aneinander gewöhnt. Wenn man eh schon bei 200% Auslastung ist, dann ist selbst diese Aufgabe zuviel. Vor allem, wenn man nicht mal sicher ist, ob das klappt und was hilft.
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  3. V.I.P.

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    und ich möchte hinzufügen: (abgesehen von der ohrfeige und den mann) fremdbetreuung ist nicht so leicht leider. kommt immer auf‘s kind an und natürlich muss man‘s ausprobieren. aber klappt nicht immer. wie delisha sagt, das benötigt auch energie und wenn man die nicht mehr hat, resigniert man und will sowas gar nicht erst ausprobieren.

  4. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Wobei "von der Kinderbetreuung so fertig, dass man sich nicht traut, das Kind zeitweise jemandem anderen zu übergeben, für den Fall, dass es nicht klappt, also verharrt man in der Situation, die einen so fertig macht" ja schon echt ein Teufelskreis wäre.
    Darüber würde ich schon noch mal in Ruhe mit ihr reden - nicht "gib ihn doch weg, wie wärs damit?", eher "was sind denn deine Ängste diesbezüglich? Was wäre der Worst Case?".

  5. V.I.P.

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    ja das stimmt schon.
    aber man denkt da nicht mehr rational. unser kind war ein schreibaby, ist auch heute mit 2 jahren noch eher „schwierig“, also ich hab mich anfangs auch nicht getraut, sie mal jemandem zu geben, weil ich diesen gedanken hatte. wir hatten halt auch keine familie in der nähe, und wenn die großeltern mal da waren, waren sie trotzdem fremde für sie und da war meine hemmschwelle zu groß und ich hatte zu viel angst davor.
    also ich kann das schon nachvollziehen.

  6. Get a life!

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Wobei "von der Kinderbetreuung so fertig, dass man sich nicht traut, das Kind zeitweise jemandem anderen zu übergeben, für den Fall, dass es nicht klappt, also verharrt man in der Situation, die einen so fertig macht" ja schon echt ein Teufelskreis wäre.
    Darüber würde ich schon noch mal in Ruhe mit ihr reden - nicht "gib ihn doch weg, wie wärs damit?", eher "was sind denn deine Ängste diesbezüglich? Was wäre der Worst Case?".
    Ja so seh ich das auch. Also es klingt als würde die Freundin nicht mehr rational funktionieren. Da braucht man wahrscheinlich ein bisschen Fingerspitzengefühl.
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  7. Newbie

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Weg
    Geändert von align (19.12.2020 um 13:35 Uhr)

  8. Get a life!

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ich fand/finde Elternratgeber aber eh nicht sonderlich hilfreich. Also irgendeine Phase ist ja immer und gefühlt gibts immer ne schlaue Erklärung wieso es gerade jetzt wahnsinnig anstrengend ist und dann kommt direkt die nächste und man hangelt sich von Phase zu Phase.

    Ich glaub, dass sie überfordert ist, braucht man eigentlich gar nicht weiter hinterfragen. Wichtig ist ja nur zu wissen wo du vielleicht helfen kannst. Will sie mit ihrem Partner denn gar nicht reden? Man muss ja nicht gleich zu ner Beratung gehen (und für die Beratung muss das Kind ja auch erst mal wegorganisiert werden, das kann man ja bei solchen Gesprächen auch nicht gut dabei haben).
    Ansonsten ihr mal anbieten, dass du mit ihr abends telefonisch mal wegen Babysitter guckst.
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  9. Senior Member

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ratgeber find ich auch nur sinnvoll, wenn man dafür tatsächlich Kapazitäten hat, nicht zu müde zum Lesen ist, überhaupt Gelegenheit zum Lesen hat etc.

    Wäre sie für Podcasts offen? Die kann man gut bei der Einschlafbegleitung oder während einer nächtlichen Wachphase hören. Die denke da zum Beispiel an ausgewählte Folgen von "Familienrat" oder "Das gewünschteste Wunschkind" usw.

  10. Newbie

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Weg
    Geändert von align (19.12.2020 um 13:36 Uhr)

  11. V.I.P.

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Bei allem Verständnis für Schlafmangel und Überforderung finde ich es ziemlich schwierig und auch für mich wenig nachvollziehbar, dass sie keine Hilfe annehmen möchte. Da geht es jetzt ja auch nicht mehr „nur“ um sie, sondern vor allem um das Kind, das schon eine Ohrfeige kassiert hat und sicherlich auch die unterschwelligen Aggressionen in irgendeiner Weise mitbekommt und nicht einordnen kann. Das ist ein Teufelskreis, weil das Kind sicherlich aus Unsicherheit dann wiederum reagiert und umso „anstrengender“ wird.
    (Ich verurteile sie nicht für die Überforderung! Ich war und bin auch oft genug am Rande meiner Kapazitäten und habe auch schon Dinge gemacht, die ich richtig kacke finde und die ich im Nachhinein sehr bedauert habe. Ich habe meine Kinder nie geschlagen, aber schon mal unverhältnismäßig laut angeschrien oder den Großen mal etwas gröber angepackt als nötig. Allerdings reflektiere ich mein Verhalten und das des Kindes danach sehr genau, lese Bücher/Artikel oder höre Podcasts zum Thema, um mir wieder verschiedene Strategien vor Augen zu führen und vor allem Verständnis für mein Kind zu bekommen. Das finde ich enorm wichtig.)
    Letztendlich kannst du wahrscheinlich nicht viel tun, wenn sie jegliche Hilfe abzulehnen scheint. Nochmal ernsthaft mit ihr reden würde ich aber schon, schon alleine wegen des Kindes.
    Podcasts finde ich übrigens auch eine gute Idee. Höre ich oft beim kochen oder abends bei der Einschlafbegleitung.
    Mit dem Mann würde ich auch mal ein ernstes Wort reden, der scheint ja gar nicht zu kapieren, dass er da auch in der Pflicht ist, sich um sein Kind zu kümmern.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥♥

  12. Get a life!

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Mein erster Tipp an die Freundin wäre, überhaupt erstmal zu klären, ob der Vater des Kindes sich kümmern WILL. Denn der Schilderung nach klingt das weder so, als ob ihm sehr viel am Kind und an gemeinsamer Zeit mit dem Kind gelegen wäre, noch als ob ihm daran gelegen wäre, seine Freundin/die Mutter seines Kindes zu entlasten.
    (aber das kann durch die beschriebenen Momentaufnahmen natürlich auch einen falschen Eindruck erweckt haben)

    Sollte der Mann gar kein ernsthaftes Interesse daran haben, sich auf um sein Kind zu kümmern, muss sie sich wohl damit auseinander setzen, ob sie nicht sogar ganz alleine besser dran wäre. Dann hat sie zwar nach wie vor keine Hilfe, aber zumindest muss sie sich nicht dauernd noch zusätzlich darüber ärgern, dass ihr Partner kein Interesse daran zeigt, ihr zu helfen sondern im Gegenteil sogar dazu beiträgt, dass sie so leidet.

  13. Get a life!

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Zitat Zitat von Wiggie Beitrag anzeigen
    Darüber bin ich auch gestolpert und habe mich ganz kurz gefragt, was das über die Vaterqualitäten meines Mannes aussagt Aber er arbeitet halt, da ist es natürlich blöd, wenn er entweder während eines Telefonats gestört oder ständig aus der Konzentration gerissen wird. Da kann ich schon verstehen, dass man das Kind dann auch mal einfach vor die Tür befördert. Das sind doch echt Momentaufnahmen anhand derer man nicht unbedingt die Vaterqualitäten beurteilen kann. Zumal das ja auch nur die Darstellung einer 3. Person ist, die auch wiederum nur Ausschnitte mitbekommt.

    Aber natürlich ist es blöd, dass er morgens so lange rumtrödelt und er dadurch abends länger arbeiten muss. Aber wer weiß, er wird halt nachts auch kaum Schlaf bekommen. ICH persönlich könnte da wohl auch nicht direkt um 6 morgens straight losarbeiten, um möglichst früh fertig zu sein, um dann das quengelnde Kind zu betreuen. Nicht falsch verstehen, natürlich braucht die Mutter Entlastung, aber das wird halt die gesamte Familie brauchen. Jetzt nur auf dem Vater rumzuhacken finde ich ziemlich unfair. Da finde ich es nicht verkehrt, sich auch außerhalb der Kernfamilie nach Unterstützung umzuschauen.

    Ich will den Vater nicht in Schutz nehmen, ich kenne ihn nicht, genauso wenig wie alle hier. Ich wollte die Punkte nur einwerfen, weil mir das hier zu einseitig betrachtet wurde.
    Du nimmst ihn aber in Schutz.

    Mag sein, dass der Vater nach einer schlechten Nacht vielleicht nicht gut in der Lage ist, direkt um 6 am Computer zu sitzen und zu arbeiten. Dass die Mutter um 6 Uhr parat steht und sich um das Kind kümmert und ihrer "Arbeit" nachgeht, muss dann aber schon gehen, und ist auch ok so?

    Und nein, ich finde es auch nicht per se "normal", ein Kind einfach vor die Tür zu setzen und zuzumachen - da fallen mir auf Anhieb 3 einfühlsamere Möglichkeiten ein, die zumindest 2-3 Minuten Beschäftigung mit dem Kind involvieren. Alleine DAS wäre doch vielleicht schon ausreichend, um der Freundin zu signalisieren "Ich arbeite und ich kann gerade nicht ewig die Kinderbetreuung übernehmen, aber ich sehe dich (und das Kind) und ignoriere euch nicht einfach".

  14. V.I.P.

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ich sehe das ähnlich. Für mich ist das ein krasses Signal jemand die Tür vor der Nase zuzumachen. Egal ob derjenige 18 Monate alt ist oder 18 Jahre.

    Und ehrlich, welche Arbeit kann so wichtig sein, dass sie nicht mal fünf Minuten gestört werden kann?
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  15. Senior Member

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ähnlich. Für mich ist das ein krasses Signal jemand die Tür vor der Nase zuzumachen. Egal ob derjenige 18 Monate alt ist oder 18 Jahre.

    Und ehrlich, welche Arbeit kann so wichtig sein, dass sie nicht mal fünf Minuten gestört werden kann?
    Hier passiert das halt nicht einmal, sondern 10x.
    Und ja, vllt gibt es einfühlsamere Wege. Aber wenn man konzentriert arbeiten muss und ständig gestört wird, kann ich das sehr gut nachvollziehen. Und (bei mir) reicht die Geduld dann nicht immer für den perfekten bedürfnisorientierten Weg.

  16. Regular Client

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ach Gott ja. Es gibt einfühlsamere Methoden. Aber eben, wenn jemand alle paar Minuten reinkommt, hat man einfach nicht immer die Geduld und Nerven für sowas. Darum geht es doch hier im Grunde aber gar nicht.

  17. Get a life!

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Dieser Kerl kümmert sich scheinbar den ganzen Tag nicht um sein Kind. Und wenn es dann zwischendurch zu ihm ins Büro kommt ist das AUCH noch zu viel verlangt, dass er ihm dann nicht die Tür vor der Nase zumacht, sondern sich mal ein paar Minuten mit seinem Kind beschäftigt?!

    Eine Frau schlägt ihr Kind aus Überforderung, und ja natürlich sollte sie auch externe Hilfe suchen, aber die allererste Baustelle liegt hier nunmal IN der Familie, nämlich beim Mann, der sich einfach nicht in dem Maße für seine Familie interessiert, wie es hier nötig wäre.

    Und ich finde es schockierend, und ja, irgendwie auch widerlich, dass es gerade wieder Frauen selbst sind, die solche Männer in Schutz nehmen und durch diese Legitimierungsversuche solches Verhalten auch weiterhin überhaupt möglich machen.

  18. Enthusiast

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Wie sehen denn die Wochenenden der Familie aus? Da gibt es die Ausrede „Arbeit“ ja nicht.
    Kann deine Freundin da nicht zb das Kind noch zum Mittagsschlaf hinlegen und dann geht sie los und ihr 2 trefft euch, vielleicht in der Mitte oder so und verbringt den Tag gemeinsam bis sie eben abends wieder vom Kind gebraucht wird?

  19. Regular Client

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ihr habt ja recht, natürlich ist es seine Verantwortung als Mann und Vater, sich außerhalb seiner Arbeitszeit ausreichend um sein Kind zu kümmern, das ist doch klar. Mindestens am Wochenende die Frau ausschlafen lassen, ihr mal einen freien Tag ermöglichen und regelmäßige Auszeiten auch unter der Woche nach seiner Arbeitszeit.
    (Ich bin auf das Thema mit dem Vor-die-Türe-setzen während des Homeoffice nur so angesprungen glaube ich, weil ich das selbst manchmal mache, wenn ich z.B. wichtige Telefonate führe und ein Kind kommt rein. Wahrscheinlich geht es den anderen Schreiberinnen ähnlich? Keine will sich halt als Rabenmutter fühlen...)

  20. V.I.P.

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    AW: Freundin überfordert mit Kleinkind

    Ich glaube das kann man sich auch einfach nicht so richtig vorstellen, wenn man selbst noch nicht Wochen/monatelang mit Kleinkind im Home Office gearbeitet hat...

    Ich wollte damit auch sicher nicht den Vater insgesamt in Schutz nehmen, aber es eben nicht an diesem Punkt aufhängen.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

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