Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 24
  1. Member

    User Info Menu

    Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    .
    Geändert von kürbis (14.01.2021 um 22:13 Uhr)

  2. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    das klingt nach ganz vielem. vor allem kannst und sollst dir aber meinungsänderung erlauben. eine entscheidung treffen ist ja das eine, aber vieles entwickelt sich im leben, und ja - da kann man schon mal umdenken und sich was anderes wünschen. das ist völlig normal, aber man macht sich schnell fertig mit "aber ich hab das doch so entschieden und das ist nun die konsequenz". seine meinung ändern ist völlig normal und das sollte man sich selbst ggü auch akzeptieren und sich nicht fertig machen ( i know, leichter gesagt als getan)

    bzgl therapie, das ist ja ne nach therapieart und therapeut/in hit or miss: kann gut laufen oder auch nicht so befriedigend. ich kann nur ermuntern die suche neu aufzunehmen wenn du die kraft hast.

    bzgl freunde und haus. also erstmal n haus ist auch "nur" n haus. und freunde sind nicht du. also kp ob rüberkommt was ich meine, aber ich bin sehr sicher, dass du so viel mehr bist als eurer haus und deine/eure freunde. vielleicht kann es helfen, wenn du dich sehr auf dich auch besinnst und schaust was du gerne machst und so. unabhägig von allem anderen.

    weihnachten: das ist kacke und sicherlich auch nicht zu verachten, dass aktuell auch echt ausnahmezustand ist, der natürlich nochmal doppelt und dreifach aufs gemüt drücken kann.

    vielleicht kann dir schon journalling helfen fürs erste, einfach mal alles rauslassen und aufschreiben was in deinem kopf vorgeht. muss nicht - aber manchmal kann das schon knoten lösen.

    weiß dein partner wie es dir geht damit? i know, leichter gesagt als getan, aber vergleiche mit ihm (er sei zufrieden etc), bringen dir ja auch nüscht. du bist nicht er.
    wichtig ist immer erstmal was DU möchtest.

    und besonders mit corona kann das aktuell auch heißen, dass du dich für dich neu ausloten "musst". und da weißt du am besten was du brauchst und nicht brauchst.

    fühl dich in jedem fall mal ordentlich gedrückt! hugs!
    Geändert von sternejule (26.12.2020 um 21:25 Uhr)
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  3. Member

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    .
    Geändert von kürbis (14.01.2021 um 22:14 Uhr)

  4. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    natürlich nicht, aber das wirst du nicht erzwingen können.

    nur weil etwas "da" ist, muss man damit nicht zufrieden sein. also finde ich. vllt kannst du da mit dir kompromisse machen und dann da was positives draus ziehen für dich (!!).
    ich denke, du solltest es in erster linie für dich machen und nicht für andere.

    es klingt danach als könnte es dir helfen, dass du dir da dein eigenes nest schaffst. vom lesen her klingt es als fehle es dir an was "eigenem" dort. ich halte sowas für sehr wichtig. du schreibst über die kinder und den mann. halte es aber in erster linie für essentiell dass du was für dich machst und happy bist.

    zufrieden sein ist ja auch viel verbunden mit akzeptanz und nachsicht, also bei mir zumindest. und was dich zufrieden macht und warum, das weißt nur du.
    Geändert von sternejule (26.12.2020 um 22:04 Uhr)
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  5. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    UNEINGESCHRÄNKTE Zufriedenheit ist glaub ich kein sinnvolles Ziel, weil das Nichterreichen dann noch mehr metaunzufrieden macht. Es gibt sicher Leute, die das sein können, aber im Allgemeinen ist das Leben glaub ich nicht so.

    ZufriedenER werden bietet schon mehr kleinschrittige Erfolgsmöglichkeiten.

    Ich glaub, ich kann Dich insofern ein bisschen verstehen, dass ich (mit 36 und ohne Partner, Kind und Eigentum) nach 16 Jahren weg von meinem Heimatort immer noch denke, 'irgendwann geh ich nach Hause' - als sich dieses Jahr real die Aussicht stellte, dass das nicht klappt, fand ich das schlimm, obwohl ich nichtmal oft hinfahre.
    Aber ich hab es übungsmäßig (hat sich doch noch nicht festgelegt) akzeptiert, dass ich auch zumindest auf unbestimmte Zeit hierbleiben könnte. Dass sich Dinge im Leben anders entwickeln als gedacht und gewünscht bzw. dass halt nicht alle Wünsche gleichzeitig erfüllbar sind. Ich denke, einmal durch Fokussierung auf die guten Sachen, aber auch durch Beschäftigung damit, dass man halt nicht selbst alles komplett frei entscheiden kann. Was irgendwo ja auch ne Entlastung ist...

    Wäre es eher tröstend oder eher belastend, wenn Du Dir sowas sagst wie "Wenn die Kinder aus dem Haus sind/wenn der Kredit abbezahlt ist, gehen wir vielleicht zurück"?

  6. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Irgendwann hat meine Mutter mich am Telefon gefragt wie es mir geht und dann meinen mauligen Sermon unterbrochen mit "Ach nicht so gut? Naja, du neigst ja eh nicht so zum glücklich sein." Das klingt total fies, aber sie meinte es eigentlich lieb. Und naja, es IST halt auch einfach so.

    Und ja: es ist nicht gut dauerhaft unglücklich zu sein. Aber: es macht auch unglücklich von sich selbst etwas zu verlangen, was einem nicht so recht liegt.
    Ich würde vermuten, dass dein Anspruch an dich selbst ein Teil des Problems ist. Das muss ja zu Momenten führen, in denen du dich bei einem kurzen Glück nicht mehr einfach freuen kannst, sondern dich unweigerlich fragst, warum du dich den Rest der Woche nicht gefreut hast. Was dann ja auch wieder das kleine Glück schmälert.

    Kann das sein?
    Also auch?



    (Und ja klar: es kann trotzdem auch einfach nicht dein Herzensort sein.)
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  7. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Willst du denn eigentlich wirklich in deinem Heimatdorf wohnen oder willst du vielleicht ein altes Gefühl wiederherstellen?
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  8. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Willst du denn eigentlich wirklich in deinem Heimatdorf wohnen oder willst du vielleicht ein altes Gefühl wiederherstellen?
    Das ist natürlich sowieso ne gute Frage.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  9. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Was genau an deinem Heimatort vermisst du? Ist es das alte Gefühl? Du bist 20 Jahre weg dort - das wird eh alles anders dort sein. Ist es das Dorfgefühl? Sind es die regelmäßigen Kontakten zu den Freunden / Familie?

    Und: Ich glaube, wenn man zu sehr in dem „eigentlich ist das hier nur ein Zwischenschritt“ verhaftet ist, kann man sich auch die Chancen kaputt machen, sich am derzeitigen Ort wohl zu fühlen.
    Hochtechnologie in modernen Küchen treibt immer mehr unfähige Frauen ins Berufsleben.

  10. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Meine Situation ist eine komplett andere als die von dir geschilderte, aber die Suche/Sehnsucht nach einem Zuhause kenne ich sehr gut und ich weiß auch, wie sehr das Thema an einem nagen kann, wenn die eigene Identität (unter anderem) daran hängt.

    Für mich klingt dein erster Post danach, dass bei der Entscheidung für euren jetzigen Wohnort vor allem rationale Gründe eine Rolle spielten und die emotionalen Gründe es nicht auf die Liste geschafft haben. Von daher finde ich es sehr verständlich, dass sich die Anteile, die damals nicht berücksichtigt wurden, jetzt immer noch melden. Ich würde versuchen, das einige Wochen lang ganz neutral zu beobachten, in welchen Momenten sich diese Stimmen der Unzufriedenheit melden und was genau sie sagen. Das würde ich dann aufschreiben, z.B. Heute hätte um 17 Uhr Kurs xy stattgefunden, fiel aber aus. Ich war traurig/wütend/genervt, weil mir dadurch yz fehlt.

    Danach würde ich mir die Liste in Ruhe ansehen und schauen, ob diese Momente der Unzufriedenheit auf unerfüllte Bedürfnisse hinweisen. Ich hatte - als ich noch die einzige aus der Familie war, die woanders wohnte - ganz stark das Gefühl des Ausgeschlossenseins. Das wurde deutlich besser, als ich mich an meinem Wohnort im Freundes- und Bekanntenkreis eingebunden gefühlt habe. Als nächstes würde ich mir anschauen, warum ich glaube, dass nur der Heimatort mir diese Bedürfnisse erfüllen kann. Bei mir lag es an bestimmten familiären Glaubenssätzen (Familie hält in Krisen zusammen, Blut ist dicker als Wasser), die ich erst abschütteln und für mich neu definieren musste. Dann würde ich - auch mit dem Partner - nach Wegen suchen, wie ich mir die unerfüllten Bedürfnisse auf andere Art erfüllen kann. Das könnten feste Zeiten sein, in denen ihr Ferien im Heimatort macht, ein regelmäßiger Besuch deiner Familie und Freunde bei euch, ein monatlicher Brunch (via Zoom, später in echt), etc. Es könnte aber auch heißen, dass ihr neue Anknüpfungspunkte am aktuellen Wohnort sucht und findet.
    Nothing comes wrapped up in a nice, pretty bow. It's ugly. It's hard. It's messy.
    You have to fight like hell for what you want; fight to get it and fight harder to keep it.

  11. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Ja, finde ich auch. Was genau fehlt dir denn an deinem jetzigen Lebensort? Und wie genau stellst du dir das Leben in deinem Heimatdorf vor? Könnte es sein, dass das eher unkonkret-vage "ein gutes Gefühl" ist (und du ja nicht konkret darüber nachdenken möchtest, weil es eh nicht sinnvoll ist) und eine genauere Betrachtung auch viele Nachteile hätte (zB Pendelwege, Schulauswahl für die Kinder, Angebote an Hobbies/Freizeitgestaltung, vielleicht auch dann doch plötzlich das Gefühl von zu viel Nähe und Einmischung,...)?

    Corona ist ja jetzt eh einer Ausnahmesituation. Seht ihr Familie und Dorffreunde sonst regelmäßig? 2h ist ja nicht die Welt, vielleicht würde da eine feste Regelmäßigkeit 1x monatlich oder so helfen?

  12. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Du sagst ja selbst schon ganz zu Beginn, dass du zu den Menschen gehörst, die chronisch unzufrieden sind.

    Und ich könnte mir vorstellen, dass wärst du auch auf dem Dorf, wenn ihr wieder zurück ziehen würdet. Du würdest dich dann eben vielleicht über lange Fahrtwege, schlechte Betreuung, geringes Kulturangebot ärgern. Vielleicht auch über schlechtere Jobs oder zu viel Nähe zur Familie.

    Vielleicht würdest du auch feststellen, dass es einen großen Unterschied macht, ein - oder alle zwei Monate in der Heimat zu sein und dort die Freunde zu treffen, als sie - rein theoretisch - jede Woche sehen zu können. Vielleicht merkt ihr, dass eure alten Freunde ganz andere Routinen haben und dass ihnen das häufige Treffen vielleicht sogar zu viel wäre.

    20 Jahre werden auch an dir nicht spurlos vorbei gegangen sein. Das sage ich als jemand, der zumindest nach 13 Jahren wieder in seine alte Heimat zurück gekehrt ist und - obwohl es meine "Heimat" war - ich sicherlich nochmal zwei Jahre gebraucht habe, um mich wieder richtig heimisch zu fühlen.

  13. Enthusiast

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Noch ein Gedanke: Wir haben das genau gemacht und sind auch zufriedener. Aber es ist auch nicht alles so, wie wir uns das von 300 Kilometer aus entfernt vorgestellt haben. Freunde sind immer noch da, aber sie haben natürlich auch viele andere Freunde im Alltag. Sie haben nicht die letzten Jahre immer nur gewartet, bis wir zu Besuch kamen. Wir gliedern uns da langsam wieder ein, aber neue Kontakte sind bisher Fehlanzeige. Man bekommt viel mehr Familienstreitigkeiten mit und hängt da plötzlich selbst drin, wo man früher nur müde gelächelt hat "Ach wir sind ja weit weg".

    Wir sind nach 20 Jahren zurückgekommen. Ich stimme da jewa zu. Wir fühlen uns noch nicht sehr heimisch (ist seit Juni so), aber es wird immer besser. Häuser kann man auch verkaufen. Du solltest aber JETZT die Situation nicht überbewerten. Ich glaube die ist bescheuert, egal wo man gerade lebt. Ich kann viel Familie nicht sehen aktuell, obwohl sie jetzt näher wohnen als die letzten 20 Jahre. So hatte ich mir das auch nicht vorgestellt

  14. Member

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    .
    Geändert von kürbis (14.01.2021 um 22:15 Uhr)

  15. Addict

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Zitat Zitat von kürbis Beitrag anzeigen
    Gerade aktuell empfinde ich mein Leben (mit Kindern) als sehr anstrengend. Das ist momentan natürlich ein komplett anderer Lebensabschnitt als die unbeschwerte Jugend im Heimatdorf.
    Das finde ich auch einen ganz wichtigen Punkt. Die Umgebung wäre vielleicht noch wie früher, aber dein Alltag trotzdem ganz anders und der der Menschen dort sicherlich inzwischen auch. Ich habe nach Studium eine Weile wieder in meinem Heimatort gewohnt und dachte auch erst "Yay, wieder ganz entspannt die Leute von damals treffen, wann ich will!" - aber die hatten inzwischen natürlich auch ein ganz anderes Leben mit Arbeit, teils auch schon Familie, und ich ging natürlich selber auch nicht mehr zur Schule wie vorher. Und ja: Familienzwist wieder aus der Nähe mitbekommen war auch bei mir echt ein gewichtiger Punkt, den ich nicht bedacht hatte. Ich denke, beim "Sich zurück in die Heimat Wünschen" ist oft sehr viel Verklärung dabei und die Vorstellung, dass dort immer noch alles so ist wie "früher" (was bestimmt, wenn man mal ernsthaft drüber nachdenkt, auch nicht immer nur toll war).

  16. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Ich denk, man kann schon ein bisschen in Lebensphasen denken und die in den 30ern ist beruflich oft mit viel Bewegung verbunden und wenn dann auch noch Kinder da sind, ist das halt die "Rush hour des Lebens". Aber das ist ja idR nicht für immer so, dass die Kinder so viel fordern. Ein bisschen kann man je nach individueller (und Corona-)Situation ja auch direkt Entlastung oder Erholung suchen und vielleicht sehen, was man für sich konkret möchte, wenn man wieder mehr Bewegungsfreiheit hat. Ist es ein bestimmtes Gefühl, mehr eigener Kontakt zu Freund*innen, Kapazität für eigene Interessen, mehr Freiheit (was heißt das genau)?
    Dann kann man wahrscheinlich auch am aktuellen Ort mehr Zufriedenheit aufbauen. Und schon mal gucken, was langfristige Perspektiven sein können.

    Die, die zurückgegangen sind, habt Ihr das hauptsächlich wegen der Freundschaften oder/und diesem umfassenden (früheren) Gefühl gemacht?
    Mir fehlt schon auch die Landschaft, die Stadt, die Sprache, die Mentalität.
    Mein Bruder ist dort, das heißt, wenn die Eltern mal krank/alt sind, ist jemand vor Ort. Wär ich auch da, könnten wir uns besser aufteilen.
    Geändert von durga (31.12.2020 um 11:06 Uhr)

  17. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Zitat Zitat von kürbis Beitrag anzeigen


    Gerade aktuell empfinde ich mein Leben (mit Kindern) als sehr anstrengend. Das ist momentan natürlich ein komplett anderer Lebensabschnitt als die unbeschwerte Jugend im Heimatdorf.
    Wegen Corona oder Kinder haben an sich?
    Vielleicht legst du da mehr Fokus drauf.
    Sich auf das Heimatdorf zu fokussieren kommt mir ein bisschen wie Ablenkung vor.
    Als wäre das etwas, was möglich wäre zu verändern, während andere Sachen das nicht mehr sind.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  18. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Ich denk, man kann schon ein bisschen in Lebensphasen denken und die in den 30ern ist beruflich oft mit viel Bewegung verbunden und wenn dann auch noch Kinder da sind, ist das halt die "Rush hour des Lebens". Aber das ist ja idR nicht für immer so, dass die Kinder so viel fordern. Ein bisschen kann man je nach individueller (und Corona-)Situation ja auch direkt Entlastung oder Erholung suchen und vielleicht sehen, was man für sich konkret möchte, wenn man wieder mehr Bewegungsfreiheit hat. Ist es ein bestimmtes Gefühl, mehr eigener Kontakt zu Freund*innen, Kapazität für eigene Interessen, mehr Freiheit (was heißt das genau)?
    Dann kann man wahrscheinlich auch am aktuellen Ort mehr Zufriedenheit aufbauen. Und schon mal gucken, was langfristige Perspektiven sein können.

    Die, die zurückgegangen sind, habt Ihr das hauptsächlich wegen der Freundschaften oder/und diesem umfassenden (früheren) Gefühl gemacht?
    Mir fehlt schon auch die Landschaft, die Stadt, die Sprache, die Mentalität.
    Mein Bruder ist dort, das heißt, wenn die Eltern mal krank/alt sind, ist jemand vor Ort. Wär ich auch da, könnten wir uns besser aufteilen.
    ich bin ja auch wieder zurück. das war erst übergangsweise, nach einer trennung bin ich aber wieder in der heimat geblieben. mir hat das meer eh so sehr gefehlt (nordsee), dass ich gleich hier geblieben bin. mittlerweile ist hier auch n komplett neuer freundeskreis entstanden. die entscheidung ist mir sehr leicht gefallen - hier ist das meer und bezahlbarer wohnraum.
    wegen freundschaften gar nicht, in den 6,5 jahren wo ich weg war hat sich da eh viel entwickelt und meine interessen sind ja auch etwas andere. also hab ich versucht n neuen freundeskreis aufzubauen.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  19. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    Zitat Zitat von juno_ Beitrag anzeigen
    Das finde ich auch einen ganz wichtigen Punkt. Die Umgebung wäre vielleicht noch wie früher, aber dein Alltag trotzdem ganz anders und der der Menschen dort sicherlich inzwischen auch. Ich habe nach Studium eine Weile wieder in meinem Heimatort gewohnt und dachte auch erst "Yay, wieder ganz entspannt die Leute von damals treffen, wann ich will!" - aber die hatten inzwischen natürlich auch ein ganz anderes Leben mit Arbeit, teils auch schon Familie, und ich ging natürlich selber auch nicht mehr zur Schule wie vorher. Und ja: Familienzwist wieder aus der Nähe mitbekommen war auch bei mir echt ein gewichtiger Punkt, den ich nicht bedacht hatte. Ich denke, beim "Sich zurück in die Heimat Wünschen" ist oft sehr viel Verklärung dabei und die Vorstellung, dass dort immer noch alles so ist wie "früher" (was bestimmt, wenn man mal ernsthaft drüber nachdenkt, auch nicht immer nur toll war).
    absolut!

    man vergisst auch gerne mal, dass man sich auch sehr verändert. das kommt ja noch hinzu.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  20. Member

    User Info Menu

    AW: Zufriedenheit erlangen/Wohnort

    .
    Geändert von kürbis (14.01.2021 um 22:14 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •