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  1. Get a life!

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Ja klar wird es üblicherweise als Meilenstein angegeben und herangezogen. Nur dass weniger als 50 Wörter als Sprachentwicklungsstörung gelten, ist halt schon lange überholt... erstmal sind das Late Talker und bei denen macht es durchaus Sinn, organische Ursachen auszuschließen, aber sie brauchen - eben im Gegensatz zu Kinder mit Störungen in der Sprachentwicklung - erstmal keine Therapie.

    Deshalb finde ich es so absurd (und ja, irgendwie „gefährlich“), wenn bei organisch gesunden Kindern, deren Sprachentwicklungstempo einfach langsamer ist, direkt (mehr oder weniger eigenmächtig) weiterführende Therapien oder Trainings gemacht werden.

    Meiner Meinung nach wird da ganz klar mit der (natürlicherweise vorhandenen) Angst der Eltern gespielt, das Kind könne ein Defizit haben. Und gleichzeitig wird bei dem Kind der Fokus primär auf das gelegt - ein (vermeintliches) Defizit. Das ist halt leider sehr symptomatisch für unsere Gesellschaft km Allgemeinen.

  2. Member

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Ich kann auch nochmal sagen, dass es eben wirklich Kinder gibt, die einfach spät sprechen. Das aber letztlich nicht schlimm ist.
    Wir kennen einen Jungen im Alter meiner großen Tochter, der mit 3 noch keine 10 Wörter sprach. Nach Kita-Start mit 3 ging es dann los und jetzt mit 5 ist kein Unterschied zu merken. Er ist halt allgemein etwas ruhiger, aber wenn er mal in Plauderlaune ist, steht er meiner Quasselstrippe in nichts nach.

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Im U-Heft steht für die U7 mit 2 Jahren, dass das Kind 10 Wörter neben Mama und Papa können soll.
    Da ist viel Luft bis zu 50 :]
    Hochtechnologie in modernen Küchen treibt immer mehr unfähige Frauen ins Berufsleben.

  4. Fresher

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Mein Sohn war auch ein sogenannter "Late Talker". Bei uns lag es allerdings ziemlich sicher am Schnuller. Er hat alles verstanden, hatte richtig Sitzfleisch beim Vorlesen, hat aber nur einzelne Wörter gesprochen und sich hauptsächlich durch Gesten und Laute verständlich gemacht. Bevor er mit 3 in den Kindergarten kam, haben wir ihm ziemlich schnell den Schnuller abgewöhnen müssen (wg. möglicher Zahnfehlstellungen) und dann ging es von heute auf morgen richtig los mit dem Sprechen. Also wenn er vorher mit 2 Jahren vielleicht 10 Wörter gesprochen hat, hat er uns mit 2,9 dann das Märchen vom Froschkönig erzählt. Wir waren selbst überrascht. Also er hatte die Wörter alle in petto, er hat sie nur nicht genutzt, weil er den Schnuller im Mund hatte und auch ohne Sprache kommunizieren konnte. Beim letzten Entwicklungsgespräch im Kiga haben die ErzieherInnen gesagt, dass seine Sprachentwicklung abgeschlossen ist und er einen sehr großen Wortschatz hat. Da war er 4,9 Jahre alt.
    Vielleicht braucht dein Kind einfach noch ein wenig Zeit. Hört und versteht es dich denn? Oder fällt dir manchmal auf, dass es dich nicht hört, wenn du es rufst und es gerade nicht zu dir schaut (zwecks Lippenlesen)? Also den Hörtest würde ich auch auf jeden Fall machen. Und viel vorlesen. Und dann noch ein paar Monate warten wie es sich entwickelt.

  5. Regular Client

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Zitat Zitat von Tinelli Beitrag anzeigen
    Im U-Heft steht für die U7 mit 2 Jahren, dass das Kind 10 Wörter neben Mama und Papa können soll.
    Da ist viel Luft bis zu 50 :]
    Ja, das wurde geändert. Bei meiner großen Tochter (Jahrgang 2014) stand noch 50 Wörter als Untergrenze.

  6. Ureinwohnerin

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Haha, das ist ja auch eine winzige Änderung
    Hochtechnologie in modernen Küchen treibt immer mehr unfähige Frauen ins Berufsleben.

  7. Regular Client

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Vielleicht haben sich die Krankenkassen beschwert wegen zu vielen Logo-Rezepten...

  8. Enthusiast

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Zitat Zitat von helgoland Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben sich die Krankenkassen beschwert wegen zu vielen Logo-Rezepten...
    Da könnte was dran sein. Könnte auch für Physiotherapie gelten.

    Ich hab mir auch mal die U-Hefte und die "Anforderungen", was ein Kind wann können sollte angeguckt und da sind die Richtlinien ganz anders als in anderen Ratgebern oder Artikeln, also viel niedrigschwelliger.

  9. Regular Client

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Oder das Sprachniveau der Kinder ist in den letzten Jahren sehr gesunken, wenn vor 5 Jahren die Zweijährigen noch 50 Wörter können sollten und jetzt nur noch 10...

  10. Get a life!

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Ich find's auch etwas schräg bei so kleinen Kindern von Sprach"niveau" zu sprechen.

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Wir hatten ja auch ein Late Talker Kind und wenn da mit 2 Jahren mit den 50 Wörtern Stress gemacht worden wäre oder auch irgendwelche Therapien angefangen worden wären, wäre das völlig überflüssig gewesen.

    Ich tippe eher drauf, dass die 50 Wörter aus anderen Ländern übernommen wurden. In UK und US werden die Kinder ja viel früher „beschult“ und wenn da ein 3jähriges Kind noch nicht sprechen kann, aber muss, dann muss man da halt auch entsprechend früher gegensteuern.
    Hochtechnologie in modernen Küchen treibt immer mehr unfähige Frauen ins Berufsleben.

  12. V.I.P.

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Etwas OT: Wie war das nochmal mit Stottern, das ist doch Phasenweise normal?
    L (2,7) redet weiterhin wie ein Wasserfall, aber bleibt in letzter Zeit öfter so „hängen“ („Ich habe xy gemacht und dann wo-wo-wo-wo-wo-wo-...“). Ich weiß gar nicht, ob das wirklich Stottern im engeren Sinne ist, es wirkt so, als würde sie ganz schnell ganz viel sagen wollen, aber ihr Mund schafft das nicht. Sie wirkt dann auch immer ganz aufgeregt. Aber es ist schon oft.
    Einfach nicht kommentieren und es wird schon wieder aufhören?
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Wir hatten das auch, so ab ca. 2. Kind war schon immer sehr kommunikativ, hat früh viel gesprochen, und hatte, glaube ich, einfach oft so viel zu sagen, dass nicht alles auf einmal rauskonnte. Es hat nie irgendwen (Kita, Kindergarten, Kinderarzt, befreundete Logopädinnen) alarmiert, war immer phasenweise mal mehr, mal weniger, und ist irgendwann einfach verschwunden (denke, so mit 4).

  14. Senior Member

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Wir hatten das im Sommer, da war E. kurz vor dem dritten Geburtstag. Ich hatte glaube ich im August oder September im Kleinkindthread danach gefragt.
    Es ist innerhalb weniger Wochen komplett verschwunden, schon zur U7a Mitte September war es fast weg.

  15. Get a life!

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Etwas OT: Wie war das nochmal mit Stottern, das ist doch Phasenweise normal?
    L (2,7) redet weiterhin wie ein Wasserfall, aber bleibt in letzter Zeit öfter so „hängen“ („Ich habe xy gemacht und dann wo-wo-wo-wo-wo-wo-...“). Ich weiß gar nicht, ob das wirklich Stottern im engeren Sinne ist, es wirkt so, als würde sie ganz schnell ganz viel sagen wollen, aber ihr Mund schafft das nicht. Sie wirkt dann auch immer ganz aufgeregt. Aber es ist schon oft.
    Einfach nicht kommentieren und es wird schon wieder aufhören?
    Ja, bei uns war das auch häufiger so...uns kommt immer noch ab und zu vor. Wir sind da tatsächlich gar nicht weiter drauf eingegangen, haben nur drauf geachtet, dass wir ihr Zeit lassen, so dass sie trotzdem aussprechen kann, auch wenns länger dauert. Nur wenn ich das Gefühl hatte, dass sie deswegen abgebrochen hat, weil's nicht rauskam, hab ich manchmal nachgefragt, ob sie x oder y sagen wollte, und sie konnte dann einfach nur mit Ja antworten, oder eben nicht, und hat's dann meistens nochmal versucht.

    Bei unserem Kind hat man deutlich gemerkt, dass nach jeder dieser "Stotter"-Phasen irgendwas weitergegangen ist beim Sprechen... entweder dass sie plötzlich bestimmte Buchstaben/Laute besser oder richtig bilden konnte, oder grammatikalisch irgendwas neues konnte, oder plötzlich nochmal eine ganz Menge neue Wörter...

  16. Get a life!

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Stottern ist in dem Alter eigentlich erst ein Thema, wenn das Kind es wirklich bewusst merkt und daher weniger redet oder sonst irgendwie ein Problembewusstsein hat. Bei meinem Sohn wars dann halt so, dass er echt fast gar nicht mehr geredet hat und richtig geweint hat, weil die Worte nicht rauskamen.
    Bei der Logopädie wird dann aber auch nur geguckt, dass das Kind die Sprechfreude wiederfindet und sich am Stottern nicht stört. Insofern, ja erst mal ignorieren und beobachten. Die Logopädin meinte schon, dass man auch mal sagen kann "Puh, das Wort kam jetzt schwer raus", wenns wirklich ganz schlimm ist.
    I will dance
    when I walk away

  17. Member

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Danke nochmal an alle, die was zum Thema Late Talker etc geschrieben haben.

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Ich würde erstmal Hörtest und Ersttermin bei einer Logopädin abwarten, bevor ich mich um ein (kostenintensives) Training oder andere weitere Maßnahmen kümmere.
    Das in jedem Fall. Klar klären wir jetzte erstmal das Hören ab. Danach sehen wir dann weiter

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Ja klar wird es üblicherweise als Meilenstein angegeben und herangezogen. Nur dass weniger als 50 Wörter als Sprachentwicklungsstörung gelten, ist halt schon lange überholt... erstmal sind das Late Talker und bei denen macht es durchaus Sinn, organische Ursachen auszuschließen, aber sie brauchen - eben im Gegensatz zu Kinder mit Störungen in der Sprachentwicklung - erstmal keine Therapie.

    Deshalb finde ich es so absurd (und ja, irgendwie „gefährlich“), wenn bei organisch gesunden Kindern, deren Sprachentwicklungstempo einfach langsamer ist, direkt (mehr oder weniger eigenmächtig) weiterführende Therapien oder Trainings gemacht werden.

    Meiner Meinung nach wird da ganz klar mit der (natürlicherweise vorhandenen) Angst der Eltern gespielt, das Kind könne ein Defizit haben. Und gleichzeitig wird bei dem Kind der Fokus primär auf das gelegt - ein (vermeintliches) Defizit. Das ist halt leider sehr symptomatisch für unsere Gesellschaft km Allgemeinen.
    Wenn es knapp unter 50 Wörter wären würde ich mir auch wenig Sorgen machen. Es sind aber weniger als 10 Wörter und Laute, die mit als erstes kommen, wie das M gehen kaum bzw gar nicht. Und ja, das macht mir schon Sorgen, auch wenn es natürlich sein kann, dass hier von außen die Sorgen von Eltern von instistutioneller Seite befeuert werden. Mir geht es nicht darum, dass nun auf Teufel komm raus zu pathologisieren. Ich wollte mich vielmehr erkundigen, wie es bei anderen war und schauen, wie ich meinen Sohn in dem Bereich unterstützen kann, jenseit von einfach abwarten.


  18. Get a life!

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Tinelli schrieb ja vorher, dass das inzwischen scheinbar auch im U Heft geändert wurde... also dass zum zweiten Geburtstag nur noch 10 Wörter als Anhaltspunkt gelten.

  19. Enthusiast

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    AW: Kinder und sprechen lernen

    Du bist doch da auf dem richtigen Weg mit dem Hörtest und du liest dich für mich jetzt auch nicht als überängstliche Mutter, sondern als normal besorgt.

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