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  1. Addict

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Zitat Zitat von Skippyli Beitrag anzeigen
    Das ist klar und verständlich. Hast du eine Erklärung dafür, warum sie sich erst nach Monaten der Mutter ggü so feindlich verhalten?
    Frage 3 Kinderpsychologen, die alle relevanten Akteure kennen, und du wirst 4 verschiedene Meinungen hören.

    Praxis: Ich dnke, die Mutter kann nur versuchen sich als zuverlässig präsentieren. Kontakt halten. Den Rest bringt die Zeit. Spätestens wenn die Kinder eigene Smartphones und Wlan haben.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  2. Urgestein

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Frage 3 Kinderpsychologen, die alle relevanten Akteure kennen, und du wirst 4 verschiedene Meinungen hören.

    Praxis: Ich dnke, die Mutter kann nur versuchen sich als zuverlässig präsentieren. Kontakt halten. Den Rest bringt die Zeit. Spätestens wenn die Kinder eigene Smartphones und Wlan haben.
    Bist du denn vom Fach oder sind das einfach deine Gedanken zum Thema?

  3. Newbie

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Also wenn das Jugendamt schon drin ist, wird es irgendeine Art von Hilfeform geben, zum Beispiel in Form eines Erziehungsbeistands oder einer sozialpädagogischen Familienhilfe. Damit gibt es auch regelmäßige Hilfeplangespräche (normalerweise alle 6 Monate) und auch mal Zwischengespeiche o.ä.. Da würde ich als erstes ansetzen und schauen, dass ihre Ängste und Wünsche da Thema sind. Begleitete Umgänge gibt es ja schon und wenn die Kinder diese nicht mehr möchten, ist das erstmal ernst zu nehmen, selbst wenn sie durch den Vater beeinflusst werden (was wir ehrlich gesagt nicht wissen können). Trotzdem hat sie natürlich ein Recht darauf, genau das beim Jugendamt zum Thema zu machen und sich dort zum Beispiel beraten zu lassen oder eben ein Gespräch gemeinsam mit dem Vater und den Sozialpädagog*innen einzufordern um genau das alles zu besprechen.
    Grundsätzlich kann ich nur empfehlen, eng mit dem Jugendamt und anderen Helfer*innen zusammen zu arbeiten, auch wenn sie darauf bestimmt keine Lust hat, weil diese ihr ja die Kinder entzogen haben. Es ist aber so, dass darüber viel läuft und dass dem Jugendamt grundsätzlich darum geht, dass es den Kindern gut geht. Kooperative und Hilfe-annehmende Eltern sind dafür sehr wichtig und solche Faktoren fließen absolut in jede Entscheidung mit ein.
    Ohne jetzt zu wissen, was alles schon läuft: es gibt einiges, was in solchen Situationen helfen kann und auch durchs Jugendamt finanziert werden kann, aber das machen die natürlich nicht, wenn es nur Widerstände gibt.
    Alleine in den Krieg ziehen wird in so einer Situation einfach mal gar nichts bringen und ehrlich gesagt den Kindern am wenigsten.
    Und ja, sie sollte sich vor allem um sich selbst und ihre psychische Stabilität kümmern, auch um allen zu zeigen, dass es ihr wieder besser geht und die Kinder ihr in Zukunft wieder anvertraut werden könnten.

  4. Get a life!

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Ich würde mich da nicht nur aufs Jugendamt verlassen. Die sind oft überlastet und da fällt viel hinten runter oder es wird versucht stressige Themen schnell loszuwerden. Wichtig ist es sich zu informieren was man für Rechte hat. Da wäre ein guter Anwalt wichtig. Manchmal gibts auch in Frauenvereinen rechtliche Beratung. Mit alleine in den Krieg ziehen ist da eh nichts. Das geht nur mit Unterstützung und viel Hilfe. Aber die muss man sich eben erst mal suchen und sich kümmern und den Rat dann auch umsetzen. Das geht alles nicht von heute auf morgen und wenn die Kinder schon beim Vater sind und sie kein Sorgerecht mehr hat, geht es auch nur in kleinen Schritten. Und ja, dafür ist es wichtig, dass man psychisch halbwegs stabil ist. Sonst schafft man das auch alles gar nicht.
    I will dance
    when I walk away

  5. Alter Hase

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Zitat Zitat von Delisha Beitrag anzeigen
    Das schwierige ist, dass die Männer genau das tun. Die starten den Krieg. Nicht alle, aber wenn dann richtig. Und als Frau kommst du da nur durch, wenn du dies genauso tust.
    Ich weiß nicht inwiefern du dich mit den neuen Familiengesetzen beschäftigt hast und was aktuell an den Familiengerichten abgeht. Aber ein Sorgerechtsentzug ist nichts SO seltenes mehr. Dieser Fall hat es zB gut in die Medien geschafft: Umschau: Zwolfjahrige in Heim zwangsuntergebracht | ARD-Mediathek
    Da landen Kinder im Heim, weil sie sich weigern mit dem gewalttätigen Vater Umgang zu haben.

    Oder Kinder landen im Heim, weil irgendwer eine zu enge Bindung an die Mutter feststellt: „Zu enge“ Bindung '-' eine neue Straftat? | kinder'-'verstehen.de

    Also ja, in der Theorie dürfte es nicht so schnell passiert, in der Praxis ist aber genau das der Fall.
    Zwei tragische, medienwirksam ausgeschlachtete Fälle als „Beweis“ dafür anzubringen, was „an Familiengerichten gerade abgehe“, finde ich schwierig.

    Ich verlasse mich eher auf die Erfahrungen, die ich in den letzten 10 Jahren mit 2 verschiedenen Jugendämtern und diversen Familienhelferinnen im schulischen Kontext, sowie persönlichen Gesprächen mit Freundinnen „vom Fach“ gemacht habe.

    Ich glaube da ist keine geheime Väterverschwörung im Gange und alle Beteiligten möchten immer das Beste für das Kindeswohl.

    Natürlich gibt es tragische Ausreißer und Sorgerechtsfragen sind wahrscheinlich nie einfach zu lösen. Aber allein die Kriegsmetapher auszugraben und „den Vätern“ zu unterstellen grundsätzlich „in den Krieg zu ziehen, klingt für mich mehr danach, als würde es hier um was Anderes gehen als ums Kindeswohl

  6. Newbie

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Zitat Zitat von Delisha Beitrag anzeigen
    Ich würde mich da nicht nur aufs Jugendamt verlassen. Die sind oft überlastet und da fällt viel hinten runter oder es wird versucht stressige Themen schnell loszuwerden. Wichtig ist es sich zu informieren was man für Rechte hat. Da wäre ein guter Anwalt wichtig. Manchmal gibts auch in Frauenvereinen rechtliche Beratung. Mit alleine in den Krieg ziehen ist da eh nichts. Das geht nur mit Unterstützung und viel Hilfe. Aber die muss man sich eben erst mal suchen und sich kümmern und den Rat dann auch umsetzen. Das geht alles nicht von heute auf morgen und wenn die Kinder schon beim Vater sind und sie kein Sorgerecht mehr hat, geht es auch nur in kleinen Schritten. Und ja, dafür ist es wichtig, dass man psychisch halbwegs stabil ist. Sonst schafft man das auch alles gar nicht.

    Das ist vielleicht ein guter Rat, wenn es um einen Sorgerechtsstreit geht. Das ist hier aber nicht der Fall, sondern ihr wurde das Sorgerecht aufgrund einer Kindeswohlgefährdung entzogen und nicht, weil sich zwei Elternteile streiten.
    Ich stimme da Bibliophilia zu, zwei medienwirksame Einzelfälle zu nehmen und daraus eine Regel abzuleiten, finde ich sehr schwierig. Ich arbeite im Bereich Kinderschutz, arbeite eng mit diversen Jugendämtern zusammen, habe schon einige Inobhutnahmen begleitet und ich habe wirklich noch nie erlebt, dass ein Kind in Obhut genommen wurde oder einem Elterneil das Sorgerecht entzogen wurde, ohne dass auch ein guter Grund dafür vorlag. Guter Grund heißt hierbei, dass jeweils eine Kindeswohlgefährdung bestand.
    Natürlich hat eine Mutter gewisse Rechte und natürlich sollte sie sich dahingehend beraten lassen. Aber wie gesagt, ich rate nur, sich so kooperativ wie möglich zu zeigen, die Hilfen, die es gibt zu nutzen und gemeinsam mit dem Jugendamt das Ziel zu verfolgen, dass es den Kindern so gut wie möglich geht.

  7. Foreninventar

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Ich schließe mich den beiden vorherigen definitiv an.

  8. Enthusiast

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Ich habe beim Lesen dieses Threads nicht den Eindruck, dass es den Meisten überhaupt um das Kindeswohl geht, sondern um das Wohl der Mutter.
    Und dafür fehlt mir echt das Verständnis.

  9. Foreninventar

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Ja, den Eindruck habe ich auch, aber ich finde das in dem Setting ziemlich nachvollziehbar.

  10. Get a life!

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Ich habe auch genug Erfahrungen in dem Bereich gesammelt, aber es ist schön, wenn ihr es anders erlebt habt. So sollte es ja auch eigentlich sein.

    Im 2. Link geht es übrigens immerhin um 42 dokumentierte Fälle und nicht um einen einzigen Einzelfall. Und Renz-Polster ist nun auch nicht die krasse Schwurbelseite.

    edit: Achso und bevor jemand sagt ich behaupte genau diese Inobhutnahme ist falsch. Das sage ich nicht. aber solange es keinen Umgangsausschluss gibt, ist es an sich nicht okay das ewig rauszuzögern, dass Umgang stattfindet. So entfernen sich die Kinder erst recht.
    Geändert von Delisha (30.03.2021 um 19:44 Uhr)
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    when I walk away

  11. Urgestein

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich den beiden vorherigen definitiv an.
    Ich mich auch.
    neu.gierig.toll.kühn

  12. Addict

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    AW: Sorgerecht entzogen

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat doch aber der Vater das Sorgerecht, oder nicht? Das ist schon ein Unterschied, ob es entzogen wurde oder aber dem einen Elternteil das alleinige Sorgerecht übertragen wurde. Für ersteres sind nach meiner Erfahrung die Hürden beim Familiengericht deutlich höher.

  13. Addict

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    AW: Sorgerecht entzogen

    also ich kenne den fall natürlich nicht und kann mir über die erkrankung der mutter kein urteil erlauben.

    mein persönlicher eindruck ist aber schon seit einer weile, dass die stimmung in jugendämtern und auch an den gerichten, die ich hier vor ort so kenne (beides aus persönlciher und auch aus beruflicher erfahrung heraus), oft sehr väterfreundlich ist und auch so entschieden wird. da kann es um umgang gehen oder um aufenthaltsbestimmungsrecht, um vorwürfe gegen die mutter, die anders gewichtet werden, als vorwürfe gegen den vater etc.
    das kann man natürlich keineswegs verallgemeinern, aber bei mir ploppen bei dem hier geschilderten fall so einige parallen zu anderen mit bekannten fällen auf, in denen es für die mütter (in fast allen fällen zu unrecht) maximal schlecht gelaufen ist.

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