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  1. Alter Hase

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von Pinguine1981 Beitrag anzeigen
    Was bedeutet HA 10? Gar kein Abschluss? Also auch kein Hauptschulabschluss?
    Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (im Vergleich zum HA9, den jeder bekommt, der in Klasse 10 versetzt wurde, dann aber zu schlechte Noten für einen Hauptschulabschluss hat)

  2. Regular Client

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (im Vergleich zum HA9, den jeder bekommt, der in Klasse 10 versetzt wurde, dann aber zu schlechte Noten für einen Hauptschulabschluss hat)
    Verstehe ich nicht. Ist der HA10 dann mehr wert, als der HA9?

  3. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Das ist auch so etwas was ich hier etwas seltsam finde. Das klare Lebensweg-Vorstellungen von 18jährigen gefordert werden. Das ist doch auch überhaupt nicht mehr zeitgemäß.
    Ich bin jetzt 38 und ich hab schon gefühlt 10 verschiedene Abbiegungen genommen. Die Welt ändert sich ja nun auch laufend.

    Wart ihr denn selber auch so klar als ihr eure Ausbildung bzw. euer Studium begonnen habt, was ihr konkret damit danach anfangt?
    Offenbar kann ich mich echt schlecht ausdrücken, aber weder meine ich, dass man mit 17, 18 einen Lebensplan haben muss, noch, dass man diesen dann maximal gradlinig verfolgen muss und nicht mehr ändern darf. Aber ich erwarte schon, dass das Kind (ja, das fast erwachsene Kind, schon klar...) nicht völlig im Nebel dass neue Terrain betritt, sondern ein paar Vorstellungen hat. Was es ungefähr gern mal machen würde. Dass sich das im Verlauf ändern kann, klar. Kein Problem. Und Vorstellungen, was man mit dem Fach z.B. machen KÖNNTE. Für letzteres braucht man nur mal die Internetsuchmaschine seines Vertrauens befragen. Wenn das krass übergriffig und realitätsfern ist, bin ich das wohl, kann ich mit leben. Bzw. muss ich ja wahrscheinlich mangels Kind nicht.

    Und ja, ich mach ziemlich das, was ich mir mit 17 gewünscht hab, aber nicht zu planen getraut hab, weil ich dachte, zwei so Fächer zu studieren ist ja echt mal n bisschen drüber und ich muss mich entscheiden.
    Mein Leben würde ich trotzdem nicht zur Nachahmung empfehlen.

    Mein Bruder hat und hatte nie n Plan und wurde von unseren Eltern auch nicht erfolgreich dazu angehalten, obwohl er selber darunter gelitten hat und tw. immer noch leidet.

    "Ärztin werden" z.B. ist ja schon ein Plan, der vielen nicht erst mit 20 einfällt, sondern gern schon mit 15 und dann auch umgesetzt wird, also, völlig aus der Welt ist die Idee nicht.

    Musikerin oder Künstlerin werden wahrscheinlich ähnlich. Auch wenn der Weg da schwerer ist.

  4. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Als Ärztin kenn ich natürlich viele, die schon mit 15 (oder zehn oder noch früher, aber in der Pubertät echt schon sehr oft) wussten, dass sie Ärztin werden wollen. Die beiden krassesten Beispiele sind zwei Freundinnen, die auch Fach und Tätigkeit nun mit Anfang 30 so ausüben, wie sie es mehr als ihr halbes Leben lang schon vorhatten und das als Erststudierende in ihren Familien und zumindest in einem Fall ohne Unterstützung durch die Eltern. Und die hatten auch ne (sehr) wilde Pubertät. Insofern find ich die Vorstellung, früh einen Plan zu haben, weder abwegig, noch zwingend mit wildem Liebesleben, Drogen und gewissen Reibereien mit dem Gesetz im Widerspruch stehend.

    Aber wie gesagt, ich finde nicht, dass man mit 18 einen Plan haben muss. Aber ich erwarte die Bereitschaft und Fähigkeit, Ideen zu entwickeln, auch wenn in der Zukunft andere umgesetzt werden.

  5. Foreninventar

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Medizin ist aber zweifelslos ein geradlinigeres Studium als zb Soziologie, Philosophie oder Germanistik. Klar kann man auch als MedizinerIn was anderes werden als Arzt/Ärztin, aber ich denke, dass die MedizinstudentInnen im Schnitt einen deutlich klareren Berufswunsch im Kopf haben als Philosophiestudierende. Und ich persönlich finde es durchaus ok, sich „einfach nur“ wegen Interesse an einem Themenbereich für ein Studium zu entscheiden.

  6. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Medizin ist aber zweifelslos ein geradlinigeres Studium als zb Soziologie, Philosophie oder Germanistik. Klar kann man auch als MedizinerIn was anderes werden als Arzt/Ärztin, aber ich denke, dass die MedizinstudentInnen im Schnitt einen deutlich klareren Berufswunsch im Kopf haben als Philosophiestudierende. Und ich persönlich finde es durchaus ok, sich „einfach nur“ wegen Interesse an einem Themenbereich für ein Studium zu entscheiden.
    Klar. Aber es kommt hier irgendwie oft so bei mir an, dass es völlig abwegig ist, mit 15 n Plan für's Erwachsenenleben zu haben. Gibt es aber doch halt oft.

    Und ich hab ja schon mehrfach geschrieben, ich hätte kein Problem mit nem nicht berufsführenden Studienwunsch mit eher unklarem Arbeitsmarkt, wenn das Kind eben zeigt, dass es diesbezüglich Ideen entwickeln kann. Wenn es soviel Interesse daran hat, kann es das ja wahrscheinlich. Das beinhaltet nicht die Erwartung, dass es diese Ideen dann Jahre später auch umsetzt.

  7. Foreninventar

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ja, es gibt aber Studien, wo es meiner Ansicht nach echt schwierig ist, vorweg schon groß Ideen zur Anwendbarkeit am Arbeitsmarkt zu entwickeln.
    Und da finde ich es eben auch ok, wenn das Kind einfach nur sagt „Xy interessiert mich voll. Keine Ahnung, was ich damit mal machen kann, aber das wird sich schon ergeben“.

    Und ja, klar kann man mit 15 schon einen Lebensplan haben. Ich persönlich kenne zwar keine einzige Person meines Alters, die das hatte und dann auch so umgesetzt hat, aber auch hier nehme ich an, dass es unter den MedizinerInnen einfach mehr früh Berufene gibt als in anderen Sparten.

  8. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Findest Du es falsch, als Elternteil dann zu sagen, hm, ich kenn mich selbst in dem Gebiet gar nicht aus, kannst Du mir nicht mal ein bisschen was erzählen, was man ZUM BEISPIEL damit machen kann? Wie gesagt, kann man doch heute mit dem Smartphone in der Hand machen. Könnte ich natürlich auch selbst, aber ist das echt zuviel verlangt? Oder irgendwie falsch oder schädlich?

    Hab ich ja gesagt, dass es in Medizin viele "Frühberufene" sind, aber wir sind halt auch keine andere Spezies und es ist nicht per se widernatürlich, in der Pubertät NEBEN Hormonchaos und was man noch so macht, auch schon ne Richtung zu haben.

  9. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Nee, aber es ist auch normal das nicht zu wissen. Ich finde das nun wirklich nicht soooo ungewöhnlich, zumindest habe ich keinen Haufen 15jährige erlebt, die Medizin studieren wollten.

    Und selbst wenn, es soll ja noch diesen unwahrscheinlichen Fall geben, dass man das gewünschte Fach einfach nicht studieren kann. Oder Ausbildung machen.

    Oder die Arbeitswelt kann doch einfach mal ändern zwischendurch.

    Als ich meine IT Ausbildung begonnen habe, war das die goldene Zukunft. Dann kam im dritten Lehrjahr die DotCom Blase und zwei Drittel meines Jahrgangs wurde nicht übernommen.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  10. Foreninventar

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Findest Du es falsch, als Elternteil dann zu sagen, hm, ich kenn mich selbst in dem Gebiet gar nicht aus, kannst Du mir nicht mal ein bisschen was erzählen, was man ZUM BEISPIEL damit machen kann? Wie gesagt, kann man doch heute mit dem Smartphone in der Hand machen. Könnte ich natürlich auch selbst, aber ist das echt zuviel verlangt? Oder irgendwie falsch oder schädlich?
    Zuviel verlangt vielleicht nicht, aber halt auch nicht super zielführend.
    Wie gesagt: Meiner Ansicht nach kann man in manchen Sparten einfach nicht vor dem Studium wissen, welche Richtungen einem in 4 oder mehr Jahren mal damit offenstehen werden.

    Ich habe zb ein Jahrzehnt im Kulturbereich gearbeitet und da hatte so gut wie keiner was Richtungsweisendes studiert. Das waren fast alles QuereinsteigerInnen (mit fertigen Studien). Trotzdem haben ihre Studien sie halt irgendwie für ihre Jobs qualifiziert.

    Erstens ändert sich in manchen Bereichen alles viel zu schnell, zweitens gibt es selten Jobinserate, in denen ausdrücklich nach ... was weiß ich... studierten PhilosophInnen gesucht wird (und trotzdem finde ich es wichtig, dass es Leute gibt, die das studieren) und drittens sind das oft Sachen, die man doch schlichtweg gar nicht Googlen kann.


    Und ja, wie gesagt: NATÜRLICH gibt es Leute, die mit 15 schon wissen, wohin sie wollen und wie sie das erreichen. Aber das sind dann halt meistens eher klar umrissene Berufsfelder.

  11. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ich finde es auch sehr wichtig, dass es Philosophinnen gibt.
    Das Medizinstudium ist hauptsächlich zum Hintersichbringen, das ist bei tatsächlich wissenschaftlichen Studiengängen, wo es auch n bisschen mehr um Denken geht, soweit ich weiß, anders, und das ist echt gut.

    Dass es viele Berufe/Stellen gibt, wo es relevant ist, DASS man einen Abschluss hat, aber nicht, in welchem Fach genau, fänd ich z.B. wichtig für Abiturientinnen zu wissen, ich weiß nicht, ob das so Allgemeinwissen ist.
    Geändert von durga (26.04.2021 um 22:38 Uhr)

  12. Urgestein

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ja. Genau deshalb fänd ich es wichtig, mit dem Kind immer mal wieder über das Berufsleben zu sprechen. Und zwar am besten nicht nur ich (ich hab da echt nicht viel Einblick) sondern im Idealfall auch andere Menschen im Umfeld, die was ganz anderes machen. Aber ohne Hintergedanken, das Kind zu diesem oder jenem zu bewegen oder einen Plan aus ihm rauszukitzeln, sondern damit es einfach so viel Ahnung wie möglich kriegt für seine ganz eigene Entscheidung, mal in eine Richtung loszugehen. Wo auch immer das dann mal hinführt.
    Now is the winter of our discontent

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Offenbar kann ich mich echt schlecht ausdrücken, aber weder meine ich, dass man mit 17, 18 einen Lebensplan haben muss, noch, dass man diesen dann maximal gradlinig verfolgen muss und nicht mehr ändern darf. Aber ich erwarte schon, dass das Kind (ja, das fast erwachsene Kind, schon klar...) nicht völlig im Nebel dass neue Terrain betritt, sondern ein paar Vorstellungen hat. Was es ungefähr gern mal machen würde. Dass sich das im Verlauf ändern kann, klar. Kein Problem. Und Vorstellungen, was man mit dem Fach z.B. machen KÖNNTE. Für letzteres braucht man nur mal die Internetsuchmaschine seines Vertrauens befragen. Wenn das krass übergriffig und realitätsfern ist, bin ich das wohl, kann ich mit leben. Bzw. muss ich ja wahrscheinlich mangels Kind nicht.

    Und ja, ich mach ziemlich das, was ich mir mit 17 gewünscht hab, aber nicht zu planen getraut hab, weil ich dachte, zwei so Fächer zu studieren ist ja echt mal n bisschen drüber und ich muss mich entscheiden.
    Mein Leben würde ich trotzdem nicht zur Nachahmung empfehlen.

    Mein Bruder hat und hatte nie n Plan und wurde von unseren Eltern auch nicht erfolgreich dazu angehalten, obwohl er selber darunter gelitten hat und tw. immer noch leidet.

    "Ärztin werden" z.B. ist ja schon ein Plan, der vielen nicht erst mit 20 einfällt, sondern gern schon mit 15 und dann auch umgesetzt wird, also, völlig aus der Welt ist die Idee nicht.

    Musikerin oder Künstlerin werden wahrscheinlich ähnlich. Auch wenn der Weg da schwerer ist.
    Das Kunststudium ist ein klassisches zweitfach. Deutsche kunststudierende haben zu 30% nen Master und dann noch mal 30% nen Bachelor. Nur 10% haben vorher kein anderes Studium angefangen. Eintrittsalter liegt bei durchschnittlich 23 Jahren. DAS überlegt man sich normalerweise sehr lang.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  14. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Das glaub ich. Das mein ich u.a. mit schwererem Weg. Aber die Idee hatten die meisten ja vermutlich früher. Sonst hätten sie ja keine Zeit gehabt, mit 23 schon lange überlegt zu haben.

  15. Ureinwohnerin

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Das glaub ich. Das mein ich u.a. mit schwererem Weg. Aber die Idee hatten die meisten ja vermutlich früher. Sonst hätten sie ja keine Zeit gehabt, mit 23 schon lange überlegt zu haben.
    Eigentlich nur die Maler. Das sind ja gar nicht so viele.
    Die anderen fanden das lange ganz attraktiv (so wie der Traum vom eigenen Roman, abstrakt), glauben aber nicht das sie das könnten und lernen erst, das Kunst eigentlich auch nix mit Genie zu tun hat, während sie was anderes lernen und bewerben sich dann. Und manchmal klappt’s halt.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  16. Addict

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Mir ist das alles total fremd, dass das Kind so früh schon einen Plan haben soll oder irgendwas erklären können muss und es kommt mir einfach nicht richtig vor. Vor dem Medizinhintergrund ergibt es vielleicht Sinn so, aber ein großer Teil der Welt funktioniert halt anders.

  17. Ureinwohnerin

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Und die hatten auch ne (sehr) wilde Pubertät. Insofern find ich die Vorstellung, früh einen Plan zu haben, weder abwegig, noch zwingend mit wildem Liebesleben, Drogen und gewissen Reibereien mit dem Gesetz im Widerspruch stehend.
    Aber das ist ja jetzt auch wieder ein Extrem, auch das erleben wohl die wenigsten Jugendlichen in der Intensität. Oder ich bin in einer sehr braven bubble aufgewachsen, keine Ahnung.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  18. Ureinwohnerin

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Und ja, wie gesagt: NATÜRLICH gibt es Leute, die mit 15 schon wissen, wohin sie wollen und wie sie das erreichen. Aber das sind dann halt meistens eher klar umrissene Berufsfelder.
    Das denke ich auch. Ich kenne das tatsächlich auch nur von einer Ärztin glaub ich. Die musste aber damals natürlich auch noch vorm Abi den Medizinertest machen, um Medizin studieren zu dürfen und der braucht ja auch ne gewisse Vorlaufzeit.

    Mit 15 geht die Entwicklung aber auch einfach sehr stark auseinander, manche sind in dem Alter schon sehr weit und manche sind eher noch kindlich...ich glaub dass viele da noch gar nicht die Kapazitäten haben, um solche Überlegungen anzustellen. Diejenigen in meinem Umfeld, die in dem Alter eine Ausbildung angefangen haben, haben auch nur das gemacht, was sich irgendwie ergeben hat oder naheliegend war, da hat niemand den Traumberuf ergriffen und viele haben danach nochmal gewechselt.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  19. Senior Member

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ich weiß mit Mitte 30 noch nicht so genau, was ich will

    Wichtig ist mir auf jeden Fall, dass meine Kinder allein gut lebensfähig sind und nicht mit 30 noch Muttis Hilfe brauchen.
    (Ich hab mir sehr gewünscht, dass meine Kinder meine Begeisterung für Sport/Bewegung teilen. Das ist eher nicht so und es fällt mir ziemlich schwer, das zu akzeptieren).

  20. Get a life!

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Mir ist das alles total fremd, dass das Kind so früh schon einen Plan haben soll oder irgendwas erklären können muss und es kommt mir einfach nicht richtig vor. Vor dem Medizinhintergrund ergibt es vielleicht Sinn so, aber ein großer Teil der Welt funktioniert halt anders.
    vor allem, weil sich so viele berufsfelder erst überhaupt im studium ergeben. viele studiengänge sind doch so abstrakt, da hat man als teenager schwer eine vorstellung (und ich find es auch nicht schlimm). klar wünsch ich mir oft, dass meine interessen irgendwie mainstreamiger gewesen wären, aber ist halt nicht so und ich hätt es auch komisch gefunden, gegen meine interessen zu studieren, nur weil ich da besser einen plan gehabt hätte, was man nachher damit macht. ich finde das ehrlich gesagt recht altmodisch (also diese idee, dass man unbedingt wissen muss, was man wie mit welchem fach machen kann). inzwischen sind lebenswege doch überhaupt nicht mehr so staight. klar, als ärztin ist der rest des lebens dann nachher klar, aber ansonsten ist es doch mittlerweile völlig normal, den berufszweig zu wechseln? ich war tatsächlich für ein high school jahr in den usa (und habe 2 mal die gastfamilie wechseln müssen) und ich erinnere mich noch heute daran, wie damals so college-leute in die schule kamen und erzählten, dass us-amerikaner*innen im durchschnitt 3 mal im leben den berufszweig komplett ändern. das war für deutsche damals undenkbar, aber mein gefühl ist, dass das, wenn man eben nicht in nem sehr klassischen berufsfeld arbeitet, heute sehr normal (und auch völlig ok) ist. ich glaube, ich wäre durgas horror-kind gewesen ich hab 20 verschiedene studien-wünsche gehabt und mich dann nachher für ein (naturwissenschaftliches) orchideenfach entschieden und hatte keine ahnung, was ich damit machen will (aber es klang cool). selbst während des studiums fand ich alle berufsfelder irgendwie nicht so megaspannend und hab dann erstmal den doktor angefangen (und nannte es liebevoll "prokrastinieren auf dem arbeitsmarkt" ). ich wollte gar nicht in die wissenschaft, sondern nur meinen doktor machen mit der hoffnung, dann nen plan zu haben. wider erwarten hat mir wissenschaft viel spaß gemacht. ich war jetzt zwar öfter mal arbeitslos (aber immer nur paar monate) und mich nerven die konditionen, aber letztendlich ist es das berufsfeld, was ich mir am besten vorstellen kann (und ich werde immer wieder mit der tatsache konfrontiert, dass ich eventuell dennoch scheitern werde, so wie sehr viele kolleg*innen). also was ich sagen will: ich hab auch mit mitte 30 noch keinen echten endgültigen plan, was z.b. passiert, wenn mich in der wissenschaft wirklich keine*r mehr will. aber irgendwas wird schon kommen. es ist nicht schlimm, wenn man seinen lebensweg mit 18 nicht kennt.

    gmitsch gmatsch gmotsch

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