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  1. Regular Client

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von pelikanmutation Beitrag anzeigen
    Ich finde es irgendwie total abgefahren, wie oft hier das Thema „Instrument lernen“ gefallen ist. Das sind ja schon sehr hohe und konkrete Erwartungen, die man da an sein Kind stellt.

    Ich bin irgendwie froh, wenn mein Kind ohne größere Schäden aufwächst, es Freude an was auch immer hat, gute Menschen um sich hat....bin da eher so niedrigschwellig mit meinen Ambitionen.
    .
    Mir ist wichtig dass sie zu ihren Ansichten steht, selbstbewusst, sich durchsetzen kann und empathisch ist.

    Beruflich muss sie nicht unbedingt nach mir kommen, aber auch das wäre ok 😉

    Im Bezug auf Hobbys möchte ich es wie meine Eltern halten, anbieten, ausprobieren lassen ohne Druck und Zwang.
    Ich durfte in verschiedene Bereiche reinschnuppern und mir dann aussuchen was mir liegt.
    Geändert von LaNuit (18.04.2021 um 22:32 Uhr)

  2. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Also ich glaube die meisten Eltern stellen ihre Vierjährigen nicht auf Ski weil sie Skiprofis werden sollen, sondern einfach damit sie im Kinderskikurs untergebracht sind, während die Eltern Skifahren
    Wir würden auch gern als Familie paddeln gehen sobald das irgendwie geht mit den Kindern...da überlege ich vor allem ab wann mir das sicher genug ist, ich fürchte es wird noch dauern weil ich möchte dass sie schwimmen können (ich war als Kind halt schon viel viel früher mit Paddeln und Segeln). Weil solange die Kinder nicht mitmachen, können wir das halt nur sehr eingeschränkt zusammen machen (bis die Kinder was spannendes fahren können, dauert es aber eh noch 12 Jahre oder so...na ja, da müssen wir uns ggf was überlegen, mein Vater ist zb immer in größeren Gruppen gefahren und irgendwer hat dann auf alle Kinder aufgepasst).

    Ich finde aber weder gemeinsam Skifahren noch Musizieren oder sonst irgendein „Hobby“ der Eltern, das man mit den Kindern teilt, irgendwie wahnhaft. Ist doch klar, dass man seine Interessen und Leidenschaften gern teilt.
    Mein Freund war bzw. ist auch noch so nebenbei Singer-Songwriter bzw. DJ und macht super viel Musik mit unserer Tochter. Wobei er auch jetzt schon akzeptiert, wenn sie sagt, dass Papa nicht die Gitarre holen soll Und ob das dann dazu führt, dass sie selbst ein Instrument lernen möchte, werden wir sehen. Ich würde sie auf jeden Fall beim dran bleiben unterstützen.

    Zur anderen Diskussion: Dass Kinder von AkademikerInnen Abitur machen, finde ich jetzt angesichts der Statistiken nicht gerade weit hergeholt. Wenn das dazu führt was Narzisse beschreibt, Ostersonntag natürlich trotzdem schlimm
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  3. Addict

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Nicht-brotlos wäre mir z.B. nicht zentral wichtig, aber ich würde bei jedem Studienwunsch schon aus Interesse fragen, was es damit machen möchte, wie es sich das dann so vorstellt (auch bei Lehramt kann man ja an ne große oder kleine Schule o.ä. denken oder bei Medizin an ne bestimmte Richtung - was sich natürlich dann auch noch ändern kann), bei eher brotlosen Sachen wär mir wichtig, dass sie ne Vorstellung entwickeln, wie sie sich ernähren wollen, den Anspruch hätte ich an gesunde 15-17jährige schon. Planlos losstudieren lassen würde ich nicht, auch keine Fächer mit sicherem Arbeitsmarkt, das ist ja schon ein wichtiger Schritt, den würde ich schon begleiten wollen.
    Was heißt "begleiten wollen" und "ich würde nicht planlos losstudieren lassen"
    Die Kids sind dann bald volljährig und lassen sich nimmer viel sagen

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Naja doch das geht. Meine drei Onkel/Tanten sind alle professionelle Musiker und mit solchen verheiratet. Die PartnerInnen auch alle. Haus Konzerte gabs auch immer wieder. Und irgendwelche Bands (Jazz) usw. Von deren insgesamt zwölf Kindern hat eins Blockflöte gelernt und einer ist jetzt Heavy Metall Musiker. Alle anderen haben sich komplett verweigert.
    Haben die sich echt auch schon als Kinder komplett verweigert oder da mitmusiziert?
    Finde ich interessant.

    Zitat Zitat von Serafina Beitrag anzeigen
    ich wäre ja schon froh, wenn die kinder nach der schule überhaupt etwas machen. habe im näheren umfeld inzwischen mehrere male erlebt, dass die 18-20jährigen nur ein bis zwei jahre lang zuhause rumhängen und gar nichts machen. das würde mich wahnsinnig machen. sie dürfen gerne ein jahr herumreisen oder praktika machen oder was auch immer. aber monatelanges zuhausehocken, weil die schule soooo anstrengend war, würde das verhältnis sehr strapazieren. [...]
    Das ist bestimmt vieles bestimmt gerade Corona geschuldet, oder?

    Oh Mann ihr schreibt alle viel zu schnell und viel zu viel
    Geändert von Breizh (18.04.2021 um 22:56 Uhr)

  4. Senior Member

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen

    Ein Abi oder gar einen Hochschulabschluss zu wollen finde ich auch ziemlich krass,

    vor allem weil ich im schulischen Umfeld immer wieder Kinder erlebe, die von ihren Eltern aufs Gymnasium gesteckt werden, obwohl sie sich da sehr schwer tun und trotz viel Fleiß einen Misserfolg nach dem anderen einheimsen und darüber echt sehr sehr unglücklich sind.
    Das sind doch zwei unterschiedliche Aspekte.
    Das eine ist das, was ich mir für mein Kind wünsche, nämlich den höchstmöglichen schulabschluss, damit es beruflich alle wege gehen kann.
    Das andere, ob ich meinen "Wunsch" (auf Teufel komm raus) umsetze oder ob ich die bedarfe und Bedürfnisse meines Kindes achte und entsprechend handle.
    .
    stop making stupid people famous.

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von Serafina Beitrag anzeigen
    habe im näheren umfeld inzwischen mehrere male erlebt, dass die 18-20jährigen nur ein bis zwei jahre lang zuhause rumhängen und gar nichts machen. das würde mich wahnsinnig machen. [...] monatelanges zuhausehocken, weil die schule soooo anstrengend war, würde das verhältnis sehr strapazieren.
    Aber weißt Du da immer genau, was dahintersteckt? Das können ja auch (undiagnostizierte) psychische Probleme sein.
    Geändert von poppyred (18.04.2021 um 23:55 Uhr)
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  6. Urgestein

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Mit meiner 7-jährigen Tochter spiele ich seit dem Winter ganz viel Klavier 4-händig, das klappt schon echt gut und gehört irgendwie eben auch zum lifestyle bei uns.
    Krass. Also toll. Wie lange spielt sie denn schon?
    (Es macht mich gerade richtig traurig, dass das bei uns noch so lange dauern wird und mit dem großen Kind wohl niemals kommt).
    Now is the winter of our discontent

  7. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von Breizh
    Was heißt "begleiten wollen" und "ich würde nicht planlos losstudieren lassen"
    Die Kids sind dann bald volljährig und lassen sich nimmer viel sagen.
    Weiß nicht so genau, was daran so ist. Erstens wird man durch Volljährigkeit ja nicht automatisch erwachsen und ich hab auch als ich selbst 19 war durchaus erlebt, dass Studienanfängerinnen sich eher mehr als weniger Orientierung wünschen. Ja, nicht zwingend zuvorderst von den Eltern, aber wie gesagt, Ambition an mich, n bisschen im Gespräch bleiben wär schon wichtig.
    Wenn mein Kind sagt, ich will das und das studieren, weil ich mich richtig damit beschäftigen will und wenn ich davon nicht leben kann, setz ich mich an die Kasse o.ä. fänd ich das z.B. jetzt nicht so schlecht wie gar keine Antwort zu haben.
    Und ich hätte schon viel falsch gemacht, wenn mein Kind noch drei oder fünf Jahre von meinem Geld leben möchte und es nicht für nötig hält, mir zu sagen, was grob der Plan ist. Wenn es sich komplett selbst finanzieren könnte, wäre meine Sorge ja sofort erübrigt.
    Und ja, ich weiß, dass man noch ne Weile über 18 hinaus unterhaltspflichtig bleibt und wenn ich in meinem Job bleiben kann und wir bis dahin keinen Systemkollaps haben, wäre das wahrscheinlich auch kein Problem, aber ich sagte ja, Ambition ist verantwortliches Handeln und da gehört für mich auch verantwortlicher Umgang mit Geld dazu.

  8. Urgestein

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von Jatzi Beitrag anzeigen
    Das sind doch zwei unterschiedliche Aspekte.
    Das eine ist das, was ich mir für mein Kind wünsche, nämlich den höchstmöglichen schulabschluss, damit es beruflich alle wege gehen kann.
    Das andere, ob ich meinen "Wunsch" (auf Teufel komm raus) umsetze oder ob ich die bedarfe und Bedürfnisse meines Kindes achte und entsprechend handle.
    Naja, aber hier geht es ja schon eher um die Aspekte von Wünschen, die man irgendwie versucht zu fördern. Und genau das ist dann eben dieses Spannungsfeld zwischen (sanft) fördern und zwingen (und bei sehr angepassten Kindern merken die Eltern am fehlenden Protest teilweise halt nicht, an welcher Stelle sie da gerade stehen, und dass das Kind nicht glücklich ist, wenn es noch 2x wöchentlich Nachhilfe bekommt und die Eltern sie dauernd zum Lernen anhalten). Und da ist dann halt die Frage, welcher Wunsch kindadäquater ist - den höchstmöglichen Bildungsabschluss (obwohl das Kind das nur mit viel viel Förderung schafft) oder einen anderen, vielleicht passenderen Abschluss? Kinder merken ja auch, was sich Eltern von ihnen/für sie wünschen und das kann sie halt enorm unter Druck setzen, weil die ihre Eltern nicht enttäuschen wollen. Deshalb will ich mir sowas gar nicht wünschen, weil ich nicht möchte, dass meine Kinder das Gefühl bekommen könnten, dass ich enttäuscht sein könnte, wenn sie es nicht "schaffen".

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Krass. Also toll. Wie lange spielt sie denn schon?
    (Es macht mich gerade richtig traurig, dass das bei uns noch so lange dauern wird und mit dem großen Kind wohl niemals kommt).
    Seit 20 Monaten. (4-händig gibts ja in allen möglichen Schwierigkeitsstufen, wir haben da jetzt einfach zum Start des Onlineklavierunterrichts viele 4-händige Noten gekauft, und der große Vorteil ist halt, dass ich den 2. Part spielen kann, der oft schwieriger ist als der obere erste. Man merkt schon, dass sie für 4-händig spielen motivierter ist als für alleine spielen. Also sie spielt nicht besonders krass, wir haben nur die richtigen Noten für ihr Niveau!)

  9. Addict

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    durga, ich verstehe nicht so richtig, worum es dir wirklich geht, aber es klingt so, als ob du denkst, dass du ein Kind in dem Alter noch unter Kontrolle hast und als ob du erwartest, dass es sich deiner Vorstellung davon, wie bestimmte Dinge zu sein haben, anpasst.

  10. Urgestein

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ich kann durgas Punkt durchaus nachvollziehen und sehe das auch ähnlich. Dass man irgendwoher das Geld fürs Leben bekommen muss, ist ja durchaus ein wichtiger Gesichtspunkt der Zukunftsplanung. Und natürlich ist man als Eltern verpflichtet, die erste Ausbildung mitzufinanzieren (auf bafögniveau halt), aber erstens ist das nicht in allen Städten ausreichend und zweitens geht es halt auch nicht ewig.
    Es geht ja nicht darum, dass Kind zu zwingen, den elterlichen Betrieb zu übernehmen oder geisteswissenschaften unbedingt nur auf Lehramt zu studieren, aber mit dem Kind zusammen überlegen, wie es seine Interessen so verfolgen kann, dass es da mittelfristig auch seinen Lebensunterhalt sichern kann, ist doch voll sinnvoll?

  11. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    durga, ich verstehe nicht so richtig, worum es dir wirklich geht, aber es klingt so, als ob du denkst, dass du ein Kind in dem Alter noch unter Kontrolle hast und als ob du erwartest, dass es sich deiner Vorstellung davon, wie bestimmte Dinge zu sein haben, anpasst.
    Dann drück ich mich offenbar sehr schlecht aus.

    Welche Vorstellung hab ich denn offenbar? Ein bestimmtes Einkommen? Ja, Existenzminimum. Einen bestimmten Beruf? Gerne nicht Waffenhändlerin oder so, aber letztlich, nee.
    Immer produktiv sein? Nein, aber mindestens einen übergeordneten Plan haben. Wie z.B. ich muss ein Jahr Pause machen. OK, wo, wie, warum, mit welchem Geld?

    Meine Ambition ist, dazu beizutragen, dass mein Kind sich ernähren kann, wenn es seine Ausbildung oder sein Studium hinter sich hat. Ist das übertrieben kontrollwahnsinnig?
    Ist das zu selbstverständlich, um es hier aufzuschreiben? Oder wie stellen sich Andere das vor, wie sie das machen, wenn das Kind sich diesbezüglich unrealistisch oder gleichgültig zeigt?
    Also, ja, den Grundstein dazu legt man optimalerweise deutlich früher.
    Vieles hat man nie unter Kontrolle.
    Aber ob ich meinem Kind mehr Geld als rechtlich vorgeschrieben gebe, was halt wie narzisse schreibt, vielerorts nicht reicht zum Überleben, das hab ich unter Kontrolle, auch wenn es 24 ist.

    Wie stellt Ihr Euch das denn vor, die das anders sehen?
    Denkt Ihr, es ist eh selbstverständlich, dass Euer Kind seinen Lebensunterhalt wird verdienen können? Oder zumindest, dass Ihr diesbezüglich keine Verantwortung oder/und Einflussmöglichkeit habt?
    Und wenn doch, wie sieht die dann aus, wenn ich völlig daneben liege?
    Würde mich echt interessieren...

  12. V.I.P.

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von Jatzi Beitrag anzeigen
    Das sind doch zwei unterschiedliche Aspekte.
    Das eine ist das, was ich mir für mein Kind wünsche, nämlich den höchstmöglichen schulabschluss, damit es beruflich alle wege gehen kann.
    Das andere, ob ich meinen "Wunsch" (auf Teufel komm raus) umsetze oder ob ich die bedarfe und Bedürfnisse meines Kindes achte und entsprechend handle.
    Es gibt ja durchaus Menschen, für die zumindest Uni nichts Erstrebenswertes beinhaltet, weil sie sehr praktisch orientiert sind. Warum dann nicht einen Realschulabschluss (eventuell mit deutlich besseren Ergebnis als das Abi wäre) und dann weg von Büchern und Schreibtisch und rein in die Werkstatt oder was auch immer? Mehr Wege sind ja nicht immer besser, wenn man sich sicher ist, dass man das richtige an ner früheren Abzweigung schon gehabt hätte.

  13. Addict

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    zunächst zum schulabschluss. ich fände es absurd, von meinem kind zu erwarten, dass es abi macht. ich kenne echt viele sehr patente menschen, die mit einem hauptschulabschluss sehr kompetent einen gut laufenden handwerksbetrieb leiten. also an sich sagt der abschluss da erstmal nicht zwingend was aus.
    ich erwarte von meinen kindern, dass sie sich im normalen rahmen in der schule anstrengen, ob sie damit dann gut auf einer hauptschule mitkommen oder auf einem gymnasium, das liegt dann halt auch an anderen dingen. für mich ist das eine nicht schlechter als das andere.
    ich habe aber auch ein beeinträchtigtes kind, das auf eine hauptschule geht und eindeutig einen anderen weg gehen wird, als seine geschwister (zumindest bei den nächstjüngeren geschwistern, wo man das vielleicht schon sagen kann). dieses kind auf der hauptschule wird, wenn es den hauptschulabschluss schafft, eine deutlcih größere leistung erbracht haben, als ein kind, das einfach so durchs gymnasium rutscht und abi macht. seit dieser erkenntnis bin ich sehr vorsichtig mit erwartungen an meine kinder. kann eh alles anders kommen.
    wenn ich so sehe, was für unfähige abiturienten an der uni rumlaufen, die völlig planlos irgnedwas - auch noch erfolglos - studieren, also da seh ich den nutzen von nem abi dann auch nicht. bei vielen wäre der weg realschule und ne ausbildung sicher besser gewesen.

    zur wahl des studienfachs: wenn ich sehe, dass mein kind für einen bereich brennt und sich begeistert und so weiter, darf es studieren was es möchte. klar ist aber, dass ihc schon spätere schwierigkeiten (jobsuche etc.) aufzeigen werde. und larifari über mehrere semester mal das und mal das studieren geht halt auch nicht. aber die wahl des studienfachs liegt beim kind. da kann ich beraten oder so. aber entscheiden muss das das kind.

  14. Addict

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Mehr Wege sind ja nicht immer besser, wenn man sich sicher ist, dass man das richtige an ner früheren Abzweigung schon gehabt hätte.
    hm, ich denke die Wahrscheinlichkeit das zu wissen, ist nach 3 weiteren Jahren Schule einfach etwas größer

    Ich hab z.B. einen Ausbildungsberuf, für
    den Hauptschule vorgeschrieben ist. Ich wäre aber niemals mit 15/16 alleine 250 km in eine Großstadt gezogen, um ihn dort zu lernen (geht in meiner Heimatstadt nicht). Mit 18/19 sah die Sache (auch rechtlich) einfach anders aus. Und
    mit 15 hatte ich auch genug akute „Probleme“, da hätte ich mich wohl einfach auf
    das erstbeste beworben - einfach, um meine Ruhe zu haben

    Mein Mann ist der totale Praktiker, hat aber nach Realschule und einer handwerklichen Ausbildung 3 Jahre später trotzdem noch Fachabi und FH-Studium drangehängt weil er es sich auf Dauer = bis zur Rente eben doch nicht vorstellen konnte

    Also ich werd meine Kinder nicht auf‘s Gym prügeln, aber wenn sie Praktiker werden UND die schulischen Leistungen entsprechend sind, trotzdem aufs Gym schicken und nicht auf die Realschule

    Bei Berufs- und/oder Studienwahl seh ich es aber glaub ich ähnlich: ich möchte schon, dass es einen Plan gibt. Wenn sich währenddessen rausstellt, dass es doch anders ist als vorgestellt, dann ok. Aber einfach mal irgendwas, ohne sich ernsthaft damit auseinander gesetzt zu haben, würde ich finanziell nicht über das Mindestmaß hinaus unterstützen

  15. Ureinwohnerin

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Als eine, die planlos durch die Gegend studiert: mir wäre es wohl wichtiger, dass das hypothetische Kind Fehler macht, als das es klar voranschreitet, aber eben gleichzeitig auch in der Lage ist, sich durchzumogeln. Oder anders: das Rüstzeug mitbekommt diese Umwege selber zu gestalten. Erfindungsreich genug um Jobs zu kriegen, mit denen es das finanzieren kann. Kreative Wege sich einen Platz in der Welt zu machen.
    Ein Kind, was mit 18/19 klar weiß, was es will und das dann auch durchzieht, wäre mir unheimlich.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  16. Member

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Dieses Umwege (mit)gestalten finde ich sehr wichtig, ja. Irgendwann kommt der Punkt, wo das Leben mal nicht „gehe straight von A nach B“ bereit hält.

    Das war bei mir im Studium. Was hab ich mich als Versager gefühlt, als ich feststellte, dass B für mich nicht richtig sein würde. Und ich auch C nicht direkt aus dem Hut zaubern konnte. Meine Eltern waren _natürlich_ (dachte ich damals, so sehr hatte ich mir die Erwartungen zu eigen gemacht) ultraenttäuscht von mir. Hab ich mir sehr zu Herzen genommen. Heute denke ich, es war eine ganz normale und im Rückblick wichtige Lernerfahrung. Schließlich ging es um meine Bedürfnisse / Anforderungen an mein Arbeitsleben.

    Wenn man alles von Anfang an richtig eingeschätzt hat, auch super, zwei Daumen hoch. Wenn nicht, dann muss man Pläne adaptieren lernen.
    Geändert von Pinkmelon (19.04.2021 um 09:52 Uhr)

  17. Urgestein

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Aus der Lebenserfahrung in meiner Familie: Ich bin sehr froh, dass meine Eltern ausbildungsmäßig keinen Druck gemacht haben und würde das aus dieser Erfahrung wohl auch nicht.
    Einen übergeordneten Plan würde ich nicht von jemandem mit 15/16 erwarten, auch nicht mit 18/19, das halte ich für unrealistisch Und ich würde auch nicht nur Dinge unterstützen, für die ein Kind total brennt. Eher erwarte ich regelrecht erstmal Planosigkeit und Umwege, denn auch nach einem eventuellen Abitur muss man sich als Persönlichkeit doch erstmal selbst kennen lernen, vielleicht auch ausprobieren, was einem liegt, und dafür muss man es erstmal machen.

    Und ja zu Pinkmelon. Ich würde mich hüten wollen, berufliche Erwartungen an das Kind durchscheinen zu lassen. Viel wichtiger wäre mir, das erwachsene Kind dabei zu unterstüzten, dann eben Plan B oder C zu finden, wenn die Wahl A aus welchen Gründen auch immer nichts ist.

    Zu dem, was serafina geschrieben hat: Ich kenne zwar niemanden, der nach der Schule erstmal jahrelang rumhängt, aber DAS würde ich wohl auch nicht unterstützen wollen. Mal ne kürzere Zeit (sofern keine psychische Krankheit vorliegt), ok. Verschiedene Sachen ausprobieren, ok. Jobben, ok. Aber nicht NICHTS tun.
    Now is the winter of our discontent

  18. Foreninventar

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Und bei 3- oder 4-jährigen Kindern auf Skiern hab ich dagegen ehrlich gesagt immer überambitionierte Eltern im Kopf... Also was da jetzt als lifestyle und was als Förderwahn eingestuft wird, ist halt was total individuelles.
    :‘)
    Ich muss da jetzt echt lachen, weil mir das so komplett fremd ist. Wir wohnen einfach in einer Region, wo es jeder total seltsam findet, wenn ein Kind mit 4 noch nicht Skifahren lernt.

    Das wäre ungefähr so, wie wenn man im Sommer nie mit dem Kind schwimmen gehen würde. Das würde für mich nicht mal unter Lifestyle fallen, das klingt schon wieder viel zu elitär.

  19. Urgestein

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ja, lustig, diese regionalen Unterschiede.
    Mir war als Kind Skifahren total fremd, das war schon geographisch total fern, und ich kannte auch niemanden, dessen Familie regelmäßig Skiurlaube gemacht hat. Dafür wohnten wir im falschen Viertel der Stadt

    Mein Kind hat den Wunsch geäußert, Ski zu fahren, und wir haben entschieden: nein. Wir können das nicht, wir machen das bisher nicht, und wir werden sicher nicht als Familie damit anfangen, nur weil ein Kind das mal ausprobieren will. Das kann das Kind gerne machen, wenn es erwachsen ist und das selbst finanziert und auch keine Begleitung / Betreuung mehr braucht.

    Das ist ja vom Aufwand (bei uns!) und den Kosten her schon was ganz anderes als schwimmen gehen.
    Now is the winter of our discontent

  20. Foreninventar

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    AW: Welche Ambitionen habt ihr denn so für euer Kind/eure Kinder?

    Ja, klar. Deswegen musste ich eben so kichern, weil ich selber immer wieder vergesse, dass für andere Skifahren ungefähr sowas ist wie für mich ... weiß nicht. Segeln.


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