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  1. V.I.P.

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Wenn das punktuell vorkommt, schreibe ich „das interessiert mich nicht“ oder „das schaue ich mir nicht an“.

    Aber ich finde du solltest solche elementaren Aussagen, wie du sie als Beispiel nennst, nicht schriftlich per WhatsApp machen. Das ist kein gutes Mittel der Kommunikation.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  2. Addict

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Ich finde auch, schriftlich ist immer heikel.
    Ich hab gerade so einen Fall in der Familie, wo ein Brief sehr wahrscheinlich zu Kontaktabbruch führt
    A lot of bread was buttered on the side of no distinction

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    An diejenigen, die das in ähnlicher Form kennen: Mögt ihr mal Beispiele nennen, wie ihr das gemacht habt, also das Abgrenzen?
    Ich bin auf suggestive Aussagen nicht mehr eingegangen und hab dann zB das Thema gewechselt oder ganz sachlich geantwortet, statt emotional zu reagieren und damit alles nur noch weiter aufzuschaukeln. Ich hab einfach vieles an mir abprallen lassen und vor allem auch daran gearbeitet, mich emotional zu distanzieren und diese Verstrickung unserer Persönlichkeiten aufzulösen. Das hat aber auch sehr lange gedauert und wir sind beide im Verlauf leider trotzdem noch sehr oft explodiert.

    Ein konkretes Beispiel (eher harmlos, ich mag da jetzt nicht so sehr ans Eingemachte gehen, aber es ging bei uns immer viel darum, was sie mir (nicht) zutraut und darum, mich als eigenständige Person mit eigenen Interessen und Einstellungen zu sehen):

    Ich hab mir eine Nähmaschine gekauft und der erste Kommentar meiner Mutter dazu war "Du kannst doch gar nicht nähen! " Ich hab dann - statt mich wie sonst verletzt zu rechtfertigen, weil sie mir mal wieder etwas nicht zutraut und sich negativ äußert, statt sich mit mir zu freuen, worauf sie im Gegenzug noch verletzender reagiert hätte - einfach nur gesagt "Das kann man ja lernen!" und damit war die Sache dann auch gut. Ich hab ihr da einfach immer wieder den Wind aus den Segeln genommen und inzwischen merkt sie schon selbst, wenn sie negativ auf etwas reagiert und korrigiert sich. Im Gegenzug hab ich jetzt mehr Geduld mit ihr, wenn sie sich mal wieder in so einer Spirale befindet, sie hat das ja schließlich auch nicht erfunden, sondern selbst so gelernt. Ich hab das Gefühl, dass sie dadurch auch selbst viel positiver durchs Leben geht.

    Man sitzt einfach so sehr in diesen eingespielten Mustern fest, in denen alle Beteiligten so reagieren, wie sie es immer getan haben und so kommt man nicht aus diesem Kreis raus, den muss man bewusst unterbrechen. Der raubt einfach auch viel Energie und man verliert irgendwann die Geduld. Wenn man nicht mehr ständig in sowas festhängt, hat man viel mehr Energie für gegenseitiges Verständnis.
    Geändert von poppyred (28.04.2021 um 20:04 Uhr)
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  4. Foreninventar

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Ich habe keine Erfahrung damit, aber ich wollte kurz schreiben, dass ich deine Antwort zum nähen echt richtig gut finde, poppy!
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Danke! Es ist eigentlich so naheliegend, aber wenn man in diesen Mustern feststeckt, fällt einem sowas gar nicht ein.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  6. Inaktiver User

    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Poppyred, dein Beispiel kann ich gut nachvollziehen, ich hatte mal einen ähnlichen Vorfall mit meiner Mutter, da hat sie aber sehr schnell selbst gemerkt, dass das unpassend war (ich muss sie wohl auch extrem entgeistert angeschaut haben) und sie hat sich dann auch von sich aus entschuldigt.

    Wobei diese Überfürsorglichkeit indirekt auch irgendwo suggeriert, dass das erwachsene Kind seine Mami braucht und ohne ihre Unterstützung nicht klar kommt.

    Das Thema ist ja: Ich greife eigentlich sogar gern auf die Hilfe meiner Eltern zurück, ich bin ja froh, dass sie da sind! Aber ich möchte halt nicht dieses übertriebene Umsorgt-Werden.

  7. Addict

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wobei diese Überfürsorglichkeit indirekt auch irgendwo suggeriert, dass das erwachsene Kind seine Mami braucht und ohne ihre Unterstützung nicht klar kommt.
    Naja, vielleicht hilft dir da ein Perspektivwechsel. Maude hat’s ja schon geschrieben. Im Grunde ist es jja genau anders herum. Die Mami braucht ihr Kind, weil sie sonst ganz allein ist und auch keine Aufgabe mehr hat. Sie kommt tatsächlich nicht ohne dich klar, du aber schon ohne sie, weil du ja schon lang erwachsen bist. Du hast dich weiter entwickelt, sie hingegen nicht.
    Don’t believe everything you think.

  8. Addict

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Thema ist ja: Ich greife eigentlich sogar gern auf die Hilfe meiner Eltern zurück, ich bin ja froh, dass sie da sind! Aber ich möchte halt nicht dieses übertriebene Umsorgt-Werden.
    Eine Ntwort könnte sein:
    "ich weiss es zu schätzen, dass du dir Gedanken machst. Ich melde mich, wenn ich deine Unterstützung brauche."
    "Danke für dein Angebot. Die meisten Dinge habe ich schon geklärt/organisiert. Aber würdest du/ihr mir bei X helfen."
    Voraussetzung ist natürlich, dass du dir überlegt hast, was am besten zu deinen Eltern und eurem Verhältnis passt.

    Und generell:
    Lieber im mündlicher Kommunikation äussermn als schriftlich.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  9. V.I.P.

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Könntest du dir vorstellen, gar nicht mehr per WA mit ihr zu kommunizieren? Du MUSST nicht auf diese Art verfügbar sein. Vor zehn Jahren hätte es auch nur das Telefon gegeben.
    We are the people who's come here to play
    I don't like it easy
    I don't like the straight way

    We're in the middle of something
    We are here to stay

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Zitat Zitat von Butterbrötchen* Beitrag anzeigen
    Könntest du dir vorstellen, gar nicht mehr per WA mit ihr zu kommunizieren? Du MUSST nicht auf diese Art verfügbar sein. Vor zehn Jahren hätte es auch nur das Telefon gegeben.
    Ich telefoniere nicht gern, deswegen haben wir uns irgendwann auf Whatsapp als hauptsächliches Kommunikationsmittel geeinigt.

    Und irgendwann ging das dann los, dass die Nachrichten immer länger wurden und vollgepackt waren mit emotionalen Botschaften.

    Das Ding ist: Ich gehe auf das meiste davon gar nicht ein (mir fehlt unter der Woche auch meist die Zeit da lange Nachrichten zu verfassen und das Getippe am Handy nervt mich sowieso) sondern antworte meist knapp und sachlich.

    Es ist aber auch schlimmer geworden, seit sie nicht mehr arbeitet, finde ich. Ihr fehlt es glaube wirklich an einer Aufgabe.

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist aber auch schlimmer geworden, seit sie nicht mehr arbeitet, finde ich. Ihr fehlt es glaube wirklich an einer Aufgabe.
    Das war bei meiner Mutter auch so, wurde aber mit der Zeit wirklich besser, als sie nicht mehr ihren ganzen Kram bei mir abladen konnte. Das ist halt die einfachste Lösung, aber sie bringt für die betroffene Person keine Verbesserung, sondern immer nur ne kurzfristige Erleichterung und die andere Person geht auf lange Sicht daran kaputt.

    Die Generation hat noch gelernt, alle Probleme durch Arbeit zu verdrängen und das geht dann bei vielen massiv nach hinten los, wenn die Arbeit plötzlich wegfällt.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  12. Inaktiver User

    AW: Umgang mit überfürsorglicher Mutter

    Hat sich schon erledigt.
    Geändert von Inaktiver User (12.05.2021 um 19:14 Uhr)

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