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  1. Regular Client

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    Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Mögt ihr mal bisschen erzählen wie eure Kinder auf den Nachwuchs reagiert haben?
    Vielleicht habt ihr irgendwelche Tipps und Tricks sie einzubinden?
    Wie bekommt ihr es geregelt dass sich keiner vernachlässigt fühlt
    Wie habt ihr das Wochenbett gestaltet?
    Erzählt gerne mal

  2. V.I.P.

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Oh kann ich mich ranhängen und bei der Gelegenheit fragen, ob jemand trotz Kleinkind-Geschwisterkind im Familienzimmer war und wie das geklappt hat/ihr euch gefühlt habt?

    Falls ich nicht ambulant gehen kann/wll, fände ich es schon gut nicht alleine zu sein. Aber da Geschwisterkinder ja nichtmal zu Besuch kommen dürfen, kann ich mir das nicht so richtig vorstellen. Habe neulich aber eine Mutter getroffen, die das plant, und überlege seitdem wieder ob es nicht doch eine Option ist.

    LaNuit, ich habe gelesen und erzählt bekommen, dass das erste Treffen extrem wichtig ist. Das Baby sollte lieber nicht bei der Mutter sein, sondern die Mutter kommt rein und begrüßt erstmal ausgiebig das große Kind und dann geht man gemeinsam das Baby gucken.
    Ich plane auch, dass das Baby ein Geschenk mitbringt, passenderweise eine Puppe. Und habe den Tipp bekommen dass man kleine Geschenke für das Geschwisterkind parat hat, falls viel Besuch kommt, der nur für das Baby was mitbringt (wobei ich eh kommunizieren werde, dass wir echt nicht noch mehr Babyspielzeug und sowas brauchen und wegen Corona Besuch sowieso eingeschränkt ist).
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  3. Senior Member

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Ungefähr die gleichen Fragen stelle ich mir auch seit einer Weile .

    @wieauchimmer: Ja, ich habe auch gerade den Tipp von einer Hebamme bekommen, dass beim ersten Besuch dass Baby nicht gerade direkt bei der Mutter sein sollte, sondern dass diese erstmal das Kind begrüssen kann, ohne dass es Rücksicht auf das Baby nehmen muss.

    Ich denke auch über Geschenke in beide Richtungen nach, also Kind für Baby und Baby für Kind.
    Bei Kind für Baby hatte ich theoretisch gedacht, dass das Kind am besten direkt vor dem Besuch in einem Geschäft etwas aussuchen kann und dann direkt mit zum Baby nimmt, damit es nicht das Gefühl hat, das Geschenk sei für das Kind selbst und es müsse es dann an das Baby abtreten. Das Konzept, die schenkende Person zu sein, kennt das Kind noch nicht. Aber das ist logistisch halt schwierig.
    Sollte das Geschenk vom Baby für das Kind thematisch irgendwie mit der ganzen Sache in Verbindung stehen? Oder einfach irgendetwas, das dem Kind gefallen würde?
    1. Seien Sie vorbereitet!
    2. Werden Sie nicht panisch!
    3. Haben Sie einen Plan!



  4. Urgestein

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Zitat Zitat von babyface Beitrag anzeigen
    Bei Kind für Baby hatte ich theoretisch gedacht, dass das Kind am besten direkt vor dem Besuch in einem Geschäft etwas aussuchen kann und dann direkt mit zum Baby nimmt, damit es nicht das Gefühl hat, das Geschenk sei für das Kind selbst und es müsse es dann an das Baby abtreten. Das Konzept, die schenkende Person zu sein, kennt das Kind noch nicht. Aber das ist logistisch halt schwierig.
    Wenn das Kind das noch gar nicht kennt, was zu schenken, würde ich das glaube ich nicht machen. Ist ja schon genug anderes neues in der Situation.

  5. Regular Client

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Ich mag das eigentlich auch nicht herbeizwingen dass das Kind dem Baby was schenken muss aber sie malt jetzt eh schon Bilder dafür, bastelt und verteidigt die aussortierte Kleidung fürs Baby, ich werde das so laufen lassen und nichts forcieren an Geschenken

  6. Urgestein

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Zitat Zitat von LaNuit Beitrag anzeigen
    Ich mag das eigentlich auch nicht herbeizwingen dass das Kind dem Baby was schenken muss aber sie malt jetzt eh schon Bilder dafür, bastelt und verteidigt die aussortierte Kleidung fürs Baby, ich werde das so laufen lassen und nichts forcieren an Geschenken
    Ja, wenns von Kind ausgeht, finde ich das auch stimmig.

    Bei uns kommt das sogar in dem Baby-Buch vor, das wir mit dem Großen gelesen haben (da kaufen Oma und Geschwisterkind was fürs Baby), aber fürs Kind war das kein Thema zu dem Zeitpunkt.

  7. V.I.P.

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    lange vor corona - wir hatten kein familienzimmer, weil es mir wichtiger war, dass der freund, als wir wieder zuhause waren, möglichst lange urlaub nehmen konnte. allerdings hatte ich auch glück, dass ich abgesehen von der ersten nacht niemanden im zimmer hatte. das große kind kam einmal zu besuch und hat uns dann noch mit abgeholt. beim besuch schliefen die kleinen zum glück, das große kind bekam ein geschenk (das die babys ihm mitgebracht hatten - mit 20 monaten wurde das konzept nicht hinterfragt). wir haben gespielt, geredet und gekuschelt. als baby 1 dann aufwachte und hunger hatte, nahm er das recht fassungslos zur kenntnis und sagte ‚meine mama!‘ das gleiche widerholte es noch einmal später im bad, danach aber nie wieder. insgesamt waren ihm die kleinen kinder monatelang ziemlich egal.

  8. Senior Member

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Ah, ok, Danke für Eure Rückmeldung zum Thema Geschenk vom Kind fürs Baby! Eine Sorge weniger
    1. Seien Sie vorbereitet!
    2. Werden Sie nicht panisch!
    3. Haben Sie einen Plan!



  9. Senior Member

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Corona-Baby: Familienzimmer wäre also eh nicht gegangen und ich hätte es auch blöd gefunden, das große Kind (da noch keine 2) auch ohne den Papa zu Hause zu lassen. Ich war vier oder fünf Nächte mit dem Baby allein in der Klinik und es war so entspannt. Kaum jemand kam rein und wir hatten so viel Zeit zum Kennenlernen und Stillen.
    Zu Hause war mein großes Kind dann aber ein Papa-Kind und hat mich völlig ignoriert. Nach ein paar Tagen kam es dann langsam wieder auf mich zu, Hauptbezugsperson war weiterhin der Papa. Das Baby war sofort spannend, aber auch unheimlich. Je mehr es konnte, desto vertrauter wurden die beiden. Nun kennt das große Kind seine Familie nicht mehr ohne das zweite Kind und kümmert sich ganz toll. Ich weiß auch nicht, ob man da am Anfang mit bewussten Aktionen so viel in der Reaktion des älteren Kindes ändern kann. Alle älteren Geschwister, die ich kenne, reagierten in irgendeiner Weise eifersüchtig und ließen die Eltern spüren, dass sie auch zurückgesetzt fühlen. Auch der Rückfall in Babyverhalten und Babysprache habe ich oft gesehen. Und die größeren Kinder waren da z.T. schon 5, also deutlich älter als bei uns. Ich kann mir vorstellen, dass man gerade bei den Älteren mehr vorbereiten und begleiten muss als bei Kindern, die jünger sind, wenn das Geschwisterkind kommt.

    Tipp, was bei uns gut funktioniert hat:
    K1 war wegen Lockdowns aber auch nicht in der Kita:
    So viel wie möglich nach den Wünschen von K 1 gemacht und das Baby in die Trage. Das hat hier wirklich gut funktioniert und zu entspannten Vormittagen geführt.
    Schön war auch, dass der Mann im HO das Baby auch gut übernehmen konnte und K1 so mehr Exklusivzeit bekam.
    Geändert von cerise (20.07.2021 um 13:35 Uhr)

  10. Senior Member

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Um mal eine nicht ganz so plüschige Version zu zeigen:

    Mein Großer hat trotz intensiver Vorbereitung (wir wussten um unseren sensiblen Sohn) mit totalem Rückzug gegenüber mir und dem Baby reagiert, das war echt teilweise schmerzhaft. Er konnte und wollte das Baby nicht ansehen, aber er kam auch nicht mehr zu mir zB auf meinen Schoß und wollte auch nicht recht reden, nicht vorlesen, gar keinen Kontakt. Über das Geschenk vom Baby hat er sich gefreut, aber das war echt das kleinste Thema.

    Er war auch schon vorher Papa-Kind und die ersten Monate war es leider oft Mama-Baby und Papa-Kind, obwohl wir es uns anders gewünscht haben. Es hat Wochen gedauert, bis er das Baby mal berührt hat. Aber wir haben keinen Druck gemacht, bringt auch nichts glaube ich.
    Unsere Annäherungen gingen langsam aber stetig voran, mit dem Baby wurde er noch langsamer warm.

    Inzwischen ist alles gut und die beiden ein prima Team. Aber es war echt holprig/Schwierig/überfordernd für den großen.

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Mein großes Kind (war bei der Geburt knapp 3) hat sich auch sehr von mir zurückgezogen. Er hat mich nicht aktiv abgelehnt, und das Baby hat er begeistert angenommen, aber ich war total eindeutig die Nummer zwei in seinem Leben, wenn überhaupt, er hat mich für nichts mehr gewollt oder gebraucht, für alles war der Papa zuständig. Mir wurde damals von allen Seiten gesagt, dass das doch super so sei, aber ich fand es ganz schön hart. (Ich bin damals mit den Kindern für zwei Wochen zu meinen Eltern gefahren, als das Baby so 7 Wochen alt war, und ich weiß noch, dass ich mir Gedanken gemacht habe, ob der Große so lange klarkommt ohne Papa, und durchaus nicht sicher war, ob es reicht, dass ich da bin.)

    Ansonsten, Tipps:

    Wir haben bewusst das Gitterbett des Großen noch lange im Schlafzimmer stehen lassen und es ihm absolut freigestellt, ob er bei sich oder bei uns schlafen will, wo auch das Baby schlief.

    Wir haben sehr viel darüber geredet, wie auf den Großen bezogen die Geburt ablaufen würde und wer wann für ihn zuständig sein würde. Ich glaube, das könnte er heute noch erzählen, wie das damals gelaufen ist ich glaube, diese Form der Vorbereitung war gut für ihn.

    Den Tipp, dass Mamas Arme und Mamas Schoß frei sein sollten, wenn das große Geschwister das Baby kennenlernt, kannte ich auch. Dann lag ich aber mit frischer Kaiserschnittwunde und Baby im Bett, als der Besuch sich angekündigt hat, und ich konnte das Baby noch nicht selbst weglegen. Ich glaube, es war ganz egal. Ehrlich gesagt glaube ich, die prägendste Erfahrung von diesem Tag war irgendein Chaos mit Aufzug und U-Bahn, das er mit den Großeltern erlebt hat

    Geschenk mit Oma kaufen für das Baby haben wir auch gemacht. Finde ich im Nachhinein eher unnötig.

    Irgendwo hatte ich den Rat gelesen, dass man lieber aktiv versuchen sollte, als Eltern dem großen Kind im Alltag Raum zu geben, als ihn irgendwelche tollen Ausflüge mit Oma und Opa o.ä. machen zu lassen und zu erwarten, dass das irgendwie dabei hilft, dass es dem Großen mit der neuen Situation gutgeht. Wir haben solche Angebote dann tatsächlich auch eher dankend abgelehnt.

    Bei uns war es letztlich - bis auf die Distanzierung von mir - völlig unproblematisch. Der Große war die ersten Monate ganz begeistert vom Baby, und er hat ganz ehrlich auch nach der Geburt noch lange die meiste Aufmerksamkeit bekommen, während der arme Kleine eher so nebenherlief. Ich hatte immer eher dem Kleinen als dem Großen gegenüber ein schlechtes Gewissen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass der Große eine harte Entthronungserfahrung hatte, und habe auch erst neulich irgendwo gehört oder gelesen, dass das ein bisschen ein Mythos ist und längst nicht jedem großen Geschwister so geht.
    Geändert von sora (20.07.2021 um 14:13 Uhr)

  12. Ureinwohnerin

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    hier war es auch sehr ähnlich wie bei sora. er war 3,5 bei der geburt vom kleinen.

    meine mutter war zwei wochen vor und eine woche nach der geburt da. wir haben mit ihm immer wieder alles besprochen und ihm erklärt, wie es für ihn dann abläuft.

    am ende kam das baby um 3 uhr nachts, wir waren um sechs wieder zuhause und mein mann hat den großen total entspannt zu seiner normalen zeit zur kita gebracht. der große wollte den großen auch ganz unbedingt sehen und hat ihm dann noch ein küsschen gegeben. mein mann hat sich dann in den wochen sehr viel zeit für den großen genommen und die oma war zwar mit und das war auch gut, aber eben nicht allein mit ihm.

    wir haben auch versucht, ihn langsam darauf vorzubereiten. er hat schon früh ein neues bett bekommen, damit er ins große zimmer zieht. eigentlich hätte er sich einen neuen triptrap aussuchen dürfen. das wollte er nicht und wor haben fürs baby einen neuen gekauft. wir waren dann noch bei einem kleinen große-geschwister-kurs. der ging 2h und da wurde der alltag mit baby erzählt und dann wurde noch eine rassel aus einer flasche mit bunten glitzerperlen gebastelt. der war echt super gemacht.

    er braucht echt sehr strukturen und gewohnte abläufe. die haben wir versucht zu geben. das einzige, woran er sich gewöhnen musste, war das laute schreien, wenn der kleine geweint hat. aber insgesamt ist er wahnsinnig gern großer bruder und mega selten eifersüchtig. er hatte eine zeit lang auch eher eine papa-phase, aber jetzt gerade bin ich wieder die wichtigste person. wir haben uns auch viel gedanken gemacht und dann war er einfach so großer bruder und ist da auch total stolz drauf, der große zu sein. und er liebt den kleinen über alles und knuddelt ihn manchmal ein bisschen zu stürmisch.
    We are the angry mob
    We read the papers every day
    We like who we like, we hate who we hate
    But we’re also easily swayed.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Hier hat der Große anfangs oft gesagt "der [Name] ist sooo nett, oder? Er ist das netteste Baby!" Eifersucht war und ist bei ihm tatsächlich auch irgendwie gar kein Thema. Der Kleine ist viel eifersüchtiger.

  14. Stranger

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Wir haben einen Abstand von 26 Monaten und es hat im Großen und Ganzen wirklich gut geklappt. Am besten fand die große es, beim Wickeln zu helfen. Das war zwar etwas anstrengend für mich, wenn sie da mit nem Tuch im Babystuhlgang rumwischt, aber sie fand es total klase. Und sie hat sie von Anfang an regelmäßig gefüttert und macht es auch heute noch, wo die kleine schon längst selbst essen kann.
    Als Geschenk von der kleinen Schwester ( fand das erst doof, haben es dann aber doch so genannt) gab es ein großes Duploset. Sie hat oft erzählt, dass ihre Schwester es ihr mitgebracht hat und fand das toll. Außerdem war das Aufbauen eine schöne Beschäftigung mit ihrem Papa.

    Zum Thema Familienzimmer. Wir hatten da eine besondere Situation, da die Geburt zu Beginn des ersten Lockdowns war und mein Mann sehr exponiert war und wir deshalb zu niemandem Kontakt hatten. Letztlich war es so, dass die Große 3 Nächte bei Oma und Opa war, ohne zwischendurch einen von uns Eltern zu sehen ( wegen Ansteckungsgefahr und mein Mann musste arbeiten) und das hat richtig gut geklappt. Die Großeltern haben sie da auch ganz toll auf alles vorbereitet und ihr Bilder vom Baby gezeigt und mit ihr über den Namen vom Baby gesprochen.
    Sie hat allerdings vorher auch regelmäßig dort geschlafen und bis 2 Wochen vorher war auch noch Kontakt zu den Großeltern gewesen, weil Corona bei uns da erst losging richtig.

  15. Urgestein

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Ich hatte das Baby beim ersten Besuch beide male neben mir liegen, aber die großen haben sich auch zu mir ins Bett gelegt und mit mir und mit dem Baby gekuschelt und zwischendurch haste der Vater das Baby dann im Arm und die großen waren bei mir. Wichtig finde ich, das Baby nicht zu sehr vor den großen zu "schützen" - also natürlich den großen erklären, wie man das Köpfchen halten muss etc, aber meine großen hatten das Geschwisterbaby schon beim ersten Besuch alle lange auf ihrem Schoß/Bauch/Arm. Das zieht sich durch die ganzen ersten Monate - Babys sind robuster, als man denkt, und je mehr die größeren Geschwister selbst mit dem Baby machen dürfen, desto schneller bauen sie eine eigene Beziehung zu ihm auf und betrachten es nicht nur/primär als Konkurrenz um die Eltern. Mehrere Bekannte hatten das Baby fast immer außer Reichweite des Geschwisterkinds im Stubenwagen und das Kind durfte auf Anfrage dann mal dem Baby einen Kuss geben, aber das war es dann auch schon - sowas finde ich nicht so günstig.
    Viel Körperkontakt zwischen Baby und Geschwisterkind bondet die glaub auch ganz gut ;-)

    Beide Eltern ohne Geschwisterkind im Familienzimmer in der Klinik finde ich ein absolutes No-Go-Signal an das Geschwisterkind - da kommt ein neues Kind und nimmt ihm als allererstes mehrere Tage lang beide Eltern weg. Und dann kommen die 3 so als Team heim und das große Kind kommt neu zum Team dazu - das ist ja verkehrt rum! Eltern und großes Kind sind das Team, das Baby kommt dazu und alle müssen sich erst mal ans Baby gewöhnen.
    Ansonsten hab ich auch oft kommuniziert, dass ich vom Baby genervt bin (wenn es ewig schreit abends o.ä., in Situationen, in denen ich gemerkt hab, dass das große Kind auch davon gestresst ist), um nicht den Eindruck zu vermitteln, dass das große Kind genervt und gestresst ist und sich trotzdem alle "lieber nur ums Baby" kümmern.

    Ich persönlich würde auch schauen, dass das große Kind in den ersten Wochen nicht zu lange in der kita/im Kindergarten ist, damit das große Kind nicht das Gefühl hat, vom Team ausgeschlossen zu sein und das Baby gut kennenlernen kann. (Wenn das große Kind unbedingt länger im kiga bleiben möchte, würde ich es natürlich auch länger lassen, aber so generell dem Kind anbieten, es schon mittags zu holen.)

  16. Senior Member

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Ah stimmt, das mit dem Körperkontakt zwischen Kind und Baby, zB durch gemeinsames Baden oder Kuscheln, hat mir die Hebamme auch geraten. Und dem Kind ab und zu zu kommunizieren, dass man selbst auch genervt ist vom Baby, auch.
    1. Seien Sie vorbereitet!
    2. Werden Sie nicht panisch!
    3. Haben Sie einen Plan!



  17. Foreninventar

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Wir haben auch das übliche gemacht.
    Also Baby beim ersten Besuch vom Bruder (der war 3) nicht gerade am Arm haben, Geschenke für und vom Baby usw.

    Unser Sohn ist empfindsam und wir hatten durchaus Sorge, wie er sich in die neue Situation einfinden würde.
    Aber er hat das von Anbeginn an super gemacht. Wir haben erstaunlich schnell eine neue Routine zu viert gefunden. Er liebt seine Schwester heiß und innig und das vom ersten Moment an. Hin und wieder ist er mal eifersüchtig, aber da richtet sich seine Wut dann meistens gegen uns Eltern und so gut wie nie gegen seine Schwester.

    Er ist weiterhin ganz normal in den Kindergarten gegangen. Das war mir wichtig, weil es bei ihm eher problematisch geworden wäre, ihn nach einer längeren Pause wieder an den normalen Alltag zu gewöhnen. DA hätte er sich dann abgeschoben gefühlt. So hat er einfach weiterhin seine gewohnte Tagesstruktur gehabt, das hat ihm gut getan.


  18. Addict

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Ich kann von Herzen das Buch „Geschwister als Team“ von Nicola Schmidt empfehlen. Da steht viel zur Vorbereitung drin und auch wie man den Weg zu einer guten Geschwisterbeziehung ebnen kann. Hätte es gerne schon vor der Geburt von K2 gelesen…

  19. Urgestein

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Für uns war es auch am besten, dass der Große weiter normal im Kindergarten war. Den gewohnten Tagesablauf zu ändern und weniger Auslastung zu haben hätte glaube ich keine positiven Auswirkungen für ihn gehabt.

  20. Ureinwohnerin

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    AW: Geschwisterkinder und Nachwuchs

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Für uns war es auch am besten, dass der Große weiter normal im Kindergarten war. Den gewohnten Tagesablauf zu ändern und weniger Auslastung zu haben hätte glaube ich keine positiven Auswirkungen für ihn gehabt.
    ich fand es auch sinnvoll, dass der Große weiter normal in die Kita gegangen ist. Ich glaube, möglichst viel so beibehalten wie gehabt ist in der Zeit immer eine gute Idee. Und das ist ja ein vertrauter Lebensbereich, der nicht plötzlich Kopf steht.

    Familienzimmer finde ich vertretbar, wenn zB die Mutter nicht fit ist und die Hilfe vom Partner braucht. (So ging es mir zB bei der Geburt von Kind 1.) Ich finde, da darf man auch ein bisschen nach sich selbst schauen. Einfach nur, weil das so nett ist, würde ich beim 2. Kind wohl auch kein Familienzimmer nehmen. Unser 1. Kind hat abends immer sehr auf den Papa gewartet, obwohl er von Oma und Tante bestens betreut war.

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