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  1. Senior Member

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    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Ich greife mal das hier raus:

    Die Wut und häufige Frequenz ist so groß, dass ich mir fast sicher bin, dass es nicht "nur" an ihm und seinen nervigen, aber verzeihlichen Fehlern liegt.
    Ich bin mir fast sicher, dass es genau daran liegt. Was du beschreibst klingt unglaublich anstrengend, aber du suchst die Schuld nur bei dir. Versucht er eigentlich auch irgendwas zu ändern, damit die Situation sich verbessert? Oder sieht er die Notwendigkeit gar nicht, weil das für ihn so ganz gut passt?
    Du bist enorm reflektiert, und ich finde es echt bewundernswert wie du deine Lage analysiert hast und versuchst, dich selbst zu hinterfragen.
    Aber manchmal sind einfach wirklich die anderen schuld.

    Ich muss mich der allgemeinen Meinung hier anschließen: die Wahrscheinlichkeit, dass er sich nochmal ändert geht gegen Null. Darauf zu warten ist echt nur Zeit- und Energieverschwendung.
    Ich glaube, wenn du an der Beziehung festhalten möchtest bleibt dir nur die Möglichkeit dich damit abzufinden, dass du nie einen zuverlässigen Partner an deiner Seite haben wirst. Quasi alleinerziehend in der Partnerschaft.
    Ich weiß nicht, ob sowas klappen kann. Aber er wird so oder so nie das erfüllen, was du dir von ihm wünscht. Vielleicht kannst du, auch mit professioneller Hilfe, einen Weg finden deinen Alltag entspannter zu gestalten, ohne ihn großartig mit einzubinden. Ist dann nicht unbedingt das, was eine tolle Partnerschaft ausmacht, aber sonst wirst du doch nur immer wieder enttäuscht, reibst dich daran auf und steckst am Ende doch wieder zurück. Für das Kind und für ihn.

    Und zu diesem "ich bin falsch, verlässt du mich jetzt?": der manipuliert dich. Mag sein, daß er das sogar unbewusst macht, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Und es funktioniert ja auch.

  2. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Für mich hat halt der Ansatz "Dein Typ kümmert sich nicht um euer gemeinsames Leben und gemeinsame Kinder? Du willst, dass er sich mehr kümmert? Dann KÜMMERE dich jetzt auch noch um Beratung und Therapie für den armen Hasen, weil anscheinend hast du einen Idioten geheiratet."

  3. Member

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    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Ich denke auch, dass Paartherapie kein Allheilmittel ist. In diesem Fall ist es ein bisschen so, als ob die Therapeutin dann ihr verlängerter Arm zur Verhaltensänderung sein soll. Und ich glaube nicht, dass das erfolgreich ist. SIE hat ja den Leidensdruck, nicht er.

    Und weil jemand meinte, er muss ja "nur" sein Verhalten ändern - finde ich nicht. Er hat schon recht, wenn er fragt, ob er sich grundsätzlich ändern muss. Er muss seine Werte überdenken, seine grundsätzlichen Prinzipien. Er ist jetzt für immer jemandes Vater und er muss sich entscheiden, ob er seine bisherigen Prioritäten im Leben so ändern kann, ob er sich ein Stück weit aufopfern kann für ein Kind.

  4. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es ist ja schon irre, dass der Vater sich das fragen darf, ob er das kann. Also, das ist doch schon das Grundsatzproblem. Die Mutter muss, und er kann entscheiden?
    Definitiv.

    Aber es ist halt jetzt nun mal genau dieser Typ mitsamt all seiner Unreife und seinen Unzulänglichkeiten der Vater des Kindes, und das ändert sich übrigens auch nicht dadurch, dass sie ihn verlässt.

  5. V.I.P.

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    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es ist ja schon irre, dass der Vater sich das fragen darf, ob er das kann. Also, das ist doch schon das Grundsatzproblem. Die Mutter muss, und er kann entscheiden?
    So denken sich das manche Männer ganz selbstverständlich, ja. Schön "stolzer Papa sein", aber was das bedeutet, definieren sie schon selbst!

    Sora: Richtig, er wird auch nach der Trennung kein guter Vater sein vermutlich, aaaber die Frau muss sich halt selbst rechtzeitig schützen?!

  6. Member

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    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Neapolitana Beitrag anzeigen
    Richtig, er wird auch nach der Trennung kein guter Vater sein vermutlich, aaaber die Frau muss sich halt selbst rechtzeitig schützen?!
    bestenfalls würde ihn die trennung ein bisschen wachrütteln. auch wenn es für mich in dem fall reichlich unwahrscheinlich klingt.
    lady, du hast schon so vieles gemacht & getan, ich persönblich sehe nicht, was du jetzt noch alles tun sollst, damit er sich bewegt. ich glaube, dein plan ist ein guter, schau dir an, wie es dir mit all dem geht, & dann entscheide, ob du auf dauer damit leben kannst & willst.
    nur soviel: keine erwartungen haben, kann eine deutliche befreiung sein, da ist letztlich vermutlich egal, ob der grund dafür die akzeptanz seines nichts tuns ist oder eine trennung.

  7. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Neapolitana Beitrag anzeigen
    Sora: Richtig, er wird auch nach der Trennung kein guter Vater sein vermutlich, aaaber die Frau muss sich halt selbst rechtzeitig schützen?!
    Ich meine nur, dass "trenn dich!" nicht die Lösung für das Problem "mein Mann übernimmt viel zu wenig Verantwortung für unser gemeinsames Kind" sein dürfte. Für das Problem "ich habe keine Lust mehr darauf, diesen Typen bei mir zuhause rumhängen zu haben" natürlich schon.

  8. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine nur, dass "trenn dich!" nicht die Lösung für das Problem "mein Mann übernimmt viel zu wenig Verantwortung für unser gemeinsames Kind" sein dürfte. Für das Problem "ich habe keine Lust mehr darauf, diesen Typen bei mir zuhause rumhängen zu haben" natürlich schon.
    Naja schon, sich um ihn zu kümmern fällt halt auch weg. Ist ja nicht so, als würde das aktuell nicht auch noch anfallen. Schon eine enorme Zeitersparnis und nicht nur Lustgewinn.

  9. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es ist ja schon irre, dass der Vater sich das fragen darf, ob er das kann. Also, das ist doch schon das Grundsatzproblem. Die Mutter muss, und er kann entscheiden?
    ja.
    das ist einfach so krass, dass Väter by default einfach mal nichts MÜSSEN, sondern "sich beteiligen" oder "engagiert sind".

    Und die Mutter hat dann Glück oder Pech.

  10. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich macht das auch total wütend und ich stimme dir in allem zu.

    @fliegen_lernen: dein Ex beklagt sich, dass er keine Ferien für sich allein mehr hat?! Ja warum um alles in der Welt hat er denn Kinder bekommen?!?!?!
    Das frage ich mich auch (und ihn)

  11. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von viole(n)t eyes Beitrag anzeigen
    ja.
    das ist einfach so krass, dass Väter by default einfach mal nichts MÜSSEN, sondern "sich beteiligen" oder "engagiert sind".

    Und die Mutter hat dann Glück oder Pech.
    Ja, das ist so krass ungerecht, dass man schreien möchte.

    Mich erinnert das immer an Haustiere, Kinder, die diese besitzen/haben wollen, und Eltern, die die Pflege dann de facto übernehmen müssen, wenn sie es die Kinder aus Rücsicht auf die Tiere nicht auf die harte Tour lernen lassen möchten.

  12. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Auch wenn ihr inhaltlich natürlich recht habt, ist es, glaub ich, in einem thread in dem es um eine individuelle Situation geht nicht nur hilfreich. Denn dann gibt es nur eine richtige Lösung: die Trennung. Wir wissen doch aber wirklich nicht genug um das so klar sagen zu können. Und eventuell will Milford das auch gar nicht. Und fühlt sich dann noch schlechter. Weil: sie müsste ja.

    Natürlich ist es scheisse, dass Frauen AUCH NOCH die Arbeit leisten müssen um die Beziehung zu verbessern. Aber wenn man zumindest versuchen möchte sie zu retten, was bleibt einem übrig? Er wird es wohl nicht anfangen.

  13. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und eventuell will Milford das auch gar nicht. Und fühlt sich dann noch schlechter. Weil: sie müsste ja.
    Ja, das finde ich an solchen Threadverläufen auch immer problematisch.

  14. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Den Ratschlag eben keine Paartherapie zu machen, sondern tatsächlich erstmal nur nach sich selbst zu schauen, finde ich sehr gut. Sich Zeit und Raum nehmen und sich um sich kümmern.


    (Das eine Paarberatung kontraproduktiv sein kann - nicht muss! - , glaube ich nämlich auch. Aber auch da muss es kein strategischer Move des Gegenübers sein. Sondern ja tja… Geschick, Larmoyanz, Egoismus… aber nicht unbedingt ein ‚Oh, I gonna use this!‘)

  15. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Also meines Wissens hat niemand die Aussage, dass sie ihn noch liebt, irgendwie beurteilt.
    Zumindest ist mir das nicht aufgefallen.

    Aber jemand der hier einen Thread aufmacht, erwartet Meinungen und die kriegt man ja nun in einem anderen Ausmaß, als das von Freundinnen kommen würde.

    Hier haben nun Frauen berichtet, die eine ähnliche Geschichte durch haben und deren persönliche Erfahrung ist, sie hätten sich lieber früher als später getrennt.

    Wenn ihr jetzt hier alle so tut, als wäre diese Erfahrung ein simples "trenn dich"-Rufen, sprecht ihr genauso deren Erfahrungen ab und pauschalisiert sie, als unreflektierte Pauschalaussagen.

  16. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Nein.
    Ich finde nur, dass man auf diese Distanz keine so weitreichenden Ratschläge geben kann. Vor allem nicht so schnoddrig (‚Spoiler…‘).

    Natürlich kann die eigene Erfahrung berichtet werden, soll sie auch. Das sind aber völlig andere Beiträge. Daraus kann man was lernen. Da kann man sich identifizieren oder Differenzen spüren. Aber diese Einzeiler, die eigentlich nur noch eine Handlung zulassen? Die sind einfach sehr unempathisch.

  17. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Natürlich ist es scheisse, dass Frauen AUCH NOCH die Arbeit leisten müssen um die Beziehung zu verbessern. Aber wenn man zumindest versuchen möchte sie zu retten, was bleibt einem übrig? Er wird es wohl nicht anfangen.
    Klar!
    Milford hat, zumindest im Eröffnungspost, auf mich den Eindruck gemacht, die Schuld sehr bei dich zu suchen und Begriffe wie Mom Rage und wife rage schieben das Problem ja auch ihr zu. Da kommt es mir auch wichtig vor, klar zu sagen, dass das Problem eben diese himmelschreiende Ungerechtigkeit ist, die eben nicht nur ihr persönliches Problem/Versagen darstellt, sondern dass es echt vielen Frauen so geht, dass der Kindsvater sie komplett hängen lässt.
    Weil es der Weg des geringsten Widerstandes ist.

    Das ist natürlich jetzt nur einer von vielen Aspekten der Situation.

    Und dass Trennung eine Lösung sein KANN ist auch was, was mit wichtig vorkommt. weil es eben auch ein Ausweg aus der Situation ist. Also einer von mehreren. Der Gedanke, dass Trennung eine Option ist, kann erleichternd sein, auch wenn man sich dagegen entscheidet.

    Wobei du sicher auch Recht hast, dass das auch noch zusätzlichen Druck verursachen kann. hm.

  18. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Ich halte die Frage danach, ob noch Liebe da ist, auch echt nicht gut die letztlich entscheidende.
    Liebe stellt keine Bedingungen, deswegen ist es umso wichtiger, dass man selbst das tut, wenn man eine Beziehung führt.

    Und dem Partner, der sich gleich ungeliebt fühlt bei Kritik, kann man auch sagen, dass das damit nichts zu tun hat. "dein Verhalten belastet mich massiv und ich bin unglücklich" sagt ja echt nichts darüber aus, ob man jemanden noch liebt

  19. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Ich halte es in dieser Situation trotzdem wichtig an sich selbst zu arbeiten. Sich selbst klar zu werden was man will und womit man leben kann. Und wirklich nochmal nen Rundumschlag zu machen und versuchen es zu klären, damit man sich am Ende nicht noch Jahre lang fragt, ob man es nicht doch noch hätte retten können. Entweder wird es mit dem Partner dann doch wieder gut / okay oder man weiß zumindest woran man ist.
    Trennung mit Kind ist ja nun mal auch nicht so einfach. Man ist durch das Kind weiterhin verbunden und die Familiengerichte sind aktuell sehr väterfreundlich. Mit einer Trennung ist man also auch nicht direkt alle Probleme los, bzw. hat am Ende noch neue dazu bekommen.
    Übereilt würde ich so etwas auch nicht entscheiden. Daher ist es leider dann doch nochmal wichtig Energie zu investieren und auszuloten in welche Richtung es weitergehen soll.

  20. Inaktiver User

    AW: Häugige "Wife Rage" (wie mit Wut / Enttäuschung über Partner umgehen)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein.
    Ich finde nur, dass man auf diese Distanz keine so weitreichenden Ratschläge geben kann. Vor allem nicht so schnoddrig (‚Spoiler…‘).

    Natürlich kann die eigene Erfahrung berichtet werden, soll sie auch. Das sind aber völlig andere Beiträge. Daraus kann man was lernen. Da kann man sich identifizieren oder Differenzen spüren. Aber diese Einzeiler, die eigentlich nur noch eine Handlung zulassen? Die sind einfach sehr unempathisch.
    ja, finde ich auch. Einfach, weil sie vermitteln, dass doch VÖLLIG KLAR sei, wie sich jeder halbwegs vernünftige Mensch in so einer Situation umgehen würde. In Wirklichkeit ist es ja (so wie ungefähr alles im Leben) alles andere als so eindeutig und einfach.

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