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  1. Member

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wiedereinstiegsgespräch, Sachen gibts! Sowas hatte ich nie und habe es auch noch nie irgendwo gehört ;-)
    würde gerne den Blick meiner Chefin sehen, wenn ich danach frage. Aber warum eigentlich nicht sowas einfordern...? Evtl erleichtert es einiges.

  2. Member

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    ...zwei korrekturintensive Hauptfächer, ein Nebenfach hab ich

  3. Member

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Musstet / müsst ihr Teilzeit-Frauen oft einfordern, dass ihr weniger leisten müsst?

    Oben schrieb jemand, sie MUSSTE mit auf Klassenfahrt... also zwingen kann einen da doch niemand, wenn die Kinder in der Zeit nicht betreut werden können...

  4. V.I.P.

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von awkward silence Beitrag anzeigen
    würde gerne den Blick meiner Chefin sehen, wenn ich danach frage. Aber warum eigentlich nicht sowas einfordern...? Evtl erleichtert es einiges.
    Tja, manchmal ist Berlin sogar ganz intelligent Würde tatsächlich mal danach fragen.
    Confusion
    Solution
    Conclusion
    Resolution


  5. Member

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von awkward silence Beitrag anzeigen
    ...zwei korrekturintensive Hauptfächer, ein Nebenfach hab ich
    Ok, da würde ich dann etwas schauen. Bei uns haben die meisten Mütter aber mindestens 12 Stunden.

    Bei uns hat man schon Verständnis für die Teilzeitarbeitende. Wir sind aber ne recht große Schule. In der Projektwoche wird dann viel von Förderlehrern, Fachleitern, Referendare aufgefangen, die alle selbst keine Klassen haben. Das funktioniert eigentlich immer. Wir sind aber auch immer 2 Tutoren.

  6. Urgestein

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Ich bin, als die Kinder 16 Monate waren, wieder voll ins Ref eingestiegen. Das ging damals nicht anders. Mein Mann hat dafür reduziert und die Tagesmutter startete auch. Nach dem Ref habe ich dann, da waren sie 2,5Jahre, mit 14/25,5 und dann 16 Stunden weitergemacht. Zwischenzeitlich waren es 19, dann hab ich wieder auf 16 reduziert, weil es mir zu viel wurde.
    Ich hatte zwar oft einen freien Tag, aber Konferenztandem o.Ä. gibt es bei uns nicht, dafür sehr viele Veranstaltungen im Nachmittagsbereich. Also familienfreundlich ist anders. Klassenfahrten sind bei uns auch eigentlich selbstverständlich jedes Jahr zu leisten.

    Jetzt werde ich voraussichtlich 50% einsteigen, wenn das Baby 16 Monate ist. Gefühlt ist es mir eigentlich zu früh und möglicherweise auch zu viel Arbeitsbelastung, aber erstmal abwarten
    Geändert von Lina88 (24.10.2021 um 08:09 Uhr)

  7. Alter Hase

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von awkward silence Beitrag anzeigen
    Musstet / müsst ihr Teilzeit-Frauen oft einfordern, dass ihr weniger leisten müsst?

    Oben schrieb jemand, sie MUSSTE mit auf Klassenfahrt... also zwingen kann einen da doch niemand, wenn die Kinder in der Zeit nicht betreut werden können...
    „Das gehört zur Dienstpflicht“ ��*♀️

    An meiner Schule ergibt Teilzeit echt überhaupt keinen Sinn.
    Ich habe z.B. gerade eine Klassenleitung 8. Klasse. 28 Kinder.
    Ich habe in den letzten drei Wochen vor den Herbstferien 10 Stunden freitagnachmittags mit Teilkonferenzen verbracht. Und vermutlich noch mal doppelt so viele im Vorfeld mit Eltern-/Schüler- und Schulleitungsgesprächen um die Teilkonferenzen zu verhindern.

    Das ist so schon ätzend genug. Aber das hätte ich als Teilzeitkraft im gleichen Umfang leisten müssen.
    Klassenlehrer*in sein ist an meiner Schule/Schulform ein unfassbarer Aufwand (also schon auch schön… aber zeitlich jenseits von Gut und Böse).

  8. V.I.P.

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Ich hab nach dem Einstieg aus der Elternzeit mit ca. 1 Jahr des Kindes mal versucht teilzeit zu arbeiten: Habs nach wenigen Jahren aufgegeben, absolut sinnlos im Schuldienst. Es gibt ja diese "unteilbaren Aufgaben" wie Klassenleitung, Konferenzen, Versammlungen an denen man trotzdem im vollen Umfang teilnehmen muss, weshalb ich halt weniger Geld für gleiche Arbeit bekam. Der Stundenplan sah dann teilweise so aus, dass ich morgens und nachmittags 2 Stunden hatte, dazwischen Freistunden. Nützte mir halt auch nix, ok zum Korrigieren, aber das Kind musste trotzdem bis zum Schluss in der Kita bleiben. Ok, bissl weniger Kontrollaufwand, weniger Unterricht, aber der Rest war absolut gleichwertig und dann lasse ich mich doch auch gern dafür bezahlen. Ich arbeite also seit dem 4. Geburtstag des Kindes wieder 100 %, würde gern weniger arbeiten aber nicht bei diesen Bedingungen.
    Geändert von Mohrrübe (24.10.2021 um 13:25 Uhr)

  9. Urgestein

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Ich ärgere mich ja da echt schon beim Lesen, dass Familienfreundlichkeit die Ausnahme zu sein scheint. Und das, obwohl es vielerorts an Lehrerinnen mangelt..

  10. Get a life!

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von awkward silence Beitrag anzeigen
    Das fürchte ich auch. Die Gewerkschaft spricht davon, dass nur Konferenzen und Fortbildungen unteilbar seien. Aber so ganz kann ich das nicht glauben. Wenn ich Inklusionsbedarf entdecke oder generell SchülerInnen habe, die sich (oder andere) quälen, dann muss ich doch handeln, wenn ich eine Klassenleitung habe (oder der Klassenlehrer es nicht tut.)
    Ich glaube vieles ist auch abhängig davon, ob man eine Klassenleitung hat oder nicht. Elternabende, Elterngespräche, Fördergespräche hat man sicher alles auch als Fachlehrer, aber vermutlich in einem anderen Umfang. Vielleicht ist das aber auch abhängig von der Schulart und natürlich von den Fächern die man hat. Teilen kann man dieses Dinge jedenfalls nicht unbedingt.

    Zum Wiedereinstiegsgespräch: Bei uns ist das nicht offiziell, aber ich habe auch mit meinem Schulleiter gesprochen, bevor ich wieder gekommen bin und fand das jetzt überhaupt nicht verrückt. Aber vielleicht weil ich an einer Grundschule bin?

    Ich konnte da auch Bedingungen stellen (bin allerdings auch zwei Mal auf Nachfrage früher als geplant wieder eingestiegen). Wir haben dann geschaut, was von beiden Seiten möglich ist.

    Wann willst du denn wieder einsteigen? Mit 8 Stunden könntest du doch eigentlich kaum einen blöden Stundenplan kriegen, oder? Als klar könnten mal Freistunden dazwischen sein, aber du würdest ja vermutlich nicht an vier Tagen je 1. und 6. Stunde bekommen.
    Ich bin mit 11 Stunden eingestiegen (war das Minimum) und fand das gut. Hatte aber auch keine Klassenleitung.
    S (21:22) :
    könnte mir vorstellen, dass er einfach gar nix denkt. wie alle männer

  11. Urgestein

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Ich habe dieses Gespräch nächste Woche...bin auch in BW, am Gymnasium, fange im Februar wieder an. Bei der Gelegenheit kann man ja auch nachfragen, welche Möglichkeiten der Vereinbarung von Job und Kind es so gibt und darüber sprechen, welche Erwartungen auf beiden Seiten vorhanden sind. Bei uns ist das auch nichts offizielles, aber ich hab letzte Woche einfach angerufen und nach einem Termin gefragt
    Ceci n'est pas la vie.

  12. Enthusiast

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    ich bin getrennt erziehend (50%), meine Kinder sind im Grundschulalter. Ich arbeite seit 5 jahren vollzeit, bin nach der Elternzeit jeweils mit 16 std eingestiegen, habe aber nach der Trennung sehr schnell auf Vollzeit aufgestockt.
    Aus dem Grund, der bereits genannt wurde: Man macht mit weniger Stunden nicht wirklich weniger, bekommt aber weniger Geld. Darauf hab ich keinen Bock.
    Wobei ich Vollzeit mit Klassenleitung und Abitur / korrekturintensiven Fächern fast unmenschlich viel Arbeit finde. Ich selbst bin sehr strukturiert und belastbar und ich möchte mich einfach absichern. Ich habe auch nach 13 Jahren an der Schule meine Strategien entwickelt, wie ich das überlebe ohne Burnout zu bekommen und ohne den Spaß an meinen Job zu verlieren.
    Aber ich werde immer wieder drauf angesprochen, wie krass das doch sei, dass ich voll arbeiten würde. Bei uns unterrichtet kaum jemand die volle Stundenzahl, viele haben irgendwelche Pöstchen oder arbeiten eben reduziert.
    Und das kotzt mich so an: Wie kann es bitte sein, dass es in einem Beruf vielen Leuten nicht möglich ist, voll zu arbeiten wegen der Arbeitsbelastung? Voll zu arbeiten sollte doch normal sein. Jedenfalls nicht unmöglich.

    Und dann gibt es die Halbzeit-Leute, die sich genauso reinhängen, als hätten sie 100% und damit die Messlatte in manchen Bereichen so hoch hängen, dass es mit 100%-Stelle unmöglich ist, da ranzukommen. (z.B. so 5.-Klasse-Gedöns: Ich habe Kolleginnen mit 10 Std, die wahnsinnig viele tolle Sachen mit den neuen 5ern machen, damit diese sich wohlfühlen. Ich kann das aber nicht. Natürlich wird aber verglichen...)

    Und von der anderen Seite betrachtet nervt es halt auch, wenn 80% der anderen Leute im Kollegium Teilzeit arbeiten und einem ständig erzählen, sie könnten nicht zum Elternabend kommen, nicht dies, nicht das tun, dafür hätten sie auch keine Zeit... Schule lebt halt schon auch davon, dass man ab und zu mal da ist und sich einbringt und nicht immer gleich nach Hause rennt, wenn der Unterricht aus ist.
    Man sollte sich bewusst sein, dass es ein großer Luxus ist, in einem Job ständig reduzieren oder aufstocken zu können, wie es einem gerade passt. Das sollte man nicht ausnutzen. Bei mir machen das aber einige Kollegen. Ich finde z.B., dass man organisatorische Härten durchaus anführen kann (z.B. nicht zur 1. Stunde, weil die Kita noch nicht aufmacht), dass es aber nicht sein kann, dass man generell keine Oberstufe unterrichtet oder keine Klassenleitung übernimmt, weil man nur Teilzeit arbeitet. Das würde ja bedeuten, dass solche Dinge alle an den Vollzeitkräften hängenbleiben, die ja eh schon überlastet sind wegen der vielen Stunden. Wir machen das ja auch obendrauf und ich werde z.B. nicht bezahlt für Klassenleitung. Ich kann das dann vielleicht im Verhältnis öfter machen als eine Teilzeitkraft, aber ich sehe nicht ein, dass ich es IMMER mache und die teilzeitkraft NIE.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Ich bin 2x mit 18 Std und nach K3 Vollzeit eingestiegen.
    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen

    Faktisch habe ich keinen Unterschied zwischen 18 Stunden und Vollzeit gespürt. Der Stundenplan war ätzend, ich hatte 3x die Woche bis 16 Uhr Unterricht, musste trotz Kindern und Teilzeit auf Klassenfahrt fahren.

    Tatsächlich war ich im ersten Jahr Vollzeit weniger in der Schule als im Jahr davor, weil der Stundenplan viel besser war.


    In der Coronazeit hat sich meine innere Einstellung zum Beruf ein wenig geändert. Ein bisschen aus Trotz, weil ich gelernt habe, dass man es als Lehrer nur falsch machen kann. Ich hab mich gleichzeitig zu viel und zu wenig gekümmert, war grundsätzlich immer falsch. Und gleichzeitig habe ich gesehen, wie gefühlt jeder andere Nicht-Lehrer im Homeoffice sein Leben gechillt hat. Kriegt man ja sonst nur nie mit, wenn das alles in fancy Bürogebäuden passiert.

    Ich verschwende keine Energie mehr an Dinge, hinter denen ich nicht stehe. Klassenarbeiten, Noten, etc.
    Ich unterrichte gerne und gut, aber ich stecke keine Stunden mehr in Vorbereitung, sondern kaufe meine Reihen mittlerweile bei eduki und improvisiere mich da während des Unterrichts durch.
    Das mache ich jetzt seit einigen Monaten und ehrlich gesagt, merkt niemand einen Unterschied. für den Lernerfolg meiner Schüler*innen ist es vollkommen egal, ob das Lernmaterial liebevoll von mir selbst zusammengeklöppelt wurde oder eben nicht.
    Genau so.

  14. Ureinwohnerin

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von chauve-souris Beitrag anzeigen
    Aus dem Grund, der bereits genannt wurde: Man macht mit weniger Stunden nicht wirklich weniger, bekommt aber weniger Geld. Darauf hab ich keinen Bock.
    Wobei ich Vollzeit mit Klassenleitung und Abitur / korrekturintensiven Fächern fast unmenschlich viel Arbeit finde. Ich selbst bin sehr strukturiert und belastbar und ich möchte mich einfach absichern. Ich habe auch nach 13 Jahren an der Schule meine Strategien entwickelt, wie ich das überlebe ohne Burnout zu bekommen und ohne den Spaß an meinen Job zu verlieren.
    Aber ich werde immer wieder drauf angesprochen, wie krass das doch sei, dass ich voll arbeiten würde. Bei uns unterrichtet kaum jemand die volle Stundenzahl, viele haben irgendwelche Pöstchen oder arbeiten eben reduziert.
    Und das kotzt mich so an: Wie kann es bitte sein, dass es in einem Beruf vielen Leuten nicht möglich ist, voll zu arbeiten wegen der Arbeitsbelastung? Voll zu arbeiten sollte doch normal sein. Jedenfalls nicht unmöglich.

    Und dann gibt es die Halbzeit-Leute, die sich genauso reinhängen, als hätten sie 100% und damit die Messlatte in manchen Bereichen so hoch hängen, dass es mit 100%-Stelle unmöglich ist, da ranzukommen. (z.B. so 5.-Klasse-Gedöns: Ich habe Kolleginnen mit 10 Std, die wahnsinnig viele tolle Sachen mit den neuen 5ern machen, damit diese sich wohlfühlen. Ich kann das aber nicht. Natürlich wird aber verglichen...)

    Und von der anderen Seite betrachtet nervt es halt auch, wenn 80% der anderen Leute im Kollegium Teilzeit arbeiten und einem ständig erzählen, sie könnten nicht zum Elternabend kommen, nicht dies, nicht das tun, dafür hätten sie auch keine Zeit... Schule lebt halt schon auch davon, dass man ab und zu mal da ist und sich einbringt und nicht immer gleich nach Hause rennt, wenn der Unterricht aus ist.
    Man sollte sich bewusst sein, dass es ein großer Luxus ist, in einem Job ständig reduzieren oder aufstocken zu können, wie es einem gerade passt. Das sollte man nicht ausnutzen. Bei mir machen das aber einige Kollegen. Ich finde z.B., dass man organisatorische Härten durchaus anführen kann (z.B. nicht zur 1. Stunde, weil die Kita noch nicht aufmacht), dass es aber nicht sein kann, dass man generell keine Oberstufe unterrichtet oder keine Klassenleitung übernimmt, weil man nur Teilzeit arbeitet. Das würde ja bedeuten, dass solche Dinge alle an den Vollzeitkräften hängenbleiben, die ja eh schon überlastet sind wegen der vielen Stunden. Wir machen das ja auch obendrauf und ich werde z.B. nicht bezahlt für Klassenleitung. Ich kann das dann vielleicht im Verhältnis öfter machen als eine Teilzeitkraft, aber ich sehe nicht ein, dass ich es IMMER mache und die teilzeitkraft NIE.
    Oh ja!

    So viel Wahres!

  15. Inaktiver User

    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Da scheine ich mit meinen beiden Schulen echt Glück gehabt zu haben. Also mir bringt Teilzeit tatsächlich deutlich weniger Arbeit. Natürlich durch Konferenzen etc schon mehr als der offizielle Gehaltsteil, aber trotzdem deutlich deutlich weniger als Vollzeit. Und Elternabend ist bei uns zB so geregelt, dass Leute mit bis zu 60% Teilzeit auch nur die Hälfte der Zeit anwesend sind (und da die Eltern inzwischen Termine vorbuchen müssen, bin ich oft gar nicht da, weil sich niemand für mein Nebenfach interessiert).

    Die qualitative Messlatte, die durch teilzeitleute tw zu hoch liegen kann, kann ich nachvollziehen und bei sehr gut nach außen hin messbaren Sachen (x coole Aktivitäten mit neuer Klasse) sollte da dann schon eine schulinterne Absprache her.
    Ich hab das bei mir primär im fernunterricht gemerkt, wo ich sehr viel interaktives h5p-Material selbst erstellt hab und auch viel Feedback gegeben hab und beides von den Schüler*innen immer sehr positiv wahrgenommen wurde - das hätte jemand mit 25+ Stunden so einfach nicht machen können. Mir macht mein Unterricht aber auch nur dann Spaß, wenn er gut ist, da ist mir das anteilig schlechter bezahlt werden egal und ich mach dann auch nicht aus Solidarität minimalistischen Unterricht.
    Alleine schon das Korrigieren von mehr Klassenarbeiten wäre für mich viel mehr Stress. Und ich mag Unterrichten nur gern, wenn ich es nicht zu viel mache - wenn ich den ganzen Tag durch x Klassen rumgeschleust werde, steigt mein Stressfaktor und sinkt mein Spaßfaktor enorm. Ich geb deshalb auch nie meine maximal mögliche Stundenzahl an, sondern 2-4 h weniger. Nur so macht mir mein Beruf Spaß, und das ist mir wichtiger als mehr Geld.

  16. Enthusiast

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Alleine schon das Korrigieren von mehr Klassenarbeiten wäre für mich viel mehr Stress. Und ich mag Unterrichten nur gern, wenn ich es nicht zu viel mache - wenn ich den ganzen Tag durch x Klassen rumgeschleust werde, steigt mein Stressfaktor und sinkt mein Spaßfaktor enorm. Ich geb deshalb auch nie meine maximal mögliche Stundenzahl an, sondern 2-4 h weniger. Nur so macht mir mein Beruf Spaß, und das ist mir wichtiger als mehr Geld.
    So klingt das auch bei sehr vielen meiner Kolleginnen: Als könnte man sich immer aussuchen, wie viel man arbeiten möchte. Viele Kolleginnen fragen mich ernsthaft, warum ich überhaupt voll arbeite, ich könnte doch einfach reduzieren, den Stress würden sie sich nicht geben. Auch Aussagen wie "Ich würde nie im Leben über 18 Std gehen, das ist mir einfach zu stressig" höre ich sehr oft.
    Das ist nett, wenn man nicht der Hauptversorger zu Hause ist und sich nicht ganz alleine um seine Rente kümmern muss. Bei den meisten ist die Schule ja ehrlich gesagt ein "Zubrot" und ein netter Zeitvertreib, damit sie auch mal rauskommen. Den Hauptanteil des Gehalts verdient der Mann, und den Lebensstandard, den die meisten haben, könnten sie sich durch ihre 12 Stunden Teilzeit niemals leisten.

    Was die Pension betrifft, lohnt sich Vollzeit arbeiten übrigens sehr. Beste Altersvorsorge überhaupt. Ich sehe es gerade bei Freundinnen, die in Rente gegangen sind.

  17. Member

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    Zitat Zitat von chauve-souris Beitrag anzeigen
    Was die Pension betrifft, lohnt sich Vollzeit arbeiten übrigens sehr. Beste Altersvorsorge überhaupt. Ich sehe es gerade bei Freundinnen, die in Rente gegangen sind.
    Weißt du ungefähr wie lange die Freundinnen Teilzeit gearbeitet haben?

    Ich mache mir da schon Gedanken und denke, dass ich spätestens aufstocke, wenn beide in der Schule sind und es bei den beiden läuft.
    Mein Schwiegervater ist aus der Generation, die kaum ne Stelle bekommen haben. Er hat ganz lange nur Teilzeit arbeiten dürfen und hat dennoch ne ordentliche Pension. Allerdings blicke ich noch nicht so ganz, ob sich an der Berechnung etwas geändert hat!?

    Deinen Frust kann ich verstehen. Bei uns sind es aber auch andere Personen, die sich die Rosinen rausrücken.
    Nicht nur Teilzeitkräfte. Im Gegenteil, sie sind trotzdem immer da.

    Es steht und fällt meiner Meinung nach mit dem Stundenplan. 16 Stunden war bei mir immer sehr ok. Bei 19 hat es sich absolut nicht mehr gelohnt. Ich hatte so viel Arbeit wie mit 27 Stunden ein Jahr später. Aber fast 1000 Euro weniger.

  18. Inaktiver User

    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    chauve-souris, dass man sich nicht immer aussuchen kann, wie viel man arbeitet, ist mir schon klar. Zum Teil ist es aber auch eine Frage der Prioritätensetzung. Wir haben ziemlich niedrige Fixkosten (kein Auto, relativ niedrige Raten fürs Haus, inzwischen auch kein ÖPNV-Ticket mehr, wir legen alle Strecken mit dem E-Bike zurück; da unsere Kinder nachmittags nicht betreut werden, inzwischen auch nur noch 250€ Kinderbetreuungskosten für die beiden Kindergartenkinder insgesamt pro Monat). Und ich finde tatsächlich, dass ich auch mit 50% ziemlich gut verdiene. Ich könnte tatsächlich meine 3 Kinder und mich (und alle unsere Fixkosten) durch mein aktuelles Gehalt + Kindergeld alleine finanzieren.
    Mein Mann arbeitet übrigens auch Teilzeit. Und ich hab schon lange eine Riesterrente abgeschlossen, was sich mit 3x Kinderzulage gerade bei nicht so hohem Einkommen sehr lohnt (hohe Zulage bei wenig Eigenbeitrag).
    Ach, und außerdem bin ich noch als Mitautorin bei einem Schulbuchverlag aktiv seit gut 2 Jahren.

  19. Enthusiast

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    AW: Lehrerinnen in Teilzeit

    ja, ok, das ist dann einfach auch standortabhängig. ich könnte da, wo ich wohne, niemals die miete für eine 3-zimmer-wohnung (und das ist eigentlich schon zu klein) + fixkosten von einer 50%-stelle bezahlen.
    geschweige denn ein haus kaufen

    und ich kann mir leider nicht wirklich aussuchen, wo ich wohne, weil wir die kinder im wechselmodell betreuen und der abstand nicht zu groß sein darf.

    ach ja: ich hab auch kein auto, nicht mal ein e-bike
    riester hab ich auch, aber nur für 1 kind, das andere hat der vater.
    ich wohne mit den kindern auf 80m³. aber gut, ja, ich gehe ab und an mal in urlaub (mit und ohne kinder, deswegen vielleicht mehr als andere leute) und schaue nicht auf preise beim einkaufen, geh gerne was trinken oder essen... da könnte ich etwas sparen und dann vielleicht 5 std weniger arbeiten. aber das ist es mir wie gesagt nicht wert.

    zu der frage nach der pension: so genau weiß ich das nicht, ich müsste nochmal nachfragen.

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