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  1. Get a life!

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    hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    wie schafft ihr das?

    ich komme immer wieder zu dem punkt, dass ich trotz großer wut immer wieder verzeihe und nachgebe.

    z.b. hat eine freundin mich nach einer reise 40 km von zuhause abgesetzt, nach dem mott "ich hab keinen bock, wegen dir nen umweg zu machen. schau, wie du nach hause kommst. dich kann ja jemand abholen. hauptsache, ich hab keine stress." ich würde trotzdem eher stress auf mich nehmen, bevor ich jemand anderen damit belaste.

    oder wenn jemand mir keine priorität einräumt und nur zeit für mich hat, wenn sich nichts besseres ergibt, ich diese person aber gerne sehen würde. auch grade bei männern. mir fällt es unfassbar schwer, dann auch mal nein zu sagen und nicht verfügbar zu sein. lasse dann sogar eher andere dinge sausen.

    und wenn ich dann doch mal nein sage, fühle ich mich hinterher schlecht und habe das gefühl, alles kaputt gemacht zu haben.

    wie geht man damit um? ich kann doch nicht mein leben lang immer nur für andere verfügbar sein :/. wie lernt man das? musstet ihr das überhaupt lernen oder habt ihr da einen natürlichen reflex? wie fühlt der sich an? nach wut? nach stolz? und sind euch die konsequenzen egal, die sich möglicherweise daraus ergeben könnten?

    erzählt mal.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  2. Stranger

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Hm, ich kenn das schon auch, allerdings ist es bei mir inzwischen tatsächlich besser geworden.

    Bzgl. "nein sagen" hilft m.M.n. tatsächlich "nur" üben. Es immer wieder tun, merken, dass i.d.R. nicht Schlimmes passiert. Ist ja bei den meisten Ängsten so, dass sie weniger werden, je öfter man sich damit konfrontiert. Ich bekomme zwar auch oft noch ein schlechtes Gewissen hinterher. Das hinterfrage ich dann immer, so nach dem Motto: "Hast du dich jetzt WIRKLICH falsch verhalten? Oder bist du nur für deine Bedürfnisse eingestanden?" und wenn ich zu dem Schluss komme, dass ich zu recht ein schlechtes Gewissen habe (und nur dann!), gehe ich doch nochmal auf den anderen zu, und erkläre meine Situation/ entschuldige mich.
    Man muss halt auch lernen, mal nicht von allen gemocht zu werden. Das fällt mir daran glaub ich so schwer.

    Und bzgl. "Menschen, die einem nicht gut tun"/ "Menschen, denen ich anscheinend nicht so wichtig bin": da bin ich seit einem guten Jahr richtig rigoros. Es ist mir einfach nicht wert, sowas mitzumachen oder auch mich drüber aufzuregen. Ich denke mir inzwischen immer: Ich widme meine Zeit lieber den Menschen, die mich mögen und sich ebenfalls Zeit für mich nehmen. Und für diese Menschen bin ich dann auch dankbar und weiß sie umso mehr zu schätzen.
    Mir gehts erstaunlich gut damit, ich bin da viel entspannter geworden. Ich bin nicht mal mehr groß wütend über solche Leute, denn allein das wütend-werden würde mich zu viel Zeit und Nerven kosten

  3. Ureinwohnerin

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    War das ausgemacht, dass die Freundin dich heimbringt? Oder ist sie stillschweigend davon ausgegangen, dass du den Rest des Weges allein bestreitest und du hast stillschweigend angenommen, dass sie dich heimbringt? Mal eben 40km Umweg finde ich keine Kleinigkeit und ich hätte an deiner Stelle wohl von alleine angeboten, selber weiterzufahren (und das nicht aus Höflichkeit und in der Erwartung, dass das Angebot abgelehnt wird). Also, in der Annahme, dass das irgendwie öffentlich machbar ist/dass ich mein eigenes Auto dort abstellen kann.

    Wenn es anders abgesprochen war, ist ihr Verhalten natürlich krass unhöflich und ichbezogen.

  4. Get a life!

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    weder noch.

    ich bin zu ihr nach lissabon geflogen, hatte also keine möglichkeit, mein auto dort abzustellen. wir sind dann mit dem auto zurückgefahren. 2700 km. da wäre es auf die 40 auch nicht mehr angekommen. und ich hätte sie nach hause gefahren, ohne drüber zu sprechen. das wäre für mich selbstverständlich gewesen, wenn sie zwei große taschen dabei hat, die man tragen muss (einen trolley konnte ich wegen des platzes nicht mitnehmen, das hatte sie mir extra gesagt). öffentlich wäre umständlich möglich gewesen, mit der bahn in die nächste große stadt und dann mit dem zug weiter. zuerst hat sie dann widerwillig gesagt, dass sie mich ja irgendwo hinbringen kann, also an die bahnstation. davon war aber später auch keine rede mehr. und sie ist einfach davon ausgegangen, dass meine eltern mich ja holen können. als ich ihr vorgeschlagen habe, dass sie mich an einer raststätte absetzt, die meinen eltern den weg erleichtert hätte, sagte sie "also nee, da muss ich mich ja in den stau stellen." in dem dann meine eltern standen.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  5. Regular Client

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Ich hätte meine Freundin zwar heimgefahren, fände es aber schon komisch, wenn sie stillschweigend davon ausgegangen wäre.

  6. Inaktiver User

    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    .
    Geändert von Inaktiver User (15.10.2018 um 21:18 Uhr)

  7. Ureinwohnerin

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Ja, ich finde eigentlich auch, dass es dein Job gewesen wäre, im Vorfeld zu organisieren, wie du von ihrem Wohnort aus weiterkommst, und sei es nur in Form von „Sag mal, könntest du mich dann noch heimfahren? Von X kommt man so schlecht nach Y.“ Also, ihr Verhalten klingt schon unfreundlich, aber vielleicht war sie umgekehrt auch von deiner stillschweigenden Erwartung genervt?

  8. Member

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Ich kenne das sehr gut. Das Helfersyndrom und auch, dass ich manchmal falsch von Dingen ausgehe, weil sie für mich selbstverständlich sind, aber eben nicht für die meisten anderen.
    Wichtig ist und bleibt dabei, dass du dich nicht dafür beschuldigst. Nun, das ist leichter gesagt als getan, denn auch ich falle gerne in diese Art der Opferrolle. Aber mittlerweile bin ich mir schnell dessen bewusst und kann dieses einengende, verunsichernde Gefühl schneller abschütteln als früher.
    Das Wort Opferrolle sollte dich jetzt auch nicht irritieren oder wütend machen (btw: Weinst du schnell, wenn du wütend wirst?). Für uns sind gewisse Dinge selbstverständlich, für die Mehrheit der Menschen aber nicht. Zumindest trifft das auf mich zu und ich vermute, auch auf dich. Ich helfe sehr gerne. Nicht, um Lob und Anerkennung zu bekommen. Mein Lob und Anerkennung ist es, wenn sich mein Gegenüber freut. Wenn ich gerade ehrlich bin, ist es genau _das_, was mich erfüllt. Der Rest sind Nebensächlichkeiten.
    Wenn du dich darin wiederfindest, kann ich dir vielleicht. Tipps geben, besser damit umgehen zu lernen.
    1. Du bist du - und das ist verdammt cool
    2. Deswegen: Verbiege dich nicht so sehr, dass es dir weh tut
    3. Wenn du zu viel erwartet hast, sei kurz ein bisschen traurig oder wütend, zuck mit den Schultern und denk dir, dass es vielleicht für manche ein Fehler war, so zu erwarten,
    4. Verändere dich aber deswegen nicht so sehr, dass es dir weh tut.

    Ich habe von deinen Sorgen auch im anderen Thread gelesen. Du hast richtig gehandelt, wenn du dir auch Vorwürfe machst. Wenn du das Gefühl hast, dass dir jemand die Energie heraussagt oder auf dir herumtrampelt, dann mache dicht.
    Okay, vielleicht nicht Tabularasa, was ich dummerweise getan habe. Mein Problem war, dass ich mich lange Zeit sehr, sehr, sehr verbogen habe, dass ich gefühlt kurz vorm Durchbrechen war. Ich brauchte ein paar Wochen und Monate meine gänzliche Ruhe vom "bisherigen Leben" und habe dabei zu viele Verbindungen gekappt. Das kann ich dir also nicht empfehlen.

    Aber sei einfach du selbst, mit dem Wissen, dass du für viele Leute gänzlich seltsam bist. Das ist aber halt so. Versuche, nicht so viel von anderen zu erwarten, wie du für andere machen würdest. Es ist meistens keine Bosheit, sondern Unwissen oder andere Belanglosigkeiten, die dir aber ungemein weh tun (wie gesagt, sofern du ähnlich wie ich bist).






  9. V.I.P.

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Was bei mir geholfen hat: sich trauen nein zu sagen und dann festzustellen, dass die Reaktionen gar nicht so schlimm sind. Das gab mir mehr und mehr Sicherheit.
    Wer immer in den Himmel schaut,
    wird nie etwas auf der Erde entdecken.


    "Wenn du dich auf die Waage stellst kommt eine Handynummer heraus!"

  10. Member

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Ja, ich finde eigentlich auch, dass es dein Job gewesen wäre, im Vorfeld zu organisieren, wie du von ihrem Wohnort aus weiterkommst, und sei es nur in Form von „Sag mal, könntest du mich dann noch heimfahren? Von X kommt man so schlecht nach Y.“ Also, ihr Verhalten klingt schon unfreundlich, aber vielleicht war sie umgekehrt auch von deiner stillschweigenden Erwartung genervt?
    Genau das war auch mein Gedanke.

  11. Get a life!

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    naja. es war überhaupt nicht klar, inwiefern wir nicht an meinem wohnort vorbeikommen, von daher hat sich da vorher keine gedanken drüber gemacht. es war also nicht mal klar, dass wir zu ihr nach hause fahren und ich dann weiterkommen muss. vielleicht war ihr das klar, dann wiederum hätte ich von ihr aber die weitsicht erwartet, mal nachzufragen, wie wir das machen.

    wie gesagt, für mich wäre es an ihrer stelle selbstverständlich gewesen, die route so anzupassen, dass sie da keinen stress hat, wenn man eh schon unterwegs ist, abgesehen davon, dass ich immer fahre, wenn wir sonst im urlaub sind und hier auch drauf achte, dass sie nicht mehr stress hat als ich bzw. dass es zumindest ausgeglichen ist. plus, ich komme immer in ihre stadt, wenn wir uns treffen. jeder, der sie kennt, fand es unfassbar unverschämt von ihr, als ichd as erzählt habe. von daher scheine ich nicht so ganz falsch zu liegen. und nein, ich bewundere sie nicht dafür, weil ich so nicht sein möchte. ich finde eher schwach von mir, dass ich ich das einfach hingenommen habe.

    ich will aber überhaupt nicht auf diesem beispiel rumreiten, darum gehts hier nicht.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  12. Get a life!

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Zitat Zitat von VITRIOL Beitrag anzeigen
    Ich kenne das sehr gut. Das Helfersyndrom und auch, dass ich manchmal falsch von Dingen ausgehe, weil sie für mich selbstverständlich sind, aber eben nicht für die meisten anderen.
    Wichtig ist und bleibt dabei, dass du dich nicht dafür beschuldigst. Nun, das ist leichter gesagt als getan, denn auch ich falle gerne in diese Art der Opferrolle. Aber mittlerweile bin ich mir schnell dessen bewusst und kann dieses einengende, verunsichernde Gefühl schneller abschütteln als früher.
    Das Wort Opferrolle sollte dich jetzt auch nicht irritieren oder wütend machen (btw: Weinst du schnell, wenn du wütend wirst?). Für uns sind gewisse Dinge selbstverständlich, für die Mehrheit der Menschen aber nicht. Zumindest trifft das auf mich zu und ich vermute, auch auf dich. Ich helfe sehr gerne. Nicht, um Lob und Anerkennung zu bekommen. Mein Lob und Anerkennung ist es, wenn sich mein Gegenüber freut. Wenn ich gerade ehrlich bin, ist es genau _das_, was mich erfüllt. Der Rest sind Nebensächlichkeiten.
    Wenn du dich darin wiederfindest, kann ich dir vielleicht. Tipps geben, besser damit umgehen zu lernen.
    1. Du bist du - und das ist verdammt cool
    2. Deswegen: Verbiege dich nicht so sehr, dass es dir weh tut
    3. Wenn du zu viel erwartet hast, sei kurz ein bisschen traurig oder wütend, zuck mit den Schultern und denk dir, dass es vielleicht für manche ein Fehler war, so zu erwarten,
    4. Verändere dich aber deswegen nicht so sehr, dass es dir weh tut.

    Ich habe von deinen Sorgen auch im anderen Thread gelesen. Du hast richtig gehandelt, wenn du dir auch Vorwürfe machst. Wenn du das Gefühl hast, dass dir jemand die Energie heraussagt oder auf dir herumtrampelt, dann mache dicht.
    Okay, vielleicht nicht Tabularasa, was ich dummerweise getan habe. Mein Problem war, dass ich mich lange Zeit sehr, sehr, sehr verbogen habe, dass ich gefühlt kurz vorm Durchbrechen war. Ich brauchte ein paar Wochen und Monate meine gänzliche Ruhe vom "bisherigen Leben" und habe dabei zu viele Verbindungen gekappt. Das kann ich dir also nicht empfehlen.

    Aber sei einfach du selbst, mit dem Wissen, dass du für viele Leute gänzlich seltsam bist. Das ist aber halt so. Versuche, nicht so viel von anderen zu erwarten, wie du für andere machen würdest. Es ist meistens keine Bosheit, sondern Unwissen oder andere Belanglosigkeiten, die dir aber ungemein weh tun (wie gesagt, sofern du ähnlich wie ich bist).
    danke dir.

    ja, etwa so fühlt sich das an. ich hab ein großes problem mit wut und weine dann eher als mal laut zu werden.

    seltsam sein will ich eigentlich nicht :/. ich denke immer, dass das vielleicht ausgeglichener wäre, wenn ich öfter mal (ruhig) sage, was mir nicht passt, anstatt alles zu schlucken und dann ein mal komplett auszurasten.

    viel schwerer ist aber für mich, das dann auszuhalten, dass es dann vielleicht auch mal streit gibt. und dazu zu stehen, dass es ok war, kritik zu äußern, weil jemand meine grenzen überschritten hat. ich hab kein bauchgefühl dafür, wann das ok ist und wann ich übertreibe. obwohl das natürlich was komplett individuelles ist.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  13. Addict

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    ja, etwa so fühlt sich das an. ich hab ein großes problem mit wut und weine dann eher als mal laut zu werden.

    seltsam sein will ich eigentlich nicht :/. ich denke immer, dass das vielleicht ausgeglichener wäre, wenn ich öfter mal (ruhig) sage, was mir nicht passt, anstatt alles zu schlucken und dann ein mal komplett auszurasten.

    viel schwerer ist aber für mich, das dann auszuhalten, dass es dann vielleicht auch mal streit gibt. und dazu zu stehen, dass es ok war, kritik zu äußern, weil jemand meine grenzen überschritten hat. ich hab kein bauchgefühl dafür, wann das ok ist und wann ich übertreibe. obwohl das natürlich was komplett individuelles ist.
    Das ist so wahr und war lange bei mir genauso. Wenn ich nicht zu meinen Bedürfnissen stehe, zb in einer Beziehung und dem anderen aus Angst vor Ablehnung alles Recht machen möchte, staut sich in mir alles so lange auf, bis ich platze oder zickig werde.
    Auch wachsen meine eigenen Erqartungwn an den anderen. Aus meiner Sicht mache ich ja alles für den anderen also soll auch bitte genug zurück kommen! Zusätzlich verliere ich den Respekt vor mir selber in so einer Spirale denn eigentlich hätte ich natürlich ein ausgeglichenes geben und nehmen.
    Ich denke, dass auch das Gegenüber häufig den Respekt in so einer Konstellation verliert.

    Es läuft bei mir immer noch nicht super rund, meine Bedürfnisse erstmal zu erkennen und dann zu kommunizieren fällt mir immer noch echt schwer.
    Was mir geholfen hat war zu realisieren dass nichts schlimmes passieren wird. Lass los, atme tief durch und bleib bei dir. Vergiss deine Angst vor Ablehnung, du wirst es so oder so nicht verhindern können. Je mehr du dich dagegen wehrst umso mehr wird es eintreten. Und, das wichtigste ist doch, dass du am Ende des Tages mit dir selbst glücklich bist. Du wirst nie erreichen dass dich jemand mag nur weil du dich verbiegst. es klingt so ausgelutscht aber das wirklich wirklich zu verstehen hat mir so viel mehr Zufriedenheit gebracht.

    In deinem posting sprichst du ja vor allem von Freundschaften und Männern, das sind natürlich lebensbestimmende Themen.
    Vielleicht versuchst du es erstmal im kleinen, in Situationen die dir nicht viel bedeuten?
    Lass deine Bedenken los und kommuniziere dich selbst, deine Meinung, deine Gefühle, hör nur auf dich. Ohne daran zu denken, wie der andere reagieren könnte und welche Konsequenzen das für dich hat.

    Dieses Jahr haben mir dabei drei Dinge geholfen.
    Zum einen Sport, vor allem Yoga.
    Dann das Buch „the subtle Art of not giving a fuck“
    Und Videos von Matthew Hussey, der eigentlich „dating Experte“ ist, aber ich finde, seine Denkansätze berühren immer wieder dein/mein Problem und haben mir persönlich so viel geholfen. Ich habe wochenlang wirklich fast jeden Tag eines seiner Videos geguckt, manche mehrmals weil er so schön deutlich vermittelt, wie wichtig es ist seinen eigenen persönlichen Standard in Beziehungen zu erhalten.

    Ich hoffe, du kannst Schritte in die richtige Richtung gehen, Trau dich einfach
    Ich weiß auf jeden Fall sehr genau, wie hilflos man sich fühlen kann!

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

  14. Addict

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Oh eine Sache ist mir noch eingefallen. Ist mir etwas unangenehm, vielleicht nehme ich es später wieder raus 😉

    Bei meiner letzten (und tatsächlich mit Abstand erfolgreichsten Kennenlerngeschichte der letzten drei Jahre) hat mir ein „System“ geholfen, das ich angewendet habe, um zu verhindern dass ich wieder in dieses Über-investieren reinrutsche.
    Und zwar habe ich die ersten Wochen immer aufgeschrieben, wer sich bei wem wie gemeldet hat, ganz neutral und objektiv, ohne interpretiere etc.
    Und habe dann versucht, es ganz nüchtern als Investition und ausgeglichenen Handel zu betrachten. Und bei dem leisesten negativem Bauchgefühl habe ich aufgehört zu investieren, habe auf ihn nett reagiert aber es erstmal dabei belassen bis wieder mehr von ihm kam.

    Vermutlich hört sich das manipulativ und unromantisch an aber ich musste mich einfach mal schützen, vor diesem ständigen über-investieren ohne dass der andere sich jegliche Mühe gegeben hat und ohne dass er es verdient.
    Denn jemanden den ich gerade erst kennengelernt habe, sollte erstmal beweisen, dass er es tatsächlich wert ist.

  15. Member

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Sorry, aber ich muss es jetzt noch mal aufgreifen, weil da schon paar Sachen sind, die mmn bisschen der Knackpunkt bzw das Problem sind:

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    naja. es war überhaupt nicht klar, inwiefern wir nicht an meinem wohnort vorbeikommen, von daher hat sich da vorher keine gedanken drüber gemacht. es war also nicht mal klar, dass wir zu ihr nach hause fahren und ich dann weiterkommen muss. vielleicht war ihr das klar, dann wiederum hätte ich von ihr aber die weitsicht erwartet, mal nachzufragen, wie wir das machen.
    Das ist doch hier ein klassisches Kommunikationsproblem. Wenn etwas unklar ist, sprich es einfach an und mach nicht folgenden Fehler:

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    wie gesagt, für mich wäre es an ihrer stelle selbstverständlich gewesen, die route so anzupassen, dass sie da keinen stress hat .
    Du gehst halt von dem aus, was du tun würdest, aber damit, dass das dann auch immer so eintrifft, würde ich nicht rechnen. Dann ist hinterher die Argumentation auch echt schwierig, weil vorher einfach keine klare Aussage getroffen wurde.

  16. Get a life!

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    traumregen. danke für deine postings. ich hab damit auch schon angefangen, ich kann es nur nicht durchweg anwenden :/. das buch werd ich mir anschauen, danke. und lustig, dass dumatthew hussey erwähnst, dem finde ich auch sehr sehr gut. auch wenn mich seine verkaufsvideos, die sich so ewig in die länge ziehen, echt nerven. klar, er will profit machen und ich bin auch sehr neugierig auf sein "kkep the guy" programm, aber an der stelle, an der man dann mehrere hundert dollar investieren soll, beschleicht mich dann doch immer wieder das gefühl, dass es nicht sein kann, dass er der allwissende frauenversteher ist . am liebsten würd ich ja mal dieses camp in florida mitmachen, das darf man aber glaub ich nicht laut sagen....

    das mit der liste ist gut, das sollte ich auch mal machen.

    fast lustig ist, dass ich einen mann kennengelernt hab, der mir am anfang sowas von egal war, sodass ich ihm meine fieseste seite gezeigt habe, die ich sonst echt gut verstecke. und genau dafür mag er mich. und das fühlt sich so gut an. seit er mich aber mehr interessiert, kontrolliere ich wieder sämtliche dinge, die ich sage, tue, anziehe usw. und seitdem ist es schwierig. das ist so ein deutliches beispiel und trotzdem verfalle ich wieder in dieses muster. das ist echt bescheuert.

    und ja, du sagst das ganz richtig: je mehr man gefallen will, um jemanden zu halten, desto weiter treibt man ihn von sich weg und es tritt das ein, was man befürchtet: verlassen zu werden.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  17. V.I.P.

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Curiosity hat da glaub ich nen guten Punkt. Bedürfnisse äußern, ist wichtig. Klar es mag einem logisch vorkommen, weil man selbst das halt so gemacht hätte. Aber stark wäre nicht beleidigt sein, weil andere anders handeln (und deine Freundin war unhöflich, das seh ich auch so), stark wäre den anderen anzuvertrauen, was du möchtest.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  18. Get a life!

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Zitat Zitat von curiosity Beitrag anzeigen
    Sorry, aber ich muss es jetzt noch mal aufgreifen, weil da schon paar Sachen sind, die mmn bisschen der Knackpunkt bzw das Problem sind:



    Das ist doch hier ein klassisches Kommunikationsproblem. Wenn etwas unklar ist, sprich es einfach an und mach nicht folgenden Fehler:



    Du gehst halt von dem aus, was du tun würdest, aber damit, dass das dann auch immer so eintrifft, würde ich nicht rechnen. Dann ist hinterher die Argumentation auch echt schwierig, weil vorher einfach keine klare Aussage getroffen wurde.
    ok, das war ein schlechtes beispiel. vielleicht muss man die person auch kennen, um das richtig einschätzen zu können. wie gesagt, jeder, der sie kennt, sagt "das ist wieder typisch....". und es ist wohl eher die anhäufung solcher situationen, die einen "wtf?" denken lassen. und dass ich ihr in all den jahren nie den spiegel vorgehalten habe und sie gefragt habe, ob sie das eigentlich ernst meint. bzw. wenn ich es getan hab - und damit wären wir wieder beim kernproblem - hat sie sich natürlich gewehrt und mir gesagt, was ich für eine schlechte freundin bin, bis ich wieder hinterfragt habe, ob ich nicht doch übertreibe. aber offenbar hat sie da meine grenzen überschritten und dazu muss ich stehen lernen.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  19. Get a life!

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Curiosity hat da glaub ich nen guten Punkt. Bedürfnisse äußern, ist wichtig. Klar es mag einem logisch vorkommen, weil man selbst das halt so gemacht hätte. Aber stark wäre nicht beleidigt sein, weil andere anders handeln (und deine Freundin war unhöflich, das seh ich auch so), stark wäre den anderen anzuvertrauen, was du möchtest.
    ja, fairer punkt. ich bin schlecht darin, von anderen was zu verlangen, das ihnen umstände bereitet. und bei dieser freundin weiß ich halt zudem noch (also jetzt im nachhinein, da sie das ja offenbar nicht mal in erwägung gezogen hat), dass sie mir unmissverständlich zeigen würde, dass sie darauf keinen bock hat. sehr wohl aber anderen zumutet, dass sie noch größere scherereien haben deswegen. und das ist ne denkweise, die mir völlig fremd ist.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  20. V.I.P.

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    AW: hart bleiben, wenn einem dinge nicht gut tun

    Weißte, wenn die so ne idiotin ist, dass sie dir auf Nachfrage nicht helfen mag, dann kannste beleidigt sein. Gar keine Frage. Aber dann schnallt sie das auch eher. Dann ist da nämlich auch ein gegenüber und nicht nur ein Schatten.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

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