+ Antworten
Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 80 von 103
  1. V.I.P. Avatar von finessa
    Registriert seit
    30.07.2001
    Beiträge
    15.685

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Das freut mich sehr, dass es dir ein wenig weitergeholfen hat
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  2. Alter Hase Avatar von ~snow06~
    Registriert seit
    03.07.2008
    Beiträge
    7.602

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Hey, das hat mir nicht nur ein bisschen geholfen, sondern sehr viel!
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  3. V.I.P. Avatar von finessa
    Registriert seit
    30.07.2001
    Beiträge
    15.685

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Schön!

    Wie geht es euch bzw. dir mittlerweile?
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  4. Alter Hase Avatar von ~snow06~
    Registriert seit
    03.07.2008
    Beiträge
    7.602

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Gut eigentlich... also es gibt natürlich ups and downs. Wir wahren zusammen fünf Tage bei einer Hochzeit im Ausland und das habe ich sehr genossen. Das ist dann eben auch so eine Situation, in der man sehr den eigenen Bedürfnissen nachgehen kann und wenig danach ausgerichtet ist, irgendwelche Erwartungen von außen zu erfüllen, egal von wem sie kommen...

    Übrigens muss natürlich auch sie manchmal meine schlechten Gefühle aushalten. Wobei ich kein Mensch bin, der sich viel beklagt (auf jeden Fall nicht über körperliche Schmerzen), aber gestern Abend war ich zum Beispiel sehr nervös und ängstlich wegen einer Deadline und sie konnte das gut auffangen und mir sogar hilfreiche Tipps geben...
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  5. Enthusiast Avatar von wunder
    Registriert seit
    21.11.2017
    Beiträge
    779

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ich les mal ein bisschen in diesem Thread rum, und hoffe, dass es mir weiterhilft. Ich bin traurig. Ich bin jetzt ganz frisch mit jemandem zusammen, und er jammert. Und ich habe das Gefühl, ich kann keinen Mann glücklich machen. Weil ich's doch immer auf mich beziehe, ich kann's nicht abschalten.

  6. Enthusiast Avatar von jadore
    Registriert seit
    16.12.2006
    Beiträge
    818

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Warum jammert er denn, wunder?

  7. Enthusiast Avatar von wunder
    Registriert seit
    21.11.2017
    Beiträge
    779

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Wegen der Arbeit.. er mag seinen Job aber wenn dann doch mal irgendwas ist, Stress, oder jemand sagt was blödes, erzählt er es lang und breit mir, im WhatsApp.. ist dann immer gleich richtig angepisst..
    Und dann hat er leider noch was chronisches, was ihn schon beeinträchtigt und wo er noch nicht gelernt hat, damit zu leben, bzw drumrum zu leben, sondern sich extrem reinsteigert und zwanghaft verhält. Ich verurteile das nicht, ich kann's schon nachvollziehen aber es ist halt viel für mich zu tragen wenn er das positive so gar nicht erwähnt.. Ist man nicht eigentlich ein bisschen glücklich, wenn man einen neuen Partner hat..?

  8. Enthusiast Avatar von jadore
    Registriert seit
    16.12.2006
    Beiträge
    818

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ich finde auch, dass das etwas seltsam anmutet, da ihr ja grad erst ganz frisch zusammen seid. Klingt so, als würde er es jetzt schon für selbstverständlich befinden, dich regelmäßig mit verschiedenen Themen zuzujammern? Ich will das nicht generell verurteilen, aber wenn ich an meine beziehungsanfänge denke, dann denke ich an verliebtheit, aufregung, sich dem anderen von der bestmöglichen seite präsentieren zu wollen etc. - eben eine aufregende Spannung, in der man sich mit dem (ja auch eher nicht so erotischen) jammern zurückhält. Daher würde mich das skeptisch stimmen, aber vielleicht ist er da auch einfach anders gestrickt?!

  9. V.I.P. Avatar von felissi
    Registriert seit
    16.02.2013
    Beiträge
    12.479

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    wunder ach wie schade. es würde mich wohl auch traurig machen, wenn mein partner sich immer bei mir ausjammert und tolles nicht erwähnt.
    ist man nicht eigentlich ein bisschen glücklich...hm, viele sind bestimmt glücklich und wieder andre tun sich möglicherweise schwer damit, es zu zeigen. unter umständen zeigt dein partner dir somit sein vertrauen und ist glücklich jemanden an seiner seite zu wissen, dem er alles erzählen kann.
    ohne ihn zu fragen, werden wir es nicht erfahren. glück definiert sich für jede person anders und so wie du es für dich wahrnimmst muss es nicht zwangsläufig für dein gegenüber sein.
    du kannst natürlich die schuld auf dich nehmen, indem du meinst, niemanden glücklich machen zu können. ich glaube halt, jede/r ist seines eigen glückes schmied. laste dir nicht die verantwortung auf, für sein wohlbefinden alleine verantwortlich zu sein.
    wie hättest du es denn gerne, dass es läuft?
    siehst du eine möglichkeit, ihm in ich botschaften mitzuteilen, dass es eine belastung für dich ist, wenn er ur über negatives spricht? vielleicht wäre es möglich, dass ihr ein zeitfenster einplant, wie lange er über die negativen erlebnisse des tages sprechen kann und dann soll er dir von den positiven begebenheiten berichten. das könnte anfangs natürlich schwierig sein, das braucht ein bisschen übung.
    wie lange seid ihr denn zusammen? Ist dir das vorher schon aufgefallen oder kam das überraschend?
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  10. Foreninventar Avatar von cyan
    Registriert seit
    26.01.2002
    Beiträge
    57.142

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ja, gut, sie sind erst frisch zusammen und das Jammern macht ihn nicht unbedingt attraktiver. Aber wenn man dem Partner nichts von solchen Belastungen erzählen darf - wem dann?

    Und zu dem „er erwähnt das positive nicht“ - das fände ich jetzt aber auch ein bisschen krampfig, wenn es mir gerade nicht gut geht und ich soll mir dann regelmäßig was positives zum drüber reden aus den Fingern saugen, obwohl mir der Sinn gerade nicht danach steht. Bzw soll mir jedes Mal vorher überlegen, ob das zumutbare Maß an negativem für heute vielleicht schon überschritten ist.

    Und ja, ich bin die andere Seite so einer Geschichte. :P


  11. Fresher Avatar von Kokosring
    Registriert seit
    21.11.2018
    Beiträge
    207

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Das hört sich anstrengend und belastend an.
    Ich kenne es etwas ähnlich von meiner Schwester. Je enger wir sind, desto mehr Schlechtes erzählt sie mir, jammert rum, kotzt sich bei mir aus. Ich glaube, sie hat ein großes Bedürfnis nach außen als "unproblematisch" und gut gelaunt zu wirken und kann nur bei sehr vertrauten Personen "sie selbst" sein, sich fallen lassen und eben auch negatives rauslassen. Ich finde es trotzdem oft anstrengend, auch weil ich nicht so recht weiß, wie ich darauf reagieren soll (ermutigend? lediglich zuhören?). Andererseits ist es eben auch eine Art Vertrauensbeweis bzw. von ihr aus nichts schlechtes mir gegenüber.

  12. V.I.P. Avatar von felissi
    Registriert seit
    16.02.2013
    Beiträge
    12.479

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    cyan stimmt. so hab ich es noch nicht gesehen. danke für die sichtweise.
    ich denke, wenn der partner sich immer wieder mal auskotzt, klar, das darf ne partnerschaft aushalten. da muss auch nix positives kommen. das kann schon auch n zeiterl dauern, keine frage.
    ausschließlich und ständig, jedes einzelne mal wäre mir, auch gerade am anfang, zu viel.

    mein zugang ist, manchmal checkt man selbst gar nicht, wie lange man sich auskotzt und wie sehr man sich da reinsteigert. natürlich braucht man das auch mal, keine frage. es sollte halt nur nicht zur belastung des andren werden. da könnte mir dann ein klärendes gespräch helfen, wie man sich die beziehung vorstellt, wo meine grenzen sind. wie lange kann ich zuhören, kann ich mich abgrenzen und wie stelle ich mir eine beziehung vor. möchte der andre meine hilfe oder will der andre mal "nur" jammern. mein persönliches no go ist eine therapeutische beziehung, wo ich den eindruck habe, ich bin permanent für das wohlbefinden meines partnes zuständig. das ist mir zu viel verantwortung.

    ein exfreund hat mich, wenn ich heimgekommen bin und wasserfallartig über die arbeit geschimpft habe (manchmal hab ich mich mehr u mehr reingesteigert, manchmal war es für mich dann zwar gut, aber mein ex war komplett ausgelaugt) - manchmal einfach wirklich unterbrochen und mich gefragt, was heute tolles passiert ist ob es denn etwas gab, was mich erfreut hat. mir hat das tatsächlich geholfen, meinen blick auch mal zu verändern und meine schimpftirade zu stoppen. luft zu holen.
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  13. Get a life! Avatar von Delisha
    Registriert seit
    14.06.2003
    Beiträge
    62.846

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    mein persönliches no go ist eine therapeutische beziehung, wo ich den eindruck habe, ich bin permanent für das wohlbefinden meines partnes zuständig. das ist mir zu viel verantwortung.
    Ja so sehe ich das auch. Grundsätzlich höre ich mir Gejammer gerne an und es gehört auch dazu. Aber wenn der andere von mir quasi therapeutische Unterstützung von mir benötigt, dann ist es mir zuviel. Ich kann niemanden retten.
    I will dance
    when I walk away

  14. Member Avatar von Anin
    Registriert seit
    11.05.2001
    Beiträge
    1.753

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Ich hab vor ca. 1.5 Jahren jemanden kennengelernt, beim 3. o. 4. Date hat er mir dann seine "Geschichte" (hart betrogen worden, Trennung, entsprechende finanzielle Probleme etc.) offenbart. Alles sehr sehr heftig. Habe mich nach lockerer Phase (mit Bedenken, dass mir das zu viel Drama ist) doch ernster auf ihn eingelassen. Bereue das auch nicht, weil er ein sehr lieber, netter Mensch ist.
    Jedoch ist es manchmal zu krass für mich, alles aufzufangen. Dann fühle ich mich wie die "Müllkippe", auf der alle Probleme ungefiltert abgeladen werden. Er denkt überhaupt nicht nach, was das für mich bedeutet und leitet u.a. Anwaltsschreiben, whatsapp etc. direkt weiter. Das habe ich bereits angesprochen. Ich habe mal ein Treffen abgesagt, da vorher per whatsapp nur "Gejammer" kam und es mir an dem Tag selbst nicht toll ging. Ich habe mich zwar auf ihn gefreut, aber wusste, dass ich maximal abgenervt sein würde, wenn er dann nur stundenlang seine Probleme ablädt. Habe ich kommuniziert und mache das in Zukunft weiterhin, wenn es mir zu viel wird.
    Klar, auf der anderen Seite kann man sagen: Wie toll, er vertraut dir alles an, ist das nicht schön?
    In Summe denke ich, dass man sehr genau auf sich hören muss um zu erkennen, was man verkraftet.

  15. Enthusiast Avatar von wunder
    Registriert seit
    21.11.2017
    Beiträge
    779

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Danke euch.
    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    wunder ach wie schade. es würde mich wohl auch traurig machen, wenn mein partner sich immer bei mir ausjammert und tolles nicht erwähnt.
    ist man nicht eigentlich ein bisschen glücklich...hm, viele sind bestimmt glücklich und wieder andre tun sich möglicherweise schwer damit, es zu zeigen. unter umständen zeigt dein partner dir somit sein vertrauen und ist glücklich jemanden an seiner seite zu wissen, dem er alles erzählen kann. ohne ihn zu fragen, werden wir es nicht erfahren. glück definiert sich für jede person anders und so wie du es für dich wahrnimmst muss es nicht zwangsläufig für dein gegenüber sein.
    Das trifft's ganz gut..

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    du kannst natürlich die schuld auf dich nehmen, indem du meinst, niemanden glücklich machen zu können. ich glaube halt, jede/r ist seines eigen glückes schmied. laste dir nicht die verantwortung auf, für sein wohlbefinden alleine verantwortlich zu sein.
    wie hättest du es denn gerne, dass es läuft?
    Danke.
    Das mit dem Glücklichmachen war jetzt so ein beängstigender Gedankengang von mir, den hatte ich schon öfter über Männer. Das ist eine Grundangst von mir, nicht gut genug zu sein, um ihn glücklich zu machen, aber es ist Quatsch..
    Wie hätte ich gern, das es läuft... Ich hätte glaub ich gerne, dass wir zusammen ein bisschen eine rosarote Brille aufhaben, in der uns Stress weniger belastet als sonst. Für ein paar Monate. Das wäre schön. So ist das ja bei vielen am Anfang. Dass man aufgeregt ist und happy und albern und vieles andere in den Hintergrund tritt. An dem Tag, wo wir ein bisschen über "uns" geredet haben und uns zum ersten mal auch als Paar bezeichnet haben, hatte es den Anschein, dass es genau so ist oder wird.

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    siehst du eine möglichkeit, ihm in ich botschaften mitzuteilen, dass es eine belastung für dich ist, wenn er ur über negatives spricht? vielleicht wäre es möglich, dass ihr ein zeitfenster einplant, wie lange er über die negativen erlebnisse des tages sprechen kann und dann soll er dir von den positiven begebenheiten berichten. das könnte anfangs natürlich schwierig sein, das braucht ein bisschen übung.
    Ich hab das versucht.. es hat ihn traurig gemacht. Wir haben dann zwar bei der einen Thematik vereinbart, (kam von ihm), dass er etwas weniger in's Detail geht, weil ich in einer Situation total hilflos und überfordert war und absolut nichts mehr beisteuern konnte.. also ich hab ihm versichert, dass er mir schon sagen kann, wenn's ihm gesundheitlich nicht gut geht, und ich für ihn da bin, aber ich kann halt mit zu vielen Werten und Zahlen und Kurven und Statistiken irgendwann nichts mehr anfangen und nichts hilfreiches mehr sagen.. Aber dass es mit der Arbeit und sonstigem Stress ähnlich ist, trau ich mich momentan nicht zu sagen, weil er schon echt sensibel ist. Er hatte da letztens Angst, dass ich deswegen wieder gehen könnte. Und Angst machen will ich ihm ja auch nicht.

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    wie lange seid ihr denn zusammen? Ist dir das vorher schon aufgefallen oder kam das überraschend?

    1 Monat? Vorher war ein Date, bei dem er so negativ war, danach hätte ich auch echt nicht mehr damit gerechnet, dass wir zusammenkommen, aber bei den anderen Treffen danach, war alles gut. Und eine längere WhatsApp-Konversation, bevor wir zusammen waren, gab's auch.. Also ja, es hat sich schon ein bisschen abgezeichnet.
    Einmal, auch bevor wir zusammen waren, wollte er wissen, auf welchen Typ Mann ich so stehe und ich habe unter anderem erwähnt, dass ich auf Optimisten stehe. Die sichtlich Bock auf's Leben haben und viel von der positiven Seite sehen und das ausstrahlen. Und er meinte dann nachdenklich, er wäre schon eher ein Pessimist bzw Realist. Aber in dem Moment, wo er das gesagt hat, hat es mir nichts ausgemacht.

  16. Senior Member Avatar von Caly
    Registriert seit
    10.03.2011
    Beiträge
    5.596

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ich gehöre zu denen, die das eher so deuten, dass er dir vertraut und froh darüber ist, jemandem zum reden zu haben. Gerade chronische Krankheiten oder sonstiges gesundheitliches Zeug bespreche ich beispielsweise auch nur mit den Menschen, die wirklich alles von mir wissen dürfen, und wenn da jemand nach der Datingphase reinrutscht, dann ist das definitiv ein Vertrauensbeweis. Und ich möchte auch bitte mal jammern dürfen, wenn mir danach ist, und mir nicht dabei schon überlegen, was ich noch positives anbringen kann, nur damit die Laune nicht kippt. Ich finde, sowas muss eine Beziehung einfach aushalten - auch eine ganz frische.

    Ganz generell darf das Jammern natürlich nicht überhand nehmen, völlig klar. Ich würde da an deiner Stelle, wunder, wohl mal in mich gehen und überlegen, ob er wirklich wirklich gerade nur jammert, oder ob es eigentlich noch im Rahmen ist, ich aber nur persönlich enttäuscht bin, weil ich mir einen Beziehungsanfang anders vorgestellt hätte. Und dann, je nach dem, reagieren und ansprechen oder einfach wirklich mal aushalten. Und nachfragen, was er von dir erwartet. Ob er Interesse hat an praktischen Lösungsansätzen oder ob er sich nur ausweinen will und von dir hören will, dass die Krankheit ein Arschloch ist und der nervige Kunde auch, und dann kann man das Thema wechseln. Bei mir persönlich ist das übrigens beim Jammern jedesmal unterschiedlich und ich sage daher inzwischen vor meiner Tirade entweder "So, ich brauch mal deinen Rat. Folgendes..." oder "Ich muss jetzt mal flennen und mich da reinsteigern, lass mich!". Damit kommen "meine" Menschen sehr gut klar, vielleicht kannst du damit was anfangen

  17. Member Avatar von Anin
    Registriert seit
    11.05.2001
    Beiträge
    1.753

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen

    Ich hab das versucht.. es hat ihn traurig gemacht. Wir haben dann zwar bei der einen Thematik vereinbart, (kam von ihm), dass er etwas weniger in's Detail geht, weil ich in einer Situation total hilflos und überfordert war und absolut nichts mehr beisteuern konnte.. also ich hab ihm versichert, dass er mir schon sagen kann, wenn's ihm gesundheitlich nicht gut geht, und ich für ihn da bin, aber ich kann halt mit zu vielen Werten und Zahlen und Kurven und Statistiken irgendwann nichts mehr anfangen und nichts hilfreiches mehr sagen.. Aber dass es mit der Arbeit und sonstigem Stress ähnlich ist, trau ich mich momentan nicht zu sagen, weil er schon echt sensibel ist.

    .
    Das kann ich so gut nachvollziehen! Natürlich will man gegenseitig die Probleme kennen und ich will wissen, was ihn beschäftigt. Aber manchmal, wenn es so sehr ins Detail geht (hier nicht Gesundheit, aber z.B. mit finanziellen Themen und drölfzig Arten, das jetzt ggf. so zu verrechnen oder doch steuerlich so usw.). Ich bin keine Steuerberaterin..da hat man irgendwann nichts mehr beizutragen und ich habe wirklich nichts zu sagen außer mantramässig: Ja, total scheiße, ja, du hast recht, voll blöd, oh nein, drücke die Daumen..bla.

  18. Member Avatar von sommerlinde
    Registriert seit
    29.03.2016
    Beiträge
    1.781

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Ich gehöre zu denen, die das eher so deuten, dass er dir vertraut und froh darüber ist, jemandem zum reden zu haben. Gerade chronische Krankheiten oder sonstiges gesundheitliches Zeug bespreche ich beispielsweise auch nur mit den Menschen, die wirklich alles von mir wissen dürfen, und wenn da jemand nach der Datingphase reinrutscht, dann ist das definitiv ein Vertrauensbeweis.

    Ganz generell darf das Jammern natürlich nicht überhand nehmen, völlig klar. Ich würde da an deiner Stelle, wunder, wohl mal in mich gehen und überlegen, ob er wirklich wirklich gerade nur jammert, oder ob es eigentlich noch im Rahmen ist, ich aber nur persönlich enttäuscht bin, weil ich mir einen Beziehungsanfang anders vorgestellt hätte. Und dann, je nach dem, reagieren und ansprechen oder einfach wirklich mal aushalten. Und nachfragen, was er von dir erwartet. Ob er Interesse hat an praktischen Lösungsansätzen oder ob er sich nur ausweinen will und von dir hören will, dass die Krankheit ein Arschloch ist und der nervige Kunde auch, und dann kann man das Thema wechseln.
    Die Gedanken von caly finde ich gut.

    Wenn ihr mal eine ruhige Minute habt, würde ich mal über generelle Strategien reden.

    Falls dich der Inhalt belastet, würde ich überlegen eine zeitliche Grenze einzubauen wie z.B:
    • Jammerstunde (60 min am Tag wird gejammert, davon 1 Person max. 50 min)
    • Feierabend (kein Jammern mehr nach 20.45 Uhr)
    • Jammerstunde (nur zwischen 17.00 - 18.00 Uhr)/Jammerkontigent (3 Whatsapp am Tag)


    Auch überlegen, wer vielleicht ein weiterer passenderer Ansprechpartner sein könnte:
    • Ein Mensch, der was fachlich ähnliches bei einer anderen Unternehmen arbeitet.
    • ein Mensch, der die gleiche Einschränkung hat.

    Es geht zusammenfassend bei allen Iden darum, dass er versucht sich zu regulieren, sich Gedanken machen sollte, welche Last er dir aufbürdet. Von einer überlasteten Partnerin hat er nämlich auch nicht so viel. Du hast das Recht auch an dieser Stelle Grenzen zu setzen.
    Geändert von sommerlinde (03.09.2019 um 15:51 Uhr)
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  19. Enthusiast Avatar von wunder
    Registriert seit
    21.11.2017
    Beiträge
    779

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von Anin Beitrag anzeigen
    Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Ich hab vor ca. 1.5 Jahren jemanden kennengelernt, beim 3. o. 4. Date hat er mir dann seine "Geschichte" (hart betrogen worden, Trennung, entsprechende finanzielle Probleme etc.) offenbart. Alles sehr sehr heftig. Habe mich nach lockerer Phase (mit Bedenken, dass mir das zu viel Drama ist) doch ernster auf ihn eingelassen. Bereue das auch nicht, weil er ein sehr lieber, netter Mensch ist.
    Jedoch ist es manchmal zu krass für mich, alles aufzufangen. Dann fühle ich mich wie die "Müllkippe", auf der alle Probleme ungefiltert abgeladen werden. Er denkt überhaupt nicht nach, was das für mich bedeutet und leitet u.a. Anwaltsschreiben, whatsapp etc. direkt weiter. Das habe ich bereits angesprochen. Ich habe mal ein Treffen abgesagt, da vorher per whatsapp nur "Gejammer" kam und es mir an dem Tag selbst nicht toll ging. Ich habe mich zwar auf ihn gefreut, aber wusste, dass ich maximal abgenervt sein würde, wenn er dann nur stundenlang seine Probleme ablädt. Habe ich kommuniziert und mache das in Zukunft weiterhin, wenn es mir zu viel wird.
    Klar, auf der anderen Seite kann man sagen: Wie toll, er vertraut dir alles an, ist das nicht schön?
    In Summe denke ich, dass man sehr genau auf sich hören muss um zu erkennen, was man verkraftet.
    Ja oh man, genau so! Ungefiltert, Müllkippe... Ja.
    Ich habe ihm auch schon mal "angeboten" ein Treffen zu verschieben, wenn es ihm an dem Tag zu anstrengend oder zu viel würde. wollte er dann aber auch nicht. Und gerade denke ich drüber nach, ein Telefonat abzusagen. Weil jetzt gerade schon wieder ungefiltert Hass auf irgendeine Praktikantin auf meinem Handy gelandet ist, garniert mit bösen Smilies, und jetzt habe ich keine Lust mehr, ihn heute zu sprechen.
    Zwischendurch war ich schon besänftigt aber, wirklich, mir zieht's alles zusammen, wenn ich sowas lese.

  20. V.I.P. Avatar von felissi
    Registriert seit
    16.02.2013
    Beiträge
    12.479

    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Das mit dem Glücklichmachen war jetzt so ein beängstigender Gedankengang von mir, den hatte ich schon öfter über Männer. Das ist eine Grundangst von mir, nicht gut genug zu sein, um ihn glücklich zu machen, aber es ist Quatsch..
    Wie hätte ich gern, das es läuft... Ich hätte glaub ich gerne, dass wir zusammen ein bisschen eine rosarote Brille aufhaben, in der uns Stress weniger belastet als sonst. Für ein paar Monate. Das wäre schön. So ist das ja bei vielen am Anfang. Dass man aufgeregt ist und happy und albern und vieles andere in den Hintergrund tritt. An dem Tag, wo wir ein bisschen über "uns" geredet haben und uns zum ersten mal auch als Paar bezeichnet haben, hatte es den Anschein, dass es genau so ist oder wird.
    ja, ich seh beziehungen ür mich am anfang auch eher leicht und unbeschwert. es lebe die rosarote brille. ist schon ein mega gefühl.

    Ich hab das versucht.. es hat ihn traurig gemacht. Wir haben dann zwar bei der einen Thematik vereinbart, (kam von ihm), dass er etwas weniger in's Detail geht, weil ich in einer Situation total hilflos und überfordert war und absolut nichts mehr beisteuern konnte.. also ich hab ihm versichert, dass er mir schon sagen kann, wenn's ihm gesundheitlich nicht gut geht, und ich für ihn da bin, aber ich kann halt mit zu vielen Werten und Zahlen und Kurven und Statistiken irgendwann nichts mehr anfangen und nichts hilfreiches mehr sagen.. Aber dass es mit der Arbeit und sonstigem Stress ähnlich ist, trau ich mich momentan nicht zu sagen, weil er schon echt sensibel ist. Er hatte da letztens Angst, dass ich deswegen wieder gehen könnte. Und Angst machen will ich ihm ja auch nicht.
    verzwickte situation ich find es voll lieb, dass du ihm nicht angst machen möchtest.
    macht es dir angst, dass er sich so verhält? du schreibst ja von überforderung, deswegen frag ich.
    was würdest du mir raten, hätte ich das geschrieben?
    hat er eigentlich ein psychologische betreuung oder ähnliches für seine krankheit? wie lange weiß er darum denn schon?

    1 Monat? Vorher war ein Date, bei dem er so negativ war, danach hätte ich auch echt nicht mehr damit gerechnet, dass wir zusammenkommen, aber bei den anderen Treffen danach, war alles gut. Und eine längere WhatsApp-Konversation, bevor wir zusammen waren, gab's auch.. Also ja, es hat sich schon ein bisschen abgezeichnet.
    Einmal, auch bevor wir zusammen waren, wollte er wissen, auf welchen Typ Mann ich so stehe und ich habe unter anderem erwähnt, dass ich auf Optimisten stehe. Die sichtlich Bock auf's Leben haben und viel von der positiven Seite sehen und das ausstrahlen. Und er meinte dann nachdenklich, er wäre schon eher ein Pessimist bzw Realist. Aber in dem Moment, wo er das gesagt hat, hat es mir nichts ausgemacht.
    was hat sich abgezeichnet?
    spannend, wie kam es denn zu einem weiteren date? du beschreibst das erste date nicht so prickelnd und er entspricht ja nicht deinem wunsch.

    ich hab im andren thread ein bisschen mitgelesen und es tut mir leid, dass du dich nun so plagen musst. ich hoffe, ihr bekommt das auf die reihe, nämlich so, dass es auch dir gut geht! wirklich gut nämlich.
    das ist für mich schon das um und auf. natürlich darf man sich erwarten, dass der andre zuhört, schlechte phasen gemeinsam durchsteht (ab wann man sich das erwarten darf, ist wohl eine sache wie man es für sich definiert) und für einen da ist. gleichzeitig darf sich der andre part allerdings auch etwas erwarten, vor allem, wenn die jammerei überhand und für den part nicht mehr packbar ist. geben und nehmen und so. kompromisse.
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •