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  1. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    was hat sich abgezeichnet?
    spannend, wie kam es denn zu einem weiteren date? du beschreibst das erste date nicht so prickelnd und er entspricht ja nicht deinem wunsch.
    Ok, das ist kompliziert zu beschreiben. Ich weiß nicht, ab wann wir "Dates" hatten. Wir haben uns am Anfang erst mal so freundschaftlich und wegen nem Hobby getroffen, über das wir uns kennengelernt haben. Und ich fand ihn toll. Von der Art her, optisch, er war lieb.. bzw IST. die positiven Eigenschaften sind ja nicht alle weg, nur hier in diesem Thread ging's darum bis jetzt nicht.
    Das mit dem etwas jammerigen/negativen Treffen war so, dass ich mir danach dachte, ok das wird wahrscheinlich nichts und ich war ziemlich enttäuscht. Er hat mir dann am nächsten Tag geschrieben und gefragt "hatten wir gestern eigentlich ein Date?" Das fand ich witzig, hab aber wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich eher nicht das Gefühl hatte, wär hatten ein Date. Und wollte wissen, wie er das sieht. Er meinte, er eigentlich auch nicht.
    Irgendwann gegen Abend hatte ich dann immer mehr das Gefühl, das es richtig schade wäre, wenn es sich jetzt verläuft und wollte ihm noch eine Chance geben. Ich habe ihn dann gefragt, ob wir uns trotzdem weiterhin treffen und er meinte, ja klar. Und dann hab ich noch geschrieben, dass das auch keine Abfuhr von mir war. (Das mit dem nicht-Date). Das hat ihn wohl bestärkt und ab da wurde es erst mal sehr schön, die Kommunikation. Da hatte ich dann auch richtige Verliebtheits-Gefühle. Und ab da ist auch die körperliche Anziehung gekommen.

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    ich hab im andren thread ein bisschen mitgelesen und es tut mir leid, dass du dich nun so plagen musst. ich hoffe, ihr bekommt das auf die reihe, nämlich so, dass es auch dir gut geht! wirklich gut nämlich.
    das ist für mich schon das um und auf. natürlich darf man sich erwarten, dass der andre zuhört, schlechte phasen gemeinsam durchsteht (ab wann man sich das erwarten darf, ist wohl eine sache wie man es für sich definiert) und für einen da ist. gleichzeitig darf sich der andre part allerdings auch etwas erwarten, vor allem, wenn die jammerei überhand und für den part nicht mehr packbar ist. geben und nehmen und so. kompromisse.
    Ja..

  2. Member Avatar von Candy Gulf
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    ich finde schon, dass man in der beziehung jammern darf.
    was nicht geht, es ausschließlich dabei zu belassen.
    ich bin auch eher diejenige, die sich viel beschwert, schnell gestresst ist etc. ich achte aber darauf, dass das in meiner beziehung nicht ausschließlich thema ist. mein freund sagt mir aber auch deutlich, wenn es ihm zu viel ist und ich finde das gut, weil ich weiß, dass er auf seine grenzen achtet. und ich versuche auch, herauszufinden, wieso ich so viel jammere bzw. auch aktiv zu werden, um dinge zu ändern, die mich stören (was mir oft nicht leichtfällt). und es gibt auch dinge, die bespreche ich auch auf nachfrage nicht im detail mit ihm, weil ich denke, dass die in die psychotherapie gehören.
    ich will sagen, ich persönlich könnte schlecht damit umgehen, wenn mein freund im jammern verharren würde. klar ist das einfacher gesagt als getan. aber die andere person ist nur mal nicht in der verantwortung, sich alles ungefiltert anzuhören. finde so ein verhalten auch ein stück weit unempatisch. oft schwingt bei der jammerei auch ein "ich kann nicht, bitte mach du" mit und ist ein ausdruck von hilflosigkeit. und das zeigt ja zum teil auch einen weiteren umgang mit problemen: z.b die chronische krankheit, da wäre es ja auch eventuell eine möglichkeit hilfe von außen zu holen. es ist ja in seiner verantwortung, sich da wissen und einen umgang mit anzueigenen.
    und ich kann auch verstehen, dass man gerade am beziehungsanfang eine gute zeit haben will.
    und das klingt ja schon so als wäre es für dich ein stück anstrengend, dass du jetzt bereits grenzen aufzeigen musst (telefonat absagen etc.). Ich denke, es ist auch sehr wichtig, dass du da auf dein gefühl hörst. und du bist auch nicht für sein glück verantwortlich
    Geändert von Candy Gulf (03.09.2019 um 18:38 Uhr)
    .

  3. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von felissi Beitrag anzeigen
    verzwickte situation ich find es voll lieb, dass du ihm nicht angst machen möchtest.
    macht es dir angst, dass er sich so verhält? du schreibst ja von überforderung, deswegen frag ich.
    was würdest du mir raten, hätte ich das geschrieben?
    hat er eigentlich ein psychologische betreuung oder ähnliches für seine krankheit? wie lange weiß er darum denn schon?
    Über die anderen Fragen muss ich eine Nacht schlafen, ich weiß es gerade nicht..
    Psychologische Betreuung gibt's leider nicht. Er war ein paar mal in so einer Selbsthilfegruppe, aber ich weiß nicht ob er vor hat, da wieder mal hinzugehen. 1,5 Jahre weiß er davon. Er hat übrigens keine Schmerzen und es besteht nie Lebensgefahr, wollte ich nur erklärend hinzufügen, weil das sonst nochmal ein härteres Thema wäre, das macht ja wirklich depressiv. Damit will ich das Problem aber nicht kleiner machen als es ist! Es ist schon wirklich saublöd.
    Ich vermute aber dass diese negative Sichtweise auf alles mögliche schon ein Charakterzug ist, und dass er, wenn er gesund wäre, auch viel über Probleme jammern würde. Es geht ja oft auch um wirklich banale Sachen.
    Und er bezeichnet sich ja auch als Pessimist.

  4. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Ok, das ist kompliziert zu beschreiben. Ich weiß nicht, ab wann wir "Dates" hatten. Wir haben uns am Anfang erst mal so freundschaftlich und wegen nem Hobby getroffen, über das wir uns kennengelernt haben. Und ich fand ihn toll. Von der Art her, optisch, er war lieb.. bzw IST. die positiven Eigenschaften sind ja nicht alle weg, nur hier in diesem Thread ging's darum bis jetzt nicht.
    Das mit dem etwas jammerigen/negativen Treffen war so, dass ich mir danach dachte, ok das wird wahrscheinlich nichts und ich war ziemlich enttäuscht. Er hat mir dann am nächsten Tag geschrieben und gefragt "hatten wir gestern eigentlich ein Date?" Das fand ich witzig, hab aber wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich eher nicht das Gefühl hatte, wär hatten ein Date. Und wollte wissen, wie er das sieht. Er meinte, er eigentlich auch nicht.
    Irgendwann gegen Abend hatte ich dann immer mehr das Gefühl, das es richtig schade wäre, wenn es sich jetzt verläuft und wollte ihm noch eine Chance geben. Ich habe ihn dann gefragt, ob wir uns trotzdem weiterhin treffen und er meinte, ja klar. Und dann hab ich noch geschrieben, dass das auch keine Abfuhr von mir war. (Das mit dem nicht-Date). Das hat ihn wohl bestärkt und ab da wurde es erst mal sehr schön, die Kommunikation. Da hatte ich dann auch richtige Verliebtheits-Gefühle. Und ab da ist auch die körperliche Anziehung gekommen.
    ...
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  5. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Über die anderen Fragen muss ich eine Nacht schlafen, ich weiß es gerade nicht..
    Psychologische Betreuung gibt's leider nicht. Er war ein paar mal in so einer Selbsthilfegruppe, aber ich weiß nicht ob er vor hat, da wieder mal hinzugehen. 1,5 Jahre weiß er davon. Er hat übrigens keine Schmerzen und es besteht nie Lebensgefahr, wollte ich nur erklärend hinzufügen, weil das sonst nochmal ein härteres Thema wäre, das macht ja wirklich depressiv. Damit will ich das Problem aber nicht kleiner machen als es ist! Es ist schon wirklich saublöd.
    Ich vermute aber dass diese negative Sichtweise auf alles mögliche schon ein Charakterzug ist, und dass er, wenn er gesund wäre, auch viel über Probleme jammern würde. Es geht ja oft auch um wirklich banale Sachen.
    Und er bezeichnet sich ja auch als Pessimist.
    ist halt oft auch so ein bisschen eine lebenseinstellung und wird halt stark an dir liegen, ob du damit klarkommst, dass sich dein partner vermehrt auf das konzentriert was grad nicht geht. ich finde es wahnsinnig schwierig, kräfteraubend.
    ich kenne mich mit selbsthilfegruppen nicht so gut aus, kann mir allerdings gut vorstellen, dass man zögert dorthin zu gehen. ich bin da auch immer ausgewichen. hm. vielleicht wäre eine therapie etwas für ihn.
    am ende wird halt alles nichts helfen, ihr solltet reden. offen & ehrlich. und du mußt dir klar werden, was du erwartest u wie das erfüllt werden kann. sonst wirds wahrscheinlich nicht leicht & luftig werden.
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  6. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ich habe beide Seiten von so etwas schon erlebt bzw. erlebe sie noch und würde raten, das mal ganz in Ruhe sachlich und direkt anzusprechen.

    Ich selber habe bei mir eine ganze Weile gebraucht bis ich gemerkt habe, dass ich phasenweise manchmal sehr zum Jammern neige und dazu, gar nicht darauf achten, was gut gelaufen ist. Im Nachhinein hätte ich es gut gefunden, wenn mich da schon eher Leute mal lieb, aber sachlich darauf hingewiesen hätten, weil es irgendwann einfach so eine Angewohnheit für mich war (und manchmal auch leider noch ist) und ich das gar nicht mehr so richtig wahrgenommen habe.

    Und weil andere meinten, dass man sich ja im akuten Fall, in dem Moment wo man sich grad auskotzt, nicht immer krampfhaft noch etwas Positives aus den Fingern saugen will: Nein, im akuten Moment sicher nicht Aber wenn jemand auffallend häufig nur das Negative zu sehen scheint würde ich (schwere psychische Erkrankungen ausgeschlossen) schonmal auf der Metaebene ansprechen, warum gerade das so häufig Thema ist und ob sich die Person eventuell angewöhnen könnte, auch mal auf Sachen, die gut gelaufen sind, mehr zu achten. Eben damit es gar nicht mehr zu so krassen Auskotzmomenten kommen muss oder sie zumindest auch mal von positiveren Themen durchbrochen sind. Es ist ja zum Glück doch eher selten so, dass jemand gerade echt gar nichts positives im Leben hat, über das er mal reden könnte oder dass an einem Tag echt überhaupt nichts schönes passiert ist (und sei es nur irgendeine Kleinigkeit) und ich denke, teilweise ist es auch einfach Training und Gewohnheit, ob man auch diese positiven Dinge wahrnimm.t

    Und weil du meintest, du hast Sorge, dass er Angst kriegt, wenn du es ansprichst: vielleicht könnte es ihm über kurz oder lang auch gewisse Ängste nehmen, wenn er merkt, dass du ansprichst, wenn dir etwas zu viel wird. Es könnte dann weniger ein unbestimmtes Gefühl von seiner Seite sein ("vielleicht nerv ich sie schon zu sehr, aber ich weiß nicht. Was wenn ich gar nicht merke, das es zu viel ist? etc.pp."), sondern er bekommt einfach mal ein konkretes Feedback von dir und sieht dadurch vielleicht auch, dass er dir ja schon sehr wichtig ist, wenn du dir die Mühe machst, solche Dinge anzusprechen und dadurch auch an der Beziehung zu arbeiten.

    Zusätzlich würde ich es empfehlen, weil es das Risiko vermindert, dass sich bei dir ewas aufstaut und du Ressentiments entwickelst, weil dich das Gejammer so belastet.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für die ganze Sache, denn so wie du sonst in letzter Zeit hier geschrieben hast, klang das ja schon sehr
    “As far as I can make out, edgy occurs when middlebrow, middle-aged profiteers are looking to suck the energy — not to mention the spending money — out of the ‘youth culture.’ So they come up with this fake concept of seeming to be dangerous when every move they make is the result of market research and a corporate master plan.”
    — Daria

  7. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Momentan geht es über die Hälfte der Zeit in den Whatsapps (ist gerade nicht in der Stadt, sehen uns nicht), um die Krankheit. Es ist gerade nichts akutes. Er hat ein Problem, kennt die Lösung schon, und erzählt mir Details, Details und Details. Ich musste leider äußern, dass es mich überfordert und ich nicht weiß, was ich noch sagen kann. Außer, dass es mir leid tut. Er kam dann sofort damit, dass wir dann wohl als Paar nicht zusammenpassen und hat eine Diskussion angefangen, heute Abend telefonieren wir noch. Ich denke, er beendet es dann. Am Wochenende möchte er jetzt auch nicht mehr zu mir kommen.

    Dass ich durchaus für ihn da bin, wenn es akut ein Problem gibt, dass ich mit allen anderen Einschränkungen leben kann, (dass wir z.B. nicht so leicht gemeinsam essen (gehen) können, ich oft auf ihn warte, dass er nachts öfter aufsteht, dass wir nicht alle Aktivitäten zusammen unternehmen können), das sieht er nicht so richtig, obwohl ich das durchaus sage und schreibe und ihn ermutige. Nur dass ich mit den krassen Details nicht viel anfangen kann und nicht die Hälfte unserer Zeit (!!) darüber reden und schreiben kann, das liest er und hat kein Verständnis dafür.
    Ich mag ihn wirklich sehr, aber ich komm durch diese Mauer aus Problemen und Zahlen und Fakten einfach nicht durch.
    Am Anfang hat alles so einfach, wie mit noch nie irgendwem ausgeschaut, und er hat das auch so geäußert. Dass es sich mit uns so leicht und schön anfühlt, obwohl es doch eigentlich so schwierig ist, jemanden zu finden.
    Und jetzt, vielleicht zwei Wochen später, ist es das absolute Gegenteil.

    Sorry, ich kotz mich gerade auch nur aus. Aber ich bin jetzt wahnsinnig traurig.

  8. Addict Avatar von Traumregen
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Tur mir Leid zu lesen Kann total verstehen, dass dich das enttaeuscht, er sich dir anfangs anders (leichter) gezeigt hat, nun aber ploetzlich alles auf dir ablaedt.
    ich wuerde auch erwarten, dass mein Partner derjenige ist, bei dem man sich gehen lassen und Luft ablassen kann. Aber in diesem speziellen Fall haette er (fuer mich persoenlich, von den Sachen ausgehend, die du schilderst) auch eine Grenze bei mir ueberschritten, die ihn erstens unattraktiv macht und es zweitens fuer mich, so wie fuer dich, unmoeglich, die Beziehung zu geniessen.
    Ich zB helfe gerne, hoere mir zb auch gerne Details zu (unappetitlichen) medizinischen Problemen an, aber wenn mehrfach auf den gleichen Details rumgeritten wird, obwohl alle Loesungen etc schon diskutiert worden sind, waere ich auch sehr genervt. Er scheint sich sehr mit seiner Krankheit zu identifizieren und seine Reaktion auf dein Kommunizieren deiner Grenzen zeigt ja auch, dass es ihm schwer faellt, ueberhaupt eine andere Ebene in eure Beziehung zu bringen...

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  9. Enthusiast Avatar von jadore
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Momentan geht es über die Hälfte der Zeit in den Whatsapps (ist gerade nicht in der Stadt, sehen uns nicht), um die Krankheit. Es ist gerade nichts akutes. Er hat ein Problem, kennt die Lösung schon, und erzählt mir Details, Details und Details. Ich musste leider äußern, dass es mich überfordert und ich nicht weiß, was ich noch sagen kann. Außer, dass es mir leid tut. Er kam dann sofort damit, dass wir dann wohl als Paar nicht zusammenpassen und hat eine Diskussion angefangen, heute Abend telefonieren wir noch. Ich denke, er beendet es dann. Am Wochenende möchte er jetzt auch nicht mehr zu mir kommen.
    naja also wenn er das wirklich so sieht, dann muss man aber vielleicht sagen, dass ihr wirklich nicht zusammenpasst? wobei ich aber eindeutig ihn als "unnormal" einstufen würde.
    du hast alles recht zu sagen, dass dir das zu viel wird. wenn er damit nicht klarkommt, ist es vielleicht eh besser, wenn eure Wege sich noch frühzeitig trennen?

    (ich finde es ziemlich strange, dass am Anfang alles ganz anders aussah und er dich jetzt quasi mit seinen Problemen "überschwemmt", nach zwei Wochen, wie du schreibst. wenn es eben nichts akutes ist, verstehe ich nicht, wieso das sofort sein muss. es kommt so rüber, als hätte er nach einer Beziehung gesucht, nur um sich auszuheulen, und sorry, bei allem Verständnis für Hilfe suchen in Beziehungen, für so einen overkill sind Beziehungen , vor allem ganz frische, meiner Ansicht nach einfach nicht da)

  10. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von Traumregen Beitrag anzeigen
    Tur mir Leid zu lesen Kann total verstehen, dass dich das enttaeuscht, er sich dir anfangs anders (leichter) gezeigt hat, nun aber ploetzlich alles auf dir ablaedt.
    ich wuerde auch erwarten, dass mein Partner derjenige ist, bei dem man sich gehen lassen und Luft ablassen kann. Aber in diesem speziellen Fall haette er (fuer mich persoenlich, von den Sachen ausgehend, die du schilderst) auch eine Grenze bei mir ueberschritten, die ihn erstens unattraktiv macht und es zweitens fuer mich, so wie fuer dich, unmoeglich, die Beziehung zu geniessen.
    Ich zB helfe gerne, hoere mir zb auch gerne Details zu (unappetitlichen) medizinischen Problemen an, aber wenn mehrfach auf den gleichen Details rumgeritten wird, obwohl alle Loesungen etc schon diskutiert worden sind, waere ich auch sehr genervt. Er scheint sich sehr mit seiner Krankheit zu identifizieren und seine Reaktion auf dein Kommunizieren deiner Grenzen zeigt ja auch, dass es ihm schwer faellt, ueberhaupt eine andere Ebene in eure Beziehung zu bringen...
    Danke, Traumregen.
    Tatsächlich kann ich das auch gut. Ich habe mich in meinem Leben schon so viel mit Anorexie, Depressionen und paranoider Schizophrenie befasst, wegen irgendwelchen Leuten, die mir nahe stehen/standen oder die Betroffenen nahe stehen. Ich weiß echt überdurchschnittlich viel darüber, weil ich gerne aktiv zugehört habe und mich ausgiebig im Internet weiter informiert habe und nach Tips und Lösungen und Hilfemöglichkeiten gesucht habe. Man kann mir echt nicht mangelnde Empathie vorwerfen. Und ich war wirklich bereit, mich über seine Krankheit auch zu informieren aber irgendwo IST einfach eine Grenze! Und vor allem so früh! Und dann noch zusätzlich alle Probleme, die kaum welche sind!
    Und ja, identifizieren, trifft es sehr gut. Er denkt sogar, ich spreche gerade über das Krankheitsthema, wenn ich eigentlich über was ganz anderes rede, weil er sich so sehr mit ihr verbindet, als wäre das ein Teil seines Charakters. Es ist Wahnsinn. Sein eigener Arzt, der darauf spezialisiert ist sagt, er übertreibt maßlos. Seine Mutter auch.
    Die Zeiten in denen man glücklich irgendwo rumsitzt/liegt/Spaß hat waren so verdammt kurz und ich hatte mich so auf das Wochenende gefreut und wollte ihn da wirklich gut ablenken, aber nein.. ich hab schon wieder keine Chance mehr.

  11. Addict Avatar von Traumregen
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Habs vielleicht ueberlesen, aber wie lange hat er diese Krankheit schon? Ist es vielleicht noch eine Gewoehnungsphase? Auch wenns nicht lebensbedrohlich ist, scheint es ja schon zu vielen Einschraenkungen und Veraenderungen zu fuehren.
    Trotzdem finde ich nach wie vor, dass du nicht die Hauptperson sein solltest in eurer Fruehen Phase und auch nicht sein musst. Finde es bewundernswert, dass du eine klare Grenze kommuniziert hast. Vielleicht bewegt das ja doch was bei ihm, zusaetzlich zu den aehnlichen Kommentaren seines Arztes und seiner Mutter...

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  12. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von Traumregen Beitrag anzeigen
    Habs vielleicht ueberlesen, aber wie lange hat er diese Krankheit schon? Ist es vielleicht noch eine Gewoehnungsphase? Auch wenns nicht lebensbedrohlich ist, scheint es ja schon zu vielen Einschraenkungen und Veraenderungen zu fuehren.
    Trotzdem finde ich nach wie vor, dass du nicht die Hauptperson sein solltest in eurer Fruehen Phase und auch nicht sein musst. Finde es bewundernswert, dass du eine klare Grenze kommuniziert hast. Vielleicht bewegt das ja doch was bei ihm, zusaetzlich zu den aehnlichen Kommentaren seines Arztes und seiner Mutter...
    Seit 1,5 Jahren. Das hab ich auch schon gesagt, dass er vielleicht/hoffentlich mit der Zeit lernt, um die Krankheit drumrum zu leben und sich nicht mehr so sehr drauf konzentriert. Das sieht er selbst auch so.
    Das ist auch durchaus realistisch, andere Betroffene sind da nicht so wie er, man kann mit diesen Einschränkungen leben. Jetzt bin ich kurz zuvor zu schreiben, worum es eigentlich geht, aber zu wenig Anonymität dann
    Hm Du schreibst bewundernswert, aber ich hab teilweise gar nicht so Einfluss drauf, ich bin von Natur aus sehr ehrlich, kann schon diplomatisch sein aber wenig lügen/verstecken/verdrängen. Manchmal wird mir das schon zum Verhängnis.

  13. Senior Member Avatar von Caly
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Es tut mir so leid, das zu lesen! Und ich verstehe dich, dass es dir Zuviel wird, auch wenn ich weiter vorne noch schrieb, dass eine Beziehung es aushalten muss, wenn mal geheult wird. Wenn es um gar nichts anderes mehr geht, dann wird es wirklich hart. Ich wünsche dir für das Telefonat heute Abend alles erdenklich Gute, und dass es so ausgeht, wie du es dir wünschen würdest!

  14. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Vielen lieben Dank. Oh man, wenn ich Bym nicht hätte, manchmal..

  15. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    ich schließe mich den anderen an!

    ich hätte mich übrigens sehr (!) gefreut wenn mir ein partner offen und ehrlich sagt wann es ihm/ihr zu viel ist. dann kann ich drauf reagieren.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  16. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Sternjule

    Ich denke mir eh die ganze Zeit, es muss für Bymsen, die selbst chronisch krank sind, schwer zu ertragen sein, dieser Thread. Bzw meine Hälfte des Threads.

  17. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Ach wunder, das tut mir leid zu hören, dass es so lief
    Finde das aber auch von seiner Seite aus dann ganz schön hart denn so wie du es geschildert hast, war es ja echt noch sehr positiv und wohlwollend formuliert und generell sollte es ja möglich sein, auch so etwas mal anzusprechen.

    Und @sternejule ja
    “As far as I can make out, edgy occurs when middlebrow, middle-aged profiteers are looking to suck the energy — not to mention the spending money — out of the ‘youth culture.’ So they come up with this fake concept of seeming to be dangerous when every move they make is the result of market research and a corporate master plan.”
    — Daria

  18. Member Avatar von Candy Gulf
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    oh mann, wie blöd für dich, wunder!
    ich finde es aber ehrlich sehr stark, dass du ihm das klipp und klar gesagt hast!

    und das hier:
    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Er kam dann sofort damit, dass wir dann wohl als Paar nicht zusammenpassen und hat eine Diskussion angefangen, heute Abend telefonieren wir noch. Ich denke, er beendet es dann. Am Wochenende möchte er jetzt auch nicht mehr zu mir kommen.
    klingt für mich danach als hätte er ein problem, was über seine chronisch krankheit hinaus geht.
    auf mich hat das den eindruck als suche er nicht nach einer partnerin, sondern nach jemandem bei dem er sich rücksichtslos ausleben kann.

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen

    Ich denke mir eh die ganze Zeit, es muss für Bymsen, die selbst chronisch krank sind, schwer zu ertragen sein, dieser Thread. Bzw meine Hälfte des Threads.
    dazu wollte ich noch sagen, dass den vielen wohl bewusst ist, dass eine chronische erkrankung für nahestende menschen belastend sein kann.
    Geändert von Candy Gulf (06.09.2019 um 10:27 Uhr)
    .

  19. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    wunder
    ach komm, kotz dich ruhig aus. klar ist das traurig u ärgerlich. schade, dass es jetzt so einen weg genommen hat. ich find es schon krass, dass er da jetzt so reagiert u unterstelle ihm mal nen ziemlichen egoismus. er wirkt nicht so auf mich, als ob e sich auch in der verantwortung sieht, kompromisse einzugehen u darüber nachzudenken, wie man gemeinsam als paar da durchkommt.
    wie ist denn nun euer telefonat verlaufen?

    ich finde es gut, dass du deine grenzen erkennst u wünsche dir, dass du es auch durchziehen kannst sie zu wahren. warum er sich so identifiziert und vielleicht auch reinsteigert, ist von aussen schwer zu beurteilen. ich find das immer ein bisschen heikel. manches, was für mich kein problem oder halt ein kleines ist, mag für jemanden andren unüberwindbar scheinen. ist halt so. da hilft es gar nix, wenn ärzte, verwandet & freunde immerw ieder drauf hinweisen, dass es eh kein problem ist. das führt dazu, dass man sich gerne in rechtfertigungen verschanzt, warum es doch eines ist u vielleicht noch ne schutzmauer hochfährt.

    du hattest keine chance - chance auf was? ihn abzulenken? so liest es sich für mich. wäre das deine aufgabe gewesen in eurer beziehung?
    ich denke, du darfst dir schon auch erwaten, dass ein möglicher partner auch auf deine wünsche eingeht und so klingt es gerade nicht. eher als wolltest du ihn retten, ablenken, glücklich machen. vergiß dabei bitte nicht auf dich u deine bedürfnisse, die sind auch ganz wichtig. nur wenn es dir gut geht, kannst du dich um andre kümmern.

    fühl dich gedrückt!

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Vielen lieben Dank. Oh man, wenn ich Bym nicht hätte, manchmal..
    ja, das denk ich mir auch so oft
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  20. Addict Avatar von Traumregen
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    AW: Sich nicht von den schlechten Gefühlen des Partners runterziehen lassen

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Seit 1,5 Jahren. Das hab ich auch schon gesagt, dass er vielleicht/hoffentlich mit der Zeit lernt, um die Krankheit drumrum zu leben und sich nicht mehr so sehr drauf konzentriert. Das sieht er selbst auch so.
    Das ist auch durchaus realistisch, andere Betroffene sind da nicht so wie er, man kann mit diesen Einschränkungen leben. Jetzt bin ich kurz zuvor zu schreiben, worum es eigentlich geht, aber zu wenig Anonymität dann
    Hm Du schreibst bewundernswert, aber ich hab teilweise gar nicht so Einfluss drauf, ich bin von Natur aus sehr ehrlich, kann schon diplomatisch sein aber wenig lügen/verstecken/verdrängen. Manchmal wird mir das schon zum Verhängnis.
    Ich finde nicht, dass du das Verhaengnis nennen solltest. Offensichtlich macht dir sein Verhalten jetzt schon zu schaffen, zu welchem Zweck solltest du dieses negative Gefuehl unterdruecken? Man kann kommunizieren ja, man kann versuchen, sich aufeinander einzuspielen, das alles hast du ja versucht, und das ist toll. Wenn er keinen Ansatz davon weiterverfolgen kann, ist das super schade fuer eure beginnende Beziehung aber immerhin warst du ehrlich zu dir selbst und zu ihm...
    Schwer ist es natuerlich trotzdem

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