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  1. Stranger

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    Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    ... ist es dann Zeit, die Beziehung zu beenden?
    Ich weiß gar nicht, was ich so alles schreiben soll. In letzter Zeit fällt mir häufiger auf, dass ich unglücklich mit meiner Beziehung bin. Wir sind seit über 10 Jahren zusammen, für beide ist es die erste richtige Beziehung und war es das erste Mal Sex. Da liegt schon ein 'Problem', denn dadurch waren wir beide sehr unerfahren, ich bin etwas verklemmt in dem Bereich, und es lief von Anfang an nicht so richtig rund. Trotzdem hatten wir Sex, und es war auch gut. Mittlerweile hatten wir seit mindestens 1 1/2 Jahren keinen Sex mehr (das ist die Zeit, wo ich es bestimmt weiß, kann auch länger sein), was daran liegt, dass keiner wirklich die Initiative ergreift, aber auch, dass er morgens vor mir aufsteht und abends später ins Bett geht - wir haben relativ unterschiedliche Rhythmen. Ich weiß, das ist eine Ausrede, am Wochenende am Morgen oder so wäre ja auch möglich. Wir waren erst kürzlich im urlaub, auch da ist nichts passiert. Damit hängt auch zusammen, dass ich ihn nicht mehr so attraktiv finde - gar nicht mal optisch, aber so seine gesamte Person. Seit er aus dem Studium raus ist und angefangen hat zu arbeiten, kommt er nur noch mit schlechter Laune nach Hause, muss sich erst einmal hinlegen und ein Schläfchen machen, weil er so erschöpft ist, und abends rausgehen tut er auch nur am Wochenende. Manchmal mache ich vieles alleine, weil er einfach keine Lust mehr hat, z.B. ins Kino gehen oder so.
    Ich habe das auch schon alles angesprochen, aber es sind eben Dinge, die er nicht von heute auf morgen ändern kann. Er hat z.B. kaum Freunde, wenn, haben wir einen gemeinsamen Freundeskreis. Ich brauche ab und zu mal meine Ruhe, bin gerne alleine, aber das führt dann dazu, dass er am Wochenende Freunde besucht und ich zu Hause bleibe.

    Ich weiß nicht, ob meine Unzufriedenheit damit zusammenhängt, dass ich bald 30 werde und irrationalerweise ziemliche Angst davor habe. Gleichzeitig denke ich, ich habe in meinen 20gern so viel verpasst und müsste das nachholen. Dass es jemanden gibt, mit dem ich leidenschaftlich zusammenleben kann - Leidenschaft und Spontanität gab es bei uns kaum. Oder habe ich zu viele Filme gesehen und ist eine solche Beziehung utopisch? Sollte man sich glücklich schätzen, mit dem, was man hat - also eine stabile Beziehung mit seinem besten Freund?

  2. Alter Hase

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Ich finde vor allem den zweiten Abschnitt problematisch.

    An allem, was du im ersten Abschnitt schreibst, könnte man relativ problemlos arbeiten.

    Aber wenn du das Gefühl hast, etwas verpasst zu haben und eure Beziehungsrealität nicht zu deiner Vorstellung einer guten Beziehung passt, dann gibt es da nicht mehr viel zu retten oder Kompromisse zu finden.

    Meine Mutter hat aus dem gleichen Grund nach 20 Jahren meinen Vater verlassen (zusammengekommen mit 16 und 19, erste Beziehung, geheiratet, Kind und dann mit Mitte 30 zuzweifeln begonnen). Sie hat dann anderthalb Jahre später entschieden, dass die Beziehung eigentlich besser war, als alles, was sie ohne meinen Vater erlebt hat und sie lieber an Alltagsproblemen arbeiten möchte. Er war zum Glück noch auch bereit dazu und ihrer Beziehung hat diese kurze Trennung echt geholfen.

  3. Stranger

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Danke für deine Antwort!
    Ich weiß halt nicht, ob meine Vorstellung einer Beziehung überhaupt realistisch ist. Ich habe viel mit Selbstzweifeln usw. zu kämpfen und bilde mir deswegen ein, dass jede Beziehung von mir irgendwann so enden wird. Und ich mag ja eigentlich, was wir haben. Aber gerade in letzter Zeit fehlt mir dieses Kribbeln, dieses Verliebtheitsgefühl. Wenn man objektiv auf Beziehungen guckt, dann wird das ja aber immer nach einigen Jahren weg sein, oder nicht?
    Ich habe halt wenig bis gar keine 'echten' Freunde (ja, welche, mit denen man am Wochenende mal zusammensitzen kann, aber niemanden, mit dem ich gleiche Interessen teile oder mit dem ich privat reden würde). Und ich frage mich, wenn das anders wäre, ich also sozusagen 'ein Netz' hätte, was mich auffangen könnte, ob ich mich dann schon getrennt hätte.
    Beruflich sieht es bei mir so aus, dass ich im Moment auf einen Referendariatsplatz warte, aber auch bereit bin, dafür wegzuziehen. Und seine Familie findet das total dramatisch, was mir zu denken gibt (er ist hier fest angestellt), weil ich tatsächlich wenig Zukunft mit ihm plane - ich will keine Kinder und nicht heiraten, eigentlich am liebsten jetzt noch ein wenig reisen. Und ich frage mich, ob ich dann das Referendariat nicht als Trennung ansehe und nur 'darauf hinarbeite'... versteht jemand, was ich meine?

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von wannabe Beitrag anzeigen
    ... ist es dann Zeit, die Beziehung zu beenden?
    Ja, ich finde schon.

  5. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von wannabe Beitrag anzeigen
    was mir zu denken gibt (er ist hier fest angestellt), weil ich tatsächlich wenig Zukunft mit ihm plane - ich will keine Kinder und nicht heiraten, eigentlich am liebsten jetzt noch ein wenig reisen.
    Willst du diese Sachen denn "grundsätzlich nicht" oder "nicht mit ihm"?
    Ich will z.B. auch kinderfrei leben und viel reisen und nicht zusammen wohnen, bin aber glücklich verheiratet.

    Auf mich wirkt dein Post insgesamt so, als würdest du dich gern trennen, aber keinen greifbaren Grund dafür sehen. Vielleicht würde ich an deiner Stelle probieren zu überlegen, wie es wäre, wenn du jetzt gerade Single wärst - würdest du mit ihm eine Beziehung beginnen wollen?

  6. Stranger

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von viole(n)t eyes Beitrag anzeigen
    Willst du diese Sachen denn "grundsätzlich nicht" oder "nicht mit ihm"?
    Ich will z.B. auch kinderfrei leben und viel reisen und nicht zusammen wohnen, bin aber glücklich verheiratet.

    Auf mich wirkt dein Post insgesamt so, als würdest du dich gern trennen, aber keinen greifbaren Grund dafür sehen. Vielleicht würde ich an deiner Stelle probieren zu überlegen, wie es wäre, wenn du jetzt gerade Single wärst - würdest du mit ihm eine Beziehung beginnen wollen?
    Ich weiß nicht, ob ich es grundsätzlich nicht will. Kinder glaube ich schon, ich habe keinen Draht zu Kindern oder Babys und das einzige, was mich daran reizt ist, mal ein Jahr aussetzen zu können. Bei Babybesuchen bei Freunden mag ich z.B das Kind nicht halten, ich mag nicht mit ihm so doof sprechen. Ich denke, dass sind alles Indizien dafür, dass ich kein Kind haben sollte. Ich mag auch, so egoistisch das klingt, meine Freiheit nicht aufgeben. Mal eine persönliche Frage (musst du auch nicht beantworten): Warum habt ihr dann geheiratet, wenn ihr quasi nicht zusammenlebt?
    Und ja, wahrscheinlich würde es mir einfacher fallen, einen greifbaren Grund zu haben, um mich zu trennen. Manchmal denke ich, ich verhalte mich extra blöd, damit er das Gespräch sucht. Und nein, ich denke nicht, dass ich auf ihn anspringen würde, wenn ich ihn kennenlernen würde. Manchmal beobachte ich ihn, wenn wir mit Freunden zusammen sitzen - und da kann ich ihn die meiste Zeit nicht unbedingt gut leiden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, ich finde schon.
    warum? Wer garantiert mir, dass es in einer anderen Beziehung nicht genauso wird? Im Grunde hoffe ich, dass jemand anderes mich ändern, mich aus meiner Komfortzone bringen kann, um etwas aufregender und abwechslungsreicher leben zu können. Aber wenn es an mir liegt, dann wird doch jede Beziehung so werden? Und ist es dann wert, diese Intimität aufzugeben?

    Im Grunde, merke ich, habe ich wohl einfach super viel Angst vor dem Alleinsein.

  7. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von wannabe Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass sind alles Indizien dafür, dass ich kein Kind haben sollte.
    "Sollte" ist ja eine völlig andere Frage als die, ob man überhaupt will.

    Mal eine persönliche Frage (musst du auch nicht beantworten): Warum habt ihr dann geheiratet, wenn ihr quasi nicht zusammenlebt?
    Es war für uns aus bürokratischer Sicht praktischer (Staatsbürgerschaft, Visum, Krankenversicherung und noch ein paar andere Sachen) und damals war es sowieso keine Option, zusammenzuziehen, weil er in den USA lebte und ich in Europa. Inzwischen wohnen wir beide in Europa (nicht im selben Land allerdings) und ich könnte im Prinzip in absehbarer Zeit zu ihm ziehen, möchte es aber nicht. Für uns passt es einfach sehr gut so, eine Fernbeziehung zu führen. Sollte sich das mal ändern, ändern wir eben die Lebensumstände. Das ist zum Glück für mich recht leicht möglich.
    Das Entscheidende war und ist für mich allerdings, dass ich mit ihm eben mein Leben verbringen möchte. Ich liebe ihn sehr und fühle mich mit ihm viel, viel wohler als mit jedem anderen Menschen und ich denke auch, dass wir insgesamt sehr gut zusammen passen. Egal, was ich im Leben noch alles erlebe und vorhabe, ich will ihn unbedingt bei mir haben. Nur eben nicht in derselben Wohnung.

    warum? Wer garantiert mir, dass es in einer anderen Beziehung nicht genauso wird? Im Grunde hoffe ich, dass jemand anderes mich ändern, mich aus meiner Komfortzone bringen kann, um etwas aufregender und abwechslungsreicher leben zu können. Aber wenn es an mir liegt, dann wird doch jede Beziehung so werden? Und ist es dann wert, diese Intimität aufzugeben?
    Diese Initimität ist ja aktuell nichts mehr, was du genießen würdest. Und nein, eine Garantie gibt es nicht, dass es anders werden würde in einer anderen Beziehung. Aber angenommen, es wäre so - dann wäre das für mich z.B. ein guter Grund, einfach keine Beziehung zu führen. Oder zumindest keine langfristige. Alleinsein ist eigentlich ziemlich großartig und nicht nur ein unliebsamer Übergangszustand zwischen zwei Beziehungen.

    Wenn du dir mehr Aufregung, Spannung ... wünschst, ist doch nicht wichtig, ob du das mit einem anderen Partner haben kannst, sondern einfach, wie du das in dein Leben bringen kannst. Völlig egal ob mit (diesem oder einem anderen) Partner oder ohne.

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Das, was vio sagt und: egal wie verkorkst man selbst ist und was für Muster man immer wieder "heraufbeschwört", jede Beziehung ist anders als die andere. Ich habe eher das Gefühl, die jetzige Beziehung ist deine Komfortzone, aus der du eigentlich nicht herausmöchtest, aber eben auch nicht mehr glücklich bist.

  9. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von wannabe Beitrag anzeigen
    warum? Wer garantiert mir, dass es in einer anderen Beziehung nicht genauso wird? Im Grunde hoffe ich, dass jemand anderes mich ändern, mich aus meiner Komfortzone bringen kann, um etwas aufregender und abwechslungsreicher leben zu können. Aber wenn es an mir liegt, dann wird doch jede Beziehung so werden? Und ist es dann wert, diese Intimität aufzugeben?
    Ganz unabhängig von der Beziehungsfrage: Für dein Leben bist zuallererst du selbst verantwortlich. Es ist nicht die Aufgabe deines Partners (oder deiner Freunde), dein Leben aufregender oder abwechslungsreicher zu machen. Das ist einzig und allein dein Job.

  10. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    .
    Geändert von Inaktiver User (15.10.2018 um 21:40 Uhr)

  11. Urgestein

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Sagen viele, sehe ich aber nicht so. Man kann ja auch insofern dafür selbst sorgen, indem man sich jemanden sucht mit dem es aufregend ist. Mit aufregend ist ja zwischenmenschlich aufregend gemeint, Leidenschaft, Pläne machen, vorankommen...und nicht n Bungee Sprung. Das geht halt nicht so gut alleine. Finde es völlig normal sich jemanden zu suchen, der einen auf unterschiedliche Weise inspiriert. Mein Leben kann super aufregend sein, wenn mein Partner ne lahme Socke ist, die sich nicht für meine Sachen interessiert, mit dem ich nix teilen kann, bin ich immernoch nicht glücklich. Der Partner muss da schon passen und natürlich trägt man in ner Beziehung auch immer etwas Verantwortung für das gegenseitige Wohl. Menschen sind sich keine auf sich allein gestellten unsozialen Wesen.

    Den Rat sich zu überlegen, ob man ala Single eine Beziehung eingehen würde, find ich auch wenig hilfreich. Man stellt auch diese Frage ja, weil man grad unglücklich ist aus einer Situation heraus, wo man eher die schlechten Seiten an jemandem sieht. Natürlich will man dann keine Beziehung eingehen, man findet den anderen ja grad ein bisschen blöd. Hilft also nicht.

    Eher würde ich mich fragen, was mich dazu bewogen hat die Beziehung damals einzugehen. Was gut war und jetzt nicht mehr gut ist. Und wie und ob man das wieder bekommen kann. Und ansprechen, dass man unzufrieden ist, sonst stellt man den anderen aufmal vor vollendete Tatsachen. Wäre ein scheiß Move nach zehn Jahren und daran scheitert es oft. Einer macht für sich selbst Schluss und der andere hat keine Chance. Ihm fehlt sicher auch was. Zusammen könnt ihr das hin bekommen, du allein nicht, egal wie viele tolle spannende Hobbies du dir suchst. Seid ein Team, auch jetzt. Grade jetzt.

    Alles Liebe!

  12. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    mal ne zeitlang zu sehr in der routine gefangen sein um sex zu haben: geschenkt.
    aber seit über einem jahr? also bitte, ihr seid beide keine rentner. es ist auch, wie du richtig sagst, etwas das man eigentlich ändern könnte und anders als das dreckige geschirr, etwas das man lustvoll ändern könnte, aber: ihr beide machts nicht. und wenn es so lange andauert, dann wahrscheinlich auch, weil ihr nicht wollt. und ich glaube das ist dann wirklich der punkt wo man guten gewissens sagen kann: trennt euch. nicht in wut und hass, sondern einfach weil ihr euch scheinbar nicht mehr miteinander entwickelt. ihr lebt nebeneinander her, das wahrscheinlich auch gar nicht schlecht und eingespielt, aber dennoch.
    ich persönlich finde auch nicht, dass eine beziehungsgeschichte von zehn jahren ein wert an sich sind, den man in die zukunft retten muss. (es ist natürlich auch nichts, was man wegen einer kleinen laune in den wind schießen muss.) ihr habt eure kompletten zwnaziger miteinander verbracht, das ist eine sehr identitätsformende zeit, und anscheinend habt ihr euch nicht so entwickelt, dass es immer noch gut zusammen geht. das ist schade, aber nicht das ende der welt. und auch ne trennung wäre es nicht. das kann für euch beide auch ne chance sein. also einzeln.

  13. Stranger

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ganz unabhängig von der Beziehungsfrage: Für dein Leben bist zuallererst du selbst verantwortlich. Es ist nicht die Aufgabe deines Partners (oder deiner Freunde), dein Leben aufregender oder abwechslungsreicher zu machen. Das ist einzig und allein dein Job.
    Es ist ein bisschen, wie Wiesgart schreibt: Ich versuche mein Leben etwas aufregender zu gestalten, nachdem ich gefühlt meine Zwanziger mit ihm etwas verschlafen habe. Ich versuche, mir neue Hobbies zu suchen, aber ich mag auch, dass er mal mitkommt oder zumindest Interesse zeigt. Nicht, den ganzen Tag auf der Arbeit sein und danach gleich auf die Couch. Und auch, dass er von sich aus entdeckt, was ihm Spaß machen könnte. Dadurch, dass ich wenig Freunde mit gleichen Interessen habe, ist er eigentlich mein einziger 'Partner' für so etwas. Und ich versuche auch, ihn dadurch etwas zu aktivieren...

    Zitat Zitat von Wiesgart Beitrag anzeigen
    Eher würde ich mich fragen, was mich dazu bewogen hat die Beziehung damals einzugehen. Was gut war und jetzt nicht mehr gut ist. Und wie und ob man das wieder bekommen kann. Und ansprechen, dass man unzufrieden ist, sonst stellt man den anderen aufmal vor vollendete Tatsachen. Wäre ein scheiß Move nach zehn Jahren und daran scheitert es oft. Einer macht für sich selbst Schluss und der andere hat keine Chance. Ihm fehlt sicher auch was. Zusammen könnt ihr das hin bekommen, du allein nicht, egal wie viele tolle spannende Hobbies du dir suchst. Seid ein Team, auch jetzt. Grade jetzt.

    Alles Liebe!
    Nein, einfach so Schluss machen tu ich nicht. Ich hab es vor zwei Monaten schon einmal angesprochen, und natürlich gelobt er Besserung. Dann kam privat noch ein wenig was bei ihm dazwischen, und jetzt ist es wieder wie vorher. Es sind Sachen, die nicht so einfach und schnell abzustellen sind, wie eben Hobbies, Freunde finden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mal ne zeitlang zu sehr in der routine gefangen sein um sex zu haben: geschenkt.
    aber seit über einem jahr? also bitte, ihr seid beide keine rentner. es ist auch, wie du richtig sagst, etwas das man eigentlich ändern könnte und anders als das dreckige geschirr, etwas das man lustvoll ändern könnte, aber: ihr beide machts nicht. und wenn es so lange andauert, dann wahrscheinlich auch, weil ihr nicht wollt. und ich glaube das ist dann wirklich der punkt wo man guten gewissens sagen kann: trennt euch. nicht in wut und hass, sondern einfach weil ihr euch scheinbar nicht mehr miteinander entwickelt. ihr lebt nebeneinander her, das wahrscheinlich auch gar nicht schlecht und eingespielt, aber dennoch.
    ich persönlich finde auch nicht, dass eine beziehungsgeschichte von zehn jahren ein wert an sich sind, den man in die zukunft retten muss. (es ist natürlich auch nichts, was man wegen einer kleinen laune in den wind schießen muss.) ihr habt eure kompletten zwnaziger miteinander verbracht, das ist eine sehr identitätsformende zeit, und anscheinend habt ihr euch nicht so entwickelt, dass es immer noch gut zusammen geht. das ist schade, aber nicht das ende der welt. und auch ne trennung wäre es nicht. das kann für euch beide auch ne chance sein. also einzeln.
    Es ist ja nicht nur Sex, es ist generell, dass wenig Zärtlichkeit bei uns vorhanden ist. Beim Spazierengehen wird vielleicht mal routinemäßig die Hand genommen, aber ich würde mir wünschen, dass er mir körperlich zu verstehen gibt, dass er mich mag. Mal den Arm um die Schulter legen oder so. Wenn ich ihn umarme oder so, geht er oft nicht darauf ein. Oder vielleicht mal mit kleinen Dingen im Alltag zeigen, dass er an mich denkt - spontan sein, überraschen, vielleicht nur mal Blumen mitbringen. Aber das sind wahrscheinlich weibliche Träume, die man Männern kommunizieren muss

    Oh Gott, wenn ich das so lese, dann werde ich irgendwie ganz traurig...

  14. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    .
    Geändert von Inaktiver User (15.10.2018 um 21:40 Uhr)

  15. Stranger

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Arbeiten tue ich ja auch, nur eben freiberuflich im Moment, was natürlich etwas flexibler ist und ggf. etwas weniger anstrengend. Aber es ist doch nicht normal, von der Arbeit zu kommen, schlecht gelaunt zu sein und nichts mehr machen zu wollen? Und vor allem gar keine Hobbies zu pflegen, nicht mal Neugierde zu zeigen? Das stört mich glaube ich am meisten, dass er viel redet und viel vor hat, aber nichts davon in die Tat umsetzt. Oder lange überlegt, ob er etwas tun soll, und dann am Ende steht doch der Entschluss, es lieber zu lassen (und sei es nur eine Essenseinladung anzunehmen)...

  16. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    ist doch eigentlich auch ein bisschen egal, ob das normal ist oder nicht. (der beginn von berufstätigkeit wird tatsächlich oft als sehr anstrengend wahrgenommen.) ich finde viel entscheidender, mit wie viel empathie du auf deinen partner schauen kannst. naja und davon les ich nicht so viel. (macht dich nicht zu ner schlechten person, sondern halt zu ner momentan nicht besonders einfühlsamen partnerin.)

  17. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    ich finde es auffällig, dass du oben schreibst "stabile Beziehung mit seinem besten freund", aber das in vielen details nicht so richtig passt zu deiner bewertung - wenn du ihn mit freunden beobachtest, kannst du ihn die meiste zeit nicht wirklich gut leiden? ersteres finde ich in beziehungen zeitweise normal bzw eine gute Grundlage (wenn auch nicht dauerhaft erstrebenswert), aber die vielen detailbeschreibungen find ich gar nicht wie bester freund, mit dem will ich doch gemeinsame Interessen teilen, gemeinsam ins kino, ich freu mich, ihn zu sehen, führe gerne und oft lange/tiefgehende gespräche etc.
    es klingt eher wie eine stabile Beziehung zu einem geerbten haustier oder so, das man sich selbst nicht unbedingt angeschafft hätte, aber tja, jetzt kümmert man sich natürlich schon drum, irgendwie passts ja schon. DAS wäre mir für eine Beziehung tatsächlich zu wenig.

  18. Member

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es klingt eher wie eine stabile Beziehung zu einem geerbten haustier oder so, das man sich selbst nicht unbedingt angeschafft hätte, aber tja, jetzt kümmert man sich natürlich schon drum, irgendwie passts ja schon. DAS wäre mir für eine Beziehung tatsächlich zu wenig.


    und ich find auch bemerkenswert dabei, dass du ja scheinbar ganz viel drive hast, noch andere dinge in und mit deinem leben zu machen und er da ja augenscheinlich nicht mitziehen wird. nutz das!

  19. Inaktiver User

    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich finde es auffällig, dass du oben schreibst "stabile Beziehung mit seinem besten freund", aber das in vielen details nicht so richtig passt zu deiner bewertung - wenn du ihn mit freunden beobachtest, kannst du ihn die meiste zeit nicht wirklich gut leiden? ersteres finde ich in beziehungen zeitweise normal bzw eine gute Grundlage (wenn auch nicht dauerhaft erstrebenswert), aber die vielen detailbeschreibungen find ich gar nicht wie bester freund, mit dem will ich doch gemeinsame Interessen teilen, gemeinsam ins kino, ich freu mich, ihn zu sehen, führe gerne und oft lange/tiefgehende gespräche etc.
    es klingt eher wie eine stabile Beziehung zu einem geerbten haustier oder so, das man sich selbst nicht unbedingt angeschafft hätte, aber tja, jetzt kümmert man sich natürlich schon drum, irgendwie passts ja schon. DAS wäre mir für eine Beziehung tatsächlich zu wenig.
    !

    ja, das meinte ich auch mit der empathie.
    und ich will gar nicht sagen, dass dies oder jenes richtig bzw. falsch ist. dafür weiss ich natürlich viel zu wenig, woher auch. aber ja, ich finde es auffällig, wie du über ihn zu denken scheinst. und naja, das würde ich persönlich eben nicht als flaute oder schwierige phase oder sowas beschreiben. sondern vielmehr eben als ne müdigkeit der beziehung gegenüber.

  20. Junior Member

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    AW: Wenn man eigentlich nur noch als Mitbewohner zusammen lebt....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    !

    aber ja, ich finde es auffällig, wie du über ihn zu denken scheinst. und naja, das würde ich persönlich eben nicht als flaute oder schwierige phase oder sowas beschreiben. sondern vielmehr eben als ne müdigkeit der beziehung gegenüber.
    Also ich hab in schwierigen Zeiten schon schlimmer über meinen Partner gedacht. Aber derzeit sind wir wieder verliebt wie am ersten Tag.

    Aus meiner Sicht sind so Ferndiagnosen schwierig, ob die Beziehung noch zu retten ist. Ich frag mich eher was ihr eigentlich getan habt bisher für eure Beziehung... denn jede langfristige Beziehung wird nicht funktionieren, wenn man nicht ausreichend Mühe, Zeit und Energie investiert. Müssen aber natürlich beide wollen ...
    Geändert von tassi (14.04.2018 um 14:08 Uhr)

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