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  1. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    dass es eben ein riesiges glück ist, wenn man jemanden findet, der passt. und das auch noch beidseitig. aber alle um mich rum, egal wie schwierig die fälle waren, haben über die jahre jemanden gefunden. und ich eben nicht. da muss man dann doch irgendwann alle facetten betrachten.
    Aber da weißt Du von außen ja auch nicht, ob das wirklich alles so gut passt oder ob es da vielleicht auch (beschissene) Kompromisse und Zugeständnisse gibt, die Du nicht willst, was auch genau richtig so ist. Und so Kommentare nach dem Motto "Du bist auch mit keinem zufrieden!" oder "Was gibts denn da auszusetzen?" find ich echt unmöglich von Deinem Umfeld!
    I think in some ways we've gone back to the Victorian ages where women feel this bizarre need to be judged as fuckmates.

  2. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    ja, das stimmt. ich schreibe das immer nicht so gern, aber ich hab ohnehin das gefühl, dass erschreckend viele beziehungen nicht auf dem basieren, was zumindest ich mir wünschen würde. natürlich ist nichts perfekt, aber grade hab ich z.b. von einem befreundeten paar mitbekommen, die ich schon sehr lange kenne (auch bevor sie zusammen waren) und die inzwischen 14 jahre zusammen sind, verheiratet mit 2 kindern, dass sie eigentlich NUR kompromisse macht und sich ohne die kinder schon mehrmals getrennt hätte von ihm.sie erzählt das immer relativ "lustig", weil die beiden ja auch was zusammenhält, aber ich merke doch, wie viel arbeit hinter dieser beziehung steckt.

    und auch bei meinem datemann hatte ich das gefühl, als er von seinen früheren beziehungen erzählt hat, dass das alles eher so ein bisschen oberflächlich war. "ja und dann hab ich halt schluss gemacht." da hatte ich ja dann auch nochmals nachgehakt und gefragt, ob ihm das wirklich so leicht gefallen ist wie es auf mich wirkte und er antwortete, dass er tatsächlich immer wegen irgendwelcher kleinigkeiten schluss gemacht hatte und er aber jetzt daran arbeiten wolle. und da kommt in mir auch gleich ein "wtf"-gedanke, weil ich jemand bin, der eher noch um die tote beziehung kämpft als einfach aufzugeben. ist natürlich auch nicht gesund, aber das zeigte mir eine total unterschiedliche vorstellung von ansprüchen/investitionsbereitschaft/arbeitsbereitschaft in beziehungen bei uns auf. das ist z.b. so ein grundwert, der mir unglaublich wichtig ist. und ich möchte hier keinem was absprechen, weil man in niemanden reinschauen kann, aber wenn ich im umfeld sehe, wie leichtfertig hier neue partner am start sind nach teilweise langen beziehungen, frage ich mich schon, woaruf die exbeziehungen so gebaut waren. das macht mich wirklich traurig auch,
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  3. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    Ja, genau sowas meine ich halt. In meinem Umfeld sind in den letzten Jahren richtig viele Beziehungen gescheitert, teilweise nach langjähriger Ehe und teilweise auch so Geschichten wo nach mehrjähriger Beziehung geheiratet wurde und der Typ seine Frau dann anscheinend schon nach einigen Monaten Ehe über längere Zeit betrogen und um den ersten Hochzeitstag rum für die andere verlassen hat.

    Und wenn ich mir meine vergangenen Beziehungen so anschaue, hab ich da auch echt viel Mist mitgemacht, aber ich hab das auch irgendwie für normal und meine Beziehungen für glücklich gehalten. Es wird einem ja auch einerseits immer erzählt, dass es "den einen" gibt (mit dem man die Beziehung dann auch um jeden Preis am laufen halten muss) und andererseits, dass man nicht zu hohe Ansprüche haben darf. Ich glaub ich war tatsächlich erst in der Lage, eine gute Beziehung auf gleicher Augenhöhe einzugehen, als ich mir mal diesen ganzen Quatsch klargemacht und vor allem auch erlaubt hab, "hohe" Ansprüche zu haben.
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  4. V.I.P. Avatar von viole(n)t eyes
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    Ich kann mich da poppy echt (so wie eigentlich immer ) nur anschließen:
    "Hohe" Ansprüche sind überhaupt nichts schlechtes, sondern wichtig.

    Eigentlich finde ich diese Formulierungen auch perfide (also speziell "du hast zu hohe Ansprüche" und "man muss eben auch mal Kompromisse eingehen - letzteres ist eigentlich schon logisch für Beziehung, tatsächlich gesagt wird es aber eher in Situationen, in denen es nicht um Kompromisse geht, sondern um Verzicht und ähnlich beschissenes); warum sollte man denn weniger wollen, als mit der Beziehung zufrieden zu sein?
    Dazu gehört eben auch, sich mit dem Partner wohl und körperlich von ihm angezogen zu fühlen. Und was du beschreibst, klingt für mich z.B. auch gar nicht oberflächlich. Das im Restaurant, worüber auch der Kellner sich nicht gefreut hat, klingt für mich danach, dass er in der Situation eben nicht sonderlich aufmerksam gehandelt hat (offenbar hat er ja unbedacht dem Kellner blöde Mehrarbeit gemacht damit) und das hätte mich auch gestört. Warum auch nicht, wenn man Rücksichtnahme wichtig findet?

  5. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so



    Den Eindruck hab ich eben auch, was Kompromisse angeht. Das wird immer dann gesagt, wenn es darum geht, etwas zu akzeptieren, was man nicht akzeptieren will oder kann (was ja wie Du schon sagst auch gar kein Kompromiss ist, denn ein Kompromiss wäre irgendwas dazwischen). Das ist genau wie hier bei bym, wo so oft seltsame Gründe und Entschuldigungen für respektloses und grenzüberschreitendes Verhalten gefunden werden. Ich find das echt extrem ungesund und damit macht man sich auf Dauer einfach kaputt.
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  6. Enthusiast Avatar von archenstone
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    Ist das nicht die Nice-Guy-Narrative? "Mimimi, die Frau steht nicht auf mich, die ich will - wenn ich nur gut aussehen würde / einen größeren Penis hätte / ein tolles Arschloch wäre / ... , dann würden die Frauen einfach so auf mich stehen und ich müsste gar nicht an mir selbst arbeiten. Also heule ich rum und bestätige mich selbst darin, dass die Frauen zwar nicht auf mich stehen, ich aber gar nichts dafür kann, und muss ebenfalls nicht an mir arbeiten. Diese oberflächlichen Frauen sollten mal an sich arbeiten, bis sie auf mich stehen! Ich bewege mich keinen Zentimeter! Ich bin so ein netter Typ und Frauen sind so scheiße!"
    wtf momente

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  7. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    lol, ich erkenne mich darin etwas wieder
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  8. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    Lucaa, ich wollte dir noch in dem anderen Thread was antworten (mache ich vielleicht auch noch), aber bym frisst mir seit einiger Zeit ständig meine Antworten - vor allem am Handy.

    Eine Sache, die mich bei deinen Schilderungen sehr verwundert und hier schon von anderen aufgegriffen wurde: wie du davon sprichst, jemanden kennengelernt zu haben, der "alles mitbringt, was ich so aufzählen würde, wenn mich jemand fragt, wie ein potentieller partner denn so sein sollte" und gleichzeitig konkret fast nur Negatives von ihm erzählst!

    Du zweifelst wiederholt deine Intuition an, aber eigentlich ist es doch viel eher so, dass dein Bauchgefühl ziemlich genau auf das passt, was du beobachtest und vielmehr aus dem Beobachteten rational Schlüsse ableitest, die inkonsistent wirken.
    Wie hier auch schon geschrieben wurde: eine klassische Bindungsangst zeigt sich emotional eher in einer Ambivalenz, die du überhaupt nicht empfindest. Ich nehme dich insofern nicht als ambivalent, sondern inkonsequent wahr, weil du jemanden rational (!) als passend einordnen würdest, den du beschreibst als:

    - übermäßig von dir begeistert, bevor ihr euch überhaupt getroffen habt ---> so ein Verhalten deutet selten auf einen guten Mann hin
    - oberflächlich
    - "Neandertaler"-mäßig
    - sich respektlos gegenüber Servicepersonal zeigend (und ja, genau das tut jemand, der seinen Cocktail so "entsorgt", wie er das tat) ---> 1a Indikator für einen zutiefst gedankenlosen Mensch (manche würden auch "Arschloch" sagen)

    Also selbst, wenn deine vermeintliche Bindungsangst dazu führte, dass du dich von an sich perfekt zu dir passenden Männern unter Druck gesetzt fühlen würdest, um sie ja nicht an dich ranzulassen (und nicht etwa, wie es in dem Fall wirkte, der Typ einfach kein Gespür für deine Bedürfnisse hatte); und selbst, wenn diese spezielle Bindungsangst so ausgestaltet wäre, dass du einfach gar keine Anziehung verspürtest (anstatt Ambivalenz, wie es meist bei Bindungsangst der Fall ist): es bliebe immer noch, dass der Typ wohl eher nicht als Partner für dich taugen würde - einfach, weil Männer, die von unbekannten Frauen überbegeistert sind und sich einen Dreck um Servicepersonal scheren, ziemlich sicher nicht als Partner taugen.. Dafür musst du nicht dein Bauchgefühl hinterfragen, sondern kannst ganz pragmatisch nach schlichter Lebenserfahrung gehen.

    Deine Intuition scheint insofern sehr passend. Für mich ist die Frage, wieso du vom Kopf her diesen Mann als quasi perfekten Partner eingeordnet hättest. Auf mich wirkt das, als würdest du über gar keine klaren Kriterien verfügen, die dir vom Kopf her Orientierung geben würden, ob ein Mann überhaupt in Frage kommen kann.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  9. Stranger
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    Lucaa, jetzt gehts mir so ein bisschen wie Dir in dem, was Du hier als Ausgangslage geschildert hast. Ich date einen Mann, der ziemlich viel von dem, was mir wichtig ist, mitbringt - und das ist jede Menge. Ich könnte sehr viel Positives aufzählen und was ich zu bemängeln hätte, sind wohl eher Kleinigkeiten. Trotzdem will der Funke nach zwei (langen) Dates nicht überspringen. Ich versuche, das einfach so anzunehmen, aber ich merke schon auch, dass ich mich ein bisschen unter Druck setze, so nach dem Motto: "Mensch, jetzt passt doch echt vieles, jetzt verlieb Dich doch einfach mal und warte nicht auf das 100% perfekte Match, das es ja ohnehin nicht gibt." Aber mit Druck funktioniert es natürlich erst recht nicht und so versuche ich so gut es geht, gelassen zu bleiben und zu schaun, ob sich vielleicht nicht doch noch was entwickelt und falls nicht, das einfach so stehen zu lassen, ohne in selbstzweifelnde Analysen zu verfallen.

  10. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: ein paar ambivalente gedanken zur männerwahl und so

    ja, anders geht es wirklich nicht . der kontakt zu meinem date ist eingeschlafen. und ganz ehrlich: ich vermisse ihn nicht. ich finds schade, weil ich gedacht hab, ich hab jetzt wenigstens jemanden, mit dem ich mich verabreden kann, abends auf straßenfeste gehen und einfach den sommer genießen, aber ich glaube, es war schon zu verfahren, als dass es dann vielleicht in einer freundschaft geendet hätte. zumal ich nicht dran glaube, dass man da so einfach switchen kann, wenn man eigentlich was anderes will. kenn ich ja von mir.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

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