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  1. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    D.h. die Chance, dass es auch mit dir nicht gut verlaufen wird, ist so hoch, dass du dir bei ihm die Form von Beziehung abschminken kannst, die du dir grundsätzlich in deinem Leben wünscht. Die Frage, die du dir stellen kannst ist daher: würdest du auch eine andere Form von Beziehung ausprobieren wollen oder nicht. Aber die hundert Prozent, die du dir im Ausgangsposting wünscht, kriegst du mit dem einfach ziemlich sicher nicht.
    Ja, genau, danke! Die Frage stelle ich mir inzwischen tatsächlich. Eigentlich von Anfang an. Wäre ich in in der jetzigen Phase meines Lebens nochmal bereit, eine nicht zielführende Romanze/Kurzzeitbeziehung zuzulassen, obwohl ich eigentlich was anderes suche?
    Hätte ich einen Kinderwunsch würde ich sagen: nein. Ich werde nächstes Jahr 30, keine Zeit für sowas. Aber ich habe keinen. Ich bin also so gesehen von keinem Alter abhängig und kann einfach nach Gefühl gehen.
    Ich würde, sollte jetzt mehr passieren, einen Heartbreak riskieren und eine gute Freundschaft, die mir echt wichtig ist.
    Also, die Frage ist noch offen und muss ich mir in nächster Zeit beantworten, sollte überhaupt von ihm aus was zur Debatte stehen.
    Dass er sich mit mir plötzlich ändert und fähig zu etwas ganz langfristigem ist, traue ich ihm tatsächlich nicht zu..
    Unabhängig von dem, was die letzten Tage los war. Das macht für mich jetzt echt keinen Unterschied.

  2. Ureinwohnerin Avatar von florence55
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Um es auch nochmal zu schreiben.

    Mag sein, dass er OBJEKTIV gesehen nichts falsch gemacht hat.

    Aber (!), wenn er bei mir ganz subjektiv das Gefühl der großen Sorge auslöst, dass ich wirklich schon so weit gehe zu denken, er könne nicht mehr leben und alles andere hinten anstelle, und ich genau das nicht äußern kann, weil ich denke, es ist albern und übertrieben, dann macht er doch zumindest für MICH etwas falsch.

    Niemand, der einem wohlgesonnen ist und einen mag, will doch, dass man solche Gedanken bekommt.


    Und da nun einen lustigen Spruch zu bringen, obwohl du hier wirklich Panik hattest, er könne nicht mehr leben, damit unterdrückst du doch einen Teil deiner Persönlichkeit.
    Geändert von florence55 (19.07.2018 um 12:58 Uhr)
    Und endlich unendlich.

  3. Inaktiver User

    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Ich unterschreibe finessas und florences Aussagen, und möchte hinzufügen, dass deine Hormone nach der großen Sorge und der Erleichterung deine ENtscheidung, einfach mal zu gucken, also pro Mann, beeinflussen (was sie ohne das Erlebnis der Sorge in der Form nicht getan hätten:
    Wie sie die Liebe bestimmen

    Die Welt scheint für einen Moment stillzustehen. Die Augen leuchten, wir strahlen und fühlen uns unbesiegbar, die Gedanken sind einzig bei der großen Liebe. "Diese Aspekte der Verliebtheit stehen nicht unter bewusster Kontrolle", erklärt der Biopsychologe Peter Walschburger. Für manche Begleiterscheinungen der großen Gefühle gibt es ganz unromantische physiologische Erklärungen. So werden beispielsweise das Herzklopfen beim Anblick der geliebten Person und die scheinbar unendliche Kraft, die Verliebte spüren, durch einen steigenden Adrenalin-Spiegel ausgelöst.

    Dass sich die Welt von da an häufig nur noch um den Partner dreht, hat ebenfalls hormonelle Gründe: Die Psychologin Donatella Marazziti wies nach, dass bei frisch verliebten Personen der Serotonin-Spiegel im Blut auf ein fast krankhaft niedriges Niveau sinkt, ähnlich wie bei Menschen, die an einer Zwangserkrankung leiden oder besonders eifersüchtig sind. Das bewirkt eine Art Tunnelblick, fanden Forscher heraus: Sosehr man es auch versucht, es ist unmöglich, nicht an den geliebten Menschen zu denken. Ein niedriger Serotonin-Spiegel geht oft mit Nervosität und Traurigkeit einher. Deswegen kann die Euphorie des Verliebtseins blitzschnell der Niedergeschlagenheit und Unsicherheit Platz machen, wenn sich der Partner nicht meldet oder ungewohnt kühl reagiert.


    Hingegen weist das Dopamin bei Verliebten eine hohe Konzentration auf, insbesondere im Belohnungszentrum des Vorderhirns. Es reicht schon, ein Foto der geliebten Person zu zeigen, damit Dopamin ausgeschüttet und das Belohnungszentrum aktiviert wird, belegt eine Studie der Anthropologin Helen Fisher. Dass die so ausgelösten Glücksgefühle an diese spezielle Person gekoppelt sind, ist hingegen auf die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin zurückzuführen.
    Text von hier: Hormone: Die Dirigenten unseres Lebens | ZEIT ONLINE
    Du entwertest im Zuge der Erleichterung deine eigene Vorsicht und deine zu Beginn des Threads klar formulierten Bedürfnisse, und damit dich selbst. Von diesem Mechanismus wird eine abhängig, und jede Enttäuschung wird mehr gefürchtet, und fühlt sich auch immer schlimmer an. Dadurch wird der eigene Anspruch an das Gegenüber immer geringer, und die persönliche Einschätzung dessen, was eine eigentlich gewinnen könnte OHNE den Mann, fällt immer negativer aus. Wie der nächste Schuss bei Junkies. Und das alles ohne dass der konkrete Mann einen Finger für rühren muss, er läuft einfach so durch die Welt, denkt nicht an die, die sich sorgen könnten, keine weiß, ob das Absicht ist oder Charakter oder Erziehung oder oder (und es bringt ja auch nichts, darüber zu spekulieren)... und EIGENTLICH kann man ihm ja auch nichts vorwerfen.... und so....
    Geändert von Inaktiver User (19.07.2018 um 12:28 Uhr)

  4. Junior Member Avatar von jadore
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Darum geht es doch nicht? Es geht für mich darum, dass die TE vor seiner Offlinephase vielleicht Wünsche präsent hatte wie: "Wäre schön, hätte er sich erinnert, wann ich aus dem Urlaub komme und sich bei mir gemeldet" und diese Wünsche alle durch die Sorge um ihn in den Hintergrund rückten. Auf einmal reichte ein: "Er lebt!" aus, um erleichtert zu sein. Anstatt etwa ein: "Wie toll, dass er mich vor seiner langen offline Phase darüber informiert hat, damit ich mir keine Sorgen mache." D.h. was hier passiert ist, entspricht sehr eine Dynamik, die bindungsunwillige Leute beim Gegenüber lostreten können: es zählt nicht mehr so sehr, welche Bedürfnisse ich habe und was ich mir wünsche, weil ich mich schon mit dem absoluten Minimum zufrieden gebe.

    Und das besorgt hier einige. Ob jetzt der Typ in dem konkreten Fall aus einer Bindungsangst heraus agierte oder nicht und ob sein Verhalten legitim war oder nicht, ist da doch für wunder überhaupt nicht relevant, sondern dass sie beginnt sich so zu verhalten, wie es Personen tun, wenn sie Wünsche an ihr Gegenüber haben, denen dieses Gegenüber (warum auch immer, das ist absolut egal) nicht nachkommt.

    Insofern ist es auch nicht die Frage, ob es legitim wäre oder nicht, sich vor einer offline Phase nicht abzumelden. Fakt ist, dass wunder sich besser gefühlt hätte, wenn er das getan hätte/sie kontaktiert hätte und das nicht tat. Und wenn ein Mann auslöst, sich nicht besser zu fühlen, sondern schlechter (etwa, weil man sich tagelang Sorgen macht, er könne tot sein), nicht gut für einen ist und sich daher die Frage stellt, wie sie nun damit umgehen kann.
    Letzteres sehe ich genau so. Für mich klang nur dein sarkastischer kommentar, er habe "wenigstens" bei facebook angegeben, wo er hingeht und hiwis meinung, man solle von jemandem, mit dem man eine nacht verbracht hat, erwarten können, dass er sich an- und abmeldet, moralisierend bzw. seine bindungsangst erneut bestätigend, was ich nicht so bewerte bzw. aus dieser konkreten situation überhaupt nicht herauslesen würde (die vorherigen schilderungen mit den anderen frauen klingen natürlich schon danach).

  5. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Ja, mein Kommentar lässt sich so lesen. Tatsächlich hatte ich dabei aber die potentielle Reaktion Verliebter (und weniger wunder konkret) im Kopf sich ihre Gegenüber permanent schönzureden und alles zu deren Gunsten auszulegen. Also quasi er doch verantwortungsbewusst und umsichtig wäre, wenn er sogar auf FB vermerkte, bei dieser Veranstaltung zu sein, damit sich ja niemand zu sorgen habe und wenn dann doch wer Panik schiebe, es quasi selbstverschuldet wäre, weil man hätte doch auf die Idee kommen können, gleich die FB-Veranstaltungsliste durchzusehen.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  6. Enthusiast Avatar von hiwi
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Zitat Zitat von florence55 Beitrag anzeigen

    Mag sein, dass er OBJEKTIV gesehen nichts falsch gemacht hat.

    Aber (!), wenn er bei mir ganz subjektiv das Gefühl der großen Sorge auslöst, dass ich wirklich schon so weit gehe zu denken, er könne nicht mehr leben und alles andere hinten anstelle, und ich genau das nicht äußern kann, weil ich denke, es ist albern und übertrieben, dann macht er doch zumindest für MICH etwas falsch.

    Niemand, der einem wohlgesonnen ist und einen mag, will doch, dass man solche Gedanken bekommt.
    Genau so.

    Und ich würde nicht gern wollen, dass sich derjenige moralisch verpflichtet fühlt, sich bei mir abzumelden.
    Nichtsdestotrotz würde es mich enttäuschen, wenn es ihm scheinbar gar nicht wichtig ist, sowas mit mir zu teilen. Und ich dann noch dazu das Gefühl bekäme, ich würde zu hohe Ansprüche haben.

    Aber hey, alles easy, nur ne Nacht, wie heißt du nochmal?

    Ne, also, an wunders Stelle wär ich voll abgeturnt.

  7. Inaktiver User

    AW: Hier auch was Ambivalentes

    .
    Geändert von Inaktiver User (15.10.2018 um 21:59 Uhr)

  8. Ureinwohnerin Avatar von florence55
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Ich hab das auch gesagt im Zusammenhang, dass wunder meinte, sie würde nur eine spaßige Bemerkung machen. Und ich finde, aufgrund der ganzen Gedanken, die sie sich die Tage gemacht hat, kann man da schonmal ernsthaft sagen, dass man das nicht so schön fand.

    Ich meinte also damit, dass es vielleicht nicht den bisherigen Kommunikationsgewohnheiten entsprach, es aber wohl bisher auch noch nicht so eine Situation gab und DAS nun als Anlass genommen werden könnte, dem anderen eine Grenze aufzuzeigen. Sie sagt ja selber auch, dass sie sich genau so über Freundinnen Sorgen gemacht hätte. Mir gehts da primär gar nicht um diese "ich offenbare dir nun meine Gefühle", sondern mehr darum, meine Grenzen aufzuzeigen.

    Gleiches würde ich wohl mit dieser gemeinsamen Kuschelnacht machen. Es hat sich ja wohl offenbar gezeigt, dass wunder sowas eben mal nicht einfach mal so macht ohne dass da was bei herumkommt. Auch diese Grenze kann man kommunizieren.
    Und endlich unendlich.

  9. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    J
    Hätte ich einen Kinderwunsch würde ich sagen: nein. Ich werde nächstes Jahr 30, keine Zeit für sowas. Aber ich habe keinen. Ich bin also so gesehen von keinem Alter abhängig und kann einfach nach Gefühl gehen.

    mal kurz ot dazu: bitte bitte NICHT so denken! wenn einem nach unverbindlicher beziehung ist oder nach ausprobieren, weil es eben grade zur lebensphase passt,darf einem kein kinderwunsch und kein alter im weg stehen, letztendlich ist jede beziehung ein ausprobieren erstmal. und ich hab am eigenen leib erfahren, wie es ist, wenn man sich krampfhaft ab einem bestimmten alter nur noch auf was festes einlassen will. das bewirkt genau das gegenteil, weil man überhaupt nicht mehr unbedarft an beziehungen rangeht.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  10. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    .
    Geändert von wunder (20.07.2018 um 16:37 Uhr)

  11. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Ok. Ich muss, bevor ich eine Nacht drüber schlafe, und sich evtl. wieder etwas verdreht in meinem Kopf, loswerden wie es weitergegangen ist.
    Ich hatte jetzt ein sehr lehrreiches Wochenende mit ihm. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, die Geschichte ist nicht "ambivalent" sondern ganz einfach. Ich habe ihn halt innerhalb von einem Jahr lang genug kennengelernt um ihn wirklich zu kennen und mögen, und er hat einfach durch ab und zu Geflirte und dann das Kuscheln die richtigen Knöpfe bei mir gedrückt um mich ein bisschen zu verknallen. Normal und gesund und richtig ist das.
    Sein bindungsängstliches Verhalten hingegen schreckt mich eher ab. Macht ihn nicht interessanter sondern nervt mich. Ebenfalls normal und gesund.

    Ich selbst bin also wahrscheinlich nicht bindungsängstlich. Und suche mir nicht "gezielt die aus, die nichts von mir wollen". Ich will nämlich erst, wenn ich entsprechde Signale bekomme.

    Das was das alles so in's Rollen gebracht hat, war falsches Timing. Es gab diese Nacht mit Nähe und so, anschließend bin ich sofort alleine für zwei Wochen in den Urlaub gefahren und hatte zu viel Zeit nachzudenken, war etwas einsam und habe mich so reingesteigert und ihn vermisst, dabei das Negative irgendwie ausgeblendet wegen dem vielen Abstand.. dann die eine Woche in der ich wieder da und er offline war, da habe ich mich in das Vermissen noch viel mehr reingesteigert weil ich auch noch Angst hatte, ihn überhaupt nicht mehr zu sehen. So sind meine Gefühle halt total durcheinandergeraten.

    Das Wochenene war jetzt wichtig um wieder klar zu sehen. Wir sind zu Freunden gefahren, haben die ganze Zeit miteinander verbracht. Seine Bindungsängstlichkeit schon innerhalb der Freundschaft ist so sehr rausgekommen, dass wir echt einen kleinen "Streit" hatten weil ich ich mich schon mindestens einen Tag lang total verbogen habe um extra distanzierter zu sein als es eigentlich normal ist, auf Fragen von anderen die ein "ihr" beinhalten immer mit "also ich.." geantwortet habe, weil er das auch so gemacht hat. Bloß nicht in eine Schublade miteinander gesteckt werden, nur weil man zusammen angekommen ist.. Als es um das Thema zusammen nach Hause fahren gegangen ist, habe ich doch mal was angesprochen.

    Um Gefühle in dem Sinne ging es aber nie, ich weiß nicht, ob er davon etwas mitbekommen hat, eigentlich kann es gar nicht sein.

    Er spricht nach wie vor vor mir über Dates und Frauen, die er kennengelernt hat und überlegt, wie es weitergeht.

    Am ersten Abend haben wir nochmal miteinander gekuschelt, dieses Mal habe ich auch etwas mitinitiiert.. es hat sich aber weniger "liebe"voll, zugewandt angefühlt als beim ersten Mal und es ist dann auch rausgekommen, dass er das zur Zeit generell öfter so macht bei Gelegenheit. Ich glaube, es spielt dabei keine große Rolle, mit wem. :/
    In der zweiten Nacht habe ich mich gezielt wo ganz anders hingelegt, um nicht "desperate" zu wirken und ab da habe ich angefangen, mich zu verbiegen.

    Momentan habe ich das Gefühl, ich bin etwas abgekühlt, sollte aber auf Abstand gehen, nicht zu viele Treffen zu zweit, nicht warten, ob er demnächst wieder mal so herzlich und flirty ist, einfach etwas Abstand. Schade!

  12. Member Avatar von archenstone
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Sein bindungsängstliches Verhalten hingegen schreckt mich eher ab. Macht ihn nicht interessanter sondern nervt mich. Ebenfalls normal und gesund.

    Ich selbst bin also wahrscheinlich nicht bindungsängstlich. Und suche mir nicht "gezielt die aus, die nichts von mir wollen". Ich will nämlich erst, wenn ich entsprechde Signale bekomme.


    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Seine Bindungsängstlichkeit schon innerhalb der Freundschaft ist so sehr rausgekommen, dass wir echt einen kleinen "Streit" hatten weil ich ich mich schon mindestens einen Tag lang total verbogen habe um extra distanzierter zu sein als es eigentlich normal ist
    Nee, das muss man sich dann auch nicht geben. "Einfach" bei dir selbst sein. Nicht beim Verhalten des anderen.

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Momentan habe ich das Gefühl, ich bin etwas abgekühlt, sollte aber auf Abstand gehen, nicht zu viele Treffen zu zweit, nicht warten, ob er demnächst wieder mal so herzlich und flirty ist, einfach etwas Abstand. Schade!
    Ja, schade. Um den Moment, um die Gefühle. Aber mit etwas Abstand ist es vielleicht nicht mehr so schade.
    wtf momente

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  13. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Kann ich mal jemandem, der diese Geschichte noch im Kopf hat, eine pn schreiben? 🙈 es hat natürlich nicht einfach so ein Ende genommen

  14. Member Avatar von archenstone
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Mir kannst du gerne schreiben.
    wtf momente

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  15. Inaktiver User

    AW: Hier auch was Ambivalentes

    mir auch

  16. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Ich bin gerade in einem Loch. Ich könnte nur noch heulen. Und ich schreib mir das jetzt einfach mal runter, auch wenn's mir morgen peinlich sein wird.

    Ich war jetzt drei Monate im Ausland und bin davon ausgegangen, dass er weggezogen sein wird, wenn ich wiederkomme. Deswegen war ich beim letzten Treffen, vor ca. vier Monaten, recht gelöst und es hat sich angefühlt, wie ein Abschied. Alles ohne Konsequenzen. Wir waren uns wieder recht nahe, das war eigentlich so die Nacht, in der am meisten Anziehung da war und in der hätte "mehr" passieren können, wenn ich es gewollt hätte.
    Hinterher bin ich dann eben abgehauen und habe mich bewusst die ganze Zeit nicht mehr bei ihm gemeldet. Ich wollte Kontaktabbruch. Ich habe während dem Auslandsaufenthalt noch oft dran denken müssen, was da alles war.. es ist noch viel passiert, was nicht in diesem Thread steht.. aber es hat sich wie "verarbeiten", "drüber hinweggkommen" angefühlt.
    Letzten Samstag habe ich mich, ca. zwei Wochen nachdem ich wieder zuhause angekommen bin, wieder bei einer Freundin gemeldet und sie eingeladen.. und sie hat spontan ihn gefragt, ob er mitkommt und ihn einfach mit eingeladen. Weil er immer noch in der Stadt wohnt. Sie hat es lieb gemeint, wir waren so eine Art Clique und sie wusste nicht, dass ich abschließen will.
    Also war er plötzlich wieder in meiner Wohnung am Wochenende.. und ist wieder mal länger geblieben, als die Freundin von uns, und nach viel Gequatsche hat er mal wieder den letzten Bus "verpasst" und ich habe wieder mal zugelassen, dass er bei mir im Bett übernachtet und habe mich wieder mal knuddeln lassen.. dieses mal war da keine Anziehung mehr. Null. Ich fand nicht mal mehr seinen Körpergeruch irgendwie ansprechend. Weil halt drei Monate Abgewöhnung dazwischen waren.. Trotzdem, ich hab ihn dagelassen, weil mir Körperkontakt natürlich auch fehlt und aus Gewohntheit und aus Mitleid (weil er depressiv ist) und aus Dummheit. Ich dachte, es macht nichts. Am nächsten Morgen, Sonntag, haben wir uns normal verabschiedet, wussten aber, dass wir uns spätnachmittags innerhalb einer Gruppe, in der ich neu bin, wieder sehen werden. Und, und das war nichts neues, innerhalb dieser Gruppe war er dann zu mir, wie zu einer entfernten Bekannten. So dass diese neuen Leute wahrscheinlich nicht mal groß gemerkt haben, dass wir miteinander befreundet sind.
    Und das hat mich dann fertig gemacht. Damit kann ich nicht umgehen, mit diesem schnellen Wechsel, in meiner Welt gehören körperliche Nähe und emotionale Nähe einfach komplett zusammen und wenn das von ihm so getrennt wird, das macht mich völlig fertig.
    Am nächsten Tag bin ich tatsächlich erst Mittags aufgestanden, heulend, heute war's auch nicht besser, und die ganze Zeit red' ich mir ein, dass ich wertlos und scheiße bin und nur einen guten Körper habe und sonst nichts.
    Es ist völlig übertrieben.
    Ich habe mit der gemeinsamen Freundin geredet, sie war in dieser Gruppe auch dabei und ihr ist nichts aufgefallen, außer dass ich leise war. Er war ja auch nett und alles aber man hat halt gemerkt, dass ich nichts besonderes für ihn bin und ich packe diesen Kontrast zwischen dem einen Verhalten und dem anderen nicht.
    Inzwischen habe ich schon den Verdacht, dass meine Psyche diese Situation immer wieder heraufbeschwört, um mir zu zeigen, dass ich mich wertlos fühle.

  17. Member Avatar von archenstone
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    AW: Hier auch was Ambivalentes



    Immer diese blöden Herzschmerz-Rückfälle. Ja, das fühlt sich scheiße an. Heißt aber nicht, dass es immer so bleibt, und es heißt auch nicht (!), dass du dumm oder daran schuld bist.

    Ist Kontaktabbruch eine Option? Das hat ja an sich gut funktioniert.
    wtf momente

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  18. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Oh danke dass du da bist und so schnell antwortest!

    Ja, ist eine Option. Am 8. Februar zieht er angeblich wirklich um. Und dann war's das von meiner Seite. Er hatte, an dem Abend bevor ich abgereist bin, gesagt, dass er's auf jeden Fall bis Ende letzten Jahres macht weil er's hier nicht mehr aushält etc. etc. und ich dachte, entweder das stimmt.. oder er zieht überhaupt nicht weg. Er sitzt schon seit acht Jahren in dieser Stadt fest, weil er den Antrieb nicht aufbringt aufgrund von Depressionen. Und er mag diese Stadt und seinen Job aber nicht.
    Aber jetzt gibt's diesen Termin und jetzt scheint es fest zu sein.

    Der Kontaktabbruch während der drei Monate war halt leichter, weil meine Umgebung auch komplett ne andere war, ich war diejenige die weg war. Sobald ich wieder zuhause angekommen bin, hat mich alles mögliche an meine Freunde und vorallem ihn erinnert und es war echt schwierig, sich weitere zwei Wochen nicht zu melden. Aber ich krieg das dann schon hin..

    Wenn der wüsste. Ich glaube, ihm ist überhaupt nicht klar, was ich für Probleme mit ihm habe.

    Und auch jetzt die Tage juckt es mich in die Finger, ihn einzuladen um wieder ein Treffen zu haben, bei dem nichts seltsam und schwierig ist. Aber ich darf nicht mehr.

    Das Treffen, was ich eigentlich als Abschied empfunden habe, vor vier Monaten war echt so gut, so nach dem Motto, man soll gehen, wenn's am schönsten ist. Es war harmonisch, witzig, nah, schön und das hätte einfach das letzte sein müssen. Damit ich mit einer positiven Erinnerung aufhören kann.
    Und jetzt das.
    Geändert von wunder (29.01.2019 um 23:46 Uhr)

  19. Regular Client Avatar von Caly
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Ich kenne deine Geschichte nicht, aber es macht mich immer ganz nervös, wenn ich lese, dass sich Menschen wertlos und nicht gut genug und eh selbst schuld fühlen! So ist es mit Sicherheit nicht, das kann ich dir sagen ohne dich besser zu kennen!

    Du darfst nicht mehr und du wirst auch nicht mehr! Sei stark und tapfer, das warst du ja während du weg warst schon mal (Dass es da leichter war zählt nicht, melden können hättest du dich ja trotzdem bei ihm, hast du aber nicht, weil du cool bist!) Der achte Februar ist doch schon in einer Woche, das schaffst du, hmm?

  20. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Hier auch was Ambivalentes

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Ich kenne deine Geschichte nicht, aber es macht mich immer ganz nervös, wenn ich lese, dass sich Menschen wertlos und nicht gut genug und eh selbst schuld fühlen! So ist es mit Sicherheit nicht, das kann ich dir sagen ohne dich besser zu kennen!
    Absolute Zustimmung!

    Selbst wenn du von ihm unabhängig ein Selbstwertproblem haben solltest, ist er offenbar perfekt darin es zu verstärken. Ich kann mich noch daran erinnern, wie er sich damals bei diesem Meditationscamp (oder so was) einfach mal tagelang nicht meldete ohne dich oder andere vorher darüber zu informieren und du danach ebenfalls meintest, du hättest überzogen reagiert und man ihm da eigentlich keine Vorwürfe machen könnte - jetzt läuft da wieder exakt die selbe Dynamik ab. Und das sogar obwohl (!) du ihn nicht mal mehr körperlich anziehend findest. Versuch es als Chance zu sehen, durch ihn darauf gestoßen zu werden, was du tun kannst und von anderen brauchst, um dich wohl zu fühlen - durch ihn siehst du nämlich ziemlich deutlich, was da nicht dazugehört.

    Tut mir leid, wie schlecht du dich seinetwegen wieder gefühlt hast
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

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