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  1. Member Avatar von archenstone
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Ich habe einen alten "nicht schwanger"-Thread gefunden, in dem sich die 25- bis 27-Jährigen darüber unterhalten, dass sie in dem Alter eigentlich schon Mutter sein wollten und dass sie das vielleicht nie erleben. Wenn den jemand heute eröffnen würde...

    Es ist ja nicht mal so, dass ich unbedingt Kinder will oder bis zu einem bestimmten Alter. Wenn ich nie eins habe, ist es auch okay. Aber es nervt mich, dass ich es nicht weiß. Hätte ich überhaupt keinen Kinderwunsch - hätte ich explizit den Wunsch nach einem kinderlosen Leben -, wäre das einfacher.

    Oh, und es nervt mich, dass mein Leben mal wieder so unstet ist. Dass keine Kinder und keine Haustiere und nicht mal eine verbindliche Urlaubs-/Festivalplanung reinpassen, dass beruflich wieder alles im Umbruch ist. Wenn in alten Threads dann Leute schreiben, "In meinem Freundeskreis kommen in drei Monaten sechs Kinder zur Welt", dann denke ich mir, ich hab' nicht mal sechs Freundinnen, geschweige denn solche in der Lebenssituation, dass das realistisch wäre. Bekannte vielleicht.

    Andererseits sind befreundete Langzeitsingles auch ganz nett generell Leute in unterschiedlichen Lebenssituationen. So. Jammerpost Ende.

    ---

    Andere Frage. Bei manchen Discos, Partys, expliziten Single-Veranstaltungen zahlen Frauen weniger oder keinen Eintritt. Ich find' das doof. Der Hintergedanke ist ja nicht, nett zu Frauen zu sein, sondern mehr Frauen anzulocken, damit die Männer bereitwillig zahlen. Im Grunde ist es eine Formalisierung des "Der Mann gibt der Frau was aus, um sie anzusprechen". Würdet ihr zu so was nicht hingehen? Das System trollen würde ich, wenn ich dort eine Frau kennen lerne. Aber das lässt sich ja schlecht planen.
    wtf momente

    Bei mir gibt es heute...
    Politische Bildung


    Jungfrau, Dauersingle (25) männlich sucht
    Tragetuch / Tragehilfe


    Flughafen BER: Wird er mal...
    Schwanger 11/2015


  2. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Najaaaa,
    Ich kenn von Türsteherinnen (!) die Regel 60/20/20 für ne gute Party. Also 60 Frauen, 20 Schwule und 20 hetero Männer. Einfach weil es Partys gut tut, wenn Frauen ‚mächtiger‘ sind und Männer nicht völlig unbeherrscht von ‚Bienchen zu Bienchen‘ fliegen können. Frauen fühlen sich dann sicherer und sind ausgelassener. In manchen Regionen lässt sich das vielleicht halt auch besser über Geld durchsetzten.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  3. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von sommerkind Beitrag anzeigen
    Ich habe hier ein bisschen still mitgelesen. Das hier find ich voll interessant. Wenn du noch weißt, wo du das gelesen hast, schick gerne mal einen Link. Ich merke das v.a. bei einer bestimmten engen Freundesgruppe bei mir stark, dass wir eine sehr ähnliche Art zu kommunizieren haben. Wortwahl, bestimmte Phrasen, bis hin zu einer recht speziellen Verwendung von Satzzeichen, usw. Wir haben auch alle einen ähnlichen Humor und ich vermute, dass es damit zusammenhängt. Dass Sprache eben als Werkzeug für Humor verwendet wird.
    Puh, ne, weiß ich leider nicht mehr. War vlt. auchein Podcast (vlt. D-Funk Nova oder Bayern 2) oder was von Stefanie Stahl
    Aber vlt. hilft google.

  4. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Mit"rationale Realitätsprüfung" meinst du sich z.B. zu fragen, ob andere das auch so bewerten würden?
    Das kann ich oft nicht einschätzen, gerade weil vieles ja nicht so als eindeutig gut oder schlecht bestimmbar ist. Wie du selbst meinst, sieht Person A das so und Person B womöglich ganz anders.
    Eine rationale Prüfung beinhaltet für mich in solchen Situationen auch kein Einschätzen oder Bewerten sondern eine klare und wertfreie Wahrnehmung des Vorhandenen - d.h. vor allem auch von mir selbst (mit all meinen Empfindungen, Gefühlen und Gedanken) in der Situation und mir kommt vor, der Teil geht bei dir immer wieder unter.

    Die unmittelbarste Ebene auf ein Geschehen zu reagieren ist gegenwärtige Körperempfindung, aber oft ist einem die gar nicht so bewusst, weil sie von der Gefühlsebene überdeckt wird bzw. man sich daran gewohnt, gewisse Körperempfindungen sofort mit einem Gefühl verknüpft zu sehen und das Gefühl wiederum mit gewissen mentalen Gewohnheiten. Angenommen, man spürt ein flaues Gefühl im Magen bei einem ersten Date: ob sich das für einen selbst als Angst oder Aufregung anfühlt, lässt sich meist nicht beeinflussen, da es mit der eigenen Vergangenheit zu tun hat. Es lässt sich aber lernen, im ersten Schritt wahrzunehmen, dass neben dem Gefühl die pure Körperempfindung da ist (Stichwort Focusing) und sich über sie Gefühle oft schon viel früher ankündigen, als wir es vielleicht bewusst merken. Und es lässt sich lernen, dass die Wahrnehmung eines Gefühls nicht automatisch ein mentales Programm startet - und man bsw. nicht durch die Wahrnehmung von „Angst“ beginnt das Gegenüber auf alle möglichen Indizien hin zu betrachten, inwiefern es auf einen negativen Einfluss ausüben könnte, anstatt im Moment und vor allem bei sich selbst zu bleiben; bzw. Gefühle nicht ganz so autonom sind, wie wir das oft glauben, da sie eben sehr stark an mentale Programme geknüpft sein können, die sich durch neue Erfahrungen und bewusstes Handeln verändern lassen.

    Mit einer rationalen Prüfung meine ich insofern die Fähigkeit, klar zwischen der wertneutralen Wahrnehmung von Tatsachen und Meinungen/Vermutungen/Spekulationen/Wünschen/Befürchtungen usw. zu trennen. Das kann unmittelbar in einer Situation schwierig sein, doch im Rückblick lässt sich das mit der entsprechenden Bereitschaft dazu meistens durchführen.

    Ich habe bei dir den Eindruck, dass du zwar versuchst, sehr genau zu beobachten, allerdings nicht aus einer Perspektive heraus, die dich und deine Empfindungen im Zentrum hat, weil dir das allein quasi als zu unsicher erschiene, da dir das Vertrauen in deine eigene Fähigkeit Grenzen zu spüren und zu setzen häufig fehlt, und du dadurch versuchst, möglichst „objektiv“ Situationen zu beurteilen und von allen möglichen auszugehen, um ja nichts unbetrachtet zu lassen - aber genau dadurch orientierungslos bleibst, weil du so eben nicht von deinen Empfindungen, deinen Werten, deinen Zielen und deiner Selbstwirksamkeit ausgehst , sondern Dingen im Außen bzw. der Befürchtung und der Angst, in dir selbst nicht ausreichend gut Orientierung finden zu können, weswegen du schnell in ein Mutmaßen über Andere und die potentielle Entwicklung von Situationen hineingerätst, anstatt den Ankerpunkt für dein Handeln in dir selbst zu suchen.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  5. V.I.P. Avatar von Akureyri
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Ich schaffe es natürlich nicht, Eure ganze Unterhaltung nachzulesen, deshalb erzähle ich mal kurz.

    Ich bin 36 und so 8,5 Jahre mehr oder weniger Single, es gab ein paar Männergeschichten und eine Art Fernbeziehung, aber in den letzten 2 Jahren hat es abgenommen. Was wohl auch daran liegt, dass ich immer weniger Interesse an was lockerem habe, und zufriedener alleine bin, als mit etwas, was ich nicht suche.

    Mein Selbstbewusstsein schwankt, es war komplett unten als ich 2015 Burn-Out, Depression, Anxiety hatte, aber inzwischen geht es mir recht gut, und ich bin auch viel zufriedener mit mir als damals. Aber ich ertappe mich dabei, wenn ich mal einen Mann ansatzweise attraktiv finde, denke ich, der interessiert sich ja ganz bestimmt nicht für MICH. So war ich früher nicht, und ich weiß nicht, wie ich das wieder loswerde. Andererseits treffe ich Männer, die an mir interessiert sind, aber wenn ich kein Interesse habe, gibt mir das leider wenig "Selbstbestätigung".
    Letzte Woche habe ich auf einer Dienstreise einen Mann kennengelernt, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe. Er erwähnte seine Freundin, aber hat etwas mit mir geflirtet, und fand mich merklich sympathisch und sehr lustig. Ob er mich attraktiv fand, ist erstmal zweitranging, weil ich mich in der Situation auf einmal attraktiv fand. Irgendwie war ich dort mein bestes Ich, habe mich selbst von meiner besten Seite gesehen.
    Ich kann gar nicht mal sagen, ich wünschte er sei Single, für ne Beziehung wäre der mir glaube ich zu extrovertiert (er ist auch sicher etwas karriere-orientierter und dazu etwas Party-Boy). Aber ich wünschte, ich könnte öfter so sein, wie in seiner Gegenwart, irgendwie hat er ermöglicht, dass ich total unbeschwert und selbstbewusst sein konnte.
    Ich glaube, wenn wir uns privat kennen würden, wäre er ein toller Kumpel.

    Jetzt trauer ich der letzten Woche nach und frage mich, wie dieses positive Gefühl wieder öfter in meinem Leben finde.

  6. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von sommerkind Beitrag anzeigen
    Ich habe hier ein bisschen still mitgelesen. Das hier find ich voll interessant. Wenn du noch weißt, wo du das gelesen hast, schick gerne mal einen Link. Ich merke das v.a. bei einer bestimmten engen Freundesgruppe bei mir stark, dass wir eine sehr ähnliche Art zu kommunizieren haben. Wortwahl, bestimmte Phrasen, bis hin zu einer recht speziellen Verwendung von Satzzeichen, usw. Wir haben auch alle einen ähnlichen Humor und ich vermute, dass es damit zusammenhängt. Dass Sprache eben als Werkzeug für Humor verwendet wird.
    In der Psychologie ist das das Ergebnis der Normierungsphase von Gruppen. Durch gemeinsame Zeichen (hier Sprache) und Rituale wird ein Wir-Gefühl aufgebaut, was Heimat bietet.
    Zitat Zitat von Thomas de Maiziere
    Wenn wir wollen, dass Extremismusbekämpfung auch bei denen stattfindet, die schon gefährdet sind, oder halb abgerutscht sind, oder wenn es um Deradikalisierung geht, dann muss man auch mal den schwierigeren Weg probieren, und das heißt, dass man mit Menschen redet, mit denen man sonst vielleicht nicht so gerne reden würde, um eines höheren Ziels willen. Und wo da die Grenze zur Förderung ist, das ist nicht leicht zu bestimmen.

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