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  1. Newbie
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Also ja: ich habe mich damit auseinandergesetzt, was ich erwarte, wie ich mich verhalte, wie ich Erfahrungen einordne und da auch bewusst Adaptionen vorgenommen
    Und gab es da große Diskrepanzen bzw bestimmte auffällige Punkte, die du dann benennen konntest, in dem Verhalten/Einordnungen nicht dem entsprochen haben, was du dir wünscht und du dir sozusagen selber im Weg standest?
    Vielleicht magst du mal beispiele nennen (sonst vielleicht als pm)?

  2. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Clare_ Beitrag anzeigen
    Darum ging es mir gar nicht. Ich denke, dass es zuversichtlicher klingt zu sagen "es lief die letzten Male nicht so wie ich mir das gewünscht hätte" statt "nie liebt mich jemand zurück". Mit letzterem bringt man sich in eine schlechte Stimmung und malt sich auch die Zukunft negativ.
    Also wenn ich schreiben:
    "Nie mal Interesse oder Verliebtheit erwidert zu bekommen, kotzt mich an!", ist es halt leider tatsächlich so, dass ich es noch NIE erlebte, dass ich verliebt war in einen UND er auch in mich. Geliebt erst recht nicht (ich weiß ja noch nicht mal, ob ich einen je "geliebt" habe)
    Interesse joa, also das waren halt die Partnerschaften (wo ich nicht verliebt war und ich glaube, das ggü auch nicht, da fühlte ich mich auch nicht angezogen), da gabs sowas wie gegenseitiges Interesse zu Beginn.
    Ursprünglich formulierte ich es auch anders.
    Mal einer der sagt: "Hey, ich find dich toll, so wie du bist, du bist mir wichtig, ich bin für dich da." oder so (also halt geliebt werden so wie man ist) und es auch ehrlich meint (also nicht sowas einfach nur SAGT und aber nicht danach handelt) und so empfindet.
    Geändert von ningun (20.04.2019 um 13:21 Uhr)

  3. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Absolute Zustimmung!

    Kaum etwas hat mein eigenes Leben so verändert und positiv beeinflusst, wie sich in der Bewertung von Alltagserfahrungen von unpräzisen Verallgemeinerungen zu verabschieden, denn Generalisierungen lenken von den Besonderheiten konkreter Erfahrungen ab und lassen häufig Grenzen zwischen Vermutetem und Vorhandenem verschwimmen. Ich würde daher ebenfalls raten auf Begriffe wie: "immer", "nie", "jedes Mal", "ständig", "jede_r", "alle", usw. zu verzichten. Das allein kann so viel Zuversicht generieren, weil es die Zukunft für wirklich Neues und positive Veränderungen und Erfahrungen öffnet. Mich verankert es viel mehr im Moment / im konkretem Erleben, weil ich dadurch auf das schaue, was ist - und nicht auf das, was sein könnte oder war. Und das bringt viel Freiheit mit sich, weil so die Last des: "Was wäre wenn" und die sonstiger Spekulationen über mich und andere wegfällt.

    Wobei mich von solchen negativen Selbstbestätigungen zu verabschieden und zuversichtlicher zu werden ein langer Prozess war: das dauerte Jahre. Meist treten solche Verallgemeinerungen ja genau dann auf, wenn es darum geht, bestehende Narrative über sich und die Welt zu verfestigen bzw. zu bewahren - der Blick auf sie kann daher sehr aufschlussreich sein, weil sie sozusagen mitteilen, welche Geschichte ich über mich und andere und dem, was ich mir erwarten kann, im eigenen Kopf erzähle. Und natürlich prägt diese Geschichte mit, was ich erlebe, weil sie Erfahrungen zu meinem Plot passend verwertet.
    Ich weiß halt wirklich nicht wie ich z.B. aus einem "ich erlebte nie gegenseitige Verliebtheit", das "nie" streichen soll, wenn es nunmal nie so war? Ich könnte allenfalls sagen, "ich erlebte BISLANG nie gegenseitige Verliebtheit." Aber das ist ja die Sache mit der Zuversicht und wo die herkommen soll, also der Glaube daran, das doch auch mal zu erleben, wenn es das in der Vergangenheit nicht gab. Oder auch: "Die Männer, die ich wollte, wollten mich nicht" oder "ich verliebe mich immer in einen eher desinteressierten, unbemühten Typ Mann" und noch etliches anderes. Das phantasiere ich mir ja nicht herbei oder betrachte es zu wenig differenziert, es war ja wirklich so und ist es leider immer noch.
    Also in meinem Fall liegt es nicht an den generalisierenden Worten selbst, weil die die Situation ja nicht falsch oder ungenau beschreiben, sondern an zeitlich eingrenzenden Worten wie "bislang" oder ähnlichem.

    Ich habe mir ja bereits einen Text geschrieben, der so ziemlich dem entspricht, was ich in dem Thread zu "was will ich in einer Partnerschaft", also ein Text darüber was ich erreichen möchte, welche Art Partnerschaft ich gerne hätte. Aber ich merke, dass ich immer wieder denke, dass das unrealistisch ist. Also ich kann den Text dann zwar lesen und ich weiß auch, das ich mir das wünsche, aber ich glaube halt nicht daran
    Geändert von ningun (20.04.2019 um 13:31 Uhr)

  4. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Clare, ein Punkt war für mich, was ich vorhin schon nannte: mir selbst gar nicht so schlecht in der Rolle derjenigen zu gefallen, die aktiv wird und sich dadurch nicht damit auseinanderzusetzen hätte, dass andere was von mir wollen könnten, von denen ich nicht ebenfalls etwas möchte. Es würde bedeuten, ich muss dann auf andere reagieren, selbst, wenn ich keine Lust darauf habe - und ich habe kaum mal Lust darauf, mit unbekannten Menschen in Kontakt zu kommen. Ich bin sehr gern für mich - also am liebsten ist mir, ich falle gar nicht groß auf und wenn, dann nicht so, als sei ich an Interaktion interessiert. Aber klar: das sind auch Narrative über das, was mir potentiell Spaß machen kann. Und während dieser Wochen, in denen ich andere Erfahrungen machte, hatte ich wohl präsenter neugierig darauf zu sein, was passiert, wenn ich von Männern deutlicher wahrgenommen werde, auch, wenn dann welche darunter wären, die ich jetzt nicht zum Daten in Betracht zöge, aber Kontaktaufnahme von deren Seite für mich womöglich dennoch bereichernd sein könnte - mir etwa auch zu erlauben mich darüber zu freuen, angesprochen zu werden und es nicht als unerwünschtes und nerviges Eindringen in meine comfort zone zu werten.

    Konkret hat das für mich bedeutet, auch mal Smalltalk mit Leuten zu suchen, mit denen ich es normalerweise nie getan hätte - also etwa mit der Frau, die mit mir auf den verspäteten Bus wartet. Weil wenn ich selbst mich so verhalte, Kontakt zu Leuten herzustellen, der nicht sein müsste ich mich in eine offenere Haltung anderen Leuten gegenüber begegne und eben nicht nur dann in Interaktion trete, wenn ich ein klares Ziel habe. Und ich glaube, was wir vermitteln hängt schon stark mit dem zusammen, wie wir tatsächlich handeln. Und auch, wenn das mit dem Smalltalks ein aktives Zugehen auf andere bedeutet, hatte diese Aktivität für mich eine andere Grundlage, als mir interessant erscheinende Leute anzusprechen, weil beim letzteren Fall das Ansprechen ein Mittel zum Zweck ist, diese interessant erscheinende Person kennenzulernen, während der genannte Smalltalk mehr versuchte Selbstzweck zu sein und zu erleben, wie eine Interaktion ohne weiteres Ziel womöglich auch bereichernd sein könnte. Es heißt, nur im Moment mit der Person zu sein, nicht darüber hinauszudenken. Durch das Verhalten versuchte ich mich in eine andere Stimmung anderen Leuten gegenüber zu versetzen und weniger meine übliche Haltung zu leben -nämlich am liebsten in Ruhe gelassen werden zu wollen, außer vielleicht von potentiell besten Freund_innen und Superlovern.

    Mir fiel das vor allem bei dieser Party auf, bei der ich von so vielen Männern Telefonnummern erhielt. Ich habe mich da selbst anders erlebt und dadurch andere Reaktionen provoziert.

    Ich habe also nicht so sehr versucht, anders zu wirken, sondern mich tatsächlich anders zu verhalten und offen dafür zu sein, was das macht - und offenbar machte das was aus. Früher habe ich öfter nur gedacht, ich könnte offener sein, aber gewünscht hatte ich mir dennoch meine Ruhe oder eben Kontakt mit potentiellen besten Freund_innen oder Superlovern.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  5. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Ich weiß halt wirklich nicht wie ich z.B. aus einem "ich erlebte nie gegenseitige Verliebtheit", das "nie" streichen soll, wenn es nunmal nie so war? Ich könnte allenfalls sagen, "ich erlebte BISLANG nie gegenseitige Verliebtheit."
    "Bislang nie" gibt es eigentlich nicht. Es gibt "bislang keine". Denn rein logisch bezieht sich ein "nie" in die Zukunft hinein und dadurch würde wohl auch die Formulierung "bislang nie" sehr schnell eine auch über die Zukunft etwas aussagende, weswegen ich dir raten würde zu sagen: "Bislang erlebte ich keine wechselseitige Verliebtheit". Das sagt absolut nichts darüber, was du in Zukunft erleben wirst können. Bei mir wecken solche: "bislang habe ich nicht x erlebt"-Aussagen manchmal auch eher die Lust auf dieses x und weniger die Trauer darüber, es bisher nicht anders erlebt zu haben. Bei einer: "Ich habe nie x getan"- Aussage kann das für mich weniger, da spüre ich viel deutlicher die Trauer.

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Aber das ist ja die Sache mit der Zuversicht und wo die herkommen soll, also der Glaube daran, das doch auch mal zu erleben, wenn es das in der Vergangenheit nicht gab.
    Veränderungen zu etwas Neuem hin bringen diese Schwierigkeit mit, eben nicht auf Erfahrungswerten aufzubauen. Bevor du etwas erlebt hast, bleibt dir nur das Vertrauen, dass es möglich sein könnte. Wüsstest du, dass etwas käme, wie du es dir denkst, wäre es mehr Wissen und weniger Vertrauen.

    Für mich war hier entscheidend, mir Zuversicht generell zu erlauben. Ein Narrativ von mir war, dass Zuversicht ohne Erfahrungsgrundlage ein Ausdruck von Naivität wäre. Klingt vielleicht merkwürdig, aber die Überlegung, dass sämtlicher Fortschritt als Menschheit im Ganzen darauf basiert, dass komplett unrealistische Dinge versucht wurden und allein durch Persistenz veränderten, was als "realistisch" und "unrealistisch" gilt, hat mich persönlich enorm beeinflusst. Es ist eben nicht naiv in einer hoffnungslosen und aussichtslosen Situation an Veränderung zu etwas Besserem hin zu glauben - die Menschheit zeichnet sich dadurch aus, immer über das Vorhandene hinaus gegangen zu sein und sich die Grenzen nicht durch das zu setzen, was es gibt, sondern das, was für möglich gehalten wird.

    Und das kann ich auch für mich im Kleinen.

    Ich glaube ein Fehler von mir war auch, wie ich mir Zuversicht und Vertrauen vorstellte. Ich dachte, wenn ich das hätte, dann wäre ich ambivelanz - und angstfrei und würde mich sicher fühlen, auch, wenn ich Enttäuschungen und Rückschläge erlebe und ganz so war es nicht. Es ist eher so, trotz meiner Ängste, Ambivalenzen, Enttäuschungen und Rückschläge zu wissen, wo ich hin will und all das auf dem Weg dahin als Lernerfahrung einzuordnen und nicht als Bestätigung dessen, dass es eben nicht möglich wäre. Es geht für mich heute mehr darum, dennoch weiter zu machen und eben nicht meinem Narrativ zu folgen, es ginge nicht anders, wenn es sich dabei um Dinge handelt, die Menschen grundsätzlich möglich sind (weil sicher gibt es Dinge, die ich persönlich einfach nicht kann / mir nicht entsprechen, aber das ist eine andere Kategorie als etwa deine Angst, es gäbe für dich keine wechselseitige Verliebtheit).

    "Zuversicht" ist so für mich eigentlich weniger eine Kategorie des Fühlens und mehr eine der Haltung und des Handelns. Eine, welche Fragen beantwortet, wie: "Wie reagiere ich, wenn es anders als erhofft verläuft?", "Wie reagiere ich bei Schwierigkeiten?" - und wenn ich dann weiter so handle, dass es prinzipiell dazu führen kann, meine Ziele zu erreichen, dann bin ich meiner Definition nach zuversichtlich. Selbst, wenn mich meine Zweifeln und Ängste und Unsicherheiten dabei fast erschlagen - wichtig ist für mich, wofür ich mich entscheide.

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Oder auch: "Die Männer, die ich wollte, wollten mich nicht" oder "ich verliebe mich immer in einen eher desinteressierten, unbemühten Typ Mann" und noch etliches anderes.
    "Bislang verliebte ich mich eher in desinteressierte und unbemühte Typen" fühlt sich für mich anders als deine Variante an. Und: "Bislang habe ich mich von den Männern, die ich wollte, nicht gewollt gefühlt" ebenso, weil das von deinem Erleben ausgeht.

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Aber ich merke, dass ich immer wieder denke, dass das unrealistisch ist. Also ich kann den Text dann zwar lesen und ich weiß auch, das ich mir das wünsche, aber ich glaube halt nicht daran
    Da kann ich nochmal auf das verweisen, was ich weiter oben in dem Posting schreibe. Ich für mich habe als Problem weniger den fehlenden Glauben identifiziert und mehr die Angst, vor mir selbst als die "Blöde" da zu stehen, wenn ich mir etwas wünsche, das sich dann nicht so einstellt, wie ich es mir gewünscht habe; mich dann in Gedanken fertig zu machen; die Enttäuschung nicht aushalten zu können; danach noch hoffnungsloser zu sein; mich danach noch schlechter zu fühlen. Womöglich auch, dass mich dann andere lächerlich finden und sich über meine offenbar dummen Hoffnungen lustig machen könnten oder sie ausnutzen.

    Für mich geht es nicht so sehr darum, jetzt fest an einen gewissen Ausgang konkreter Art zu glauben, sondern mich auf das Erleben wertfreier und offener einzulassen und die Zuversicht dann eher darauf zu gründen, alle Erfahrungen als Lernmöglichkeit zu sehen; als etwas, das mich näher an mich selbst bringt, und weniger als eine Form innerer Überzeugung es käme ganz sicher genau so, wie ich mir das erhoffe. Also quasi eher das Vertrauen in mich, mein Bestmögliches zu geben und diese Sicht auch nicht dann nicht aufzugeben wenn ein Ergebnis von meinen Erwartungen abweicht. Es ließe sich also vielleicht darauf runterbrechen, zu mir selbst gut zu sein. Und mich darauf zu verlassen, jede noch so große Enttäuschung erträglich macht.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  6. Member Avatar von archenstone
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Ich glaube, ich entwickele mich gerade zur Eremitin. Ostern 2019: alleine in der Wohnung rumhängen. Weihnachten 2018: alleine in der Wohnung rumhängen. Ostern 2018: alleine in der Wohnung rumhängen. In unterschiedlichen Abstufungen psychischer Instabilität, aber zu meinen Eltern fahren wollte ich in keiner dieser Verfassungen. Yay.

    Ich frage mich aber auch, wie das in einer Beziehung funktionieren soll mit meinem großen Bedürfnis nach Zeit allein. Insbesondere, wenn man noch einen Job hat und andere soziale Verpflichtungen. Man fährt/geht trotzdem zum anderen und mault sich dann an, wenn es nicht so erholsam ist wie Zeit alleine? Man fährt nicht und lässt sich anmaulen, dass man ja nie da sei? Man sucht sich für eine Beziehung den einen Menschen, mit dem soziale Interaktion nicht anstrengend ist, und landet auf der Suche danach potentiell in der "Es ist etwas GANZ besonderes "-Falle?
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  7. Regular Client Avatar von Caly
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Man fährt nicht und es ist für beide okay, weil der andere auch ganz froh ist, ab und an mal ein Wochenende komplett alleine verbringen zu können. Oder man fährt, weil der Partner magischerweise von der "ich will keinen sehen"-Regal ausgenommen ist. Das sind zumindest meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Thema, auch wenn mir Zeit für mich alleine vielleicht nicht sooo wichtig ist wie dir. Aber schon auch nicht ganz unwichtig.

  8. V.I.P. Avatar von viole(n)t eyes
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Man fährt nicht und es ist für beide okay, weil der andere auch ganz froh ist, ab und an mal ein Wochenende komplett alleine verbringen zu können. Oder man fährt, weil der Partner magischerweise von der "ich will keinen sehen"-Regal ausgenommen ist. Das sind zumindest meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Thema, auch wenn mir Zeit für mich alleine vielleicht nicht sooo wichtig ist wie dir. Aber schon auch nicht ganz unwichtig.
    Da kann ich mich anschließen.

    archenstone, ich brauche sehr viel Zeit für mich allein. Ich kenne wirklich niemanden, der das so sehr und so viel braucht wie ich selbst (also gibt es sicher, aber allem Anschein nach eher selten), und "Zeit mit meinem Partner" ist wirklich noch Mal eine andere Kategorie als "Zeit mit anderen" im Allgemeinen. Also einerseits brauche ich tatsächlich weniger Zeit ohne ihn und andererseits geht es mit ihm auch total gut, dass ich was allein mache und er nimmt das nicht persönlich, obwohl er gar keine Alleinzeit braucht und das Konzept auch nicht begreift. Er macht dann irgendwas, was ich ohnehin nicht mitmachen würde (PC Spiele, Klettern gehen) oder er trifft sich mit anderen (was ich auch mag, aber seltener als er) und das hat auch in den Zeiten gut geklappt, als wir zusammen gewohnt haben.

    Kurzgefasst: ja, doch, auch mit intensiven Bedürfnis nach Alleinzeit kann eine Beziehung gelingen.

  9. V.I.P. Avatar von Akureyri
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Meine Schwester braucht sehr viel Zeit alleine, ist von Menschen schnell erschöpft und genervt, aber ihr Mann ist davon einfach ausgenommen.

  10. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Mit meinem Freund (und nicht nur mit dem, sondern auch mit früheren/ehemaligen) ist es manchmal auch einfach beiläufiger. Ok jetzt wohnen wir eh zusammen, dann sowieso, weil ich mich ja nicht so recht entscheiden kann, ob ich ihn sehe oder nicht. Aber auch als wir nicht zusammenwohnten. Wir haben auch einfach mal nen Abend miteinander verbracht und kaum mehr als fünf Sätze gewechselt. Ich sitze da und mache irgendwas an meiner Hausarbeit, er sitzt da und liest ein Buch. Wir verbringen den Abend also nebeneinander her. Würde man so nicht mit einer Freundschaft machen (außer die ist mehrere Tage zu Besuch), da ist die Zeit, die man gemeinsam verbringt, viel mehr auf den anderen ausgerichtet.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  11. Ureinwohnerin Avatar von sommerkind
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Dem kann ich auch nur zustimmen. Ich hatte auch ähnliche Bedenken bzgl. des Alleinseinwollens, aber es hat sich nie bewahrheitet. Ich fand das, im Gegenteil, immer einen sehr angenehmen Kontakt und habe mich da abends nach der Arbeit immer drauf gefreut. Wie gewitter sagt, da sind ja ganz andere bzw. keine Erwartungen an die soziale Interaktion geknüpft. Super angenehm. Ich kann das aber jetzt nicht vergleichen, ob das generell so ist oder ob wir da eine besonders gute Chemie hatten. Ich vermute, eine Mischung aus beidem.
    Put me on a pedestal and I'll only disappoint you
    Tell me I'm exceptional, I promise to exploit you.






  12. Newbie Avatar von Else
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Das größere Problem ist eher, dass man allein zuhause niemanden kennenlernt. Vor allem niemanden, der ein ähnlich starkes Bedürfnis nach sozialen Kontakten hat.
    ~ Wenn ich könnte, wie ich wollte, würd ich gar nichts wollen,
    ich weiß aber, dass alle etwas wollen sollen ~

  13. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Man fährt nicht und es ist für beide okay, weil der andere auch ganz froh ist, ab und an mal ein Wochenende komplett alleine verbringen zu können. Oder man fährt, weil der Partner magischerweise von der "ich will keinen sehen"-Regal ausgenommen ist. Das sind zumindest meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Thema, auch wenn mir Zeit für mich alleine vielleicht nicht sooo wichtig ist wie dir. Aber schon auch nicht ganz unwichtig.
    jup. beim zusammenziehen mit dem ex-freund habe ich auch auf ein eigenes zimmer bestanden zum energie tanken.
    ging auch alles.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  14. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Keine Frage allerdings: zusammenwohnend brauche ich mein Zimmer und bin auch sehr froh, wenn der Typ immer mal ein paar Tage wegfährt. Und dass wir ne gute Passung haben, kann man ja eh voraussetzten. Sonst wären wir kein Paar (in einer Wohnung).

  15. V.I.P. Avatar von Akureyri
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Wir haben über Ostern Termine für Besuche und gemeinsame Reisen mit meinem Vater abgesprochen, und meine Schwester so: Da ist *ihr Mann* auf einer Tagung, da kann ich nicht wegfahren, weil ich es genießen muss mal alleine zu Hause zu sein.

  16. V.I.P. Avatar von viole(n)t eyes
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Akureyri Beitrag anzeigen
    Wir haben über Ostern Termine für Besuche und gemeinsame Reisen mit meinem Vater abgesprochen, und meine Schwester so: Da ist *ihr Mann* auf einer Tagung, da kann ich nicht wegfahren, weil ich es genießen muss mal alleine zu Hause zu sein.

  17. Senior Member Avatar von SarahYasemin
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Ich habe mich immer am Wochenende daheim eingegraben und bin mit Freunden höchstens für drei Tage weggefahren, weil sie mir spätestens dann auf die Nerven gingen.

    Mit meine Mann war ich von Anfang an 24/7 und da ist diese Magie ins Spiel gekommen. Er geht mir nicht auf die Nerven. Daheim eingraben zu zweit hat die gleiche Qualität wie alleine.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  18. Newbie
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    @finessa: Danke für deine Antwort, da sind auf jeden Fall Denkanstöße dabei.

    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    Ich glaube, ich entwickele mich gerade zur Eremitin. ...

    Ich frage mich aber auch, wie das in einer Beziehung funktionieren soll mit meinem großen Bedürfnis nach Zeit allein.
    ... Man sucht sich für eine Beziehung den einen Menschen, mit dem soziale Interaktion nicht anstrengend ist, und landet auf der Suche danach potentiell in der "Es ist etwas GANZ besonderes "-Falle?
    Weil man Feiertage alleine verbringt ist man doch noch keine Eremitin. Unterm Strich machen das sowieso mehr Leute, als man denkt, man nimmt es nur nicht so wahr.
    Und wenn man bedenkt wie viele zur Familie fahren, weil "das macht man so", ist ein alleine zuhause bleiben meiner Meinung nach die sinnvollere und selbstwertschätzendere Variante.

    Ich verbringe auch gerne Zeit alleine, das war in Beziehungen aber nie ein Problem. Auch der Partner hat Hobbies und Freunde und so sitzt man nicht die ganze Zeit nur aufeinander. Und die Qualität der Beziehung zum Partner/Partnerin ist wie schon geschrieben wurde eine andere als in Freundschaften. Da kann man auch viel mehr Zeit zusammen verbringen, ohne dass es zuviel wird, weil man auch mal nur beieinander sein kann, ohne immer miteinander sein zu müssen.
    Wenn beide ähnlich ticken, was Zeit miteinander verbringen betrifft ist es am einfachsten. Ansonsten muss man sich austauschen und einen Weg finden, der für beide funktioniert. Und der Partner ist doch immer etwas ganz besonderes, sonst wäre man nicht zusammen. Das heißt weder, dass man sich aufgeben muss, alles hinnehmen muss, noch dass es nicht auch andere Menschen gäbe, mit denen man zusammen sein könnte. Aber man hat sich bewusst füreinander entschieden und nicht für irgendwen anders.

  19. Member Avatar von archenstone
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Wir haben auch einfach mal nen Abend miteinander verbracht und kaum mehr als fünf Sätze gewechselt. Ich sitze da und mache irgendwas an meiner Hausarbeit, er sitzt da und liest ein Buch. Wir verbringen den Abend also nebeneinander her. Würde man so nicht mit einer Freundschaft machen (außer die ist mehrere Tage zu Besuch), da ist die Zeit, die man gemeinsam verbringt, viel mehr auf den anderen ausgerichtet.
    Früher - so mit 12 bis 14 vielleicht - habe ich das durchaus mit einer Freundin gemacht. Wir haben uns getroffen und dann überlegt, was wir machen, und dann haben wir einfach nur alte Wendy-Comics o.Ä. gelesen. Aber wir wohnten auch nur ein paar Häuser auseinander und hatten beide jeweils ein gemeinsames Zimmer mit der jeweiligen Schwester.

    Zitat Zitat von Akureyri Beitrag anzeigen
    Wir haben über Ostern Termine für Besuche und gemeinsame Reisen mit meinem Vater abgesprochen, und meine Schwester so: Da ist *ihr Mann* auf einer Tagung, da kann ich nicht wegfahren, weil ich es genießen muss mal alleine zu Hause zu sein.
    Klingt nach einer coolen Familie
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  20. Member Avatar von archenstone
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Man fährt nicht und es ist für beide okay, weil der andere auch ganz froh ist, ab und an mal ein Wochenende komplett alleine verbringen zu können. Oder man fährt, weil der Partner magischerweise von der "ich will keinen sehen"-Regal ausgenommen ist.


    Zitat Zitat von Clare_ Beitrag anzeigen
    Ich verbringe auch gerne Zeit alleine, das war in Beziehungen aber nie ein Problem. Auch der Partner hat Hobbies und Freunde und so sitzt man nicht die ganze Zeit nur aufeinander. Und die Qualität der Beziehung zum Partner/Partnerin ist wie schon geschrieben wurde eine andere als in Freundschaften. Da kann man auch viel mehr Zeit zusammen verbringen, ohne dass es zuviel wird, weil man auch mal nur beieinander sein kann, ohne immer miteinander sein zu müssen.
    Wenn beide ähnlich ticken, was Zeit miteinander verbringen betrifft ist es am einfachsten. Ansonsten muss man sich austauschen und einen Weg finden, der für beide funktioniert.
    Ja, stimmt schon.

    Bei meinem Exfreund und mir hat die gewünschte Frequenz von "sich sehen" ganz gut gepasst, aber dann hat er rumgemault, dass wir so selten Sex hätten (was aus drölf Gründen eine eher logikfreie Argumentation war). Davor gab es eine Fast-Beziehung, die den Eindruck hinterlassen hat, dass das ganze Thema nervig ist.

    Zitat Zitat von Clare_ Beitrag anzeigen
    Und der Partner ist doch immer etwas ganz besonderes, sonst wäre man nicht zusammen. Das heißt weder, dass man sich aufgeben muss, alles hinnehmen muss, noch dass es nicht auch andere Menschen gäbe, mit denen man zusammen sein könnte.
    Ich bin da aktuell etwas (über-)vorsichtig, weil es eben das letzte Ding ist, mit dem ich auf die Nase gefallen bin. "Das ist der eine Mensch, der mir nicht in der Weise auf die Nerven geht wie Menschen im allgemeinen, und wenn er sich in anderer Weise daneben benimmt, hab' ich halt Pech gehabt" oder so (und ich bin sehr froh in der Relation, dass das in einer einseitigen Geschichte passiert ist Beziehung auf der Basis muss unfassbar stressig sein). Ist natürlich auch irrational, sich nur davor zu fürchten, dass genau das letzte doofe Ding so noch mal passiert. Aber ich will ja auch aus meinen Irrtümern lernen.
    Geändert von archenstone (22.04.2019 um 20:25 Uhr) Grund: davor, nicht dafür fürchten
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