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  1. Member Avatar von archenstone
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Else Beitrag anzeigen
    Das größere Problem ist eher, dass man allein zuhause niemanden kennenlernt. Vor allem niemanden, der ein ähnlich starkes Bedürfnis nach sozialen Kontakten hat.
    Ja, das kommt dazu. Dann hat man das Problem, wie sich das in einer Beziehung regelt, gar nicht erst ragmatisch: aber dass sich zwei sozial nicht so motivierte Leute finden, ist doch nicht so wahrscheinlich wie dass man am Ende einen viel zu sozialen Partner an der Backe hat.

    (Ich antworte gerade so stückelig, damit, falls mein Laptop wieder rumzickt, nicht alles weg ist).
    wtf momente

    Bei mir gibt es heute...
    Politische Bildung


    Jungfrau, Dauersingle (25) männlich sucht
    Tragetuch / Tragehilfe


    Flughafen BER: Wird er mal...
    Schwanger 11/2015


  2. Newbie
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    "Das ist der eine Mensch, der mir nicht in der Weise auf die Nerven geht wie Menschen im allgemeinen, und wenn er sich in anderer Weise daneben benimmt, hab' ich halt Pech gehabt".
    Und? Selbst wenn es der eine Mensch ist, der dir nicht so auf die Nerven geht, wie alle anderen. Wenn der Rest nicht stimmt, musst du doch nicht mit ihm zusammen sein. Du hast doch immer die Wahl lieber alleine zu sein oder mit jemandem zusammen zu sein, der dir vielleicht auf eine Weise etwas auf die Nerven geht, sich ansonsten aber total prima benimmt.

  3. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    Man sucht sich für eine Beziehung den einen Menschen, mit dem soziale Interaktion nicht anstrengend ist, und landet auf der Suche danach potentiell in der "Es ist etwas GANZ besonderes "-Falle?
    Die Falle ist doch, dass es sich wahnsinnig besonders anfühlt, obwohl rein faktisch entweder kaum bis keine gemeinsam auf ein Ziel hin ausgerichtete Beziehungsgestaltung passiert oder diese Gestaltung mehr Energie kostet, als sie Energie gibt - und somit insgesamt alles andere als "nicht anstrengend" ist? So gesehen tappst du gerade nicht in diese Falle, wenn du dir eine unkomplizierte Beziehungsgestaltung wünscht.

    Mir kommt vor, du zerbrichst dir da um ungelegte Eier den Kopf. Wenn du einen (nicht DEN einen, sondern einen) Menschen kennenlernst, mit dem es passt, wird es insgesamt nicht anstrengend sein. Und wenn es vor allem anstrengend ist, seid ihr nicht kompatibel. Wie das dann konkret aussieht - ob die andere Person mit deinem Bedürfnis nach Alleinzeit gut umgehen kann oder du mit der anderen Person Alleinzeit weniger vermissen wirst- ist sekundär.

    Dass dich auch so jemand MAL nervt oder du einfach so lieber für dich bist, finde ich völlig normal (ich kann etwa von mir nicht sagen, dass mein Bedürfnis nach Alleinzeit abnimmt, nur, weil ich mich mit jemanden sehr wohl fühle. Ich brauche die dennoch und ja, das kann Dating erschweren, aber gleichzeitig sehe ich dadurch auch deutlich, dass es mit jemanden besonders ist, wenn er damit umgehen kann).
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  4. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

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  5. Regular Client Avatar von Caly
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Wie stehst du zu dem Gedanken, Liebe/Nähe/Bindung in anderen Formen in dein Leben zu lassen oder, falls schon vorhanden, viel mehr zu zelebrieren und zu genießen?

    Das klingt irgendwie abgedroschen und ich entschuldige mich schon mal, falls dir das überhaupt nicht weiterhilft, aber mich hat es nach einer langen Phase der liebeskummerbedingten Einsamkeit unendlich aufgebaut, als ich mir klar gemacht habe, dass Liebe doch in so vielen unterschiedlichen Formen auftaucht und dass ich einige davon durchaus in meinem Leben habe. Die besten, engsten Freunde hier, mit denen ich Teenie-Erinnerungen teilen kann. Die Freunde weiter weg, die von meinem Alltag wenig mitkriegen und mit denen es sich dann trotzdem immer so anfühlt, als würde man schon Jahre zusammen wohnen, wenn ich dort zu Besuch bin. Deren Familie, die mich so süß adoptiert hat, als wäre ich eines ihrer Kinder. Der Mann, mit dem ich seit 25 Jahren befreundet bin und mit dem ich seit einem halben Jahr hin und wieder was laufen habe, ohne dass unsere Beziehung daran gekriselt hätte. Und so weiter. Liebe ist da! Man muss sie nur wahrnehmen und sich daran erfreuen. Ich klinge wie ein Poesiealbum, ich weiß, aber ich meine das wirklich so.

    Natürlich ersetzt das nicht die Bindung und Nähe in einer Partnerschaft. Aber ich finde, es macht das warten darauf wesentlich einfacher. Und es ist gut fürs Selbstbewusstsein, wenn man sich deutlich macht, dass man sehr wohl geliebt werden kann - nur bisher vielleicht noch nicht auf die eine bestimmte Weise, aber mei, Details.

  6. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

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  7. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

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    Geändert von ningun (11.05.2019 um 16:50 Uhr)

  8. Junior Member Avatar von jadore
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen

    Durch Enttäuschungen und neg. Erlebnisse mit Männern habe ich zwar auch mehr rausgefunden, was ich (von Männern, Partnerschaft) will und was ich nicht will. Aber anders als dir, reicht mir das nicht bzw. bewerte ich das nicht so positiv, weil ich finde, ich brauche da nun nicht noch mehr neg. Dinge, um noch mehr rauszufinden, was ich will und was nicht. Eine Lernerfahrung kann man ja auch von pos. Dingen haben und das ist wohl, was mir fehlt, was ich nun aber auch endlich mal erfahren möchte.
    Außerdem: Bei anderen Leuten klappt es doch auch mit Verliebtheit und Partnerschaft und bei einigen auch OHNE erst jahrelang neg. zu erleben und zu lernen damit einen pos. umzugehen, warum also nicht auch mal bei mir?
    ich kann deine gedanken dazu echt sehr gut nachvollziehen, ich hatte ähnliche, als ich mal von einer enttäuschung zur nächsten getrudelt bin und dachte, dass das einfach nur unfair ist. aber letztendlich ist es eben so: man steckt nicht in den köpfen und beziehungen anderer leute drin, die vielleicht ganz andere motive und wünsche für eine partnerschaft haben und sowieso ganz anders sind; man kann nur von sich selbst ausgehen und es hat daher echt wenig sinn, sich zu vergleichen, gerade in zwischenmenschlichen sachen, die eben an sich keine "leistung" sind, sondern zu denen einfach auch immer ne gehörige portion glück gehört. das leben spielt eben nicht fair, manche lernen sofort nach einer trennung einen neuen tollen partner kennen, manche bleiben fast ihr leben lang ungewollt single. davon ist niemand "als mensch" besser oder schlechter, "geeignet" oder "ungeeignet" - es kommt ja immer auf das spezielle gegenüber und eben auf den zufall des kennenlernens an. und ja, das klingt entmutigend, ich weiß. es gibt eben kein partentrezept für eine partnerschaft, da kann man noch so viele beziehungsratgeber, philosophie, flirt-videos etc. verschlingen.
    ich verstehe eben auch total deinen wunsch nach einer partnerschaft, den hatte ich auch. aber: was will man denn machen? man kann eben auf den boden stampfen und schreien "ich will aber!", klar, aber ob es dann eher passiert?

    du versuchst nun mit allen mitteln, dich beziehungs- und kennenlerntechnisch zu "schulen", du willst signale besser deuten zu können, möglichst schon nach ein paar sätzen wissen, ob es passt oder nicht. auch wenn ich diesen wunsch nach vollkommenem schutz vor möglichen verletzungen auch nachvollziehen kann: das wirkt schon ein bisschen obsessiv. vollkommen schützen kann man sich eh nicht vor reinfällen und verletzungen, niemand kann das, denn es gehören immer auch wagnis und ungewissheit dazu, wenn man etwas neues erleben möchte.
    und da kommt dann aber doch wieder die beziehung zu einem selbst ins spiel: das ist eben das, was man am ehesten beeinflussen kann. wie geht man mit enttäuschungen um? weche erlebnisse lässt man überhaupt zu enttäuschungen werden? in meinem fall hat tatsächlich damals geholfen - ich weiß nicht, ob es bei dir ähnlich sein könnte - nicht mehr so hohe erwartungen an menschen zu haben, wenn noch gar nicht viel passiert ist. klar, ist auch schwierig, und gerade wenn man sich eine partnerschaft wünscht, malt man sich gerne mögliche romantische szenarien aus, mit menschen, die man gerade erst kennengelernt hat. aber ich glaube zum beispiel im fall vom reisemann hätte es einfach geholfen, nicht so viel drüber nachzudenken von anfang an. es war ein kennenlernen, ein date und er ist danach monatelang auf reisen gegangen. auf reisen kann einfach sooooo viel passieren. das muss doch gar nichts mit dir zu tun haben?! vielleicht hättet ihr zueinander gepasst, vielleicht nicht - das wirst du jetzt wohl unmöglich noch rausfinden können. fakt ist - er hat sich aus irgendeinem grund eben nicht gemeldet.
    die enttäuschung, die du nun hast, darfst du dir natürlich schon zugestehen. unterdrücken kann man so etwas kaum. aber letztlich hilft eben nur, wieder nach vorne zu schauen - nicht nur, um vielleicht irgendwann mal einen partner kennenzulernen, sondern auch, um einfach schöne erlebnisse abseits davon zu haben.

  9. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    in meinem fall hat tatsächlich damals geholfen - ich weiß nicht, ob es bei dir ähnlich sein könnte - nicht mehr so hohe erwartungen an menschen zu haben, wenn noch gar nicht viel passiert ist. klar, ist auch schwierig, und gerade wenn man sich eine partnerschaft wünscht, malt man sich gerne mögliche romantische szenarien aus, mit menschen, die man gerade erst kennengelernt hat. aber ich glaube zum beispiel im fall vom reisemann hätte es einfach geholfen, nicht so viel drüber nachzudenken von anfang an.
    Ja, davon schrieb ich auch:
    und schneller von etwas abzukommen, also auch von gewissen Hoffnungen. Oder halt, wie schon geschrieben, nicht so schnell Hoffnungen zu entwickeln, genauer zu prüfen, bevor ich mich emotional einlasse, zu schauen, lohnt sich die Hoffnung überhaupt, ist es derjenige überhaupt wert? U.ä. Wobei ich da nicht weiß, wie all das gelingen kann.
    Wie gesagt, ist die Frage, wie das gelingen kann. Also auch "sich nicht so viele Gedanken zu machen". "So/zu hohe Erwartungen" - nun, wie gesagt, es war halt ein dran glauben, dass er tut, was er sagt: sich melden. Eigentlich würde ich das gar nicht als "zu hohe" Erwartung einstufen. Im Ergebnis heißt das dann ja irgendwie KEINE Erwartungen mehr zu haben? Und Worten keinen Glauben zu schenken?

  10. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Nein, wenn jemand das sagt, kann man finde ich, schon erstmal davon ausgehen, dass das dann auch gemacht wird, auch wenn es Leute gibt, die viel so dahersagen. Aber wenn es dann nicht eintrifft nach EINEM Treffen, ist es hilfreich, das auch nicht zu hoch zu hängen.
    Das waren jetzt natürlich denkbar ungünstige Bedingungen für Dich: Ein Treffen und dann so lange Pause, wo Du Dir die ganze Zeit Gedanken machen kannst und dann sind es halt drei Monate, die Du den Mann in Deinen Gedanken hattest und nicht ein Treffen, während er irgendwo war, wahrscheinlich viel erlebt hat usw. usf..

    Mir fällt das auch recht schwer, aber gerade ganz am Anfang sollte man erstmal nicht groß über den Moment hinausgehen. Dann macht man es nicht größer als es ist.

    Und umgekehrt: Wenn etwas schön ist, dann finde ich schon, dass man das als SCHÖNE ERFAHRUNG, die man REAL GEMACHT hat, auch weiterhin schätzen kann, aber natürlich ist es dann auch blöd, wenn es nicht weitergeht und vielleicht blöder, als wenn es gar nicht passiert wäre. Kenn das Gefühl auch sehr gut. Aber keine Fallhöhe hat man halt nur, wenn man nichts über den Moment hinaus an sich ranlässt und auch keinerlei Sehnsucht zulässt, das ist irgendwo unrealistisch und Leben und Kontakt geht halt nicht ohne ein paar blaue Flecken. Man sollte aber aufpassen, nicht gleich durch eineinhalb Kontakte auf Wolke sieben abzuheben, denn von da aus gibt es dann beim Fallen mehr als blaue Flecke und dass man fallen wird ist halt deutlich wahrscheinlicher, als wenn sich schon ein stabilerer Kontakt entwickelt hat.

  11. Junior Member Avatar von jadore
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    sehe es auch so wie durga.

    klar kann man erstmal davon ausgehen, dass jemand sich meldet, wenn er es sagt. aber "davon ausgehen" sollte nicht heißen, sein ganzes herzblut da reinzulegen und zutiefst enttäuscht zu sein, wenn es nicht passiert.
    ganz generell finde ich es schon gut, menschen beim wort zu nehmen, und ich habe da glaube ich - wie du vielleicht auch? - andere standards als der reisemann, das heißt, wenn ich betone, mich AUF JEDEN FALL zu melden (wie er das gesagt hat, das weißt du ja am besten), dann tue ich es auch.
    aber wie gesagt: auf drei monaten reise kann viel passieren. es ist eben auch zum beispiel möglich, dass er jemand anderen in der zeit kennengelernt hat. oder dass er gemerkt hat, er will grad einfach gar nicht daten. dann wäre es doch ein bisschen komisch, wenn er sich bei dir melden würde, weil er es versprochen hat, dann aber zugleich einräumen müsste, dass er eigentlich gar kein interesse mehr hat, dich zu daten? das wäre doch für beide unangenehm. würdet ihr euch länger kennen, würde ich das sogar angebracht finden, aber nach 1-2 treffen sehe ich da eben keine notwendigkeit.
    und damit will ich ja nicht sagen, dass du nicht enttäuscht sein darfst. ich wäre auch enttäuscht. aber letztlich ist das so eine sache, die eben passieren kann, und die man vielleicht auch überhaupt nicht voraussehen konnte, und jetzt ist es eben so und ich glaube, es tut nicht gut, zu viel darüber nachzudenken, was denn die gründe dafür eventuell sein könnten.

  12. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

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    Geändert von ningun (11.05.2019 um 16:51 Uhr)

  13. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Also könnte ich mir vlt. schon mal merken
    - jmd., der ein unstetes Leben führte und nicht EINDEUTIG klar ist, dass er dieses unstete Leben nicht mehr führt/führen will => knicken, weil ich nix unstetes, sondern was verlässliches will.


    Wollen wir vlt. allgmein man so "Regeln" und Schlussfolgerungen sammeln?

  14. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Das muss doch nicht so sein, dass er öfters kurz vor einer Abreise ein Date hatte. Und man funktioniert auch nicht sein ganzes Leben lang gleich. VOR ALLEM ist das aber für Dich vollkommen unerheblich, warum er was gemacht haben könnte und wie er sich in den letzten 20 Jahren verhalten hat. Das bindet nur Energie und bringt null Erkenntnisgewinn.

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Und wg. Wolke 7 oder ähnlichem. Die Enttäuschung jetzt ist nicht so groß wg. dieses Einzelfalls oder weil ich so krass verliebt wäre (also er gefiel mir, ich fand das Date nett, fühlte mich zwischenzeitlich immer mal wieder verknallt und hätte ihn gerne kennengelernt und sicher auch gerne noch mal geküsst aber krasse Verliebtheit ist dann doch was anderes, also v.a. braucht es da für mich halt irgendwie auch Kontakt). Die Enttäuschung ist gerade so groß, weil es WIEDER doof gelaufen ist. Und, weil ich eigentlich in einer Phase war, in der ich von Männern nur eins wollte: In Ruhe gelassen werden. Ich war weder auf der Suche, noch sonst wie irgendwie erpicht überhaupt Männer kennenzulernen oder in meinem Leben zu haben.
    Dann kam der Reisemann und plötzlich waren da zum einen all die Bedürfnisse und Wünsche wieder da (also allgemein: Liebe/Bindung mit einem Mann und halt die Frage, ob vlt. er so ein Mann sein könnte, also=>ihn kennenlernen wollen), zum anderen gleichzeitig auch all die Unsicherheiten und Ängste (=>ihn besser nicht kennenlernen).
    Kenn ich ganz genau so, also das fett markierte.


    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Ich glaube halt wirklich, dass es dann wirklich besser ist, weiterhin die Finger von Männern zu lassen, wenn SOWAS bei mir ausgelöst wird. Bloss: Wie weiß man, dass man soweit ist, dass sowas nicht mehr ausgelöst wird?
    Das klingt wieder so passiv. Warum solltest Du zufällig von allein "soweit" werden? Wenn "sowas" ausgelöst wird, bist Du dem dann 100% ausgeliefert ohne jegliche Handlungs- und Einflussmöglichkeit?

    Meine Erfahrung ist, ja, weh tut es dann erstmal, ein bisschen der konkrete Fall und mehr all die anderen ähnlichen Erfahrungen und das wird nicht angenehmer, wenn es nach zehn, fünfzehn Jahren irgendwann im mittleren zweistelligen Bereich liegt, aber ich komm da viel schneller raus. Ein paar Tage bin ich traurig und verletzt, aber dann ist das weg. Dann grübel und theoretisier ich nicht mehr darüber und manche Männer vergess ich sogar, also, es kann sein, dass ich die erstmal gar nicht auf dem Schirm hab, wenn ich überlege, welche Männerkontakte dieser Art hatte ich in den letzten drei Jahren, oder mir fällt der Name nicht mehr ein. Das ist mir aber nicht passiert, sondern ich hab mir das halt irgendwann verboten, wenn was zuende ist, was gar nichts großes war bzw. nicht mal angefangen hatte, da viel drüber nachzudenken. Das funktioniert nicht gleich, das muss man sich am Anfang vielleicht hundert Mal oder öfter pro Tag verbieten, aber irgendwann hab ich das gelernt und darüber bin ich ganz froh.

  15. Newbie
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Ich glaube irgendwie nicht, dass einem solche Regeln wirklich weiter helfen. Ein stückweit vielleicht, aber eine Garantie ist es dennoch nicht. Wie schon jemand schrieb, Wagnis und Unsicherheit gehört dazu. Und eben auch möglicherweise enttäuscht werden.

    Der unstete Typ merkt beim Kennenlernen vielleicht doch, wie schön es ist sich fest zu binden und sich was aufzubauen. Der super verlässliche, der ganz sicher eine Beziehung sucht, merkt möglicherweise nach ein paar Treffen, dass es doch nicht funkt.
    Glück, Timing, Chemie, das hat man alles nicht in der Hand.

    So grundsätzliche Regeln, wie sich respektvoll behandeln und generell Interesse am Kennenlernen zeigen und grundsätzliche Offenheit für eine Beziehung (sofern man das will) usw schließe ich da jetzt mal aus. Auf so etwas zu achten macht natürlich Sinn.
    Ansonsten würde ich eher versuchen an mir selber zu arbeiten. Wie gehe ich mit Enttäuschungen um, habe ich da Strategien? Wenn alles "immer gleich" abläuft, wie/wo kann ich da etwas für mich ändern? Warum lösen "Kleinigkeiten" so viel in mir aus, was steht da eigentlich dahinter?
    Das alles würde ich mal hinterfragen und meine Energie da rein stecken mich selber zu stärken. Vor Enttäuschungen kannst du dich nicht schützen, aber die Art, wie du damit umgehst kannst du beeinflussen.

  16. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Wollen wir vlt. allgmein man so "Regeln" und Schlussfolgerungen sammeln?
    Wenn einer weg ist, der nie IN meinem Leben war, ist er weg.

    Nach einem Treffen sollte ich noch niemanden in der Weise in mein Leben lassen, dass ich unglaublich viel über ihn nachdenke und mutmaße, das ist dann nämlich gar nicht er und es ist niemand in meinem Leben, aber mich selber verdränge ich.

    Mehr auf den Bauch als auf den Kopf achten.

  17. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen



    Das klingt wieder so passiv. Warum solltest Du zufällig von allein "soweit" werden? Wenn "sowas" ausgelöst wird, bist Du dem dann 100% ausgeliefert ohne jegliche Handlungs- und Einflussmöglichkeit?
    Natürlich nicht "zufällig von allein", das wäre ja schön
    Ne, natürlich schon durch mein Zutun, Therapie, an mir arbeiten und so. Aber da habe ich halt auch schon große Zweifel, als dass das was bringt, weil: bisher brachte es auch nix.


    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    ich hab mir das halt irgendwann verboten, wenn was zuende ist, was gar nichts großes war bzw. nicht mal angefangen hatte, da viel drüber nachzudenken. Das funktioniert nicht gleich, das muss man sich am Anfang vielleicht hundert Mal oder öfter pro Tag verbieten, aber irgendwann hab ich das gelernt und darüber bin ich ganz froh.
    Ja, das habe ich schon etliche Male versucht, mir Stop gesagt, mich versucht abzulenken. Funktioniert halt nur mäßig.

  18. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von Clare_ Beitrag anzeigen
    Ansonsten würde ich eher versuchen an mir selber zu arbeiten. Wie gehe ich mit Enttäuschungen um, habe ich da Strategien? Wenn alles "immer gleich" abläuft, wie/wo kann ich da etwas für mich ändern? Warum lösen "Kleinigkeiten" so viel in mir aus, was steht da eigentlich dahinter?
    Das alles würde ich mal hinterfragen und meine Energie da rein stecken mich selber zu stärken. Vor Enttäuschungen kannst du dich nicht schützen, aber die Art, wie du damit umgehst kannst du beeinflussen.
    Da bin ich ja schon laange dabei. Hinterfragen schon ewig, das ist alles recht schlüssig. Auch praktische Übungen oder Meditation (bzw. generell Dinge, von denen ich dachte, sie könnten mir gut tun) Es mangelt halt am (nachhaltigen) positiven Effekt

    Da frage ich mich eh, warum es bei anderen offenbar fruchtet, bei mir irgendwie nicht. Also was ich da falsch mache?
    Geändert von ningun (25.04.2019 um 18:06 Uhr)

  19. Addict Avatar von ningun
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Wenn einer weg ist, der nie IN meinem Leben war, ist er weg.

    Nach einem Treffen sollte ich noch niemanden in der Weise in mein Leben lassen, dass ich unglaublich viel über ihn nachdenke und mutmaße, das ist dann nämlich gar nicht er und es ist niemand in meinem Leben, aber mich selber verdränge ich.

    Mehr auf den Bauch als auf den Kopf achten.
    Sind das jetzt Regeln oder Schlussfolgerungen für dich oder für mich?
    Also weil ich fragte nach welchen für euch...

  20. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Allgemeiner Singleleben-Laber-Thread

    Ich dachte, Du wolltest allgemeine Regeln? Die bezögen sich dann ja auf alle. Aber das sind die, die mir mit einer ähnlichen Problematik wie Deiner, also wie im vorhin fett Markierten, geholfen haben. Insgesamt gibt es bestimmt auch Menschen, die mal zur Abwechslung den Kopf einschalten sollten. Die haben aber idR auch andere Probleme als die, die ZU viel denken.

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