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  1. Get a life! Avatar von Jane-Lane
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Anin Beitrag anzeigen
    Ja, definitiv!
    Aber eine Rundnachricht (falls damit gemeint ist, eine Sammelnachricht an alle gleichzeitig) finde ich nicht gut. Das verringert die Verbindlichkeit. Wenn ich als eine von zehn so etwas erhalte, würde ich ggf. eher nicht antworten, weil es eher beliebig erscheint. Würde mir schon die Mühe machen, individuell Leute zu kontaktieren und zu fragen, ob sie mal wieder Lust auf z.B. ein Feierabendbier, Kino, Konzert etc. hätten.
    Ich habe einige "lockere" Bekannte zusätzlich zu meinen engeren Freundinnen und finde, man merkt sehr gut, ob da Lust auf der anderen Seite ist. Z.B. gehe ich alle paar Monate mal mit meiner Nachbarin oder meinem Nachbarn was nach der Arbeit in der Nachbarschaft trinken, aber ich hab oft nicht soo viel Zeit und denke das ist auf beiden Seiten so. Dadurch auch kein sehr regelmässiger super enger Kontakt. Anderseits mögen wir uns, gießen gegenseitig Blumen, haben was zu erzählen und freuen uns dann auch, wenn es klappt abseits von kurz im Treppenhaus quatschen. Habe z.B. gerade eine Einladung zum Geb. für März von der einen bekommen (runder, daher vermutlich größerer Kreis) und ihr geschrieben, dass ich gerne komme und ob sie Lust hat, im Januar mal wieder was trinken zu gehen. Dann kam direkt die Antwort ja etc.
    Ich verstehe euren Einwand, allerdings möchte ich mich nicht nur um Treffen bemühen, sondern vielleicht ist unter den Freunden auch jemand, der Lust hat mal ein paar Tage wegzufahren o.ä., aber vielleicht versuche ich es nochmal zu optimieren, daß es für den einzelnen vielleicht persönlicher wirkt.
    Hello Mr National, how are the pommes?

    yes, yes, oh yay

  2. Ureinwohnerin Avatar von sommerkind
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich merke das stark in letzter Zeit. Meine engsten Freunde sind auch gleichzeitig meine Kollegen tatsächlich. Wir machen zwar öfter/ab und zu mal was nach der Arbeit, aber jetzt auch nicht andauernd. Da wir uns eben eh tagsüber sehen und die meisten dann abends nach Hause zu ihren Familien/Partnern gehen. Darüber hinaus kenne ich nicht viele Menschen. Ab und an treffe ich mich mal mit jemandem. Wobei ich das Gefühl habe, dass die Initiative meist von mir ausgeht und das auch noch mehr war vor einer Weile. Das ist arg traurig. Ich bin auch aus der Stadt weggezogen, wo ich die meisten/besten Freunde hatte. Ob das jetzt dort immer noch so wäre, weiss ich nicht.

    Am liebsten hänge ich einfach mit Menschen in Kneipen rum. Und da fällt mir fast niemand ein, mit dem ich das machen könnte. Kaffeetrinken find ich mal nett, aber irgendwie zu steif. Ein soziales Hobby hab ich nicht. Ich würde gern mal einen Keramikkurs machen - zweifelhaft, ob man dort jemanden kennenlernt, aber einen Versuch ist es vielleicht wert.

    Uff - heute aber auch niedergeschlagene Stimmung.
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  3. Enthusiast Avatar von hiwi
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Bei mir stagniert es leider seit Jahren immer mehr.
    Alte Freundschaften verlaufen sich, mal mehr mal weniger schmerzhaft. Neue Leute lerne ich in meiner derzeitigen Lebenssituation kaum kennen und wenn, dann erübrigen die sich meist nach spätestens nem halben Jahr von selbst. Entweder weil es doch nicht passt oder weil ein Teil weggeht.

    Von Männern ganz zu schweigen.

    Mir fällt es grade extrem schwer, das so hinzunehmen, weil ich eben auch nicht großartig ein familiäres Netz habe; eher im Gegenteil ist das oft zusätzlich noch Stressor.

    Mir fehlt es total, zwei drei enge Menschen um mich zu haben, denen ich nahestehe und mit denen ich Dinge unternehmen kann. Ich bin echt ratlos und meine Psychoanalytikerin meint, ich solle durchhalten, aber ich halte seit Jahren immer nur noch durch und besser wird es nicht, eher schlechter.

    Sorry, nicht sehr erbaulich. :'(

  4. Addict Avatar von ningun
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    AW: Keine Freunde mehr haben


    Worüber hast du schon versucht neue Leute kennenzulernen?

    Das ist für mich irgendwie das schwerste. So in meinem normalen Alltag lerne ich kaum Leute kennen. Ich müsste mich dann schon irgendwo anmelden, was neues starten und dort dann versuchen Leute kennenzulernen. Aber ich habe da irgendwie noch nicht so wirklich was gefunden. Ich finde es auch sehr schwer, in eine schon bestehende Gemeinschaft einzutreten bzw. konnte ich mich dazu bislang nicht überwinden. Und bei so Sachen wie Unisport, wo alle neu sind und sich nicht kenne, habe ich noch nie Leute näher kennengelernt.

  5. Enthusiast Avatar von hiwi
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen

    Worüber hast du schon versucht neue Leute kennenzulernen?
    danke dir. na ich versuche eben offen zu bleiben, gehe zu veranstaltungen, die mich interessieren ( die an meinem wohnort leide rar sind). ein hobby, das ich letztes jahr entdeckt habe, kann ich hier an meinem ort leider nicht ausüben und ein anderes, dafür müssen wir immer in die nächstgrößere stadt fahren, und da entwickelt sich leider nichts konstantes.

    generell ist es halt so, dass ich überall gut gelitten bin, von grüppchen zu grüppchen springe, aber nirgendwo fest angebunden bin. und dann waren da eben auch viele enttäuschungen in den letzten jahren. manchmal komme ich mir vor, wie der traurige clown. und zuhause sitze ich dann wieder allein, langweile mich und bin einsam.

  6. gesperrt
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich hatte schon früher nicht großartig Freunde, da sich das alles nach der Grundschule im Sand verlaufen hat, wenn man eben verschiedene Schulen besucht und nicht mehr in dem Alter ist, wo man sich trifft, weil man an denselben Spielen Interesse hat. Später ging es mir dann zu sehr ums Ausgehen, Jungs und eben Alkohol, wie auch Zigaretten. Da konnte ich nicht mitreden. Nachdem ich dann aus der Schule weg war und ein Fernstudium begonnen habe und nun ein weiteres Fernstudium mache hat sich das auch nicht geändert, da ich eben keine neuen Leute kennenlerne. Ich möchte das aber ehrlich gesagt auch nicht, da ich mit meiner Familie und meinem Freund sehr zufrieden bin. Ich hätte gar nicht die Zeit mich mit Freunden zu treffen oder dauernd mit ihnen zu schreiben. Finde das immer sehr nervig und verpflichtend, wenn mich mal irgendjemand wegen irgendetwas kontaktiert. Abgesehen von Freund und Familie jetzt.

  7. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich kann leider grad nichts hilfreiches sagen, aber ich glaub, ich werd bald auch kaum noch oder keine Freunde mehr haben, wenn das so weitergeht. Ich bin ein Mensch, der furchtbar gern längere vertraute Freundschaften hat und so seine "festen Kreise" und ich bin ein Mensch, der gern irgendwo verwurzelt ist. Ich scheine aber nur noch Leute kennenzulernen, für die diese Stadt eine von 1000 Durchgangsstationen ist, die sie bald schon wieder gegen eine andere eintauschen wollen und "wir bleiben natürlich trotzdem in Kontakt! Freundschaft überwindet auch die Distanz!" und ja, irgendwie tut sie das, aber ich finde, das ist einfach nicht das selbe wie Kontakte im Ort, die man auch mal ungeplant, spontan sehen kann. Mit denen man sich auch einfach mal zwischendurch auf nen Kaffee treffen kann, die auch mal einfach rumkommen, wenn man krank daheim ist, so typische Sachen, die unter "Nachbarschaftshilfe" fallen halt auch. Ich teile gern den Alltag mit anderen. Nun wird schon wieder jemand wegziehen und ich merke langsam, dass ich zunehmend weniger Bock hab, mit noch jemandem dieses "wir besuchen uns einfach ganz oft am Wochenende"-Ding durchzuziehen. Ich hab jetzt schon mehrere Leute, die ich regelmäßig besuche und sie mich, aber ich mag so kleinere Treffen im Alltag eigentlich viel lieber und irgendwann wirds finanziell ja auch schwierig.
    Und gleichzeitig hab ich zunehmend weniger Nerv, neue Leute kennenzulernen. Irgendwer schrieb das hier schonmal so treffend, "redefaul" geworden zu sein. So geht es mir auch. Und ich denk auch schon beim Kennenlernen nur noch genervt "oh na toll, wie gut wir uns verstehen, da ist es ja sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis auch du gern zu neuen Abenteuern in einer anderen Stadt aufbrechen möchtest, wozu mache ich mir noch die Mühe?".

    Ich frag mich, woran das liegt. Bin ich mit meiner "Heimatverbundenheit" einfach sone Ausnahme bzw. ist das so selten oder gerate ich chronisch an die falschen Leute oder ziehen Großstädte so ein Verhalten eben einfach an?

  8. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Bergkind Beitrag anzeigen
    Ich frag mich, woran das liegt. Bin ich mit meiner "Heimatverbundenheit" einfach sone Ausnahme bzw. ist das so selten oder gerate ich chronisch an die falschen Leute oder ziehen Großstädte so ein Verhalten eben einfach an?
    Ich kenne die Beobachtung.
    Die Zugvögel sind halt offen(er) für neue Bekanntschaften, daher kommt man mit ihnen leichter in Kontakt. Die Sesshaften haben meist schon aus Kinder- oder Studienzeiten ihr gewachsenes Umfeld und sind nicht mehr so kontaktfreudig. So entsteht schnell der Eindruck, dass "alle" nur noch Zugvögel sind. Als gegenmittel hilft es nur dicke Bretterzu bohren um Anschluss an die Eingeborenen zu bekommen.
    Zitat Zitat von Thomas de Maiziere
    Wenn wir wollen, dass Extremismusbekämpfung auch bei denen stattfindet, die schon gefährdet sind, oder halb abgerutscht sind, oder wenn es um Deradikalisierung geht, dann muss man auch mal den schwierigeren Weg probieren, und das heißt, dass man mit Menschen redet, mit denen man sonst vielleicht nicht so gerne reden würde, um eines höheren Ziels willen. Und wo da die Grenze zur Förderung ist, das ist nicht leicht zu bestimmen.

  9. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Ich kenne die Beobachtung.
    Die Zugvögel sind halt offen(er) für neue Bekanntschaften, daher kommt man mit ihnen leichter in Kontakt. Die Sesshaften haben meist schon aus Kinder- oder Studienzeiten ihr gewachsenes Umfeld und sind nicht mehr so kontaktfreudig. So entsteht schnell der Eindruck, dass "alle" nur noch Zugvögel sind. Als gegenmittel hilft es nur dicke Bretterzu bohren um Anschluss an die Eingeborenen zu bekommen.
    Stimmt, das klingt plausibel. Die, die öfter umziehen, sind ja wahrscheinlich einfach schon geübter darin, überall neue Kontakte zu finden. Ich werd wohl echt mal die Augen offen halten, ob es irgendwelche eher gut verwurzelten Kreise hier gibt, in die ich so nach und nach langsam reinkommen kann, auch wenn es dann vielleicht etwas mehr Geduld braucht.

  10. Ureinwohnerin Avatar von sommerkind
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ein bisschen was Positives.

    Ich hab mich seit meinem letzten Beitrag etwas angestrengt. Und ich glaube, es hilft. Ich habe einerseits Zeit mit meinen Kollegen verbracht, was einfach sehr schön ist. Egal, ob ich die nun als Freunde oder Kollegen bezeichne. Darüber hinaus habe ich tatsächlich aktiv die paar Leute kontaktiert, die ich als meine engeren Freunde bezeichnen würde. Und ich habe mit einem bestimmten Sport angefangen und habe direkt in der ersten Stunde jemanden kennengelernt, der Freundschaftspotenzial hat - ich hoffe, sie taucht in der nächsten Stunde wieder auf.

    (Übrigens habe ich auch viele Leute in einem Sprachkurs mal kennengelernt. Ein gemeinsames Interesse ist echt ein guter Ausgangspunkt!)

    Und generell - versuchen, das Haus zu verlassen. Auch wenn man alleine ist. Ein Buch im Café lesen. usw
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  11. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Sommerkind, das klingt toll und freut mich voll für dich Und macht mir auch wieder etwas Hoffnung, dass Dranbleiben sich lohnen kan

  12. Alter Hase Avatar von ~snow06~
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Also ich finde wirklich immer wieder, dass es sehr mit dem Ort zu tun hat. In der ehemaligen Studienstadt, in der ich jetzt wieder promoviere (zum Glück ist es eine Fernpromotion) empfinde ich die Leute einfach als sehr self-absorbed. Das Leben ist geregelt, alle sind zufrieden, aber sehr wenig an Kontakten interessiert. In Berlin empfinde ich Leute als sehr viel kontaktfreudiger und unternehmungslustiger (und auch als hilfsbereiter, bei meiner letzten Reise in die Studistadt hatte ich mein Handyladekabel vergessen und niemand wollte mir seins leihen.) Das kenne ich so einfach nicht aus Berlin.
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  13. V.I.P. Avatar von Zoor
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Jane-Lane Beitrag anzeigen
    Ich verstehe euren Einwand, allerdings möchte ich mich nicht nur um Treffen bemühen, sondern vielleicht ist unter den Freunden auch jemand, der Lust hat mal ein paar Tage wegzufahren o.ä., aber vielleicht versuche ich es nochmal zu optimieren, daß es für den einzelnen vielleicht persönlicher wirkt.
    Ich habe letztens von einem (eher losen) Bekannten solch eine Massennachricht erhalten und nicht darauf reagiert, weil ich mich eher als "Beifang" gesehen habe. Bei einer persönlichen Nachricht hätte ich mir sicher ein paar Gedanken dazu gemacht. Ohne diesen Thread wäre es mir nicht bewusst geworden.
    Mein Name ist Mensch

    Ein Arbeitnehmer verliert mit dem Tod nicht seinen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. (EuGH 2014)

  14. Addict Avatar von ningun
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Habt ihr vlt. Rat?
    Ich will nun versuchen neue Kontakte zu knüpfen bzw. überhaupt mehr Sozialleben aufzubauen, indem ich irgendwo regelmäßig teilnehme.
    Problem: Meine Arbeitszeiten. Die machen mir eigentlich immer einen Strich durch die Rechnung. Es hätte jetzt z.B. sehr günstig einen 8-wöchigen Yogakurs gegeben, wovon ich aber wg. der Arbeit in den ersten 6 Wochen nur 2x hätte teilnehmen können.
    Ich arbeite sehr unregelmäßig, habe also weder feste Arbeitstage, noch feste Freizeittage. Ich arbeite auch an Wochenenden.

    Bei so kurzen Kursen ist es sicher auch schwieriger jmd. kennenzulernen, als bei etwas, das langfristig ausgerichtet ist.

    Am liebsten wäre mir etwas musikbezogenes, am liebsten auflegen lernen - aber dazu finde ich nix, es gibt zwar ein Frauen-DJ-Kollektiv, aber die legen nicht die Musik auf, die ich mag.

    Und: Wie überwindet man sich dann alleine hinzugehen?

  15. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Musik, gibt es vielleicht regelmäßig stattfindenede Jam-Sessions in deiner Stadt? Wo man einfach hinkommen und mitmachen kann? Sowas hab ich gerade für mich entdeckt.

  16. Addict Avatar von ningun
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Das mit "musikbezogen" ist vlt. irreführend. Ich spiele keine Instrument und kann auch nicht singen. Jam-Sessions fallen daher eher weg. Aber ich interessiere mich generell für Musik und würde, wie gesagt, gerne lernen aufzulegen. Vermutlich kann man sich das auch irgendwie selbst beibringen, aber zum einen fehlt mir da die Geduld und zum anderen fände ich das eine gute Gelegenheit mit anderen in Kontakt zu treten - wenn es denn was entsprechendes gäbe.

  17. Member
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Wenn du ein angebot gefunden hast und es eine kontaktmöglichkeit gibt, kannst du ja vorher ne Nachricht /mail schreiben. Dann wissen die das du kommst, jemand weiß schonmal deinen Namen und wenn du schreibst "ich will nächsten Samstag mitmachen" ist für dich ein gewisser Druck da auch wirklich hinzugehen. ;-)

    Ansonsten habe ich ja auch eher die Erfahrung gemacht, dass es bei so interessensbasierten Angeboten seeehr lange dauern kann, bis irgendwas freundschaftliches entsteht. Also wenn du mit den neuen Menschen auch wirklich mal was machen willst, würde ich eher empfehlen zu Sachen hinzugehen wo das Thema primär neue Menschen kennenlernen ist. Ich finde so Stammtisch-formate auch immer ganz gut, da macht es nichts wenn man mal nicht kommen kann und es wird viel gequatscht.

  18. Junior Member
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    An die, die nicht viele Freunde haben und noch nie hatten weil sie eher ein Einzelgänger sind: habt ihr den Eindruck, dass andere Leute, besonders im Datingkontext, euch dafür bewerten? Mir hat es wirklich noch nie gefehlt nicht mehr Freunde zu haben und ich finde Zeit mit mir alleine in den allermeisten Fällen bereichernder als mit anderen (mit Ausnahme von drei Leuten vielleicht, die ich nicht oft sehe weil wir in anderen Städten wohnen und meinen Geschwistern), aber ich oft das Gefühl, dass Leute mich dafür bemitleiden. Und bei Partnern bzw Expartnern habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir dass irgendwie zur Last gelegt wird. Nach dem Motto "Du hast nicht viele Freunde, da kann ja irgendwas nicht mit dir stimmen". Ein Ex meinte mal zu mir in einem bösen Streit, ich wäre ein Soziopath (ich glaube, er weiß nicht, was dieser Begriff bedeutet) weil ich nicht wie er einen großen Freudes- und Bekanntenkreis habe und nicht diese superdicken Freundschaften aus der Grundschule. Der hat mich für diese Tatsache, dass ich ein Einzelgänger bin, irgendwie echt öfters abgewertet und mir das Gefühl gegeben, dass das eine Charakterschwäche ist nicht viele Freunde zu haben.
    Und ne ehemalige Freundin meinte auch mal, dass sie den Eindruck hat, dass ich nicht viel von anderen Leuten rede und nur meine Geschwister häufig erwähne, wenn sie mir die Frage stellt, was ich heute mache (meine Antwort war dann halt "Ich geh mit meiner Schwester feiern" oder so) und sie hat das damals auch wie einen bemitleidenswerten Vorwurf formuliert und irgendwie hatte ich dann gar keine Lust mehr drauf, mich dafür rechtfertigen zu müssen, warum ich nicht dauernd mit dutzenden Leuten etwas unternehme und stattdessen gern Zeit mit meinen Geschwistern verbringe oder telefoniere.

  19. Member Avatar von Mooncradle
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Debbie, ich finde das überhaupt nicht bemitleidenswert
    Mein Mann hat auch nicht viele Freunde und ist eher ein Einzelgänger.
    Als wir uns kennenlernten hatte ich kurz den Gedanken, dass es evtl stressig für mich werden könnte, so als einzige Bezugsperson in unserer Stadt.

    Wurde es aber nicht. Er ist froh wenn er zu Hause vor sich hin wurschteln kann, wenn ich mich mal allein mit einer meiner (auch nicht mehr so zahlreichen) Freundinnen treffe.

    Und du bist ja nicht komplett sozial isoliert und hast ein gutes familiäres Netzwerk.
    Ich finde gute und langjährige Freundschaften zu haben sehr sehr besonders und nicht selbstverständlich.

  20. Junior Member
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Danke, dass du das sagst.

    Vielleicht ist viele Freunde zu haben auch so eine Art soziales Kapital - man wird als aufregender und spannender wahrgenommen wenn man viel unternimmt und viele Freunde hat, als wenn man gerne viel alleine unternimmt. Ich könnte das ja als Negativaspekt nachvollziehen, wenn man jetzt ein Einzelgänger wäre, der nur Zuhause sitzt und gar nichts macht und vor sich hin döst und einfach gar nichts zu erzählen hat. Aber ich mach so viel und hab viel zu erzählen, für mich ist das jetzt kein qualitativer Unterschied ob ich alleine in Paris war oder mit den besten Freunden...

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