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  1. Fresher
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von DebbieDowner Beitrag anzeigen
    An die, die nicht viele Freunde haben und noch nie hatten weil sie eher ein Einzelgänger sind: habt ihr den Eindruck, dass andere Leute, besonders im Datingkontext, euch dafür bewerten?
    Mein Freundeskreis ist auch überschaubar und ich mache gerne auch mal was alleine oder bin für mich. Abgewertet wurde ich deswegen nie.
    In meinen Beziehungen war es aber auch ähnlich. Da war nie einer dabei, der (fast) jeden Tag on Tour ist und was unternehmen muss. Sondern es wär ähnlich, wenige enge Freunde und sonst eher lockere Bekanntschaften.
    Ich kenne aber eine Beziehung in der das problematisch war. Da lag es aber daran, dass erwartet wurde, dass man nun alles als Paar gemeinsam unternimmt und der eine Part nichts mehr für sich alleine machen wollte.

  2. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Extrovertiertheit ist m.E. aktuell schon eher positiv angesehen. Im beruflichen Umfeld wird Vernetzung, Kommunikation etc. bei den coolen start-ups (und bei google/amazon etc.) erwartet.
    Es könnte also im Hinterkopf (unbewußt) mitschwingen, dass ein Mensch mit wenig Kontaktfreude langfristig im Job schweer haben könnte und daher unattraktiver ist.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  3. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Das halte ich jetzt für etwas weit hergeholt.. Es gibt ne Menge sehr erfolgreicher Eigenbrötler (salopp gesagt) und nicht jeder verbindet beruflichen Erfolg mit Attraktivität. Auch unterbewusst.


    Ich kenne den Effekt, dass ich mit Freunden selbstbewusster und lockerer rüberkomme als alleine oder mit oberflächlichen Bekannten. Und deswegen könnte ich mir gut vorstellen, dass ich da anziehender wirke.
    Geändert von wunder (14.05.2019 um 22:03 Uhr)

  4. Stranger
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von hiwi Beitrag anzeigen
    boah, mir gehts grade mal wieder so, dass ich mich echt frage, was für enge bindungen ich überhaupt noch in meinem leben habe - echt wenig.
    irgendwie lerne ich schon seit jahren kaum noch leute kennen, mit denen es über oberflächliches geplänkel, gute-kollegen-status hinausgeht. engere mädelsfreundschaften kühlen ab, oder scheitern an unterschiedlichen vorstellungen. ich mach oft die erfahrung, dass ich viel verbindlicher bin als andere und mich nervt unzuverlässigkeit dann ziemlich schnell bei anderen, sodass ich dann davon ablasse.
    [...]aber irgendwie ist da niemand, mit dem ich eine große schnittmenge im alltag habe und manchmal, grade, macht mich das echt traurig.
    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen

    Mir fehlt eine enge, wohlwollende Freundschaft sehr. Eine , wo man sich aufgehoben fühlt, aufeinander zählen kann, auf einer Wellenlänge ist, Interessen teilt und sich aufrichtig füreinander interessiert. [...]
    Heute kommt mir v.a. vor, dass ein aufrichtiges Interesse mir ggü fehlt, also es wird eher selten mal nachgefragt. Und wenn ich dann von mir aus mal erzähle, wird oft nur einsilbig reagiert. Also das ist nicht ganz neu, sondern schon seit ein paar Jahren so. Die letzten Freundschaften v.a. zu Frauen waren ziemlich einseitig.
    [...]Sehr oft kam es zum Bruch, wenn ich anfing zu sagen, dass mich was stört
    [...]
    Mir geht es auch so.
    Ich lerne keine Leute mehr kennen. Mit den paar Bekannten und Freunden gibt es nur wenige Gemeinsamkeiten. Richtige Freunde im oben genannten Sinn habe ich eigentlich gar nicht mehr. Im Prinzip fühle ich mich einsam und das macht mich sehr oft traurig.

    Manchmal fürchte ich, mir die falschen Menschen zu suchen. Menschen, mit denen es wenige Gemeinsamkeiten gibt, die andere Vorstellungen von Freundschaft haben. Am Anfang bin ich immer ziemlich optimistisch und werde dann doch wieder enttäuscht. Oder habe ich falsche und überhöhte Vorstellungen?
    Wie der Thread zeigt, gibt es auch andere Menschen, denen eine enge Bindung wichtig ist, ich bin also nicht die einzige. Wo findet man solche Menschen?

    Momentan würde es mir reichen, wenigstens jemanden für regelmäßige Freizeitaktivitäten zu haben. Meine Freizeit verbringe ich die meiste Zeit alleine. Ich bin in einer "Neu in..." Gruppe bei Facebook, jedoch zu schüchtern und unsicher, um das aktiv zu nutzen. Hat das mal jemand genutzt? Wie war das?
    Spontacts habe ich mir auch installiert, das wird aber in meiner Region nicht so rege genutzt.

  5. Member Avatar von hiwi
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von la_mer Beitrag anzeigen
    Mir geht es auch so.
    Ich lerne keine Leute mehr kennen. Mit den paar Bekannten und Freunden gibt es nur wenige Gemeinsamkeiten. Richtige Freunde im oben genannten Sinn habe ich eigentlich gar nicht mehr. Im Prinzip fühle ich mich einsam und das macht mich sehr oft traurig.

    Manchmal fürchte ich, mir die falschen Menschen zu suchen. Menschen, mit denen es wenige Gemeinsamkeiten gibt, die andere Vorstellungen von Freundschaft haben. Am Anfang bin ich immer ziemlich optimistisch und werde dann doch wieder enttäuscht. Oder habe ich falsche und überhöhte Vorstellungen?
    Wie der Thread zeigt, gibt es auch andere Menschen, denen eine enge Bindung wichtig ist, ich bin also nicht die einzige. Wo findet man solche Menschen?

    Momentan würde es mir reichen, wenigstens jemanden für regelmäßige Freizeitaktivitäten zu haben. Meine Freizeit verbringe ich die meiste Zeit alleine. Ich bin in einer "Neu in..." Gruppe bei Facebook, jedoch zu schüchtern und unsicher, um das aktiv zu nutzen. Hat das mal jemand genutzt? Wie war das?
    Spontacts habe ich mir auch installiert, das wird aber in meiner Region nicht so rege genutzt.
    Ohje, ja, das kenne ich zu gut. Du bist auf jeden Fall nicht allein!
    Für mich war und ist das schon seit ein paar Jahren ein Thema, aber ich kann sagen, dass es durch eine intensive Psychotherapie besser geworden ist.
    Es gibt da mehrere Faktoren, die mit reinspielen. Seitdem ich verstanden habe, was da (größtenteils in mir) vor sich geht, kann ich damit besser umgehen und messe dem Ganzen nicht mehr so viel Schwere bei.

    Einerseits gehörte dazu, anzuerkennen, dass ich einfach hohe Ansprüche habe an eine enge Bindung. Das bringt es mit sich, dass nur wenige überhaupt infrage kommen. Die Ansprüche anzupassen habe ich mehrmals versucht und das hat mich nicht befriedigt, also war für mich die Konsequenz, mich bei Sachen die halbgar sind, nicht übermäßig zu involvieren. Und generell: mich nicht mehr "anzustrengen", um Beziehungen zu initiieren oder aufrechtzuerhalten.

    Ein weiterer ganz wichtiger Punkt war für mich, mir Interessen zu suchen, die ich wirklich aus vollstem Herzen gern tue, die keinen Zweck erfüllen außer, dass sie mir Spaß machen und mir gut tun. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich dadurch ganz leicht und unverkrampft in Kontakt komme und die dann auch, obwohl naturgegeben erstmal oberflächlich, angenehm sind und aus denen sich dann mehr entwickelt (oder auch nicht). Ich habe sozusagen den Fokus gelernt zu verschieben; von Menschen auf Aktivitäten/Hobbies/Leidenschaften und darüber eine größere Gelassenheit gewonnen.

    Generell würde ich eh sagen, dass ich gelassener geworden bin und nicht mehr so viele Erwartungen habe an den neuen Gegenüber. Mir reicht es mittlerweile schon, wenn man einfach ein nettes Abendessen miteinander teilt oder nur eine begrenzte Aktivität miteinander teilt. Früher wäre mir das "zu profan" gewesen und ich hätte es nicht so geschätzt wie heute. Es wirkt ein bisschen paradox, aber je bewusster ich mir.meiner hohen Ansprüche würde, desto eher konnte ich auch Kontakte genießen, die nicht "alles" erfüllen.

    Was mir immer noch schwer fällt, ist, die veränderten alten Freundschaften (die auch immer weniger werden) so hinzunehmen, bzw. mich selbst in ihnen zu positionieren. Ich weiß da oft weniger als bei neuen Kontakten, was ich will, was für mich (noch?) funktioniert und was nicht.

  6. Stranger
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Darf ich fragen, was diese hohen Ansprüche sind oder waren?
    Als ein Beispiel nennst du, dir längere oder intensivere Treffen gewünscht zu haben, richtig?

    Bei mir kommt es z.B. wiederholt vor, dass mir nicht mehr auf eine Nachricht geantwortet wird. Ich komme mir dann wie der letzte Depp vor, der mehr um Kontakt bemüht ist, als die anderen und dann steigen auch selbstkritische Gedanken in mir hoch und die Befürchtung, die anderen können mich nicht leiden. Bis die dann, teilweise nach Monaten, doch wieder von sich aus Kontakt suchen.

    Sollte mich das also nicht mehr stören? Aber was "darf" man dann noch von seinen Mitmenschen erwarten? Mir ist schon klar, je weniger Ansprüche man hat, umso leichter ist es wahrscheinlich. Ich schrieb ja auch, richtige Freunde, so wie hier beschrieben
    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Eine , wo man sich aufgehoben fühlt, aufeinander zählen kann, auf einer Wellenlänge ist, Interessen teilt und sich aufrichtig füreinander interessiert.
    gar nicht mehr zu haben und ich habe mich bei den meisten Freunden von diesem Anspruch verabschiedet. Aber wenn man sich gar nicht auf den anderen verlassen kann, es keine Verbindlichkeit gibt, ist mir das zu wenig. Einige Bekanntschaften sind weggebrochen, wenn ich sagte, mir mehr Zuverlässigkeit zu wünschen.

    Was ich auch versuche ist
    Zitat Zitat von hiwi
    mich nicht mehr "anzustrengen", um Beziehungen zu initiieren oder aufrechtzuerhalten.
    Ich fürchte aber, immer noch zu viel zu initiieren und zu investieren. Mir ist klar, dass ich neue Kontakte suchen muss, die Frage bleibt halt, wie? Es bleibt außerdem die Befürchtung, dass es mit neuen Kontakten wieder das gleiche wird.

  7. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    la_mer, wenn du dich daran störst, dass auf Nachrichten nicht mehr geantwortet wird: was für Nachrichten sind das? Konkrete Vorschläge/Fragen deinerseits? Oder eher Geplänkel, Links, Memes, "übrigens habe ich neulich xy entdeckt, worüber wir neulich gesprochen hatten" etc.? Erwartest du, dass "Gespräche" bei WhatsApp ein offizielles Ende haben oder findest du es normal, dass es irgendwann einfach einschläft und ggf Tage später wieder aufgenommen wird?

    Interessiert mich nur mal, weil ich es eigentlich als "normal" kenne, dass manchmal nicht mehr geantwortet wird (zB weil einer unterbrochen wird und eigentlich eh alles gesagt ist). Ich antworte auch nicht immer, ich vergesse es öfter mal (wenn ich zB nur einen Link, eine Info, oder ein Foto geschickt bekomme und im Alltagstrubel zwar kurz draufschaue, aber in dem Moment nicht antworten kann).

  8. Senior Member Avatar von love_for_me
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von la_mer Beitrag anzeigen
    Mir geht es auch so.
    Ich lerne keine Leute mehr kennen. Mit den paar Bekannten und Freunden gibt es nur wenige Gemeinsamkeiten. Richtige Freunde im oben genannten Sinn habe ich eigentlich gar nicht mehr. Im Prinzip fühle ich mich einsam und das macht mich sehr oft traurig.

    Manchmal fürchte ich, mir die falschen Menschen zu suchen. Menschen, mit denen es wenige Gemeinsamkeiten gibt, die andere Vorstellungen von Freundschaft haben. Am Anfang bin ich immer ziemlich optimistisch und werde dann doch wieder enttäuscht. Oder habe ich falsche und überhöhte Vorstellungen?
    Wie der Thread zeigt, gibt es auch andere Menschen, denen eine enge Bindung wichtig ist, ich bin also nicht die einzige. Wo findet man solche Menschen?

    Momentan würde es mir reichen, wenigstens jemanden für regelmäßige Freizeitaktivitäten zu haben. Meine Freizeit verbringe ich die meiste Zeit alleine. Ich bin in einer "Neu in..." Gruppe bei Facebook, jedoch zu schüchtern und unsicher, um das aktiv zu nutzen. Hat das mal jemand genutzt? Wie war das?
    Spontacts habe ich mir auch installiert, das wird aber in meiner Region nicht so rege genutzt.
    Woher kommst du denn
    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

  9. Addict Avatar von ningun
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Mir geht es ja sehr ähnlich. Bei mir ist es z.B. kein Geplänkel. Ich nutze Nachrichtenservices die meiste Zeit für konkrekten Informationsaustausch und Verabredungen. D.h. mir passiert es oft, dass auf eine Frage (z.B. nach einer Verabredung dann und dann) nicht oder (zu) spät geantwortet wird. Und obwohl das immer und immer wieder passiert, bin ich jedes mal wieder enttäuscht.
    Und: Mit ein, vlt. zwei Menschen klappt es ja schließlich! Da kommt auch, wenn ich (selten!) mal eine Nicht-Informations-oder-Verabredungsnachricht schreibe, zeitnah eine Antwort!

    Zum Leute kennenlernen: Da habe ich auch noch keine Lösung gefunden. Mein Problem ist auch gar nicht so unbedingt, nicht auf neue Leute zu treffen (das kommt durchaus immer mal wieder vor, nicht ständig, aber halt doch ab und an, meist über Bekannte/Freunde). Mein Problem ist: Ich komme mit den Leuten nicht ins Gespräch. Zum einen bin ich sehr wortkarg, habe oft keine Lust zu reden, also entziehe ich mich solchen Situationen irgendwann. Zum anderen bin ich auch eher zurückhaltend und ängstlich. Ich hab Angst, die Gespräche können in Richtungen gehen, die beschämend oder sonst irgendwie unangenehm für mich sind. Ich weiß oft einfach auch nicht, was ich reden soll. Smalltalk mag ich nicht, für "Bigtalk" fehlen mir allerdings auch die Themen.

    Nun könnte man meinen: "lass halt die anderen quatschen", bloss: das passiert mir auch fast nie, dass das FREMDE Ggü. einfach wild losquatscht, außerdem strengt mich sowas auch schnell an.
    Kann man daran was machen? Ich glaube, früher war ich gesprächiger, auch diskussionsfreudig, heute ist das eher
    Ich glaube, dadurch auch nicht sonderlich einladend/interessant zu wirken, weswegen Leute auch nicht oder nur sehr selten auf mich zugehen.

    Im Übrigen ist das auch eines der Probleme in Bezug auf Männer kennenlernen.

  10. Enthusiast Avatar von Tannemarianne
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von la_mer Beitrag anzeigen
    Ich bin in einer "Neu in..." Gruppe bei Facebook, jedoch zu schüchtern und unsicher, um das aktiv zu nutzen. Hat das mal jemand genutzt? Wie war das?
    Ja, ich.
    Ich war bei einigen Events/Treffen die organisiert wurden. Bei den meisten war ich aber einfach ungeeignet für das "Konzept". Also es waren eben einfach (sehr) viele Leute und ich bin evtl zu introvertiert oder zurückhaltend, sodass sich meistens Pärchen/Grüppchen gebildet haben, die sich sofort rege ausgetauscht haben und ich dann so dazwischen gehangen bin oder am Rand saß und zu hörte
    Für mich persönlich wars nix, aber ich würde trotzdem empfehlen es mal zu probieren
    Caring less is the easiest way to be happy

  11. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Tannemarianne Beitrag anzeigen
    Ja, ich.
    Ich war bei einigen Events/Treffen die organisiert wurden.
    Hast du versucht für eine konkrete Aktion (Film X, Konzert Y, Theaterstück Z) eine Begleitung zu finden. Das wäre ein Gesprächsanlass, den du selbst initiieren kannst.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  12. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Kann es sein, dass sich, wenn man älter wird, das Bindungsverhalten irgendwie ändert? Ich habe gerade wegen dem Reisegeschichten-Thread in Meine Welt so intensiv an meine Anfang 20er gedacht.. da waren die Freundschaften irgenwie enger.. selbst wenn sie jetzt noch bestehen, man ist etwas in sich gekehrter, oder? Etwas mehr in seiner eigenen Welt?

  13. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Für mich hat sich da nichts Grundsätzliches verändert. Hängt von der jeweiligen Beziehung ab.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  14. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass sich, wenn man älter wird, das Bindungsverhalten irgendwie ändert? Ich habe gerade wegen dem Reisegeschichten-Thread in Meine Welt so intensiv an meine Anfang 20er gedacht.. da waren die Freundschaften irgenwie enger.. selbst wenn sie jetzt noch bestehen, man ist etwas in sich gekehrter, oder? Etwas mehr in seiner eigenen Welt?
    Ich beobachte das auch, ja.

  15. Regular Client Avatar von Calany
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ist bei mir auch so und mir fehlt das sehr.
    Hold it in, let's go dancing!

  16. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    ich weiß nicht so recht. die meisten meiner heutigen engen freunde hatte ich schon anfang 20 um mich.
    damals war insgesamt mehr geplänkel & leichtigkeit, wir waren viel fort und hatten eine gute zeit.
    jetzt drehen sich unsre gespräche oft um ernste themen, kinder, jobs, krankheiten, wir treffen uns eher daheim oder gemütlich wo zum essen/trinken u ziehen nicht mehr so um die häuser.
    die bindung ist sehr eng u normalerweise macht es auch keinen unterschied wenn wir uns monatelang nicht gesehen haben. der unterschied ist, wir plänkeln nun nimmer herum, sondern steigen (oft auh ob des zeitmangels) sofort in die tiefen themen ein.

    wenn ich neue leute kennenlerne, bleibt das heute wie damals, je nach art der beziehung, auch an der oberfäche und ist eher ne herumplänkelei als tiefgründiges gespräch.

    (bitte nicht zitieren)
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  17. Alter Hase
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich finde diese Frage auch total interessant.
    Mir fällt es in der jetzigen Lebensphase total schwer, neue richtige Freunde zu finden. Ich erlebe es oft so, dass man auch mit Bekannten doch schnell bei "schweren" Themen ist, vielleicht weil das Leben einfach weniger locker-leicht ist mittlerweile. Aber aus solchen Gesprächen entwickelt sich trotzdem keine Freundschaft. Ich glaube, weil die Leute sich doch sehr genau überlegen, in welche Beziehungen sie bewußt Zeit investieren, bzw. die meisten haben einfach keine Zeit zum investieren. Und so bleibt es bei zufälligen Gesprächen, die sich mal irgendwo ergeben.
    Ich mag das so überhaupt nicht, für mich paßt das so auch nicht zusammen.

  18. Regular Client Avatar von das hotel
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass sich, wenn man älter wird, das Bindungsverhalten irgendwie ändert? Ich habe gerade wegen dem Reisegeschichten-Thread in Meine Welt so intensiv an meine Anfang 20er gedacht.. da waren die Freundschaften irgenwie enger.. selbst wenn sie jetzt noch bestehen, man ist etwas in sich gekehrter, oder? Etwas mehr in seiner eigenen Welt?
    Hm, ich war glaub ich schon immer eher in mich gekehrt, daher spüre ich da gar keinen sooo großen Unterschied zu "früher".

    Ich hab mir aber seit Mitte meiner Zwanziger extra viel Mühe gegeben, Freundschaften zu schließen und zu erhalten, weil ich wahnsinnige Angst davor hab, jemals in diesen Zustand, "keine Freunde mehr zu haben", zu gelangen. Was ich allerdings schon feststelle, ist, dass sich meine Freundschaften inzwischen mehr aufgefächert haben und sich weniger auf ein, zwei Personen konzentrieren, mit denen man "alles" macht. Sondern mit Person x mache ich mehr dies und das, mit Person y mehr jenes, wenn Person z keine Zeit hat, frage ich eben noch Personen a bis c, etc.
    Das hat aber scheint mir relativ wenig Einfluss auf die Intensität der Freundschaften. Geht ja irgendwie allen so, dass man sich nicht mehr 5 Tage die Woche treffen kann und sich noch dieser nervige Erwachsenen-Alltag überall reindrängt.

    Ich brauche aber glaube ich auch diese ganz dolle Intimität nicht so. Also ich finde es ok, Freundschaften zu haben, wo man sich alle paar Wochen sieht, was zusammen macht, dann auch intensiv austauscht, aber ich muss dann nicht in ständigem Austausch mit der Person stehen.
    Heißt aber nicht, dass ich grundsätzlich keine Freundschaften brauche, siehe oben, eher im Gegenteil. Es tut mir auch überhaupt nicht gut, viel alleine zuhause zu sein und niemanden zu treffen, mit dem ich mich freundschaftlich verbunden fühle. Es muss nur nicht immer dieselbe Person sein. Ich liebe es sogar, Freundschaften zu sehr unterschiedlichen Menschen zu pflegen, man kriegt so interessante abwechslungsreiche Perspektiven auf das Leben.

    Also insofern habt ihr vielleicht sogar Recht, nur dass ich das nicht negativ finde, sondern es sowieso besser zu meiner Persönlichkeit passt.

  19. Addict Avatar von fliegen_lernen
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Frage auch total interessant.
    Mir fällt es in der jetzigen Lebensphase total schwer, neue richtige Freunde zu finden. Ich erlebe es oft so, dass man auch mit Bekannten doch schnell bei "schweren" Themen ist, vielleicht weil das Leben einfach weniger locker-leicht ist mittlerweile. Aber aus solchen Gesprächen entwickelt sich trotzdem keine Freundschaft. Ich glaube, weil die Leute sich doch sehr genau überlegen, in welche Beziehungen sie bewußt Zeit investieren, bzw. die meisten haben einfach keine Zeit zum investieren. Und so bleibt es bei zufälligen Gesprächen, die sich mal irgendwo ergeben.
    Ich mag das so überhaupt nicht, für mich paßt das so auch nicht zusammen.
    Geht mir auch so. Ich bin dieser ganzen Mütterbekanntschaften, die sich übers Kind ergeben haben, mittlerweile fast überdrüssig. Es ist soo oberflächlich und gemeldet wird sich nur, wenn scheinbar nichts besseres ansteht.
    Auf so Spielplatz-Smalltalk hab ich echt keine Lust mehr, es ist immer das gleiche...

    Meine "alten" Freunde sind gerade leider auch sehr auf sich konzentriert, aber alle paar Wochen klappt zum Glück ein Treffen.
    Ich selbst bin zur Zeit aber auch sehr vereinnahmt vom Alltag.
    Eine Freundin an meinem aktuellen Wohnort wäre trotzdem sehr schön...
    let the good times roll.

  20. Addict Avatar von ningun
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass sich, wenn man älter wird, das Bindungsverhalten irgendwie ändert? Ich habe gerade wegen dem Reisegeschichten-Thread in Meine Welt so intensiv an meine Anfang 20er gedacht.. da waren die Freundschaften irgenwie enger.. selbst wenn sie jetzt noch bestehen, man ist etwas in sich gekehrter, oder? Etwas mehr in seiner eigenen Welt?
    Ja, irgendwie habe ich einen ähnlichen Eindruck. Vlt. ist man auch intoleranter geworden und verschrobener (und wenn das Ggü. auch intoleranter geworden ist...). Mit Sicherheit ernster.


    Sagt mal. Kann man irgendwie daran arbeiten, gesprächiger zu werden UND dass einem das irgendwie Freude bereitet, man das gerne macht?
    Wie soll man das anstellen, neue Leute kennenzulernen, wenn man so wenig Lust auf unterhalten hat?

    Irgendwie ist das auch eine eher neuere Entwicklung seit vlt. 2 Jahren oder so. Also auch etwas, das wohl mit dem Älterwerden zu tun hat. Früher sprach ich nüchtern zwar auch selten selbst mal jmd. an, war schüchtern, aber wenn es zu einem Gespräch kam, empfand ich das (zumindest nach meiner Erinnerung) nicht erschöpfend, sondern oft als bereichernd.
    Ich kam mir damals auch...ich weiß nicht wie ich es genau bezeichnen soll...flexibler, kreativer, inspirierter im Denken vor, war diskussionsfreudig - heute komme ich mir manchmal wie Homer Simpson vor.
    Geändert von ningun (16.12.2019 um 23:36 Uhr)

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