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  1. Get a life! Avatar von Jane-Lane
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    Keine Freunde mehr haben

    Ist das ein Phänomen des Älterwerdens, daß man irgendwie kaum noch Freunde hat?
    Ich bin zwar auch mal gerne alleine bzw. habe keine Lust auf Club oder Kneipe bis zum nächsten morgen wie noch zu Studiumszeiten, aber was trinken gehen, Konzerte o.ä. mache ich trotzdem gerne noch, nur hat die Zahl der Menschen, mit denen das möglich ist rapide abgenommen. Dabei haben die meisten gar keine Kinder, die sie evtl. einschränken würden.

    Vor 6-7 Jahren gabs immer wen, mit dem ich was unternehmen konnte, jetzt sind einige weggezogen und die anderen müssen entweder ständig arbeiten (obwohl sie immer noch den gleichen Job haben) oder sind zu kaputt.
    Beobachtet ihr sowas in eurem Freundeskreis auch? Ich finde das sehr frustrierend, zumal auch im engeren Freundeskreis die Gruppendynamik mittlerweile nur noch sehr langsam vor sich hindümpelt.. Gleichzeitig habe ich aber auch eher keine Motivation neue Leute kennenzulernen. Ist das etwa der erste Schritt zur Vereinsamung?
    Geändert von Jane-Lane (16.08.2018 um 15:37 Uhr)
    Hello Mr National, how are the pommes?

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  2. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Jane-Lane Beitrag anzeigen
    Gleichzeitig habe ich aber auch eher keine Motivation neue Leute kennenzulernen.
    Das man Menschen aus dem Augen verliert, war im bisherigen Leben ja normal, gut ausser alle sind im Dorf wohnen geblieben .
    Nur die Neufindungsrate ändet sich. Warum? Keine Kraft, kein Interesse, zu hohe Ansprüche?
    Zitat Zitat von Thomas de Maiziere
    Wenn wir wollen, dass Extremismusbekämpfung auch bei denen stattfindet, die schon gefährdet sind, oder halb abgerutscht sind, oder wenn es um Deradikalisierung geht, dann muss man auch mal den schwierigeren Weg probieren, und das heißt, dass man mit Menschen redet, mit denen man sonst vielleicht nicht so gerne reden würde, um eines höheren Ziels willen. Und wo da die Grenze zur Förderung ist, das ist nicht leicht zu bestimmen.

  3. Get a life! Avatar von Jane-Lane
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Keine Kraft auf jeden Fall, zumindest nicht für "geplant" neue Freunde suchen. Andererseits wüsst ich aber auch nicht, wo sich zufällig neue Freundschaften ergeben könnten. Ist zumindest schon ewig nicht mehr passiert.
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  4. Regular Client Avatar von dzairia
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Jane-Lane, ich könnte das genau so unterschreiben, so ziemlich jeden Satz. Einerseits wird der Freundeskreis irgendwie kleiner, andererseits habe ich auch keine Nerven bzw Energie mehr, aktiv nach Leuten zu "suchen". Irgendwie hat sich die Dynamik verändert finde ich, die Leute ziehen sich zum Beispiel nicht mehr so mit, um mal was zu machen oder so.

  5. Member Avatar von Anin
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich beobachte das nicht. Bin Ende 30. Vllt. liegt es auch teilweise am Umfeld. Ich habe zwar Freunde, die nun Kinder haben und weniger weggehen etc., aber mit einer gehe ich abends ab und an auf ein Glas Wein oder so. Die ist noch unternehmungslustig. Eine andere sehe ich dagegen deutlich seltener seit Kind. Aber meine Freunde Struktur hat sich auch verändert, d.h. es sind welche weggezogen, aber dafür aus lockeren Bekannten engere Freundinnen geworden. Ich unternehme sowohl am WE als auch unter der Woche noch ähnlich viel wie früher. Am WE aber etwas weniger "Party", dafür mehr in Bars was trinken gehen etc. Viele Konzerte. Aber kann mir schon vorstellen, dass das recht einfach passiert und unterschreibe, dass es schwer ist, neue Freunde zu finden.

  6. Foreninventar Avatar von ana.
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    ich hab das neulich auch gedacht.
    ich war jetzt nie der typ mit massen an freunden, aber ich habe das Gefühl, dass die Freundschaften die ich hatte mittlerweile etwas abflauen, und ich habe mich neulich gefragt wie das wohl endet und ob es wohl mal wieder mehr wird.
    anders als im Ausgangspost glaube ich, sind bei mir schon Kinder im großen ganzen und auch bei mir persönlich mein Kind im speziellen der Grund.
    sich überhaupt zu treffen ist viel schwerer geworden, einfach weil die zeit weniger geworden ist. für mich ist die zeit ohne Kind auch sehr kostbar, also wenn ich zeit allein zu verplanen hab, und sie nicht für Sachen draufgeht die ich erledigen muss, dann häng ich schon eher gern allein mit nem buch oder ner Serie rum, statt mich auch noch zu verabreden.
    treffen ohne Kinder erfordern oft viel Organisation wochen im voraus, und dann braucht nur eine variable kippen (irgendein Kind wird krank, ein Babysitter fällt aus, man selbst wird krank) und schon gehts ohne treffen von vorne los.
    im Alltag finde ich es auch oft (zu) mühsam mich um treffen zu kümmern, aber auch da einfach weil vollzeitarbeiten und Kind und ein bisschen zeit allein keinen räum mehr lassen.
    haja und WENN treffen stattfinden, sind die bei mir mittlerweile oft anders. ich hasse hasse hasse es zutiefst, wenn ma sich mit Kindern trifft, und dann keine 2 Sätze wechseln kann, weil es Leute gibt die weder ihren noch den Satz des Gegenübers zu ende sprechen (lassen) wenn das Kind was sagt oder tut. boah das hasse ich so sehr. ich finde, da sind Unterhaltungen oft schwer. noch dazu finde ich das total unhöflich.
    und bei treffen ohne Kindern geht es (zumindest in einem meiner freundeskreise) dann tatsächlich doch die hälfte der zeit um irgendwelche muttithemen. das finde ich auch mega nervig, auch wenn ich verstehe woher das kommt.
    ach und ein großes Hobby von mir sind Konzerte, aber mittlerweile muss es leider schon echt was gutes sein, wenn ich unter der Woche auf eins gehe, weil ich weiss das ich das danach schlaf und erholungstechnisch nicht ausgleichen kann.

    ich glaube wie gesagt, dass das in meinem Umfeld massiv durch die Kinder kommt, und ich hab mich neulich gefragt ob es vielleicht dann irgendwann mal wieder besser wird. so in 10, 15 jähren
    Geändert von ana. (16.08.2018 um 17:09 Uhr)

  7. V.I.P. Avatar von Bällabee
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich kann das, was ana sagt, unterschreiben. Ich bin aber eh ein eigenbrödler und habe dazu ich Hobbies, die man alleine macht.
    Wenn ich mich mit meinem beiden Freundinnen aus der Schulzeit treffen will, die gar nicht so weit weg wohnen hat die eine ohne kind immer sehr viel weniger zeit, als ich und die andere mit kind(ern). Also allein an den Kindern liegt es bei mir nicht. Aber ich hasse hasse hasse es wie die Pest neue Leute kennen zu lernen (und bin bei Freunden auch extrem wählerisch), vermisse das aber die meiste Zeit auch gar nicht so sehr, mich mit jemandem zu treffen.

    Ich glaube, die Belastung wird einfach ab ca. 30 mehr, wenn man keine Kinder hat, hat man vielleicht Eigentum, der Zeit frisst, ist im Job weiter aufgestiegen und muss mehr Zeit und Nerven dafür opfern. Ich glaube aber schon, dass sich das wieder ändert.
    Ein Arzt für die Zähne? Was kommt als nächstes, ein Anwalt für Haare?

  8. Foreninventar Avatar von ana.
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich weiss auch noch nicht obes mich so richtig stört.

  9. Addict Avatar von ginsoakedgirl
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich finde jenseits des Studiums ist es echt schwierig noch so richtig gute Freundschaften aufzubauen, die meisten richtig guten Freunde hab ich entweder seit der Kindheit/Jugend, oder so den frühen 20ern kamen noch mal ein paar dazu.
    Selbst wenn man jemand kennen lernt sind das irgendwie alles nicht mehr so intensive Beziehungen. Finde ich schon schwierig vor allem bei Ortswechseln.

  10. Ureinwohnerin Avatar von Milly
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    jein.

    meine freundschaften haben sich verändert. bzw sind einige halt nicht mehr vorhanden, so gut wie mein erster freundeskreis hier in der stadt, den gibts nicht mehr. viele sind weggezogen und der rest war (ist?) in der baby bubble und da wurde dann nichts mehr gemacht. also auch nach einem jahr nicht, wo das kind meiner meinung nach auch mal beim vater hätte bleiben können.
    also da sind halt unterschiedliche interessen aufeinander geprallt. ich habe einige male sonntägliche frühstückseinladungen um 9 uhr abgelehnt, klar hätte ich das irgendwie hinbekommen, aber da war mir mein samstag abend wichtiger.

    stattdessen sind aber viele neue freunde dazu gekommen, viele hier kenne ich jetzt so zwischen 1 und 2 jahren. und sogar leute mit babys, obwohl die jetzt teilweise nichtmal ein halbes jahr sind, sehen wir uns zu normalsterblichen zeiten und auch mal ohne das baby.

    und irgendwie hat bei mir ja alles über sport bestand, also darüber habe ich immer freundschaften geschlossen. jetzt auch wieder, man trifft sich anfangs immer regelmäßig zum sporteln und wenn man sich da gut versteht, wird das ausgeweitet.
    wobei ich zugeben muss, dass ich da nicht mal so die treibende kraft bin, sondern häufig mehr von anderen leuten der wink kam, sich anzufreunden. ich bin aber auch nach wie vor gerne alleine und könnte ein wochenende tatsächlich auch mal ohne eine menschenseele verbringen, was viele ja nicht unbedingt können (und was ja auch nicht muss).

    achso und es sind jetzt mehrere gruppen für unterschiedliche hobbies dann auch (radfahren, kochen, essen gehen, doko zocken), das war früher halt alles eine hauptgruppe und jetzt ists mehr verteilt. mag ich so aber fast noch lieber.

    edit: und ich bin tatsächlich wählerischer geworden oder wie man das auch sagt? also wenn leute mir wiederholt auf die nerven gehen bzw unzuverlässig sind und das trotz ansage nicht besser wird, dann wird die freundschaft halt gekappt. das habe ich früher gar nicht so aktiv gemacht, aber vor ein paar monaten bei einer eigentlich schon guten freundin, da war das aufregungs- und anstrengungspotential einfach viel höher als schöne, entspannte zeiten.
    Geändert von Milly (16.08.2018 um 18:57 Uhr)
    böse gibts nicht! nervös und bewaffnet, das gibts... (nuhr)

  11. Alter Hase Avatar von SisterDew
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von dzairia Beitrag anzeigen
    Jane-Lane, ich könnte das genau so unterschreiben, so ziemlich jeden Satz. Einerseits wird der Freundeskreis irgendwie kleiner, andererseits habe ich auch keine Nerven bzw Energie mehr, aktiv nach Leuten zu "suchen". Irgendwie hat sich die Dynamik verändert finde ich, die Leute ziehen sich zum Beispiel nicht mehr so mit, um mal was zu machen oder so.
    Ja, bei mir auch. Ich finde auch sehr schade, dass ich bis vor 1-2 Jahren einige sehr gute Freundschaften hatte, bei denen sich alles so verlaufen hat und mit denen ich inzwischen nur noch sporadisch Kontakt habe.

    Zusätzlich ist bei mir letztes Jahr noch ein Ortswechsel dazugekommen und ich tue mich sehr schwer damit, hier ansatzweise sowas wie einen Freundeskreis aufzubauen. Ich bin zwar viel unter Leuten und habe einige Bekannte, die ich oft zufällig in der Kneipe treffe und mit denen ich mich eigentlich gut verstehe, mehr wird aber irgendwie nicht draus. In den letzten Jahren habe ich auch noch viele neue Freunde über mein Hobby kennengelernt, das ist hier in der Stadt aber ganz schwierig und ich habe mich inzwischen damit abgefunden, dass es bei den meisten da nicht über den Bekanntenstatus rausgehen wird.

    Naja, und wahrscheinlich müsste ich auch selbst viel aktiver werden, dazu fehlt mir nur oft auch die Energie.
    "Man meldet sich zum Tanzkurs an, und wer wieder nicht auftaucht, ist Gott. Oder halt nur symbolisch. Super."

  12. Get a life! Avatar von Jane-Lane
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Eigenbrödlerin war ich noch nie, aber irgendwie lassen mich die Entwicklungen zu einer werden, was mich aber stört, weil es eigentlich gegen meine Natur ist. Durch Kinder "eingeschränkt" sind bei mir nur 2 gute Freundinnen, die ich aber interessanterweise mittlerweile fast regelmäßiger treffe, als die anderen, ok, eine von den beiden wohnt eine gute Stunde entfernt, aber selbst da hat es dieses Jahr mehrfach geklappt.

    Irgendwie ist einfach diese offene begeisterungsfähige Dynamik nicht mehr da, das vermisse ich. 2-3 Menschen habe ich in den letzten Jahren über die Arbeit, als Freund hinzugewonnen, besondere Hobbies hab ich leider keine :/ Ich überlege gerade wieder mit Sport anzufangen und dann Verei oder Fitnessstudio - wobei man im Letzteren wahrscheinlich i.d.R. auch eher niemanden wirklich kennenlernt.

    @sister: Ich habe schon mehrfach gelesen, daß es bei dir eher zäh ist, das tut mir leid, da ich auch immer dachte, in der Stadt in der du bist, geht das einfach und die Menschen sind offen. Ich glaub einfach ab einem gewissen Alter hängt man einfach in seiner Sozialblase fest..
    Hello Mr National, how are the pommes?

    yes, yes, oh yay

  13. Get a life! Avatar von Jane-Lane
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Milly Beitrag anzeigen
    edit: und ich bin tatsächlich wählerischer geworden oder wie man das auch sagt? also wenn leute mir wiederholt auf die nerven gehen bzw unzuverlässig sind und das trotz ansage nicht besser wird, dann wird die freundschaft halt gekappt. das habe ich früher gar nicht so aktiv gemacht, aber vor ein paar monaten bei einer eigentlich schon guten freundin, da war das aufregungs- und anstrengungspotential einfach viel höher als schöne, entspannte zeiten.
    Stimmt, das auch. Ich habe auch mit mehreren ehemaligen Freunden brechen müssen. Zudem hab ich einen Freund, den ich einfach nicht mehr frage, weil er eh immer abgesagt hat, weil er arbeiten müsse.

    Ich bin seit über 15 Jahren hier in der Stadt und hatte die meisten Freunde und Bekannte so 2-3 Jahre nach dem Studium. Ist man in irgendeine Kneipe gegangen oder so, waren da immer Menschen, die man kannte. Das ist jetzt nicht mehr unbedingt so.
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  14. Member Avatar von Sonnenklar
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Bei mir beobachte ich nur, dass weniger enge Freundschaften sich verlaufen haben. Einfach weil weniger Zeit als vorher und generell viel um die Ohren. Solche netten, aber eher losen Freundschaften am Leben zu erhalten, ist mir dann doch zuviel. Die langjährigen und engen Freundschaften, sind aber nach wie vor sehr präsent. Man sieht sich regelmäßig, mit oder ohne Kind. Klar Unternehmungen sind schwieriger zu planen, wenn (mehrere) kleine Kinder versorgt werden müssen. Aber es findet sich dann doch immer Zeit für sowas, nur halt nicht super spontan.

  15. Senior Member Avatar von Las-Vegas
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich glaube es ist normal, dass Freundschaften sich verändern, und auch die Leute an sich.
    Wir haben eigentlich viele gute Freunde, und wir haben uns vor ein paar Jahren viel öfter gesehen. Aber wir werden älter, haben stressige Jobs, es kommen Kinder. Mittlerweile ist es so, dass man sich manchmal alle zwei Wochen sieht, manchmal nur einmal im Monat, manchmal erst nach 6 Wochen.... Ich glaub im Lauf der Zeit entwickelt es sich einfach so.
    Mit einem Teil der Freunde gehen wir so alle paar Wochen Sonntags frühstücken. Da haben wir alle Zeit, die Kinder kommen mit, das ist echt super.
    Und trotz dass sich alles so verändert hat, würde ich nie sagen, dass ich keine Freunde mehr habe, nur weil man sich nicht mehr so oft sieht. Wir kennen uns schon ewig und wenn wir uns dann sehen, ist da keinerlei Distanz. Außerdem weiß ich, wenn es mir schlecht geht oder ich bei etwas Hilfe brauche genügt ein Anruf, und sie sind da.



    A home without a cat is just a house.

  16. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    ja, kenn ich. bei mir sind es auch hauptsächlich die kinder, die das verändert haben. das ist zwar unfair, weil ich weiß, dass das der normale lauf der dinge ist, aber manchmal macht mich das richtig wütend. wenn ich es nach monaten mal wieder schaffe, eine freundin zu treffen und dann wird kurzfristig wegen des kinds abgesagt.

    ich hab dafür wirklich verständnis, aber für meine eigene situation ist das echt beschissen. ich verbringe viele wochenenden allein und das macht schon auch etwas depressiv, auch wenn ich gern allein bin, solange ich eine wahl habe. die hab ich aber meistens nicht.

    kinder sind natürlich eine besondere zeitliche belastung, aber ich arbeite auch sauviel und kriege es trotzdem hin, mich da zu arrangieren mit den zeiten von anderen. und ja, der fokus rückt einfach immer mehr zur beziehung und weg von freunden meistens. würde mir genauso gehen. im zweifel hat man ja trotzdem gesellschaft, wenn man zuhause auf dem sofa gammelt, wenn man einen partner hat und muss gar nicht vor die tür dafür,.und den hab ich eben auch nicht.

    ich finds sehr interessant, was ihr über ortswechsel sagt, also dass das eher etwas negatives für freundschaften ist. ich bereue grade, dass ich nie groß weggezogen bin und mein job, der ja ein stück weg liegt, nahe an der nächsten größeren stadt, ist immer so mein rettendes fenster raus aus meinem dorf. und ich frage mich, ob es besser würde, wenn ich dort hinziehen würde. aber ich bin auch nicht der typ, der extrem schnell anschluss findet, weil ich gegenüber neuen leuten erstmal eher zurückhaltend bin und ich bin auch kein vereinsmensch oder so.und dann ist halt die frage, ob das irgendwas verbessern würde überhaupt. weil dann noch in ner neuen umgebung vereinsamen... urgs.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  17. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Ich glaube, dass es völlig normal ist, dass manche Kontakte "abwandern". Also wegziehen, sich Sachen verlaufen etc. und das nimmt dann vermutlich mit Anfang 30 nochmal richtig Fahrt auf, weil viele Familien gründen und dann weniger Zeit haben.

    Aber so ein Freundeskreis ist nunmal auch "Arbeit", man muss sich kümmern, neue Leute kennenlernen und alte Kontakte pflegen. Im Studium läuft das vielleicht noch allein, weil man sich an der Uni o.ä. immer wieder über den Weg läuft. Wenn man dazu keinen Bock hat, ist das halt schwierig.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  18. V.I.P. Avatar von Philip
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    ja, kenn ich. bei mir sind es auch hauptsächlich die kinder, die das verändert haben. das ist zwar unfair, weil ich weiß, dass das der normale lauf der dinge ist, aber manchmal macht mich das richtig wütend. wenn ich es nach monaten mal wieder schaffe, eine freundin zu treffen und dann wird kurzfristig wegen des kinds abgesagt.

    ich hab dafür wirklich verständnis, aber für meine eigene situation ist das echt beschissen. ich verbringe viele wochenenden allein und das macht schon auch etwas depressiv, auch wenn ich gern allein bin, solange ich eine wahl habe. die hab ich aber meistens nicht.

    kinder sind natürlich eine besondere zeitliche belastung, aber ich arbeite auch sauviel und kriege es trotzdem hin, mich da zu arrangieren mit den zeiten von anderen. und ja, der fokus rückt einfach immer mehr zur beziehung und weg von freunden meistens. würde mir genauso gehen. im zweifel hat man ja trotzdem gesellschaft, wenn man zuhause auf dem sofa gammelt, wenn man einen partner hat und muss gar nicht vor die tür dafür,.und den hab ich eben auch nicht.

    ich finds sehr interessant, was ihr über ortswechsel sagt, also dass das eher etwas negatives für freundschaften ist. ich bereue grade, dass ich nie groß weggezogen bin und mein job, der ja ein stück weg liegt, nahe an der nächsten größeren stadt, ist immer so mein rettendes fenster raus aus meinem dorf. und ich frage mich, ob es besser würde, wenn ich dort hinziehen würde. aber ich bin auch nicht der typ, der extrem schnell anschluss findet, weil ich gegenüber neuen leuten erstmal eher zurückhaltend bin und ich bin auch kein vereinsmensch oder so.und dann ist halt die frage, ob das irgendwas verbessern würde überhaupt. weil dann noch in ner neuen umgebung vereinsamen... urgs.
    Mal aus der Sicht eines, der nachm Abi sehr weit weg gezogen ist: Man kann absolut wieder neue Freundschaften finden. In der Tat scheint es schon so zu sein, dass Kindheits-/Jugendfreundschaften intensiver (bedingungsloser?) sind und man im Erwachsenenalter etwas vorsichter ran geht. Aber auch Kindheitsfreundschaften vom Dorf zerbrechen mal im Erwachsenenalter, wenn sich Menschen einfach verändern und weiter entwickeln, Partner dazu kommen etc etc.
    Ich glaube es gibt nach der Schulzeit verschiedene Lebensphasen wo man einfach nochmal neue Leute kennenlernt. Zum einen natürlich Ausbildung/Studium. Das geht oft easy aber je nachdem ziehen danach viele Leute wieder woanders hin und manches verläuft sich im Berufsleben. Und dann kommt der große Spalter Kinder/Famile.... Viele leben sich da wieder auseinander wg. völlig anderer Lebensmodelle/Prios/Interessen/wann-hat-wer-Zeit.
    Dafür ergibt auch das genau wieder eine neue Gelegenheit: Ich erlebe bei Freunden mit kleinen Kindern wie sie eben genau über die jeweiligen Kinder wieder neue Leute kennenlernen, angefangen quasi vom Kreissaal, "im Neubaugebiet", Babyschwimmen, Krippe, Kindergartenfeste, Grundschule........ etc. Das ist dann alles wieder eher unabhängig von Heimatort, Studium/Beruf, etc.
    Bonus: Zumindest in meiner Firma erlebe ich es sehr stark, dass sich speziell junge Frauen dort finden und enge Freundschaften entstehen. Bei Männern scheint das viel weniger so zu sein, da wird stärker zwischen Beruf/Privat getrennt und der Kollege eher als potenzieller Konkurrent denn als BFF gesehen. Mag aber auch spezielle Dynamik bei uns sein...

  19. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    ne, das ist bei mir auch so. aber fakt ist eben auch, dass es im erwachsenenalter schwerer geht. und wenn sich an der situation über mehrere jahre nichts ändert, sprich gleicher wohnort, gleicher (evtl. stressiger) job, keine kinder usw., dann lernt man auch nicht mehr automatisch neue leute kennen. und klar, die kinderthematik holt neue leute in das leben derer, die kinder haben. gleichzeitig zieht es genau diese aber ein stückweit aus dem leben ihrer kinderlosen freunde ab. und wenn du auf der anderen seite bist, hast du gelitten.

    ich hab auch meine sozialen kontakte grade hauptsächlich bei der arbeit. was es mir schwerer macht zu kündigen, obwohl ich mich nicht mehr richtig wohl fühle dort bzgl. der bedingungen. und meine kollegen sind 10+ jahre jünger, d.h. manchmal driften hier die interessen auch etwas auseinander.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  20. Member Avatar von apieceofcake
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    AW: Keine Freunde mehr haben

    .
    Geändert von apieceofcake (08.03.2019 um 22:10 Uhr)

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