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Thema: Bezahlter Sex

  1. Urgestein
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    Bezahlter Sex

    Dieses Thema beschäftigt mich gerade und ich würde gerne eure Einstellung, Gedanken, Erfahrungen dazu wissen.

    Also wie denkt ihr darüber? Ist das für euch heutzutage etwas völlig normales? Findet ihr das verwerflich? Abschreckend? Eklig? Anziehend?

    Seid ihr damit selbst irgendwann mal in Berührung gekommen? Sei es ob aktiv oder passiv.. wie war das für euch?

    Glaubt ihr, dass die meisten Männer irgendwann schonmal für Sex bezahlt haben?
    Und glaubt ihr, dass viele es sogar regelmäßig tun?

    Wenn ihr das selbst gerne praktiziert...warum macht ihr das? Und was gibt euch das?
    Oder aber, was glaubt ihr welche Begründe Menschen haben, für Sex zu bezahlen?

    Schreibt doch gerne mal was dazu...

  2. V.I.P. Avatar von Hawaii
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    AW: Bezahlter Sex

    Ich lehne das zu 100% ab, wegen Zwangsprostitution und allen Folgen, die damit einher gehen.
    "Ich wünschte ich könnte, aber ich will nicht."

  3. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    AW: Bezahlter Sex

    Hallo,

    es gibt auf Youtube eine sehr spannende Reihe in mehreren Teilen zu dem Thema von Die Frage, nennt sich "Darf ich für Sex bezahlen?". Hier mal der Link YouTube .

    Ich habe bei dem Thema irgendwie ein schlechtes Gefühl. Ich kann mir definitiv nicht vorstellen für Sex zu bezahlen. Da besteht immer die Gefahr, dass die Person es nicht freiwillig tut (Zuhälterei) oder es aus einer finanziellen Notlage heraus macht und das würde ich nicht "unterstützen" wollen. Sicher gibt es auch Leute, die selbstbestimmt und freiwillig ohne in einer Notlage zu sein Sex verkaufen, aber von ausßen kann man das nicht sehen. Deshalb finde ich es moralisch gesehen verwerflich.

    Achso, ich habe persönlich keine Erfahrungen mit der Thematik gemacht. Es reizt mich auch nicht.

  4. Urgestein
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von Erdnuss16 Beitrag anzeigen
    es gibt auf Youtube eine sehr spannende Reihe in mehreren Teilen zu dem Thema von Die Frage, nennt sich "Darf ich für Sex bezahlen?". Hier mal der Link YouTube .
    Sieht interessant aus, da schau ich mal rein. Danke für den Hinweis.

  5. Enthusiast Avatar von jadore
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    AW: Bezahlter Sex

    ich finde es problematisch. es mag sicherlich menschen geben, die aus purer neugier und spaß ihren körper verkaufen, die mehrheit macht es aber, weil sie geld braucht. und sex ist in unserer gesellschaft und individuellen psyche (die mit gesellschaft vermittelt ist) derart aufgeladen, dass es niemals eine "ganz normale dienstleistung" sein kann. viele prostituierte zeigen irgendwann symptome von einer posttraumatischen belastungsstörung.

    so, wie es gerade läuft, läuft es jedenfalls größtenteils extrem beschissen, gesamtgesellschaftlich betrachtet.
    und wie erdnuss schon schreibt: man kann einfach nicht wissen, aus welchen gründen sich ein mensch (meistens eine frau) prostituiert. generell finde ich auch schon das konzept, geld im austausch für derartige intimitäten anzubieten, fragwürdig, auch wenn man es aus dem aktuellen kontext rauslöst. für mich stellt sich die frage, wie echt diese intimitäten überhaupt sein können, was die menschen sich davon erhoffen, oder ob es nicht vielleicht einfach dazu dienen soll, menschen für die eigene triebabfuhr zu benutzen. finde ich ziemlich barbarisch ehrlich gesagt.

    bin persönlich noch nicht wirklich damit in berührung bekommen. ein typ, mit dem ich mal vor jaaaahren ein paar monate zusammen war, hatte sein erstes mal mit einer prostituierten. er war da noch teenager und wollte wohl einfach wissen, wie das ist. ich fand das damals schon weird, aber war dann auch okay für mich, weil es ne einmalige sache war.

  6. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Bezahlter Sex

    Ich finde das ganze schwierig. Einerseits lehne ich Zwangsprostitution natürlich ab, andererseits finde ich das auch ganz richtig.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  7. Member
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    AW: Bezahlter Sex

    ich finde das argument der freiwilligkeit extrem fragwürdig, unter anderem weil es (soweit ich weiß) mehrere studien zum zusammenhang zwischen frühen traumatisierungen und dem weg in die prostitution gibt - quasi als reinszenierung der traumatischen erlebnisse. empfehle das buch "paid for" von rachel moran.

  8. Member
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    AW: Bezahlter Sex

    omg warum schaffe ich es nicht, ordentlich zu verlinken?
    aber das hier hab ich auf die schnelle gefunden:

    Prostitution als Reinszenierung erlebter Traumata | karlsruher appell

  9. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von neela Beitrag anzeigen
    ich finde das argument der freiwilligkeit extrem fragwürdig, unter anderem weil es (soweit ich weiß) mehrere studien zum zusammenhang zwischen frühen traumatisierungen und dem weg in die prostitution gibt - quasi als reinszenierung der traumatischen erlebnisse. empfehle das buch "paid for" von rachel moran.
    Ja. Aber andererseits finde ich, dass man, wenn man in einer Gesellschaft leben will, in der alle Frauen frei über ihren Körper verfügen können auch davon ausgehen muss, dass sie das können. Das ist halt ein schmaler Grat.
    Geändert von phaenomenal (04.11.2018 um 12:09 Uhr) Grund: Satzbau...
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  10. Member
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    AW: Bezahlter Sex

    ich versteh glaub ich, worauf du hinaus willst und stimme dir zu, dass das ein schmaler grat ist. der kern des problems liegt vielleicht eher in der beschaffenheit einer gesellschaft, die es überhaupt lukrativ macht, sich zu prostituieren, weil es eben genug männer gibt, die glauben, ein recht auf sex mit einer anderen person zu haben und somit auch bereit sind, für sex zu bezahlen (und das hohe risiko in kauf zu nehmen, dass die person, mit der sie es zu tun haben, ein trauma erlitten hat).

  11. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Bezahlter Sex

    Wenn man es rein strukturell betrachtet, wird ganz schnell klar, dass Prostitution quasi nie etwas mit Freiwilligkeit zu tun hat, sondern nur patriarchale Machtverhältnisse untermauert und bedient. Es geht einfach nur um Macht. Ich lehne das strikt ab, da kann man mir noch zehn ""Sex Worker"" (der reinste Euphemismus) vor die Nase setzen und vermeintlich positiv von ihrer ""Arbeit"" erzählen lassen. Das hat nichts mit "Ich verfüge frei über meinen Körper" zu tun. Denn:

    Als jemand, der Prostitution positiv als "Sex Work" reframt, sollte man sich auch bewusst sein, dass Prostitution nahezu ausschließlich Zwangsprostitution bedeutet, d.h. sexuelle Gewalt und seelischer Missbrauch, Ausbeutung von überwiegend weiblichen (!), jungen (!) Körpern zur reinen Befriedigung von meist alten (!), weißen (!) Männern, Unterstützung von Menschenhandel, Traumatisierung. Wer sich hinstellt und sagt "Aber es gibt doch auch welche, die es gern machen und denen es nicht so schlecht damit geht", agiert ignorant und absolut unsolidarisch gegenüber dem Großteil (!) der Frauen*, die dazu gezwungen werden. Ehrlich gesagt finde ich diese Argumentation ziemlich widerlich. Wer hier kein strukturelles Muster erkennt und pseudo-liberal argumentiert, den bitte ich, sich mal auf anderer Ebene genauer mit der Thematik zu beschäftigen. Man spricht auch nicht umsonst von "Prostitutionsüberlebenden". Wie jadore schon schrieb, Symptome und Anzeichen einer PTBS sind bei sich prostituierenden Frauen nichts Ungewöhnliches. Ich weiß nicht, ob man das als liberale ""Sex-Work""-Befürworterin echt einfach so ausblenden sollte.

  12. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von neela Beitrag anzeigen
    ich finde das argument der freiwilligkeit extrem fragwürdig, unter anderem weil es (soweit ich weiß) mehrere studien zum zusammenhang zwischen frühen traumatisierungen und dem weg in die prostitution gibt - quasi als reinszenierung der traumatischen erlebnisse. empfehle das buch "paid for" von rachel moran.
    Das wusste ich gar nicht. Noch ein Argument gegen Prostitution.

  13. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ja. Aber andererseits finde ich, dass man, wenn man in einer Gesellschaft leben will, in der alle Frauen frei über ihren Körper verfügen können auch davon ausgehen muss, dass sie das können. Das ist halt ein schmaler Grat.
    Eigentlich ist da überhaupt kein Grat sondern nur ein Abgrund.
    Es ist eine perfide Lüge auf die man schnell hereinfällt, zu glauben, "freiwillige" Prostitution sei "Über den Körper frei verfügen". Prostitution ist alles, aber sicher kein Verfügungen über den eigenen Körper. Im Gegenteil.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  14. V.I.P. Avatar von Hawaii
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ja. Aber andererseits finde ich, dass man, wenn man in einer Gesellschaft leben will, in der alle Frauen frei über ihren Körper verfügen können auch davon ausgehen muss, dass sie das können. Das ist halt ein schmaler Grat.
    Dieses Argument verstehe ich immer nicht. Inwiefern kann man denn als Prostituierte über den eigenen Körper verfügen? Das ist ja in dem "Berufsbild" schon inhärent, dass Prostituierte eben "gekauft" werden also eben gerade NICHT über ihren eigenen Körper verfügen können. Sie müssen im Großen und Ganzen das machen, was der "Kunde" will - den Bruchteil mal ausgenommen, die wirklich entscheiden können, wen sie als Kunden akzeptieren wollen.

    Es geht also bei der "Körperverfügung" ja eigentlich nur um die reine Entscheidung, Prostituierte zu werden oder nicht. Und, dazu haben andere schon etwas geschrieben, das ist bei dem deutlich überwiegenden Anteil eben keine Freiwilligkeit, sondern auf PTBS, Geldnot, Erpressung usw. zurückzuführen und spätestens da ist ja von Körperverfügung so gar nichts mehr erkennbar.
    "Ich wünschte ich könnte, aber ich will nicht."

  15. Member Avatar von Anin
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Wenn man es rein strukturell betrachtet, wird ganz schnell klar, dass Prostitution quasi nie etwas mit Freiwilligkeit zu tun hat, sondern nur patriarchale Machtverhältnisse untermauert und bedient. Es geht einfach nur um Macht. Ich lehne das strikt ab, da kann man mir noch zehn ""Sex Worker"" (der reinste Euphemismus) vor die Nase setzen und vermeintlich positiv von ihrer ""Arbeit"" erzählen lassen. Das hat nichts mit "Ich verfüge frei über meinen Körper" zu tun. Denn:

    Als jemand, der Prostitution positiv als "Sex Work" reframt, sollte man sich auch bewusst sein, dass Prostitution nahezu ausschließlich Zwangsprostitution bedeutet, d.h. sexuelle Gewalt und seelischer Missbrauch, Ausbeutung von überwiegend weiblichen (!), jungen (!) Körpern zur reinen Befriedigung von meist alten (!), weißen (!) Männern, Unterstützung von Menschenhandel, Traumatisierung. Wer sich hinstellt und sagt "Aber es gibt doch auch welche, die es gern machen und denen es nicht so schlecht damit geht", agiert ignorant und absolut unsolidarisch gegenüber dem Großteil (!) der Frauen*, die dazu gezwungen werden. Ehrlich gesagt finde ich diese Argumentation ziemlich widerlich. Wer hier kein strukturelles Muster erkennt und pseudo-liberal argumentiert, den bitte ich, sich mal auf anderer Ebene genauer mit der Thematik zu beschäftigen. Man spricht auch nicht umsonst von "Prostitutionsüberlebenden". Wie jadore schon schrieb, Symptome und Anzeichen einer PTBS sind bei sich prostituierenden Frauen nichts Ungewöhnliches. Ich weiß nicht, ob man das als liberale ""Sex-Work""-Befürworterin echt einfach so ausblenden sollte.
    Schließe mich dem 100% an. Ich habe mich relativ viel damit beschäftigt, da ich quasi neben einem Wohnungs- "Puff" wohne und das leider erst eine Weile nach meinem Einzug erfahren habe. Nebenan sind das alles ausländische Frauen (oder auch Transsexuelle) - hauptsächlich aus Osteuropa, Südamerika oder Afrika. Mich widert es an, die Freier davor stehen zu sehen, oft mit Ehering usw.
    Ich habe (leider) die Adresse gegoogelt, bin auf diversen Freierforen gestoßen. Das ist absolut ekelhaft und abstoßend und ich hab Gänsehaut bekommen, was für Männer es gibt. Die Sprache ist so herabwürdigend, erniedrigend. Ich kann es gar nicht wiedergeben, weil ich es verdrängt habe, aber das ist unmenschlich. Es geht nur darum, dass man 50 Euro gezahlt hat und ob die Alte sich hat in den Arsch ficken lassen, ob sie so wie auf dem Foto ist oder fetter, älter etc. und die holen sich einen runter drauf was für geile Hengste sie sind usw. Da geht es in der Tat um Macht..ich habe gezahlt und macht die alles was ich will, was es zu teuer, es gibt da in x eine, die macht das für 10 Euro weniger etc.

  16. Stranger Avatar von Spezi
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    AW: Bezahlter Sex

    Es ist doch auch so, dass sobald ich mit etwas meinen Lebensunterhalt verdiene, immer gewisse Zwänge im Spiel sind, unabhängig von der freiwilligen oder auch nicht so freiwilligen Entscheidung im Vorfeld. Wenn ich mich ohne es in dem Moment selbst zu wollen in ein Büro setze, ist das nicht allzu schlimm, wenn ich ungewollt Sex habe, weil ich nunmal meine Miete bezahlen muss, sehr wohl. Deshalb kann ich nicht verstehen, wie Feministinnen, die für radikalen Konsens bei sexuellen Kontakten sind, Prostitution als ganz normale Arbeit verharmlosen könben. Eine Prostituierte muss sich immer überlegen, ob sie sich ein Nein erlauben kann.

    Das mal unabhängig von den hier schon genannten Aspekten zum Kontext, in dem Prostitution stattfindet, die alke sehr wichtig sind. Man musd die nur meiner Meinung nach gar nicht unbedingt alle mitdenken, um auf den Trichter zu kommen, dass es nicht okay ist, sich Sex mit jemandem zu erkaufen.

  17. Member Avatar von Anin
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    AW: Bezahlter Sex

    Und zum Thema, ob die meisten Männer das schon mal gemacht haben: Ja, die Zahlen sind relativ hoch. Mich hat es auch überrascht, aber ich meine so was wie ca. 80% waren schonmal bei einer Prostituierten und knapp 50% gehen regelmässig (ca. 1 Mal pro Monat) zu einer Prostituierten. Ich fürchte, dass die Wahrscheinlichkeit daher sehr hoch ist, dass man mit solchen Männern zu tun hat oder zusammen war/ist usw.

  18. Urgestein
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    AW: Bezahlter Sex

    Zitat Zitat von Anin Beitrag anzeigen
    Und zum Thema, ob die meisten Männer das schon mal gemacht haben: Ja, die Zahlen sind relativ hoch. Mich hat es auch überrascht, aber ich meine so was wie ca. 80% waren schonmal bei einer Prostituierten und knapp 50% gehen regelmässig (ca. 1 Mal pro Monat) zu einer Prostituierten. Ich fürchte, dass die Wahrscheinlichkeit daher sehr hoch ist, dass man mit solchen Männern zu tun hat oder zusammen war/ist usw.
    Woher stammen diese Zahlen?
    Wenn das tatsächlich so wäre, würde mich das irgendwie ziemlich schockieren.

    Ich hab mich bisher nie näher und intensiv mit dem Thema befasst und es war immer ziemlich weit weg für mich.
    Natürlich weiß man darüber Bescheid, dass dieses Milieu existiert und ich habe es immer als 'schlecht' wahrgenommen und verurteilt. Schon wenn man in gewissen Großstädten durch die berühmten Straßen geht....ich empfand die Stimmung dort immer als sehr seltsam, diese ganze Thematik Straßenstrich, Nutten, bezahlter Sex, oft ja auch einhergehend mit Gewalt und Drogen war für mich immer eher etwas verbotenes.
    Darüber, dass es auch weniger extreme Bereiche wie Eskortservices gibt habe ich nich wirklich nachgedacht. Ich bin damit auch nie in Berührung gekommen und hab das ebenfalls eher in eine Schublade gesteckt, mit der ich einfach nichts zu tun habe(n will).

    Wenn ich nun aber von solchen Zahlen lese, wieviele Menschen oder Männer solch einen Service in Anspruch nehmen und dies vor allem scheinbar dann auch regelmäßig tun....ich komme mir ein bisschen vor wie auf dem Mond, vielleicht bin ich ein zu naives Dorfkind und müsste meine Einstellung und meine Beziehung zur Sexualität überdenken oder öffnen, aber es zerstört gerade ein bisschen mein Weltbild

  19. Inaktiver User

    AW: Bezahlter Sex

    Der Philosophische Stammtisch: Soll man Sex kaufen durfen? - Sternstunde Philosophie - SRF

    Hab’s in meine Welt schon gepostet, aber hier passt es auch gerade.

  20. V.I.P. Avatar von Bällabee
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    AW: Bezahlter Sex

    Anthia, hat dich die Diskussion irgendwie weiter gebracht? Hab es mir jetzt angeschaut und viele neue Facetten haben sich mir jetzt nicht eröffnet. Es war aber nicht uninteressant.
    Ein Arzt für die Zähne? Was kommt als nächstes, ein Anwalt für Haare?

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