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  1. Junior Member Avatar von lillamilla
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    Unglücklich Hoffnung nach Trennung

    Hey, ich schreibe mal hier, weil ich nicht mehr recht weiter weiß und darauf hoffe, dass ein bisschen Austausch helfen könnte.

    Mein Freund hat vor 6 Wochen nach 5,5 Jahren Beziehung Schluss gemacht und mir geht es immer noch sehr sehr schlecht damit. Wir haben den Kontakt abgebrochen, ab und zu sehe ich ihn aber noch in der Stadt (von weitem, letzte Woche leider auch direkt und es gab eine kurze Begegnung).

    Ich kann und will (?) nach wie vor nicht begreifen, dass das alles zu Ende sein soll. Ich vermisse ihn sehr und habe das Gefühl, eher schlechter als besser zurecht zu kommen. Dabei lenke ich mich viel ab, rede mit Freund*innen, habe mir eine Thearpeutin gesucht (weil noch andere Probleme alles unerträglich gemacht haben), aber es wird nicht besser. Es tut schrecklich weh und ich denke, dass es ihm doch auch so gehen muss. Ich wünsche mir, dass er sich meldet und wieder meine Nähe sucht, ich will Zeit mit ihm verbringen und an ihn denken können, ohne, dass es weh tut.

    Wie geht man mit sowas um? Was hat euch in solchen Phasen geholfen? Und hat jemand trotz allem die Erfahrung gemacht, dass man nochmal zueinander findet?
    I'm dressed for space, now can I go?

  2. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Hoffnung nach Trennung

    Zitat Zitat von lillamilla Beitrag anzeigen
    Es tut schrecklich weh und ich denke, dass es ihm doch auch so gehen muss.
    Der die Trennung initiert hatdie Trauerphase schon durch. Er hat sich über einen längeren Zeitraum mit Alternativen (weiter so, weiter anders, trennen) intensiv befasst. Es mag sein, dass er auch traurig ist, aber halt aus einer anderen Perspektive heraus, also Trauer, das der Versuch nicht geklappt hat, über verschwendete Lebenszeit etc. Du bist da eigentlich schon raus.

    Zitat Zitat von lillamilla Beitrag anzeigen
    Ich wünsche mir, dass er sich meldet und wieder meine Nähe sucht, ich will Zeit mit ihm verbringen und an ihn denken können, ohne, dass es weh tut.
    Wie geht man mit sowas um? Was hat euch in solchen Phasen geholfen?
    Trauern, sich auf neues fokussieren, einfach weitermachen.

    Zitat Zitat von lillamilla Beitrag anzeigen
    Und hat jemand trotz allem die Erfahrung gemacht, dass man nochmal zueinander findet?
    Vergiss es.
    Zitat Zitat von Thomas de Maiziere
    Wenn wir wollen, dass Extremismusbekämpfung auch bei denen stattfindet, die schon gefährdet sind, oder halb abgerutscht sind, oder wenn es um Deradikalisierung geht, dann muss man auch mal den schwierigeren Weg probieren, und das heißt, dass man mit Menschen redet, mit denen man sonst vielleicht nicht so gerne reden würde, um eines höheren Ziels willen. Und wo da die Grenze zur Förderung ist, das ist nicht leicht zu bestimmen.

  3. Junior Member Avatar von jadore
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    AW: Hoffnung nach Trennung



    trennungen sind einfach scheiße.

    und ich glaube, nach 5,5 jahren beziehung, die wahrscheinlich auch zu einem großen teil sehr schön war, ist es normal, dass man länger als ein paar wochen trauert. und auch, dass es erstmal noch schlimmer wird als direkt nach der trennung, weil man erst mit der zeit wirklich realisiert, was das bedeutet.

    ich denke, alle maßnahmen, die du bis jetzt ergiffen hast, sind gut und richtig - bloß kann man nicht erwarten, dass dadurch alles sofort geheilt wird. es tut eben einfach weh und da muss man durch.

    mir hat bei vergangenen geschichten manchmal geholfen, mir klarzumachen, dass es ja gründe für die trennung gab und dass ich die sache, wie sie vorher war, ja auch nicht haben wollen würde. sondern mich zu etwas zurücksehne, das es aber am ende gar nicht mehr gab. und: man möchte ja auch nicht mit jemandem zusammen sein, der nicht überzeugt von der beziehung ist, einen vielleicht nicht mehr wirklich liebt etc. dann ist mir ehrlichkeit wichtiger und die chance, dass man jemanden finden kann, mit dem es anders ist ... irgendwann.

    kannst du die gründe für die trennung denn nachvollziehen?

  4. Regular Client Avatar von MissBlurry
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    AW: Hoffnung nach Trennung

    Zitat Zitat von lillamilla Beitrag anzeigen
    Wie geht man mit sowas um? Was hat euch in solchen Phasen geholfen? Und hat jemand trotz allem die Erfahrung gemacht, dass man nochmal zueinander findet?
    Mein Ex hatte letztes Jahr nach 5 Jahren Schluss gemacht. Mir ging es auch echt schlecht. Ein paar Monate danach hatten wir uns mal wieder getroffen, eigentlich nur zum Sachen austauschen usw., aber daraus entwickelte sich dann wieder mehr (von ihm ausgehend übrigens) und wir waren dann nochmal fast ein halbes Jahr zusammen eigentlich. Ich hatte aber schon die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl irgendwie, weil: es ging ihm sehr schlecht (Depression, was auch der Grund für die Trennung war, nur hat er mir das damals nicht gesagt), ich war da, hab ihm geholfen usw., und als es ihm besser ging hat er quasi ein zweites Mal Schluss gemacht. Nachdem ich das schon fast erwartet hatte war es beim zweiten Mal nicht mehr ganz so schlimm und mir gehts jetzt wieder einigermaßen ok (das war "erst" im August). Natürlich kann es auch funktionieren, das war auch der Grund warum ich es probieren wollte (um nicht hinterher "was wäre wenn" zu denken), aber...naja.
    Kannst du dich ablenken, mit Freunden wegfahren, irgendwas? Und dir vor allem seine schlechten Seiten/Eigenschaften vor Augen halten.

  5. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Hoffnung nach Trennung

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen


    trennungen sind einfach scheiße.

    und ich glaube, nach 5,5 jahren beziehung, die wahrscheinlich auch zu einem großen teil sehr schön war, ist es normal, dass man länger als ein paar wochen trauert. und auch, dass es erstmal noch schlimmer wird als direkt nach der trennung, weil man erst mit der zeit wirklich realisiert, was das bedeutet.

    ich denke, alle maßnahmen, die du bis jetzt ergiffen hast, sind gut und richtig - bloß kann man nicht erwarten, dass dadurch alles sofort geheilt wird. es tut eben einfach weh und da muss man durch.

    mir hat bei vergangenen geschichten manchmal geholfen, mir klarzumachen, dass es ja gründe für die trennung gab und dass ich die sache, wie sie vorher war, ja auch nicht haben wollen würde. sondern mich zu etwas zurücksehne, das es aber am ende gar nicht mehr gab. und: man möchte ja auch nicht mit jemandem zusammen sein, der nicht überzeugt von der beziehung ist, einen vielleicht nicht mehr wirklich liebt etc. dann ist mir ehrlichkeit wichtiger und die chance, dass man jemanden finden kann, mit dem es anders ist ... irgendwann.

    kannst du die gründe für die trennung denn nachvollziehen?
    das fettgedruckte war für mich auch ein wichtiger Halt in Liebeskummer-Zeiten, und ich habe daher auch ganz bewusst schnell Fotos, Nachrichten etc. gelöscht, um mir quasi deutlich klarzumachen: diese schöne gemeinsame Zeit gab es in Wirklichkeit wohl da schon nicht mehr bzw jedenfalls nicht so, wie ich dachte.

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