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  1. Member Avatar von archenstone
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    "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Kennt ihr das?

    Phänomen: Jemand leidet an Liebeskummer, durch unerwiderte Liebe oder eine ungeklärte Situation. Die Chancen auf einen glücklichen Ausgang sind ganz objektiv betrachtet gering bis nicht vorhanden und/oder der bisher gezahlte Preis ist schon ungewöhnlich (für Außenstehende: unverhältnismäßig) hoch. Die Person ist emotional stark involviert - auch dann, wenn die Situation an sich eine Fun-and-Games-Auslegung zulassen würde - und leidet offensichtlich. Will die Situation zum Guten ändern, schlägt aber alle Ratschläge der Marke "Geh, das ist scheiße, setz Grenzen, sei dir selbst mehr wert, betrachte die Sache doch mal nüchtern" in den Wind. Gegenargument: Es ist etwas ganz besonderes, und da gelten die normalen Regeln nicht

    Der Witz dabei ist: Das kommt von Leuten, deren Situation von außen betrachtet nicht besonders originell ist. Bei denen der Glaube, es sei etwas ganz besonderes, zum Klischee dazu gehört.
    1. Im Brigitte-Forum ist das ganz klassisch die Affäre eines verheirateten/langjährig vergebenen Mannes, der sich natürlich trennen wird, aber noch nicht jetzt. Oder, ein Level weiter, die neue Freundin eines gerade im Trennungsprozess steckenden Mannes, der sie ganz bestimmt liebt, aber noch richtig mit ihr zusammen sein kann (zur Forumskultur bei Brigitte gehört, dass sich in dem Thread zu der individuellen Situation langjährige Userinnen darüber unterhalten, warum diese Frauen immer so naiv sind zu denken, gerade bei ihnen wäre alles anders - ja, das ist gemein, aber die Frage drängt sich auf).
    2. Aus meiner Jugend in einschlägigen Teeniestar-Foren habe ich ähnliche Erinnerungen. Man muss sich das so vorstellen, da sind buchstäblich tausende in diesen Kerl verliebt und dieses eine Mädchen glaubt wirklich, sie habe eine ganz besondere Verbindung zu ihm - weil es sich so anfühlt, weil sie von ihm träumt. Auch da: mehrfach fast die gleiche Geschichte.
    3. Offline bekomme ich im Laufe der Jahre auch verschiedene Drama- und On-Off-Beziehungen mit und die haben alle (?) einen kleineren oder größeren Anteil "die große wahre Liebe", die eben das Drama rechtfertigt.
    4. Ich hab' das letztes Jahr zur Perfektion getrieben und das Forum kollektiv ein paar Nerven gekostet und ich kann bezeugen, während man drin steckt, fühlt es sich so an. Als wäre das der eine Mensch, der wirklich zählt. Obwohl ich rational weiß, dass ich davon weg muss, und obwohl ich fühle, dass es mir nicht gut, ach was, richtig beschissen geht.

    Ich habe eine Theorie, warum das so ist. Nicht die Erklärung, "Das ist halt so, wenn man verliebt ist" (ich war oft verliebt und das oft unglücklich, das ist nicht grundsätzlich so). Auch nicht die Erklärung, "Ja, das ist wirklich so besonders, wie es sich anfühlt". Ich denke, es fühlt sich so besonders an, weil es so hoffnungslos ist. Wenn jemand anders mir das erzählen würde, würde ich es auch nicht glauben, also muss es unglaublich sein.

    So. Hat schon sehr gut getan, das aufzuschreiben (danke, geduldiges Forum ). Aber: Kennt ihr das? Aus der Beobachtung, von euch selbst? Habt ihr eine alternative Erklärung?
    wtf momente

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  2. Enthusiast Avatar von jadore
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    ich habe auch die erfahrung gemacht (bei mir selbst und freundInnen), dass man sachen sehr stark auflädt, bei denen man widersprüchliche signale gesendet bekommen hat. also classic: jemand findet einen ganz interessant, kann sich aber nicht richtig verlieben oder aus anderen gründen nicht für einen entschließen - es gibt hin und her, man wird immer wieder zu ihm hingezogen und abgestoßen, interpretiert irgendwann in jedes kleinste detail etwas hinein und redet sich ein, dass es "etwas ganz besonderes" ist. natürlich hat das hin und her wirklich GANZ andere gründe als ein profanes "zu wenig interesse"/"passt halt einfach nicht".
    sicherlich hat das etwas damit zu tun, dass man mit der person eben nie in ein "geregeltes", für beide seiten gleichzeitig zufriedenstellendes verhältnis treten kann. man verbleibt im raum der möglichkeiten und verkennt dabei, dass die andere person diese möglichkeiten halt gar nicht sieht oder wahrnehmen will. das drama wird dann romantisiert und extrem aufgeladen, was eben mehr mit der art des verhältnisses als mit der anderen person zu tun hat.

    bei mir selbst hat tatsächlich geholfen, und das klingt jetzt vielleicht pathetisch, mir vor augen zu halten, dass ich wirklich nicht ewig zu leben habe. will ich mein leben genießen, so gut es geht und mit personen, mit denen es harmoniert, oder will ich ewig die leidende werther spielen, was mir am ende nichts bringt außer viel rumgeheul? ich bin für dieses ganz große drama (also damit meine ich jetzt nicht am ende einer langen beziehung, aber solche sachen wie du sie beschreibst) einfach mittlerweile zu abgeklärt und fühle mich auch irgendwie zu "gesund".

  3. Member Avatar von fitzgerald
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    1.764

    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Also bei Teenies finde ich das noch halbwegs normal, wenn auch nervig. Das ist sowieso die Zeit des Hormonchaos, dazu kommt die Angst vor echtem Commitment und Sex plus Unreife und fehlendes Wissen. Dass man in so ner Situation sich einen Unerreichbaren aussucht, der einen ordentlich das Hirn kitzelt, dabei aber bloß nicht zu nahe kommen kann, halte ich bis zu einem gewissen Alter eigentlich für ne gesunde Reaktion.

    Und später kommt es dann auch auf die Lebenssituation an. Ich hab schon den Eindruck, dass sich Menschen gern dann in so Dramen werfen, wenn sie gerade keine stabile Beziehung mit allen ernsten Konsequenzen ertragen können, aus welchen Gründen auch immer. Das ist dann halt mal ne Phase, die auch wieder vorbei geht, wenn sich die äußeren und inneren Umstände normalisieren.

    Manche kennen es von zuhause auch leider nur so. Wenn es nicht knallt und pufft und raucht, dann ist es nicht echt.

    Und schließlich liegt es auch einfach in der menschlichen Natur, demjenigen, den man nicht sicher hat, einen größeren Wert zuzuschreiben. Jede kleine Liebesbekundung (die vielleicht auch nur in eine banale Geste hineininterpretiert wurde) löst dann einen massiven Dopaminstoß aus, der diese Denke belohnt und gerade gegen die grauen, dunklen Phasen des Kummers noch bunter, noch schillernder glitzert. Und so konditioniert man sich schön selbst. Das hat schon was von Sucht. Und genauso muss man da dann auch gegen vorgehen, meiner Meinung nach. Also erstmal einsehen, dass was schief läuft (was leider dauern kann), dann kapitulieren und schließlich der Entzug. Von außen kann man da nicht viel machen außer Händchen halten, immer wieder den Realitätscheck machen und abwarten ohne zu verzweifeln. Vernunft hat da einfach keine Chance.

    Ich glaube aber auch, dass das im richtigen Setting jedem passieren kann. Wirklich immun ist da niemand dagegen, wenn man es nur richtig anstellt. Aber es gibt natürlich Menschen, die vulnerabler sind.

    Und zu den Lästerbacken ausm Brigiddeforum: Solche Userinnen sollten sich mal fragen, warum sie wie die Geier von solchen Geschichten angezogen werden. Die fühlen sich nämlich von genau derselben Dynamik stimuliert, nur dass sie sie lieber aus der sicheren Distanz konsumieren. Leben aus zweiter Hand ist das gepaart mit der eitlen Sucht nach vermeintlicher Überlegenheit. Ganz arme Seelen sind das meiner bescheidenen Meinung nach.
    Don't tell Mama.

  4. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Ich glaube, das setzt sich aus vielen Dingen zusammen, die dann in unglücklicher Kombi aufeinander treffen. Die Hoffnungslosigkeit und auch diese Hin-und-Her-Bewegung sind sicherlich Teile davon. Bei mir gehört auch dazu, dass es von seiner Seite aus immer sehr aufgeladen wurde. Also großer Streit um Kleinigkeiten ("Du sagtest doch, du kochst was und jetzt hast du mich nur zum Essen eingeladen, was ja viel einfacher für dich ist.") und dann auch große Entschuldigungs-Vergebungs-Szenarien.
    Und: großartiger Sex und viele gemeinsame "Abenteuer"/ ungewöhnliche Unternehmungen, die bei mir nichts mit dem Alltag zu tun hatten (spontan wegfahren etc.).
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  5. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Sowas hatte ich nie, aber ich habe es viel mitbekommen.
    Bis hin zu dem Punkt, an dem meine Beziehung nicht als "echt" bezeichnet wurde, weil kein Streit stattfand.

    Ein bisschen denke ich auch, dass das beeinflusst ist von Popkultur. Wieviele Filme und Serien gibt es, in denen die Liebes-Anbahnung schwierig bis seltsam ist, aber nur dann ist es echt und gewaltig. Vielleicht verankert das in vielen, dass es so sein MUSS.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  6. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    manchmal ist auch große liebe im raum und es ist etwas besonderes, und aus unterschiedlichen gründen gibt es ein hin und her oder sonstwas.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  7. V.I.P. Avatar von Erbsenblüte
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen

    Ein bisschen denke ich auch, dass das beeinflusst ist von Popkultur. Wieviele Filme und Serien gibt es, in denen die Liebes-Anbahnung schwierig bis seltsam ist, aber nur dann ist es echt und gewaltig. Vielleicht verankert das in vielen, dass es so sein MUSS.
    Absolut. Mir ist es erst nach der Trennung meiner Langzeitjugendliebe (da war ich Ende 20) so richtig aufgefallen, wie das Konzept einer komplizierten on off Beziehung, in der die beiden sich nicht gut tun, aber immer wieder zueinander finden, weil sie ja füreinander bestimmt sind, in Serien romantisiert wird. Ich sag nur Gossip Girl.
    If Britney made it trough 2007 you can make it through this day

  8. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Ich denke eher, die Popkultur ist von Dramen beeinflusst und nicht so sehr umgekehrt. Es ist halt das, was wir am intensivsten wahrnehmen.

    Ich hatte heute morgen unter der Dusche den Gedanken (Showerthought), es ist ein bisschen wie mit einem Ohrwurm. Einen Ohrwurm hat man ja angeblich, weil das Gehirn sich irgendeinen Teil vom Lied nicht richtig gemerkt hat, irgendeine Textzeile, eine wichtige Stelle in der Melodie und versucht, das zu vervollständigen indem es das Lied im Kopf immer wieder durchhört.
    Und mit diesen Dramen ist es vielleicht auch so, irgendwas fehlt noch, irgendein Verhalten war blöd, irgendwo gab's wieder eine Ungereimtheit, also muss man sich wieder melden um das aufzulösen und das Verhältnis zueinander zu verbessern. Und wenn man das geschafft hat und einen schönen Abend miteinander verbracht hat, fällt einem das nächste ein, was noch fehlt und wo's doch doof gewesen sein könnte. Versuchen, Harmonie herzustellen.

  9. V.I.P. Avatar von finessa
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    In "Legendes of the Fall" wird die Geschichte dreier Brüder erzählt und an einer Stelle meint der off-Erzähler etwas in der Art von: "Dann kamen die ruhigen und glücklichen Jahre. Von ihnen gibt es nicht viel zu erzählen." Und da ist schon viel dran: eine unkompliziertes Kennenlernen und unkomplizierte Beziehungen geben eben keine besonders spannenden unterhaltsamen Geschichten her. Wer in so etwas involviert ist, kann das natürlich als sehr intensiv empfinden, aber von außen wird es als mäßig unterhaltsam wahrgenommen. Von daher glaube ich, das quasi an beiden Seiten was dran ist: dass einerseits Geschichten (das trifft ja nicht nur auf Popkultur zu) von Dramen beeinflusst werden und andererseits solche Dramen aber tatsächlich auch dazu beitragen zu suggerieren, wie eine "intensive Liebesgeschichte" u.ä. auszusehen und sich anzufühlen hätten.

    In meinem Umfeld habe ich allerdings den Eindruck, dass solche Dramen real erlebt ab einem gewissen Alter auch ihren Reiz verlieren: also sowohl für Involvierte als auch diejenigen, die so etwas im Freundeskreis beobachten. Irgendwie läuft es doch immer nach dem gleichen Muster ab.

    archenstone, mit dem " ich war oft verliebt und das oft unglücklich, das ist nicht grundsätzlich so" - meinst du damit das Kippen in dieses schon destruktive Suchtverhalten oder generell das Gefühl, die andere Person und die Beziehung mit ihr sei besonders? Weil letzteres gehört für mich als Empfindung schon sehr klar zum Verliebtsein hinzu bzw. zeichnet für mich sogar Verliebtsein stark aus (rational mag ich das auch zu dem Zeitpunkt bereits anders beurteilt haben, aber angefühlt hat es sich immer so).
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  10. Regular Client Avatar von das gnu
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    "iAW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    ich versteh deine Ausgangsfrage nicht ganz, aber ja, ich kenn das natürlich auch, von mir und anderen.
    ich glaube, viel hat mit der sogenannten "Selbstrechtfertigungstendenz" zutun, das hatten wir mal in Psychologie. Einen psychologischen Effekt: Wenn man einen Rückschlag erhält, will man beweisen, dass "man doch toll genug" ist.
    Bei geringem Selbstwertgefühl ist das mehr und mehr ausgeprägt, da werden dann alte Geschichten getriggert und man denkt, dass man es zwar grundsätzlich eh nicht wert ist, und sich nur stärker anstrengen muss.

    Rückblickend hab ich auch viel Shit mit mir machen lassen, aber es war eine Befreiung, mich als Opfer zu sehen, dem auch viel "angetan" wurde. Also nichts traumatisches wie seelischer Missbrauch, aber halt schon ungesundes Ausnützen und so. Klar hab ich zu wenig Grenzen gesetzt und bin mitverantwortlich, aber zumindest in anderthalb Beziehungen war der andere auch ein manipulatives Arschloch.

    Man sagt immer, man soll den Eigenanteil sehen und selbstbestimmt denken, aber mir tut es sehr gut, die Situation rückblickend zu betrachten: Wie war meine damalige Lebenssituation, was war grade unsicher (berufliche Aussichten, neu in einer Stadt, noch oberflächliche Freundschaften, fehlendes Wissen, wie ich mich selbst organisiere...) - und dann zu verstehen, dass ich nicht "einfach zu schwach oder zu doof" war. Die Situation war halt so, dass es nicht anders ging und der "Ausnutzer" freies Spiel hatte.

    Übrigens glaube ich dann auch kaum daran, dass zwei dramatisch Liebende sich immer wieder streiten, versöhnen, mal der eine freier ist, und mal der andere. Ich hab viel öfter beobachtet, dass im Großen und Ganzen schon einer "schuld" ist, dh. den anderen in der Hand hat und ihn schlechter behandelt.

    Ich war in Beziehungen schon sehr unterlegen (bzw. habe mich so gefühlt!), in meiner jetzigen fühlt es sich auf Augenhöhe an.
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  11. Regular Client Avatar von das gnu
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    In "Legendes of the Fall" wird die Geschichte dreier Brüder erzählt und an einer Stelle meint der off-Erzähler etwas in der Art von: "Dann kamen die ruhigen und glücklichen Jahre. Von ihnen gibt es nicht viel zu erzählen." Und da ist schon viel dran: eine unkompliziertes Kennenlernen und unkomplizierte Beziehungen geben eben keine besonders spannenden unterhaltsamen Geschichten her. Wer in so etwas involviert ist, kann das natürlich als sehr intensiv empfinden, aber von außen wird es als mäßig unterhaltsam wahrgenommen.
    super.
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  12. Member Avatar von archenstone
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Whoohoo, so viele Antworten! (Kennt ihr diese Leute, die Threads starten und dann gar nicht so genau wissen, was sie damit anfangen wollen... Erkenne mich aber schon in ein paar Sachen wieder.)

    Kurz zur Klärung:

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    archenstone, mit dem " ich war oft verliebt und das oft unglücklich, das ist nicht grundsätzlich so" - meinst du damit das Kippen in dieses schon destruktive Suchtverhalten oder generell das Gefühl, die andere Person und die Beziehung mit ihr sei besonders? Weil letzteres gehört für mich als Empfindung schon sehr klar zum Verliebtsein hinzu bzw. zeichnet für mich sogar Verliebtsein stark aus (rational mag ich das auch zu dem Zeitpunkt bereits anders beurteilt haben, aber angefühlt hat es sich immer so).
    Der Begriff "was besonderes" ist nicht besonders trennscharf. Jeder Mensch ist was besonderes, und jede Begegnung zwischen Menschen ist einzigartig. Verliebt sein fühlt sich anders an als soziale Interaktion ohne romantische Gefühle. Alkohol fühlt sich anders an als ein Fruchtcocktail, gleiches Prinzip. Aber zumindest für mich sind Verliebtheiten deswegen nicht gleich. Ich fand, glaube ich, alle Leute, in die ich verliebt war, schön. Verliebtsein hat für mich seit Eintreten der Pubertät einen gewissen sexuellen Anteil. Trotzdem gab es nicht bei allen Verliebtheiten DEN Sexdrive, und ich würde auch nicht behaupten, dass die Männer und Frauen alle gleich gut aussahen. Genauso ist der Faktor von "OMFG it's magic once in a lifetime!" nicht überall gleich. Wenn ich das als zwingendes Kriterium ansetze, dann stellt sich die Frage, ob ich überhaupt öfter als einmal verliebt war, und das wäre Quatsch. Dazu hat Verliebstsein und Liebeskummer einen zu großen Anteil an meinem (pubertären und erwachsenen) Leben. Den Status gönne ich dem Kerl auch nicht, der hat schon genug Sonderstatus in meinem Kopf bekommen, der Vogel.

    Destruktiv verhalten kann ich mich auch mit anderen Begründungen. "Aber es ist dein erster Freund, man wirft eine Beziehung nicht bei der ersten Schwierigkeit weg!" zum Beispiel.

    Worauf ich hinauswollte: Situationen, in denen man selbst denkt, dass der gesunde Menschenverstand nicht mehr gilt. Die Mädels, die im Jahr 2006 in Bill Kaulitz verliebt waren (war so meine Zeit...), wussten ja alle, dass sie damit nicht allein sind. Für einige war das gerade der Spaß, und manche haben geglaubt, ja, das denken die anderen nur, aber ich bin seine große Liebe und mich wird er mal heiraten. Weil, bei mir ist es nämlich anders. - Und ich behaupte mal, bei diesen Fremdgeh-/On-Off-Geschichten gibt es genug Leute, die eigentlich nicht glauben, dass so was eine gute Idee ist. Die, würden sie ihren eigenen Forenthread als Außenstehende lesen, zu ihren eigenen Vertrauensbeteuerungen schreiben würden, "Aber er kann dir doch alles versprechen, warum glaubst du das". Man glaubt, selbst die Ausnahme zu sein.

    Ein Bild, was ich dafür hatte: Wenn man es nach außen schildert, klingt es völlig banane. Aber wenn man in der Situation ist, schmeckt es nicht nach Banane, sondern eindeutig nach Ananas. (erweise ist es deswegen nicht irgendwie toller oder erfolgversprechender oder langfristig gesünder...)
    wtf momente

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  13. Member Avatar von archenstone
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    ich habe auch die erfahrung gemacht (bei mir selbst und freundInnen), dass man sachen sehr stark auflädt, bei denen man widersprüchliche signale gesendet bekommen hat.
    Ja! Das!

    Zitat Zitat von das gnu Beitrag anzeigen
    Wie war meine damalige Lebenssituation, was war grade unsicher (berufliche Aussichten, neu in einer Stadt, noch oberflächliche Freundschaften, fehlendes Wissen, wie ich mich selbst organisiere...) - und dann zu verstehen, dass ich nicht "einfach zu schwach oder zu doof" war. Die Situation war halt so, dass es nicht anders ging und der "Ausnutzer" freies Spiel hatte.
    Da ging es mir ähnlich. Ist wahrscheinlich der (oder einer der) Klassiker.

    Ich möchte auch nicht sagen, dass der andere ein böser Ausnutzer ist/sein muss. Fand es aber interessant bis erschreckend, wie viele von den Zeichen für narzisstische Beziehung zutrafen - nur halt nicht im Beziehungskontext. Ich war zwischendurch richtiggehend sauer auf das Konzept von Red Flags, weil ich die alle kennen kann und trotzdem erst hinterher sehe. Und dann denke ich wieder, eigentlich ist doch nichts passiert und ich soll mich nicht so anstellen. Meh.

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das setzt sich aus vielen Dingen zusammen, die dann in unglücklicher Kombi aufeinander treffen. Die Hoffnungslosigkeit und auch diese Hin-und-Her-Bewegung sind sicherlich Teile davon. Bei mir gehört auch dazu, dass es von seiner Seite aus immer sehr aufgeladen wurde.
    Klingt sehr anstrengend

    Wenn die Kommunikation einmal so dramatisch ist, dann wird es auch schwer, von der Ebene runter zu kommen. Dieser Wechsel zwischen Love Bombing/"random begeistert" und Entwerten/über den Mund Fahren/ausfällig Werden, das lässt den Maßstab verschwinden, was eigentlich normal oder angemessen wäre. Ich habe in irgendeinem Kontext (Streit oder Flirten mit vergebenem Menschen?) in mein Tagebuch geschrieben, "Jedes Mal wird die Grenze des Sagbaren weiter verschoben". Also das, was man eigentlich über die AfD sagt.

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    bei mir selbst hat tatsächlich geholfen, und das klingt jetzt vielleicht pathetisch, mir vor augen zu halten, dass ich wirklich nicht ewig zu leben habe. will ich mein leben genießen, so gut es geht und mit personen, mit denen es harmoniert, oder will ich ewig die leidende werther spielen, was mir am ende nichts bringt außer viel rumgeheul?
    Das ist ein guter Punkt. Mein armes Nervenkostüm macht so was nicht mit.
    wtf momente

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  14. Member Avatar von chartreuse
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    ich bin 100% an bord bei der aussage, dass leute ihre hoffnungslosen kisten romantisieren, weil das halt die romantischen narrativen sind, die wir aufsaugen und auch wegen des dramatischen werts. und dass 99.9% niemals im leben was werden. nein, er wird sich nicht von ihr trennen. nein, er wird nicht aufhören fremdzugehen. nein, es wird das dritte mal nicht besser laufen...

    ... außer, dass ich selber in so einer auf papier total aussichtslosen situation mit irrationalen "aber es ist vielleicht die 1 true love" gedanken war und es entgegen jeder vernunft mit happy end ausgegangen ist (so rückblickend, wie sich das nach 2.5 jahren beziehung sagen lässt).

    aber es war echt nicht schön und mir haben eigentlich alle zu recht den kopf gewaschen währenddessen. und es war echt krasse romantisierung meinerseits währenddessen im spiel, ich hab auch stilecht gossip girl rewatched und bin in dem chuck-und-blair-drama aufgegangen

    ich hab mir oft überlegt, dass ich es im nachhinein niemals wieder durch so viel aussichtslosen schmerz wegen einer person gehen würde, ohne vorher die reißleine zu ziehen. aber es hat ja eben doch geklappt. weiß auch nicht, was das unterm strich aussagt. ausnahmen bestätigen die regel? aber jeder denkt ja, dass ausgerechnet er die ausnahme ist, das ist ja der witz.
    miss almost, miss maybe, miss halfway

  15. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Wenn man die Ausnahme war, weiß man das erst hinterher - und das ist ja eigentlich der Knackpunkt.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  16. Member Avatar von archenstone
    Registriert seit
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Ich frage mich gerade, ob dieses Reinsteigern in Sachen, wo nie was war (oder nie was Definitives war oder alles destruktiv war) auch was von Drogenabhängigkeit hat? Schon währenddessen ist es nicht wirklich gut, aber die Achterbahn ist gerade oben und darum fühlt sich auch das Ungesunde gut an. Dann folgt der Absturz, es geht mir schlecht, ich weiß, dass es nicht gut für mich ist, aber gleichzeitig bin ich wie auf Entzug, Abstand fällt mir irre schwer, Selbstdisziplin gleich null und nur durch künstliche Begrenzungen zu erreichen. Es wird dann auch besser, durch Zeit (und Bym-Spam). Ich weiß, dass das nicht gut war, ich bin froh, dass es mir nicht mehr so schlecht geht. Aber trotzdem vermisse ich. Gerade, wenn ich an die Grenzen meiner Frustrationstoleranz komme, irgendwas Doofes passiert - ich will das Gefühl von vor einem Jahr zurück. Ja, auch wenn ich um die Folgen und die ganze Destruktivität weiß. Es ist nicht mal wirklich die Person, die ich vermisse. Das Gefühl, ich habe einen Cheatcode fürs reale Leben gefunden, der diesen ganzen nervigen Kram in normalen sozialen Beziehungen überspringt.

    Also, ich habe keine Erfahrung mit irgendwelchen krassen Drogen (also nur Alkohol, Koffein, Essen). Aber es erinnert mich an Berichte von Leuten, die z.B. Crystal-Meth-abhängig sind.

    Vielleicht überdramatisiere ich auch schon wieder...
    wtf momente

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  17. Member Avatar von fitzgerald
    Registriert seit
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Ich finde, dass dieses Suchen und Ausleben von emotionalen Dramen durchaus mit Süchten vergleichbar ist. Ich gehe davon aus, dass der Dopaminkick da ähnlich groß ist wie beim Achterbahn fahren, dem Verschlingen einer Tafel Schokolade oder eben dem Koksen.

    Man spricht ja nicht umsonst vom Objekt der Begierde. Ob nun beim Klamotten shoppen oder beim Schwärmen, kommt doch im Grunde aufs Gleiche raus (also klar hat jeder da seine eigenen Vorlieben, aber auf der Jagd nach dem Kick sind wir ja zeitlebens alle. Gibt halt gesündere und ungesündere Mittel).
    Don't tell Mama.

  18. V.I.P. Avatar von finessa
    Registriert seit
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    IDas Gefühl, ich habe einen Cheatcode fürs reale Leben gefunden, der diesen ganzen nervigen Kram in normalen sozialen Beziehungen überspringt.
    Fühlt sich das immer noch so an? Was du von der Sache schilderst klingt doch um ein Vielfaches nerviger als normale (?) soziale Beziehungen ...? Bzw. was findest du an solchen Beziehungen nervig?

    Ansonsten stimme ich dir zu und denke ebenfalls, dass sich das sehr gut mit Drogenkonsum vergleichen lässt - siehe auch meine Signatur. Ich mochte daher so frisches Verliebtsein nie so wirklich, weil das bei mir eben immer sehr viel von einem Suchtcharakter hatte, dadurch, wie sehr die Gedanken immer wieder zu dieser einen Person gingen. Das High, wenn ich die andere Person sah, das aber schnell mal in ein Down kippen konnte, wenn ich sie nicht sah oder irgendwas nicht wie erwünscht verlief. Inkl. Schlaf - und Appetitlosigkeit und dennoch permanent viel Energie.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  19. Member Avatar von archenstone
    Registriert seit
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Fühlt sich das immer noch so an? Was du von der Sache schilderst klingt doch um ein Vielfaches nerviger als normale (?) soziale Beziehungen ...? Bzw. was findest du an solchen Beziehungen nervig?
    Ja, in der Erinnerung fühlt sich das so an. Gefühlslevel: "Der einzige Mensch auf der Welt, der mich versteht". Ich wusste auch währenddessen, dass es nicht wirklich so ist. Aber wenn alle emotional nahe stehenden Leute physisch weit weg und nur über Internet/Telefon verfügbar sind und der Kontakt zu der Psychotherapie-Branche auch wieder mit den üblichen Mühseligkeiten und Missverständnissen einhergeht, dann fühlt sich das schnell mal so an.

    Jetzt hatte ich einfach eine miese Woche. Auf verschiedenen Ebenen Ablehnung erfahren, Termine ausgemacht, die dann zu nichts geführt haben, eine Therapeutin, die mir nach dem Erstgespräch keinen weiteren Termin gibt, Freitagabend so 'nen richtigen "Mädchen"-Streit, in dem ich keine Meinung oder Fakten oder Argumente haben darf, weil die andere Person es ja nicht böse meint, also soll ich doch einfach akzeptieren, dass sie besser weiß, was mein Problem und die Lösung dafür ist, und wie rede ich eigentlich mit ihr? - Gefühlslevel: "Die ganze Welt ist gegen mich. Bäh."

    Dann vermisse ich den Optimismus, den ich hatte. Obwohl ich den Absturz dahinter echt nicht wieder haben will. Obwohl ich mit der Kommunikation und dem Umfeld nicht klar gekommen bin, obwohl die Respektlosigkeit unterm Strich die gleiche ist wie bei Leuten, die ihre Grenzüberschreitung als nett und sozial verpacken. Obwohl ich in irgendwelchen Artikeln oder Postings über Narzissmus (sowohl in Beziehungen als auch am Arbeitsplatz) irgendwelche hochgradig spezifischen Dinge finde, von denen ich denke, "Krass, das trifft auch zu." Trotzdem ist der Teil von meinem Gehirn, der für Vermissen zuständig ist, der Meinung, das sei eine gute Erinnerung. WTF, Gehirn?

    Das hat jetzt nicht mehr so viel mit "Whoa, voll ungewöhnlich, einmal im Leben" zu tun. Dass nie was passiert ist und ich ewig daran hänge, ist bei mir mehr die Regel als die Ausnahme. Aber das ist wieder das mit den Prädispositionen, was fitzgerald ja auch schreibt.
    wtf momente

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  20. Enthusiast Avatar von jadore
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    AW: "ABER es ist etwas GANZ besonders!" (...und darum ist Drama ok)

    archenstone, bei dir frage ich mich immer, wieviel denn da tatsächlich "passiert" ist. haben sich der optimismus und die abstürze, also das auf und ab, nur in deinem kopf abgespielt oder gab es da reale interaktionen mit personen? für mich las es sich bisher so, als ob du einen schwarm am arbeitsplatz hattest, der aber unerreichbar war und nebenbei auch gar nicht so nett zu dir/eher unsympathisch. du scheinst dich da irgendwie sehr reingesteigert zu haben, ohne das je viel "reale interaktion" stattgefunden hat, oder?
    ich glaube tatsächlich, dass deine gefühle weniger mit dieser person zu tun haben, sondern eher mit deiner orientierungslosigkeit und dem fehlen von echter nähe. das klingt ja bei dir auch so an.

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