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  1. Member Avatar von Dampfwutz
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Ich sehe das auch so wie jadore.

  2. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von Dampfwutz Beitrag anzeigen
    Ich kenne keine polygame Beziehung, die langfristig für alle Beteiligten gut funktioniert hat. Könnte aber auch an meinem Umfeld liegen, dass ich da einfach niemanden kenne. Die Leute, die ich kenne, die sich aus einer vorher monogamen Beziehung für eine offene Beziehung entschieden haben, waren vorher einfach nicht so zufrieden/glücklich mit ihrer Beziehung, und es war dann der Anfang vom Ende, und entweder hat man sich dann irgendwann doch für den neuen Partner und gegen den alten entschieden, oder alles war irgendwie unglücklich.
    Das kann ich komplett so unterschreiben. Und bei allen bis auf ein Pärchen, die ich kannte (und das waren schon einige, da ich eine Zeit lang ein Umfeld hatte, in dem polyamore oder offene Beziehungen sehr üblich bzw. fast schon die Norm waren) schien der Wunsch nach einer offenen Beziehung nicht wirklich zu heißen "ich möchte, dass wir beide auch was mit anderen Leuten haben können, weil ich den Anspruch, für jemanden der/die einzige zu sein überholt finde und gönne dir auch von Herzen deine Abenteuer", sondern eher "oh ich will jetzt halt mal was mit jemand anderem haben/finde eigentlich insgeheim jemand anderen sogar toller, aber will meine vertraute Beziehung nicht aufgeben, aber hoffentlich willst du das nicht auch irgendwann machen, denn so weit hab ich das nicht durchdacht".

    Also ehrlich, da waren z.B. bei mir auch Typen dabei, die schon mehrere offene oder polyamore Beziehungen hatten und schwärmten, wie toll das läuft und wie fortschrittlich das ist, aber wenn man genauer nachfragte stellte sich heraus, dass sie halt immer Partnerinnen hatten, die selber gar kein Bedürfnis nach jemand anderem hatten und als sie dann mal doch an eine gerieten, die das auch für sich forderte, gab es großen Knatsch. Umgedreht hab ich das auch schon bei Frauen erlebt, die halt selber immer Partner hatten, die das so geduldet haben, dass sie noch andere hat und selber das aber nicht ausleben wollten und auch da: großes Geschrei als es mal bei einem nicht so war.

    Von daher: ich finde es nicht unmoralisch, habe früher auch selbst polyamore Männer gedatet, aber würde mittlerweile sehr aufpassen, ob es bei diesem Wunsch nicht versteckt um was anderes geht und ob die Person wirklich meint "WIR sollten eine offene Beziehung haben" oder ob sie sich eigentlich erhofft, dass man selber schön immer da bleibt wo man ist, sie sich aber eben mal ausleben kann. Wobei man natürlich auch zu dem Schluss kommen kann, dass letzteres auch für einen ok ist. Aber darüber, ob es ok ist und wenn nein, ob sie wirklich selber auch so entspannt wäre, wie sie das von dir gerne hätte, würd ich dann im Zweifelsfall genauer prüfen.

    Und wenn du dir aber gar nicht vorstellen kannst, dass sie was mit einer anderen hat, ist es auch völlig ok, das nicht zu wollen. Finde es auch nicht gut, dass Leute dich da drängeln wollen. Ob/wie es dann noch passen könnte, wenn das für sie sehr wichtig sein sollte, diesen crush auszuleben, ist natürlich eine andere Frage. Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute in der Sache
    “As far as I can make out, edgy occurs when middlebrow, middle-aged profiteers are looking to suck the energy — not to mention the spending money — out of the ‘youth culture.’ So they come up with this fake concept of seeming to be dangerous when every move they make is the result of market research and a corporate master plan.”
    — Daria

  3. Enthusiast Avatar von mrs_november
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Ich finde es auch nicht unmoralisch. Unmoralisch finde ich Lügen, aber nicht eine offene Beziehung.

    Allerdings meine ich auch, dass das eine Entscheidung ist, die man grundsätzlich treffen sollte und nicht anlassbezogen. Sonst ist ja schon von Anfang an ein Ungleichgewicht drin.

    In deinem Fall meine ich: Wenn es dich verletzen würde, wenn deine Freundin was mit der anderen hat (egal ob heimlich oder nach vorheriger Absprache), sollte es ihr wichtiger sein, dich nicht zu verletzen als ihren Crush auszuleben. So einfach ist das.

    Zustimmen, obwohl es dich verletzen würde, ist für mich keine Option. Das würde ich auch nicht von meinem Partner erwarten.

  4. V.I.P. Avatar von Philip
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    stimme phaenomenal in allem zu, besonders dem hier:



    moral kommt finde ich dann ins spiel, wenn personen zu irgendwas gedrängt werden, was sie nicht wollen und was der ursprüngliche "beziehungsvertrag" (in deinem fall monogamie) eigentlich nicht vorsah. natürlich ist es möglich, sich zusammen weiterzuentwickeln und auch andere beziehungsformen auszuprobieren, aber wenn deine freundin denkt, du müsstest jetzt ihren wunsch nach der offenen beziehung akzeptieren, dann fände ich das unfair bzw. unmoralisch.

    wer sich auf eine beziehung eingelassen hat, trägt meiner ansicht nach auch eine gewisse verantwortung für den partner, das heißt auch, dass man die beziehungsform, die man gewählt hat, ernst nimmt und nicht nach kurzer zeit schon wieder alles über den haufen wirft und sonstwas von dem anderen verlangt (klar, fragen kann man natürlich). schließlich sind wir erwachsene menschen, denen man auch ein bisschen weitsicht zutrauen kann.
    Das finde ich sehr gut geschrieben!
    Moralisch bedenklich finde ich ebenfalls, wenn Außenstehende versuchen so sehr eine Beziehungsform zu beeinflussen.
    Nicht moralisch bedenklich finde ich, wenn sich 2 Menschen in einer Beziehung auf eine Änderung einigen. Dass sowas in der Realität wahrscheinlich intial von einem ins Spiel gebracht wird ist halt so. Umsomehr ist der/die dann in der Verantwortung maximalst sensibel únd respektvoll vorzugehen.

  5. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    @Bergkind, das macht mich so wütend, solche Berichte
    Es könnte so toll sein und ich denke, ALLE Beziehungsmodelle können davon profitieren, wenn es mehr Vielfalt gibt und solche Dinge genauer refektiert werden. Aber halt nicht so. Das schadet dem doch nur.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  6. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    @Bergkind, das macht mich so wütend, solche Berichte
    Es könnte so toll sein und ich denke, ALLE Beziehungsmodelle können davon profitieren, wenn es mehr Vielfalt gibt und solche Dinge genauer refektiert werden. Aber halt nicht so. Das schadet dem doch nur.
    Ja! Sowas von ja! Ich finde es an sich so gut, dass jetzt langsam verschiedenere Modelle akzeptierter werden und finde es gut, wenn man sich klar wird, welche Beziehungsform man wirklich gerne für sich hätte, dann dazu steht und mit etwas Glück jemanden finden kann, der da ähnliche Absichten hat. Ich selber kam mit der Zeit zu dem Schluss, dass ich (wenn überhaupt) zukünftig lieber wieder in einer monogamen Beziehung wäre, aber auch die Suche danach könnte ja potentiell von der höheren Wahrnehmungen anderer Beziehungsformen in der Gesellschaft profitieren, weil hoffentlich Menschen, für die Monogamie so gar nichts ist, sich nun weniger und weniger in das Format "Monogamie" quetschen, nur weil mans halt so macht. Wodurch dann die Chance steigt, jemanden kennenzulernen, der das auch aus Überzeugung will und nicht insgeheim denkt "Eigentlich hätte ich gern immer noch Abenteuer nebenbei, aber das macht man nicht und deswegen mach ich hier einen auf monogam, werde aber innerlich von Missgunst zerfressen, weil ich das nun nicht ausleben kann".

    Leider scheint es aber in der Praxis noch viele Probleme zu geben und ich hab oft das Gefühl, dass polyamor lebende Menschen oft noch in so einem Zwischending zwischen "man sollte frei lieben können" und dem klassischen "das ist MEIN/E Partner/in. ICH entscheide hier, ob und was passiert" drin sind. Ich hatte mir das damals irgendwie...einfacher vorgestellt und erwartet, dass man bei dem Konzept schon wesentlich lockerer miteinander umgeht und war dann doch sehr ernüchtert.
    Geändert von Bergkind (01.04.2019 um 18:10 Uhr)
    “As far as I can make out, edgy occurs when middlebrow, middle-aged profiteers are looking to suck the energy — not to mention the spending money — out of the ‘youth culture.’ So they come up with this fake concept of seeming to be dangerous when every move they make is the result of market research and a corporate master plan.”
    — Daria

  7. Junior Member
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Also jetzt mal ganz unabhängig davon, ob es Spaß macht oder nicht. Findet ihr eine offene Beziehung irgendwie unmoralisch?
    (Hintergrund der Frage ist super persönlich und nicht so schön. Meine Freundin, mit der ich seit anderthalb Jahren eine Beziehung habe - monogam - hat jetzt einen crush für eine andere Frau.) Sie möchte den auch ausleben, sagt jedoch, dass ich weiterhin diejenige bin, mit der sie ihr Leben plant. Mich verunsichert es zutiefst und argh. Viele Leute erwarten von mir, dass ich mich dem anpasse. Gerade wünschte ich ein bisschen, im Jahr 1920 zu leben. Obwohl da eine Beziehung zwischen zwei Frauen natürlich überhaupt nicht akzeptiert worden wäre.
    Das Konzept, von Anfang an eine offene Beziehung zu haben, finde ich prinzipiell nicht unmoralisch, wenn auch für mich absolut ungeeignet.

    Ich finde es aber unmoralisch, ausgehend von einer monogamen Beziehung, meinem Partner vorzuschlagen, die Beziehung zu öffnen, damit ich mich ausleben kann.
    Für mich persönlich wäre das eine krasse Kränkung, weil mein Partner mir damit zu verstehen gibt: Du reichst mir nicht aus. Und ich aber den Anspruch an meine Beziehung habe, dass ich ihm ausreichen möchte. Und diese Kränkung würde ich meinem Partner nicht antun wollen. Da ignoriere ich den Crush lieber.
    Kann sein, dass das manchen Menschen nichts ausmachen würde und sie es nicht als Kränkung sehen, aber wenn ich das nicht sicher weiß, lass ichs lieber sein und verletze meinen Partner nicht.

  8. Member Avatar von Sublus
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Die meisten Menschen leben ja eh nicht wirklich monogam im dem Sinne, dass sie einen Partner fürs Leben wählen und mit dem dann durch dick und dünn gehen. Meistens ist es eher das Konzept "serielle Monogamie", mit wechselnden Partnern, nur halt nicht gleichzeitig.

    Eine Beziehung, egal in welcher Form, braucht Arbeit und ist nicht immer Hollywood. Offene oder sogar polyamore Beziehungen können sich nicht auf vorhandene Vorbilder stützen, leiden aber dafür weniger darunter, dass die Partner gewisse Dinge als gegeben voraussetzen ("das muss er doch wissen, wie ich mich fühle..."). Ich habe mit einer Gruppe zu tun, die Polyamorie versucht, und die leben ihre Beziehungen deutlich bewusster als die monogamen, die ich kenne. Es wird viel mehr über Kommunikation nachgedacht und darüber, was eigentlich die eigenen Bedürfnisse sind und wie man sie erfüllen könnte. Unmoralisch kann ich daran nichts finden, auch nicht daran, eine bestehende Beziehung zu öffnen, wenn beide das wollen. Manchmal ist das ja auch ein Prozess über längere Zeit.
    Wenn so ein Vorschlag natürlich direkt als Kränkung empfunden wird, wird es schwierig. Da müssen sich beide Partner drüber klar werden, warum das der Fall ist. Möchte man bewusst monogam leben, mit all den Vor- und Nachteilen? Oder würde man vielleicht auch gern selber andere Partner haben, hat aber Schwierigkeiten mit Eifersucht, denkt, man sei nicht gut genug und hat Angst, für den/die Neue verlassen zu werden? Was absolut natürlich wäre, woran man aber arbeiten könnte. Am Schlimmsten fände ich es eigentlich, wenn mein Partner solche Gedanken für sich behalten müsste. Ich mag keine Tabus in meiner Beziehung haben.
    Die Beispiele hier zeigen, dass sich die Leute das manchmal zu einfach vorstellen und nicht bereit sind, an den Beziehungen wirklich zu arbeiten. Es ist aber nicht so, dass ich mir ein Bedürfnis, was mir Person X nicht erfüllen kann oder will, einfach von Person Y holen kann. Eine offene Beziehung ist kein Baukastensystem und keine Lösung für Probleme in einer Partnerschaft.

    Snow, das ist eine schwierige Situation, in der du da steckst, und auch schwierig, was zu raten, ausser, gut auf dein Gefühl zu hören und nicht übereilt zu etwas zuzustimmen, wobei du dich nicht wohlfühlst.
    Vielleicht schafft ihr es, egal was ihr entscheidet, diese Situation als Chance für eure Beziehung zu sehen. Manchmal merkt man ja erst, was einem in der Beziehung fehlt, wenn einem plötzlich jemand anders gefällt, der genau das zu haben scheint. Redet viel; daran merkst du dann auch, inwieweit deine Partnerin bereit ist, was für die Beziehung zu tun. Das kann dir Sicherheit geben.
    Mom! Theron's dried his bed again!

  9. Enthusiast Avatar von jadore
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Sublus, schön geschrieben!

  10. Alter Hase Avatar von ~snow06~
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von Sublus Beitrag anzeigen
    Die meisten Menschen leben ja eh nicht wirklich monogam im dem Sinne, dass sie einen Partner fürs Leben wählen und mit dem dann durch dick und dünn gehen. Meistens ist es eher das Konzept "serielle Monogamie", mit wechselnden Partnern, nur halt nicht gleichzeitig.

    Eine Beziehung, egal in welcher Form, braucht Arbeit und ist nicht immer Hollywood. Offene oder sogar polyamore Beziehungen können sich nicht auf vorhandene Vorbilder stützen, leiden aber dafür weniger darunter, dass die Partner gewisse Dinge als gegeben voraussetzen ("das muss er doch wissen, wie ich mich fühle..."). Ich habe mit einer Gruppe zu tun, die Polyamorie versucht, und die leben ihre Beziehungen deutlich bewusster als die monogamen, die ich kenne. Es wird viel mehr über Kommunikation nachgedacht und darüber, was eigentlich die eigenen Bedürfnisse sind und wie man sie erfüllen könnte. Unmoralisch kann ich daran nichts finden, auch nicht daran, eine bestehende Beziehung zu öffnen, wenn beide das wollen. Manchmal ist das ja auch ein Prozess über längere Zeit.
    Wenn so ein Vorschlag natürlich direkt als Kränkung empfunden wird, wird es schwierig. Da müssen sich beide Partner drüber klar werden, warum das der Fall ist. Möchte man bewusst monogam leben, mit all den Vor- und Nachteilen? Oder würde man vielleicht auch gern selber andere Partner haben, hat aber Schwierigkeiten mit Eifersucht, denkt, man sei nicht gut genug und hat Angst, für den/die Neue verlassen zu werden? Was absolut natürlich wäre, woran man aber arbeiten könnte. Am Schlimmsten fände ich es eigentlich, wenn mein Partner solche Gedanken für sich behalten müsste. Ich mag keine Tabus in meiner Beziehung haben.
    Die Beispiele hier zeigen, dass sich die Leute das manchmal zu einfach vorstellen und nicht bereit sind, an den Beziehungen wirklich zu arbeiten. Es ist aber nicht so, dass ich mir ein Bedürfnis, was mir Person X nicht erfüllen kann oder will, einfach von Person Y holen kann. Eine offene Beziehung ist kein Baukastensystem und keine Lösung für Probleme in einer Partnerschaft.

    Snow, das ist eine schwierige Situation, in der du da steckst, und auch schwierig, was zu raten, ausser, gut auf dein Gefühl zu hören und nicht übereilt zu etwas zuzustimmen, wobei du dich nicht wohlfühlst.
    Vielleicht schafft ihr es, egal was ihr entscheidet, diese Situation als Chance für eure Beziehung zu sehen. Manchmal merkt man ja erst, was einem in der Beziehung fehlt, wenn einem plötzlich jemand anders gefällt, der genau das zu haben scheint. Redet viel; daran merkst du dann auch, inwieweit deine Partnerin bereit ist, was für die Beziehung zu tun. Das kann dir Sicherheit geben.
    Sublus, danke für deinen Beitrag! Gestern habe ich mich mit einer Bekannten getroffen, die schon seit über vier Jahren in einer polyamoren Beziehung lebt und sie hat viel Ermutigendes berichtet. Es ist schön, auch von dir ein Gegenbeispiel zu "alle nicht-monogamen Beziehungen in meinem Umfeld haben nicht lange gehalten etc" zu lesen. Mal gucken, was das mit E. und mir noch wird... gerade bin ich nicht in so einer Schreibstimmung und mein Laptop ist immer noch dringend reparaturbedürftig, aber ich werde hier noch mal was schreiben...
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  11. Member Avatar von Sublus
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    Sublus, schön geschrieben!
    danke!
    Mom! Theron's dried his bed again!

  12. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    Zitat Zitat von dzairia Beitrag anzeigen
    Ich finde zunächst mal alles in Ordnung, was volljährige Personen freiwillig tun. Also in dem Sinne: nein, offene Beziehungen sind nicht per se unmoralisch, auch wenn ich mir das persönlich für mich nicht vorstellen könnte. Aber wie gesagt, es sollten halt alle Beteiligten sich für dieses Modell bewusst entscheiden und damit einverstanden sein, und das ist bei euch ja offenbar nicht der Fall. Ich finde es schwierig, wenn deine Freundin dich da reindrängen will.
    Ja.
    Wenn jemand gedrängt wird die Beziehung zu öffnen um damit ein Verhalten zu legitimieren dass sonst Betrug wäre finde ich das sehr kritisch.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  13. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: Offene Beziehung - moralisch/ unmoralisch

    snow, lehnst du es denn für dich selbst ab?

    Ich lese zwar einerseits Ablehnung, aber auch nicht so richtig, sondern dass du überrascht bist und ja auch rückblickend sagst, dass du auch mit dem Wissen vielleicht eine Beziehung zu ihr eingegangen wärst.

    Wir haben dem Namen nach eine offene Ehe (auch wenn sich ungefähr nie Gelegenheit bietet, das auszuleben), aber wir haben das eben von Anfang an so ausgemacht, als wir zusammen gekommen sind, und wollten das beide.
    Mittlerweile denke ich, dass Jochen, wenn wir noch mal drüber reden würden, vielleicht eher zu monogam tendieren würde, aber, wie gesagt, wir lernen kaum noch Leute kennen, die überhaupt für Sex in Frage kämen, von daher stellt sich die Frage eigentlich nicht und de facto leben wir eh monogam. Ich möchte es aber eher offen lassen.

    Für mich sind einfach ganz ganz andere Dinge wichtig als körperliche Treue. Eine Zeit lang war ich eifersüchtig auf eine Freundin von ihm, mit der er komplett platonisch viel Zeit verbracht hat. Aber das hatte halt 0 mit Romantik zu tun und auch nichts damit, wie moralisch oder unmoralisch unsere Beziehung ist.


    Wie hier schon vielfach geschrieben wurde, ist Moral ein Aspekt, den ich da völlig ausklammern würde.
    Wichtig ist, dass du dir darüber Gedanken machst, was für dich in Ordnung ist. Das haben vor allem Außenstehende zu respektieren, denn Monogamie, Polyamorie oder offene Beziehungen stehen ja in keinem Qualitätswettkampf zueinander.
    Deine Freundin muss dann wiederum schauen, wie sie mit dem Ergebnis deiner Gedanken zurecht kommt, da muss man halt viel sprechen...
    Ich wünsch euch alles liebe!
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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