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Ergebnis 21 bis 40 von 49
  1. Senior Member

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    aber ich sehe jetzt nicht so das problem, dass jmd nicht viel und nicht gerne unter vielen menschen is oder so. ich brauche auch viel zeit zum akku aufladen. da tickt einfach jeder anders. das is doch auch voll ok so.

    für MICH is problematisch dass halt sonst NICHTS kommt. NICHTS. ich denke es wäre anders, wenn auf meine sachen mal reagiert würde. ab und an vllt ne nette nachricht oder whatever. (ich erwarte sowas nicht jeden tag ne?)

    denn wenn das gefühl flöten geht, dass das alles nicht mehr auf gegenseitigkeit beruht, das is echt kacke. also wenn man merkt dass da son ungleichgewicht is. wenn man schon am rumüberlegen is von wegen "woah nee, nerve ich xy jetzt? kommt gar nichts zurück? usw usf"

    es gibt leute, von denen höre ich wochenlang nichts oder nicht viel, aber ich WEISS dass ich denen immer mal schreiben kann und was vorschlagen. einfach dieses wissen, dass man das kann. dieses wissen dass mein "hallo xy, wie geht's?" gut aufgehoben is.

    woah kp ich kann es so schwer beschreiben. vllt weiß jmd was ich meine :')
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  2. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von juno_ Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir zu, auch ich bin als introvertierter Mensch grundsätzlich gern unter Menschen - für mich ist der Unterschied die Häufigkeit, in der ich das verglichen mit extrovertierten Menschen "brauche" und gut finde. Natürlich können mich ein gutes Gespräch, ein tolles Treffen oder eine größere Veranstaltung beflügeln und inspirieren - aber eben nur ab und zu mal und nicht täglich. Denn so schön es auch gewesen sein mag, bin ich neben der Freude über das Erlebnis danach meistens auch ziemlich erschöpft und ausgelaugt (je nach Größe des "Events" natürlich) und froh, erst mal wieder meine Ruhe zu haben.
    Ja, genauso ist es bei mir auch.

    Klar gibt mir das was, aber das hat ja erstmal nicht zwingend was mit Energie zu tun...etwas kann mich inspirieren und gleichzeitig trotzdem auslaugen. Ich muss da schon währenddessen immer gut auf mich aufpassen, damit es nicht zu schlimm wird, sonst bekomme ich einen Sozialkater. Vielleicht ist das auch eh ne gute Analogie...die meisten erwachsenen Menschen trinken ja auch Alkohol, obwohl sie davon uU einen Kater bekommen, das gibt ihnen ja anscheinend in dem Moment irgendwas positives, das die negativen Folgen aufwiegt.

    Ich fand’s zb nie wirklich schade, dass ich in meinem ehemaligen kundenzentrierten Job meine Mittagspause wegen knapper Besetzung fast immer alleine statt mit Kolleginnen verbringen musste. Ich bin dann oft mit Musik auf den Ohren rausgegangen oder hab in Ruhe Zeitung gelesen und dann war ich wieder bereit. Und als Kind hab ich mich auf Familienfeiern (meine Familie ist sehr laut und chaotisch, was schön ist, aber auch anstrengend) häufig irgendwann mit nem Buch in die Ecke gesetzt. Ich treffe mich zb auch am liebsten in ner Gruppe statt nur zu zweit, weil ich dann nicht 100% der Zeit geistig anwesend sein muss, sondern zwischendurch auch einfach mal aussteigen und mit den Gedanken woanders sein kann, ohne dass das negativ auffällt. So halte ich das dann insgesamt besser aus. Und Konzerte gehen für mich zb auch gut, trotz der vielen Menschen, weil ich da mit niemandem kommunizieren muss, wenn ich das nicht will. Das ist also nicht ganz so schwarz-weiß, sondern hat eher viele Graustufen.

    Und es kommt ja auch ein bisschen darauf an, wie man Extra- und Introversion definiert. Man ist ja nicht automatisch introvertiert, wenn man eher still ist und gerne liest und extrovertiert, wenn man laut und selbstbewusst ist. Eigentlich liest man inzwischen ja tatsächlich eher die Definition, in der sich das eben vor allem in dem Punkt entscheidet, woraus man Energie zieht und es gibt eben auch nicht nur die beiden Pole, sondern sehr viel dazwischen.

    Ich muss da immer an meine Schwester denken, die kann sich zb sehr gut alleine beschäftigen und stundenlang an irgendwas rumbasteln, aber trotzdem braucht sie regelmäßig viele Menschen um sich rum, weil sie sonst eingeht und sie hat dementsprechend auch einen sehr großen Freundes- und Bekanntenkreis, den sie mühelos pflegt. Bei mir ist das ganz anders, ich muss mich fast jedesmal zu Treffen überwinden und frag deshalb auch selten von mir aus, auch wenn ich die Leute natürlich sehr mag und das dann auch meistens schön ist. Beim Gedanken daran, mit meiner Schwester tauschen zu müssen, wird mir echt schwindlig.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Findet ihr eigentlich, dass das stimmt, also dass introvertierten Leuten Sozialkontakte sehr viel Energie kosten während extrovertierte Leute dadurch Energie tanken (ja, ich weiß, dass das nicht genau das ist, was du geschrieben hast, poppyred, aber es gibt ja diese These.) Ich bin schon ein introvertierter Mensch, aber Sozialkontakte geben mir normalerweise sehr viel, fühle mich dadurch inspiriert und angeregt. Irgendwie finde ich das ein bisschen Humbug mit dieser These. Warum würde man überhaupt Leute treffen, wenn einen das nicht irgendwie nährt oder einem neue Ideen gibt etc.? Aber Gegenmeinungen fände ich auch interessant...
    Also, dir geht es eigentlich nicht darum, ob introvertiert und "Sozialkontakte rauben mir Energie" zusammenhängt, sondern du glaubst, dass es letzteres gar nicht gibt?

    Dem kann ich definitiv widersprechen. Ich würde überhaupt nicht sagen, dass mir soziale Kontakte, auch anstrengende, nichts geben, aber sie kosten mich trotzdem teilweise sehr viel Energie und ich muss mich hinterher davon erholen. Mit manchen Leuten ist es nicht sehr ausgeprägt, bei manchen bekomme ich insbesondere von Treffen zu zweit irgendwann Kopfschmerzen, weil es einfach so anstrengend ist.

    Ich würde mich aber wiederum grundsätzlich eigentlich nicht als typisch introvertiert bezeichnen. Den Zusammenhang würde ich daher womöglich auch als konstruiert ansehen (je nach Definition, hat poppy ja auch schon geschrieben).

  4. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Findet ihr eigentlich, dass das stimmt, also dass introvertierten Leuten Sozialkontakte sehr viel Energie kosten während extrovertierte Leute dadurch Energie tanken (ja, ich weiß, dass das nicht genau das ist, was du geschrieben hast, poppyred, aber es gibt ja diese These.) Ich bin schon ein introvertierter Mensch, aber Sozialkontakte geben mir normalerweise sehr viel, fühle mich dadurch inspiriert und angeregt. Irgendwie finde ich das ein bisschen Humbug mit dieser These. Warum würde man überhaupt Leute treffen, wenn einen das nicht irgendwie nährt oder einem neue Ideen gibt etc.? Aber Gegenmeinungen fände ich auch interessant...
    Die These bezieht sich nicht auf introvertiert vs. extrovertiert, sondern darauf, dass manche Leute aus Gesellschaft Kraft ziehen, und andere aus dem Allein sein.

    Ich bin auch eher extrovertiert, aber Menschen um mich haben erschöpft mich auch.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    wubbalubbadubdub.
    ʕ•͡ᴥ•ʔ

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Ja, bei mir hängt das auch zusätzlich noch vom Gegenüber ab. Wobei ich da tatsächlich auch den Eindruck hab, dass mich das Zusammensein mit anderen, denen das auch Energie raubt, weniger anstrengt. Das ist weniger intensiv.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  6. Addict

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Bei mir hängt das sehr am Gegenüber, insgesamt geben mir soziale Kontakte Energie und ich finde die Vorstellung ein ganzes WE komplett zu Hause zu sein und sich nicht zu verabreden/oder gar nix vorzuhaben ganz schrecklich und beklemmend. Anstrengend finde ich Kontakte bei denen ich mich noch nicht so sicher und geborgen fühle, weil ich mir dann immer Gedanken mache bei dem was ich sage und tue (habe sozial ängstliche Tendenzen). Treffen mit guten Freunden strengen mich 0 an (zumindest nicht, wenn ich mich alleine ohne meine Kinder verabrede bei letzterem hab ich leider oft dieses "mein Kind ist nicht angepasst" im Kopf, das ist aber auch je nach Nähe der Freundschaft unterschiedlich doll ausgeprägt).
    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

  7. Junior Member

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Ich finds ehrlich gesagt krass, wie viele hier in diesem Thread zugeben, auch ein eher unverlässliches Kommunikationsverhalten an den Tag zu legen. Ihr schreibt doch auch viel und regelmäßig bei Bym, warum geht es dann nicht Freunden zeitnah zu antworten? Ich bin selbst ein sehr introvertierter Mensch - ich könnte vier Wochen auf einer einsamen Insel sein und mich kein einziges Mal alleine fühlen - aber Freunden antworte ich regelmäßig und sobald es möglich ist, weil ich weiß wie es sich anfühlt auf Nachrichten zu warten und sich deswegen unwichtig zu fühlen.
    Macht es mir Spaß auf "Hey, wie gehts dir?"s zu antworten? Oftmals nicht und ich hab keine große Lust, aber das gehört für mich halt als Verpflichtung in Sozialkontakten dazu - erreichbar und verlässlich zu sein - und deswegen mache ich es. Gibt ja viele Dinge im Alltag, auf die man nicht unbedingt Lust hat, von denen man auf lange Sicht aber profitiert.
    Deswegen kann ich diese "Mir raubt das so viel Energie, ich kann das nicht, ich muss meinen Akku aufladen" Argument leider nicht mehr hören.
    Verhaltet ihr euch so auch bei potentiellen Liebesgeschichten oder bei Kontakten, die eurer Karriere förderlich sind? Ich finde man sieht an solchem Verhalten nicht wie in- oder extrovertiert jemand ist, sondern welche Priorität platonische Kontakte haben und das ist bei den meisten Menschen im Berufsleben leider nicht mehr hoch...

    (Ich werde jetzt bestimmt viele verärgerte Kommentare bekommen, dass ich niemandem absprechen kann sich zu ausgelaugt zum antworten zu fühlen, aber ich finds leider echt nicht sympathisch. Bitte einmal klicken)

  8. Senior Member

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von DebbieDowner Beitrag anzeigen
    Ich finds ehrlich gesagt krass, wie viele hier in diesem Thread zugeben, auch ein eher unverlässliches Kommunikationsverhalten an den Tag zu legen. Ihr schreibt doch auch viel und regelmäßig bei Bym, warum geht es dann nicht Freunden zeitnah zu antworten? Ich bin selbst ein sehr introvertierter Mensch - ich könnte vier Wochen auf einer einsamen Insel sein und mich kein einziges Mal alleine fühlen - aber Freunden antworte ich regelmäßig und sobald es möglich ist, weil ich weiß wie es sich anfühlt auf Nachrichten zu warten und sich deswegen unwichtig zu fühlen.
    Macht es mir Spaß auf "Hey, wie gehts dir?"s zu antworten? Oftmals nicht und ich hab keine große Lust, aber das gehört für mich halt als Verpflichtung in Sozialkontakten dazu - erreichbar und verlässlich zu sein - und deswegen mache ich es. Gibt ja viele Dinge im Alltag, auf die man nicht unbedingt Lust hat, von denen man auf lange Sicht aber profitiert.
    Deswegen kann ich diese "Mir raubt das so viel Energie, ich kann das nicht, ich muss meinen Akku aufladen" Argument leider nicht mehr hören.
    Verhaltet ihr euch so auch bei potentiellen Liebesgeschichten oder bei Kontakten, die eurer Karriere förderlich sind? Ich finde man sieht an solchem Verhalten nicht wie in- oder extrovertiert jemand ist, sondern welche Priorität platonische Kontakte haben und das ist bei den meisten Menschen im Berufsleben leider nicht mehr hoch...

    (Ich werde jetzt bestimmt viele verärgerte Kommentare bekommen, dass ich niemandem absprechen kann sich zu ausgelaugt zum antworten zu fühlen, aber ich finds leider echt nicht sympathisch. Bitte einmal klicken)
    danke.
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  9. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Ich antworte auf Sachen, die für mich keinne Aufwand bedeuten. PNs oder Threads hab ich manchmal Tage oder länger auf, bevor ich eine Antwort schaffe, im Einhornforum und in ein paar Gruppen bin ich irgendwann mit hochwertiger Kommunikation nicht mehr hinterhergekommen und hab dann aufgegeben...

  10. Enthusiast

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Mach sowas auch grade mit und mich schlaucht es ähnlich.

    Bei meiner Freundin ist es vor allem auch so, dass sie zwar nach Treffen fragt, aber es bis zu 2-3 Monate dauert, bis der Termin dann mal steht, weil zwischen den Antworten jeweils 2-3 Wochen sind.
    Meist "muss" ich Termine dann vorschlagen, dann kann sie gerade an denen nicht, dann habe ich keine Lust mehr noch 340 Tage vorzuschlagen und sage, dass sie das gerne aussuchen kann, dann kommt locker 3 Wochen nichts, bis wieder die Frage auftaucht, ob ich Zeit habe. Usw.
    Legen wir einen Treffpunkt fest, läuft es irgendwann darauf hinaus dass ich zu ihr in den Stadteil kommen soll (am Arsch der Welt).

    Ich glaube über kurz oder lang werde ich das auslaufen lassen, weil es leider für mich, auch wenn wir uns sehen, keinen allzu großen Mehrwert mehr hat.
    Ansonsten stelle ich mir manchmal ne ähnliche Frage wie Debbie Downer.
    Gefühlt sitzen eigentlich 80% der Menschen 12 h am Tag vorm Handy oder nutzen in jeder einzelnen Minute ihr smartphone - aber wenn man mal ne Antwort will, ob in 5 Tagen n Treffen statt finden kann, brauchen die Leute minimum zwei-drei Tage bis sie das beantworten können.
    Ich kann verstehen, dass man das nicht immer sofort weiß, aber ich würde da einfach höflicherweise sagen, dass ich es eben noch nicht sagen kann und wann das so sein wird.
    Und da gehts mir echt nur um Sachen die konkret werden sollen. Ich schicke eigentlich selten "Wie gehts?"-Messages (weil ich mich lieber treffen würde, um das zu beantworten) und wäre da auch nicht so böse, wenn jemand nicht schnell antwortet. Aber grade bei so "Verbindlichkeiten" merke ich, dass es immer schwieriger wird, dass Leute darauf "schnell" antworten.
    Caring less is the easiest way to be happy

  11. Addict

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von DebbieDowner Beitrag anzeigen
    Ich finds ehrlich gesagt krass, wie viele hier in diesem Thread zugeben, auch ein eher unverlässliches Kommunikationsverhalten an den Tag zu legen. Ihr schreibt doch auch viel und regelmäßig bei Bym, warum geht es dann nicht Freunden zeitnah zu antworten? Ich bin selbst ein sehr introvertierter Mensch - ich könnte vier Wochen auf einer einsamen Insel sein und mich kein einziges Mal alleine fühlen - aber Freunden antworte ich regelmäßig und sobald es möglich ist, weil ich weiß wie es sich anfühlt auf Nachrichten zu warten und sich deswegen unwichtig zu fühlen.
    Macht es mir Spaß auf "Hey, wie gehts dir?"s zu antworten? Oftmals nicht und ich hab keine große Lust, aber das gehört für mich halt als Verpflichtung in Sozialkontakten dazu - erreichbar und verlässlich zu sein - und deswegen mache ich es. Gibt ja viele Dinge im Alltag, auf die man nicht unbedingt Lust hat, von denen man auf lange Sicht aber profitiert.
    Deswegen kann ich diese "Mir raubt das so viel Energie, ich kann das nicht, ich muss meinen Akku aufladen" Argument leider nicht mehr hören.
    Verhaltet ihr euch so auch bei potentiellen Liebesgeschichten oder bei Kontakten, die eurer Karriere förderlich sind? Ich finde man sieht an solchem Verhalten nicht wie in- oder extrovertiert jemand ist, sondern welche Priorität platonische Kontakte haben und das ist bei den meisten Menschen im Berufsleben leider nicht mehr hoch...

    (Ich werde jetzt bestimmt viele verärgerte Kommentare bekommen, dass ich niemandem absprechen kann sich zu ausgelaugt zum antworten zu fühlen, aber ich finds leider echt nicht sympathisch. Bitte einmal klicken)
    Ich bin hier nicht oft deiner Meinung, aber da stimme ich zu, ja. Es hat oft was von "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" und teilweise auch ein bisschen Koketterie ("Ich habe soooo viele Freunde, dass ich mich gar nicht mehr regelmäßig bei allen melden KANN" - da würde ich eher meinen Begriff von Freundschaft überdenken und wie wichtig mir die Leute wirklich sind).

  12. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so vielen ähnlich geht. Das beruhigt mich jetzt irgendwie ein bisschen, auch wenn es natürlich eine blöde Situation ist.

    Ich selbst bin auch introvertiert, ich kann das Bedürfnis meiner besagten Freundin bzw. dieser Menschen also sehr gut nachvollziehen. Ich glaube, u.a. deshalb kommen wir auch so gut miteinander aus, wenn wir uns dann mal sehen. Persönlichkeitsmäßig passt das sehr gut.

    Ich glaube aber auch, dass das Ganze recht vielschichtig ist. Ich bin zum Beispiel introvertiert, aber ich habe trotzdem ein großes Bedürfnis (oder zumindest den theoretischen Wunsch) nach sozialer Interaktion. Ich wohne alleine und das brauche ich auch. Ich brauche diesen Rückzugsort. Ich werde trotzdem rastlos/traurig, wenn ich länger alleine zuhause bin. Ich liebe Interaktion mit anderen Menschen, gleichzeitig raubt mir das auch total viel Energie und manchmal habe ich auch soziophobische Tendenzen.

    Ich glaube, meine besagte Freundin ist da ähnlich. Dafür habe ich absolut Verständnis. Das ist aber meiner Meinung nach auch etwas anderes als unfreundliches, rein egoistisches Verhalten, Desinteresse, usw.
    Put me on a pedestal and I'll only disappoint you
    Tell me I'm exceptional, I promise to exploit you.






  13. Urgestein

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von DebbieDowner Beitrag anzeigen
    (Ich werde jetzt bestimmt viele verärgerte Kommentare bekommen, dass ich niemandem absprechen kann sich zu ausgelaugt zum antworten zu fühlen, aber ich finds leider echt nicht sympathisch. Bitte einmal klicken)
    Yup, danke, der Text ist super.

    Andererseits muss man aber auch sehen, dass es nicht zu sehr in die andere Richtung geht. Eine englische Freundin erzählte mir mal von jemandem in ihrem entfernteren Bekannten- oder Verwandtenkreis (ich glaube, es war die Freundin eines Kumpels von ihr), dass dieser Person eine soziale Phobie diagnostiziert worden war und sie echt außer "hallo" kaum etwas sagen würde, wenn sie und meine Freundin sich längere Zeit (ein paar Stunden bei verschiedenen Feiern) im gleichen Raum befanden. Meine Freundin kommentierte das mit: "I think she does not have social phobia. I think she is just... rude." So weit darf es eben auch nicht gehen. Es gibt schon psychische Gründe, warum Leute (auch mal über längere Zeit) nicht antworten. Aber natürlich reicht es nicht als Grund, "introvertiert" zu sein.
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  14. Urgestein

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Ich fand’s zb nie wirklich schade, dass ich in meinem ehemaligen kundenzentrierten Job meine Mittagspause wegen knapper Besetzung fast immer alleine statt mit Kolleginnen verbringen musste. Ich bin dann oft mit Musik auf den Ohren rausgegangen oder hab in Ruhe Zeitung gelesen und dann war ich wieder bereit.
    Ja, das kenne ich auch. Ich habe fünf Jahre lang als Referentin im Museum gearbeitet, und wenn ich zum Beispiel fünf anderthalbstündige Führungen am Tag gehabt habe (war saisonbedingt sehr unterschiedlich, manchmal hatte ich auch wochenlang nur ein oder zwei Führungen am Tag), dann hatte ich abends nur noch Lust auf Lektüre und Filme gucken. Das ging/ geht allerdings auch meinen Kollegen so, die sich selbst als extrovertiert bezeichnen und die ich auch so bezeichnen würde.

    Zitat Zitat von poppyred
    Und es kommt ja auch ein bisschen darauf an, wie man Extra- und Introversion definiert. Man ist ja nicht automatisch introvertiert, wenn man eher still ist und gerne liest und extrovertiert, wenn man laut und selbstbewusst ist. Eigentlich liest man inzwischen ja tatsächlich eher die Definition, in der sich das eben vor allem in dem Punkt entscheidet, woraus man Energie zieht und es gibt eben auch nicht nur die beiden Pole, sondern sehr viel dazwischen.
    Genau diese Definition mit dem "Energie aus Kontakten ziehen" und "die Batterien am besten durch Alleinsein aufladen können" finde ich irgendwie schwierig (es könnte zugegebenermaßen auch sein, dass ich ein Problem damit habe, mich selbst als introvertiert zu definieren ) - gestern und vorgestern war ich auf Partys und habe mich am Montag gegen eins verabschiedet, weil wir draußen standen und es dann doch ganz schön kalt wurde. Also ich finde, diese physischen Faktoren spielen da viel mit rein - ich gehe zum Beispiel weg, wenn mir (draußen) kalt ist, während andere die Kälte besser wegstecken können, im Museum hatte ich nach fünf Führungen wirklich das Gefühl, physisch nicht mehr sprechen zu können, also den Mund nicht mehr unnötig aufmachen zu wollen. Und ich habe auch schon manchmal Treffen in Cafés am Ende des Monats abgesagt bzw. mich dann einfach nicht mehr verabredet, weil ich kein Geld mehr hatte. Also diese physischen und ökonomischen Faktoren sind neben den psychologischen beim Angucken des Soziallebens auch nicht zu vernachlässigen...

    Und es gibt ja auch irgendwann einen Punkt, wo dieses Aufladen der Batterien durch Geselligkeit/ Alleinsein eine Sättigung erreicht. Vielleicht gibt es einer Person mehr Energie, zwei Kaffeedates statt einem am Tag zu haben, aber niemand wird zehn haben wollen (ok, es sei denn, das ist wirklich Speeddating ).
    Geändert von ~snow06~ (11.03.2020 um 23:39 Uhr)
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  15. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Sorry, aber Introversion und sozial ausgelaugt sein hängen, wie erwähnt, nicht wirklich zusammen.

    Introvertierte sind halt nicht die lauten Partylöwen, und trotzdem können sie Energie aus Treffen ziehen (z. B. Kaffeetrinken zu zweit, Filmabend im engen Freundeskreis, ...), oder sich eher allein regenerieren.
    Und dann gibt es laute, extrovertierte, die Fremde auf der Straße anquatschen, und nix dagegen haben, im Mittelpunkt zu stehen. Und auch die können entweder Energie daraus ziehen, sich mit Leuten zu umgeben, oder Zeit für sich allein brauchen, um Kraft zu schöpfen.

    Finde leider gerade keinen besseren Link
    Extroverts Get Just as Tired as Introverts After Hanging Out - VICE
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  16. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Davon ab ist es natürlich schon eher scheiße, tagelang absolut gar nicht zu antworten.
    Finde die Sichtweise mit den unterschiedlichen Bedürfnissen klingt da aber sehr sinnvoll, und manchmal kriegt man eben in Freundschaften, wie auch in Liebesbeziehungen, die Bedürfnisse nicht übereinander, auch wenn die Zuneigung da ist und dann muss man vielleicht die entsprechenden Konsequenzen ziehen...
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  17. Urgestein

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Introversion und sozial ausgelaugt sein hängen, wie erwähnt, nicht wirklich zusammen.

    Introvertierte sind halt nicht die lauten Partylöwen, und trotzdem können sie Energie aus Treffen ziehen (z. B. Kaffeetrinken zu zweit, Filmabend im engen Freundeskreis, ...), oder sich eher allein regenerieren.
    Und dann gibt es laute, extrovertierte, die Fremde auf der Straße anquatschen, und nix dagegen haben, im Mittelpunkt zu stehen. Und auch die können entweder Energie daraus ziehen, sich mit Leuten zu umgeben, oder Zeit für sich allein brauchen, um Kraft zu schöpfen.

    Finde leider gerade keinen besseren Link
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    Danke für den Artikel!

    Ich kenne halt wirklich ein paar Leute (na ja, auf jeden Fall meine Ex, aber vermutlich auch noch einige andere ), die es total geil finden, sich als extrovertiert zu bezeichnen und die meinen, dass sie Energie aus sozialen Treffen ziehen, während Introvertierte dafür allein sein müssen... das hat schon total meinen Alltagsbeobachtungen widersprochen. Ich werde ihnen diesen Artikel unter die Nase halten, wenn mal wieder diese Aussage kommt...
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  18. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Naja, das Bild ist halt recht verbreitet, aber es hält der genaueren Betrachtung nicht unbedingt statt.
    Wie gesagt, wenn ich unter Leuten bin, bin ich auch eher extrovertiert. Aber dann brauch ich auch einfach wieder Phasen, in denen ich ohne Input von anderen völlig für mich bin. Und bestimmt gibt es auch die "Introvertierten" aus dem NewYorker-Artikel, aber da ist doch auch klar, dass das nur ne Ausrede ist...
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  19. Addict

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Andererseits muss man aber auch sehen, dass es nicht zu sehr in die andere Richtung geht. Eine englische Freundin erzählte mir mal von jemandem in ihrem entfernteren Bekannten- oder Verwandtenkreis (ich glaube, es war die Freundin eines Kumpels von ihr), dass dieser Person eine soziale Phobie diagnostiziert worden war und sie echt außer "hallo" kaum etwas sagen würde, wenn sie und meine Freundin sich längere Zeit (ein paar Stunden bei verschiedenen Feiern) im gleichen Raum befanden. Meine Freundin kommentierte das mit: "I think she does not have social phobia. I think she is just... rude." So weit darf es eben auch nicht gehen. Es gibt schon psychische Gründe, warum Leute (auch mal über längere Zeit) nicht antworten. Aber natürlich reicht es nicht als Grund, "introvertiert" zu sein.
    Ja, natürlich gibt es auch soziale Phobien, genauso wie Leute, die tatsächlich einfach nur unhöflich / arrogant sind. Wobei "Freundin eines Kumpels" ja auch nicht gerade nach enger Beziehung klingt. Wenn so jemand außer "Hallo" nichts zu mir sagt, ist das für mich ein ganz anderes Kaliber, als wenn Freunde (!) sich tage- oder wochenlang nicht bei mir meLden, weil es sie angeblich ausgelaugt hätte, kurz auf mein "Hey, wie geht's dir?" zu antworten.

  20. Ureinwohnerin

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    AW: Freundin, die immer wieder untertaucht.

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Ich antworte auf Sachen, die für mich keinne Aufwand bedeuten. PNs oder Threads hab ich manchmal Tage oder länger auf, bevor ich eine Antwort schaffe, im Einhornforum und in ein paar Gruppen bin ich irgendwann mit hochwertiger Kommunikation nicht mehr hinterhergekommen und hab dann aufgegeben...
    Ja, geht mir genauso. Hängt natürlich auch immer stark von meiner Verfassung ab, wenn es mir gut geht, ist das kein so großes Problem, wenn es mir schlecht geht halt schon.

    Whatsapp geht für mich meistens gut, da muss man ja nicht unbedingt irgendwas ausformulieren und kann auch mal nur mit nem Emoji antworten, das ist für mich echt eine der besten Erfindungen aller Zeiten, seitdem schaffe ich melden und antworten auch deutlich besser. Belangloses Forumsbla geht oft gut, weil da keine Erwartungen von der anderen Seite dahinterstecken. Ich kann nen kurzen blabla-Beitrag schreiben und es juckt niemanden, wenn ich dann zwei Tage nicht mehr ins Forum schaue. Das ist für mich ein komplett anderer Energieaufwand als ein Gespräch, bei dem erwartet wird, dass man zeitnah antwortet.

    Für Beiträge wie diesen brauche ich zB auch sehr viel Zeit, das mache ich dann meistens in mehreren Abschnitten über den Tag verteilt. Bei manchen Themen mache ich das gerne, weil es mir wichtig ist (ich hoffe bei diesem Thema zB einfach mal darauf, dass einige hier dann vielleicht mehr Verständnis für Menschen in ihrem Umfeld haben, denen es ähnlich geht wie mir), aber bei vielen Threads ist es mir die Anstrengung inzwischen schlicht und ergreifend nicht mehr wert. Als ich hier noch sehr viel aktiver war, hat mir schon auch oft die Energie für anderes gefehlt.

    So grundsätzlich kann ich sagen, dass es schwieriger wird, je persönlicher es ist (berufliche/fachliche Kommunikation ist was ganz anderes, weil die keine tiefe persönliche Ebene hat) und auch da kommts dann nochmal darauf an, wer das Gegenüber ist. Bei manchen weiß ich zB, dass ich auch einfach mal nur ein emoji schicken oder mir mit dem Antworten gerne ein paar Stunden Zeit lassen kann und da fällt es mir dann auch leichter, schnell zu antworten, als wenn ich weiß, dass mehr erwartet wird oder ich generell nicht komplett unbefangen im Umgang mit der Person bin.

    Zitat Zitat von sommerkind Beitrag anzeigen
    Ich glaube, meine besagte Freundin ist da ähnlich. Dafür habe ich absolut Verständnis. Das ist aber meiner Meinung nach auch etwas anderes als unfreundliches, rein egoistisches Verhalten, Desinteresse, usw.
    Ja, danke!

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Yup, danke, der Text ist super.

    Andererseits muss man aber auch sehen, dass es nicht zu sehr in die andere Richtung geht. Eine englische Freundin erzählte mir mal von jemandem in ihrem entfernteren Bekannten- oder Verwandtenkreis (ich glaube, es war die Freundin eines Kumpels von ihr), dass dieser Person eine soziale Phobie diagnostiziert worden war und sie echt außer "hallo" kaum etwas sagen würde, wenn sie und meine Freundin sich längere Zeit (ein paar Stunden bei verschiedenen Feiern) im gleichen Raum befanden. Meine Freundin kommentierte das mit: "I think she does not have social phobia. I think she is just... rude." So weit darf es eben auch nicht gehen. Es gibt schon psychische Gründe, warum Leute (auch mal über längere Zeit) nicht antworten. Aber natürlich reicht es nicht als Grund, "introvertiert" zu sein.
    Ich finde der Text geht schon genau in die Richtung, deshalb finde ich den auch ziemlich scheiße. Dieses "Du könntest schon, wenn Du Dich zusammenreißen würdest, Du willst nur nicht!" ist doch sehr weit verbreitet, wenn es um psychische Probleme oder auch nur still und zurückhaltend sein geht. Dieser Text bestätigt genau die Haltung, nämlich dass es eigentlich nur ne Sache des guten Willens und des Zusammenreißens ist und wer das nicht schafft, ist in Wahrheit ein egoistisches Arschloch, dem andere Menschen völlig egal sind.

    Und man siehts ja auch hier wieder. Ich hab tatsächlich lange überlegt, ob ich hier überhaupt noch mitschreiben möchte, weil mir sehr stark die Lust darauf vergangen ist, als mir und anderen weiter vorne gleich von mehreren Userinnen (debbies Beitrag wurde ja mehrfach zustimmend zitiert) sehr deutlich vermittelt wurde, dass sie uns für unsympathische (und kokettierende!) Arschlöcher halten (das Arschloch hab ich mal dem Artikeltitel entnommen, so wars wohl auch gemeint) und der Meinung sind, dass es eigentlich nur ne Sache von Unlust oder Unwillen ist ("Ich hab auch keine Lust drauf, aber ich machs trotzdem!"), wenn wir es in psychisch schwierigen oder auch einfach nur stressigen Zeiten nicht schaffen, die Bedürfnisse unserer Mitmenschen zu deren Zufriedenheit zu erfüllen. Wer anderen auch im RL mit dieser Haltung begegnet, muss sich dann vielleicht auch nicht wundern, wenn irgendwann keine Antwort mehr kommt.

    Und zu den Bedürfnissen: da ist eben auch die Frage, wer da überhaupt definiert, was als "normal" und "ok" gilt und was nicht. Ich hab hier in solchen Threads häufig den Eindruck, dass man grundsätzlich ein unsoziales Arschloch ist, wenn man weniger Kontaktbedürfnis hat als andere oder vielleicht auch einfach nicht das Bedürfnis nach sehr engen Freundschaften. Dabei setzt doch jeder Mensch andere Prioritäten und hat andere Bedürfnisse und vielleicht muss man dann eben schauen, dass man sich mit denjenigen anfreundet, die ähnlich ticken wie man selbst, statt alle, die anders sind, als egoistisch zu bezeichnen.

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    (es könnte zugegebenermaßen auch sein, dass ich ein Problem damit habe, mich selbst als introvertiert zu definieren
    Das finde ich interessant! Hast Du ne Ahnung, was dahintersteckt? Ist das für Dich ein negativer Begriff?

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Und es gibt ja auch irgendwann einen Punkt, wo dieses Aufladen der Batterien durch Geselligkeit/ Alleinsein eine Sättigung erreicht. Vielleicht gibt es einer Person mehr Energie, zwei Kaffeedates statt einem am Tag zu haben, aber niemand wird zehn haben wollen (ok, es sei denn, das ist wirklich Speeddating ).
    Mir fallen auf Anhieb drei Leute in meinem engeren Umfeld ein, die wahrscheinlich lieber zehn Kaffeedates hätten als nur eins. Aber das sind wohl eher Ausnahmen ganz am Rand des Spektrums.

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Introversion und sozial ausgelaugt sein hängen, wie erwähnt, nicht wirklich zusammen.

    Introvertierte sind halt nicht die lauten Partylöwen, und trotzdem können sie Energie aus Treffen ziehen (z. B. Kaffeetrinken zu zweit, Filmabend im engen Freundeskreis, ...), oder sich eher allein regenerieren.
    Und dann gibt es laute, extrovertierte, die Fremde auf der Straße anquatschen, und nix dagegen haben, im Mittelpunkt zu stehen. Und auch die können entweder Energie daraus ziehen, sich mit Leuten zu umgeben, oder Zeit für sich allein brauchen, um Kraft zu schöpfen.
    Esist wahrscheinlich eher ein System mit zwei Achsen: auf der einen liegt laut bis leise, auf der anderen der Grad der Erschöpfung nach sozialen Aktivitäten. Das wird ja leider immer alles sehr schwarz-weiß dargestellt, dabei ist es viel komplexer.

    Und ja, es hängt wie snow schon gesagt hat natürlich auch noch von äußeren Faktoren und Tagesform ab.

    Zitat Zitat von juno_ Beitrag anzeigen
    weil es sie angeblich ausgelaugt hätte, kurz auf mein "Hey, wie geht's dir?" zu antworten.
    Das Ding mit "Wie gehts Dir?" ist aber doch, dass das normalerweise ein Gesprächseinstieg ist und man darauf nicht wirklich kurz antworten kann. Niemand schreibt das und erwartet darauf nur "gut" oder "schlecht" und dann wars das.

    Vielleicht wärs kein Problem, kurz zu antworten, aber man hat gerade einfach keine Energie für das Gespräch, das sich zwangsweise daraus entwickeln wird. Da kann es bei mir dann schon so sein, dass ich erst nach Stunden oder einem Tag antworte, weil ich das in dem Moment einfach nicht kann und meine Energie für wichtigeres brauche. Meine Gesundheit ist inzwischen meine höchste Priorität...ich hab meine eigenen Bedürfnisse 35+ Jahre lang immer hinter denen anderer zurückgestellt und war am Ende trotzdem oft das Arschloch und mir gings dazu noch beschissen...dann bin ich jetzt lieber direkt das Arschloch und schone meine eh schon knappe Energie.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

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