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  1. Stranger

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    Dilemma ohne Ende

    Hallo ihr Lieben
    Ich bin seit 14 Jahren mit meinem Mann zusammen. Seit 10 Jahren sind wir verheiratet und wir haben ein vierjähriges Kind.
    In unserer Beziehung gab es viele Schicksalsschläge wie schwere Krankheiten bei beiden etc.
    Vor 6 Jahren habe ich mich fremdverliebt in meinen Physiotherapeuten. Ich habe ihm relativ rasch mitgeteilt, dass ich die Behandlung nicht mehr bei ihm weitermachen möchte. Er hat mich angerufen und mich in einem langen Gespräch überredet, weiterzumachen.
    Nochmals etwas später habe ich ihm geschrieben, dass mir unsere Begegnungen zu nahe gehen und ich mich auf die Probleme zu Hause konzentrieren möchte. (Ich habe mir damals überlegt, mich zu trennen). Er hat mich dann erneut überzeugt, die Behandlung nicht abzubrechen und sinngemäss gesagt, dass ich vielleicht den Behandlungserfolg und meine Gefühle durcheinandergebracht habe.
    Ich wurde kurze Zeit später schwanger von meinem Mann und wurde nach der Geburt in den ersten 1.5 Jahren sehr alleingelassen. In dieser Zeit war der Physio eher so etwas wie eine gedankliche Flucht für mich. Wieder etwas später ging der Physio ins Ausland. Ich habe mich von ihm verabschiedet und war fast froh darum, dass es vorbei war. Trotzdem habe ich ihn nie vergessen und immer noch oft an ihn gedacht. Zwei Jahre später hat er mich auf dem Handy kontaktiert und mir gesagt, dass er wieder praktiziert. Es war keine besonders glückliche Entscheidung aber ich bin wieder zu ihm gegangen. Wir führen seit Anfang sehr tiefe, innige Gespräche. Ich habe das Gefühl, dass da auch seinerseits „etwas ist“. Er nimmt nach mir jeweils keine Patienten und ich bin meist doppelt so lange da wie geplant (meist um zu reden über Gott und die Welt und auch philosophische Themen) und ich habe das Gefühl, der Abschied fällt jeweils beiden schwer.
    Zwischenzeitlich leben mein Mann und ich mehr oder weniger wie in einer WG nebeneinander her. Für meinen Mann stimmt das so, für mich nicht. Wir machen gerade eine Paartherapie. Das Problem ist jedoch, dass weder mein Mann noch der Paartherapeut von meiner Verliebtheit in den Physio wissen. Ich weiss selbst nicht, was ich genau will bzw. wie ich es herausfinde. Solange ich am Physio hänge, wird die Paartherapie nicht wirklich etwas bringen. Wahrscheinlich bin ich auch zu feige, meinen Mann quasi ins Blaue heraus zu verlassen. Ich weiss auch sehr genau, dass er mich nicht „einfach so gehen lässt“ und das für mich und vor allem auch für das Kind sehr schwierig werden könnte. Ich kann auch nicht ausschliessen, dass er sich etwas antun würde. Ich weiss, das ist kein Grund, aber
    Der Physio würde nichts mit mir anfangen, solange ich in einer Beziehung bin. Auch weiss ich nicht, ob seine Sympathie über etwas Freundschaftliches hinausgeht.
    Ich weiss auch nicht, ob es schlau wäre, das abzutasten.
    Ich weiss echt nicht, wo ich ansetzen soll...

  2. Ureinwohnerin

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Um herauszufinden, was mit dem Physiotherapeuten ist, wäre es vielleicht ganz gut, ihn nicht für die Gespräche zu bezahlen? Sprich, diese woanders, in einem anderen Setting, stattfinden zu lassen?
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  3. Junior Member

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Kannst du für dich überlegen was du eigentlich möchtest? Also unabhängig vom Physiotherapeuten oder deinem Mann. Wäre es möglich, dass du da für dich selbst eine Therapie oder eine Beratung in Anspruch nimmst?

    Für mich ergeben sich hier einfach schon sehr viele Fragen dazu. Vielleicht hilft dir die eine oder andere dabei etwas Klarheit für dich zu bekommen.

    Was erwartest oder erhofft du dir von der Paartherapie? Weiterhin die heile Familie? Dass dein Mann dir bei der Erziehung/Betreuung des Kindes mehr hilft? Was passt für dich in dieser Beziehung nicht mehr?

    Solltest du dich trennen: Kannst du dir das auch vorstellen, wenn du danach alleine bist? Was wäre wenn der Physiotherapeut überhaupt kein weiteres Interesse an dir hätte und möglicherweise wieder wegzieht? Wäre die Trennung von deinem Mann trotzdem richtig?

  4. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Um herauszufinden, was mit dem Physiotherapeuten ist, wäre es vielleicht ganz gut, ihn nicht für die Gespräche zu bezahlen? Sprich, diese woanders, in einem anderen Setting, stattfinden zu lassen?
    Er verrechnet mir jeweils die persönlichen Gespräche nicht - also er behandelt mich jeweils auch länger, als er verrechnet.
    Wenn ich ihm vorschlage, sich quasi offiziell privat zu treffen, müsste ich wohl auch einen Grund dafür vorschlagen und konsequenterweise sollte er mich dann wohl auch nicht mehr behandeln...

  5. Regular Client

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Was ist denn dein Ziel in der Paartherapie?
    A lot of bread was buttered on the side of no distinction

  6. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von mauri Beitrag anzeigen
    Kannst du für dich überlegen was du eigentlich möchtest? Also unabhängig vom Physiotherapeuten oder deinem Mann. Wäre es möglich, dass du da für dich selbst eine Therapie oder eine Beratung in Anspruch?

    Für mich ergeben sich hier einfach schon sehr viele Fragen dazu. Vielleicht hilft dir die eine oder andere dabei etwas Klarheit für dich zu bekommen.

    Was erwartest oder erhofft du dir von der Paartherapie? Weiterhin die heile Familie? Dass dein Mann dir bei der Erziehung/Betreuung des Kindes mehr hilft? Was passt für dich in dieser Beziehung nicht mehr?

    Ich habe mir ursprünglich erhofft, dass wir nochmals die Kurve kriegen. Dass ich dann den andern vergessen kann. Es gibt jedoch Dinge in der Beziehungsvergangenheit, die ich nur ganz schwer oder gar nicht verzeihen bzw. abschliessen kann. Das merkt mein Mann natürlich. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob meine Gefühle durch all das nicht definitiv abgestellt sind. Ich glaube, wenn der andere Mann nicht wäre, dann würde ich mir nochmals Zeit geben um in Ruhe zu schauen, ob da wieder was kommt. So bin ich irgendwie unter Zugzwang und habe das Gefühl, ich muss mich entscheiden.
    Am meisten passt für mich in der Beziehung nicht mehr, dass ich nicht das Gefühl habe, angekommen zu sein, blind zu vertrauen, dass es gut kommt. Dass ich ihn in Situationen gesehen habe, die Grenzerfahrungen waren und es der Horror war, wie er damit umgegangen ist. Es ist die Angst, dass ich nicht auf ihn zählen kann, wenn etwas Schlimmes passiert, weil er die Kraft dazu nicht hat.

    Solltest du dich trennen: Kannst du dir das auch vorstellen, wenn du danach alleine bist? Was wäre wenn der Physiotherapeut überhaupt kein weiteres Interesse an dir hätte und möglicherweise wieder wegzieht? Wäre die Trennung von deinem Mann trotzdem richtig?
    [QUOTE=mauri;1073508021]Kannst du für dich überlegen was du eigentlich möchtest? Also unabhängig vom Physiotherapeuten oder deinem Mann. Wäre es möglich, dass du da für dich selbst eine Therapie oder eine Beratung in Anspruch nimmst?

    Das habe ich mir auch schon überlegt - das würde sicherlich Sinn machen. Ich möchte auch gewisse Kindheitssachen gerne noch etwas aufarbeiten. Mit dem eigenen Kind kam vieles wieder hoch.

    [QUOTE=mauri;1073508021]Kannst du für dich überlegen was du eigentlich möchtest? Also unabhängig vom Physiotherapeuten oder deinem Mann. Wäre es möglich, dass du da für dich selbst eine Therapie oder eine Beratung in Anspruch?

    Für mich ergeben sich hier einfach schon sehr viele Fragen dazu. Vielleicht hilft dir die eine oder andere dabei etwas Klarheit für dich zu bekommen.

    Ich habe mir ursprünglich erhofft, dass wir nochmals die Kurve kriegen. Dass ich dann den andern vergessen kann. Es gibt jedoch Dinge in der Beziehungsvergangenheit, die ich nur ganz schwer oder gar nicht verzeihen bzw. abschliessen kann. Das merkt mein Mann natürlich. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob meine Gefühle durch all das nicht definitiv abgestellt sind. Ich glaube, wenn der andere Mann nicht wäre, dann würde ich mir nochmals Zeit geben um in Ruhe zu schauen, ob da wieder was kommt. So bin ich irgendwie unter Zugzwang und habe das Gefühl, ich muss mich entscheiden.
    Am meisten passt für mich in der Beziehung nicht mehr, dass ich nicht das Gefühl habe, angekommen zu sein, blind zu vertrauen, dass es gut kommt. Dass ich ihn in Situationen gesehen habe, die Grenzerfahrungen waren und es der Horror war, wie er damit umgegangen ist. Es ist die Angst, dass ich nicht auf ihn zählen kann, wenn etwas Schlimmes passiert, weil er die Kraft dazu nicht hat.

    Ja, kann mir grundsätzlich vorstellen, alleine zu sein. Ich habe aber Angst vor der Reaktion meines Mannes auf die Trennung. Ich glaube, es würde eine jahrelange ganz schwierige Geschichte werden und ich weiss nicht, ob ich in der Lage bin, das meinem Kind anzutun.
    Andererseits ist es auch nicht schön fürs Kind, wenn es merkt, dass keine Liebe mehr da ist. Ausser man bekommt es so hin, dass es zumindest freundschaftlich wohlwollend ist.
    Geändert von Valeriana (16.10.2021 um 09:34 Uhr)

  7. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Ach ja, was auch nicht ganz unerheblich ist, ist dass ich ganz grundsätzlich noch einen Kinderwunsch hätte... Ich habe aber nicht mehr allzuviel Zeit. Und natürlich ist es keine gute Idee, ein weiteres Kind zu bekommen, wenn die Zukunft der Beziehung ungewiss ist. Allerdings setzt mich auch da der Zeitfaktor unter Druck.

  8. Member

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Ich denke, damit die Paartherapie was bringt, musst du dort vom Physio erzählen. Der spielt ja hier eine große Rolle, ohne ihn oder überhaupt ohne einen anderen wäre ja die Ausgangslage ganz anders.

  9. V.I.P.

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Primär klingt das einem massiv unprofessionellen Therapeuten.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  10. Junior Member

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Ich wollte nur ergänzend beitragen, dass mich das irgendwie wütend macht, dass der Physio so aktiv dir gegenüber ist. Das finde ich irgendwie unprofessionell, sei es aus finanziellen Gründen motiviert oder sei es aus persönlichen Gründen.
    BauchSagtZuKopfJa

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    Er verrechnet mir jeweils die persönlichen Gespräche nicht - also er behandelt mich jeweils auch länger, als er verrechnet.
    Wenn ich ihm vorschlage, sich quasi offiziell privat zu treffen, müsste ich wohl auch einen Grund dafür vorschlagen und konsequenterweise sollte er mich dann wohl auch nicht mehr behandeln...
    Trotzdem verlasst ihr ja bisher diesen Raum nicht. Und das finde ich problematisch, weil man da wohl nie sehen kann, was das genau zwischen euch ist. Ihr habt da ja einfach besetze Rollen.
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  12. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Trotzdem verlasst ihr ja bisher diesen Raum nicht. Und das finde ich problematisch, weil man da wohl nie sehen kann, was das genau zwischen euch ist. Ihr habt da ja einfach besetze Rollen.
    Andererseits steht es mir ja irgendwie auch nicht zu, den Raum zu verlassen und zu sehen, was es ist... Das wäre noch viel mehr ein Spiel mit dem Feuer.

    Ich lande gedanklich immer wieder da, dass ich unabhängig vom Physio entscheiden müsste, was ich will. Aber das ist mir irgendwie nicht möglich. Den Physio fragen, wie er die Situation sieht und danach schauen, was ich daraus mache, wäre eine Möglichkeit. Am liebsten wäre mir fast, er würde mir sagen, dass er es rein freundschaftlich sieht - dann könnte ich es abhaken. Aber davon kann ich ja nicht ausgehen, wenn ich ihn frage... Und es wäre auch meinem Mann gegenüber sehr unfair, weil er ja nichts davon weiss.

    In der Paartherapie und meinem Mann davon zu erzählen finde ich wiederum schwierig, solange ich nicht weiss, ob beim Physio überhaupt was ist - und letztlich weiss ich bei mir selbst nicht einmal, was das mit dem Physio ist. Vielleicht ist er auch einfach eine geeignete Projektionsfläche bei meinen sonstigen Problemen.
    Allerdings hatte ich noch nie das Gefühl einer solchen Anziehung/Verbindung.
    Aber letztlich weiss ich nicht einmal, ob der Physio es einfach toll findet, wenn sich die Frauen in ihn verlieben - wobei er mir eigentlich nicht als Player erscheint.
    Am wahrscheinlichsten finde ich, dass er schon Interesse hat und das auch zeigt und hofft, dass ich zu Hause klar Schiff mache und es dann quasi starten könnte, ohne dass er eine Ehe kaputt macht.

  13. Junior Member

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen

    Ich habe mir ursprünglich erhofft, dass wir nochmals die Kurve kriegen. Dass ich dann den andern vergessen kann. Es gibt jedoch Dinge in der Beziehungsvergangenheit, die ich nur ganz schwer oder gar nicht verzeihen bzw. abschliessen kann. Das merkt mein Mann natürlich. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob meine Gefühle durch all das nicht definitiv abgestellt sind. Ich glaube, wenn der andere Mann nicht wäre, dann würde ich mir nochmals Zeit geben um in Ruhe zu schauen, ob da wieder was kommt. So bin ich irgendwie unter Zugzwang und habe das Gefühl, ich muss mich entscheiden.
    Am meisten passt für mich in der Beziehung nicht mehr, dass ich nicht das Gefühl habe, angekommen zu sein, blind zu vertrauen, dass es gut kommt. .
    Hmm, aber das ist doch dann deine Aufgabe den anderen zu vergessen. Wie soll dies in der Paartherapie funktionieren, wenn weder dein Mann noch dein Therapeut von deiner Schwärmerei/Verliebtheit wissen?

    Weshalb hast du wegen des Physiotherapeuten zeitlichen Zugzwang?

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    Ich lande gedanklich immer wieder da, dass ich unabhängig vom Physio entscheiden müsste, was ich will. Aber das ist mir irgendwie nicht möglich.
    Hier ist für mich der Knackpunkt. Persönlich denke ich auch, dass du hier erst für dich eine unabhängige Entscheidung treffen musst. Daher auch der Vorschlag, dass du hier schaust für die alleine Unterstützung/Begleitung bei der Entscheidungsfindung zu suchen.

    Meiner Meinung nach ist beim Physiotherapeuten ganz viel Projektion von deiner Seite aus dabei. Es sieht daher möglicherweise nach einer guten Option aus, aber du weißt es nicht. Und du bist da ja bisher tatsächlich in einem eher beruflichen Umfeld von ihm eingegliedert ohne eine Ahnung wie er sich komplett privat so verhält.

  14. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von mauri Beitrag anzeigen
    Hmm, aber das ist doch dann deine Aufgabe den anderen zu vergessen. Wie soll dies in der Paartherapie funktionieren, wenn weder dein Mann noch dein Therapeut von deiner Schwärmerei/Verliebtheit wissen?

    Weshalb hast du wegen des Physiotherapeuten zeitlichen Zugzwang?



    Hier ist für mich der Knackpunkt. Persönlich denke ich auch, dass du hier erst für dich eine unabhängige Entscheidung treffen musst. Daher auch der Vorschlag, dass du hier schaust für die alleine Unterstützung/Begleitung bei der Entscheidungsfindung zu suchen.

    Meiner Meinung nach ist beim Physiotherapeuten ganz viel Projektion von deiner Seite aus dabei. Es sieht daher möglicherweise nach einer guten Option aus, aber du weißt es nicht. Und du bist da ja bisher tatsächlich in einem eher beruflichen Umfeld von ihm eingegliedert ohne eine Ahnung wie er sich komplett privat so verhält.
    Ja, das wäre meine Aufgabe, ihn zu vergessen - nur schaff ichs leider grad nicht... Ein Kontaktabbruch wäre das vernünftigste. Das habe ich bisher wohl auch deshalb nicht gemacht, weil die Projektionsfläche spannend war. Aber ich merke, dass es sich mehr und mehr belastet.

    Zeitlich sehe ich es deshalb als „Problem“, weil der Physio wohl nicht sein halbes Leben auf mich warten würde. Aber ich weiss ja nicht mal, ob er überhaupt was empfindet...

    Eine unabhängige Unterstützung/Begleitung brauche ich auf jeden Fall. Die Plätze sind leider sehr rar.

    Das mit der Projektion denke ich mir schon auch. Wobei ich ein relativ feinfühliger Mensch bin und ich denke irgendwie doch, dass da noch was ist. Ohne Sympathie würde er sich kaum so lange unterhalten. Er wird auch oft etwas verlegen und konnte letzthin grad nicht mehr tippen, weil er einen totalen Blackout hatte.
    Ich könnte ihn zumindest mal fragen, ob er momentan Single ist (also natürlich nicht so gerade heraus). Ich weiss, dass er es war, vor er ins Ausland ging aber da kann sich natürlich auch vieles geändert haben. Wenn er sagt, er ist vergeben, dann kann ich es vielleicht auch besser abhaken.

  15. Junior Member

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    Ja, das wäre meine Aufgabe, ihn zu vergessen - nur schaff ichs leider grad nicht... Ein Kontaktabbruch wäre das vernünftigste. Das habe ich bisher wohl auch deshalb nicht gemacht, weil die Projektionsfläche spannend war. Aber ich merke, dass es sich mehr und mehr belastet.
    Ich denke immer noch, dass du in Hinblick auf die Paartherapie andere Sachen für dich klar bekommen musst. Also tatsächlich was du möchtest und wie eine Beziehung für dich sein soll. Aber es wird vermutlich schwierig, wenn ihr gemeinsam an etwas arbeitet, aber du nicht alle Karten auf den Tisch legst.

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    Zeitlich sehe ich es deshalb als „Problem“, weil der Physio wohl nicht sein halbes Leben auf mich warten würde. Aber ich weiss ja nicht mal, ob er überhaupt was empfindet...
    Das heißt du willst dich nur trennen, wenn du direkt zum Physio weitergehen kannst? Was wenn es dann dort auch schwierige Momente gibt, weil du soviel reinprojeziert hast und dann enttäuscht wirst?

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    Eine unabhängige Unterstützung/Begleitung brauche ich auf jeden Fall. Die Plätze sind leider sehr rar.
    Ich kenn mich zu wenig aus, aber ich glaube es gibt sonst auch niederschwelligere Beratungsangebote bei der Caritas oder anderen sozialen Institutionen. Vielleicht kannst du dich dort mal unverbindlich beraten lassen? Also auch was du im Falle einer Trennung von deinem Mann zu beachten hättest.

    Zitat Zitat von Valeriana Beitrag anzeigen
    Das mit der Projektion denke ich mir schon auch. Wobei ich ein relativ feinfühliger Mensch bin und ich denke irgendwie doch, dass da noch was ist. Ohne Sympathie würde er sich kaum so lange unterhalten. Er wird auch oft etwas verlegen und konnte letzthin grad nicht mehr tippen, weil er einen totalen Blackout hatte.
    Ich könnte ihn zumindest mal fragen, ob er momentan Single ist (also natürlich nicht so gerade heraus). Ich weiss, dass er es war, vor er ins Ausland ging aber da kann sich natürlich auch vieles geändert haben. Wenn er sagt, er ist vergeben, dann kann ich es vielleicht auch besser abhaken.
    Du weißt nicht mal, ob er Single ist? Du weißt nicht, ob er an dir interessiert ist oder überhaupt an einer langfristigen Beziehung Interesse hat? Trotz allem überlegst du wegen ihm deine Ehe aufzugeben?

    Ganz ehrlich: Das ist nicht viel und in meinen Augen naiv. Wenn du nicht mehr an deiner Ehe festhalten möchtest, ist das eine Sache. Aber wenn er der einzige Grund ist, weiß ich nicht, ob das so klappt.

    Bezüglich feinfühliger Mensch und du merkst, dass da vielleicht mehr als Sympathie ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass dich hier deine Wahrnehmung trübt ist groß. Du bist emotional involviert und interpretierst dann vieles für dich passend.
    Bezüglich der Projektion: Ich hatte das mal mit einem Arbeitskollegen, der mir sehr sympathisch war und für den ich etwas schwärmte. Jede Pause oder jedes Gespräch auf dem Weg nach Hause habe ich als freundschaftlich oder sogar mehr empfunden. Für ihn war es nur kollegialer Umgang und nicht mehr. Dabei fragten sogar schon mal außenstehende wie wir zueinander stehen. Da kann also rein die Wahrnehmung auch täuschend sein.

  16. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Zitat Zitat von mauri Beitrag anzeigen
    Ich denke immer noch, dass du in Hinblick auf die Paartherapie andere Sachen für dich klar bekommen musst. Also tatsächlich was du möchtest und wie eine Beziehung für dich sein soll. Aber es wird vermutlich schwierig, wenn ihr gemeinsam an etwas arbeitet, aber du nicht alle Karten auf den Tisch legst.



    Das heißt du willst dich nur trennen, wenn du direkt zum Physio weitergehen kannst? Was wenn es dann dort auch schwierige Momente gibt, weil du soviel reinprojeziert hast und dann enttäuscht wirst?



    Ich kenn mich zu wenig aus, aber ich glaube es gibt sonst auch niederschwelligere Beratungsangebote bei der Caritas oder anderen sozialen Institutionen. Vielleicht kannst du dich dort mal unverbindlich beraten lassen? Also auch was du im Falle einer Trennung von deinem Mann zu beachten hättest.



    Du weißt nicht mal, ob er Single ist? Du weißt nicht, ob er an dir interessiert ist oder überhaupt an einer langfristigen Beziehung Interesse hat? Trotz allem überlegst du wegen ihm deine Ehe aufzugeben?

    Ganz ehrlich: Das ist nicht viel und in meinen Augen naiv. Wenn du nicht mehr an deiner Ehe festhalten möchtest, ist das eine Sache. Aber wenn er der einzige Grund ist, weiß ich nicht, ob das so klappt.

    Bezüglich feinfühliger Mensch und du merkst, dass da vielleicht mehr als Sympathie ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass dich hier deine Wahrnehmung trübt ist groß. Du bist emotional involviert und interpretierst dann vieles für dich passend.
    Bezüglich der Projektion: Ich hatte das mal mit einem Arbeitskollegen, der mir sehr sympathisch war und für den ich etwas schwärmte. Jede Pause oder jedes Gespräch auf dem Weg nach Hause habe ich als freundschaftlich oder sogar mehr empfunden. Für ihn war es nur kollegialer Umgang und nicht mehr. Dabei fragten sogar schon mal außenstehende wie wir zueinander stehen. Da kann also rein die Wahrnehmung auch täuschend sein.
    Ich weiss, dass er eine Beziehung und Kinder möchte - das war jedenfalls so, bis er wegging. Seit er wieder hier ist, weiss ich nicht genau, wie der Stand ist (ausser, dass er keine Kinder hat).

    Ich weiss, dass er sich definitiv sehr gern mit mir unterhält und wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben. Dass er jede Sitzung verlängert kommt von ihm und die Initiative mich zu verabschieden, kommt dann jeweils von mir.
    Ich weiss, dass er mich mag - aber ich weiss tatsächlich nicht, ob es mehr ist als Sympathie.

    Du hast natürlich recht, dass einem die eigene Wahrnehmung hier auch einen Streich spielen kann.

  17. Stranger

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    AW: Dilemma ohne Ende

    Ob ich mich nur trennen würde, wenn es nahtlos in etwas Neues übergehen würde, weiss ich (noch) nicht.
    Das muss ich noch mehr herausfinden.
    Natürlich gibt es in jeder Beziehung früher oder später Probleme. Die Frage ist wohl, mit welcher Art von Problemen kommt man besser klar und mit welcher schlechter...
    Und da bin ich schon auch realistisch - die Chance, dass es mit dem Physio klappen würde, es mit meinem Kind gut gehen würde und der Trennung und nachher alles Friede Freude Eierkuchen ist, ist einfach viel kleiner, als dass es nicht so ist.

    Am besten wäre wohl, ich würde mich vom Physio distanzieren und in Ruhe an meiner Beziehung arbeiten und schauen, wie es dort sinnvollerweise weitergeht.

  18. V.I.P.

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    AW: Dilemma ohne Ende

    In meinen Augen ist erzählen die einzig sinnvolle Lösung. Das kann eine ganz neue Chance auf Verständnis und Begegnung zwischen dir und deinem Partner eröffnen. Und das im Setting einer Paarberatung, die das moderiert ist doch super.
    We are the people who's come here to play
    I don't like it easy
    I don't like the straight way

    We're in the middle of something
    We are here to stay

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