Arbeitspensum/Arbeitszeit und selbstgemachter Stress

  1. sleepaholik
    sleepaholik
    Wahrscheinlich werden viele von euch über ein Stipendium promovieren, so wie ich das im Forum mitbekommen habe, aber ich frage trotzdem einmal nach.
    Ich hab eine 50% Stelle an unserer Fakultät, d.h. etwa 20 Stunden plus 2 SWS Lehre. Unsere Sekretärin ermahnt mich immer, dass nur 10 Stunden dafür für meinen Chef und sonstige Uniaktivitäten seien, und der Rest für meine Diss gedacht ist. Nun arbeite ich viel an der Fak noch mit, ich bin in mehreren Berufungskommissionen dabei gewesen, organisiere teilweise Festaktivitäten mit, bin bei uns Vertreterin im Fakultätenrat (äh ja, mein Problem ist, dass ich nicht nein sagen und Stille bei Fragen wie 'Wer macht das?' ganz schlecht aushalten kann). Gleichzeitig habe ich ein sehr schlechtes Bild von mir selber (also, ich denke, ich kann nichts und habe zu wenig wissen, um eine Stunde mal eben so aus dem Ärmel schütteln zu können) und möchte meine Lehre so perfekt wie möglich vorbereiten, wodurch auch viel Zeit draufgeht.
    Mein Problem ist, dass ich einerseits wenig zu meiner Diss komme, und dass ich mir selber total viel Stress mache, weil ich immer das Gefühl habe, andere arbeiten mehr als ich. Wenn ich also z.B. eine Woche mal tatsächlich 'nur' 20 Stunden arbeite (intensiv; wie es mein Vertrag ja auch vorsieht), fühle ich mich total schlecht und denke, ich bin total faul. Ich könnte natürlich immer mehr für meine Diss machen, aber mein Chef z.B. hat im Moment keine Arbeit für mich und lässt mich größtenteils in Ruhe.
    Das belastet mich ganz ungemein, auch, weil ich hier im Forum immer lese, dass einige 60 Stunden in der Woche für ihre Stelle arbeiten. Ist das bei Geisteswissenschaftlern auch normal? Gestern z.B. habe ich eine Monographie durchgearbeitet und war nach 5 Stunden intensivem Lesen so platt, dass ich Schluss gemacht habe, weil ich keine Konzentration mehr hatte...

    Hmpf, ich wollte das einfach mal loswerden und euch so fragen, wie ihr das handhabt. Vielleicht auch, wie ihr abschaltet. Ich sitze manchmal abends auf dem Sofa und denke, dass ich ja noch was machen müsste/könnte/sollte. Und wenn es nur ist, mich auf meine Abschlussprüfung vorzubereiten
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