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  1. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    kannst du das nochmal genauer erklären, tinelli? irgendwie versteh ich den punkt nicht ganz, auf den du raus willst.

    heisst das dann, dass es in deinen augen zu viele anfangsgehälter gibt, die keinen akademikerstandard haben? das seh ich genauso, aber ich bin nicht der ansicht, dass das automatisch bedeutet, dass man nach 5 jahren zu denen aufgeschlossen hat, die von anfang an viel verdienen. die von dir genannten beispiele sind teilweise aus branchen, die per se keine guten gehälter bezahlen im normalfall (medienberufe o.ä.) den vorsprung holt man nur schwer wieder ein. und grade in der wirtschaft sind nach oben wenig grenzen gesetzt. das kommt dann immer drauf an, wie wichtig dem einzelnen karriere ist. bei mir wär schluss bei einem gehalt, das die aufgabe meines privatlebens erforderlich macht. da sprechen wir aber in den gut bezahlten branchen von 80 oder 90k plus. ingenieursgehälter ausgenommen.

    ich glaube aber, dass es schon um ganze, feste stellen ging bei der frage. nicht um solche, die quasi noch zur ausbildung gehören. so hab ich's zumindest verstanden.
    naja z b nachdem jurastudium, was ja ein vollwertiger akademischer abschluss ist, muss man das referendariat machen (2 jahre), um volljurist zu werden. und zu meiner zeit waren das 770 euro netto. und auch wenn das zur
    'ausbildung' gehört, hat man vorher nicht weniger geleistet als andere fachrichtungen und es fehlen einem 2 jahre halbwegs ordentlicher verdienst im vergleich zu anderen. und damit steigt man ja auch später ein mit dem richtigen einstiegsgehalt.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  2. Newbie Avatar von Odette
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von Tinelli Beitrag anzeigen
    Das Einstiegsgehalt hat für mich wenig damit zu tun.

    Ich hätte bei dem Begriff Akademikergehalt als Untergrenze mind. 50.000€ Jahresbruttogehalt im Kopf.
    Schön wär's.

    Ich bin zehn Jahre nach dem Studium bei ca. 36.000 Euro und das wird auch nicht mehr enorm ansteigen

    Das Einstiegsgehalt war bei etwa 28.000 Euro...

    Ich denke, der Begriff "Akademiker" sagt nichts über den (zuerkannten) Wert der Tätigkeit aus, sonst wären die Gehaltsspannen nicht so extrem.

  3. Ureinwohnerin Avatar von Tinelli
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    kannst du das nochmal genauer erklären, tinelli? irgendwie versteh ich den punkt nicht ganz, auf den du raus willst.
    Das was Ally meinte. Und das gilt ja nicht nur für Medienberufe o.ä., sondern für Jura, Medizin, so gut wie alle Biofächer, Journalismus, Lehramt, etc. Andere steigen vielleicht über Praktika oder Traineestellen ein, usw.
    Je nach Fach ist das vielleicht nur ein Jahr oder vielleicht auch 5 Jahre. Deshalb finde ich die Einstiegsgehälter halt null aussagekräftig.
    Hochtechnologie in modernen Küchen treibt immer mehr unfähige Frauen ins Berufsleben.

  4. Senior Member
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    AW: "Akademikergehalt"

    Naja, aber ich würde weder ein Praktikum, noch eine Traineestelle, noch ein Referendariat etc. als "Einstiegsgehalt" für Akademiker bezeichnen, sondern volle Stellen nach komplett abgeschlossener Ausbildung.

    Bloß bekommen viele (?) ja lange keine "ordentliche" feste volle Stelle.

  5. Member Avatar von apieceofcake
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von Odette Beitrag anzeigen
    Ich bin zehn Jahre nach dem Studium bei ca. 36.000 Euro und das wird auch nicht mehr enorm ansteigen

    Das Einstiegsgehalt war bei etwa 28.000 Euro...

    Das ist ja gerade mal eine durchschnittliche Steigerung von 3% jährlich. Ich hab jetzt nach einem Jahr im Beruf eine Steigerung von insgesamt 23% (einmal AG-Wechsel, jetzt Vertragsverlängerung), bei einem Angebot von 3% hätte ich dankend abgelehnt. (Das ist jetzt nicht wertend gemeint, ich finde es gerade nur echt erstaunlich, wie krass die Unterschiede wirklich sind.)

    Zitat Zitat von Tinelli Beitrag anzeigen
    Das was Ally meinte. Und das gilt ja nicht nur für Medienberufe o.ä., sondern für Jura, Medizin, so gut wie alle Biofächer, Journalismus, Lehramt, etc. Andere steigen vielleicht über Praktika oder Traineestellen ein, usw.
    Je nach Fach ist das vielleicht nur ein Jahr oder vielleicht auch 5 Jahre. Deshalb finde ich die Einstiegsgehälter halt null aussagekräftig.
    Eine Praktikumsvergütung, ein Traineegehalt o.ä. ist für mich kein Einstiegsgehalt, sondern zählt noch zur Ausbildung (ebenso Volontariat, etc.).

  6. Regular Client Avatar von Jatzi
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    AW: "Akademikergehalt"

    Ich find den Begriff Akademikergehalt mittlerweile ziemlich überholt. Dass ein solcher Titel eine Garantie auf ein entsprechendes Gehalt mit sich bringt, ist doch nur noch in bestimmten Bereichen so.
    Andererseits sind 50000 mit nem guten Tarifvertrag (zb druck, Metall) auch mit Ausbildungsberuf schnell errreicht.
    .
    stop making stupid people famous.

  7. V.I.P. Avatar von Philip
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    AW: "Akademikergehalt"

    Ja das glaub ich auch. Der Begriff stammt aus einer Zeit, die es so nicht mehr gibt.
    Es ist für mache Akademiker völlig realistisch mit 50K einzusteigen und durch entsprechende Weiterentwicklung das nach 10 Jahren verdoppelt zu haben. Und genauso schrieb hier grad eine über 1/3 davon nach 10 Jahren.
    Da besteht doch keine Gemeinsamkeit mehr.

  8. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: "Akademikergehalt"

    ok, aber referendariat etc. mit einstiegsgehältern zu vergleichen, ist ja wirklich äpfel mit birnen. das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber diese zeit zählt ja tatsächlich noch zur "ausbildung", weil sie einfach notwendig ist für die berufsausübung. und das weiß man ja vorher. ich hatte auch vor, jura zu studieren und da würde ich mit dem vergleich tatsächlich erst dann anfangen, wenn ich eine festanstellung hätte, die sich auch vergleichn lässt. natürlich hatman rein technisch nach dem staatsexamen genausoviel "geleistet" wie jemand, der nach seinem studium kein referendariat mehr machen muss. aber die ausbildung ist an dem punkt eben noch nicht zuende, auch wenn man theoretisch akademiker ist, weil man den entsprechenden abschluss in der tasche hat.

    was diese gehaltsspannen angeht: da spielen viele faktoren mit rein. zum einen reden wir bei einstiegsgehälter um die 50.000 natürlich von ganz bestimmten branchen und ggf. auch regionen. wie schon erwähnt, als ingenieur in der automobilbranche ist das ein normales einstiegsgehalt, zumindest hier in bawü. in der unternehmensberatung steigt man sicher auch mit mehr ein. nur: nach 2 jahren ist man durch,das muss man halt auch wollen. und das sind für mich immer noch eher die ausnahmen.
    und diese ganz mies bezahlten branchen bewegen sich für mich wirklich nicht mehr nur am rande der legalität. es gibt hier meistens keine gewerkschaft, ein betriebsrat oder ähnliches, der das kontrolliert und dann werden hier ganz leicht einfach die arbeitsgesetze ignoriert. wer dort arbeitet, klagt nicht, weil er dann keinen job mehr hat. und wer kündigt, den interessiert es nicht mehr. zudem ruhen sich die arbeitgeber in bestimmten branchen gerne drauf aus, dass es ja so unfassbar hip ist, in einer agentur zu arbeiten oder in den medien (was für mich eine überholte denke aus den 80ern ist) - und rechtfertigen damit, leute unterzubezahlen und über die maßen überstunden leisten zu lassen. wehrt sich ja keiner. und das funktioniert meist auch nur mit absolventen, die nach 1-2 jahren völlig fertig kündigen. aber macht ja nix, es warten ja schon wieder weitere kleine dummies ohne erfahrung, die verheizt werden können.

    das ist für mich ein zustand, der einfach gar nicht geht. der ag hat seinen mitarbeitern gegenüber eine verantwortung und wenn nicht mal die arbeitsgesetze eingehalten werden, frage ich mich, wie die leute noch in den spiegel schauen können.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  9. Newbie
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    AW: "Akademikergehalt"

    für mich wäre das Gehalt eigentlich komplett egal... ich wäre froh, wenn ich von irgendeiner firma endlich mal eine Zusage in meiner favorisierten Region (Berlin) bekäme Mit Master in BWL hat man es nicht leicht. Hätte ich nie gedacht

  10. Junior Member Avatar von |Penny
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    AW: "Akademikergehalt"

    Also vielleicht rechne ich falsch, aber E9 sind doch gerade mal 30k brutto? Da kommt man doch monatlich auf ein ähnliches Gehalt wie nach einer Ausbildung raus. Ich werde hier gerade etwas aus meiner Blase gerissen

    Diejenigen, die ich kenne die in einer Behörde im gehobenen Dienst arbeiten, fangen oft mit E10 an und bzw. werden sehr schnell befördert. Und wenn man jetzt nicht in einer megagünstigen Stadt wohnt wird das halt auch echt schnell eng, mit Nebenkosten und Sonstigem (Telefon, GEZ, ...) kommt man z.B. im Rheinland oft auf 700 bis 800 Euro fürs Wohnen (1-2 Zimmer). Ich werde mich jetzt wahrscheinlich unbeliebt machen weil viele hier davon nur träumen können, aber ich fand es damals schon echt krass, wie schnell ein E13-Gehalt weg sein kann (ca. 1900 Euro netto), wenn man keine WG mehr will und noch gerne ein Auto unterhalten möchte.

    In der Süddeutschen ist auch gerade ein Artikel zu dem Thema von Max Scharnigg, ich kann aber gerade nicht verlinken.
    We all change, when you think about it. We are all different people, all through our lives. And that's OK, that's good, you gotta keep moving so long as you remember all the people that you used to be.

  11. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von amelita Beitrag anzeigen
    für mich wäre das Gehalt eigentlich komplett egal... ich wäre froh, wenn ich von irgendeiner firma endlich mal eine Zusage in meiner favorisierten Region (Berlin) bekäme Mit Master in BWL hat man es nicht leicht. Hätte ich nie gedacht
    und genau solche situationen nutzen die firmen gerne aus. jemanden, der so verzweifelt ist, dass er einfach alles annimmt.
    das sollte einfach verboten werden.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  12. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Also vielleicht rechne ich falsch, aber E9 sind doch gerade mal 30k brutto? Da kommt man doch monatlich auf ein ähnliches Gehalt wie nach einer Ausbildung raus. Ich werde hier gerade etwas aus meiner Blase gerissen

    Diejenigen, die ich kenne die in einer Behörde im gehobenen Dienst arbeiten, fangen oft mit E10 an und bzw. werden sehr schnell befördert. Und wenn man jetzt nicht in einer megagünstigen Stadt wohnt wird das halt auch echt schnell eng, mit Nebenkosten und Sonstigem (Telefon, GEZ, ...) kommt man z.B. im Rheinland oft auf 700 bis 800 Euro fürs Wohnen (1-2 Zimmer). Ich werde mich jetzt wahrscheinlich unbeliebt machen weil viele hier davon nur träumen können, aber ich fand es damals schon echt krass, wie schnell ein E13-Gehalt weg sein kann (ca. 1900 Euro netto), wenn man keine WG mehr will und noch gerne ein Auto unterhalten möchte.

    In der Süddeutschen ist auch gerade ein Artikel zu dem Thema von Max Scharnigg, ich kann aber gerade nicht verlinken.
    das sind die gehälter aus dem öd, oder? im metalltarif bist du mit 9 glaube ich bei ca. 45-48 k.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  13. Senior Member
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    AW: "Akademikergehalt"

    Ja, ÖD. Es gibt ganze Berufszweige, die einfach immer bei E9 oder E10 bleiben als Akademiker (FH oder Bachelor). Das Gehalt steigt schon ein bißchen mit den Jahren, aber nicht nennenswert.

  14. Newbie
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    und genau solche situationen nutzen die firmen gerne aus. jemanden, der so verzweifelt ist, dass er einfach alles annimmt.
    das sollte einfach verboten werden.
    Naja manche meiner Freunde verdienen mit BWL Abschluss auch so unglaublich wenig, da könnte man auch nen einfachen Job bei Starbucks annehmen, nur dann kommt man da nicht mehr weg. Wenn man zumindest in dem studierten Bereich arbeitet für wenig Geld kann man sich nach 2-3 Jahren wegbewerben auf besser bezahlte stellen.

    Traineeprogramme waren ja anfangs auch für Bachelor Absolventen gedacht, mittlerweile können manche Firmen (zB bosch) es sich erlauben dafür eine Promotion vorauszusetzen, da es eben Leute gibt, die sich mit Promotion darauf bewerben oder Airbus verlangt für deren graduate programm min 5 Jahre Berufserfahrung... da denke ich mir auch, welche Leute bitte bewerben sich mit 5 Jahren Berufserfahrung auf ein absolventenprogramm?!

  15. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: "Akademikergehalt"

    solange es den markt gibt, dass sich leute unwissend oder verzweifelt oder sonstwie nach dem studium auf solche stellen bewerben, für die sie entweder überqualifziert sind oder schlicht unterbezahlt werden, ändert sich nichts. aber ich finde, man kann das nicht auf die absolventen abschieben, das ist wie gesagt die verantwortung der ag. natürlich ist es wirtschaftlich gesehen ein hauptgewinn, wenn sich ein komplett überqualifizierter berufserfahrener auf eine absolventenstelle bewirbt. das passiert mmn dann, wenn jemand z.b. in seiner region keinen job bekommt und sich dann in einer anderen stadt mit besserer jobsituation bewirbt.

    und auch da sollte es so sein, dass man wegen überqualifizierung abgelehnt wird und das sollte auch klar kommuniziert werden vom ag. ist sicher oft auch so, zumindest dass abgelehnt wird. allein im interesse des ag, weil so ein mitarbeiter sicher auf dauer nicht in dieser position zu halten ist.

    ich glaube wirklich, dass viele den umstand unterschätzen, dass man oft von einem niedrigen einstigsgehalt nicht so leicht runterkommt und eine strategie nach dem motto "jetzt mach ich das halt mal 2 jahre und dann kommt schon was besseres" oftmals nicht aufgeht.war bei mir auch so, weil ich anfangs nicht in großen firmen arbeiten wollte.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  16. Stranger
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    AW: "Akademikergehalt"

    Zitat Zitat von Jatzi Beitrag anzeigen
    Ich find den Begriff Akademikergehalt mittlerweile ziemlich überholt. Dass ein solcher Titel eine Garantie auf ein entsprechendes Gehalt mit sich bringt, ist doch nur noch in bestimmten Bereichen so.
    Andererseits sind 50000 mit nem guten Tarifvertrag (zb druck, Metall) auch mit Ausbildungsberuf schnell errreicht.
    Halte die Idee von einem "Akademikergehalt" hauptsächlich für Klassendünkel/Bildungsbürgersnobismus tbh

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