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  1. Junior Member Avatar von wunder
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    Unterforderung

    Ich weiß gerade nicht, wie es mit mir weitergehen soll. Ich bin zum Ende August betriebsbedingt gekündigt, was voll ok ist für mich, bin eigentlich sogar erleichtert. Ich habe noch nicht angefangen, mich neu zu bewerben, weil ich Angst habe, dass es dann wieder so läuft wie beim aktuellen Job und bei allen vorherigen.
    Es war mein dritter Job in meiner Branche (also Nebenjobs zähle ich jetzt nicht) und jedes mal bin ich nach ein paar Monaten gelangweilt und konzentriere mich auf mein Privatleben. Wenn mich jemand fragt, und was machst du so.. habe ich nie so richtig Lust zu erzählen, weil ich einfach nichts spannendes zu berichten habe. Ich bin nie richtig stolz auf meinen Beruf und kann mich kaum damit identifizieren.

    Die Branche an sich passt schon zu mir, ich bereue nicht, dass ich diesen Weg überhaupt eingeschlagen habe. Aber die Arbeitsplätze halt...

    Geht's noch jemandem so?

  2. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Unterforderung

    ich würde mal versuchen herauszufinden, was genau dich stört und welche alternativen es gibt. mir ging es im ersten job auch so und da war das problem, dass das unternehmen viel zu klein war (ich hatte aber bammel davor, in einem großen unterzugehen) und ich ziemlich schnell festgestellt habe, dass ich nicht gerne die assistentin von irgendwem bin, sondern lieber selbstbestimmt arbeite. im weg stand mir damals ebenfalls meine fehlende courage und mir selbst was zuzutrauen.

    ich hab dann für mich definiert, was ich in meinem job möchte: kollegen, von denen ich mir was abschauen kann, weil sie den gleichen job machen (bis dato hatte ich nie jemanden, von dem ich was lernen konnte, außer meinen chefs) und trotzdem meinen eigenen bereich, in den mir keiner reinquatscht. wenn solche gegebenheiten schon mal erfüllt sind, geht man viel lieber zu arbeit. weil man gefordert ist, aber trotzdem weich fällt, wenn ein problem auftaucht.

    so würde ich mal rangehen. wenn es aber in der branche keine anderen jobs gibt, würde ich mich nach alternativen umschauen. denn irgendwann sieht es im lebenslauf echt scheisse aus, wenn man dauernd den job wechselt :/.

    was ist das denn für eine branche?
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  3. V.I.P. Avatar von Philip
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    AW: Unterforderung

    Hab ich das richtig verstanden, Du bist in 2 Wochen arbeitslos aber magst Dich noch nicht bewerben?

  4. V.I.P. Avatar von hellogoodbye
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    AW: Unterforderung

    \
    Geändert von hellogoodbye (01.02.2019 um 21:51 Uhr)

  5. Stranger
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    AW: Unterforderung

    Ich erzähle auch nie von meinem Job, einfach weil ich es grundsätzlich nicht mag, wenn man übertrieben von etwas spricht. Wenn man sich andere Menschen anhört dann glaubt man ja bei jedem er rettet die Welt im Alleingang. Das kann es so einfach nicht geben. Für mich muss ich nicht jeden Tag was aufregendes machen, ich arbeite meinen Teil ab und das war es dann. Sicher könnte man das auch ausschmücken aber wozu? Ich sehe da keinen Grund dahinter. Muss nicht versuchen mich über die Arbeit besser zu machen.

  6. Junior Member Avatar von wunder
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    AW: Unterforderung

    Zitat Zitat von hellogoodbye Beitrag anzeigen
    Ist es dir denn wichtig einen Job zu haben auf den du Stolz bist? Ich verbinde so einen Gedanken bspw. nicht mit meinem Job. Ich habe gern nette Kollegen, etwas zu tun, was mir halbwegs Spaß macht und gute Arbeitsbedingungen (ausreichend Urlaub, gute Bezahlung, fairer Umgang mit Überstunden etc.). Den Rest hole ich mir in meiner Freizeit. Aber das ist halt individuell.

    Du hast dich aber schon arbeitssuchend / arbeitslos gemeldet, oder? Du könntest die Zeit ab September nutzen um ein Berufscoaching zu machen. Da habe ich gute Erfahrungen mit gemacht und du kannst die Arge fragen, ob sie dir das finanzieren.
    Ja, bisher habe ich auch so gedacht.. aber vielleicht reicht mir das einfach nicht mehr. (auf den ersten Absatz bezogen) Ich bin so einfach nicht ausgelastet, meinem Gehirn ist langweilig.
    Ja, gemeldet bin ich..

    Zitat Zitat von Philip Beitrag anzeigen
    Hab ich das richtig verstanden, Du bist in 2 Wochen arbeitslos aber magst Dich noch nicht bewerben?
    Ja, das hast du richtig verstanden. Ich hatte nur einen Monat Kündigungsfrist. Die Bewerbungen in meiner Branche sind etwas aufwändiger, ich brauche ein gutes Portfolio, kreatives Zeug etc. etc., ich brauche da etwas Zeit dafür.
    Ab dem 22. habe ich Urlaub, dann geht es los mit Bewerben.
    Und ja ich zögere auch, weil ich nicht sofort im nächsten Büro sitzen und eins zu eins das gleiche machen möchte. Weil ich eben gerade zweifle.


    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    was ist das denn für eine branche?
    Kreativbranche.. ich arbeite als Grafikerin.

    Genau, das was du mit dir zutrauen schreibst und fehlende Courage, das steht mir auch im Weg. Ich traue mir nicht allzuviel zu, einige Stellenangebote überfordern mich total, ich habe teilweise Angst, da jemandem etwas vorzumachen und eigentlich nicht gut genug zu sein.
    stressresistent bin ich auch nicht. Bei zu viel Druck und wenn es sehr schnell gehen muss, drehe ich durch.
    Und wenn ich dann das mache, was ich mir zutraue, dann bin ich unterfordert.

  7. Junior Member
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    AW: Unterforderung

    wunder, ich hab Dir ne PN geschickt

  8. Alter Hase
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    AW: Unterforderung

    Die großen Beratungen stellen aktuell alle recht viele Grafiker ein, weil das immer wichtiger wird in deren Geschäftsmodell. Die guten, die ich kennengelernt habe, konnten auch bei Interesse viel stärker in Projekarbeit eingebunden werden. Fällt mir spontan ein, wenn das ne Richtung wäre. Die Leute, die ich kennengerlernt habe, fanden es halt immer spannend nicht "nur" die Grafik zu machen, sondern im interdisziplinären Team eben dafür zuständig zu sein.

    Und ansonsten würde ich auch Richtung Berufscoaching gehen: Was sind die Sachen, die Dir Spaß machen? Was unterfordert Dich?
    Und an den Stellen die dich interessieren, aber die Du Dir nicht zutraust: Was ist es genau? Wie könntest Du Dir diese erforderlichen Kenntnisse holen?

  9. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Unterforderung

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen

    Kreativbranche.. ich arbeite als Grafikerin.

    Genau, das was du mit dir zutrauen schreibst und fehlende Courage, das steht mir auch im Weg. Ich traue mir nicht allzuviel zu, einige Stellenangebote überfordern mich total, ich habe teilweise Angst, da jemandem etwas vorzumachen und eigentlich nicht gut genug zu sein.
    stressresistent bin ich auch nicht. Bei zu viel Druck und wenn es sehr schnell gehen muss, drehe ich durch.
    Und wenn ich dann das mache, was ich mir zutraue, dann bin ich unterfordert.
    hab ich mir fast gedacht . kleine agentur? war bei mir auch so. ich bin allerdings pm. ich würde dir auch raten, in ein unternehmen zu gehen. es klingt so, als wären agenturstrukturen, grade aber auch mit vielen aufträgen, nichts für dich. kann ich total verstehen, weil es extrem frustriert, zu dem druck dann auch noch unbezahlte überstunden machen zu müssen und beschissen bezahlt zu werden.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  10. Senior Member Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Unterforderung

    Zitat Zitat von Alemoa Beitrag anzeigen
    Die großen Beratungen stellen aktuell alle recht viele Grafiker ein, weil das immer wichtiger wird in deren Geschäftsmodell. Die guten, die ich kennengelernt habe, konnten auch bei Interesse viel stärker in Projekarbeit eingebunden werden. Fällt mir spontan ein, wenn das ne Richtung wäre. Die Leute, die ich kennengerlernt habe, fanden es halt immer spannend nicht "nur" die Grafik zu machen, sondern im interdisziplinären Team eben dafür zuständig zu sein.
    Ja. Meine Beratung hat auch eine eigenes Team für Kommunikationsdesign. Die Arbeiten zum einen direkt für Kunden (newsletter, Kampagnen, messeauftritte), zum anderen werden die als teil des Beraterteams verkauft und erarbeiten für die Projekte templates, interfaces etc

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