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Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. Member Avatar von Suselein
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    Wechselmotivation mal wieder

    Ich fühle mich im jetzigen Büro nicht wohl. Mit dem Chef bin ich nie warm geworden, er hat ganz andere Prioritäten als ich, er ist fachlich meiner Meinung nach keine Leuchte (will aber meine Arbeit kontrollieren) und auch menschlich nicht so meins. Er findet es zum Beispiel total lustig, sich über Rechtschreibfehler zu mokieren, wenn wir gemeinsam einen externen Bericht durchsehen. Ausserdem sind ihm formale Dinge wichtiger als inhaltliche (habe zum Beispiel einmal einen ganzen Tag damit verbracht, im Word so Spiegelstriche mit Punkten zu ersetzen). Dann kuscht er nach oben und teilt nach unten aus, und so weiter. Auch fachlich ist hier in der Zweigstelle nicht wirklich Wissen vorhanden. Wenn ich was nicht weiss, weiss es ganz oft sonst auch keiner.
    Mit den anderen Mitarbeitern verstehe ich mich auch nicht wirklich gut.

    Ich bewerbe mich also weg, aber wie begründe ich das beim Gespräch, ohne schlecht über das alte Büro zu sprechen? "es hat nicht gepasst" ist ein bisschen dünn, "persönliche Gründe" klingt doch auch verdächtig. Habt ihr eine Idee?
    der ansturm der einzelheiten war unerträglich. die käsescheiben, die dicken lippen eines fremden und der groschen im rinnstein

  2. Senior Member Avatar von SarahYasemin
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    AW: Wechselmotivation mal wieder

    Am allerbesten (ich hab das erst die Tage bei einer Bewerberin gemerkt) funktioniert das in Verbindung wieso man zum neuen Arbeitgeber wechseln will.

    Sie hat die Frage, wieso sie beim aktuellen Arbeitgeber weg will, beantwortet, dass sie unbedingt in unsere Branche will. Das fand ich nicht unclever.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  3. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Wechselmotivation mal wieder

    abgesehen davon, dass ich nicht immer nach dem "warum" gefragt wurde (manche firmen gehen ja davon aus, dass es einfach erstrebenswert ist, bei ihnen zu arbeiten und sie da gar nicht groß nachfragen), würde ich sagen, dass du neue herausforderungen suchst und gemerkt hast, dass du weiterhin nach dem idealen match suchst und das noch nicht gefunden hast. das ist erstmal wertfrei.
    schlecht über den ehemaligen arbeitgeber reden würde ich auch auf keinen fall, aber wenn sich ein näheres gespräch dahingehend entwickelt, finde ich es auch ok, dass du "mehr herausforderungen" brauchst, o.ä., natürlich mit der begründung, warum du genau DA hin willst.
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  4. Member Avatar von Suselein
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    AW: Wechselmotivation mal wieder

    Ist "mehr Herausforderung" nicht indirekt auch Kritik, quasi "am alten Ort ist es mir zu langweilig"?
    der ansturm der einzelheiten war unerträglich. die käsescheiben, die dicken lippen eines fremden und der groschen im rinnstein

  5. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Wechselmotivation mal wieder

    ja das meinte ich oben, also ich finde "neue herausforderung" klingt recht neutral, und sobald du tiefer ins gespräch einsteigst und richtig (indirekte) wertungen gehtst, wirds riskanter - aber ich denke du spürst die atmosphäre des gesprächs ja auch.
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  6. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Wechselmotivation mal wieder

    „Mir macht in meinem derzeitigen Job vor allem XY (=Schwerpunkt der neuen Stelle) Spaß, das spielt aber zur Zeit nur eine untergeordnete Rolle, das würde ich daher gern noch vertieft machen“ (falls das nicht komplett gelogen ist)

  7. Member Avatar von Suselein
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    AW: Wechselmotivation mal wieder

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    „Mir macht in meinem derzeitigen Job vor allem XY (=Schwerpunkt der neuen Stelle) Spaß, das spielt aber zur Zeit nur eine untergeordnete Rolle, das würde ich daher gern noch vertieft machen“ (falls das nicht komplett gelogen ist)
    Klingt super. Geht leider nicht, da die Stelle beziehungsweise die Tätigkeit die Gleiche ist und die Arbeit an sich mir ja auch Spass macht.
    der ansturm der einzelheiten war unerträglich. die käsescheiben, die dicken lippen eines fremden und der groschen im rinnstein

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