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Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Hallo,

    ich versuche, mich kurz zu halten. Für mich steht mittlerweile fest, dass ich nach zwei Semestern mein pädagogisches Studium abbrechen möchte. Es hat mir von der ersten Woche an nicht gefallen, aber ich habe mir immer gesagt, dass es besser wird, dass ich ja im ersten Semester bin und das zweite besser wird usw. Leider bin ich immer noch komplett unzufrieden, kann mich mittlerweile eigentlich gar nicht mehr als Pädagogin sehen. Ich bin dafür zu zurückhaltend, zu wenig selbstbewusst. Irgendwie habe ich mir vor Studienbeginn eingebildet, das würde alles durch das Studium und die Fachkenntnisse dort ausgeglichen werden.

    Nun möchte ich gerne eine Ausbildung machen, aber ich habe das Gefühl, es gibt nichts, was zu mir passt. Interessieren würde mich der medizinische Bereich. Ich finde es spannend, wie unser Körper funktioniert, wie Medikamente wirken usw. und habe auch das Bedürfnis nach einem "sinnvollen Beruf". Leider war ich in der Schule nie sonderlich gut in Naturwissenschaften, bis zum Abi durch hatte ich auch nur Biologie. Ich bin natürlich bereit, mich für meine Ausbildung anzustrengen und mich auch durch Dinge durchzuarbeiten, die ich nicht auf Anhieb verstehe, aber natürlich sollte es für mich irgendwie machbar sein. In Sprachen war ich in der Schule immer gut, ohne groß etwas dafür tun zu müssen, allerdings habe ich in dem Bereich nur Dolmetscher gefunden und das kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Es ist irgendwie verhext: das, was mich interessiert, kann ich nicht und das, was ich kann, interessiert mich nicht.

    Ich fühle mich mit der momentanen Situation total schlecht und brauche dringend einen Plan. Hat jemand von euch vielleicht Ideen oder Tipps?

  2. Urgestein Avatar von hui
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Mit Menschen beschäftigst du dich gerne, du bist bloß schüchtern und glaubst, eventuell nicht durchgreifen zu können? Oder willst du lieber etwas ohne viele zwischenmenschliche Kontakte machen?
    Bist du gerne draußen in der Natur oder beschäftigst dich mit Pflanzen?
    Willst du generell lieber eine Ausbildung machen oder bist du immer noch für ein Studium offen?
    Wir wohnen nicht in erster Linie, um zu repräsentieren, sondern um uns wohlzufühlen.


  3. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Zitat Zitat von hui Beitrag anzeigen
    Mit Menschen beschäftigst du dich gerne, du bist bloß schüchtern und glaubst, eventuell nicht durchgreifen zu können? Oder willst du lieber etwas ohne viele zwischenmenschliche Kontakte machen?
    Ja, genau. Eigentlich mag ich den Kontakt zu Menschen, habe auch ein FSJ gemacht, das mir gut gefallen hat. Es ist für mich aber immer ein Stück Überwindung dabei, weil ich eben doch ein schüchterner und ruhiger Mensch bin. Irgendwie dachte ich, wenn ich im Studium die Fachkenntnisse erwerbe, gleicht das meine Unsicherheiten aus. Ich würde sagen, ich hätte in meinem Beruf schon gerne Menschenkontakt, allerdings nicht acht Stunden am Tag und wahrscheinlich auch nicht in der Art wie es mein Studium hergeben würde.

    Zitat Zitat von hui Beitrag anzeigen
    Bist du gerne draußen in der Natur oder beschäftigst dich mit Pflanzen?
    Ja, schon. Eine Freundin von mir hat z.B. einen kleinen Schrebergarten mit Obst und Gemüse und es macht mir schon ziemlich viel Spaß, dort mitzugärtnern. Klingt vielleicht komisch, aber generell beschäftige ich mich gerne mit Nahrungsmitteln.

    Zitat Zitat von hui Beitrag anzeigen
    Willst du generell lieber eine Ausbildung machen oder bist du immer noch für ein Studium offen?
    Momentan kann ich mir eigentlich nur eine Ausbildung oder höchstens ein duales Studium vorstellen.

  4. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Falls du körperlich normal belastbar bist, wäre Gärtnerin/Landschaftsgärtnerin eine Option.
    Oder richtig in die Landwirtschaft:
    Ausbildung - Ausbildung - Bildungsserver Agrar
    Zitat Zitat von Thomas de Maiziere
    Wenn wir wollen, dass Extremismusbekämpfung auch bei denen stattfindet, die schon gefährdet sind, oder halb abgerutscht sind, oder wenn es um Deradikalisierung geht, dann muss man auch mal den schwierigeren Weg probieren, und das heißt, dass man mit Menschen redet, mit denen man sonst vielleicht nicht so gerne reden würde, um eines höheren Ziels willen. Und wo da die Grenze zur Förderung ist, das ist nicht leicht zu bestimmen.

  5. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Könntest du dir eine Ausbildung im öffentlichen Dienst (gehobene Beamtenlaufbahn) vorstellen, oder das FH-Studium zur Verwaltungswirtin?

    Das ergibt am Ende häufig trotzdem Jobs mit Menschenkontakt, aber es ist eben nicht der einzige Inhalt. Und häufig (nicht immer natürlich) hat man geregelte Arbeitzeiten.

    Mit einem Pädagogikstudium stehen auch Jobs wie Studienberatung offen - Menschenkontakt, aber in einem eher ruhigen, nicht allzu persönlichen Rahmen, und die Leute kommen zu dir als Expertin. Das stelle ich mir einfacher vor, wenn man eher schüchtern ist.

    Grundsätzlich würde ich mich eher fragen, welche Arten der Tätigkeit dir liegen, und weniger, welche Inhalte dich interessieren (im Idealfall kommt natürlich beides zusammen).
    Geändert von sora (22.03.2019 um 10:56 Uhr)

  6. Member Avatar von Dampfwutz
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Eine Ausbildung als Landwirtin ist meiner Meinung nach nur sinnvoll, wenn man einen (gut laufenden) landwirtschaftlichen Betrieb in der Familie hat, den man später übernehmen möchte.

  7. Stranger
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Zitat Zitat von Erdnuss16 Beitrag anzeigen
    Interessieren würde mich der medizinische Bereich.
    Hast du dir schon mal den Beruf des medizinischen Fachangestellten angeschaut? Das ist auch ein Ausbildungsberuf und könnte dich vielleicht interessieren. Es gibt auch den zahnmedizinischen Fachangestellten.

  8. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Erstmal danke an alle für die Antworten und Ideen!

    Ich bin jetzt dabei, mich für Ausbildungen im Sanitätshaus zu bewerben. Durch mein FSJ habe ich nebenbei schon einen Einblick in die Arbeit dort erhalten und fand es damals schon interessant, habe mich aber eher in der pädagogischen Richtung gesehen. Leider gibt es da nicht so viele Ausbildungsplätze, zumal ich ja auch spät dran bin, weshalb ich wohl noch nach Alternativen schauen sollte.

    Nun hätte ich doch noch eine Frage: ich habe im Studium alle Prüfungen gut bestanden. Sollte ich die Notenübersicht der Bewerbung beilegen, damit der Betrieb sieht, dass ich aus freien Stücken abbreche und nicht weil ich z.B. zwangsexmatrikuliert wurde oder ist das unnötig? Und sollte ich sonst meine Immatrikulationsbescheinigung beilegen? Sonst habe ich ja gar keinen Nachweis darüber, dass ich wirklich studiert habe und somit eine einjährige Lücke.

  9. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Orthopädietechnik sonst vielleicht noch?

  10. Urgestein Avatar von hui
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Ich würde es machen, wenn deine Noten gut sind. Zeigt ja auch Rückschlüsse auf, dass du offenbar lernwillig bist bzw gescheit lernen kannst.
    Immatrikulationsbescheinigung ist wohl unnötig?
    Wir wohnen nicht in erster Linie, um zu repräsentieren, sondern um uns wohlzufühlen.


  11. Member Avatar von fitzgerald
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Also wenn du nen Notenauszug beilegst, ist das doch der Nachweis, dass du tatsächlich zwei Semester studiert hast ( und nicht nur eingeschrieben warst). Da braucht’s doch dann keine Bescheinigung mehr. Und für ne Ausbildung finde ich den Nachweis anständiger Noten jetzt auch nicht unwesentlich. Ich würde sie also mit einreichen.
    Don't tell Mama.

  12. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    -
    Geändert von Erdnuss16 (28.03.2019 um 09:26 Uhr)

  13. V.I.P. Avatar von ladyinrosa
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Zitat Zitat von Erdnuss16 Beitrag anzeigen
    Erstmal danke an alle für die Antworten und Ideen!

    Ich bin jetzt dabei, mich für Ausbildungen im Sanitätshaus zu bewerben. Durch mein FSJ habe ich nebenbei schon einen Einblick in die Arbeit dort erhalten und fand es damals schon interessant, habe mich aber eher in der pädagogischen Richtung gesehen. Leider gibt es da nicht so viele Ausbildungsplätze, zumal ich ja auch spät dran bin, weshalb ich wohl noch nach Alternativen schauen sollte.

    Nun hätte ich doch noch eine Frage: ich habe im Studium alle Prüfungen gut bestanden. Sollte ich die Notenübersicht der Bewerbung beilegen, damit der Betrieb sieht, dass ich aus freien Stücken abbreche und nicht weil ich z.B. zwangsexmatrikuliert wurde oder ist das unnötig? Und sollte ich sonst meine Immatrikulationsbescheinigung beilegen? Sonst habe ich ja gar keinen Nachweis darüber, dass ich wirklich studiert habe und somit eine einjährige Lücke.
    Vielleicht Ergotherapeutin?
    Wer immer in den Himmel schaut,
    wird nie etwas auf der Erde entdecken.


    "Wenn du dich auf die Waage stellst kommt eine Handynummer heraus!"

  14. Addict Avatar von hcschaf
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    AW: Studienabbruch, stattdessen Ausbildung

    Also es gibt schon auch für Pädagogen stellen bei denen Zurückhaltung kein Fehler ist Ich arbeite bei einem Bildungsträger und meine KollegInnen sind grundverschieden. Diejenigen die sich selbst eher mal zurück nehmen, zuhören und eher leise auftreten machen durch die Bank einen tollen Job. Gut, die tun sich vor einer vorlauten Gruppe Jugendlicher vielleicht schwerer, aber wir werden in aller Regel gut passend eingesetzt. Die sind dann vielleicht im Einzelcoaching für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder so. Was würde dir denn konkret Spaß machen?
    Geändert von hcschaf (25.04.2019 um 18:15 Uhr) Grund: Kackmist autocorrect im Handy...
    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist,
    habe ich beschlossen, glücklich zu sein.
    (Voltaire)

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