Umfrageergebnis anzeigen: Wechseln oder nicht?

Teilnehmer
17. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • eine sinnstiftende Arbeit ist immer wichtiger als das Geld. WECHSELN

    0 0%
  • Kommt stark auf die Differenz der Gehälter an.

    8 47,06%
  • Solange ich meinen Lebensunterhalt noch finanzieren könnte: WECHSELN

    2 11,76%
  • Klingt nach "auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" - NICHT WECHSELN

    8 47,06%
  • Arbeit ist für mich primär zum Geld verdienen da - NICHT WECHSELN

    6 35,29%
Multiple-Choice-Umfrage.
Antworten
Ergebnis 1 bis 17 von 17
  1. Alter Hase

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    cash oder realness?

    Tut mir leid, doofer Titel, ich konnte nicht anders

    Würdet ihr euren Job gegen einen sehr vergleichbaren Job tauschen, bei dem Rahmenbedingungen viel eher eurer Überzeugung entsprächen, als bei eurem jetzigen Arbeitgeber und bei dem es auch noch diverse andere Vorteile gäbe, ABER ihr viel weniger verdienen würdet als aktuell und einige andere objektive Vorteile, die sich leider nicht wegdiskutieren lassen, verlieren würdet?

    Gibt es eine Zahl, für die ihr eure Ideale "verkaufen" würdet? Bzw. andersrum, welches Defizit würde dafür sorgen, dass ihr bei einem Arbeitgeber bleibt, dessen Rahmenbedingungen euch zwar schon lange frustrieren, aber finanzielle Vorteile schwerer wiegen?

    Würdet ihr ein einen unsicheren, schlechter bezahlten Job wechseln, weil ihr ihn für sinnvoller haltet und hofft, dass er euch dadurch glücklicher macht?
    Geändert von Bibliophilia (29.09.2021 um 12:19 Uhr)

  2. V.I.P.

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    AW: cash oder realness?

    Kommt drauf an.
    Warum zahlt der sinnstiftendere Job weniger? Weil er nicht kann, oder weil er nicht will?
    Wie groß ist der Schmerz im aktuellen Job?
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  3. Alter Hase

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    AW: cash oder realness?

    Zur konkreten Situation:

    Ich bin Lehrerin an einer Hauptschule, mich frustriert das System. Ich finde es ätzend Entwicklung mit Noten zu beziffern. Meine Schüler*innen lernen und leisten so viel, aber am Ende muss ich schreiben "Sorry, Standard nicht erfüllt, 5." Wir sind ne Mischung aus Verwahranstalt und Erziehungscamp. Unser Schulsystem ist meiner Meinung nach nicht darauf ausgelegt, Kindern dabei zu helfen, sich zu entwickeln, sondern einfach sie an willkürlichen Standards zu messen, ungeachtet der Umstände, in denen sie aufwachsen.
    Ich habe das Gefühl überall im Unterricht brennt es, ich lösche vorne und hinten Feuer und werde keinem Kind auch nur annähernd gerecht.
    Das liegt aber nicht per se an der Hauptschule, das Gefühl hatte ich auch vorher an der Gesamtschule und liegt meiner Meinung nach vor allem an der Klassengröße.

    Jetzt habe ich das Angebot bekommen, an eine freie, demokratische Ersatzschule zu wechseln.
    Es ist eine Grundschule mit Aussicht auf Sek 1, jahrgangsübergreifender Unterricht, 10-15 Kinder pro Lerngruppe, Lernen komplett projektbezogen, auf super ansprechendem Gelände.
    Das komplette Konzept ist quasi der Gegenentwurf zu meinem aktuellen Schulbild.

    Weiterer Vorteil: die Schule ist bei uns im Ort, ich könnte also das 2. Auto abschaffen.

    Nachteile:
    Ich bin aktuell verbeamtet auf Lebenszeit, dementsprechend beihilfeberechtigt und muss mir um so Sachen wie Krankengeld oder drohende Arbeitslosigkeit keine Gedanken machen.
    Das würde wegfallen. Krankenversicherung würde wesentlich teurer, Kinder müssten die Kinderärztin wechseln, wenn sie aus der PKV raus wären.
    Meine Beförderung von A12 auf A13 letztes Jahr, für die ich mir den Hintern abgearbeitet habe, ist quasi hinfällig, weil es für mein Gehalt an der Privatschule komplett egal ist, wie ich vorher eingruppiert wurde.

    Ich hab mal ausgerechnet, am Ende wären es netto 1500€ weniger.


    Andere Gedanken sind noch:
    - Was, wenn ich nach 2 Jahren merke, dass das Gras auf der anderen Seite doch nicht grüner ist, Papier und Schulprogramm geduldig sind, aber mich die Arbeit an einer Ersatzschule auch nicht mehr erfüllt, als im klassischen Schulsystem? Dann steh ich da und bin all meine Vorteile des Beamtentums los und komm nicht wieder zurück.

    - Was kommt da ggf. noch an Zusatzaufgaben auf mich zu, die ich mir aktuell gar nicht vorstellen kann? Ich weiß halt welchen regulären staatliche Schulen unterliegen.
    Mein Vorurteil ist, dass das an freien Schulen eher verschwimmt und ich am Ende dauernd Sonntags außerunterrichtliche Angebote anbieten muss oder die Herbstferien im Lerncamp verbringe. Grundsätzlich habe ich da ja nichts gegen, aber noch ist das ganze für mich so undurchsichtig und ich würde das gerne abschätzen können.

  4. Alter Hase

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    AW: cash oder realness?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an.
    Warum zahlt der sinnstiftendere Job weniger? Weil er nicht kann, oder weil er nicht will?
    Wie groß ist der Schmerz im aktuellen Job?
    Die freie Schule zahlt schon angelehnt an denTarif im öffentlichen Dienst. Ich werde in meinem aktuellen Job einfach fürstlich bezahlt und habe durch die Verbeamtung weitere finanzielle Vorteile. Der andere Job zahlt nicht besonders schlecht, mein aktueller einfach nur besonders gut.

    Der Schmerz im aktuellen Job schwankt. Im Unterricht und im Kontakt mit den Jugendlichen würde ich mir keinen anderen Beruf wünschen.
    Aber nach jeder Zeugniskonferenz, jeder Fortbildung und jedem Elterngespräch will ich das Schulsystem anzünden. Im Alltagstrott verfliegt die Frustration, aber sobald ich über den Beruf nachdenke, ists vorbei.

  5. V.I.P.

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    AW: cash oder realness?

    Danke fürs Aufdröseln. Ist ja schon eine andere Situation als der schnöde Jobwechsel in Wirtschaftsunternehmen. Und eigentlich geht es ja nicht um unterschiedliches Gehalt, sondern die Bedingungen, die für das Netto-Gehalt verantwortlich sind, ändern sich.

    Ich kann deinen Frust übrigens sehr gut verstehen... das ist zum Kotzen und wahrscheinlich nicht der Grund, wieso du diesen Beruf ergriffen hast.


    Ich arbeite jetzt seit 20 Jahren und ja, das Gras wirkt woanders grüner. Am Schluss sind die Inhalte anders, aber die Probleme trotzdem die gleichen. Sind halt doch auch nur Menschen


    Ich würde darauf tippen, dass es andere Möglichkeiten gibt für dich, als diese beiden. Auch wenn ich mich jetzt im ÖD aktiv nicht auskenne.

    Aber an deiner Stelle würde ich mich mit diesen Möglichkeiten beschäftigen. Es wäre schon ein bisschen Quatsch den Beamtenstatus aufzugeben, aus Gründen.
    Aber das System ist Müll und darüber muss man glaube ich nicht diskutieren.


    Ich weiß nicht in welchem Bundesland du bist, deshalb wird sich das unterscheiden, aber vielleicht gibt es sowas in deinem Bundesland auch.

    In NRW hab ich die BBE - Beratung zur beruflichen Entwicklung in Anspruch genommen. Das ist nicht bei der Arbeitsagentur sondern wird von verschiedenen Stellen ausgeführt. Hier in Aachen ist es zum Beispiel der Zweckverband Region Aachen und das sieht dann so aus: Beratung zur beruflichen Entwicklung – Region Aachen Zweckverband


    Ich glaube fest daran, dass wir häufig in der beruflichen Entwicklung nicht alle Ressourcen ausschöpfen und ich denke, es gibt immer mehr, als das was man gerade vor sich sieht.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  6. Addict

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    AW: cash oder realness?

    Schwierig. Ich finde die Umfrage oben hilft dir gar nicht weiter, da dies individuell so verschieden ist. So etwas wie Beamtin ist m.E. eine andere Nummer wie von Unternehmen A zu Unternehmen B zu wechseln.
    Ich kann zu den Statements sagen (arbeite mit BWL Studium in der "freien Wirtschaft", bis dato bei größeren Unternehmen):

    • eine sinnstiftende Arbeit ist immer wichtiger als das Geld. WECHSEL - Ist bei mir nicht so; bin eher risikoavers und Geld (komfortabel leben) ist mir nicht unwichtig
    • Kommt stark auf die Differenz der Gehälter an. - Ja, dem würde ich zustimmen
    • Solange ich meinen Lebensunterhalt noch finanzieren könnte: WECHSELN - s.o. - ich möchte nach mehrjähriger Berufstätigkeit nicht "gerade so" noch leben können bzw. auch etwas für die Altersvorsorge tun o. die Option, vllt. nicht bis 70 arbeiten zu müssen
    • Klingt nach "auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" - NICHT WECHSEL- Finde ich fast unmöglich zu beurteilen von außen. Am Ende ist ein neuer Job immer eine Art Black Box. Da können KollegInnen scheiße sein, die Tätigkeit doch nicht so wie gedacht, die Chefin, die man toll fand, geht etc. pp.
    • Arbeit ist für mich primär zum Geld verdienen da - NICHT WECHSELN- stimme ich ein wenig zu. Ich finde es wichtig, dass ich mich nicht mit Magenschmerzen hinquäle und es grdsl. "Spaß" macht, aber wenn ich die Wahl hätte würde ich vermutlich eher nicht bzw. deutlich weniger arbeiten. Ich bin da eher pragmatisch und stimme Aussagen wie "oh, man muss im Job seine Lebenserfüllung finden, es muss sinnstiftend sein, total toll sein etc." eher nicht zu. es ist super wenn es so ist, aber manchmal eben auch unmöglich. Bei mir geht die Zeit z.B. super schnell rum und ich mag viele Teile meines Jobs und das Unternehmen/KollegInnen an sich.

  7. Addict

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    AW: cash oder realness?

    Ah, da habe ich eben noch getippt. Die von Sarah erwähnten Dinge kamen mir auch in den Kopf: Also z.B. zu versuchen, im Rahmen der Möglichkeiten etwas zu ändern (ich hatte z.b. mal einen total dummen Chef, obwohl der Job mir Spaß gemacht hat - war für mich Antrieb, meine Pläne ins Ausland zu gehen mit mehr Vehemenz voranzutreiben; die Tätigkeit weiterzumachen, aber woanders und ihm zu entkommen). Und auch Beratung oder ein Coaching in Anspruch zu nehmen.

    Es ist ja schon wichtig, ob du z.B. ein risikofreudiger Mensch bist o. schlaflose Nächte ob des verlorenen Beamtenstatus hättest.

  8. Alter Hase

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    AW: cash oder realness?

    Danke SarahYasemin!
    Um meine Unzufriedenheit anzugehen, habe ich eigentlich schon recht viel versucht. Ich bin ins Schulentwicklungsteam eingestiegen und habe da den Bereich "Digitalisierung und neue Prüfungsformate" bekommen, mache gerade eine Weiterbildung zur Informatilehrerin... In diesem Zug hatte ich die Möglichkeit auch mal das fachliche Gespräch mit Schuldezernenten und Leuten bei der Bezirksregierung und von Qualis (das sind die Leute, die für die Schulstandards in NRW zuständig sind) zu suchen. Und am Ende hat das alles meine Frustration verstärkt.
    Es gibt tolle Ideen, aber die dürft ihr nicht umsetzen, weil wir das immer schon so gemacht haben. Schwerpunkte verschieben oder neigungsorientierter arbeiten - schwierig, dann erfüllt ihr ja nicht 100 prozentig den heiligen Kernlehrplan und dann sind wohlmöglich die Schulabschlüsse anfechtbar und niemand bei der Bezirksregierung hat Bock auf Eltern, die gegen Schulabschlüsse klagen.

    Ich habe mich vor ziemlich genau einem Jahr mal vom Personalrat beraten lassen, inwiefern ein Wechsel an die Grundschule möglich wäre, weil ich mir erhofft habe, dass die Fokussierung auf Abschlüsse da nicht so im Vordergrund steht.
    Ich hätte sogar eine Grundschule gehabt, die mich angefordert hätte. War dann aber leider nicht möglich. Solange in der Sekundarstufe 1 Lehrermangel herrscht, wird man nicht für die Grundschule freigegeben.
    Das hat nicht mal inhaltliche Gründe (was ich ja noch verstehen könnte). Gymnasiallehrer*innen gibt es zu viele, die werden regelrecht angeworben für die Grundschulen (die Bezahlung ist da eben auch schlechter, deswegen ist das nicht so attraktiv für Gymnasiallehrer*innen). Aber wer einmal in der Sekundarstufe 1 verhaftet ist, kommt da verbeamtet nicht mehr raus.

    Kolleg*innen von mir sind reihenweise in die Bezirksregierung oder ins Schuldezernat gewechselt und machen jetzt Schulentwicklung auf höherer Ebene. Da ist die Rückmeldung aber auch, dass das System nach wie vor so träge ist, dass sie eher Mängel verwalten, als Entwicklung auf den Weg zu bringen.

    Komplett aus dem Schuldienst raus möchte ich sowieso auf keinen Fall. Ich unterrichte ja gerne. Aber halt nicht frontal im Feldwebelton, um alle im Gleichschritt auf ein Ziel zuzuschubsen, das 80% nicht interessiert.


    Es ist ja schon wichtig, ob du z.B. ein risikofreudiger Mensch bist o. schlaflose Nächte ob des verlorenen Beamtenstatus hättest.
    Ja leider bin ich das absolute Gegenteil von risikofreudig und das Wissen um den krisensicheren, gut bezahlten Job bis zum bitteren Ende erfüllt mich mit Gelassenheit, auch weil ich meinen Mann nicht als all zu krisensicheren Partner verstehe und im Hinterkopf immer den Gedanken habe, dass ich auch alleine für Kinder und mich sorgen können möchte oder können sollte.
    Geändert von Bibliophilia (29.09.2021 um 13:15 Uhr)

  9. V.I.P.

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    AW: cash oder realness?

    Das spricht für mich erst Recht für die Beratung außerhalb der Blase.

    Ich würde dir auch empfehlen eben klar zu werden, was DU eigentlich konkret willst.
    Was du nicht willst, weißt du ja schon.
    Nimm Beratung und Coaching in Anspruch. Wenn wir das selber versuchen zu lösen, dreht man sich nur im Kreis.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  10. V.I.P.

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    AW: cash oder realness?

    Ich würde Beamtin bleiben. Wegen Geld. Aber auch weil du mit den Kindern gerne arbeitest. Das System wird sich nicht ändern, aber die Kinder haben dann immerhin eine nette Lehrerin.
    Und wer weiss ob die neue Schule nicht auch nervt.

  11. Addict

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    AW: cash oder realness?

    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    .
    Kannst du dich als Beamtin beurlauben lassen? So dass der Beamtenstatus ruht?
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  12. Junior Member

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    AW: cash oder realness?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Das spricht für mich erst Recht für die Beratung außerhalb der Blase.

    Ich würde dir auch empfehlen eben klar zu werden, was DU eigentlich konkret willst.
    Was du nicht willst, weißt du ja schon.
    Nimm Beratung und Coaching in Anspruch. Wenn wir das selber versuchen zu lösen, dreht man sich nur im Kreis.
    Dem schließe ich mich an.

    Ein Coaching/Beratung hilft auch dabei selbst festzustellen was einem in einem Job wirklich wichtig ist. Das kann ja auch die Rahmenbedingung der Sicherheit sein, welche du aktuell durch die Verbeamtung hast.

    Zum Wechseln generell: Meine Erfahrungen, allerdings Privatwirtschaft, waren bisher immer, dass das Gras auf der anderen Seite grüner aussieht als es ist.

    Wenn du gar nichts Gutes in deinem aktuellen Job sehen würdest, wäre es leichter alles aufzugeben. Aber du hast ja selbst schon positive Aspekte aufgezählt. Daher überleg es gut und lass dich auch beraten.

  13. Addict

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    AW: cash oder realness?

    Ich komme aus demselben Beruf...

    Wie viel % bzw. Stunden arbeitest du denn aktuell?
    Bevor du den Status aufgibst, würde ich an deiner Stelle mal reduzieren (im direkten Vergleich scheinst du ja momentan bis zu -1500 € netto reduzieren zu können, was ja doch ein paar Stunden sind).
    Und die freie Zeit würde ich dann aktiv für die "Weiterentwicklung" nutzen. Mich beraten lassen etc.
    Evtl. ist auch über ein Ehrenamt, individuelle Schulbegleitung eines Kindes mit Bedarf o. Ä. ein Hineinschnuppern in die demokratische Schule möglich?
    Mich würde ehrlich gesagt vor allem das "sind im Wachsen" abschrecken. Das klingt schon derartig nach Mehrarbeit usw. :-/

  14. Alter Hase

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    AW: cash oder realness?

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Kannst du dich als Beamtin beurlauben lassen? So dass der Beamtenstatus ruht?
    Das geht in bestimmten Fällen schon für maximal 5 Jahre. Ich bin mir aber nicht hundert prozentig sicher, ob die Schule, die ich in Aussicht habe, die entsprechenden Kriterien erfüllt.

    Informationen in der Hinsicht habe ich bisher nur für Schulen gefunden, deren Träger nicht der Staat sondern die Kirche war. Ich weiß, dass man da auch irgendwie "anders verbeamtet" werden kann. Könnte mir aber vorstellen, dass das so ein special-Ding der Kirche ist, die ja auch noch mal eine ganz andere Finanzkraft hat, als eine freie Schule.

    Das sind Punkte, die ich im Kennenlerngespräch anbringen werde.
    Also ein Kennenlerngespräch habe ich nach einem Telefonat vereinbart. Grundsätzlich möchte ich die Option zumindest ausloten.


    Eine Beratung oder ein Coaching sollte ich aber wohl tatsächlich ins Auge fassen, da habt ihr alle recht.

    Wenn es nur um mich ginge, würde ich vermutlich gar nicht so lange überlegen. Aber da ich bei uns die Hauptverdienerin bin (eben durch die Verbeamtung) und das Einkommen meines Mannes durch seine Erkrankung schnell mal für einen längeren Zeitraum auf 60% des aktuellen Einkommens fallen kann, keine Aussicht darauf besteht, dass er irgendwann wieder Vollzeit arbeiten wird, oder er im schlimmsten Fall komplett ausfällt, habe ich den Anspruch, dass mein Gehalt im Zweifel alleine das Haus abbezahlen und meine Kinder und mich (und halt ggf. ihn) unterhalten kann.

    Und gleichzeitig denke ich, wie ungerecht es ist, dass ich meinen Mann bei jeder Idee und jedem Jobwechsel (auch den finanziell unvorteilhaften) unterstütze und für mich gleichzeitig und ein bisschen auch als Konsequenz daraus nur "das Vernünftige" die einzige Option ist.

  15. Addict

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    AW: cash oder realness?

    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    Das geht in bestimmten Fällen schon für maximal 5 Jahre.
    falls es ginge, wäre das ja die Möglichkeit auszutesten, wie grün das Gras wirklich ist.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  16. Addict

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    AW: cash oder realness?

    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  17. Foreninventar

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    AW: cash oder realness?

    Ich finde einige von Sarahs Punkten gut.

    Grundsätzlich würde ich es nicht machen, aus verschiedenen Gründen und besonders weil ich nicht glaube dass der Wechsel dich langfristig zufrieden macht.

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