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  1. Addict Avatar von irgendwie
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    Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    Bei mir kommen in letzter Zeit wieder einige Dinge aus meiner Schulzeit wieder hoch, obwohl das jetzt mindestens 9 Jahre her ist. Es ging vor allem um Mobbing bzw. ausgeschlossen werden. Ich war damals (Schuljahr 2001/2002) auch hier sehr aktiv, aber noch unter anderem Namen, aber vielleicht erinnert sich ja noch jemand. Ich bin im Moment grade in einer Situation, wo ich drüber nachdenke, ob ich die ganze Geschichte vielleicht doch mal richtig aufarbeiten sollte, verdrängen funktioniert nämlich irgendwie seit ein paar Monaten immer weniger. Ich hab schon grade eine erste Version geschrieben, die dann drei Seiten lang war, deswegen versuche ich mich jetzt nochmal an einer Kurzfassung.

    Konkret geht es eben vor allem um mein letztes Schuljahr, als es mir wegen Mobbing sehr schlecht ging.
    Wahrscheinlich hatte ich damals Depressionen, ich hatte Selbstmordgedanken, das volle Programm, ausgelöst dadurch dass ich auch noch meinen Freundeskreis außerhalb der Schule verloren hatte. Ich habe es damals nicht fertig gebracht, mir Hilfe zu holen, weil ich es nicht geschafft habe, gegenüber meinen Eltern zuzugeben, dass ich ein Problem habe. Ich hätte damals aber sicher eine Therapie gebraucht.
    Irgendwie habe ich es jedenfalls damals geschafft, mich wieder aufzurappeln und bin nach dem Abi ans andere Ende von Deutschland gezogen, um an der Uni einen Neuanfang machen zu können. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass das die beste Entscheidung war, die ich je getroffen habe. Ich habe dort dann schnell Freunde gefunden, die große Liebe gefunden (inzwischen mein Mann) und mir überhaupt ein ganz gutes neues Leben aufgebaut. Natürlich war immer mal wieder was wodurch ich an früher erinnert worden bin und dann hat mich das mal für ein paar Tage oder auch Wochen runtergezogen, aber ich habe es immer geschafft, wieder damit abzuschließen und mit meinem jetzigen Leben weiterzumachen.

    Naja, jetzt gab es kurz vor Weihnachten 2009 einen Vorfall (wir saßen in einem Zug, der einen Selbstmörder erwischt hat), der mich wieder an diese Zeit erinnert hat. Eine Kollegin/inzwischen gute Freundin von mir war dabei als das passiert ist und ich denke, dass sie vielleicht gemerkt haben könnte, dass da was war und das immer noch unausgesprochen zwischen uns steht. Wir sehen uns eigentlich aber nur auf der Arbeit und obwohl ich an sich großes Vertrauen zu ihr habe, finde ich das irgendwie nicht angemessen, sie darauf anzusprechen, schon gar nicht jetzt, wo das schon wieder so lange her ist. An sich hätte ich aber das Bedürfnis danach, bin mir aber auch unsicher, weil ich von ihr bereits viel Hilfe und Unterstützung bekommen habe und Angst habe, dass es so laufen könnte wie in früheren Freundschaften von mir
    , in denen ich viel Hilfe und Unterstützung eingefordert und eine Zeitlang auch bekommen habe und dann die Freundschaft aber daran zerbrochen sind. Ich hatte das schon zweimal so und das letzte Mal war eben auch mit der Auslöser für meine depressive Phase vor 9 Jahren. Deswegen würde ich diesen Fehler halt gerne diesmal vermeiden, bin aber im Umgang mit ihr deswegen oft total unsicher.
    Dadurch dass ich jetzt immer darüber nachdenke, wie ich mich gegenüber ihr verhalten soll, komme ich natürlich auch nicht von den Gedanken an dieses letzte Schuljahr los. Vor zwei Wochen habe ich schließlich nachgegeben und wieder mein altes Tagebuch von damals rausgesucht und nachgelesen, was einerseits mal dazu geführt hat, dass ich das endlich hinter mir hatte, aber andererseits ist auch viel wieder hochgekommen. Im Moment ist es grade auch besonders kritisch, weil ich zur Zeit in Schottland bin (Recherche für meine Diss). In der Zeit als es mir damals so schlecht ging, waren wir auch auf Klassenfahrt in Schottland, ich bin jetzt auch wieder an Orten gewesen, wo ich damals war und da kam auch vieles wieder hoch. Ich hätte nicht an genau dieselben Orte fahren müssen, wollte aber dort hin, weil dort eine Veranstaltung war, die ich sehen wollte und ich es irgendwie auch nicht einsehe, mich von meiner Vergangenheit so sehr einschränken zu lassen, dass ich da nicht hingegangen wäre. Es war aber sehr schwierig für mich, wieder diesen Ort wiederzusehen. Ich hatte schon im Vorfeld wirklich Angst davor, dort hinzufahren, weil ich nicht wusste, was das auslösen würde. Ich bin auch froh, dass ich gefahren bin, aber es war nicht einfach, ich bin seitdem auch ein bisschen fertig mit den Nerven, kann nicht schlafen usw.
    Dazu kommt, dass ich mit dem allein sein auf den Recherchereisen sowieso nicht besonders gut zurecht komme. Ich war vor etwa einem Jahr schomal für zwei Wochen in Schottland und hatte irgendwann Panikattacken, weil ich mit der Einsamkeit nicht klargekommen bin. Denke mal, dass das auch damit zusammenhängt, weil mich das letztendlich an früher erinnert? Dementsprechend hatte ich auch jetzt schon Angst davor zu fahren bevor ich überhaupt losgefahren bin. Es ist jetzt letzendlich gar nicht so schlimm, ich bin diesmal nicht alleine im Hotel, sondern in einem Studentenwohnheim mit 5 anderen Leuten, wir kochen abends zusammen und so, ich vereinsame also nicht so komplett, was schonmal gut ist. Ich muss aber dieses Jahr noch ein paar Mal alleine wegfahren, wenn wohl auch meistens nicht so lange und das kann halt so einfach nicht gehen, dass ich jedesmal vorher Panik schiebe.
    Dazu kommt auch, dass seit Juli mein Mann und ich aus beruflichen Gründen nicht mehr zusammen wohnen können und in Fernbeziehung leben, die Woche bevor er ausgezogen ist, hatte ich auch wieder Panik geschoben, musste mich sehr zusammenreißen nicht auf der Arbeit oder im Bus einfach loszuheulen usw. Am Ende war's dann aber doch nicht sooo schlimm, aber anstrengend ist es schon auch.

    Zusammenfassend würde ich sagen, dass es mir im Moment
    einfach irgendwie nicht so richtig gut geht, aber irgendwie auch nicht so richtig schlecht. Ich merke nur irgendwie, dass ich so nicht mehr von meinen Erinnerungen an damals loskomme und dass das sich jetzt zunehmend ungünstig auf mein jetziges Leben auswirkt. Ich schlafe nicht gut, gehe zu spät ins Bett, bin den ganzen Tag angespannt und unruhig, kann mich nicht konzentrieren usw. Und irgendwie fange ich an drüber nachzudenken, ob es nicht gut wäre, doch mal meine Vergangenheit richtig aufzuarbeiten. Damals bin ich ja durch den Umzug letztendlich doch nur davongelaufen anstatt mich meinen Problemen zu stellen. Andererseits bin ich mir halt unsicher, weil es mir so schlecht ja auch nicht geht, es sind halt irgendwie einfach mehrere Dinge auf einmal zur Zeit, die jedes einzeln vielleicht machbar wären. Ich kann bis zu einem gewissen Grad auch damit umgehen, weiß was ich machen muss um mich abzulenken und wieder zu beruhigen. Ich bin mir unsicher, was und ob ich etwas tun sollte wenn ich wieder zuhause bin, hauptsächlich weil es einfach schon jetzt so lange so geht und nicht besser wird.

    An alle, die bis hierhin durchgehalten haben, vielen Dank fürs Lesen. Ich hab mehrmals versucht zu kürzen, aber irgendwie gehts nicht kürzer.

  2. Inaktiver User

    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    hey. ich erinnere mich noch ganz gut an dich, an den damaligen abschlussarbeits-thread (ist aber inzwischen natürlich auch schon wieder eine ganze zeitlang her).

    es tut richtig fast ein bisschen weh zu lesen, was für eine macht du vergangenen dingen gibst. du hast seither doch wirklich eine menge geschafft, hast vieles geleistet, bist glücklich verheiratet. so viel raum steht den unglücklichen erinnerungen da doch eigentlich gar nicht mehr zu, oder sollte ihnen doch zumindest nicht mehr zustehen. das leben geht ja schließlich weiter, und man entwickelt sich ja auch.

    ich weiß ehrlich gesagt auch nicht so wirklich, was ich da raten soll. vielleicht bringt es was, diese dinge sich mit professioneller begleitung nochmal anzusehen. zu überlegen, welche auswirkungen das geschehen von damals hatte, welche ängste das verursacht hat, wie man denen am besten entgegentreten könnte. (ich lese z. b. eigentlich überall bei dir die angst durch, allein zu sein bzw. allein gelassen zu werden... vielleicht tatsächlich ein punkt, an dem man ansetzen und den man mal bearbeiten könnte.)

    evtl. (bzw. mit einiger wahrscheinlichkeit sogar) hat's ja auch seinen grund, dass diese ängste und negativgefühle gerade jetzt wieder auftauchen. die trennungssituation (auch, wenn die beziehung weiter besteht, ja nur zur fernbeziehung geworden ist) war/ist sicher nicht ganz einfach. die diss stellt nochmal besondere leistungsanforderungen, da steht man natürlich auch unter spannung. dann dazu noch das zurückgehen an orte, die mit besonderen erinnerungen verbunden sind.

    ich denke, ich würde mir wohl überlegen, ob ich mir professionelle unterstützung hole... aber ich würde es auch ablehnen, mich von vergangenen dingen derart "in beschlag nehmen" und ausbremsen zu lassen. sprich: sich die dinge mal ansehen, den entsprechenden negativgefühlen aber nicht ständig und immer wieder in übermäßigem maße nachgeben. du hast so viel positives geleistet und auch sicherlich erfahren in der zwischenzeit.

    und was die kollegin/freundin angeht:
    natürlich kann man mit guten bzw. sehr guten freunden auch über sehr persönliche dinge reden. dazu sind sie ja auch da. ich denke aber auch, dass man (wie du selbst ja schon sagst) die leute auch schnell überfordern kann, wenn es ständig und immer wieder nur um probleme geht. freundschaften sind immer ein wechselseitiges geben und nehmen, "sich kümmern" und "umsorgt werden" sollten sich da schon die waage halten (längerfristig gesehen zumindest). ich würde wohl also schon zusehen, dass ich da ein bisschen "dosiere".

  3. Addict Avatar von irgendwie
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    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    Danke für deine Antwort und die lieben Worte. Ja, der Abschlussarbeiten-Thread ist jetzt auch schon wieder zwei Jahre her, die Zeit vergeht... Eigentlich war ich seit bestimmt einem halben Jahr gar nicht mehr hier im Forum, aber jetzt bin ich doch wieder hier.

    Ich kann irgendwie auch nicht so ganz verstehen, warum es mich diesmal so getroffen hat. Dass mal irgendwas ist, was mich an die Schulzeit erinnert und ich ein paar Tage komisch drauf bin, ist ja relativ normal, aber das geht jetzt schon seit über einem halben Jahr immer wieder mal so, dass das ein großes Thema für mich ist und ich es nicht schaffe, die Gedanken daran wieder abzustellen. Und seit mein Mann weg ist, ist es immer schlimmer geworden. Und die ständigen Recherchereisen stressen mich halt ziemlich, ich bin die erste Jahreshälfte kaum dazu gekommen, was für die Diss zu machen und muss jetzt Dinge nachholen. Das heißt, dass ich den Rest des Jahres wohl nicht mehr als 4 Wochen am Stück zuhause sein werde (und das auch nur wenn man nicht mitzählt, dass ich jedes 2. WE zu meinem Mann fahre, auch wenn das nur 3 Std. Weg sind. Wenn man das mitzählt bin ich jetzt die 3 Wochen in Schottland wirklich mal die längste Zeit am Stück am selben Ort ). Mit der Diss läuft es gerade eigentlich echt gut, durch die Recherchereisen komme ich halt auch echt weiter, aber es ist halt anstrengend. Das geht auch Kolleginnen so, da bin ich nicht die einzige.

    Ich denke grade echt relativ ernsthaft drüber nach, was in Richtung professionelle Unterstützung zu unternehmen, wenn ich wieder zuhause bin. Ich hab zwar immer das Gefühl, dass es mir nicht richtig schlecht geht, aber das heißt halt auch nur, dass es mir nicht so schlecht geht wie damals.

    Ich muss mal mit meinem Mann reden, wenn ich wiede zuhause bin, der weiß auch nicht so richtig was davon. Irgendwie bin ich gar nicht so richtig auf die Idee gekommen, mit ihm darüber zu sprechen, weil ich denke ich muss das mit mir selber ausmachen.

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    ja, das letzte ist sicher keine so schlechte idee... das wäre sicher auch noch eine quelle an unterstützung.

    ich hatte auch keine sonderlich glückliche schulzeit (gymnasium), aber das ist inzwischen nun auch schon wirklich lange her (11 jahre), und ich denke da nicht mehr dran. die dinge haben sich entwickelt und sind gereift, man bekommt im laufe der zeit auch abstand und eine etwas andere perspektive, das ist auch ganz gut zu spüren.

    ich wünsch dir was (vor allem natürlich auch viel erfolg mit der diss).

  5. Addict Avatar von irgendwie
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    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich hatte auch keine sonderlich glückliche schulzeit (gymnasium), aber das ist inzwischen nun auch schon wirklich lange her (11 jahre), und ich denke da nicht mehr dran. die dinge haben sich entwickelt und sind gereift, man bekommt im laufe der zeit auch abstand und eine etwas andere perspektive, das ist auch ganz gut zu spüren.
    Weißt du, genau das hätte ich halt bis vor kurzem auch so gesagt. Es war scheiße, aber ich habs überstanden, bin daraus stärker hervorgegangen, bin in der Zwischenzeit erwachsen geworden, hab mich sehr verändert, kann inzwischen auch besser verstehen warum einige Dinge damals so gelaufen sind usw.

    Ich versteh halt nicht, warum ich diesen Abstand, den ich zu meiner Vergangenheit hatte, auf einmal nicht mehr habe. Oder zumindest nicht mehr so wie es mal war. Und warum mich die gerade entstehende Freundschaft zu meiner Kollegin, die eigentlich eine wunderbare Sache ist, über die ich mich riesig freue, für mich so schwierig ist und mir so viel Anlass zum Nachdenken bietet.

    Das mit der Einsamkeit bzw. dem Alleinsein (auf Reisen und jetzt ja auch zuhause) macht es halt definitiv nicht einfacher, das ist glaub ich das Hauptproblem grad.

  6. Inaktiver User

    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    Zitat Zitat von irgendwie Beitrag anzeigen
    Weißt du, genau das hätte ich halt bis vor kurzem auch so gesagt. Es war scheiße, aber ich habs überstanden, bin daraus stärker hervorgegangen, bin in der Zwischenzeit erwachsen geworden, hab mich sehr verändert, kann inzwischen auch besser verstehen warum einige Dinge damals so gelaufen sind usw.

    Ich versteh halt nicht, warum ich diesen Abstand, den ich zu meiner Vergangenheit hatte, auf einmal nicht mehr habe. Oder zumindest nicht mehr so wie es mal war. Und warum mich die gerade entstehende Freundschaft zu meiner Kollegin, die eigentlich eine wunderbare Sache ist, über die ich mich riesig freue, für mich so schwierig ist und mir so viel Anlass zum Nachdenken bietet.

    Das mit der Einsamkeit bzw. dem Alleinsein (auf Reisen und jetzt ja auch zuhause) macht es halt definitiv nicht einfacher, das ist glaub ich das Hauptproblem grad.
    ich könnte mir wie ja schon gesagt vorstellen, dass die momentane situation sehr viele alte ängste wieder aufbrechen lässt (die man vielleicht schon besiegt zu haben glaubte). die trennung vom freund, die zusätzlichen leistungsanforderungen infolge der dissertation. das zurückgehen an bestimmte orte, mit denen eher schlechte erfahrungen und erinnerungen verbunden sind. und dann noch die sich anbahnende freundschaft mit der kollegin...
    man hat den eindruck, als hättest du angst, zurückgewiesen zu werden, dich wieder ungeliebt zu fühlen (so, wie das damals zu schulzeiten wohl infolge des mobbings der fall gewesen ist). das ist jetzt meine "küchenpsychologie" , das lese ich da raus, wenn ich dem ganzen ein bisschen nachspüre.
    ich würde mir diese ängste wohl mal im rahmen einer therapie ansehen, wenn ich zeit und gelegenheit dazu habe. die zusätzliche unterstützung kann nicht schaden.

    aber ich würde mir eben auch immer wieder klarzumachen versuchen, dass die vergangenheit vergangenheit ist, du dich inzwischen weiterentwickelt hast, vieles erreicht hast, es keinen wirklichen grund mehr gibt, diese dinge noch übermäßig zu fürchten. sich damit auseinandersetzen ja... aber es auch nicht übermäßig "aufblasen", wenn verständlich ist, was ich meine. es sich gegebenfalls mit professioneller unterstützung mal anschauen - aber vermeiden zu dramatisieren.

    dass physisches alleinsein das ganze noch verschlimmert, glaube ich dir gern. aber das ist ja - bedingt durch die diss - hoffentlich nur eine phase, und das geht auch wieder vorbei.
    hast du keine gelegenheit, dich vielleicht mal ein bisschen öfters z. b. mit mit-doktorandinnen/kolleginnen zusammenzutun, dort den kontakt ein bisschen zu intensivieren? und wenn's nur kaffeetrinken ist und man den anderen vielleicht nichtmal so gut kennt... ich glaube, dann ist alles besser als alleine zu hause zu sitzen und zu grübeln. oder per telefon oder mail...

  7. Addict Avatar von irgendwie
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    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    Vielen Dank für deine Antworten!

    Ich glaub du liegst schon ganz richtig mit deinen Ideen. Ich bin mir jetzt aber halt grad doch wieder unsicher, ob durch eine Therapie das ganze nicht eben doch zuviel Raum einnehmen würde. Man beschäftigt sich ja wahrscheinlich dann doch in Gedanken relativ viel damit... Und ob ich grade die Zeit dazu habe - schwierig, allein schon praktisch gesehen wegen der Rumreiserei, wenn ich die nächste Zeit nicht länger als 4 Wochen ohne Dienstreise auskommen werde. Wobei ich halt grade deswegen eigentlich auch was machen müsste... Ich bin mir aber auch unsicher, ob ich mir grade die Zeit und die Energie dafür nehmen kann, oder die nicht doch besser in die Diss stecken sollte. Obwohl das ja eh so auch schon ein bisschen problematisch ist.
    Vielleicht geh ich mal zu Beratungsstelle an der Uni, wenn ich wieder zuhause bin, die müssten ja eigentlich auch noch für Doktoranden/WiMas zuständig sein, oder? Mal sehen, was die dazu meinen. Wegschicken werden sie mich ja hoffentlich nicht.

    Wenn ich zuhause bin, achte ich schon sehr drauf unter Leute zu kommen. Ich bin ja in einem größeren Forschungsprojekt und da sind immer irgendwelche Kolleginnen (ja, wir sind fast nur Doktorandinnen) da und wir gehen immer (fast) alle zusammen in die Mensa usw. Ich brauch also nur an die Uni ins Büro fahren, um unter Leute zu kommen und mache das eben deshalb auch viel, auch wenn ich zuhause eigentlich besser arbeiten könnte. Ich geh auch zum Sport, treffe mich öfters mit einer lieben Freundin für lange Spaziergänge usw.

    Selbst jetzt auf der Archivreise ist es an sich okay, ich bin diesmal extra in eine Studentenwohnheim-WG gegangen, mit ein paar von meinen Mitbewohnern koche ich jetzt auch abend immer zusammen und so, das ist also eigentlich okay.

    Ich achte da schon sehr drauf, dass ich regelmäßig unter Leute komme, weil ich weiß, dass ich sonst Probleme kriege. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie es mir jetzt ginge, wenn ich wie letztes Jahr alleine im Hotel wäre.

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn alte Sachen wieder hochkommen...

    Zitat Zitat von irgendwie Beitrag anzeigen
    Ich bin mir aber auch unsicher, ob ich mir grade die Zeit und die Energie dafür nehmen kann, oder die nicht doch besser in die Diss stecken sollte. Obwohl das ja eh so auch schon ein bisschen problematisch ist.
    kann ich sehr gut nachvollziehen, den zwiespalt (... auch ein stück weit aus eigener erfahrung). wie "schlimm" und wie akut es letztlich wirklich ist, die entscheidung kann dir letztlich wohl aber auch niemand abnehmen.

    Vielleicht geh ich mal zu Beratungsstelle an der Uni, wenn ich wieder zuhause bin, die müssten ja eigentlich auch noch für Doktoranden/WiMas zuständig sein, oder? Mal sehen, was die dazu meinen. Wegschicken werden sie mich ja hoffentlich nicht.
    nein, denke ich auch nicht. höchstens weiter verweisen an eine andere stelle. ich persönlich hab mit denen sehr gute erfahrungen gemacht.

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