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  1. Fresher

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    Absetzen von Citalopram

    Ich nehme seit gut zwei Jahren Citalopram 30mg. Schon öfters habe ich erwogen es abzusetzen, aber die Psychiaterin war jedes Mal dagegen.
    Jetzt habe ich seit einigen Tagen eigenständig auf 20mg reduziert und möchte es jetzt ein bis zwei Monate bei dieser Dosis belassen und dann auf 10mg reduzieren.
    Ich habe zwar keine direkten Nebenwirkungen, aber ich habe sorge vor langzeitfolgen und es gibt mir ein ungutes gefühl, jeden tag medikamenten zu nehmen.
    Ich mache auch schon seit zweieinhalb jahren therapie.
    Die letzten Tage habe ich mich etwas schlechter gefühlt, aber ob das an der Dosisreduktion liegt weiß ich nicht. Ich habe auf jeden fall angst, dass es mir dauerhaft wieder schlechter geht, wenn ich es absetze. Aber ich kann (und will) doch nicht mein ganzes leben lang antidepressiva nehmen :/

    Habt ihr absetzerfahrungen? Kennt ihr das gefühl, die tabletten einfach nicht mehr nehmen zu wollen und gleichzeitg die angst, dass es wieder schlimmer wird?

    Psychische erkrankungen bzw. Labilität ist ein wirkliches kreuz...

  2. Enthusiast

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Ich verstehe dich SEHR gut!
    Nehme auch seit bald 2 Jahren Citalopram 20mg und habe auch in den letzten Monaten das Gefühl gehabt, es nicht mehr nehmen zu wollen. Auch wenn ich immer noch ab und zu Stimmungsschwankungen etc hatte und mich mal schlecht gefühlt hab, hatte ich trotzdem das ganz starke Gefühl dass es jetzt reicht! Im Dezember passte es mir dann gut, weil ich da zuhause war (bin eigentlich zur Zeit im Ausland). Habe das dann mit meiner Psychaterin besprochen und sie hat mir zugeraten und ich bin dann auf 10mg runtergegangen. Zuerst habe ich nichts gemerkt, nach einer Woche etwa ginge dann körperliche (Entzugs-)Erscheinungen los, mir war oft schwindelig und ich hatte Kopfweh. Etwas später hatte ich dann auch das Gefühl, mich psychisch wieder schlechter zu fühlen.. Habe noch ein paar Tage gewartet, aber es wurde nicht besser, eher schlechter und irgendwann hats mir gereicht und ich habe die alte Dosis wieder genommen.. :-(
    Einerseits beruhigend, habe mich dann auch wieder ganz gut gefangen. Aber auch depremierend, denn ich möchte schon ohne sein. Ich sage mir jetzt, dass es wohl einfach nicht der richtig Zeitpunkt war und werde es wann anders nochmal versuchen..
    Erzähl mal wie es bei dir weitergeht, ich drücke dir die Daumen das es klappt!!!
    Geändert von Luziluu (14.01.2012 um 13:51 Uhr)

  3. Fresher

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    AW: Absetzen von Citalopram

    schade, dass es bei dir nicht geklappt hat. Es könnte auch sein, dass es einem nur vorübergehend wieder schlechter geht wenn man die dosis reduziert bzw. absetzt. Oder man beobachtet sich in der Zeit des Absetzens genauer und provoziert damit (ähnlich einer selbsterfüllenden Prophezeiung) das Gefühl, dass es einem schlechter geht. Ich hoffe, dass es so ist. Und bei mir ist es auch so, dass ich trotz der antidepressiva stimmungsschwankungen habe und es mir öfters mal nicht gut geht.
    Als ich damals angefangen habe das zu nehmen habe ich mir wenig gedanken darüber gemacht, dass es irgendwann mal zur schwierigkeit werden könnte es wieder abzusetzen.
    luzilzuu, machst du denn therapie?

  4. Enthusiast

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Zitat Zitat von *pinocchia* Beitrag anzeigen
    Es könnte auch sein, dass es einem nur vorübergehend wieder schlechter geht wenn man die dosis reduziert bzw. absetzt. Oder man beobachtet sich in der Zeit des Absetzens genauer und provoziert damit (ähnlich einer selbsterfüllenden Prophezeiung) das Gefühl, dass es einem schlechter geht.
    Das kann auf jeden Fall sein, ich habe mich nämlich extrem doll beobachte in den Tagen, noch mehr als sowieso schon.. Vielleicht hätte ich es auch noch länger probieren können ohne Tabletten, aber ich war wie gesagt nur für ein paar Wochen quasi zu Besuch zuhause und wollte Anfang Januar unbedingt wieder ins Ausland zurück und dann nicht nur das heulende Psycho-Elend sein.. :-/ Deswegen hab ich dann wieder zu der höheren Dosis genommen um "nichts zu riskieren". Trotzdem hat mich die ganze Geschichte ziemlich verunsichert..

    Wenn du es dir also erlauben kannst und du es auch aushalten kannst, würde ich auf jeden Fall versuchen erstmal durchzuhalten, viel an die Frische Luft zu gehen blablabla.. Wie gehts dir denn heute?

    Eine Therapie mache ich nicht mehr, habe schon mehrere gemacht und die letzte war vor nem halben Jahr zuende. Ich möchte auch in dieser Hinsicht gerne "ohne" klarkommen!! Aber ein bisschen Betreuung ist sicher gut beim Absetzen!! Toi Toi Toi!

  5. Stranger

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    AW: Absetzen von Citalopram

    ich nehme das zeug seit über 4 jahren. zwischendurch habe ich auch mal versucht es abzusetzen, eigenmächtig aber auch über 3 monatige reduzierung. ist mächtig in die hose gegangen. heißt bei mir geht es ohne halt nicht.
    ich habe meine ärztin gefragt, ob das nicht irgendwann mal ein ende haben sollte. ich denke auch, dass diese chemiekeule auf dauer einfach nicht sein sollte. ihre antwort war, dass menschen mit herzleiden auch ihr lebenlang medikamente nehmen würden. oder irgendeine andere chronische krankheit. zugegeben, die antwort ist nicht befriedigend, aber doch einleuchtend. ich denke, ich werde es wieder versuchen das zeug abzusetzen, aber so lange es ohne nicht besser geht, warum?
    meiner meinung nach, einen versuch ist es wert, aber nicht auf zwang.

  6. Enthusiast

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Ich habe mir jetzt nochmal vorgenommen wirklich nur wenig Alkohol zu trinken, um die Leber nicht noch mehr zu belasten.. So kann man sich noch etwas gutes tun, wenn man die Dinger schon nehmen muss!


  7. Enthusiast

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    AW: Absetzen von Citalopram

    @ pinocchia:

    Hatte auch einen Thread gestartet, als ich das Absetzen angegangen bin, vielleicht findest du da noch was hilfreiches: Wann AD absetzen?

  8. Fresher

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    AW: Absetzen von Citalopram

    hey

    ich bin bei der Reduktion von 30 auf 20mg geblieben und mir gehts sehr gut. Das wollte ich euch nur mal melden. noch ein paar wochen, dann gehts zum nächsten schritt auf 10mg.

  9. Senior Member

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    AW: Absetzen von Citalopram

    ich hab citalopram bis vor einigen jahren auch mal länger genommen.
    irgendwann wollte ich einfach keine medikamente mehr nehmen und unvernünftigerweise ganz plötzlich und ohne dosisreduzieren abgesetzt.
    zum glück hatte ich keine probleme mit nebenwirkungen, aber ich hatte auch immer das gefühl, dass das zeug bei mir nicht wirkt.
    wirkt es denn bei euch gut?

    ich habe letzte woche venlafaxin verschrieben bekommen, weil es mir grad wieder etwas schlechter geht, wegen prüfungsstress und anderen dingen.
    aber ich nehme auch noch lamotrigin (ein antiepilektikum) in einer hohen dosis und habe angst, dass ich davon auf längere sicht spätfolgen haben werde bzgl. leber usw.

    nehmt ihr neben dem ad noch andere medikamente?

  10. Ureinwohnerin

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Zitat Zitat von *pinocchia* Beitrag anzeigen
    hey

    ich bin bei der Reduktion von 30 auf 20mg geblieben und mir gehts sehr gut. Das wollte ich euch nur mal melden. noch ein paar wochen, dann gehts zum nächsten schritt auf 10mg.
    Schön

    Ich bin eigentlich sehr für ADs, weil ich einfach merke, wie sehr stabiler ich bin. Mich stört vor allem dieses.. mm "abhängige". mir fällt grad kein anders Wort ein, ich meine damit jeden Tag dranzudenken sie zu nehmen, rechtzeitig zum Arzt zu gehen für n eues Rezept, zur Apotheke gehen neue holen. Das hört sich bissle doof an :|

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Gibts bei einer Verbeamtung wohl ein Problem, wenn man seit ca. 1 Jahr 30 mg (erste Zeit 20 mg) Citalopram nimmt?
    Sometimes
    the fastest way to get there is to go slow
    And sometimes
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  12. Fresher

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Muss man Medikamenteneinnahme angeben? Ich meine mal gehört zu haben, dass man Psychotherapie angeben muss, aber bei Tabletten weiß ich es nicht.

    Bei mir ist gerade eine schwere Zeit mit Diplomarbeit schreiben, meine Mutter ist schwer krank und ich habe mit mir selbst stets zu kämpfen. ich hoffe, dass ich es auf 20mg beibehalten kann.

    Ich nehme keine weiteren medikamente

  13. Foreninventar

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Zitat Zitat von *pinocchia* Beitrag anzeigen
    Aber ich kann (und will) doch nicht mein ganzes leben lang antidepressiva nehmen :/
    Och, können kann man schon...
    Also, ich hab Citalopram 2006 oder so abgesetzt (auch sehr viel schneller) und danach ging es mir erst mal gut.
    Drei Jahre später hab ich's mir wieder verschreiben lassen, aber das lag wohl nicht am Absetzen

    Zitat Zitat von Finnja Beitrag anzeigen
    Gibts bei einer Verbeamtung wohl ein Problem, wenn man seit ca. 1 Jahr 30 mg (erste Zeit 20 mg) Citalopram nimmt?
    Bestimmt...
    Life will pass me by if I don't open up my eyes?
    Well, that's fine by me.
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  14. Ureinwohnerin

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Hmm toll, was ne Scheiße dann.. Hast Du damit Erfahrung oder ist das Deine Vermutung?
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  15. Foreninventar

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Ich vermute das, denn Citalopram ist ja eindeutig ein Psychopharmakum und ich kenn das so, dass es bei Depressionen schwierig wird mit der Verbeamtung.
    Da wurde dann ja wahrscheinlich auch ne Diagnose gestellt, oder?
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  16. Ureinwohnerin

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Wegen der Diagnose muss ich unbedingt mit meiner Hausärztin sprechen. Die weiß aber auch um meine Bedenken in Bezug auf eine Verbeamtung und ich will unbedingt wissen, unter welchem Diagnoseschlüssel sie das geführt hat. Weil eine schwere Depression war nicht der Grund für das Rezept.
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  17. V.I.P.

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass man Citalopram so darstellen kann, dass zumindest der Zustand zum Zeitpunkt der Verschreibung nicht die Verbeamtung verhindert. Aber angeblich ist es heute so, dass sie einen, wenn ein Psychiater bestätigt, dass man absolut stabil ist, deswegen nicht ablehnen dürfen. Wie das tatsächlich gehandhabt wird weiß nicht nicht, meine Schwester war da auf jeden Fall seeehr vorsichtig vor ihrer Verbeamtung, sie wär z.B. nie überhaupt zu einem Psychologen o.ä. gegangen.

    Ich habe mir jetzt nochmal vorgenommen wirklich nur wenig Alkohol zu trinken, um die Leber nicht noch mehr zu belasten.. So kann man sich noch etwas gutes tun, wenn man die Dinger schon nehmen muss!
    Das ist auch aus psychischen Gründen sinnvoll.
    An sich kann man Citalopram aber ewig nehmen, wenn es nötig ist. Man muss nicht schaffen ohne auszukommen. Bei manchen Menschen geht das auf Dauer auch einfach nicht, da finde ich den Vergleich zu Blutdruckmitteln o.ä. schon sinnvoll.
    Es ist allerdings vor kurzem ein Roter Hand Brief rausgegangen, dass nicht mehr über 40mg dosiert werden sollte (wegen möglichen Auswirkungen aufs Herz), meine Mutter meinte es sollten jetzt auch regelmäßig Elektrolyte (ich glaube es geht aber vor allem um Kalium, das in Zusammenhang mit den Herzproblemen steht) überprüft werden.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  18. Ureinwohnerin

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    AW: Absetzen von Citalopram

    nur aus interesse, wie sieht es denn mit einer verbeamtung aus, wie antidepressiva aus einem anderen grubd als depression verschrieben wurden...posttraumatische belastungsstörung, burn out oder panikstörung zb?

  19. Foreninventar

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Es ist allerdings vor kurzem ein Roter Hand Brief rausgegangen, dass nicht mehr über 40mg dosiert werden sollte (wegen möglichen Auswirkungen aufs Herz)
    Was ich, ehrlich gesagt, als absoluten bullshit empfinde
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  20. Junior Member

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    AW: Absetzen von Citalopram

    Hallo
    Möchte jemand vielleicht von einem geglückten Absetzten berichten?
    Mein letzter Versuch ist zwei Jahre her. Nach drei Monaten habe ich es wieder genommen, weil ich so reizbar war, starke Muskelschmerzen am ganzen Körper hatte, Kopfschmerzen und diese Zaps im Gehirn. Und ich habe so schlimm geträumt. Bisher ging jeder Versuch so aus. Ich glaube wirklich, dass das Absetzerscheinungen sind und nicht Depression selbst.
    Ich mache noch einmal im Monat Therapie und fühle mich so stabil wie noch nie. Und ich möchte es einfach nimmer nehmen. Ich nehme ADs nun seit 20 Jahren. Ich hatte auch nie wirklich das Gefühl, dass es wirklich was verändert hat.

    Bin gespannt auf Antworten

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