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  1. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    ich würde auch sagen, dass man sich ab einem bestimmten punkt da rausziehen muss. auch wenn das schwer ist.

    ist hatte sowas ähnliches mit meinem exfreund. da war es von den umständen her etwas "einfacher", weil wir nicht mehr zusammen waren und ich irgendwann seine familie in die pflicht genommen hab. ich war auch zu sehr verstrickt darin und es hat mir selbst nicht gut getan, mich davon runterziehen zu lassen.

    manchmal muss mans tatsächlich drauf ankommen lassen und hart bleiben. so schlimm das klingt, aber wenns der andere nicht von allein schafft, wenn er am boden ist und dann noch immer nicht merkt, dass er was ändern muss, dann schafft das auch niemand von außen.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  2. Foreninventar Avatar von Eliza Day
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    Zitat Zitat von annikita Beitrag anzeigen
    Er redet mit niemandem darüber. Also ich denke er verdrängt das jetzt halt alles und redet sich ein, dass er "gut" so ist wie er ist. Das ist es eben auch: Er denkt immer, dass ich ihn ändern will und mag das nicht akzeptieren. Seiner Mutter hat er erzählt, reflektiert genug zu sein, um keine Therapie zu brauchen. Das stimmt ja acuh, nur bewirkt das bei ihm eben keine Verhaltensänderung. Das hatte er sogar mal eingesehen. Manchmal frage ich mich sogar, ob ICH mir das alles nur einbilde.
    Du hast doch den Vergleich zu früher.
    Lass dir nix einreden, immer nur in einer Ecke sitzen ist nicht normal.
    Und er kann ja probieren, aus der Ecke raus Musiker zu werden - viel Erfolg

    Es ist halt, dass er immer ziemlich schnell resigniert. Wenn er das also alles "richtig" merken würde, würde er bestimmt direkt aufgeben. Hat ja eh keinen Sinn, er kann ja nichts bewirken.
    self handicapping nennt man das. Sehr wirksam und bequem :-/

    Gut, dass du ne Wohnung anschaust!
    Hast du ihm das auch schon vermittelt, dass du gehen willst?


    Bei mir war's zum Glück nie so, dass ich gedacht hab "okay, das ist jetzt wohl so, schade" ... hm. Ich schreib dir mal ne PM =)
    Life will pass me by if I don't open up my eyes?
    Well, that's fine by me.
    So wake me up when it's all over
    When I'm wiser and I'm older...

  3. Newbie Avatar von annikita
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    weg
    Geändert von annikita (23.01.2014 um 20:54 Uhr)

  4. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    wir waren damals nicht mehr zusammen, aber wenn ich so zurück blicke, hatte er auch in der beziehung schon tendenzen zur depression. ich hab auch erst viel später erfahren, dass er sich mit 15 schon mal was antun wollte :/.

    die situation war sehr verfahren damals. wir waren getrennt, weil er mich betrogen hat. ich war davor aber schon x mal an dem punkt, an dem ich gemerkt habe, dass ich nicht glücklich bin und eigentlich gehen sollte. bin ich aber nicht, weil ich gespürt hab, wie labil er ist. am ende war ich dann die dumme.

    als dann nach zwei jahren die beziehung mit der betrugstante zuende ging, wollte er mich zurück. ich war da aber endlich über ihn weg und hatte mein leben wieder im griff. und das hat er nicht verkraftet. ich war der (wieder-) auslöser für seine depression und gleichzeitig hat er das alles auf mir abgeladen, indem ich jeden tag stundenlane gespräche mit ihm geführt habe, aus angst, er tut sich was an. und er verbot mir, irgendjemandem davon zu erzählen. ich konnte aber einfach nicht mehr irgendwann. und bin zu seiner mutter gefahren. die mich nie leiden konnte. aber grade deswegen hat sie gemerkt, dass ich keine witze mache. und dann hab ich mich zurückgezogen. als ich wusste, dass sich jemand kümmert. es war hopp oder top, es hätte auch nach hinten losgehen können. aber an irgendeinem punkt muss man sich selbst schützen. und - so hart das klingt: wenn jemand sich etwas antun will, passiert das früher oder später. da kann keiner was dagegen tun oder ist gar schuld dran.

    ich lese grade ein buch, in dem es um so ähnliche themen geht. und da wird ein sehr guter vergleich gebracht. wenn du im flugzeug sitzt, wird dir auch gesagt, dass du dir im notfall zuerst selbst die sauerstoffmaske aufsetzen sollst. und dann anderen helfen. denn sonst bist du irgendwann so schwach, dass beide es nicht überleben. und so eine co-abhängigkeit kann dich mit in den abgrund reißen.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  5. Foreninventar Avatar von Eliza Day
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    Ja, das mit der Maske stimmt.
    Und grad, wenn er ja irgendwie nix ändern will, was sollst du denn da machen?
    So tun, als wär nix? Dich aufopfern, bis du selbst nicht mehr kannst?
    Wie stellt er sich das denn vor?


    Wegen dem besser gehen - du schriebst, dass er früher viel Sport gemacht hat und so - kanntet ihr euch da noch nicht?
    Bei mir ist es so, dass ich durchaus auch schon supergute Phasen hatte.
    Dann so Mittel mit nem großen Spektrum (jetzt grad gehts mir auch so mittelkacke, ich kriege aber viel hin im Alltag) und eben auch Phasen, in denen ich nur schlafen wollte, mich nicht mal zur Bandprobe aufraffen konnte oder einfach duschen gehen schon die totale Überwindung bedeutet hat.
    Aber ich war mir immer bewusst, dass das nicht normal ist, und immer gedacht "da muss doch was zu machen sein".


    Es kann sein, dass ich ein Mensch bin, der eben zu Depressionen neigt und vielleicht auch immer mal wieder davon betroffen sein wird. Ich war so mit 19 das erste Mal in Behandlung, danach ging es mir ein paar Jahre sehr gut und ich hatte gedacht, dass wär halt ne Phase gewesen und jetzt is die vorbei. Dann kamen die Depressionen wieder und ich kämpfe aktuell seit 2009 damit.
    Aber ich weigere mich, das als Normalzustand hinzunehmen.
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  6. Inaktiver User

    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    ich lese grade ein buch, in dem es um so ähnliche themen geht.
    Magst du den Titel nennen?

    ansonsten gut, dass du dich distanziert hast.

  7. Newbie Avatar von annikita
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    Dweg
    Geändert von annikita (23.01.2014 um 20:55 Uhr)

  8. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Magst du den Titel nennen?

    es ist ne biographie eines ehemaligen alkohol- und drogenabhängigen, nichts wissenschaftlich fundiertes.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  9. Junior Member
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    AW: Frage zu Depressionen und Therapie

    Ich war jahrelang mit einem psychisch kranken Mann zusammen und erst die Trennung hat ihn dazu bewogen, eine Therapie zu beginnen, die extreme Auswirkungen auf ihn hatte.
    Mittlerweile meint er, dass er geheilt ist, es geht ihm zumindest besser und das erleichtert mich sehr. Ich habe während der Trennung, die sich lange hinzog, weil ich selber dachte, ich lasse ihn irgendwie im Stich, wochenlang mitgelitten, mit seiner Familie und der Therapeutin Kontakt gehabt und dafür gesorgt, dass Menschen, die beruflich mit sowas arbeiten, die Verantwortung für ihn übernehmen.
    Erst, als ich das Gefühl hatte, er ist jetzt gut aufgehoben, konnte und musste ich loslassen.
    Wir sind eben keine Therapeuten, das ist nicht unsere Aufgabe und wir KÖNNEN das nicht richtig machen. Ich habe es so lange versucht, aber es gibt einfach Grenzen.
    Ich bin danach auch selbst irgendwie innerlich erschöpft zusammen gebrochen. Das kann man alles auf Dauer nicht leisten..

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