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  1. Addict

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    Daumen runter psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    und wahrscheinlich auch schiss davor.

    hatte heute son probegespräch mit einer und hab da schon beinah angefangen zu heulen.
    aber ich möchte das eigentlich nicht.
    ich möchte eigentlich rational mit meinen problemen umgehen und ich schäme mich auch, solche schwächen zu zeigen.
    und ich möchte eigentlich garnicht irgendwelche einblicke in meine seele haben, da gibts sicher nix schönes zu sehen.
    ich hab auch echt angst, dass durch sowas alles nur noch schlimmer wird.
    dass ich mich noch mehr reinsteigere in meine problematik.

    kennt ihr solche ängste?
    und haben sie sich bestätigt?

    ich fände einfach auch die situation so skurril.
    vor ner fremden frau rumheulen und am ende 80 euro aufn tisch legen

  2. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Ich denke die Angst ist total berechtigt, mir ging es ganz genau so. Ich hatte immer das Gefühl, dass es so ist als hätte man irgendwie ne Wunde und würde die jedes Mal schön wieder aufreißen und mit so Spanngurten auseinander ziehen, noch etwas Salz reinstreuen, drin rumstochern usw.... Und die ersten Sitzungen hab ich wirklich jedes einzelne Mal da gesessen und geheult und hatte vorher schon immer Angst bzw. ein ungutes GEfühl da hinzugehen, weil ich nicht wollte, dass wieder irgendwas hochkommt Und meine Therapeutin hat mir damals auch gesagt, dass es durchaus sein kann, dass sich mein Zustand erstmal sogar noch verschlimmern kann, weil man eben Sachen aufarbeitet und evtl. Dinge an die Oberfläche kommen, die man vorher verdrängt hat. Dessen sollte man sich einfach bewusst sein (und ich hab auch erst ne Zeit gebraucht bis ich mich stark genug gefühlt habe die Therapie anzufangen).
    Allerdings ist es ja auch keine Lösung alles weiterhin vor sich her zu schieben...
    Also wenn du dich einigermaßen "stabil" (ok, falsches Wort) fühlst bzw. in nächster Zeit nichts anliegt was dich großartig zusätzlich belasten könnte (irgendwelche einschneidenden Veränderungen wie z.B. Studiumsende, Wohnortwechsel oder whatever), dann würde ich an deiner Stelle den Schritt wagen.

  3. Stranger

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Dem kann ich mich nur anschließen. Eine Therapie ist sicher der richtige Weg, denn auch wenn es anfangs schlimmer werden KANN (nicht muss), wird es danach langfristig besser. Zudem ist es nicht schlimm "Schwäche" zu zeigen. Wir sind nun mal Menschen mit Gefühlen. Wieso sollten wir sie nicht auch rauslassen können. Du musst deinem Therapeuten aber vertrauen können. Wenn du dich bei ihm unwohl fühlst, suche dir einen anderen. Das gute ist, du kannst dich bei ihm so zeigen, wie du es vor deinen Freunden und Verwandten wahrscheinlich nicht machen wirst und schon allein das tut gut. Sich die Probleme von der Seele reden ist wirklich eine gute Sache und kann dir letztlich helfen, dein Leben besser zu genießen, als du es momentan wahrscheinlich tust.
    Trau dich und wage den Schritt. Das ist auch ein Zeichen von Stärke. Viel Erfolg!!!

  4. Regular Client

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    stimme dem zu.

  5. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Die Frage ist m.E. gibt es ein realistisches Therapieziel?

    Oder geht es um Aussprechen der aktuellen Befindlichkeit? Bei letzteren würde ich eher auf eine Jugend- und Familienberatung eines freien Trägers (je nach Stadt AWA, ASB, Diakonie, Caritas ...) ausweichen. Die sind dafür geeignet und preiswerter.

  6. Member

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    kann mich meinen vorrednern anschließen. am wichtigsten finde ich aber: wenn du sagst, dass du das (trotz vieler gründe, die für eine therapie sprechen würden), irgendwie nicht so wirklich willst- dann lass es. dann bringt es gar nichts.

  7. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage ist m.E. gibt es ein realistisches Therapieziel?
    das ziel ist natürlich, dass es mir besser geht, was sonst?

    ob das realistisch ist, weiß ich eben nicht.

  8. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Zitat Zitat von zieglermario Beitrag anzeigen
    Sich die Probleme von der Seele reden ist wirklich eine gute Sache
    würde ich absolut nicht pauschal so sagen.
    ich finde, man kann probleme auch größer reden, in den vordergrund reden.

  9. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings ist es ja auch keine Lösung alles weiterhin vor sich her zu schieben...
    das stimmt natürlich und das habe ich jetzt auch erkannt.
    ich kann mich durchaus zusammenreißen.
    aber ich hab angst, dass ich am ständigen zusammenreißen irgendwann ZERreiße

    ich weiß einfach net, was richtig ist.

    ich fürchte halt, dass ihr alle, die jetz geantwortet habt, mich nicht wirklich verstehen könnt weil ihr wahrscheinlich von anfang an keine therapieskeptiker seid/wart.

    ich finde sowas halt EIGENLICH affig und dumm.
    (was natürlich sicher auch nur ne abwehr-/vermeidungshaltung ist)
    die bei der ich jetz war ist eine gestalttherapeutin (wurde mir von soner beraterin empfohlen), die wenden da z.b. den "leeren stuhl" an, wo ein leerer stuhl im raum steht und man soll sich vorstellen jemand sitzt drauf und mit dem reden

  10. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    ich habe selbst noch keine therapie gemacht, aber ich habe einige freund/innen und bekannte - z.t. vorher wirklich große skeptiker - denen eine therapie sehr geholfen hat. da ging es meistens um depressionen und/oder essstörungen. wirklich niemand, den ich persönlich kenne, hat seine therapie bereut. du musst ja nicht zu dieser gestalttherapeutin gehen, da hätte ich auch keinen bock drauf. es gibt aber doch genug therapeuten, mit denen man einfach nur reden und auch selbst die therapie gestalten kann.

  11. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    naja selber mitreden können ist natürlich sowieso bedingung.
    natürlich MUSS ich nicht zu der gehen... habe sone liste bekommen und werd auch sicher noch 2 andre probetermine machen.

    mir wurde diese therapieform halt von soner beraterin empfohlen dir mir eigentlich recht kompetent vorkam.
    habe mich auch schlaugelesen über gestaltpsychologie und eigentlich kommt mir alles schlüssig vor.

  12. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    naja mir kommt aus der kunst- oder tanztherapie auch einiges schlüssig vor. ich könnte es dennoch nicht machen. oder mich dabei ernst nehmen.

    andererseits, an manche sachen muss man sich vielleicht auch gewöhnen und über seinen schatten springen und dann kanns einem gut tun. kann...

  13. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    naja, wenn es dir einerseits rational schlüssig vorkommt und du denkst, dass es dir helfen könnte, du es aber andererseits albern findest und emotional ablehnst, braucht es eben überwindung. ich würde jetzt eigentlich einfach sagen "ein versuch schadet ja nicht!", aber klar, wenn dann sachen hochkommen, die man eigentlich nicht sehen will und man nicht damit umgehen kann, kann ein versuch natürlich auch scheiße sein.
    vielleicht solltest du einfach abwägen, wie realistisch es ist, dass du deine probleme auf andere weise in den griff bekommst (hast du andere ideen zur bewältigung?) bzw. ob du mit ihnen eher leben kannst und willst, als dieses risiko einmal einzugehen. man weiß natürlich vorher nicht, wieviel schlechter es durch eine therapie noch werden kann (ich behaupte mal: nicht viel), aber dein jetziger zustand ist ja auch kein besonders angenehmer. ich würde jetzt gern noch ein paar aufmunternde klischeesätze schreiben aber ich glaub das spar ich mir lieber. ; )

  14. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    hm ja, da hasch recht.

    realistisch, probleme allein in den griff zu bekommen: nein. bestehen seit ca. 15 jahren.

    damit leben können: nein.

    eigentlich hast du mir jetz schon ne antwort gegeben

  15. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    naja ich muss auf jeden fal irgendwas machen
    ich will jetz net dramatisch klingen, aber wenn ich nichts mache = aufgebe, dann kann ich auch gleich alles lassen irgendwie

  16. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Ich will, dass es mir besser geht" reicht eben nicht (aber anfangs könnt ihr bestimmt gemeinsam ein Ziel finden, wenn es passt)
    ja also das fänd ich absolut eine der aufgaben eines therapeuten, solche ziele eben zu formulieren.
    ich selber war ja auch einfach nur fertig als ich da auf dem stuhl saß und brauchte schon alle energie um nicht zu heulen... dakonnte ich nicht noch groß analytisch denken irgendwie

  17. Addict

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    joah also wenn mir da ein therapeut nicht dabei hilft muss ich dem keine 80 euro pro stunde zahlen, gell

    ich erwarte schon auch ne leistung von der person, nicht nur dass sie aushält, dass ich sie vollheule.

  18. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Für mich gehört das auch dazu. Man muss da auch hingehen können und sagen können "Irgendwas stimmt nicht, aber ich weiß nicht was." Wenn mans so genau wüsste, hätte man es ja wahrscheinlich schon geändert.

    Gestalttherapie hab ich auch mal gemacht. Fands ganz gut. Aber die Therapeutin an sich war nicht soo super und nach ein paar Stunden hab ich mich eigentlich eher wie beim Kaffeeklatsch mit ner Freundin gefühlt. Insofern hilft da wohl nur ausprobieren.

  19. Fresher

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    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    Nun, ich bin ein ganz grosser Therapieskeptiker. Ich war früher drei Jahre mit einer Psychotherapeutin liiert und habe auf ihr Anraten selbst eine Therapie versucht. Sie hat null, nichts gebracht. Und ich habe auch noch nie eine wirklich erfolgreiche Therapie mitbekommen.

    Wenn eine Therapie geholfen hat, dann bei Leuten, die ihre Probleme auch ohne Therapie gelöst hätten. Bei Leuten, bei denen es an das Eingemachte ging, war eine Therapie nie erfolgreich. Ich erinnere mich an einen Fall, wo eine junge Frau jahrelang eine grosse Psychoanalyse gemacht hat, die nichts geholfen hat. Fünf Jahre später stellte sich heraus, dass sie als Kind sexuell missbraucht wurde, was natürlich die eigentliche Ursache ihrer Schwieirigkeiten war. Die Therapie hat das nicht zutage gefördert.

    Mir hat die Zenmeditation geholfen. Ich habe einen guten Zenmeister gefunden, mit dem ich jahrelang trainiert habe. Und das hat meine Probleme recht gut behoben.

    Und das ist ja auch logisch. Weil in der Zenmeditation Körper und Seele zusammenkommen und Kognitionen und Verbalität unerwünscht sind. Der Geist und der Körper müssen zusammen zur Ruhe kommen, und das geht nicht über Psychogelaber.

    Von daher kann ich die Threaderstellerin gut verstehen.

  20. Inaktiver User

    AW: psychotherapie sinnvoll? eigentlich kein bock auf gelaber

    naja wobei sexueller missbrauch eines kindes eine so harte nummer ist, die oftmals jahrzehnte braucht, um "zutage gefördert", benannt und schließlich bearbeitet zu werden, dass das nun echt kein wunder ist und sicherlich kein argument gegen therapie; im gegenteil, viele früh sexuell missbrauchte brauchen gerade diese betreuung über jahre hinweg, auch wenn es (von außen) erstmal nichts zu helfen scheint. und häufig kommt der missbrauch erst raus, wenn die menschen stabiler sind und abstand zu ihren kranken systemen haben, was meist so zwischen 30 und 40 der fall ist, oft auch erst mit 50. das hat ja nun (hoffentlich) gar nix mit der kuh zu tun.

    kuh, ich würd mich überwinden und mir an deiner stelle nen guten therapeuten suchen. einer, der genau das übernehmen kann, was du zum beispiel gern von deinem partner hättest, den aber anscheinend überfordert: unterstützung, gespräch über deine probleme und hilfestellung. und der selbsthass kommt ja nun irgendwo her. du bist ja nicht eines morgens aufgewacht und hast beschlossen, dich ab sofort selbst zu hassen. ich hab auch den eindruck, dass du durch die medikation der letzten jahre schon stabiler geworden bist und jetzt in einer lage, eben so eine therapie durchzuziehen. ich denke, die angst ist normal. und das wichtige an der therapie ist ja gar nicht das gelaber, sondern die beziehung zum thera und das, was unter der oberfläche geschieht. und ja, ein guter thera hilft dir natürlich dabei, ziele zu finden und zu formulieren. und auch das heulen hört irgendwann auf. es muss jetzt halt raus, aber irgendwann wird es auch genug damit sein.

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