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  1. Ureinwohnerin Avatar von chaosmädchen
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    AW: Suizidgedanken

    Danke!

  2. Junior Member
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    603

    AW: Suizidgedanken

    Entschuldige bitte die verspätete Antwort, Pinguine1981! Wie geht es dir inzwischen?

    Zitat Zitat von Pinguine1981 Beitrag anzeigen
    Ich habe vorgestern lange mit meiner Therapeutin über die Gedanken gesprochen (war jetzt das erste Mal bei dieser Therapeutin) und ich hatte auch ein paar Erkenntnisse. Aber die Funktion solcher Gedanken ist mir nicht klar. Magst du vielleicht die Funktion deiner Gedanken mal per PM erklären oder kurz umreißen?
    Für mich war der Gedanke an den Tod immer die allerletzte Fluchtmöglichkeit aus meinem Leben. Ich hab so sehr an meinem Leben gelitten (es war mir zu anstregend, zu unsicher, zu schmerzhaft,...), dass ich glaubte, nur im Tod Ruhe und Abstand zu finden.

    Suizidgedanken sind für mich bis heute ein Indikator für extreme (Selbst-)Überforderung (meistens psychisch und physisch).

    Einerseits habe ich gelernt, (möglichst früh) Warnsignale an/bei mir zu erkennen und mir rechtzeitig Hilfe zu holen oder mittlerweile auch schon alleine frühzeitig gegensteuern zu können.
    Andererseits habe ich gelernt, immer besser für mich zu sorgen (dazu gehört auch, mir die ersehnte Ruhe im Alltag zu holen/nehmen), mir regelmäßig Gutes zu tun (mittlerweile täglich), mir sogar mal was zu gönnen (zB. Geld für mich auszugeben). [Gerade bin ich in der Therapie dabei, das alles vom Leistungsdenken zu entkoppeln, und es "nur" um meiner Selbst willen zu tun.]
    Um dahin zu kommen, musste ich allerdings erst ganz unten sein (Psychiatrie, nicht nur einmal) und jahrelang an mir arbeiten. Und dabei geholfen haben mir auch...

    Welche Selbstvereinbarungen und Notfallpläne hast du?
    Selbstvereinbarungen und Selbstverpflichtungen (Notfall-/Krisenpläne):

    Ich habe über die Therapiejahre so bestimmte Sätze gesammelt, schriftlich verwahrt (Portemonnaie, Notfallkoffer), zeitweise visualisiert (zB. auf dem Nachttisch, am Spiegel), mir immer wieder vorgesagt (oder ich wurde daran erinnert ), inzwischen verinnerlicht, die mit "Ich darf...", "Ich will/möchte/wünsche mir...(für mich)", "Ich habe das Recht,..." und "Ich erlaube mir..." beginnen, bspw. "Ich darf mich auch gut fühlen.", "Ich möchte gut für mich sorgen.", "Ich habe das Recht, auch mal Nein zu sagen.", "Ich erlaube mir, mir Gutes zu tun". Besonders eindrucks- und wirkungsvoll finde ich Sätze, die irgendwann von innen kamen, bspw. "Ich will leben."
    Ich habe nicht jederzeit an diese Sätze geglaubt/glauben können, aber ich habe immer daran festgehalten, und sei es, dass ich sie "nur" bei mir trug. Ich habe mich für das Leben entschieden, nicht nur einmal.

    Selbstverpflichtungen in Form von Notfall-/Krisenplänen sind Schriftstücke, die ich zusammen mit Professionellen (Psychiater, Therapeuten, Betreuer) erarbeitet habe, dazu gehören übrigens auch Non-Suizid-Verträge. In einem Notfall-/Krisenplan wird festgehalten, was bei mir Frühwarnsymptome sind und wie ich mir selbst helfen kann, ab wann ich mir Hilfe holfen muss und bei wem, wer im Notfall zu benachrichtigen/zu informieren ist und von wem (mir u/o dem Helfer), wie ich mir wünsche, dass ich mich verhalte und sich meine Helfer verhalten, was im Falle einer Krisenintervention passiert (worum sich die Helfer noch kümmern müssen, in meinem Fall zB. um die Unterbringung meines Haustiers), in welche Klinik ich in welchem Fall möchte, welche Medikamente oder Umgangsweisen in welchem Fall hilfreich oder kontraproduktiv sind usw.
    Mir hat das im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur einmal das Leben gerettet. Wichtig dabei ist, dass man so ehrlich wie möglich zu sich und seinen Helfern ist, auch wenn es unangenehme Konsequenzen haben könnte, bspw. dass eine stationäre Krisenintervention notwendig wird.

    Zitat von ambi: Heute helfen mir der Halt, den ich mittlerweile (ansatzweise) in mir gefunden habe, und "gute"/=ausgeglichene Beziehungen zu Menschen, die mich im Leben halten, ohne mich dessen ihnen gegenüber verpflichtet zu fühlen.

    Was meinst du mit Beziehungen zu Menschen, die dich halten, denen du dich aber nicht verpflichtet fühlst? Wie sehen solche Beziehungen aus?
    Ich hatte lange, als ich mich zunehmend auf - bevorzugt - wechselseitige Beziehungen einließ, das (intrapsychische) Problem, dem Tod nach wie vor näher als dem Leben zu stehen, aber eine (weitere) Verpflichtung (auch noch) anderen gegenüber zu spüren, am Leben zu bleiben. Ich erlebte in dieser Zeit zudem nochmal die schmerzliche Erfahrung, dass Beziehungen (mitunter sehr schnell) zuende sein können/endlich sind, und da kam dann noch einmal ganz viel Wut hoch, gegen das Leben, die ich nochmal gegen mich richtete und mich unbewusst aber gegen aufkeimende, eigentlich längst überholte Lebenseinstellungen ("Ich brauche niemanden.", "Ich kann alles alleine." usw.) kämpfen ließ.
    Ich habe gelernt, dass Menschen mich auf meinem Weg ein Stückweit begleiten, die einen früher oder später, kürzer oder länger, und dass mich Beziehungen, das Mit-Menschen-in-Beziehung-Sein, - in welcher Form auch immer - persönlich bereichern und noch weiter voranbringen (als ich mich "nur" durch Selbstrefexion) und dass der Zugewinn an positiven Erfahrungen Verlustängste und Trennungsschmerz abmildern, auch weil ich immer etwas aus Beziehungen mitnehme (bestenfalls etwas, was überdauert), und dass positive Erfahrungen in der Gegenwart sogar negative Erfahrungen aus der Vergangenheit überschreiben können (Stichwort: Traumata).

    Mit der Hilfe von Menschen ist Halt in mir gewachsen, der mich emotional unabhängiger von Menschen gemacht hat, das find ich so unglaublich irgendwie und ich bin so dankbar dafür, dass ich mir die Chance immer wieder gegeben und mich nie aufgegeben habe.
    Geändert von ambi (30.11.2013 um 20:27 Uhr)

  3. Stranger
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    5

    AW: Suizidgedanken

    Ich habe auch solche Gedanken, nicht seit heute sondern schon eine ganze Weile & jetzt ganz besonders.

    Wo ich, glaub ich 16 Jahre alt war, habe ich mir die Pulsadern durch geschnitten, hat ziemlich geblutet. Aber irgendwie habe ich wohl was falsch gemacht oder nicht zu tief, ich weiß es nicht. jedenfalls bin ich dann ins Bett & morgens wo ich wach wurde, hab ich mich erst gewundert, warum. Warum lebst du noch? Dann habe ich bemerkt das ich nicht mehr blute.

    & heute denke ich mir, suizid klar warum nicht. Das Wichtigste in meinen Leben ist weg. Kommt auch nie wieder. Aber..... Ich weiß nicht ob ich Angst vor dem tot oder vor dem Schmerzen habe.
    Ich würde sofort als mit Tabletten nehmen.
    Aber so viele ( starke ) Tabletten habe ich nicht & bekomme ich auch nicht so schnell.

    Aber was dann? Ich weiß das ich 3 Menschen aufjedenfall damit weh tun würde.
    & 2 insbesondere. Meinen Vater & Schwester.
    Die haben erst jemanden vor kurzem verloren ( meine Mutter ). Da kann ich das doch nicht machen, okay, die Wissen jetzt wie das geht & alles. Aber wie egoistisch wär ich dann?

    Okay, ich bin dann tot, also interessiert mich das doch eh nicht mehr.
    Weil ja niemand weiß was passiert wenn man Stirbt.

    Aber die Gedanken hab ich immer noch & werde ich wohl immer haben.

  4. 24.04.2018, 13:00


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