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  1. Inaktiver User

    tagesklinik - erfahrungen?

    hallo,

    von euch waren doch bestimmt schonmal welche in einer tagesklinik...?!

    ich habe sehr, sehr lange auf einen platz in einer klinik gewartet (großstadt) und diese woche soll es "endlich" losgehen, jetzt kriege ich so langsam panik.

    würde mich freuen, falls mir jemand mit erfahrung 1-2 fragen beantworten kann.

    ich soll ich dort erstmal am freitag hingehen, um "aufgenommen" zu werden (ich glaub, am telefon wurde auch was von ärztlicher untersuchung gesagt)... was machen die da mit mir? muss ich mich ausziehen, checken die alles durch?

    außerdem frage ich mich, was man da 6 wochen lang jeden tag 8 stunden machen soll.... bisher weiß ich nur, dass einmal die woche einzeltherapie ist. habe die befürchtung, dass man da rumhängt mit den ganzen anderen kranken und sich gegenseitig aufn geist geht. kann mir jemand anderes berichten?

    danke

  2. Inaktiver User

    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    .
    Geändert von Inaktiver User (23.03.2014 um 19:50 Uhr)

  3. Junior Member

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    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    Soweit ich weiß ist da der komplette Tag durchgeplant. Kann sein dass es da Unterschiede zwischen den Kliniken gibt, aber in der von der ich weiß geht sich keiner gegenseitig auf den Geist, zumindest nicht vor Langeweile.

  4. V.I.P.

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    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    ich kenne die nur als mitarbeiterin.

    es ist als tagesstrukturierende maßnahme geplant, um wieder struktur im leben zu erfahren.
    dazu gibt es verschiedenste gruppen- und einzelangebote (verschiedene themengruppen: z.b. mediengruppe, gesprächsgruppe, schwimmgruppe), ergotherapie (alltägliche betätigungen durchführen und neue aktivitäten kennenlernen, NICHT nur basteln!).

    falls du fragen hast...

  5. Inaktiver User

    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    danke schonmal für die antworten. dass man dort einen durchstrukturierten tag hat und wenig freiräume, nimmt mir schonmal viele von den ängsten.
    jetzt hoffe ich bloß, dass ich die ärzte davon überzeugen kann, dass sie mir mein gewicht nicht sagen, weil ich sonst wohl tot umfalle.

    noch eine frage:
    ich habe mal gelesen, dass man dort "aufpassen" soll, was man anfangs sagt, da man sonst u.U. in die stationäre behandlung "abgeschoben" wird. bei mir geht es dann seltener um suizidialität, aber dafür öfter um die gedanken daran - würdet ihr empfehlen, diese erstmal nicht zu äußern?

    und wohl die wichtigste aller fragen: hat es euch geholfen, falls ihr patient wart?

  6. Addict

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    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    Ich würde schon ganz offen mit denen reden. Solange du nicht akut suizidal bist und du das tägliche Pensum in der Tagesklinik schaffst, werden die dich sicher nicht stationär schicken.

  7. V.I.P.

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    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    wenn du klar distanziert bist, also nur gedanken dazu hast, aber klar sagen kannst: ich mache nichts! wird dich keiner zu einer stationären aufnahme zwingen!

  8. gesperrt

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    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    Hi,

    zu langweilig wir es dort keinesfalls, es gibt dort etliche "Unterhaltungs"-Angebote, die man zwischen den vielen Mahlzeiten absolvieren kann, muss, darf.

  9. Member

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    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    ich war auch schon 2mal in 2 verschiedenen tageskliniken. insgesamt hat mir das echt richtig gut geholfen und ich finde das prinzip für mich besser als vollstationäre angebote. ich hatte auch immer mal wieder suizidgedanken, wurde aber auch nie auf station geschickt, da ich immer noch absprachefähig war. also ich hatte eher das gefühl, dass die alles versuchen, dass man da bleiben kann und weitermachen und so. nur bei ganz akuten gedanken/plänen müssen die sich natürlich absichern und einen auf station schicken.

    zum thema langeweile hatte ich aber gerade zu beginn schon sehr damit zu kämpfen. ich kam direkt aus der schule/dem studium dorthin und war vorher nicht ewig krankgeschrieben oder so. und ich hatte immer einen vollen plan, neige eh sehr dazu mich abzulenken und bloß keine freiräume am tag zu haben, um nicht nachdenken zu müssen. in beiden kliniken war es so, dass man sich erstmal einleben sollte, also man hatte in der ersten oder sogar den ersten 2 wochen relativ wenig programm. einmal am tag eine gruppentherapie und dann glaub ich noch einmal sport in der woche und eben ein einzelgespräch. das heißt man war von 8 stunden vielleicht 3 beschäftigt eben mit den therapien und essen usw. und 5 stunden saß man rum, man kannte ja auch noch keinen und so. ich wollte das ganze da echt schon abbrechen. ich will dir jetzt keine angst machen, nur drauf vorbereiten und dir mut machen das durchzustehen, denn später sah das auch bei mir ganz anders aus und ich hatte so viel programm, dass ich sogar gefragt habe, ob ich 1-2 sachen streichen kann, weil mir das zuviel wurde. und für mich war es auch wichtig mal zu lernen, nicht immer beschäftigt zu sein, sondern auch mal über die therapien nachzudenken usw.

    gute erfahrungen habe ich übrigens damit gemacht meine schwierigkeiten immer mit dem pflegepersonal zu besprechen. hab mich das anfangs nicht so getraut, aber später war mir das eine große hilfe, weil die eben immer da sind und auch mehr zeit hatten als die ärzte und so. und es war da völlig okay auch mal so hinzugehen,wenn es einem nicht so gut ging und nicht erst wenn man schon auf dem zahnfleich kriecht.

    inzwischen bist du ja schon dort oder? wie gefällt es dir so?

  10. Inaktiver User

    AW: tagesklinik - erfahrungen?

    Ich hab 1x 8 Wochen Tagesklinik gemacht (DBT-Therapie) und fand es superanstrengend, anstrengender als jegliche vollstationäre Aufenthalte - von 8-16:30 Uhr Programm mit höchstens 1 Std. Leerlauf am Tag, tagsüber wenig bis keine private Rückzugsmöglichkeit und dazu der normale Alltag zuhause. Aber wie glaub ich schon gesagt wurde, das ist wieder mal von Klinik zu Klinik verschieden. Mein Ex-Freund war damals parallel in ner anderen Tagesklinik und der hatte höchstens 2 Pflichtveranstaltungen am Tag (und war freiwillig nicht zu mehr zu bewegen und es gab wohl auch keine Anwesenheitskontrolle und kein Fehltagelimit, also alles ziemlich lax).

    Mich würde ebenfalls interessieren, wie es jetzt bei dir ist und ob du die Suizidgedanken angesprochen hast. Denn wie hier auch schon gesagt wurde, passiert nichts, solange man absprachefähig ist/bleibt, ist täglich Brot für das Klinikpersonal und kann für PatientInnen sehr erleichternd sein, es mal aussprechen zu können und zu erfahren, dass man ganz normal darüber reden kann (Stichwort: Enttabuisierung).
    Geändert von Inaktiver User (09.02.2014 um 09:31 Uhr)

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