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  1. Inaktiver User

    Unglücklich Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    scheiße, dass ist echt persönlich

    Also.
    Ich habe seitdem ich 10 jahre alt bin immer wieder mit Depressionen und Angststörungen zu tun. Ich bin 28 Jahre alt.
    als ich 15 jahre alt war entwickelte sich zudem noch eine soz. Phobie. Ich habe bessere Phasen, dann gehts wieder schlechter. Irgndwann hatte ich mich an diesen zustand gewöhnt. Mir ging es immer wieder sehr lange sehr schlecht, wusste aber damals nicht was es ist, weil ich auch mit niemandem arüber sprach und meine eltern sich damals nicht wirklich um mein psych Wohl gekümmert haben. Die letzten 3 Jahre waren wieder sehr heftig, lebte in einer gewaltt. beziehung (verbal und körperlich). er ist nun endlich weg, aber da bin ich am ende vollends zusammengebrochen. der erste Therapeut und Medikamente schlugen nicht an. ich wechselte die therapieart, die medikamente mithilfe meines PSychaters und den therapeuten und hatte nun sogar auch ein erfolgserlebnis bzgl soz. Dinge. nur die tage wenn die Ängste und depressionen kommen, dann kommen sie mit voller Wucht und es ist heftig. es ist so dass ich mal 3 Tage habe wo es mir besser geht und ich sogar ohne anspannung zu einem Platz gehen kann wo Leute sind.
    und dann kommen auch wieder die Tage wo ich Angst habe dass ich verrückt werde und ich diese fiesen Unwirklichkeitsgefühle und diese innere Unruhe habe, von der ich angst habe dass sie nie mehr weg geht.
    ich hatte im Dez einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin im Arbeitsamt. Sie ist supernett und sie mag mich,aber das ist auch wieder problematisch für mich weil ich den drang habe und die ängste habe, dass wenn mich jemand mag, ich nichts falsches sagen oder machen darf.es wurde damals ein psych. Gutachten erstellt und ich für erstmal 6 monate krankgeschrieben.
    ich habe angst vor dem Termin in 2 Wochen.
    ich weiß nicht was da auf mich zukommen wird. ich habe nun seit Februar die therapie, aber ich muss mir meine ganze Wirklichkeit neu aufbauen.
    Alles in meinem Leben ist von meiner psyche gezeichnet. wegen der soz Phobie habe ich 2006 mein Studium nicht fertiggemacht (soz. Phobie wieder schlimm, gefühl von WAS MACH ICH HIER unud Sinnlosigkeit) und auch nie was angefangen. und dann wurde das die Normalität..
    Dann hatte ich wieder eine Gute Phase und ging für 1 Jahr ins Ausland. da ging es mir besser. hattte das gefühl meine Vergangenheit hinter mir lassen zu können. wege meiner familie kam ich aber immer wieder zurück nach D.
    danach hab ich kurz ne ausbildung gemacht aber da wurden meine Depris richtig schlimm. ich brauch wieder ab.
    dann seit 2012 beim Arbeitsamt. 3 Maßnahmen mitgemacht. bis ich gar nicht mehr konnte.
    und ich mich total hirntot und panisch fühlte.
    Ich habe angst vor den Erwartungen die vielleicht bei dem Termin gestellt werden.
    die Angst dass sie sagt ich solle mich nicht so anstellen ,es seien ja nun immerhin 6 monate gewesen .
    oder dass sie mich irgendwo hinschickt wo ich mit fremden leuten in 1 raum sitzen muss... Ich habe Angst zu stottern und sie zu enttäuschen, dass sie meine meinung über mich ändert.
    ich hab deswegen jeden Tag noch gedrücktere Stimmung und druck.

    kann mir jemand was dazu schreiben ?Könnt mir auch eine PN schreiben.
    Geändert von Inaktiver User (11.06.2014 um 11:42 Uhr)

  2. Regular Client

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    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    erstmal für deine ganze situation und geschichte. es ist ja schon mal gut, dass deine sachbearbeiterin nett ist und du gut mit ihr auskommst. wenn du so große angst hast vor dem termin, wäre es möglich ihr vielleicht eine mail vorab zu schreiben und zu fragen was ihr besprechen werdet bzw. welche erwartungen sie hat damit du dich vorbereiten kannst? oder ihr vielleicht deine situation vorab zu beschreiben? sonst fiele mir noch ein eventuell eine zweite eingeweihte person mit zu dem termin zu gehen oder eventuell den termin in einem rollenspiel durchzuspielen. einfach damit du angst verlierst und etwas an sicherheit und boden gewinnst.

    weiß die sachbearbeiterin von deinen problemen? wahrscheinlich schon, oder? wenn sie so nett ist wie du sagst hat sie vielleicht verständnis dafür, dass nach 4 monaten therapie noch nicht alles paletti ist. vielleicht kannst du die situation auch mit deiner therapeutin besprechen und dir tipps holen?

  3. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    auch von mir. Ich war zweieinhalb Jahre am Stück krankgeschrieben und habe währenddessen Hartz4 bekommen. Das als erstes zu deiner Information, dass SachbearbeiterInnen im Jobcenter (wahrscheinlich gar nicht so wenige) Fälle kennen, in denen Erkrankungen länger als 6 Monate dauern (also aus deren Sicht, aus der Innensicht dauern sie ja schon viel länger, wie du auch schreibst).
    Was mich am meisten interessiert nach dem Lesen deines Textes, ist deine eigene Einschätzung der Situation. Was möchtest du verändern, was glaubst du, verändern zu können und in welchem Zeitraum? Was glaubst du, hilft dir jetzt/in der nahen Zukunft am meisten, diesem Ziel näher zu kommen? Also angenommen, die Welt würde ohne Kampf ermöglichen, was du dir wünschst (Klinik, zusätzliches Therapieangebot, Auslandaufenthalt, egal!) und was du brauchst, was würdest du tun?
    Ich frage deswegen, weil ich bei mir die Erfahrung gemacht habe, wenn ich mich einmal wirklich darauf konzentriere, was ich wahrnehme (statt auf die Erwartungen der anderen), dann weiß ich eigentlich, was ich brauche. Und dann hat die Angst vor Terminen etwas abgenommen, weil ich wusste, wie mein Standpunkt aussieht. Ich hab aber auch keine "echte" soziale Phobie (Unwirklichkeitsgefühle, also Dissoziation, aber schon), von daher sind meine Worte mit Vorsicht zu genießen.... Ich würde im übrigen auch dazu raten, wenn möglich eine vertraute Person mit zum Gespräch zu nehmen.

  4. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich hatte im Dez einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin im Arbeitsamt. Sie ist supernett und sie mag mich,aber das ist auch wieder problematisch für mich weil ich den drang habe und die ängste habe, dass wenn mich jemand mag, ich nichts falsches sagen oder machen darf.es wurde damals ein psych. Gutachten erstellt und ich für erstmal 6 monate krankgeschrieben.
    ich habe angst vor dem Termin in 2 Wochen.
    ich weiß nicht was da auf mich zukommen wird. ich habe nun seit Februar die therapie
    [...]
    dann seit 2012 beim Arbeitsamt. 3 Maßnahmen mitgemacht.
    [...]
    Ich habe angst vor den Erwartungen die vielleicht bei dem Termin gestellt werden.
    die Angst dass sie sagt ich solle mich nicht so anstellen ,es seien ja nun immerhin 6 monate gewesen .
    oder dass sie mich irgendwo hinschickt wo ich mit fremden leuten in 1 raum sitzen muss... Ich habe Angst zu stottern und sie zu enttäuschen, dass sie meine meinung über mich ändert.
    Einige Rückfragen, um deine Situtation besser verstehen zu können:
    1. Arbeitsamt = Arbeitsagentur oder Jobcenter?
    2. Von wem wurde das psych. Gutachten erstellt (intern/=sozialmedizin. Dienst der Arbeitsagentur vs. extern/=eigene Behandler) und worauf bezieht es sich (Arbeitsfähigkeit oder Rehafähigkeit?) und was besagt es (Einschätzung deiner Arbeits-/Rehafähigkeit angesichts deines Krankheitszustandes)?
    3. Wer hat dich so lange (im Voraus?) krankgeschrieben? Oder meinst du, entsprechend einer Übereinkunft mit deiner Sachbearbeiterin hast du die letzten 6 Monate fortlaufend Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen eingereicht und sie dir solange kein Stress gemacht hat bzgl. Arbeitsvermittlung, weil du dich erstmal um deine gesundheitliche Sabilisierung kümmern solltest?
    4. Wie lange liegen die Maßnahmen zurück?

    Ich kann dir vlt. ein bisschen die Angst nehmen und von meinen Erfahrungen und den Vorgängen erzählen, denn ich bin seit 3 Jahren beim Jobcenter und hab einiges durch an SachbearbeiterInnen, Gutachten, Anträgen bei anderen Stellen. Zzt. stehe ich (mal wieder) an dem Punkt, dass ich arbeitsunfähig/=unter 3 Std. tgl. arbeitsfähig für die nächsten 6 Monate "geduldet" werde (siehe meine Vermutung bei dir unter 3.) und mir danach, sollte ich es bis dahin nicht schaffen, (wieder) eine gutachterliche Überprüfung bevorsteht.


    Wenn man dauerhaft arbeitsunfähig verbleibt, wird man früher oder später als erwerbsunfähig eingestuft und dann werden andere Institutionen für einen zuständig (Rentenversicherungsträger oder Sozialamt).
    Geändert von Inaktiver User (14.06.2014 um 11:40 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    jobcenter.
    mich hat der psycholog. Dienst des Jobcenters für nicht arbeitsfähig erklärt und mich für erstmal 6 monate krankgeschrieben.
    nun in 1,5 wochen muss ich wieder hin zum termin.
    maßnahmen waren bis feb 2013.

  6. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    Sie wird mit dir zusammen nach Lösungswegen suchen in Abwägung deiner Lage und ihrer Vorgaben. Ewig kann man nicht beim Jobcenter verbleiben, wenn man nicht "in absehbarer Zeit" wieder arbeitsfähig ist. Gut ist aber, dass deine Sachbearbeiterin dir zugewandt ist, und ich glaube kaum bzw. habe es selber nie erlebt, dass sich das plötzlich ändert, wenn man selbst offen und ehrlich bleibt.

    Ich bin bisher 2x an dem Punkt gewesen, wo du jetzt stehst. 1x wurde ich aufgefordert, eine medizinische Reha zu beantragen in der Hoffnung, meine Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen zu können (es stellte sich aber während des Aufenthalts heraus, dass ich nicht mal rehafähig war), und 1x wurde ich aufgefordert, Erwebsminderungsrente zu beantragen (dem Antrag wurde letztendlich aus einem kleinen formalen Grund nicht stattgegeben und das Jobcenter selbst hat die Widerspruchsfrist verschwitzt, sodass ich letztes Jahr ua. deswegen dann doch baW. dort verblieben bin).
    Geändert von Inaktiver User (14.06.2014 um 14:04 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    und,...ich habe schon versch. Therapien gemacht.!!

  8. Member

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    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    könntest du evtl. jemanden (eine gute Freundin oder so) als Begleitung mitnehmen zu dem Termin? ich mache das beim Jobcenter immer so und mir hilft das sehr, bespreche dann auch vorher mit der Person, was sie sonst noch ergänzen soll, falls ich das nicht hinbekomme.

  9. Member

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    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    Manchmal ist der beste Weg raus, tatsächlich der nach vorne durch. Vielleicht hilft es, wenn du von dir aus überlegst, welchen Job du zumindest für eine bestimte Zeit gewachsen wärst (und der dir vielleicht auch Spaß macht) und die Sachbearbeiterin dann bittest, dich in dieser Richtung zu unterstützen? Vielleicht nicht gleich sofort, aber wenn es wieder etwas besser geht.
    Was hast du denn im Ausland, wo es diir deutlich besser ging, gemacht? Gabs da einen Job/Praktikum o.Ä. der dir gut gelegen hat?

  10. Fresher

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    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    alles Gute Dir

  11. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    Wie ist es denn gelaufen?

  12. Inaktiver User

    AW: Psychische Erkrankungen und Arbeitsamt. Erfahrungen

    ich habe in 1,5 Wochen den Termin bei dem berufspsych. Dienst.
    Als ich meinen Termin bei der Sachb. hatte, hatte ich eine fiese erkätung. daher dauerte das nur 10 min!
    ich habe eben das problem dass ich eher die leute zufriedenstellen will als dass ich sage dass es nicht geht :/ Daran muss ich bis dahin irgendwie arbeiten.............................

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