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  1. Inaktiver User

    Wann Therapie angebracht?

    Welche "Vorraussetzungen" müssen denn erfüllt sein, damit man überhaupt eine Therapie machen sollte?
    Muss dazu der Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegen? Oder reicht es, wenn es einem einfach langfristig nicht gut geht und man vieles nicht kann was andere können und man sein Leben nicht gut auf die Reihe kriegt. Wenn man eben persönliche Probleme mit sich rumschleppt und man da nicht rausfindet.
    Rechtfertigt das eine Therapie oder muss man das irgendwie selber schaffen?
    Ich möchte halt nicht wo vorstellig werden und erst mal gefragt werden, was das soll. Oder jemandem, der es nötiger hätte, einen Platz wegnehmen.

  2. Senior Member Avatar von LuCkee
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    6.533

    AW: Wann Therapie angebracht?

    eine depressive Verstimmung ist ja schon therapiebedürftig, wenn du selbst das Gefühl hast da nicht mehr rauszukommen und Dir dazu Hilfe suchst. Ein Therapeut wird den Teufel tun und erst mal deine "Krankheit" definieren wollen. Zumal die ersten 25 Stunden ohne großen Genehmigungsprozess von der Krankenkasse eigentlich durchgewunken werden. Erst nach den Stunden muss man anhand eines Fragebogens als Therapeut einen Bericht schreiben um weitere Stunden bei der Krankenkasse genehmigt zu bekommen.
    Wenn es Dir nicht gut geht, nutz die 3 Probestunden beim Therapeut und schau, ob Du dich mit ihm wohl fühlst und eine Therapie beginnen möchtest.
    "Die Öffentlichkeit hat eine unersättliche Neugier, alles zu wissen, außer dem Wissenswerten."

  3. Inaktiver User

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Okay, aber was ist denn eine depressive Verstimmung? Wenn ich Gründe habe, konkrete Probleme und es mir deswegen immer wieder mal scheiße geht, dann ist das doch einfach nur.. schlechte Laune. Oder? Und gegen die muss ich nichts tun, aber gegen die Gründe gerne.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht krank bin und da nie eine Art Diagnose rauskommen wird.

    Und wie funktioniert das konkret, wie findet man jemanden? Wie erklärt man demjenigen warum man das denkt zu brauchen? Wie geht das alles los?

  4. Junior Member
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    453

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn es einem einfach langfristig nicht gut geht und man vieles nicht kann was andere können und man sein Leben nicht gut auf die Reihe kriegt. Wenn man eben persönliche Probleme mit sich rumschleppt und man da nicht rausfindet.
    Genau für sowas ist mMn eine Therapie da. Um persönliche Probleme, die man mit sich rumschleppt, aufzuarbeiten, damit sie einen nicht mehr belasten.

    Du könntest z.B. bei deinem Hausarzt fragen, ob er dir Therapeuten empfehlen kann.
    Dann rufst dann dort an und machst ne Probestunde aus und schaust ob es passt. Du kannst einfach erzählen, was dich bedrückt, bzw was das Problem ist, bei dem du Hilfe brauchst und alleine nicht weiterkommst.

  5. Inaktiver User

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Und wenn ich ihr eine E-mail schreibe, muss ich dann in der E-mail schon erklären, was mich belastet?
    Ich hab nämlich einer in der Nähe geschrieben nur mit einer Anfrage ob sie irgendwann morgens noch Termine frei hat und sie hat nicht geantwortet, jetzt komm ich mir total blöd vor ich kann sowas aber unmöglich am Telefon erklären, es ist ja nicht nur eine Sache

  6. V.I.P. Avatar von gewitter
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    17.690

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Viele Therapeuten reagieren generell nicht auf Mails. Die wollen angerufen werden, weil damit die Therapiemotivation bewiesen wird. Die Problemliste musst du dafür aber nicht anrattern.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  7. Stranger
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    80

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Es sollte erstmal reichen, dass Du Dein Problem grob umreißt, sowas wie "ich habe Probleme, meinen Alltag zu bewältigen und fühle mich in letzter Zeit sehr oft niedergeschlagen". Alles Weitere kann in den ersten Sitzungen besprochen werden.

    Falls Du gesetzlich versichert bist, musst Dir jemanden suchen, der/die von Deiner Kasse übernommen wird, d. h. die Person muss die Bezeichnung "psychologische/ PsychotherapeutIn" haben und eine Kassenzulassung besitzen. Wenn Du zeitnah keinen Platz bei einer/einem solchen bekommst bzw mit der/demjenigen, bei dem ein Platz frei wäre, menschlich nicht auskommst (Du müsstest die Absagen dann sammeln, dafür kannst Du Dir Nachweise geben lassen), kannst Du Dir jemanden ohne Kassenzulassung suchen, sofern ein Kostenerstattungsverfahren möglich ist (das sagen Dir die Therapeuten).
    Die ganzen "Verhandlungen" mit der Kasse erledigt die/der TherapeutIn, darüber musst Du Dir nicht den Kopf zerbrechen.
    Du kannst über die Website von Deiner Krankenkasse Therapeuten suchen. Oder frag dort mal nach einer Liste.

    Wichtig: Du solltest nicht bei jemandem bleiben, mit dem Du nicht gut auskommst, nur um einen Therapieplatz zu haben. Außerdem darfst Du einige sogenannte probatorische Sitzungen wahrnehmen, die Deine Kasse auf jeden Fall übernimmt. Und wenn Du zB nach 5 Sitzungen merkst, dass Du Dich doch nicht wohlfühlst, ist es Dein Recht, zu wechseln. Oder wenn Du keine Therapie brauchst, wird sich das dann auch rausstellen. Aber tu Dir selbst einen Gefallen und mach Dir darüber keine Gedanken. Es wird schon seinen Grund haben, wenn Du gerne eine Therapie machen möchtest. Man muss nicht warten, bis man ganz "unten angekommen" ist. Wenn Du nur wenige Therapiestunden brauchst, dann hörst Du halt relativ schnell wieder auf.

  8. Member Avatar von pilzfee
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    26.05.2008
    Beiträge
    1.138

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Ganz so locker würd ich das nicht sehen. Es kann auch Nachteile mit sich bringen eine Therapie gemacht zu haben. Eine Krankenzusatzversicherung/ Berufsunfähigkeitsversicherung gibts danach wenn überhaupt erstmal lange nicht, auch wenn es nur ein paar Therapiestunden waren muss man die angeben und wird benachteiligt.
    Ever tried.
    Ever failed.
    No matter.
    Try again.
    Fail again.
    Fail better.

  9. gesperrt
    Registriert seit
    01.03.2017
    Beiträge
    20

    AW: Wann Therapie angebracht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche "Vorraussetzungen" müssen denn erfüllt sein, damit man überhaupt eine Therapie machen sollte?
    Muss dazu der Verdacht auf eine psychische Krankheit vorliegen? Oder reicht es, wenn es einem einfach langfristig nicht gut geht und man vieles nicht kann was andere können und man sein Leben nicht gut auf die Reihe kriegt. Wenn man eben persönliche Probleme mit sich rumschleppt und man da nicht rausfindet.
    Rechtfertigt das eine Therapie oder muss man das irgendwie selber schaffen?
    Ich möchte halt nicht wo vorstellig werden und erst mal gefragt werden, was das soll. Oder jemandem, der es nötiger hätte, einen Platz wegnehmen.
    Ich würd sagen, eine Therapie ist angebracht, wenn mann/frau/transgender sich therapiebedürftig fühlt.

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