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  1. Inaktiver User

    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

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    Geändert von Inaktiver User (19.04.2019 um 18:38 Uhr)

  2. Junior Member
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Zitat Zitat von coshima Beitrag anzeigen
    ich antworte auch mal, das ist nämlich mein thema. ich bin ohne depression.

    ich hatte zwar eine sehr schwer depressive pubertät aber 1. weiß ich nicht, ob man das vergleichen kann und 2. ist das über zehn jahre her.

    aber:
    ich liebe das leben. ich seh in allem positives. auch im negativen.
    Danke, sowas wollte ich hören

  3. Ureinwohnerin Avatar von Milly
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Ich probiere, kleine dinge wertzuschätzen und mir das bewusst zu machen, immer mal wieder zwischendurch. Wenn ich mich z.b. bei sonne zehn minuten auf eine bank im park setze und das genieße, bevor wieder irgendein nerviger mist ansteht. Oder wenn ich leckeres essen habe, auch eine halbe stunde auf dem sofa entspannt rumliegen kann ein kleiner glücksmoment sein.
    böse gibts nicht! nervös und bewaffnet, das gibts... (nuhr)

  4. V.I.P. Avatar von Waverley
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Tja, jetzt hatte ich durch diesen Thread meine ganzen Therapiegedanken und -übungen mal wieder hochgeholt und direkt kann ich sie sehr gut brauchen: Diese Woche ist tatsächlich mein größter Angstmoment eingetreten. Meine Angststörung bezieht sich auf meinen Körper und Krankheiten und mir wurde die Woche eine Autoimmunkrankheit diagnostiziert, die - wie alle anderen - sehr unschön werden kann. Und bisher handle ich es ganz gut.
    Ich hab das Gefühl, endlich kann sich mein Gehirn mal an was ECHTEM abarbeiten und eben nicht nur an der Angst davor und es fühlt sich toll an, dass ich mir die Angst und die Wut und den Schmerz ab jetzt mal "erlauben" darf, weil ich ja mal was "habe". Und mein Hypochondertum hat dafür gesorgt, dass es extrem früh festgestellt wurde, viel früher als bei den meisten, und darum besser behandelt werden kann.
    Schön, dass mein größter Feind, mein Gehirn, jetzt mal alles richtig gemacht hat.
    Ich hoffe sehr, dass ich mir diese ganze Perspektive so beibehalten kann im Verlauf der Krankheit.

  5. Member Avatar von pilzfee
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Was hast du denn für eine Autoimmunerkrankung? Ich finde die meisten lassen sich nämlich überhaupt nicht gut behandeln. Bei mir wurde ebenfalls sehr früh eine diagnostiziert, trotzdem werde ich damit nicht wirklich ernst genommen und im Grunde füttert die Diagnose meine Ängste eher mehr als dass sie irgendetwas nützen würde.
    Wer lebt stört.

  6. V.I.P. Avatar von Waverley
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Lichen Sclerosus hab ich. Mir hat die Expertin in der Klinik und Dr. Google gesagt dass man mit früher Behandlung die schlimmen Verläufe verhindern kann und auch das erhöhte Krebsrisiko senken. Das glaub ich einfach mal.
    Welche hast du denn?

  7. Junior Member
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Waverley, das tut mir leid, das braucht kein Mensch... Ich wünsch Dir, dass Du deine momentane Perspektive beibehältst, und vor allem, dass man gut was gegen die Krankheit machen kann

  8. V.I.P. Avatar von Waverley
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Vielen Dank, Brooklyn!

  9. Member Avatar von pilzfee
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Icch habe eine undifferenzierte Kollagenose und wirklich zig Beschwerden. Ernst genommen werde ich dadurch allerdings nicht, im Gegenteil, zuletzt hieß es dann auch nur "autoimmune Prägung". Helfen konnte mir bisher kein Arzt.
    Wer lebt stört.

  10. gesperrt
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    2

    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    ...
    Geändert von admin (14.02.2018 um 13:16 Uhr) Grund: Werbung gelöscht

  11. Enthusiast Avatar von velove
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Ich möchte etwas möglicherweise sehr banal klingendes erzählen, dass mir persönlich aber viel gegeben hat. Ich habe mal in einem Buch davon gelesen, dass man versuchen kann, seine Wahrnehmung systematisch auf auf Optimismus zu trainieren bzw programmieren, indem man jeden Abend eine handvoll Dinge aufschreibt, oder erzählt, die an dem Tag gut waren.
    Das Prinzip ist klar, wenn man z.B. in jemanden verliebt ist, der ein rotes Auto fährt, dann sieht man ja überall rote Autos. Und das wird praktisch darauf übertragen; man fokussiert sich darauf, die guten Dinge zu beobachten und prüft auch währenddessen im Laufe des Tages "könnte es sein, dass mir gerade etwas gutes widerfährt und ich es möglicherweise gar nicht wahrnehme?"

    Ich habe bei mir schon beobachtet, dass mich das aufmerksamer für ganz kleine Dinge gemacht hat, sei es z.B., ein Kind, dass irgendwie lustig Augenkontakt im Bus aufnimmt, oder sowas. Diese Dinge wurden dann auch Stück für Stück bedeutsamer und ich bin irgendwie "wacher" und "lebender", versuche auch, aus solchen Situationen das "Maximum" herauszuholen, indem ich aufmerksam bin und offen reagiere.

    Mein Freund und ich machen das beide und erzählen uns vor'm Einschlafen dann drei Dinge, das ist ein schönes Ritual.


    Ich weiß, wenn man ernsthaft mit Depressionen zu kämpfen hat, ist sowas dagegen absoluter Kleinschiss, aber irgendwo muss man ja anfangen

  12. Urgestein Avatar von Wiesgart
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    AW: Das Leben schön finden - wie geht das?

    Das kann man trainieren, indem man in eine Hosetasche kleine Bohnen tut. Davon tut man dann immer, sobald einen etwas freut oder man etwas schönes erlebt direkt eine in die andere Hosentasche. Oft sind das nur kleine Augenblicke, die dann im Trubel des Tages untergehen, aber wenn man dann abends sieht man hat die Bohnen angesammelt, weiß man trotzdem, dass der Tag nicht nur schlecht gewesen sein kann. Ist halt eine der typischen Achtsamkeitssachen und wie du sagst eine gute Idee im Kleinen, das dann größer werden kann, wenn man dazu lernt und dem mehr Raum gibt.

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