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  1. Stranger Avatar von itonya
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Ich war schon einmal in einer ähnlichen Situation. Ohne jetzt ins Detail zu gehen - manchmal hilft es wirklich, Abstand von Freunden zu halten. Mach ihr klar, dass du nicht willst, dass da jetzt böses Blut zwischen euch ist und dass du einfach Zeit für dich brauchst. Da gibt es nichts zu diskutieren, blockiere sie wenn es sein muss. Ich selber habe etwa ein Jahr lang Abstand von einer Freundin gehalten, das hat uns beiden Zeit gegeben, über das Geschehene hinweg zu kommen. Nach einem Jahr sah das ganze auch nicht mehr so dramatisch aus und wir sind jetzt wieder echt gute Freundinnen.

  2. Addict Avatar von katjuscha
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    danke fuer eure antworten!

    ich war jetzt laenger offline mit dem handy (auch per whatssapp), so dass ich fast 6 wochen gar nichts von den besagten "freundinnen" gehört habe. ich muss echt sagen, dass es so gut tat!ich habe auch festgestellt, welcher kontakt zu welchen menschen mir gut tut. da ist es ganz anders. ich muss mich nicht rechtfertigen, wenn ich nachrichten nicht sofort beantworte, ich werde nicht passiv aggressiv angeschrieben, ich traue mich alles zu erzählen ohne irgendwelche verurteilung zu hören, ich kann mich mit ihnen freuen, lachen und zusammen weinen. auch fehler zugeben. das alles konnte ich mit den anderen nicht.

    nun werde ich whattsapp allerdings wieder installieren und habe schon angst vor "bösen" nachrichten bzw. auch davor, dass
    ich von den anderen aus der gruppe gelöscht wurde.... ein gemeinsames treffen bei dem alle sind (auch eine freundin, die sich mir gegenüber ziemlich grenzüberschreitend verhielt schaffe ich nicht)

    am liebsten wäre mir wirklich zu schreiben, dass ich keinen streit möchte, aber einfach zeit für mich brauche.

    es ist doch völlig legitim, sich von menschen auf abstand zu gehen, die mir ganz offensichtlich eher bauchschmerzen und stress verursachen (genau das gegenteil sollte es ja sein)..... da kommen dann meine gedanken aber hinterher (es sind alte freundinnen, vergraule sie nicht, sie können das mit der zeit für dich nicht verstehen, sie werten das als ausgrenzend ihnen gegenüber) . außerdem werde ich sie irgendwann wiedersehen, garantiert... da habe ich angst davor

    wie kann ich lernen damit umzugehen und einfach egoistisch zu sein? da einfach keine anderen gedanken zulassen? ich möchte meine energie nämlich lieber auf menschen richten, die mir gut tun und glücklich machen

  3. V.I.P. Avatar von viole(n)t eyes
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Zitat Zitat von katjuscha Beitrag anzeigen
    wie kann ich lernen damit umzugehen und einfach egoistisch zu sein? da einfach keine anderen gedanken zulassen? ich möchte meine energie nämlich lieber auf menschen richten, die mir gut tun und glücklich machen
    Etwas bestimmtes nicht zu denken finde ich sehr schwierig (es ist mir bisher nicht gelungen), aber man kann sich auf neue, konstruktivere Gedanken einlassen.
    Was ich denke, wenn ich anfange unterzugehen:
    Never set yourself on fire to keep other people warm.

    Und wenn du etwas nicht gern tust, tu es gar nicht. Es geht ja, wie du sagst, um Freundschaften. Die sollte man wirklich nur dann pflegen, wenn sie einem im Großen und Ganzen gut tun und das ist hier nicht so für dich. Wenn sie das Konzept "Zeit für dich" nicht verstehen, dann ist das schade. Aber wenn man darüber keinen Dialog hinbekommt, dann kann's vielleicht auch nicht gut klappen mit der Freundschaft.

  4. Regular Client Avatar von SarahYasemin
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Dich fragen, wieso du Legitimation brauchst um eine Beziehung zu beenden, die dir offensichtlich nicht gut tut.
    Du möchtest hier dringend, dass dir hier jemand sagt, was du tun sollst.

    Und ich halte übrigens von Diagnosen nichts, die jemand in einem Forum über Dritte ausspricht, über die er drei Sätze gelesen hat.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  5. Member Avatar von Sungreen
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Zitat Zitat von katjuscha Beitrag anzeigen
    ich möchte meine energie nämlich lieber auf menschen richten, die mir gut tun und glücklich machen
    Genau das. Mehr Legitimation braucht es nicht!
    Take a break from all I know
    Just sit back and let it flow
    Then I found I've broken through
    To the light again

  6. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Zitat Zitat von katjuscha Beitrag anzeigen

    Lucaa: wie achtest du darauf solche Leute erst nicht richtig an dich ranzulassen? Mir fällt das schwer , da ich wohl einen Hang zu narzzisstiachen Persönlichkeiten habe
    das ist leider auch was ziemlich neues für mich. und ich stelle fest, dass ich sehr viele solcher leute in meinem umfeld habe. das stürzt mich momentan in eine sinnkrise, weil ich mich theoretisch von vielen menschen verabschieden müsste, wenn ich konsequent wäre. was aber wiederum dazu führt, dass ich mich ungeliebt und einsam fühle. und genau davon möchte ich ja weg. ist ein teufelskreis.

    ich versuche, besser grenzen aufzuzeigen und den kontakt zu minimieren, wenn ich merke, dass meine grenzen überschritten werden. grade bei neuen leuten, da ist es ja meistens noch nicht allzu schwer. aber das "arschloch sein gefühl" auszuhalten, ist nicht so einfach. auch wenn ich weiß, dass das verdrehte welt ist, weil ich ja per se kein arschloch bin, nur weil ich bedürfnisse habe, auf die ich höre. aber wenn man immer nur bei den anderen und nicht bei sich war, ein ganzes leben lang, ist das schon erstmal ein prozess, in den man reinwachsen muss.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  7. Addict Avatar von katjuscha
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Hey Lucaa. Ich kann das so nachvollziehen was du schreibst. Genau. Wenn ich meine Grenzen setze und das auch einfordere, dann fuehle ich mich arschlochmaeßig, obschon andere das ständig machen und sich garantiert nicht so fühlen. Ich denke dann hinterher darüber nach, wie das wohl bei den anderen ankam, sie ueber mich denken. Auch das irgendwie ein Teufelskreis..

    Ich kenne auch deinen Gedanken, sich dann einsam zu fühlen, weil man nicht mehr alle an sich ranlaesst.

  8. Inaktiver User

    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Zu den Schuldgefühlen bei eigentlich absolut gerechtfertigten Selbstschutzmaßnahmen fand und finde ich immer wieder "Und wieder fühle ich mich schuldig" von Christa Mulack richtig gut und sehr hilfreich. Ist kein Selbsthilfebuch, sondern eher eine Untersuchung, und geht davon aus, dass ja wohl irgend etwas nicht stimmen kann, bei so vielen Schuldgefühlen ohne ersichtlichen Grund.

  9. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    das schau ich mir mal an, danke für den tipp.

    ich versuche auch immer zu schauen, wie das bei mir ankommt, wenn andere ihre bedürfnisse einfordern. paradoxerweise finde ich das dann immer total legitim und fühle mich wiederum schuldig, weil mir jemand deutlich sagen oder zeigen musste, dass ich seine grenze überschritten habe und ich das nicht im vorfeld schon selbst gemerkt habe. total dumm, aber so scheine ich zu funktionieren. und blöderweise erwarte ich das auch von anderen.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  10. Ureinwohnerin Avatar von florence55
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Zitat Zitat von katjuscha Beitrag anzeigen
    Es tut aber so gut das alles zu erkennen. Es macht mich viel "leichter" und ich lege die Schuldvorwürfe ab, die mir diese Freundin gab. Sie hat meine Grenze nicht geachtet. Wenn sie das nicht einsehen will, dass ich mich infolgedessen irgendwann zurück zog. Dann ist das ihr Problem . Ihre Kränkung muss ich mir nicht anlasten

    Sie hat wohl deine Grenzen nicht geachtet, weil sie die nicht gesehen hat. Wenn ich mir deinen ersten Post durchlese, dann hast du dich in den Gesprächen eher klein gemacht und deine Grenzen ihr gegenüber auch nicht deutlich gemacht.

    Man kann nicht everybodys Darling sein und seine Grenzen wahren. Irgendjemanden stößt man unter Umständen immer vor den Kopf. Aber dafür ist man sich selber treu geblieben. Und gute Freundinnen können das auch so akzeptieren.

    Wenn du aber jahrelang ne andere Schiene gefahren bist und nun erstmals anders bist, ist das natürlich ein Umgewöhnungsprozess. Man muss das dann aushalten, dass der andere einen unverständlich anmacht.
    Und endlich unendlich.

  11. Ureinwohnerin Avatar von florence55
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Dich fragen, wieso du Legitimation brauchst um eine Beziehung zu beenden, die dir offensichtlich nicht gut tut.
    Du möchtest hier dringend, dass dir hier jemand sagt, was du tun sollst.

    Und ich halte übrigens von Diagnosen nichts, die jemand in einem Forum über Dritte ausspricht, über die er drei Sätze gelesen hat.
    !
    Und endlich unendlich.

  12. Addict Avatar von katjuscha
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Das kenne ich auch. Wenn andere ihre Grenzen und wuensche so klar aussprechen bin ich auch eher so, dass ich denke ich hätte das ja auch von mir aus merken können.


    Danke auch Fuer den literaturtipp, kaffeeehaus

  13. Inaktiver User

    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    gern! Ja, ich bin auch so. Da kommt dann sogar eine Art Scham auf bei mir, weil ich die Grenze(n) der anderen Person nicht zutreffend erahnt hab.
    Ich finde übrigens nicht, dass man "aushalten muss, dass der andere einen unverständlich anmacht", nur, weil man zuvor die eigenen Grenzen nicht (für das Gegenüber) deutlich genug artikuliert hat. Das entbindet die andere Person doch nicht von allgemeinen angemessenen Umgangsformen wie "du bist gerade ganz anders als ich dich kenne, das irritiert mich sehr, bitte erklär mir doch kurz x/y/z" oder auch "es tut mir leid, dass unsere bisherige Beziehungsgestaltung nicht uneingeschränkt gut für dich war. Hätt ich das gewusst, hätt ich mich anders verhalten. Lass uns drüber reden, was wir besser machen können." Den mittleren Absatz von florence unterschreib ich aber so.

  14. Ureinwohnerin Avatar von florence55
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Naja, aber damit meint man ja, der andere müsste perfekt reagieren. DU kannst das verhalten aber von anderen nicht ändern, sondern immer nur das eigene und das hab ich in der Hand.
    Und endlich unendlich.

  15. Inaktiver User

    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Nee, damit meine ich, der/die andere habe die Verantwortung für seine/ihre Reaktion. Dass die nicht (immer/meistens nicht) perfekt ausfällt, und dass ich das nicht kontrollieren kann: klar. Dass ich mit der Reakion, wie sie nunmal ausfällt, umgehen muss, auch klar. Ich hab deine Aussage bloß so entschuldigend dem wie auch immmer ausfallenden Verhalten der anderen Person gegenüber gelesen, das hat mich gestört. Und ein inneres Bild der "perfekten" Reaktion zu haben schadet meiner Meinung nach nicht, so lange daraus kein Anspruch abgeleitet wird, sondern es als eine Art Geländer betrachtet wird.Je mehr mir bewusst ist, wie die "perfekte", also achtsame und wertschätzende Haltung aussähe, desto weniger gebe ich mich mit herabsetzendem oder auch nur ignorantem Verhalten zufrieden (und suche am Ende doch noch die Schuld bei mir, weil das der gewohnte/alte Weg war).

  16. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    dass man die gängigen umgangsformen wahrt, finde ich auch gut als ansatz. aber das ist gefühlt ein vergleichsweise klein gesteckter rahmen. die persönlichen grenzen unterscheiden sich ja doch teilweise enorm. und ich glaube schon, dass es gesünder ist, sich anzugewöhnen, anderen die eigenen grenzen aufzuzeigen. das ist auch an sich ja nichts schlimmes, weil keiner wissen kann, wo meine persönlichen wunden punkte sind. und sich einzugestehen, dass jeder diese hat und es total legitim ist, darauf hinzuweisen, ist gar nicht so einfach. zumindest für mich. schwierig wird es dann, wenn trotz dieses absteckens der andere einfach drüber weggeht, weil er das für sich nicht als schlimm empfindet.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  17. Inaktiver User

    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Was meinst du mit schwierig, Lucaa? Schwierig, darauf zu reagieren? Das find ich (im Moment) auch (noch). Was ich an dem Verhalten "leicht" finde (weshalb ich auch nachfrage), ist die daraus folgende Einschätzung der anderen Person: Wer denkt, er könne für mich/allgemein definieren, was als schlimm empfunden werden "darf", hat in meinem Leben nichts zu suchen. Und wenn ich den Kontakt nicht abbrechen will/kann (Familie, Arbeitsplatz,...), dann hat die betreffende Person zumindest nichts in meinem persönlichen Raum zu suchen. Ich teile dann keine emotionalen Inhalte mehr, und schränke den Kontakt so weit ein, dass ich mich gut oder wenigstens ok damit fühle.
    War das jetzt an dem vorbei, was du meintest? Ist auf jeden Fall das, das mir spontan zu deinem Text eingefallen ist.

  18. Inaktiver User

    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    Oh, was mir auch noch schwer fällt: Einschätzen, ob ich meine Grenzen verständlich und deutlich genug aufgezeigt habe. Also für mich klar haben, ob mein Gegenüber eine echte Chance hatte, meine Grenzen zu erkennen und dann sein/ihr Verhalten anzupassen. Wie gehst du mit der Frage um?

  19. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: Meldeverhalten und ungerecht behandelt fuehlen

    ja genau, wie man darauf dann reagiert. ich hatte das ja vor einiger zeit mit einer freundin. für mein empfinden muss man da sehr viele menschen aus seinem direkten umfeld eliminieren. was mich wiederum zu der frage bringt, ob ich tendenziell solche menschen anziehe oder ob ich komische grenzen habe (was wieder eine ungesunde herangehensweise ist). und dann ist es für mich schwer auszuhalten, dass diese menschen evtl. nicht in mein leben passen. ich bin da momentan sehr im zwiespalt, an dieser stelle für mich selbst zu sorgen, um meinen selbstwert zu steigern, gleichzeitig aber zu akzeptieren, dass man nicht von jedem gemocht wird. das widerspricht sich gefühlt grade sehr für mich, da es mich zunächts noch einsamer macht, das schrieb ich glaube ich oben schon.

    ja, und dann führt das natürlich auch dazu, dass ich mich frage, ob ichmeine grenzen so rübergebracht habe, dass der andere sie ernst nimmt. ich habe das gefühl, dass ich da manchmal komplett überreagiere, eben weil ich auch erwarte, dass andere menschen meine bedürfnisse erkennen, ohne dass ich groß was sagen muss. und dann kann ich auch gar nicht mehr unterscheiden, ob das nun jetzt schon eine grundsätzliche verletzung des anstands ist oder eine grenzüberschreitung bei mir. letztendlich habe ich da aber zu hohe ansprüche an andere und an mich selbst, deswegen muss man denke ich wirklich ganz profan sagen: ob das anstand ist oder nicht, ist egal. wenn jemand meine grenzen überschreitet, muss ich ihn (idealerweise für mich souverän und ruhig, aber bestimmt) darauf hinweisen. respektiert er sie dann noch immer nicht, muss ich konsequenzen ziehen. ob das dann erstmal ein streit ist oder ein kontaktabbruch, hängt denke ich von der situation und evtl. auch der häufigkeit ab, in der das passiert.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

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