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  1. Addict Avatar von ningun
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    Chronische Depression

    Wer hat(te) das und was hat euch geholfen?
    Bei mir nun schon seit über 10 Jahren. Die überwiegende Zeit gedrückte Stimmung, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, Unsicherheiten, Insuffizienzgefühle, Überforderung. Kurze Phasen der Besserung (jedoch nicht "gut"), wiederkehrende Phasen der Verschlimmerung (starke Traurigkeit, fehlender Antrieb, Verzweiflung, Sinnlosigkeit).

    Was ich schon versuchte: Therapie, ABW, Klinik, Medikamente (seit über 2 Jahren: 150mg Bupropion, vorher andere), Yoga, Meditation, Joggen, mehr/viel draußen sein, massig Selbsthilfeliteratur (wobei ich da oft finde, für Depressive sind die eh nur bedingt geeignet, sprich ein gewisses stabiles Grundgerüst scheint vorausgesetzt zu sein, etwa wenn man sich auf die eigenen Stärken besinnen soll, aber keine oder kaum welche einfallen oder kaum (noch) etwas Freude bereitet. Da finde ich es manchmal noch zusätzlich belastend bzw. runterziehend solche Bücher zu lesen).
    Geholfen hat bislang nix. Erneute Therapieplatzsuche bislang auch erfolglos und aktuell kann ich mich auch nicht wieder aufraffen.
    Es gibt irgendwie auch keinen Lichtblick, nix in der Zukunft worauf ich mich freuen kann oder die Hoffnung, es wird mal besser werden.

    Hinzu kommt fehlende Sozialkontakte (also es gibt welche, aber bis auf 1 Person, weiß niemand, wie ich mich wirklich fühle, aber die wohnt nicht in der Nähe. Es bleibt die Sehnsucht nach warmen, vertrauten, verlässlichen Sozialkontakten, auch mal in den Arm genommen zu werden z.B.). Außerdem generell das Gefühl in einer "kalten, grausamen Welt zu leben" und das nicht zu packen bzw. das Leben grausam, nicht lebenswert zu finden.

    Seit ein paar Wochen laufen die Tage mal wieder ungefähr so: Aufwachen, nicht aufstehen wollen, weinen, doch aufstehen (manchmal Yoga+Meditation), weinen, Pflichten nachgehen oder sich aufraffen rauszugehen, obwohl am liebsten wieder ins Bett legen wollen, heimkommen, endlich nicht mehr zusammenreißen müssen, sondern wieder weinen können, ablenken, entweder schlafen oder noch mal weinen und dann schlafen.
    Geändert von ningun (14.05.2019 um 10:51 Uhr)

  2. Senior Member Avatar von Vampy
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    AW: Chronische Depression

    Ningun, ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll, es ist so heftig.
    Ich habe leider so gar keine Tipps, weil ich nie mit solchen Depressionen zu kämpfen hatte,
    Ich habe aber eine Freundin, der es sehr schlecht geht und die jetzt in der Klinik ist. Wäre das vielleicht was?

  3. Addict Avatar von ningun
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    AW: Chronische Depression

    Darf ich fragen, was "so heftig" ist? Ich frage weil...es ist halt meine Realität, ich kenne es ja nicht anders, daher weiß ich nicht so recht was du meinst. Ich denke mir Depressionen sind doch immer heftig, es kling, als fändest du meine "besonders" heftig? Falls du den Teil meinst, den ich gelöscht habe: Das ist halt leider Teil der Depression (ich kenne irgendwie niemanden mit Depression, der das nicht hatte oder hat).
    Oder weil es schon seit so langer Zeit besteht?

    Klinik hätte halt zur Folge, dass ich meinen Job los wäre (einem ehemaligen Kollegen ging es mal so. Der kündigte dann allerdings selbst- Außerdem dachte der Chef bei mir schon bei ein paar Tagen Krankheit an Kündigung)
    Prinzipiell wäre den Job loszuwerden noch nicht mal das schlimmste, allerdings bräuchte ich halt ein neues Einkommen.

  4. Newbie
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    AW: Chronische Depression

    Es tut mir sehr leid, dass es Dir so geht. Ich kenne das auch.
    Mir geht es inzwischen allerdings wesentlich besser. Wodurch?

    - Tolle Therapeutin mit etwas anderem Ansatz.
    - Antidepressivum.
    - Verbesserung der Lebensumstände (Job, mit dem ich mich recht wohl fühle).
    - Freund, bei dem ich so sein kann, wie ich bin, und den ich wirklich liebe.

    Grundsätzlich möchte ich Dir sagen: Therapie ist nicht gleich Therapie und Medikament nicht gleich Medikament. Auch nach vielen Versuchen kann man plötzlich noch etwas finden, was einem viel besser hilft. Gib nicht auf! Und, falls es Dir möglich ist: Zieh Dich nicht ganz zurück. Geliebt, verstanden und angenommen zu werden, hilft meiner Erfahrung nach sehr.

    Ich glaube, dass es mir besser geht, hat auch viel mit Selbstakzeptanz zu tun. Also anzunehmen, dass man sich schlecht und schwach fühlt. Sich nicht noch mehr Druck machen, sondern liebevoll und fürsorglich sein und einfach schauen, was gut tut.

    Und noch ein Tipp für das meiner Meinung nach beste Buch über Depressionen, vielleicht hilft es Dir: Josef Giger-Bütler: Jetzt geht es um mich.

    Ich wünsch Dir alles Gute!

  5. Newbie
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    23.04.2018
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    124

    AW: Chronische Depression

    Helfen dir Yoga/Joggen/Sport und raus gehen denn zumindest in dem Moment den Kopf etwas frei zu bekommen?

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