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  1. V.I.P.
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Jemima
    Was mich mal interessieren würde bei euch sehr gläubigen Christen: Seid ihr erst im Erwachsenenalter zum Christentum gekommen? Und wie kam das?
    Mit 16. Ob man Du das als erwachsen bezeichnet, kannst Du selbst entscheiden
    Wie dsa kam? Naja, ich war ja auch "Papierchrist", also getauft und bin ab und zu mit meinen Eltern in die Kirche gegangen. Als die Konformation anstand, hab ich gemerkt, daß ich eigentlich nicht viel über diese Religion weiß, zu der ich mich da bekennen soll. Ich hab mich trotzdem konfirmieren lassen, hatte mir aber vorgenommen, mal was über diesen Glauben rauszufinden.
    Einige zeit später lernte ich über den Posaunenchor meiner Kirche ein Mädel kennen, die einen persönlichen Glauben hatte, und die hab ich dann ausgefragt . Anfangs kam mir das alles sehr komisch vor, aber ich fand die Vorstellung interessant, daß Gott wirklcih was mit meinem Leben zu tun haben könnte. Über sie habe ich dann noch andere Christen kennengelernt. Obwohl ich anfangs nicht dasselbe geglaube habe wie sie, hab ich doch gesehen, wie sie ihren Glauben leben, wie sie Gott in ihr Leben einbeziehen und wie das ihr Leben verändert. Das hat mich beeindruckt. Ich hab viel mit ihnen diskutiert, alle meine Fragen immer wieder gestellt (und einige auch beantwortet bekommen). Tja, was soll ich sagen, irgendwann konnte ich das einfach glauben. Also es war nicht so, daß ich meine Widersprüche einfach weggedrückt habe, aber irgendwann waren sie einfach nicht mehr da.

    Mein Umfeld hat davon nicht viel mitbekommen, weil es ja wie gesagt nichts wirklich revolutionäres oder besonderes war, sich als Christ zu bezeichnen und in die Kirche zu gehen.
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
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  2. V.I.P. Avatar von Jemima
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

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    Geändert von Jemima (07.10.2010 um 17:18 Uhr)
    You have the emotional maturity of a blueberry scone!

  3. Inaktiver User

    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Aurora

    das klingt aber eher nach seelsorge, einfach?
    Ja genau, auf gewisse Weise schon.

    Ich müsste mich da mal genauer einlesen, ich wollte nur sagen, ich war ganz positiv überrascht, was er mir da erzählt hat.

  4. V.I.P.
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Jemima
    ist Du denn noch in Deiner alten Gemeinde aktiv oder hast Du dann auch in eine andere christliche Richtung gewechselt? Falls Du das jetzt beantworten magst... Ich hab hier schon öfter gelesen, dass viele eben in freikirchlichen Gemeinden aktiv sind und das sind ja oft die, die erst relativ spät zum Glauben kommen.
    Diese Gemeinde, wo ich dann war, war tatsächlich eine Freikirche. Wobei, genau genommen eine landeskirchliche Gemeinschaft. Da bin ich jetzt nicht mehr. Ich war danach lange in einer Freikirche. Jetzt bin ich seit einiger Zeit (wieder) in der Landeskirche, wo ich eigentlich auch langfristig bleiben will. Aber ich weiß noch nicht, ob das geht. In der Gemeinde, wo ich gerade bin, fehlt mir schon sehr viel, was Gemeinschaft und inhaltlichen Tiefgang angeht. Ist schwer zu beschreiben. Ideal fände ich für mich eine lebendige, nicht ganz so überalterte landeskirchliche Gemeinde.
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
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  5. V.I.P. Avatar von Jemima
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

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    Geändert von Jemima (07.10.2010 um 17:14 Uhr)
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  6. Inaktiver User

    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Jemima
    Was mich mal interessieren würde bei euch sehr gläubigen Christen: Seid ihr erst im Erwachsenenalter zum Christentum gekommen? Und wie kam das?
    Ich bin mit 21/22 während dem Studium Christin geworden. Das war damals in einer christlichen Gemeinschaft (also gar keiner "Kirche"), doch prinzipiell wäre der genaue Ort egal gewesen, weil es mehr über private Kontakte als über eine Gemeinde ging.
    Ich war dann lange in dieser Gemeinschaft (bis etwa 2006) und nun bin ich in einer Landeskirche und auch sehr zufrieden.
    Wichtig ist mir nur, dass in einer Gemeinde auch Christen sind und nicht nur humanistische Weltverbesserer, die es nicht glauben können, wenn man die Auferstehung für real hält. (Wobei das auch tolle Menschen sind, aber warum wollen sie in einer christlichen Kirche sein?)

  7. Inaktiver User

    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Jemima
    Ich glaube die Freikirchen sind ein wenig "jünger" ausgerichtet als andere, oder?
    Dass Freikirchen manchmal "jünger" wirken, liegt eigentlich nur daran, dass sie oft lebendige Mitglieder haben, die ihren Glauben auch im 21.Jahrundert leben möchten und nicht im 16.Jhd. Dazu gehört dann möglicherweise auch der Wechsel von Orgelmusik zur Band, gemeinsame Kinonächte, zeitgemäße Jugendarbeit, etc. .

  8. Alter Hase Avatar von jewa
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Wo wir schon mal dabei sind über Freikirchen zu sprechen: Auf der einen Seite find ich es ja schön, dass es eine enge Gemeinschaft gibt, auf der anderen Seite habe ich auch schon von Freunden gehört, dass einige Gruppen ganz schön viel Druck ausüben auf ihre Mitglieder.

    Eine Freundin hat schließlich die Gemeinde verlassen, da ihr Freund nicht gläubig war und die anderen Gemeindemitglieder sie die ganze Zeit bedrängt haben, dass sie Schluss machen soll.

    Wiederum ein anderer wurde "gezwungen" vor der ganzen Gemeinde anzugeben, wann und warum genau er Christ geworden ist. Er hatte es vorher einem Mitglied im Vertrauen gesagt, da seine Gründe eng mit einer persönlichen Krise zusammenhingen, die er aber nicht vor jedem näher erläutern wollte.

    Wiederum andere wurden wohl ziemlich fordernd, was Geldschenkungen angeht.

    All diese kleinen Geschichten fand ich bisher so abschreckend, das ich keine Lust hatte, mich da näher umzuschauen.

    Hinzu kommt, dass ich die Bibel nicht wörtlich nehme, sondern lieber darüber diskutieren möchte. Bei Freikirchen hab ich immer das Gefühl, dass da die Mehrheit evangelikal ausgerichtet sind und jedes Wort für bare Münze nehmen.

  9. Inaktiver User

    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von jewa
    Wo wir schon mal dabei sind über Freikirchen zu sprechen: Auf der einen Seite find ich es ja schön, dass es eine enge Gemeinschaft gibt, auf der anderen Seite habe ich auch schon von Freunden gehört, dass einige Gruppen ganz schön viel Druck ausüben auf ihre Mitglieder.
    Ich glaube, das kann einem an jedem Ort, an dem Menschen in mittel- bis langfristigen Gruppen zusammen sind passieren.

    Es gibt die Feuerwehrgruppe, bei der man ausgelacht wird, wenn man nicht jedes Wochenende saufen geht, den Kleingärtnerverein bei dem du JEDES Wochenende mähen musst, weil du sonst als asozial giltst, den Chor, bei dem nur eine bestimmte Musik hip ist usw, und so fort.

    Solcher Gruppendruck kann gefährliche Formen annehmen und man sollte es auf keinen Fall akzeptieren, wenn man merkt, dass man bedrängt oder schikaniert wird.

    Daher sollte man auf jeden Fall die Gemeinde verlassen/wechseln, wenn man das Gefühl hat, da gehen ungute Dinge vor sich.

    Hinzu kommt, dass ich die Bibel nicht wörtlich nehme, sondern lieber darüber diskutieren möchte. Bei Freikirchen hab ich immer das Gefühl, dass da die Mehrheit evangelikal ausgerichtet sind und jedes Wort für bare Münze nehmen.
    Es gibt aber auch noch einen Unterschied zwischen "wörtlich nehmen" und "ernst nehmen".
    Ich finde es durchaus wichtig, dass man sich als einzelner die Bibel nicht so zurchtschustert, wie sie einen am wenigsten drückt und belästigt.
    Das Evangelium ist keine bequeme Nachricht und man soll sich damit nicht wohlig warm und eingelullt fühlen.
    Gelebtes Christsein kann weh tun, unsicher sein und ist vor allem meist unbequem, dem eigenen Schweinehund, aber auch dem Zeitgeist gegenüber.

  10. V.I.P.
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Jemima
    Was ist denn eine landeskirchliche Gemeinschaft? (ich hoffe ich darf Dich so ausfragen, ich bin nicht evangelisch und kenne die Strukturen nicht)
    Ich glaube die Freikirchen sind ein wenig "jünger" ausgerichtet als andere, oder?
    So genau weiß ich das auch nicht, muß ich sagen. Soweit ich weiß, hat sich innerhalb der Landeskirche vor ein paar jahrzehnten eine "Gmeinschaftsbewegung" gebildet, die einfach ihren Glauben in anderen Formen leben wollte als bisher und eben z.B. der Gemeinschaft unter den Mitgliedern mehr Gewicht gegeben hat. Z.B. gibt es in diesen Gemeinden Hauskreise (was ich sonst in landeskirchlichen Gemeinden nicht so kenne). Ob diese Gemeinden jetzt organisatorisch noch zur Landeskirche gehören, weiß ich gar nicht.

    Daß Freikirchen generell "jünger" sind als Landeskirchen, kann man so pauschal nicht sagen, denn es gibt ja ganz verschiedene Arten von Freikirchen (von Brüdergemeinden bis hin zu Pfingstkirchen).
    Von denen, die ich bisher erlebt habe (sowohl Freikirchen als auch Landeskirchliche Gemeinden in meiner Stadt) habe ich auch den Eindruck. Das liegt sicher einerseits an der Form, wie der Glaube gelebt wird (z.B. Musik, Jugendarbeit u.s.w., wie tree schon sagte). Und mein Eindruck ist (aber das kann sehr subjektiv sein!), daß es in Freikirchen eher als in Landeskirchen darum geht, wie die einzelnen Christen in ihrem Lebenumfeld den Glauben leben können, was Gott mit ihrem speziellen Leben zu tun hat. Da steht nicht so sehr die Tradition im Vordergrund, so daß auch junge Menschen ohne kirchlichen Hintergrund sich da leichter reinfinden und einen persönlichen Bezug herstellen können.
    Lyckan kommer, lyckan går,
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  11. Member Avatar von AsozialGold
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von magicleaf
    Ich wüsste gerne, wie euer persönliches Umfeld (also eure Freunde, eure Familie) zu eurem Glauben steht, bzw. auch ganz allgemein zu Religion.

    Meine Schwester meinte letztens, dass Religion in unserem Umfeld ja etwas sei, wofür man sich schämen müsse. Ich habe darüber nachgedacht und festgestellt, dass ich auch so empfinde. Selbst wenn ich an Gott glaubte, könnte ich nicht dazu stehen, weil ich der Meinung bin, dass mich dann ja keiner (meiner Freunde) mehr richtig ernst nehmen würde.

    Wie ist das bei euch? Und wie geht ihr damit um, wenn euer Umfeld zu eurem Glauben gänzlich anders eingestellt ist als ihr?
    Ich bin katholisch getauft und schäme mich zunehmend dafür, diesem Drecksladen immer noch anzugehören (Kündigung ist in Arbeit).

    Mein Umfeld besteht zu 99% aus aufgeklärten Skeptikern. Mit tiefreligiösen Menschen könnte ich auch wenig bis gar nichts anfangen, da solche meist so damit beschäftigt sind, die Regeln ihrer jeweiligen Religion zu befolgen, dass für sinnvolle Tätigkeiten nicht viel Platz bleibt. Zum Glück lebe ich in der wohl ungläubigsten Stadt Deutschlands. ;-)

  12. V.I.P.
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von AsozialGold
    Zum Glück lebe ich in der wohl ungläubigsten Stadt Deutschlands. ;-)
    die da wäre?
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  13. Member Avatar von AsozialGold
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Blodeuwedd
    die da wäre?
    Welch überflüssige Frage! Berlin natürlich. ;-)

  14. Inaktiver User

    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von AsozialGold
    Mit tiefreligiösen Menschen könnte ich auch wenig bis gar nichts anfangen, da solche meist so damit beschäftigt sind, die Regeln ihrer jeweiligen Religion zu befolgen, dass für sinnvolle Tätigkeiten nicht viel Platz bleibt.
    Sag mal ein Beispiel dieser Regeln, bei deren Befolgung kein Platz für sinnvolle Tätigkeiten bleibt, bitte!

  15. Member Avatar von AsozialGold
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sag mal ein Beispiel dieser Regeln, bei deren Befolgung kein Platz für sinnvolle Tätigkeiten bleibt, bitte!
    Es kommt natürlich stark auf den Schweregrad der Gehirnwäsche an. Bestes (wenn auch etwas krasses)Beispiel zur Untermauerung meiner These: Die gesamte islamische Welt. Rückständig, unproduktiv, ohne jeglichen Beitrag zu Forschung, Kultur, Philosophie. Stattdessen: Verharren in 1400 Jahre alten Regeln, die ein zeitgemäßes, dem Diesseits zugewandtes Leben unmöglich machen. Okay, das ist jetzt etwas pauschal, aber Du verstehst vielleicht, was ich meine.

  16. V.I.P. Avatar von Jemima
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

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    Geändert von Jemima (07.10.2010 um 17:14 Uhr)
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  17. V.I.P. Avatar von Jemima
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    AW: persönliches Umfeld u. Religion

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    Geändert von Jemima (07.10.2010 um 17:14 Uhr)
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  18. Inaktiver User

    AW: persönliches Umfeld u. Religion

    Zitat Zitat von AsozialGold
    Es kommt natürlich stark auf den Schweregrad der Gehirnwäsche an. Bestes (wenn auch etwas krasses)Beispiel zur Untermauerung meiner These: Die gesamte islamische Welt. Rückständig, unproduktiv, ohne jeglichen Beitrag zu Forschung, Kultur, Philosophie. Stattdessen: Verharren in 1400 Jahre alten Regeln, die ein zeitgemäßes, dem Diesseits zugewandtes Leben unmöglich machen. Okay, das ist jetzt etwas pauschal, aber Du verstehst vielleicht, was ich meine.
    Na, nach deiner Definition sind die immerhin fortschrittlicher als ich. Meine Regeln sind 5000 Jahre alt.

  19. V.I.P. Avatar von Jemima
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    Geändert von Jemima (07.10.2010 um 17:15 Uhr)
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  20. Member Avatar von AsozialGold
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    Zitat Zitat von Jemima
    Das ist 1. nicht überall so und 2. war die arabische Welt im Hinblick auf Bildung, Forschung und Kultur schon sehr früh sehr weit entwickelt. Überleg doch mal, über welchen Weg die Kenntnisse der alten Griechen nach Europa gekommen sind? Oder wonach die Algebra benannt ist?
    Tut mir leid, aber da bist Du sehr schlecht informiert. Die Leistung bestand nicht in einer Innovation, sondern, und auch das nur zeitlich sehr begrenzt, in der Bewahrung von Wissen.

    Und jetzt sag mir mal: Was kam in den letzten 500 Jahren an Innovation aus der "arabischen Welt"?

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