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  1. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    hehe stimmt, meine signatur passt wirklich sehr gut. das ist auch ein zitat, das mir sehr wichtig ist und an das ich mich gerne immer wieder erinnere. das wir das gefühl haben, beim reisen, intensiver zu leben liegt bestimmt daran, dass man einfach viel mehr eindrücke und abwechslung hat. eigentlich müsste es wirklich sehr viel helfen, immer mal was neues in den alltag einzubinden.

    ich hatte in meinem leben sehr selten gespräche über glauben...vor allem weil es mir schwer fällt auszudrücken, was ich glaube und oft auch keine lust habe mich zu verteidigen, weil ich mir noch so unsicher bin und ich mich dann irgendwie in die ecke gedrängt fühle (falls du verstehst was ich meine). aber ich könnte mir vorstellen, dass es mir sehr gut tut mal mit anderen menschen ein paar ideen auszutauschen oder auch fragen stellen zu können

    und wie ist es eigentlich mit sport? hast du das gefühl intensiver zu leben, wenn du sport treibst? habe auch schon mal überlegt, ob mir vielleicht yoga oder sowas in der art helfen könnte...
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  2. Fresher Avatar von Lindiénen
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Ich habe auch das Gefühl auf der "Suche" zu sein und viele meiner Freunde sind es auch...ist vl das Alter und Umstände, nach Schulabschluss. Aber warum sind wir alle auf der suche?

    kann es auch sein (dieser Satz ist mir irgendwann gekommen), dass wir auf der Suche nach etwas sind, das wir nicht beschreiben könne, das aber IN UNS ist. und alles um uns vollkommen fühlen zu können, etwas in uns ist, das erst entdeckt werden muss.

    Ich glaub nicht mehr dass der perfekte Job, Mann, etc.. diese innere Suche ersetzen kann.

    ...manchmal beneide ich gläubige Menschen, da die suche beendet ist. aber ich denke, dass gott etwas ist, dass wir uns viel zu sehr mit "dort drüben, am himmel, weit weg" und eigentlich sollte es doch etwas sein, dass bei uns ist.

    Ich frage mich auch, suche ich nach etwas, dass überhaupt existiert? Was will ich eigentlich?

    ich finde diesen thread sehr interessant!
    Da man uns verletzt hat, errichten wir eine Mauer um uns herum, damit man uns nie wieder verletzt; und wenn man eine Mauer um sich herum errichtet, wird man nur noch mehr verletzt.

    Krishnamurti

  3. Fresher Avatar von Lindiénen
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Kamakura Beitrag anzeigen
    und wie ist es eigentlich mit sport? hast du das gefühl intensiver zu leben, wenn du sport treibst? habe auch schon mal überlegt, ob mir vielleicht yoga oder sowas in der art helfen könnte...
    ich glaube meditation hilft seeeehr viel! ich war einmal für ein paar tage in einem "Haus der Stille". wo ich meditiert habe. auch glaube ich dass musik etwas spirituelles ist!
    mir hat bauchtanzen sehr geholfen einen weg zu mir zu finden!
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  4. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Lindiénen Beitrag anzeigen
    ich glaube meditation hilft seeeehr viel! ich war einmal für ein paar tage in einem "Haus der Stille". wo ich meditiert habe. auch glaube ich dass musik etwas spirituelles ist!
    mir hat bauchtanzen sehr geholfen einen weg zu mir zu finden!
    oh das klingt toll, ich muss mal einen kurs machen, einfach mal ausprobieren, wie's mir so gefällt
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  5. Stranger Avatar von IdiotischesHerz
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    wahrscheinlich hätten alle Suchenden Sehnsucht nach der Suche, wenn sie endete.
    ich lese gerade "Briefe an einen jungen Dichter" von Rilke und kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich in den Worten wiederfinde, fast als würde ich mit ihnen eins werden. Das, was er über die Suche, Einsamkeit, Liebe schreibt ist so ehrlich und wunderbar. Vielleicht fühle ich mich besonders angesprochen, weil er einen jungen Künstler anspricht, aber im Grunde geht es um`s Leben.
    Lest es, es ist toll!

  6. Addict Avatar von schattenblatt
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zu dem spirituellen Aspekt kann ich jetzt nichts sagen..

    Zu dem, was ansonsten so geschrieben wurde: vieles gibt mir den Eindruck, dass ein hauptsächliches Problem ist, den Alltag als so "alltäglich" wahrzunehmen. Auch wenn man zufrieden mit ihm ist, hält man ihn ja doch häufig mal für schnöde und eintönig.. Und auf der anderen Seite von großen Abenteuern und Erlebnissen zu lesen/hören/sehen, dass vielleicht auch in einem selbst der Wunsch nach diesen großen, besonderen Erlebnissen geweckt wird. Und so das Gefühl entsteht, Dinge zu verpassen, nicht intensiv (genug) zu leben.

    Zitat Zitat von Kamakura
    vielleicht sollte ich versuchen, ein bisschen von meinem "reisenden ich" in meinen alltag einzubinden, die welt um mich herum interessierter betrachten, mehr auf menschen zugehen, neue dinge ausprobieren (essen, sportarten...), ausstellungen usw. besuchen, mich auf spaziergängen "verlieren"...
    Das finde ich einen guten Ansatzpunkt. Sich einfach mehr aus dem Alltagstrott reißen und auch die alltäglichen Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten, ebenso, wie neue zu erkunden. Beim täglichen Weg zur Uni/Arbeit etc. seine Umgebung ganz genau betrachten. Die Menschen genau beobachten. Sowas mache ich zumindest viel zu selten, weil meine Gedanken viel zu sehr mit anderen Kram beschäftigt sind... Aber wenn ich dann mal bewusst auf solche Kleinigkeiten achte, denke ich mir, wie faszinierend das Leben, die Welt und die Menschen in ihr doch sind.
    Und wenn man auf Reisen ist, achtet man auf solche Dinge automatisch viel mehr, weil man den Kopf auch eher frei hat und sich auf nichts anderes konzentrieren muss..

    Das mit dem Bedürfnis, sich kreativ auszudrücken, kenne ich auch. Ich habe früher sehr viel geschrieben, gemalt/gezeichnet. Ich denke, das ist ein wunderbares Mittel, sich über Dinge bewusst zu werden, die in einem selbst vorgehen und ebenso verstärkt auf das zu achten, was um einen herum passiert...
    home ist nun mal where your heart is

  7. Get a life! Avatar von Lucaa
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von stubentigerin Beitrag anzeigen
    Na das ist ja mal wieder MEIN Thema hier...

    Hey Lucaa, so sieht man sich wieder

    Tja, mir gehts eigentlich genauso wie der Threadstellerin. Ich hab keine Halt in meinem Leben, bin immer irgendwie auf der Suche und weiß nicht wirklich, wonach.
    Ich möcht nen Freund und auch bald nen Kind, eigentlich noch während des Studiums. Aber wie denn ohne Mann ^^
    hallo : ).

    hm weißt du, vielleicht musst du dich von dem gedanken verabschieden, dass die dinge immer zu dem zeitpunkt eintreffen, wie du sie geplant hast.
    ich dachte auch, ich wäre mit mitte-ende 20 verheiratet und hätte mindestens ein kind. tja, jetzt bin ich fast 30 und hab nicht mal einen freund.


    allgemein:
    ich denke, mit 19 oder 20 ist es doch ganz normal, dass man noch nicht angekommen ist. weder im leben, noch auf irgendeiner spirituellen ebene. "bedenklich" wird es doch erst, wenn man eigentlich alles erreicht hat und sich immer noch leer fühlt.
    die frage nach gott kenne ich auch und ich diskutiere sie oft mit einer freundin, die christlich erzogen wurde. für sie war es also quasi gar nie eine frage, ob sie glaubt oder nicht, das war für sie sebstverständlich.
    ich für mich habe festgestellt, dass ich zwar irgendwie an gott glaube, jedoch nicht alle glaubensgrundsätze für mich übernehmen kann. ich kann mich also nicht 100% auf gott einlassen, auch wenn ich das gerne würde, weil ich menschen bewundere, die darin ihre erfüllung finden und daraus kraft schöpfen. man kann es aber nicht erzwingen. und dann muss man sich fragen, ob die persönliche erfüllung vielleicht doch woanders liegt, auch wenn das ein sehr unromantischer gedanke ist.
    trotzdem würde ich das nicht mit besitz oder gar materialität gleichsetzen. familiäres und partnerschaftliches gleichgewicht oder auch zufriedenheit im job hat für mich nichts mit besitz zu tun.
    Das Paradies gibt's nicht. Net mal in Unterfranken.

  8. Fresher Avatar von Lindiénen
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Kamakura Beitrag anzeigen
    oh das klingt toll, ich muss mal einen kurs machen, einfach mal ausprobieren, wie's mir so gefällt
    JAAAAA!!!! Unbedingt! es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass tanzen, egal welcher tanz aber besonders bauchtanzen einen mehr zu sich führt, sich selbst mehr akzeptieren lässt!

    du musst mir erzählen wies war!=) am liebsten würd ich dich zu meiner lehrerin schicken!
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  9. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Lucaa Beitrag anzeigen
    ich denke, mit 19 oder 20 ist es doch ganz normal, dass man noch nicht angekommen ist. weder im leben, noch auf irgendeiner spirituellen ebene. "bedenklich" wird es doch erst, wenn man eigentlich alles erreicht hat und sich immer noch leer fühlt.
    ja natürlich ist es normal, irgenwie gehört es wahrscheinlich zum erwachsenwerden dazu. ich merke auch, obwohl ich noch lange nicht "angekommen" bin, dass ich schon viel weiter und sicherer bin als mit 19 (bin 23). und irgendwie fühle ich mich sehr glücklich, dass wir heute in unserer gesellschaft diese möglichkeit haben uns in ruhe zu entwickeln und uns zu "finden". ich meine, in anderen zeiten und gesellschaften haben junge frauen nicht diese möglichkeiten so frei ihren lebensweg zu gehen und sich dabei zeit zu lassen. ich finde, man sollte sich da auf keinen fall stressen.


    die frage nach gott kenne ich auch und ich diskutiere sie oft mit einer freundin, die christlich erzogen wurde. für sie war es also quasi gar nie eine frage, ob sie glaubt oder nicht, das war für sie sebstverständlich.
    ich für mich habe festgestellt, dass ich zwar irgendwie an gott glaube, jedoch nicht alle glaubensgrundsätze für mich übernehmen kann. ich kann mich also nicht 100% auf gott einlassen, auch wenn ich das gerne würde, weil ich menschen bewundere, die darin ihre erfüllung finden und daraus kraft schöpfen. man kann es aber nicht erzwingen. und dann muss man sich fragen, ob die persönliche erfüllung vielleicht doch woanders liegt, auch wenn das ein sehr unromantischer gedanke ist.
    wenn ich ehrlich bin, kann ich mir gar nicht vorstellen, wie meine "erfüllung" im glauben liegen soll. ich glaube schon an gott und er gibt mir auf eine weise kraft und ich glaube auch, dass mir der glaube hilft bestimmte entscheidungen zu treffen, aber ich fühle mich nicht so spirituell, das ich nur darin allein meine erfüllung finden könnte. für mich sind liebe (nicht nur romantische, auch meine familie z.b.) und freundschaft das allerwichtigste. und ich find den gedanken eigentlich gar nicht unromantisch
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  10. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von schattenblatt Beitrag anzeigen

    Das finde ich einen guten Ansatzpunkt. Sich einfach mehr aus dem Alltagstrott reißen und auch die alltäglichen Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten, ebenso, wie neue zu erkunden. Beim täglichen Weg zur Uni/Arbeit etc. seine Umgebung ganz genau betrachten. Die Menschen genau beobachten. Sowas mache ich zumindest viel zu selten, weil meine Gedanken viel zu sehr mit anderen Kram beschäftigt sind... Aber wenn ich dann mal bewusst auf solche Kleinigkeiten achte, denke ich mir, wie faszinierend das Leben, die Welt und die Menschen in ihr doch sind.
    Und wenn man auf Reisen ist, achtet man auf solche Dinge automatisch viel mehr, weil man den Kopf auch eher frei hat und sich auf nichts anderes konzentrieren muss..
    ja, genau!!!
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  11. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Lindiénen Beitrag anzeigen
    JAAAAA!!!! Unbedingt! es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass tanzen, egal welcher tanz aber besonders bauchtanzen einen mehr zu sich führt, sich selbst mehr akzeptieren lässt!

    du musst mir erzählen wies war!=) am liebsten würd ich dich zu meiner lehrerin schicken!
    ich schaffs bis zum ende meines praktikums leider einfach zeitlich nicht (irgendwie traurig solche dinge aufschieben zu müssen), aber wenn ichs mache, berichte ich!
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  12. Foreninventar Avatar von cyan
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    ich schreibe seit jahren mehr oder weniger regelmäßig abends eine positiv-liste des tages. ich notiere alles, was mich glücklich gemacht hat. und diese liste wird immer überraschend lang. vom katzen streicheln über den kaffee in der früh, den warmen wind am fahrrad, das nette gespräch mit freunden kommt da alles drauf.
    und seitdem "verpasse" ich diese mini-glücksmomente auch kaum mehr. und seitdem ich sie nicht mehr verpasse, habe ich wiederum nicht mehr das gefühl, mein leben nicht genug auszukosten.


  13. Member Avatar von stubentigerin
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    .
    Geändert von stubentigerin (14.02.2011 um 20:51 Uhr)
    Baby, ich will dich, dich, dich, dich, dich!

  14. Newbie
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Kamakura, du sprichst mir hier sowas von aus dem Herzen! Mir gehts genauso, bin auch so in deinem Alter und einfach das gleiche Problem.
    Das mit dem kreativen kenn ich auch nur zu gut. Ich mache viel accessoirs, besticke mit perlen. mache anstecker/broschen, und sonstigen schmuck mit stoff. Meine broschen wurde auch schon sehr gelobt, verkaufen kann ich sie leider nicht, brauch dafür schon 2 stunden + das matrial wird einfach zu teuer. Dabei entwickel ich schon ergeiz, aber bis ich mal wieder was neues konstruiert habe dauerts ne weile und dafür muss ich mich immer so aufraffen

    Das mit dem Bauchtanz find ich echt super! Wollte ich schon immermal machen. Da sollte ich mich mal nach nem kurs umschaun.

  15. V.I.P. Avatar von Mohrrübe
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Schöner Thread hier ;-). Ich denke ich bin mittlerweile sowas wie "angekommen". Habe Partner, Haus, festen Job. Manchmal hab ich mich aber schon dabei erwischt mich zu fragen, ob es das jetzt war. Dann hab ich mir ein paar spannende neue Hobbies und Interessen zugelegt und seitdem bin ich ziemlich zufrieden und glücklich mit mir und meinem Dasein.

    Manchmal denkt man aber schon, "das und das willste auch noch ausprobieren" und dann mache ich das halt ;-)

    Ich glaube der Punkt dass man irgendwann 100% "angekommen" ist, sollte gar nicht zu zeitig eintreten, denn was macht man denn dann ;-)?

  16. Regular Client Avatar von Jolaa
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    kamakura: hast du denn das gefühl dich für deinen glauben verteidigen zu müssen? es stimmt, ich spreche auch nicht mit vielen leuten darüber. ein guter freund von mir studiert theologie und möchte priester werden - mit dem sprech ich sehr viel darüber. und ich glaube ja z.b. auch nicht alles was die katholische kirche lehrt, trotzdem habe ich nie das gefühl mich ihm gegenüber auch nur annähernd verteidigen zu müssen?! mir hilft das jedenfalls sehr...

    ja, zum sport. ich bin grad ne dreiviertel stunde rad gefahren und ich find schon, dass man sich beim sport lebendiger fühlt. was glaub ich ganz schlimm ist, wenn man viel zeit im internet verbringt und nix "sinnvolles" tut.

    cyan: die idee mit der positivliste find ich total gut. hab auch schon damit angefangen

  17. Fresher Avatar von Lindiénen
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Kamakura Beitrag anzeigen
    ich schaffs bis zum ende meines praktikums leider einfach zeitlich nicht (irgendwie traurig solche dinge aufschieben zu müssen), aber wenn ichs mache, berichte ich!
    okayyy!!!=) freu mich schon!!! ... aba machs!=P
    Da man uns verletzt hat, errichten wir eine Mauer um uns herum, damit man uns nie wieder verletzt; und wenn man eine Mauer um sich herum errichtet, wird man nur noch mehr verletzt.

    Krishnamurti

  18. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Jolaa Beitrag anzeigen
    kamakura: hast du denn das gefühl dich für deinen glauben verteidigen zu müssen? es stimmt, ich spreche auch nicht mit vielen leuten darüber. ein guter freund von mir studiert theologie und möchte priester werden - mit dem sprech ich sehr viel darüber. und ich glaube ja z.b. auch nicht alles was die katholische kirche lehrt, trotzdem habe ich nie das gefühl mich ihm gegenüber auch nur annähernd verteidigen zu müssen?! mir hilft das jedenfalls sehr...
    sorry, hab hier länger nicht mehr reingeschaut.
    verteidigen war vielleicht das falsche wort, aber ich bin schon an menschen geraten, die gerne erklärt haben wollte warum ich glaube und was genau. und obwohl vielleicht gerade dieses "erklären" mir vielleicht helfen würde mich selbst und meinen glauben besser zu verstehen, war es mir eher unangenehm und ich hatte probleme es in worte zu fassen. was meint ihr, vielleicht würde es mir helfen für mich selbst darüber zu schreiben?! und kennt vielleicht jemand irgendwelche hilfreichen bücher, die in die richtung "glaubensfindung"/"glaubensverankerung" gehen?
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  19. V.I.P. Avatar von Kamakura
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Lindiénen Beitrag anzeigen
    okayyy!!!=) freu mich schon!!! ... aba machs!=P
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  20. Ureinwohnerin Avatar von Trottel
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    AW: nicht intensiv leben/auf der suche sein?!

    Zitat Zitat von Jolaa Beitrag anzeigen
    hallo zusammen,

    momentan habe ich eine phase, in der ich das gefühl habe das "richtige leben" noch nicht entdeckt zu haben. so nach dem motto: "das kann doch nicht alles gewesen sein". ich befinde mich wohl irgendwie auf der suche... aber nach was? nach mir selber? oder nach gott?
    ich weiß es nicht. wem geht's auch so? oder ging es so?
    Diese Phase kenne ich sehr gut. Ich habe mir 13 so richtig angefangen ganz viele Sachen auszuprobieren. Wie Herr Rossi war ich auf der Suche nach dem Glück. Und es war immer das Gleiche. Das Neue war faszinierend und spannend, wie schon Hesse befand, jedem Neuem wohnt ein Zauber inne, doch der Zauber ist schnell verflogen und alles erstarrt zur Routine. Ich konnte natürlich nicht alles ausprobieren. Ich weiß nicht, wie es ist mit Miss World zu schlafen oder ein Formel 1 Wagen zu fahren (bis zum Porsche 911 habe ich es immerhin geschafft), ich weiß nicht, wie es ist Milliardär zu sein (bis zum Millionär habe ich es immerhin geschafft - kleiner Scherz am Rande ), aber ich habe dennoch so viele Sachen ausprobiert und dann extrapoliert, wenn man etwas Neues ein wenig kennt, wird es zur Routine. Es gibt nichts irdisches, was dauerhaft befriedigt. Das war mein Fazit mit 17 und damit habe ich mich abgefunden, ich habe es akzeptiert. Ich war gar nicht so traurig drüber. Man wird geboren, lernt, o was für eine Mühe das Lernen ist, selbst Essen (ich rede nicht vom Nuckeln) und auf Klo gehen müssen wir lernen. Wir lernen also unter größten Anstrengungen, manche werden vom Leben seelisch zerstört (Folter, Mißbrauch, Vergewaltigung und all die schlimmen Sache, das Leben ist wirklich kein Spielplatz). Und wenn wir es vielleicht zu etwas gebracht haben, sehen wir zu wie der Geist noch hellwach ist, aber der Körper von Jahr zu Jahr verfällt.

    Falten, Zipperlein, Verletzungen, die immer länger zur Heilung brauchen etc. Und irgendwann kommt der Augenblick, dem man Zeit seines Leben immer unter größten Anstrengungen entfliehen versuchte. Das Ende. Was für eine Einsamkeit. Auch wenn man die liebste Frau und Kinder auf Erden hat, die einem am Sterbebett das Händchen halten. Plötzlich merkt man, es geht zu Ende. Der kalte grausige Tod umfaßt die eigene Existenz und es gibt niemanden der zu retten vermag. Hilflos ist man dieser Macht ausgeliefert, die niemand aufhalten kann. Es ist niemand da, man ist ganz allein. Diesen Weg kann niemand mitgehen. Viele sind deisen Weg vor einem gegangen, aber das nützt nun nichts, nun ist man einsamer wie man einsamer nicht sein kann und dann wird einem das Leben genommen. Ob man will oder nicht.

    Zitat Zitat von Jolaa Beitrag anzeigen
    was habt ihr getan?
    Also, wie geschrieben, ich habe das akzeptiert, daß aus dem Leben nicht viel zu holen ist, daß man einen permanenten Mangel an etwas unbestimmten hat und irgendwann der Tod einen einholt. Aber dann lernte ich in der Lehre einen Christen kennen und das war der Impuls mich mit Gott zu befassen. Vollkommen ungeplant, ich hatte auch nicht so richtig eine Lebenskrise, aber ich war unheimlich neugierig. Gott, was muß das nur für ein Thema sein. Dann stieß ich auf Jesus. Ja, Jesus, ich erinnerte mich an die Jesusfilme, die immer zu Ostern liefen, ohne sie je verstanden zu haben, aber der Jesus, der sich um die Armen, die Ausgestoßenen (und auch um so manch Reichen), die Benachteiligten kümmerte, der erwärmte mein Herz. Was für ein netter Mensch. Der Mob wollte eine Frau steinigen, die beim Ehebruch ertapt wurde (wo war eigentlich der ehebrecherische Mann?) und er sagte, wer öhne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Und als alle weg waren, sagte er der Frau, sündige hinfort nicht wieder. Also, kein dämlicher Softie, der alles durchgehen läßt. Nein, ein Mann mit Augenmaß, der gut zu den Menschen war. Der genau dahin ging, wo es weh tat, aber nicht um weh zu tun, sondern zu heilen, auch wenn es weh tat. Jesus, der Heiland.

    Ja, das war es für mich. Gott und Jesus. Und nach ein paar Jahren lernte ich, Jesus ist Gott. Gott wurde Mensch, er wurde zu Jesus. Wer mal wissen will, wie Gott ist, der soll in den Evangelien die Geschichte über Jesus nachlesen. Genau so ist Gott. Und das beste ist. Gott ist nicht unser Feind, er will unser Freund werden. Das geht aber nur, wenn er unser Freund werden darf. Wenn wir damit einverstanden sind. Gott erzwingt die Liebe nicht, denn Liebe kann niemals erzwungen werden.

    Allerdings muß ich auch eins ganz klar sagen. Von Natur aus, wenn wir uns nicht versöhnen sind wir Gottes Feinde. Ohne Gott haben wir nur uns selbst im Sinn. Mein Glück, mein Vorteil, meine Liebe, mein Besitz, mein Respekt, den mir andere schuldig sind, etc. Von Natur aus leben wir nur für uns selbst. Von Natur aus mißbrauchen wir die Gemeinschaft oft für unsere Zwecke und meinen, das wäre sozial, weil viele davon prfitieren, aber letzendlich geht es doch nur um uns selbst. Wer von seinem zertörerischen Egoismus erlöst werden will, dem bleibt nur der gute, liebende Vater übrig. Er schenkt uns Liebe, damit wir lieben können. Ihn und die anderen und uns selbst. Ohne ihn ist unsere Liebe recht begrenzt und im Zweifelsfall nur auf uns selbst fixiert.

    Um Deine Eingangsfrage zu beantworten, was intensives Leben ist. Es ist ein Leben in der LIebe und diese Liebe gibt es nur aus Gott heraus.
    Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.

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