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  1. Inaktiver User

    offline sein ist der neue punk

    habt ihr schon mal mit dem gedanken gespielt, euren studivz-/facebook-/myspace account zu löschen, icq und skype vom rechner zu schmeissen; auf youtube, twitter, ebay, online-shops zu verzichten? und das internet einfach bewusster, bzw. konsequent als reine informationsquelle zu nutzen (als was es ja ursprünglich von seinen erfindern auch gedacht war)?

    ich hab einen bekannten, der nur ins internet geht, um emails abzurufen. ansonstens höchstens noch zu recherchezwecken aus gegebenem anlass; z.B. für hausarbeit/uni, job, oder um konzerttermine von bands abzufragen o.ä.; und selbst dafür setzt er sich ein limit von max. einer stunde am tag. oder er bestellt halt mal online ne cd, die es nicht im laden gibt. das wars aber auch.
    aus überzeugung.
    er meint, dass man im internet unglaublich viel lebenszeit mit nichtigkeiten (wie youtubevideos gucken) verschwendet, anstatt mal ein buch zu lesen, was kreatives zu machen, oder einfach mal im eigenen viertel zu spazieren gehen. von social networks hält er auch nicht viel; bestenfalls myspace wär gerade für unbekannte musiker eine gute plattform. aber so private profile wären einfach nur selbstaus- und -darstellung. und der begriff "freund" würde da irgendwie missbraucht. man sammelt leute auf irgendeiner buddyliste, aber letztendlich sind die meisten der "online-freunde" bestenfalls bekannte. da wäre auch viel heuchelei im spiel; so von wegen man schreibt jemandem an seinem geburtstag "alles gute" auf die pinnwand, aber nicht weil man dran gedacht hat, sondern weils automatisch als meldung angezeigt wurde; und ansonsten hat man eigentlich gar nichts (mehr) miteinander zu tun.
    er meinte, die ausrede mit dem kontakt halten zu leuten etc. wäre duch studivz oder so eben einfacher, lässt er nicht gelten. wenn man jemanden wirklich kennen lernen will oder kontakt halten, ruft man an, trifft sich. oder tauscht wenigstens private email-adressen.
    oder man machts nicht. und hat sich dann viel zu erzählen, falls man einen alten bekannten einfach so irgendwann zufällig wieder trifft und ins gespräch kommt. das mache den menschen ja auch interessanter, und man befasst sich wirklich miteinander; anstatt dass man einfach ins internet geht und ihm nachstalkt, wie sein beziehungsstatus ist, was er studiert und wo etc.
    er meinte, er muss immer grinsen, wenn er so verstylte teenies sieht, die n paar nieten und chucks anhaben, und denken, das ist jetz voll punk, weil sie das in irgendeinem blog oder bei wikipedia gelesen haben. punk wär doch aber eigentlich, nicht jeden kram mitzumachen, sich systeme bewusst zu machen und zu meiden; allgemein so bewusst wie möglich zu leben. und das lebt er eben ein stück weit, indem er sich eben nicht bei studiv oder facebook anmeldet, nur weil "da auch sonst alle dabei sind". insofern wäre in seinen augen eigentlich "offline" der neue punk.


    also das alles ist schon etwas her, und es war so eine angetrunken-philophieren-stimmung, als wir uns darüber unterhalten haben. aber irgendwie beschäftigt mich das immer wieder. klar ist manches davon schon sehr plakativ, aber hm. vieles davon klingt für mich einfach irgendwie..gut. und wahr. im nächsten augenblick dann wieder pseudo-rebellisch und dem zeitgeist hinterher.

    schwierig. was denkt ihr?

  2. Senior Member
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    AW: offline sein ist der neue punk

    Ich bin auch nicht bei Studi, Myspace oder Facebook. Allerdings habe ich mir nicht auf so ausgetüftelte Weise wie dein Freund Gedanken gemacht anfangs WARUM ich nicht dort bin. Ich habs einfach nicht gemacht, weil ich nicht noch mehr Zeit vor dem Rechner verbringen wollte, die ich tatsächlich für wichtigere Dinge brauche, gerade für Kreatives oder fürs Lernen. Für mich waren das einfach nur neue sinnlose Anmeldungen, genauso wie tote Accounts in manchen Foren. Ich dachte damals nicht, dass es so ein Hype wird und irgendwann einfach jeder dort sein würde. Als ich dann eben nicht angemeldet war, habe ich mir überlegt das ich es auch weiterhin bleiben lasse. Ich bin sehr engagiert in einem kleinen Forum und habe einige gute Bekanntschaften durchs Internet gemacht, sogar Freundschafen, die ich aufgrund der Distanz auch online pflege über Mails oder Messenger und bin ganz froh das ich nicht noch 2 oder 3 Accounts irgendwelcher Netzwerke pflegen muss. Habe auch festgestellt, dass ich meine Kontakte weiterhin ohne Studi pflegen kann. Habe aber auch keine 255 Buddys Der selbstdarstellerische Effekt ist mir auch etwas dornig im Auge, also ich mag es nicht besonders wenn man sich ohne das man tatsächlich was zu präsentieren hat, so übertrieben darstellt...aber 1. ist das nur meine persönliche Meinung, ich finds einfach nicht so sympathisch auf den ersten Eindruck und 2. machen das bestimmt nicht alle Menschen die dort angemeldet sind. Ich für mich brauche mich dort jedenfalls nicht in Szene zu setzen, meine Kontakte hab ich auch so, neue Kontakte find ich auch draußen oder woanders im Netz und auf Stalking steh ich jetzt ebenfalls nich so. Also welchen Sinn würds für mich auch machen...erscheint mir nach wie vor wie pure Zeitverschwendung, aber das muss nun auch nicht jeder für sich so beurteilen. Ich bin z.B. bei last.fm und das sehr gerne, ist ja auch ein soziales Netzwerk irgendwie, bin somit nicht total radikal was das angeht. Mir gefällts aber generell besser wenn es dann ein Thema gibt wegen dem man sich dort zusammenfindet, außerdem muss ich dort keine Beschreibungen meiner Person, meines Beziehungsstatus und meiner politischen Einstellung abgeben damit mein Profil nicht total abgestorben wirkt

    Blogs finde ich übrigens sehr gut. Ich lese gern gute Blogs oder gucke mir schöne Bilder dort an und lasse mich inspirieren. Eigentlich mag ich sehr vieles an der Internetkultur, aber was die sozialen Netzwerke angeht, hinke ich wohl auch dem Zeitgeist hinterher...macht aber nichts

  3. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    .
    Geändert von Inaktiver User (06.05.2010 um 10:23 Uhr)

  4. Ureinwohnerin Avatar von S.Less
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    AW: offline sein ist der neue punk

    ich hab schon 2001 ein blog gehabt, selbst gebastelt weil es sowas noch gar nicht richtig gab bzw ich sowas wie antville nicht kannte. habs 2003 gelöscht. bei studivz war ich zwei wochen lang angemeldet als es neu war. ansonsten bin ich bei gar nichts außer in 2 foren, nutze auch keine messenger sondern nur email, aber auch nur rudimentär wegen 2 oder 3 menschen (alter freund, mutter, shopping). finde es immer lustig nach meinem nachnamen gefragt zu werden und dann irgendwann zu hören mich gäbe es ja gar nicht im netz ~

  5. V.I.P. Avatar von maedchen
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    AW: offline sein ist der neue punk

    ich hab ein myspace- und ein facebookprofil, die sind enorm wichtig für mich, weil ich darüber mit bekannten in kontakt bin, die ganz weit weg wohnen und mit denen der kontakt früher wirklich auf die postkarte zu weihnachten beschränkt war. jetzt schreiben wir uns ständig kurze nachrichten, zeigen uns die neuesten fotos etc. das find ich wirklich toll.
    ausserdem sind die ganzen soulies, mit denen ich mich gut verstehe, auch bei fb oder ms und man kann sich dann gemeinsam auf die nächsten veranstaltungen freuen, fotos zeigen, soul auf youtube verlinken und so. das ist halt genau das, wofür ich mich interessiere und was mir auch im echten leben am herzen liegt.
    Für mehr Wohlfühlatmosphäre!

  6. Stranger
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    AW: offline sein ist der neue punk

    Bewunderwerte Einstellung, und VOLLKOMMEN RCIHTIG, die dein Freund da hat.
    Ich bin quasi ohne Internet aufgewachsen, da meine eltern dass für ne Riiiiesengefahr gehalten haben (was es ja auch teilweise ist, aber egal, darum gehts ja jetzt nicht)... Als ich 17 war, mussten sie dann aber kapitulieren, weil ich eine webdesign-Ausbildung mache, und dazu braucht man halt den PC...
    Ich bin also in der arbeit sowieso den ganzen Tag online, und nebenbei mal Mails checken, Facebook und Lokalisten abrufen muss schon sein.. als aber jetzt vor kurzen der ganze Twitter-Hype angefangen hat hab ich mir auch mal überlegt, wozu eigentlich - wie arrogant muss ein Mensch sein, um zu denken, er müsste alles und jedes minütlich genau seiner Außenwelt mitteilen? "überwachungsstaat nein danke" - aber twitter freiwillig?! Für Firmen/Promis mag das Sinn machen, aber nicht für Privatpersonen...

    ...naja - ich denke ich bin auch ein Stück weit "community"-süchtig, und das Internet ist als Informations- und Inspirationsquelle durchaus tauglich... aber ne Riesen Zeitverschwendung, das stimmt schon.

  7. Ureinwohnerin Avatar von S.Less
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    AW: offline sein ist der neue punk

    "soulies"??

  8. Get a life! Avatar von Delisha
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    AW: offline sein ist der neue punk

    Ich find sowas affig. Wenn mans nicht nutzen will, dann lässt mans halt. Twitter ist mir auch zuviel und deswegen benutz ichs nicht. Dafür nutz ich halt andere Social Networks, die ich gut finde.
    Daraus eine Religion zu machen, find ich aber echt übertrieben.

    Ich find Internet super. Und ich würd ohne das auch nichts sinnvolleres machen. Ob ich nun zur Unterhaltung ein Buch lese oder das Forum lese, macht für mich keinen Unterschied.

    Die Welt entwickelt sich nun mal weiter. Es gibt zu jeder Zeit neue Möglichkeiten und manche übertreibens halt mit der Nutzung der ganzen Sachen.

    Ich finde es viel besser vernünftig mit diesen neuen Möglichkeiten umzugehen und nicht so zu tun als gäbe es nur die Wahl zwischen alles oder nichts.
    I will dance
    when I walk away

  9. Senior Member Avatar von Dusktilldawn
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    AW: offline sein ist der neue punk

    Es ist doch lächerlich sich bei Studi zu löschen, nur um dann bei Facebook weiterzumachen

    Natürlich ist die Einstellung deines Freundes irgendwie nachvollziehbar. Trotzdem sollte man sich mal überlegen, ob es wirklich so viel sinnvoller ist, ein Buch zu lesen, als sich ein paar Youtube Videos von irgendwelchen Bands anzugucken. Das muss doch jeder selbst wissen, es ist immer noch die eigene Freizeit

    Oft kommt diese Einstellung auch von Leuten, die gar nicht so der Internettyp sind, eh kaum Bekannte im Studi haben und denen dieser Aufmarsch gegen die Internetsucht dadurch sehr leicht fällt. Das ist wie mit den Leuten die gegen Partymachen und Alkohol sind, aber eigentlich gar keinen haben der mitgeht und bei entsprechendem Freundeskreis die ersten wären, die so Abende geniessen würden.
    Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen. (Albert Einstein)

  10. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    .
    Geändert von Inaktiver User (06.05.2010 um 10:23 Uhr)

  11. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    .
    Geändert von Inaktiver User (06.05.2010 um 10:23 Uhr)

  12. Get a life! Avatar von Delisha
    Registriert seit
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    62.846

    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wieso muss man gleich wieder werten?
    Wieso nicht? Jemand macht ne Aussage und ich sage, was ich davon halte?

    Im übrigen find ichs nun mal einfach affig, wenn jemand sagt "Oh ich bin sooo anders als alle anderen." Das klingt für mich so pseudo-alternativ.
    Da find ichs viel sympathischer auf solche Sachen zu verzichten und kein großes ding draus zu machen.
    Geändert von Delisha (23.04.2010 um 12:13 Uhr)
    I will dance
    when I walk away

  13. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von Dusktilldawn Beitrag anzeigen
    Oft kommt diese Einstellung auch von Leuten, die gar nicht so der Internettyp sind, eh kaum Bekannte im Studi haben und denen dieser Aufmarsch gegen die Internetsucht dadurch sehr leicht fällt. Das ist wie mit den Leuten die gegen Partymachen und Alkohol sind, aber eigentlich gar keinen haben der mitgeht und bei entsprechendem Freundeskreis die ersten wären, die so Abende geniessen würden.
    wie es bei anderen ist, weiss ich nicht, ich hab nur diesen einen bekannten, der so übers internet denkt. und bei ihm vermute ich sehr, dass wenn er sich bei studi anmelden würde, wär die freundesliste in null komma nix gut gefüllt. er is in meinem freundeskreis geschätzt, sehr offen, lernt auch schnell leute kennen, singt in einer band...schon so das, was ich unter einem beliebten menschen verstehen würde. dass er nicht so der internettyp ist, könnte aber stimmen. zumindest wie ers dargestellt hat, fällt es ihm ja auch nicht schwer, auf mitgliedschaften in communitys, blogs, videos, oder einfach gedanken-und ziellos im internet surfen zu verzichten. er diszipliniert sich halt nur insofern, dass er sich ein zeitlimit von einer stunde setzt. aber wie ichs verstanden hab auch nicht strikt mit eieruhr neben dem bildschirm. halt eher so "jetzt war ich so ungefähr ne stunde im internet und hab ja im grunde schon alles gemacht/erfahren, was ich wollte. und ich hatte ja eigentlich für heute noch vor, was zu lesen/zu lernen/die freundin anzurufen ob sie zeit hat, what ever. also geh ich mal offline."

    ich denk mittlerweile jedenfalls schon ernsthaft drüber nach, meinen studivz-account zu löschen. weil die leute von der uni seh ich eh dauernd und halte auch so kontakt. mit den leuten von früher auch, sofern sie mir noch wichtig sind. der rest der leute auf meiner freundesliste....die sind eigentlich nur deko.

  14. V.I.P. Avatar von maedchen
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    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von S.Less Beitrag anzeigen
    "soulies"??
    =jemand der auf northern soul veranstaltungen fährt/soul sammelt/auflegt/veranstaltungen organisiert.

    Soulie from The Concise New Partridge Dictionary of Slang and Unconventional English
    Für mehr Wohlfühlatmosphäre!

  15. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    ich weiß nicht... ich verschwende unbestritten viel zeit im internet auf bestimmten lieblingsseiten und in skype.

    allerdings nutze ich skype, um mit leuten zu sprechen, an denen ich hänge und mit denen ich teilweise sonst bestimmt keinen kontakt mehr hätte. es wird in meinem freundeskreis auch als primäres verabredungsmedium genutzt. wer offline ist, wird oft vergessen.

    facebook nutze ich gar nicht soo viel. ich geh zwar bestimmt mehrmals täglich kurz rein, gucke kurz, ob sich was getan hat und reagiere ggfs darauf, aber dann geh ich auch wieder offline. studivz nutze ich eigentlich nur noch, um mit bestimmten kommilitonen in kontakt zu treten, weswegen ich den account auch nicht löschen mag. ich nutze auch onlineshops eigentlich kaum, mit ausnahme von amazon und flug- und hostelbuchen.

    und ich bin ein zeitverschwender aus veranlagung. ich würde so oder so zeit verschwenden, ich bin nicht der typ, der seine 24h pro tag effizient nutzen muss oder kann. ich brauch zeit, in der ich (alleine!) herumgammele. wenn ich das nicht kann, fehlt mir das sehr. ich lese so oder so schon viel mehr als die meisten anderen, ich müsste mir ständig lesenachschub besorgen, wenn ich die zeit, in der ich im internet herumgammele, auch noch lesen würde. und die bücher, die ich lese, sind jetzt auch nicht immer lehrreicher als das, was ich im internet so lese.

    ich studiere erfolgreich, ich lese viel, ich geh momentan ungefähr einmal in der woche ins kino, ich habe viele freunde und ich sehe die auch oft. ich hab nicht das gefühl, dass das internet einen negativeffekt auf mein leben hat. ich weiß nicht, ob ich wirklich einen vorteil daraus ziehen würde, das internet so zu nutzen wie dieser freund der threaderstellerin.
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2010 um 17:54 Uhr)

  16. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wer offline ist, wird oft vergessen
    genau sowas find ich irgendwie total dämlich, und befremdlich. freunde sind abstrakte namen auf einer online-liste, und wer mal nicht draufsteht, der ist schon nicht mehr wichtig?
    ich wurde auch auf eine feier meiner alten freunde aus der heimatstadt nicht, bzw. dann noch so zufällig und auf den letzten drücker eingeladen, nur weil ich verpeilt hatte, der dazugehörigen studivz-gruppe beizutreten

  17. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    genau sowas find ich irgendwie total dämlich, und befremdlich. freunde sind abstrakte namen auf einer online-liste, und wer mal nicht draufsteht, der ist schon nicht mehr wichtig?
    ich wurde auch auf eine feier meiner alten freunde aus der heimatstadt nicht, bzw. dann noch so zufällig und auf den letzten drücker eingeladen, nur weil ich verpeilt hatte, der dazugehörigen studivz-gruppe beizutreten
    wenn sich abends ein paar leute, die gerade gleichzeitig online sind, noch überlegen, was zusammen zu unternehmen, dann passiert das, dass die leute, die gerade nicht online sind, halt nicht noch extra eingeladen werden. es wäre genauso, wenn sich ein paar leute zufällig in der unicafeteria treffen und beschließen, abends ins kino zu gehen. da werden dann auch nicht noch alle anderen potentiellen kandidaten angerufen.

    ich finde das nicht dämlich, sondern ganz normal.

  18. Regular Client Avatar von mimikri
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    09.08.2007
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    4.019

    AW: offline sein ist der neue punk

    in den meisten punkten teile ich die meinung deines freundes.
    gute freunde haben meine telefonnummer und ich ihre, da brauche ich nicht über irgendeine social networking site mit ihnen kommunizieren. ohnehin ist mir die spezifische interaktionskultur dieser seiten suspekt. "freunde" sammeln, geburtstagsgrüße verteilen etc.
    ich habe fakeaccounts und nutze meine profile fast ausschließlich zur informationsbeschaffung (musik, veranstaltungen, studienrelevantes, stalking u.ä.). nicht aber zur pflege von kontakten.
    messenger sind son zweischneidiges messer, finde ich. für mich sind skype und co ein wenig kommunikationsmedium zweiter wahl, weil es doch oft nur eine nebenbeitätigkeit ist, wenn darüber geschrieben wird und das mag ich nicht. da werden mehrere konversationen parallel abgefertigt und nebenbei läuft ein youtubevideo oder es wird sich munter durchs netz geklickt. für kurze terminliche absprachen wiederum finde ich skype gut.
    sich um einen reflektierten umgang mit dem internet und den web 2.0-anwendungen zu bemühen, halte ich für einen wichtigen und richtigen weg.

  19. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    ich finde das nicht dämlich, sondern ganz normal.
    hm naja. in meinem freundeskreis wärs das zumindest nicht.

  20. Inaktiver User

    AW: offline sein ist der neue punk

    Zitat Zitat von mimikri Beitrag anzeigen
    messenger sind son zweischneidiges messer, finde ich. für mich sind skype und co ein wenig kommunikationsmedium zweiter wahl, weil es doch oft nur eine nebenbeitätigkeit ist, wenn darüber geschrieben wird und das mag ich nicht. da werden mehrere konversationen parallel abgefertigt und nebenbei läuft ein youtubevideo oder es wird sich munter durchs netz geklickt. für kurze terminliche absprachen wiederum finde ich skype gut.
    dito.
    bis vor ein paar jahren hatte ich immer icq an, solang der rechner eingeschaltet war. aber unterhalten in dem sinne hab ich mich da nie. irgendwann dachte ich: hm, ich chatte da rein zeitlich gesehen ne stunde mit einer freundin, aber inhaltlich hat man sich nur ein paar öde sätze hin- und hergeschickt.
    irgendwann hab ichs dann gelassen, und die leute lieber angerufen, wenn ich wirklich lust oder einen anlass hatte, mich mit ihnen zu unterhalten. bei icq haben wir uns eh immer nur so zeug geschrieben á la "hm. ich hab hunger.- dann ess halt was.", das fehlt mir nicht.
    skype find ich halt nur cool, um kostenlos mit leuten zu sprechen, die im ausland wohnen.

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