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  1. V.I.P.

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    Austritt aus der Kirche

    Ich denke seit einiger Zeit darüber nach, aus der katholischen Kirche auszutreten, obwohl ich mich als christlich gläubig bezeichnen würde.

    Mir gehts auch gar nicht um die Kirchensteuer, ich arbeite im Ausland und zahle die nicht.

    Ich habe nur immer mehr das Gefühl, die Kirche widerspricht eigentlich allem, woran ich glaube.

    Geht es noch jemandem so?

    Und Antworten von Leuten, die jegliche Religion eh nur lächerlich finden, helfen mir hier nicht weiter.

  2. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    ich bin zwar selbst nicht (mehr) gläubig, aber selbst vor jahren ausgetreten.

    ich frage mich in dem zusammenhang und gerade bei den debatten aus der letzten zeit (gerade heute erst wieder) aber häufig, warum so viele noch immer nicht zwischen glauben und kirche unterscheiden (möchten) und sich dann vor einem austritt scheuen?
    man kann doch gläubig sein und "trotzdem" oder eben gerade deshalb diese institution nicht unterstützen wollen (finanziell, zahlenmäßig durch mitgliedschaft, ideell..), die eigentlich vielen ihrer eigenen postulierten wertvorstellungen derart im kern widerspricht?
    für mich erschließt sich dieser bei vielen noch immer so stark verwurzelte zusammenhang zwischen glaube und kirchenmitgliedschaft nicht. steckt da eher traditionsbewusstsein oder eher eine art von abergläubischem empfinden hinter? weil man gerne mal kirchlich heiraten will / unbedingt sein kind taufen lassen möchte (warum?)?
    gerade die katholische kirche vertritt darüber hinaus für mich glaubensinhalte, die die meisten im christlichen sinne gläubigen gar nicht vertreten (marien-/heiligenverehrung, umgang mit sakramenten, die art, wie man gemeinschaft leben und feiern möchte...), sodass ich mich runtergebrochen oder stark vereinfacht häufig frage, ob viele nicht zumindest einfach erstmal im falschen konfessionsverein gelandet sind? :/
    Geändert von selma_ (19.03.2021 um 16:31 Uhr)
    there is a crack in everything
    that's how the light gets in

  3. Addict

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Ich antworte einfach mal, auch wenn es mir nicht so geht.

    Zitat Zitat von Akureyri Beitrag anzeigen
    Ich habe nur immer mehr das Gefühl, die Kirche widerspricht eigentlich allem, woran ich glaube.
    Das ist ja ne sehr starke Formulierung, ich weiß nicht, ob du das wirklich so siehst (dann müsstest du ja z.B. Seenotrettung ablehnen) oder hier eine Übertreibung als Stilmittel verwendest. Auf jeden Fall verrätst du nicht, worum es dir geht, auch wenn ich Vermutungen habe.

    Erstmal: Ich finde es schwierig, von "der Kirche" zu sprechen. Ich habe mittlerweile einige feministische Freund_innen und Bekannte, die in und an der Katholischen Kirche arbeiten, Maria2.0-Aktivist_innen sind und weiterhin homosexuelle Paare segnen. Auch die sind Teil der Katholischen Kirche. (Bei Bedarf habe ich da auch Insta-Empfehlungen.)

    Eventuell könnte es auch eine Option sein, deine Konfession zu wechseln. Das kann ich nicht beurteilen, da ich nicht weiß, was genau dich so stört.

    [nicht zitieren]
    "Mei Klubhaus isch bym."


    Wenn du die Bande zu mir kappen willst,
    werde ich nicht gewalttätig.

  4. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    aktuell von heute, ich kann die haltung irgendwie null nachvollziehen:
    Nora Bossong zu Missbrauch in Kirche - Lippenbekenntnisse statt Reformen

    dass man sich gemeinschaft mit gleichgesinnten gläubigen wünscht, kann ich verstehen, aber warum ausgerechnet in der (katholischen) kirche?
    Geändert von selma_ (19.03.2021 um 22:25 Uhr)
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  5. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Also ich bin halt nun mal als Kind katholisch getauft, mein Vater ist sogar Theologe, aber sieht die katholische Kirche auch immer kritischer und kann Austritte gut verstehen.

    Dass die Kirche ALLEM widerspricht, woran ich glaube, war natürlich eine völlige Übertreibung. Und das ist ja auch gerade mein Problem, ich sehe schon auch noch gute Aspekte negativen werden immer mehr.

    Mir geht es auch tatsächlich nicht ums Kirchliche heiraten (ich lehne sogar die kirchliche Definition der Ehe ab, und mein Partner ist konfessionslos) oder Kinder taufen lassen (ich möchte keine Kinder). Ich kann es gerade noch gar nicht so festmachen, was mich noch davon abhält. Deshalb habe ich ja diesen Thread gestartet.

  6. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    @GrafZahl, gerne Insta-Empfehlungen.

    Ich kenne durch meinen Vater tatsächlich auch solche Leute, Priester die sich Regeln widersetzen, geschiedene Leute segnen, sein bester Freund aus dem Studium (der einzige aus dem Freundeskreis, der Priester geworden ist) ist seit mind. 30 Jahren in einer Beziehung mit einem Mann.

    Irgendwie habe ich immer geglaubt, diese Leute versuchen die Kirche zu verändern. Aber ich sehe keine Veränderungen.

  7. Addict

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Schreib mir einfach, wie du auf Insta heißt, dann verlinke ich dir Profile.
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  8. Regular Client

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Mir geht es auch so, ich ringe auch schon ewig mit der Entscheidung. Es ist so eine diffuse Mischung aus "ich glaube ja schon ein bisschen", "wie enttäuscht meine Oma wäre", "die Weihnachtskirche" und "schon irgendwie ein krasser Schritt", die mich bisher daran gehindert haben, aber eine sehr starke Ablehnung gegen den ganzen Altherrenverein mit seinem Frauenhass, die quasi nicht vorhandene Aufklärung von Missbrauchsvorwürfen, der völlig unkritische Umgang mit der eigenen Vergangenheit, die Ignoranz der Lebenssituation vieler Menschen, die durch kirchliche Dinge negativ beeinflusst werden (z.B. durch die Ablehnung von Verhütungsmitteln) und ja, irgendwie auch die Abneigung, so einem Verein dann noch einen ziemlich hohen Betrag im Jahr zu zahlen.
    Und eigentlich spielt die Kirche in meinem Alltag keine Rolle (mehr), deshalb überwiegt der zweite Teil grundsätzlich sehr, aber final durchringen konnte ich mich noch nicht.
    One thought that calms me is that, no matter which self-care routine I choose,
    all the things I was worrying about before will still be there when I'm done.

  9. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von Akureyri Beitrag anzeigen

    Mir geht es auch tatsächlich nicht ums Kirchliche heiraten (ich lehne sogar die kirchliche Definition der Ehe ab, und mein Partner ist konfessionslos) oder Kinder taufen lassen (ich möchte keine Kinder). Ich kann es gerade noch gar nicht so festmachen, was mich noch davon abhält. Deshalb habe ich ja diesen Thread gestartet.
    bloß haben die allermeisten ja selbst absolut gar nichts mehr mit der kirche selbst am hut und gehen auch niemals hin, weder zu gottesdiensten noch zu anderen veranstaltungen und aktivitäten (außer weihnachten und ostern und wenn hochzeit, taufe oder beerdigung anstehen).
    dass menschen über 85 noch fürchten, man könnte eventuell doch in der hölle laden, wenn man der heiligen institution kirche den rücken kehrt, ok, aber bei den meisten jüngeren finde ich diese noch immer absolute verzahnung von glaube und kirchenmitgliedschaft bei vielen schon eher erstaunlich...
    ich glaube, ich war tatsächlich nie im eigentlichen sinne gläubig (außer diese art kirchlich geprägten kindlichen aberglauben). dabei – was es bedeutet, gläubig zu sein an sich, kann ich mir irgendwie total gut vorstellen, also die gefühle an sich, das konzept, die vorstellungen...aber dann in verbindung mit (dieser) kirche: absolut nicht.
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  10. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    mir ging es lange so wie chipsie, ich konnte mich nicht so richtig entscheiden, obwohl die argumente eindeutig waren. habe dann aus pragmatischen gründen (arbeitgeberwechsel könnte rein theoreisch zu einem kirchlichen AG führen, vielleicht doch noch ein patenamt) alles rausgezögert, auch wenn das natürlich total inkonsequent war.
    bin jetzt letztes jahr ausgetreten und es fühlt sich seitdem richtig und konsequent an

  11. Enthusiast

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von Akureyri Beitrag anzeigen
    Also ich bin halt nun mal als Kind katholisch getauft, mein Vater ist sogar Theologe, aber sieht die katholische Kirche auch immer kritischer und kann Austritte gut verstehen.

    Dass die Kirche ALLEM widerspricht, woran ich glaube, war natürlich eine völlige Übertreibung. Und das ist ja auch gerade mein Problem, ich sehe schon auch noch gute Aspekte negativen werden immer mehr.

    Mir geht es auch tatsächlich nicht ums Kirchliche heiraten (ich lehne sogar die kirchliche Definition der Ehe ab, und mein Partner ist konfessionslos) oder Kinder taufen lassen (ich möchte keine Kinder). Ich kann es gerade noch gar nicht so festmachen, was mich noch davon abhält. Deshalb habe ich ja diesen Thread gestartet.
    Ich bin vor 29 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten, weil der eitle Gott, der sosehr gelobt werden will, meinen moralischen Ansprüchen an einen Gott nicht entsprach. Und dieser Gott wurde mir auch im evangelischen Religionsunterricht vermittelt.

    Mit der Katholischen Kirche habe ich weinig Probleme. Bei meinen Eltern haben nacheinander zwei katholische Priester verkehrt und keiner von denen hat mich jemals traktiert,

    Die katholische Kirche hat teils schöne Rituale und den Weihrauch rieche ich ganz gern. Viele unkluge Sachen (Zölibat, verbot von Pille und Kondom) sind übrigens keine DOGMAS! Jeder Papst könnte sie ohne weiteres ändern. Ich gebe der katholischen Kirche durchaus eine Chance. Ich werde ihr aber nur beitreten, wenn sie durch Massenaustritte geschrumft ist. Die ersparte Kirchensteuer spende ich Medecins sans Frontieres und der Heilsarmee in meiner Stadt für ihre Obdachlosenarbeit.

    Was ich gut finde, das die katholische Kirche die seuellen Sünden als die geringsten und leicht vergebbaren einstuft. Viele Beichtäter machen (Auskunft einer alten Freundin) aus vorehelichen Sex kein Drama, und wenn man doch auf einen trifft, der eins draus macht, kann man sich einen anderen suchen.
    Die größten Sünden sind zB Folter, Menschen erniedrigen, absichtlich Hungern lassen. Ich mag es auch, dass die römische Kirche heute gegen die Todesstrafe ist.
    Geändert von Mann. (20.03.2021 um 01:33 Uhr) Grund: Nachtrag

  12. Regular Client

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Ich bin direkt mit 18 aus der katholischen Kirche ausgetreten - ich glaube allerdings auch nicht an Gott und finde z.B. Messen umso gruseliger, je mehr ich darüber nachdenke. Insofern war die Entscheidung eher leicht und konsequent. Für mich persönlich wäre es total heuchlerisch gewesen, in der Kirche zu bleiben.
    Wäre ich gläubig, hätte ich vielleicht einfach die Konfession gewechselt. Das ist ja durchaus auch eine Option.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  13. Addict

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von selma_ Beitrag anzeigen
    bloß haben die allermeisten ja selbst absolut gar nichts mehr mit der kirche selbst am hut und gehen auch niemals hin, weder zu gottesdiensten noch zu anderen veranstaltungen und aktivitäten (außer weihnachten und ostern und wenn hochzeit, taufe oder beerdigung anstehen).
    Ich finde "weihnachten und ostern und wenn hochzeit, taufe oder beerdigung anstehen" ziemlich weit weg von "niemals" und "absolut gar nichts mit Kirche am hut". Man muss als Kirchenmitglied doch nicht jeden Sonntag im Gottesdienst hocken?
    Abgesehen davon nehmen dann doch deutlich mehr kirchliche Angebote in Anspruch, als man es vielleicht vermuten würde, es wird halt nur nicht groß darüber geredet, wenn man Seelsorge, Beratung, soziale Unterstützung etc. nutzt.
    "Mei Klubhaus isch bym."


    Wenn du die Bande zu mir kappen willst,
    werde ich nicht gewalttätig.

  14. V.I.P.

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Ich habe tatsächlich mal ein kirchliches Beratungsangebot in Anspruch genommen, nach meinem Umzug, als ich noch keine neue Therapeutin in der Stadt hatte.
    Mir ist nur sehr aufgefallen, dass der Berater sehr stark im Kopf hatte, mein Lebensziel müsse sein, Familie zu gründen.
    Als ich ihm das zurückgemeldet habe, hat er das aber gut aufgenommen und hinterfragt.
    Deshalb ist meine Meinung zu sowas auch sehr positiv.

  15. Ureinwohnerin

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von Graf_Zahl Beitrag anzeigen
    Ich finde "weihnachten und ostern und wenn hochzeit, taufe oder beerdigung anstehen" ziemlich weit weg von "niemals" und "absolut gar nichts mit Kirche am hut". Man muss als Kirchenmitglied doch nicht jeden Sonntag im Gottesdienst hocken?
    Abgesehen davon nehmen dann doch deutlich mehr kirchliche Angebote in Anspruch, als man es vielleicht vermuten würde, es wird halt nur nicht groß darüber geredet, wenn man Seelsorge, Beratung, soziale Unterstützung etc. nutzt.
    Meine Kirchenkritik is ja bekannt, mein Bias ist also entgegengesetzt zu deinem.
    Aber die Tatsache, dass viele Menschen kirchliche Angebote nutzen liegt eben auch an ihrer Verfügbarkeit. Bzw an der mangelnden Verfügbarkeit freier Träger. Und das hat eindeutige was mit der Finanzierung zu tun. Eben auch der Kirchensteuer etwa. Klar kann man sagen: einerseits ist es gut, dass es überhaupt eine Steuer gibt, die hauptsächlich in den sozialen Bereich fliest. Man könnte es aber auch als Vorteilsname bezeichnen. (Angesichts der Tatsache wie viele kirchliche Träger mit ihren Arbeitskräften umgehen und oftmals auch versuchen gewerkschaftliche Organisation zu torpedieren... ach naja.) Klar man kann dazu mehrere Meinungen vertreten. Aber alles in allem muss man schon zugeben: laizistisch ist es nicht. (Was mein Ideal wäre, was es für andere nicht sein muss, seh ich schon ein.)
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  16. Regular Client

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Meine Kirchenkritik is ja bekannt, mein Bias ist also entgegengesetzt zu deinem.
    Aber die Tatsache, dass viele Menschen kirchliche Angebote nutzen liegt eben auch an ihrer Verfügbarkeit. Bzw an der mangelnden Verfügbarkeit freier Träger. Und das hat eindeutige was mit der Finanzierung zu tun. Eben auch der Kirchensteuer etwa. Klar kann man sagen: einerseits ist es gut, dass es überhaupt eine Steuer gibt, die hauptsächlich in den sozialen Bereich fliest. Man könnte es aber auch als Vorteilsname bezeichnen. (Angesichts der Tatsache wie viele kirchliche Träger mit ihren Arbeitskräften umgehen und oftmals auch versuchen gewerkschaftliche Organisation zu torpedieren... ach naja.) Klar man kann dazu mehrere Meinungen vertreten. Aber alles in allem muss man schon zugeben: laizistisch ist es nicht. (Was mein Ideal wäre, was es für andere nicht sein muss, seh ich schon ein.)
    In Ergänzung dazu: ich wollte eigentlich antworten, dass man ja auch in freie weltanschauliche Gemeinschaften eintreten und für die Steuer zahlen kann, statt für die Kirche. Habe dann aber festgestellt, dass z.B. die Humanisten keine Steuer einziehen, obwohl sie es könnten (sie haben Mitgliedsbeiträge, aber das ist ja dann keine Steuer natürlich). Auch sonst gibt es einige religiöse Gemeinschaften, die theoretisch Kirchensteuer verlangen könnten, aber das eben nicht tun. Sicher nehmen die alle Beiträge, aber eben nicht über den Staat.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
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    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  17. Regular Client

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Der Tagesschau-Podcast hatte da letztens auch mal die Verwendung bzw. Abschaffung der Kirchensteuer zum Thema und Caritas usw. werden z.B. direkt vom Staat finanziert, nicht aus der (katholischen) Kirchensteuer, die ist eher Gebäudeerhalt und Gehälter (ich wollte grad Pfarrer + Priester gendern, well )
    One thought that calms me is that, no matter which self-care routine I choose,
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  18. Stranger

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    AW: Austritt aus der Kirche

    ich verstehe die überlegung auszutreten, weil man nicht ganz konform ist, mit der auslegung des glaubens in der katholischen kirche. ich denke, man kann auch an gott oder ähnliches glauben, wenn man kein teil einer gemeinschaft ist. wenn man trotzdem sehnsucht nach gleichgesinnten hat, könnte man sich ja auch auf die suche nach glaubensgruppen machen, die eher der eigenen meinung entsprechen. ich bin vor ein paar jahren aus der katholischen kirche ausgetreten. ich halte nichts von dieser institution und möchte kein teil davon sein. ein paar familienmitglieder haben mich schief angesehen, das war mir aber egal, ist ja mein leben und meine entscheidung.

  19. Ureinwohnerin

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von Chipsie Beitrag anzeigen
    Der Tagesschau-Podcast hatte da letztens auch mal die Verwendung bzw. Abschaffung der Kirchensteuer zum Thema und Caritas usw. werden z.B. direkt vom Staat finanziert, nicht aus der (katholischen) Kirchensteuer, die ist eher Gebäudeerhalt und Gehälter (ich wollte grad Pfarrer + Priester gendern, well )
    Ja natürlich werden die Leistungen, die die kirchlichen Träger erbringen, völlig normal bezahlt. Aber dass sie so all umfassend erbracht werden können, liegt eben an der Infrastruktur dahinter. Und die hat eben (auch) mit der Kirchensteuer zu tun. (Und mit dem Erbe aus Zeiten davor, da kann man sich auch über die Rechtmäßigkeit unterhalten.)
    Selbst die Gehälter der Geistlichen wird ja teilweise vom Staat getragen.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  20. Addict

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    AW: Austritt aus der Kirche

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Sicher nehmen die alle Beiträge, aber eben nicht über den Staat.
    Wobei das auch kein kostenloser Service des Staats bzw. der Länder für Kirchen ist. So 2,5 - 4,5% der Kirchensteuer werden als Verwaltungsgebühr einbehalten.
    "Mei Klubhaus isch bym."


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